Samstag, 12. August 2023

Ein Jahr ist es heute her

 und ich muss immer noch sehr oft an sie denken,

Tinka mit Fluffy

*
 
Ich vermisse sie immer noch, das kleine Tinkababy, obwohl sie ja schon
lange kein Hundebaby mehr war. Sogar an ihr Bellen kann ich mich noch
erinnern. Sie war so lieber, anhänglicher Hund.
Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie sehr man einen Hund
vermissen kann. 16 Jahre war sie ein treuer Begleiter. In einer so langen
Zeit, gewöhnt man sich sehr an ein Tier. Jeder Tag mit ihr und Tessie
war ein glücklicher Tag !


Manchmal, wenn sie so da saß, schien sie ganz in Gedanken versunken
zu sein. Wie oft habe ich mir gewünscht, erfahren zu können, was so ein
kleiner Hund denkt. Sie konnte lange so sitzen und in den Garten schauen.
Tief in Gedanken schien sie über irgendetwas zu philosophieren, weil sie
so angestrengt nachdachte.

Ach, du kleine Tinka, es war eine schöne Zeit mit dir und Tessie.
Ihr beide habt mein Leben sehr bereichert. Ohne euch hätte ich lange
nicht so viel Freude und eine so schöne Zeit gehabt.
Ich denke sehr oft an euch und vermisse euch immer noch.
 
Jetzt leisten mir Paulinchen, genannt Lilly, und Fluffy Gesellschaft.
Auch sie bereiten mir so viel Freude und bereichern mein Leben
um ein Vielfaches.
Ohne euch alle wäre mein Leben sehr viel ärmer.
 
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Freitag, 11. August 2023

Lebensfreude

 
Zu einem bewussten Leben gehört mit ganzem Herzen für die Freude zu sein.
Die sprichwörtliche Lebensfreude macht das Leben lebenswert,
aber eben nicht nur.
Bewusst leben bedeutet auch, mit ganzem Herzen für die Liebe zu sein.
 

 
Auch mit ganzem Herzen trauern zu können, gehört zum bewussten Leben dazu.
Die gesamte Gefühlspalette gehört zu einem bewussten Leben.
Das Leben besteht nun mal nicht nur aus permanenter Freude.
Es ist sogar wichtig, all unsere Gefühle zuzulassen, auch solche, die uns negativ
erscheinen, sollten wir nicht verdrängen, sondern bewusst erleben.
Erst die bewusste Wahrnehmung all unserer Gefühle, unserer Verhaltens- und
Denkweise, und die daraus resultierenden Erkenntnisse, führen dazu, dass wir
unser Leben in eine positive Richtung lenken.
Das geschieht aber nicht dadurch, dass wir uns permanent freuen,
sondern es ist ein langwieriger Lern,- und Reifeprozess,
der ein gewisses Maß an Lebenserfahrung voraussetzt.

Bewusstes Leben fängt da an, wo ein „nur“ Existieren aufhört.
Dazu bedarf es allerdings mehr, als "nur" ganzherzig für die Freude zu sein.
 

Freude des Daseins ist groß, größer die Freud' am Dasein.
Goethe
 
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Mittwoch, 9. August 2023

Die innere Stimme

ist für mich die beste Gesprächspartnerin. Man nennt es auch Selbstgespräch
oder inneren Monolog. Es sind endlose Fragen, auf die ich immer wieder eine
Antwort suche und wenn ich meine, eine gefunden zu haben, ergibt sich daraus
eine neue Frage. Also es ist nicht so, dass ich meine innere Stimme höre.
Gott bewahre, dann müsste ich wohl einen Psychiater aufsuchen. Nein, es sind
Gedanken, vielleicht ist es die Seele, ich weiß es nicht, aber es sind Gedanken,
die mir durch den Kopf gehen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss.

 
Es ist wohl auch die Neugierde, die mich antreibt. Ich führe allerdings oft auch Streitge-
spräche mit meiner inneren Stimme, die oft eine kontroverse Meinung vertritt, mit der
ich mich dann auseinandersetzen muss. Denn es kommt vor, dass ich mich selbst in
Widersprüchen verliere und dann wird es richtig interessant.

Es ist eine großartige Beschäftigung, die zu immer wieder neuen Erkenntnissen führt.
Das Schöne ist, man lernt sich bei diesen Auseinandersetzungen selbst am besten kennen.
Voraussetzung ist allerdings, dass man alleine ist und sich Zeit für solche Gespräche mit
sich selbst - also mit seiner inneren Stimme nimmt. Bei mir ist das oft der Fall, wenn ich
nach getaner Hausarbeit eine Pause einlege und entspanne. Im Sommer natürlich draußen
im Garten und in den kalten Jahreszeiten im Ohrensessel bei einem Tee.
 
Da kommt Erstaunliches zutage. Viel Amüsantes, aber auch weniger Erfreuliches. Zum
Beispiel kommt auch die dunkle Seite, die wohl jedes menschliche Wesen innehat, dabei
zum Vorschein. Sich mit seiner eigenen Schattenseite, also den dunklen Flecken auf der
Seele zu beschäftigen, ist weniger amüsant und trotzdem eine Bereicherung. Denn es wirft
die Frage auf, muss ich mich ändern oder soll ich bleiben, wie ich bin.
 
Ich habe mich entschieden, zu bleiben, wie ich bin. Das heißt - ich habe mich natürlich
im Laufe meines Lebens verändert. Es wäre schlimm, wenn das nicht so wäre; wenn ich
auf der Entwicklungsstufe einer Zwanzigjährigen stehengeblieben wäre.
Aber es sind tatsächlich die Gedanken, also das Selbst-Reflektieren der Gedanken
und Gefühle und des Verhaltens in bestimmten Situationen, welches sich auf
unser Handeln auswirkt und unser Leben bestimmt.
 
Selbstgespräche zu führen ist nicht nur unterhaltend, sondern auch
eine Möglichkeit, neue, unbekannte Seiten an sich zu entdecken.
Das eigene Ich besser kennenzulernen

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Bild: Pixabay
 

Montag, 7. August 2023

Heißer Tee, warme Socken

 und Zeit für den Computer sind bei diesem herbstlichen Nonstop Regenwetter
angesagt, um mal wieder Fotos in Collagen zu verwandeln. Ich mache das gerne
und mit viel Freude - allerdings nur, wenn nichts anderes anliegt. Aber was könnte
bei diesem Wetter schon anliegen ? Man macht es sich einfach im Haus gemütlich,
kuschelt sich in eine Sweatjacke mit einem warmen T-Shirt darunter ein, zieht
warme Socken an, weil es im Hause nicht wärmer als 19° Grad ist und gönnt sich
eine Kanne heißen Assam, der von innen wärmt.

Aber nicht nur ich empfinde das Wetter als herbstlich, auch der Garten scheint sich auf
Herbst einzustellen. Der wilde Wein verfärbt sich bereits, wie andere Pflanzen und
Sträucher auch. Einige Hortensien und Rosen halten noch tapfer durch, andere haben
aufgegeben. Hin und wieder entdecke ich trotz Regen eine Biene oder Hummel in den
Blüten.
 
 
Oben links, das ist keine Rose, sondern eine Hibiskusart. Sie nennt sich  'Admiral Dewey'.
Ich habe sie zufällig bei unserem letzten Gärtnerei-Besuch entdeckt und weil ich mich
auf der Stelle in sie verliebt habe, ist sie nun bei uns eingezogen. Nun muss sie unter
diesem nicht enden wollenden Regen leiden.

  
Herbstfarben am Schneeball-Strauch und bereits verwelkender Farn. Nur der kleine
Ableger des Ahornbaums, zeigt sich noch in seinem jugendlich frischen Grün.

 

Die Blüte oben links gehört zu einem jungen Hainbuchen-Baum und der wilde Wein
zieht es bereits vor, sein Herbstkleid überzustreifen, während die Clematis dem Regen
trotzt.

 
 Oben nochmals die Blätter des Schneeball-Strauchs und darunter der Stamm des
Schwarzerlen-Baumes, der in der Feuchtigkeit Moos angesetzt hat, aus dem nun so 
kleine, merkwürdige, rote - was auch immer - hervorwachsen. Der weiße Lavendel
ist, wie der violette auch, bereits verblüht. Ernten konnte ich ihn noch nicht, weil
er ganz einfach noch viel zu nass ist.

 
 Einige Hortensien haben keine Lust mehr auf Regen und der rosa Hibiskus keine Lust,
seine Knospen zu öffnen. Die Hainbuche, bringt ein winziges rotes Blatt zum Vorschein,
was ich so auch noch nicht gesehen habe.

 
 Der Garten scheint sich tatsächlich bereits auf den Herbst einzustellen. Woran könnte
das wohl liegen ? Ich denke, darüber muss man nicht lange nachdenken. Es ist kalt und
es hört nicht auf zu regnen. Außerdem bläst ein ziemlich ungemütlicher Wind durch
den Garten und schüttelt alles ordentlich durcheinander.

 
 Der Violette Hibiskus und die eine oder andere Blütendolde des Fliederbaums haben
noch nicht aufgegeben - ganz anders dagegen, die rosa Hibiskusblüte.

 
Die Constanze Mozart Rose scheint die Hoffnung auf Sonnenschein noch nicht aufgegeben
zu haben, genau wie die Annabelle, die sich stolz und aufrecht dem Regen und den Wind-
böen entgegenstellt. Auch dem "Gemeinen Hohlzahn" kann der Regen nichts anhaben.
Diese oft in Wälder wild wachsende Heilpflanze ist ein Liebling der Bienen und Hummeln.
 

 Die Kartoffelrose ist eine Wildrose, die hier auch im Wald wächst. Sie ist unermüdlich
und vermehrt sich ziemlich schnell. Sie verströmt einen betörenden Duft, der nicht
nur mich anzieht, sondern auch von Insekten geliebt wird. Die Taubnessel wächst wie
Unkraut zwischen den Rosen, aber auch auf dem Rasen. Ich liebe sie, weil die Hummeln
sie lieben - außerdem ist sie eine Heilpflanze und der Angelika-Baum (japanische Aralie)
zeigt auch schon die ersten verfärbten Blätter. Er vermehrt sich ebenfalls über seine
Wurzeln und produziert so immer wieder neue Ableger. Seine Blütenbüschel müssen ein
köstlicher Schmaus für Bienen und Hummeln sein, denn er wird während seiner Blütezeit
geradezu von ihnen belagert. Der Baum stammt ursprünglich aus Japan und ist eine Rarität
in unseren Gärten. Für die Japaner sind die jungen Blattsprösslinge eine Köstlichkeit.
Der Angelika Baum wird auch Teufelskrückstock genannt, weil seine Blattstiele
stachelig sind.
 
Wir haben zwar ein Rezept für die Blattsprösslinge gefunden, aber noch nicht ausprobiert.
Ich weiß nicht, irgendwie trau’ ich mich nicht daran, verpasse aber so möglicherweise ein
tatsächlich köstliches Gericht.
Mal sehen, einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.
Da hat man eine Apotheke und lauter Köstlichkeiten im Garten und traut sich nicht,
diese auszuprobieren.
Feige oder ? Aber .......
wat bur ne kennt, dat frett he ni
😊
 
Es besteht, so habe ich gehört, wieder die Aussicht auf Tage mit 30° Grad.
Von einem Extrem ins andere - schaun wir mal !

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Sonntag, 6. August 2023

Ein Musterbeispiel

 für gelungene Integration ist ein Asylbewerber aus Afghanistan, der seit 2015 im
Land ist. Schön denkt man, endlich mal einer, der sich hier anständig benimmt und
an Recht und Ordnung hält. Zudem soll er einen Hauptschulabschluss und eine
Ausbildung absolviert haben. Wie erfreulich !


 Weniger erfreulich, um nicht zu sagen, empörend ist, was dann folgt. Dieses muster-
hafte Vorbild eines Asylbewerbers, soll nämlich reihenweise Frauen sexuell belästigt
und zuletzt sogar ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigt haben. Wieder so ein "Einzelfall",
wo doch jeder weiß, dass solche Verbrechen mittlerweile zu unserem Alltag gehören.
Schlimm genug! Was aber wirklich unfassbar ist, ist die Tatsache, dass dieser Mann
zwar verhaftet, aber auf Bewährung freigesprochen wurde. Er läuft also wieder frei
herum und kann sich weiter austoben. Es wurde ihm zwar auferlegt, ein Antiaggressions-
training zu absolvieren und nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol zu konsumieren, doch
wer will das kontrollieren? Also frage ich mich wirklich ernsthaft, ob wir noch in einem
Rechtsstaat leben oder schon auf dem Weg in eine Bananenrepublik. Aber nicht nur das,
das musterhafte Vorbild für gelungene Integration hat sich zwischendurch einen Urlaub
in seinem Heimatland gegönnt, aus dem er geflohen ist, um hier bei uns Schutz zu
suchen und Asyl zu beantragen. Geht's eigentlich noch ?
 
 
 
Ja, die meisten unserer "jungen Männer", haben wirklich nicht viel zu befürchten
in unserem Land, da so viele schützende Hände über sie gehalten werden. Junge
Frauen dagegen sind ihnen schutzlos ausgesetzt und trauen sich, wie man oft hört,
abends schon lange nicht mehr alleine auf die Straße. Ihnen wird halt geraten, eine
Armlänge Abstand zu halten. Unfassbar !
                                                                                             
In Wuppertal wurde gerade eine junge Frau von vier "jungen Männern" verprügelt
und sollte angezündet werden. In München hat sich "ein Mann" in einem Kino einem
Kind (13 Jahre), unsittlich genähert. Migrantische Mädchengangs terrorisieren mittler-
weile ihre Mitschülerinnen. In Bonn wurde eine Frau in der Tiefgarage vergewaltigt
und in Halle ein 15-jähriges Mädchen von einem Tunesier vergewaltigt. Es gab eine
Gruppenvergewaltigung im Berliner Görlitz Park, (in den sich selbst die Bundesvor-
sitzende der Grünen Ricarda Lang nicht trauen würde) und ein kurdischer Asylbe-
werber aus der Türkei vergewaltigt eine zweifache Mutter aus der Ukraine in
Hannover usw.
Solche Taten sind mittlerweile an der Tagesordnung - von den täglichen Messer-
attacken ganz zu schweigen. Ein Syrer ersticht einen 27-Jährigen an einer Tankstelle
in Bad Wildungen. In Hannover ging ein Afrikaner mit Messer auf Polizisten los.

Nur eine Auswahl an Verbrechen der vergangenen zwei Tage.
 
 
 
Man kann nur jedem Bürger, jeder Bürgerin raten, vorsichtig zu sein und darauf
zu achten, was um einen herum geschieht und wer sich in der Nähe aufhält. Es ist
ein irritierendes Gefühl, wenn man unterwegs ist, sei es auf einem Supermarktpark-
platz, auf dem Friedhof oder auch nur bei einem Spaziergang mit den Hunden. Man
liest und hört so viel Ungeheuerliches, dass man gar nicht vorsichtig genug sein
kann. Das gab es in diesem drastischen Ausmaß vor acht, neun Jahren noch nicht.
 Heute ist jeder im Land gefährdet. Doch statt Straftäter konsequent abzuschieben,
wird von den Bürgern dieses Landes erwartet, sich nicht negativ oder gar rassistisch
gegenüber Flüchtlingen zu äußern, sondern immer schön moralisch korrekt zu sein,
selbst, wenn die Gefahr besteht, Opfer eines Verbrechens zu werden.
Man kann auch Flüchtlingen nur vor den Kopf gucken, so wie diesem angeblich
netten Musterbeispiel für Integration.

Ich habe Merkels Worte aus Juni 2017, noch im Ohr, als sie von einer
 „nationale Kraftanstrengung zur Rückführung derer, die abgelehnt wurden“ 
sprach. Und was ist in sechs Jahren passiert, wie aus vielen anderen Themen auch ?
 
NICHTS !
 
Oder schützt jemand unsere Grenzen und uns Bürger vor eventuellen Gefahren, die
mit offenen Grenzen und illegaler Einwanderung einhergehen ?
 
NEIN !

 Die "jungen Männer" kommen in unser Land, weil sie Schutz suchen.
Spielt der Schutz der eigenen Bürger, insbesondere der Schutz der
Frauen und Kinder in diesem Land überhaupt keine Rolle mehr ?
 
Mit der AfD im Rücken, mittlerweile die zweitstärkste Partei im Land, liegt das
Thema nun wieder auf dem Tisch. Die Angst vor dieser Partei ist wohl doch zu groß,
als dass die Regierung dieses Thema länger negieren könnte. Sie muss, ob sie will
oder nicht endlich handeln. Wenigstens das scheinen die Rotgrünen jetzt verstanden
zu haben. Richtig so ! Ich fürchte nur, es wird wieder nichts dabei rauskommen.
Währenddessen kann sich die AfD über weiteren Zulauf freuen.

Die Menschen im Land haben allmählich genug davon, für dumm verkauft zu werden
und zusehen zu müssen, wie das Land immer weiter den Bach runtergeht. Selbst
Top-Manager gehen jetzt auf die Barrikaden, weil die Wirtschaft abschmiert und die
Fachkräfte sind es leid - sie wandern aus.
Dafür sind im ersten Halbjahr 2023 genau 162.271 Asylanträge gestellt worden,
ein Anstieg von 77,5 % im Vergleich zum Vorjahr 2022. Und das geht kontinuierlich
so weiter - Jahr für Jahr. Die Anzahl der Flüchtlinge aus der Ukraine ist in den Zahlen
nicht berücksichtigt.
Dabei war das unter Merkel schon vor Jahren alles absehbar, nur hat es damals
niemand gewagt, deren inkompetentes Handeln zu kritisieren. Merkels fatalen
politischen Entscheidungen treiben das Land in einen wirtschaftlichen Ruin und
strukturelles Chaos sowie gesellschaftlich in eine bedrohliche Situation, die den
sozialen Frieden gefährden könnte. Die Unzufriedenheit im Land wächst!

Aber das geht sie alles ja nichts mehr an. Sie hat ausgesorgt und schaut sich
in aller Ruhe eine stundenlange Wagner-Aufführung in Bayreuth an.
Es sei ihr gegönnt, solange sie nachts nicht schlafen kann !
 
Jetzt ist es mal wieder zu spät und wer zu spät kommt, .......usw.
 
Es hängen wahrlich dunkle Wolken über unserem Land!

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Samstag, 5. August 2023

Freunde fürs Leben

 „Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.“
Ralph Waldo Emerson
 *
 

Man muss schon großes Vertrauen in einen anderen Mensch haben oder anders
gesagt, man muss einen Mensch schon sehr gut und lange kennen, um sich ihm
uneingeschränkt zu öffnen und sein Inneres nach außen zu kehren. Einem Mensch,
den man nur flüchtig kennt, würde man wohl kaum seine intimen Gedanken und
Gefühle offenbaren. Alleine das ist schon ein gravierender Unterschied zwischen
einem wahren Freund oder einer Freundin und Bekannten. Bekanntschaften sind
mir viel zu oberflächlich und für Smalltalk, der mit Bekanntschaften meistens
einhergeht, ist mir meine Zeit zu kostbar.
 Es gibt Menschen, die behaupten, man könne nicht genug Freunde haben. Das war
für mich ein Anlass, mich intensiver mit dem Thema Freundschaft zu beschäftigen.

Wann ist ein Mensch ein Freund, eine Freundin ?
Zuerst ist es Sympathie, dann stellt sich Vertrauen ein und wenn dieser Mensch
immer für dich da ist und du dich immer und jederzeit auf diesen Mensch
verlassen kannst, dann ist es ein Freund, eine Freundin. Das Schöne an einer
langjährigen Freundschaft ist, dass man auch im Alter noch fragen kann:
Weißt du noch, damals ........?
 
Denn das bedeutet nichts anderes, als dass diese Freundschaft ein Leben lang
gehalten hat. Freundschaften, die ein Leben lang halten, sind wahre Freunde.
Alle anderen Menschen, denen man im Leben begegnet - selbst über einen
längeren Zeitraum hinweg, bleiben, wenn sich keine enge Freundschaft daraus
entwickelt hat, eben "nur" Bekannte. Wahrscheinlich heißt es deshalb auch, eine
"Freundschaft", die endet, hat nie begonnen. Freundschaften sollte man in jungen
Jahren schließen, denn wenn man sie pflegt, halten sie ein ganzes Leben -
 länger, als manche Ehe.
 
 
 
Als ich auf der Insel lebte, gehörte ich einer Clique von Menschen aus allen
Herrenländern an. Sie kamen aus den USA, aus England, Schottland, Irland,
Australien, Jamaika, Kanada, Finnland. Die meisten kamen aus England, weil
die Insel zur damaligen Zeit noch dem Commonwealth angehört. Wir nannten
uns die "Expats", aber es gehörten natürlich auch Einheimische zu unserem
Freundeskreis.
 
 
 
Ich kann behaupten, wir alle waren eng verbundene Freunde, die immer und
zu jeder Zeit füreinander da waren. Wir verbrachten endlos viel Zeit miteinander,
sahen uns fast täglich, oft nach Feierabend zur Happy Hour auf einen Drink im Pub,
denn die meisten gingen tagsüber ihrer Arbeit nach. Es war ihr Job, der sie auf die
Insel geführt hatte. Einer war Architekt, ein anderer hatte eine Baufirma, wieder ein
anderer eine Möbelfabrik, ein weiterer eine Installationsfirma, es gab einen Holz-
exporteur, eine Zahnarzthelferin, eine Modedesignerin, Hotelmanager, Piloten usw.
Ich dagegen kam der Liebe wegen auf diese Insel und wir, mein Ex-Mann und ich,
haben Klimaanlagen, Hotelküchen und sonstige Elektroartikel aus den USA
importiert, die wir an Hotels, Restaurants und Pubs, inklusive Service verkauften.
An den Wochenenden trafen wir uns an einem Hotelpool, meistens an der Südost-
küste, weil dort immer ein angenehmer Passatwind wehte. Wir spielten Tennis,
Backgammon oder Billard. Wir faulenzten einfach nur, lasen ein Buch oder
schwammen mal eine Runde entweder im Pool oder im Meer. Abends trafen wir
uns hin und wieder in einem Restaurant zum Essen oder luden uns gegenseitig zum
Diner ein. Wir gingen tanzen und lachten wirklich viel, weil jeder so einige Anekdoten
aus seinem Leben erzählen konnte und die Engländer mit ihrem schwarzen Humor
sowieso für reichliche Lacher sorgten.
 
 
 
Jeder nahm am Leben des anderen teil und jeder konnte sich auf jeden anderen
verlassen. Wir ließen es uns einfach gut gehen. Das Geschehen in der restlichen
Welt war mehr oder weniger komplett ausgeblendet. Es interessierte uns schlicht
nicht. Es sei denn, wir erfuhren in den Nachrichten, dass sich ein Hurrikan aus
Westafrika über den Atlantik auf den Weg zu uns machte.
Wir lebten sozusagen auf einer Insel der Glückseligen.
 
 
 
Aber auch die schönste Zeit im Leben hat einmal ein Ende und das wurde
eingeläutet, als die ersten der Expats die Insel nach vielen Jahren verließen.
Einer nach dem anderen kehrte entweder in seine Heimat zurück oder ließ
sich auf einer anderen karibischen Insel nieder. Eine Zeitlang schrieben wir
uns noch Briefe. Nach einigen Jahren verloren wir uns nach und nach aus den
Augen. Doch die Erinnerung an sie bleibt lebendig. Wären wir heute alle noch
auf der Insel, wir wären auch heute noch enge Freunde. Es ist schade, dass sich
unsere Wege getrennt haben, aber jeder war zu sehr mit seinem "neuen Leben"
beschäftigt, einige haben sogar geheiratet, andere sind leider nicht mehr unter
uns. Gefühlsmäßig sind wir jedoch immer noch Freunde. Heute erscheint
mir dieses Jahrzehnt manchmal wie ein Traum - was es ja eigentlich auch
war - ein langgehegter, in Erfüllung gegangener Traum.
Aber ich habe auch erfahren, wie es ist loslassen zu müssen, was man liebt.
Das erfordert viel Kraft und Mut sowie einen starken Willen für
einen Neuanfang.
 
 
 
Ich hatte das große Glück, meine Freunde aus der Berliner Zeit nie aus den Augen
verloren zu haben und sie mich auch nicht. Einige haben mich sogar auf der Insel
besucht. Sie haben mir bei meinem Neuanfang zurück in der alten Heimat, sehr
geholfen. Wir kennen uns nun schon über fünfzig Jahre und können auch heute noch
fragen: "Weißt du noch, damals ........?"
Leider weilen einige auch nicht mehr unter uns.
 
 
 
Wahre Freundschaft hält genau wie wahre Liebe ein ganzes Leben.
Freunde sind eine große Bereicherung im Leben und können nicht genug
wertgeschätzt werden. Mir jedoch ist eine Handvoll wahrer, enger Freunde
lieber, als nicht genug Freunde haben zu können.

*

Freunde sind wie Sterne.
Du kannst sie nicht immer sehen,
aber sie sind immer da.
 (aus "Der kleine Prinz"
von Antoine de Saint-Exupéry )
 
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 Einige Fotos habe ich digitalisiert. Damals gab es noch keine Digitalkameras.
 Foto ganz oben: Pixabay

Freitag, 4. August 2023

Die gute, alte Kaffeemühle

Die ältere Generation, zu der auch ich gehöre, wird sie noch kennen. Sie hat gute Dienste
geleistet und musste nicht unbedingt durch eine elektrische Kaffeemühle ersetzt werden.
Kaffee schmeckt übrigens am besten frisch aufgebrüht, mit einem Filter und kochendem
Wasser.

 
Ich sehe meine Mutter noch vor mir, wie sie jeden Morgen oder am Sonntagnachmittag
zur Kaffee- und Kuchen-Zeit frische Kaffeebohnen in der Mühle gemahlen hat. Damals
hat sie die Kaffeebohnen noch bei Tchibo bestellt. Die wurden eine Zeitlang in einem
karierten Stoffbeutel geliefert, den man als Geschirrtuch verwenden konnte. Oft wurden
 die Bohnen auch in dekorativen Blechdosen geliefert, die man anschließend für alles
Mögliche verwenden konnte. Heute sind diese Dosen aus den 50er Jahren Kultgegenstände.

Die gute, alte Kaffeemühle beweist, dass man auch ohne all die elektrischen Hilfsmittel
in der Küche gut zurechtkommen kann. Man denke nur an die elektrische Saftpresse, den
elektrischen Mixer, elektrischen Rühr- und Knetstab, die Brotbackmaschine, die Kaffee-
maschine, Zwiebelschneider, Mixer, Dosenöffner, Brotmesser und im Bad an den
Haartrockner, die Zahnbürste, den elektrischen Rasierapparat usw. Das alles wäre auch
ohne Strom möglich. Das Meiste davon benutze ich tatsächlich ohne Strom.

Küchen damals und heute

 *
 
Wer sich mal in seiner Wohnung umschaut, wird sich wundern, wie viele elektrische Geräte
da zu finden sind. Staubsauger, Staubroboter, Toaster, Telefone, Waschmaschine, Wäsch-
trockner, Kühlschrank, Gefriertruhe, Computer, Stereoanlage, Laptop, Fernseher, Elektroherd,
Spülmaschine, Fritteuse, Mikrowelle, all die Lampen usw. Ich habe garantiert noch einige
Geräte vergessen. Früher funktionierte das Leben auch ohne viele dieser Geräte. Manche gab
es überhaupt noch nicht. Die Menschen kamen auch ohne sie aus. Das ganze Zeug muss ja
auch noch produziert und verkauft werden, was zu einem weiteren Stromverbrauch führt.

 Heute steril und ungemütlich und ganz früher, nun ja, auch nicht schön.

*
Heute muss halt alles schnell gehen und möglichst bequem sein, ohne körperliche Arbeit.
All diese Geräte haben das Leben einer Hausfrau, eines Hausmannes schon extrem
erleichtert, andererseits könnte man eine Menge Strom sparen, wenn man auf das eine
oder andere Gerät verzichten würde.
 

 
So einen ähnlichen Herd hatte mein Großonkel noch auf seinem Bauernhof.
Die moderne Küche daneben erinnert mich eher an ein Krankenhaus.
Nee, da war die alte Bauernküche meines Onkels, den ich als Kind oft besucht
habe, wesentlich gemütlicher. In dieser sterilen Küche nebenan hat wahrscheinlich
schon die Künstliche Intelligenz das Sagen. Wo bleibt da die Gemütlichkeit ?

 Der Fortschritt hat eben wie alles im Leben seinen Preis.
 Gut, dass die Gemütlichkeit noch nicht ganz verloren ist.

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ganz oben: eigenes Foto
Fotos Collagen: Pixabay

Donnerstag, 3. August 2023

So traurig sehen Rosen aus

wenn die Sonne nicht scheint und es tagelang nur regnet.

  
Sie lassen ihre Köpfe hängen, weil sie unter so viel Feuchtigkeit, den Halt verlieren
und innerlich verkümmern. Und Rosen, die es geschafft haben, sehen bemitleidenswert
aus. Es ist eben überhaupt kein Rosenwetter. So schade !

  
Der Limelight-BAUM dagegen präsentiert sich auch im Regen in voller Blüte. Nur die
armen Hummeln und Bienen werden es vorziehen, sich irgendwo zu verkrümeln.


Die Tomatenernte wird auch eher mager ausfallen, weil ihnen die Sonne fehlt. Sie weigern
sich einfach ihre sonst so appetitlich rote Farbe anzunehmen. Einige platzen schon auf.
 
 
 Ach, was ist das nur für ein Wetter in diesem Sommer, der jetzt eigentlich ein Hochsommer
sein sollte? Selbst die Knuddels wollen nicht vor die Türe. Können sie es bei schönem Wetter
gar nicht erwarten, in den Garten zu stürmen, muss ich sie bei Regen schon sehr bitten, damit
sie mir überhaupt vor die Tür folgen. Es ist aber auch wirklich trist, dieses Wetter und
stürmisch obendrein. Auch für die nächsten Tage ist keine Besserung in Sicht.
 
Wenn ich lese und sehe, mit welchen Wasserfluten China, Japan, die Philippinen und
Taiwan zu kämpfen haben, dann werde ich mucksmäuschenstill. Chinas Hauptstadt Peking
stand quasi unter Wasser. Straßen wurden zu reißenden Flüssen, in denen Auto mitgerissen
wurden. Das ist so entsetzlich. Die enormen Wassermassen, mit denen der Tafun Doksuri
diese Länder verwüstet hat, ist wirklich eine Katastrophe. Aber auch in Südtirol und vor
kurzem in Österreich haben extreme Unwetter gewütet und großen Schaden angerichtet.
 
Der Mensch hat überall auf der ganzen Welt in die Natur eingegriffen und sie für seine
Zwecke genutzt. Großstädte aus Beton und Asphalt gebaut, die Hitze speichern und
bei starkem Regen nicht genug Abfluss bieten, Flüsse begradigt usw. Ganz schlimm sind
auch die Erdrutsche, die bei Starkregen ganze Dörfer und Straßen unter sich begraben.
Ja, das alles wird in Zukunft noch zunehmen und die Menschheit ist nicht wirklich darauf
vorbereitet. Gegen die Gewalt der Natur ist der Mensch machtlos, da kann ihm auch
die Künstliche Intelligenz nicht helfen.
 
Wenn ich dagegen an die Zeit meiner Kindheit denke, als es noch Jahreszeiten gab mit
Frühling, Sommer, Herbst und Winter, in denen wir beinahe jeden Tag an der frischen
Luft verbrachten, dann tun mir die heutigen Kinder, die schon jetzt mit Künstlicher
Intelligenz leben müssen, ein bisschen leid. Ein Trost ist vielleicht, dass sie damit
aufwachsen und es nicht anders kennen. Trotzdem, es ist gegen die Natur und das kann
eigentlich nicht Gutes verheißen.

Ein Zurück gibt es nicht mehr.
Die Zukunft wird von jungen Menschen gestaltet,
in der sie morgen selbst zurechtkommen müssen.
Ob es einfacher oder schwieriger wird,
wer könnte das vorhersagen ?

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Mittwoch, 2. August 2023

Es war stockdunkel

 als die Maschine, eine TriStar der Caribbean Airways auf der Insel landete. Mir war,
als hätte ich eine Sauna betreten, als wir die Gangway hinunterstiegen. Der Himmel
war wolkenverhangen, es hatte gerade geregnet. Müde und etwas erschöpft vom langen
Flug über den Atlantik erreichten wir schließlich das Hotel. Und dann passierte etwas,
was ich vorher auf meinen Reisen so noch nie erlebt hatte.

 
Im dezenten Licht der bernsteingelben Stehlampen sah ich mich in der geräumigen
Empfangshalle um. Bequeme Rattansessel luden in der gediegenen Atmosphäre zum
Verweilen ein. Große Pflanzenkübel mit Areca Palmen standen zu beiden Seiten der
weit geöffneten Flügeltüre, die hinaus ins Freie führte. Die Regenwolken hatten sich
verzogen und gaben den Blick frei auf einen pechschwarzen Himmel mit Millionen
Sternen und einem Mond, dessen Licht sich im Meer spiegelte. Hier war die Luft
mild, es wehte ein kaum spürbarer, lauer Wind. Ringsherum herrschte eine wohltuende
Stille, nur das sanfte Rauschen des Meeres und das Zirpen der Zikaden war zu hören,
Über dem Eingang, an dem dunkelrote Bougainvillea rankte, las ich den Namen
des Hotels: Welcome Inn. Für einen Moment schloss ich die Augen und plötzlich
erschien mir alles so vertraut. Ein seltsames Gefühl beschlich mich, hierher zu
gehören, angekommen zu sein. Es war, als ob meine innere Stimme mir sagen wollte,
jetzt bist du da, hier bist du zu Hause. Im selben Augenblick wusste ich, dass diese
Insel etwas Schicksalhaftes in meinem Leben auslösen würde. Und nur ein paar
Minuten später, nahm das Schicksal bereits seinen Lauf.

 
 Nichts ahnend, verharrte ich noch einen Moment in der Stille, dann wandte ich mich um
und ging zurück in die Halle - dort stand er, groß und schlank, sein dunkles Haar ein wenig
zerzaust. Lässig an die Rezeption gelehnt lächelte er mich mit seinen großen, dunklen
Augen unverhohlen an. Diese Augen strahlten eine Energie aus, eine Lebensfreude, die
wie ein Blitz aus heiterem Himmel in meine Seele einschlug und mein Herz entflammte.
Von einer Sekunde auf die andere befand ich mich in einer Traumwelt, der ich nicht mehr
entfliehen konnte. Die magische Anziehungskraft dieser Augen nahm mich gefangen.
Wie in einen tiefen See tauchte ich in diese Augen ein, um in einer anderen, mir
unbekannten Welt wieder aufzutauchen. Das Schicksal ließ sich nicht mehr aufhalten.
 
Ich sage nur so viel, man könnte nicht nur ein Buch darüber schreiben, sondern auch
gleich ein sehenswertes Film-Liebes-Drama drehen mit allem, was dazu gehört, denn
ein paar Jahre später sollte es auf der Insel noch eine weitere schicksalhafte Begegnung
geben, die meinem Leben abermals eine drastische Wendung gab.
Das Leben auf den karibischen Inseln kann man sich, wenn man es nicht selbst erlebt
hat, gar nicht vorstellen. Nicht einmal Bücher oder Filme können das darstellen.
Man muss es einfach erlebt haben.
 
 
Ein ganz normaler Urlaub im Tropenparadies sollte zu meinem Schicksal werden.
Und was für eins ! Zehn Jahre lang sollte ich in diesem Paradies leben, in dem das
Leben fast wie eine Droge wirkt, war man dieser Droge einmal verfallen, kommt
man so schnell nicht mehr davon los. Das Leben auf der Insel ist von einer
unbeschreiblichen Leichtigkeit, von einer Unbeschwertheit und Langsamkeit,
an die ich mich - aus einer Großstadt wie Berlin kommend, erst einmal gewöhnen
musste. Das Leben fern von Lärm, Hektik und Stress, in ewigem Sonnenschein,
umgeben von einem türkisfarbenen Meer, von weißen palmengesäumten
Sandstränden, einer vielfältigen, üppigen Vegetation, wie sie malerischer nicht
sein könnte sowie freundlichen und fröhlichen Einheimischen sind wie ein
unermessliches Geschenk, für dessen kostbaren Wert ich für den Rest meines
Lebens dankbar sein werde.

Erst auf der Insel habe ich begriffen, was es bedeutet,
zu leben und worauf es im Leben ankommt.
Alleine dafür bin ich schon unendlich dankbar,
von den wertvollen Erinnerungen, ganz zu schweigen.
Ich sag's mal so,
der liebe Gott hat es wirklich gut mit mir gemeint,
dessen bin ich mir immer wieder bewusst.
 
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Durch den zunehmenden Tourismus hat die Insel mittlerweile viel von ihrem
damaligen ursprünglichen Charme, ihrer Natürlichkeit, ihrer Einmaligkeit und
Einfachheit verloren, wie so viele andere Länder und Inseln dieser Welt eben-
falls. Das ist so schade, denn heutzutage würde ich nicht mehr dort leben
wollen. Wie fast überall auf der Welt hat der Kommerz auch auf den Inseln
seine Spuren hinterlassen und der Umwelt unermesslichen Schaden zugefügt.
Dennoch ist und bleibt es eine karibische Trauminsel, die 1975 einen Wende-
punkt in meinem Leben einläuten sollte.

Die St. Johns Church an der Ostküste, wurde gebaut, nachdem die vorherige
Kirche 1831 von einem Hurrikan zerstört wurde. Dieses Foto wurde 1995
aufgenommen, als ich die Insel das letzte Mal besuchte.

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Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden,
was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Marie Ebner-Eschenbach
 
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Dienstag, 1. August 2023

Eine Welt ohne Menschen

Wenn ich durch den Garten gehe und so Manches ganz aus der Nähe betrachte,
fällt mir immer wieder auf, wie schnell Pflanzen, Gräser und das, was allgemein
als Unkraut bezeichnet wird, sich den Weg ans Licht bahnen. Aus den kleinsten
Winkeln und Spalten, Ritzen und Löchern dringen sie hervor, um sich zu entfalten.

 
Dann stelle ich mir immer wieder vor, wie der Planet wohl ohne Menschen aussehen würde.
Der Garten jedenfalls wäre innerhalb kürzester Zeit verwildert. Das Haus vom Wilden Wein
bzw. der Jungfernrebe, dem Blauregen, der Kletterrosen- und hortensie überwuchert. Die
Maiglöckchen hätten sich, wie viele andere Pflanzen auch, im gesamten Wald ausgebreitet
und die Bäume würden sich aus ihren Samen oder Ablegern in Windeseile vermehren.
Wenn ich alle kleinen Ableger der verschiedenen Bäume nicht auszupfen würde, der Garten
würde sich in einen dichten Wald verwandeln.
 
 
Und das alles fände ja nur im Kleinen statt. Stellt man sich jetzt den gesamten Globus vor,
dann wäre dieser in ein paar Jahrhunderten nicht wiederzuerkennen. Irgendwo las ich, dass
selbst Wolkenkratzer einstürzen, Gebäude zu Ruinen zerfallen und die Natur sich ihren Platz
auf dieser Welt zurückerobert. Ein neues Paradies würde entstehen - ohne den Mensch.
Die Spuren der Menschen wären jedoch noch eine ganze Zeit lang vorhanden. Plastik würde
die Menschheit um eintausend Jahre und Glas zehntausend Jahre überdauern. Auf dem Mond
dagegen könnte man die hinterlassenen Werkzeuge der Menschen, auch in Jahrmilliarden
noch finden.
 
links: ein kleines Zierkirschbäumchen mitten auf dem Rasen aus einem Kern gewachsen,
rechts: zwei kleine, schnell wachsende Bäume in Töpfen. Eine Schwarzerle und ein Hasel-
nussbaum. Mir tut es immer weh, sie zu entsorgen - aber wohin damit - darf man sie
einfach in den Wald da draußen pflanzen ?
 
*

Zurück zur Welt ohne Menschen.
Habe ich mir noch vor ein paar Tagen die Frage nach dem "Ziel der Menschheit"
 gestellt, so habe ich - man glaubt es kaum, vor ein paar Tagen, zufällig eine Antwort
darauf gefunden. Es ist zwar nicht das Ziel der gesamten Menschheit, sondern das
einer kleinen Minderheit, für die gesamte Menschheit. Und das ist mehr als gruselig,
denn die Entwicklung schreitet in rasendem Tempo voran, und ist, so wie es aussieht,
auch nicht mehr aufzuhalten oder zu verhindern. Ich habe diese Entwicklung schon
vor längerer Zeit vermutet. Dass meine Zukunftsvorstellung eines Tages tatsächlich
Realität werden könnte, daran hatte ich selbst allerdings die größten Zweifel.
Doch nun scheint sich zu bestätigen, was für mich noch reine Utopie war.
Jetzt verstehe ich endlich, worauf das alles hinausläuft und was in nicht allzu ferner
Zukunft zu erwarten ist. Bei diesen Horroraussichten, wird mir auch klar, warum
ein KI-Experte davor gewarnt, noch Kinder zu bekommen.
 
Die Künstliche Intelligenz schleicht sich unmerklich, aber unaufhörlich in unser
Leben ein, aber seht selbst........
Hier ist der Link zu diesem absolut sehenswerten ARTE-Dokumentarfilm:


Wer diese Doku noch nicht gesehen hat, dem kann ich nur empfehlen,
sich diesen Film bis zum Ende anzuschauen.
Es lohnt sich wirklich!

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