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Donnerstag, 29. Oktober 2026

Keine Zeit, alt zu werden

Das Problem mit dem Altwerden war, dass Martha schlicht keine Zeile mehr im Terminkalender dafür freihatte.
Es war Dienstagmorgen, Punkt sieben Uhr. Martha, achtzig Jahre jung, saß in ihrer lichtdurchfluteten Küche. Neben ihr dampfte eine Tasse Earl Grey, vor ihr duftete ein frisches Brötchen und daneben leuchteten zwei Bildschirme. Wie jeden Morgen war es die Zeit, sich über das Weltgeschehen zu informieren, während zu ihren Füßen Pauline und Clementine – zwei betagte Hündinnen – leise im Takt ihrer Träume schnarchten.


„Martha“, hatte ihre Nachbarin Frau Lübbens neulich über den Gartenzaun gerufen, während Martha gerade auf eine Stehleiter stieg, um die Kletterrose am Rosenbogen festzubinden, „solltest du in deinem Alter nicht etwas kürzertreten? Mal die Beine hochlegen? Ein Rätselheft lösen?“
Martha hatte damals kurz innegehalten, die Rosenschere in der Hand balanciert und geantwortet: „Hildchen, mein Kind, fürs Beine-Hochlegen habe ich frühestens 2046 Zeit. Da feiere ich meinen Hundersten, und da muss ich nachmittags vielleicht mal zwei Stunden schlafen, bevor die Feier steigt.“
Frau Lübbens hatte nur verständnislos mit dem Kopf geschüttelt. Aber Frau Lübbens verstand eben auch nicht, was es bedeutete, ein »digitales Imperium« und einen Naturgarten gleichzeitig zu führen.

Marthas Tag folgte einer strengen, aber hochgradig vergnüglichen Logik:

07:30 Uhr: zehn Minuten Gymnastik. Danach eine Hunde-Runde durch den Taunebel. Pauline brauchte zwanzig Minuten, um ihren Lieblingsbaumstamm zu beschnuppern, was Martha die perfekte Gelegenheit bot, auf dem Smartphone den Entwurf für ihren neuesten Blogbeitrag einzusprechen. Titel: »Warum KI-Bilder die neue Aquarellmalerei sind – und warum mein Komposthaufen schöner ist als euer Algorithmus.«
09:00 Uhr: Die digitale Kunststunde. Martha fütterte eine künstliche Intelligenz mit Prompts. »Ein barocker Pavillon aus Farnen, beleuchtet von Glühwürmchen, im Stil von Monet, hochauflösend.« Wenn das Ergebnis erschien, korrigierte sie schmunzelnd: »Ach, du dummes Kistchen, Farn hat doch keine Blüten!«, passte den Prompt an und lud das meisterhafte Bild direkt auf ihren Blog hoch.
10:00 Uhr: Eine weitere Stunde, um die neuesten Nachrichten aus aller Welt zu lesen und ihre Meinung dazu in ihrem Tagebuch festzuhalten.
11:00 Uhr: Gartenzeit. Unkraut zupfen, Laub fegen, Tomaten ausgeizen, mit den Amseln debattieren und eine Weile die Vögel am Futterhäuschen beobachten.
14:00 Uhr: Einem kleinen Imbiss folgt bei gedämpfter Hintergrundmusik eine zeitlang intensives, tiefes Denken. 
Nachmittags: Schreiben an ihrem ersten Kriminalroman: »Der Mörder war immer der Gärtner – außer wenn die KI den Hinweis fand.« Und das Essay über Kant lesen, dessen Aufruf:  «Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen», sie ganz besonders beeindruckt hat.


Eines Nachmittags jedoch geschah es. Martha saß am Schreibtisch, als sie plötzlich ein Zwicken in der Hüfte spürte. Ein dumpfer, ziehender Schmerz, der leise flüsterte: »Erinnerst du dich? Du bist achtzig. Zeit für den Schaukelstuhl. Zeit für das Alter.«
Martha hielt inne. Sie blickte auf ihre Hände. Die Haut war faltig, gezeichnet von Jahrzehnten in der Sonne, bedeckt mit feinen Pigmentflecken. Einen Moment lang war es ganz still im Raum. Das Alter stand wie ein ungebetener Gast in der Tür, zog den Hut und wollte sich auf das Sofa setzen.
Martha sah auf die Uhr. Es war 15:42 Uhr. „Ach, verdammt“, murmelte Martha leise. „Ausgerechnet jetzt.“ Sie sah das Alter direkt an – gedanklich natürlich. „Hör mal“, sagte sie laut zu der leeren Zimmerecke. „Ich verstehe dein Anliegen. Wirklich. Achtzig ist ein schönes, würdevolles Alter für ein bisschen Rheuma und eine Tasse Fencheltee. Aber du kommst denkbar ungelegen.“ Sie tippte auf die Tastatur. „Ich habe gerade fünfzig Kommentare auf meinem Blog, die beantwortet werden wollen. Die KI generiert mir seit zehn Minuten keinen gescheiten Drachen für das Cover von Kapitel vier. Pauline hat gleich ihre Physiotherapie, und wenn ich die Kürbisse im Garten nicht gieße, trocknen sie aus.“ Sie stand auf. Die Hüfte knackte vernehmlich – wie ein trockener Ast im Wind. Martha lächelte. Es war kein Ignorieren des Körpers, es war eine liebevolle Vereinbarung. Sie griff nach der Hundeleine, woraufhin Pauline und Clementine sofort die Ohren spitzten und freudig mit den Schwänzen auf den Dielenboden klopften.


„Weißt du“, sagte Martha, als sie die Haustür öffnete und die frische Nachmittagsluft einatmete, „alt zu werden ist keine Frage der Jahre. Es ist eine Frage der freien Zeit. Und solange ich noch wissen will, wie die Geschichte ausgeht, wie das nächste Bild aussieht und ob die Pfingstrosen im Frühjahr wieder blühen, bin ich einfach viel zu beschäftigt und habe keine Zeit, alt zu werden.“
Sie ging los. Die Schritte waren vielleicht etwas langsamer als vor zwanzig Jahren, aber sie führten genau dorthin, wo das Leben gerade am spannendsten war: mitten ins Nächste.
Das Alter wartete noch eine Weile auf dem Sofa, trank aber mangels Gesellschaft seinen Tee allein aus und beschloss schlussendlich, später noch einmal vorbeizuschauen. Martha hatte schließlich Besseres zu tun und keine Zeit, sich um das Alter zu kümmern.

~*~
  Alter ist nur eine Zahl, die Leidenschaft kennt kein Verfallsdatum
Sprichwort

~*~*~*~*~*~*~*🗽*~*~*~*~*~*~*~
To our American friends!
What could be more important than to fight for peace,
freedom, and democracy, and to stand up against
oppression and autocratic governments?


Who wants to live under an autocratic government -
or even in a dictatorship? 

I wish you all the best on Midterm Election Day and
I hope that you succeed in
preserving your country as a democratic nation.
I hope so much you can prevent your country from becoming an autocracy.
It is the most important election in the history of the United States of America.

I'm keeping my fingers crossed!

GO VOTE! VOTE!  VOTE!
Vote for Democracy—otherwise,
The Land of the Free will change drastically for the worse.

 ~*~

Democracy, the practice of self-government,
is a covenant among free men to respect the Rights
and liberties of their fellows.

Franklin D. Roosevelt  (* 1882 ; † 1945),
32nd President of the United States
He was a member of the Democratic Party
~*~*~*~*~*🗽*~*~*~*~*~
 
~*~
Please stand with Ukraine and help!
Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten!
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
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Freitag, 16. Oktober 2026

Ein Freund, ein guter Freund

 Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einem anderen Menschen uneingeschränkt
vertrauen zu können? Mir fallen da folgende Voraussetzungen ein:
Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Treue, Loyalität, gegenseitige Unterstützung, Zuverlässigkeit,
und Respekt. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann eine langjährige Freundschaft daraus
entstehen. Hilfreich ist natürlich eine gute Menschenkenntnis, um zu erkennen, ob es jemand
ehrlich meint, authentisch ist und ein Interesse an gegenseitigem Kennenlernen besteht.


Es bedeutet auch die Bereitschaft, sich einem anderen Menschen gegenüber verletzlich zu
machen, weil man erwartet, dass dieser Mensch einen nicht ausnutzt, enttäuscht oder eben
verletzt. Vertrauen ist ein Fundament für menschliche Beziehungen und baut sich meist sehr
langsam auf.
Echte, auf Vertrauen basierende Beziehungen schenken Sicherheit und ermöglichen eine echte,
langjährige Freundschaft. Glück ist, einen Freund zu haben, der mich akzeptiert, wie ich bin.
Andererseits kann eine Freundschaft oder Verbindung durch eine unbedachte Handlung schnell
zur Enttäuschung führen und zerstört werden.

Zuverlässigkeit ist ein bedeutender Faktor. Jemand, der ständig etwas verspricht, aber nicht
einhält, oder jemand, der nicht ehrlich ist, sich verstellt, also sich nicht authentisch gibt, ist
eher unberechenbar und zeigt, dass auf diesen Menschen kein Verlass ist.

Anders ist das bei Menschen, die zwar manchmal unbequem und anstrengend, ja, sogar
nervig sein können, dafür aber ehrlich und zuverlässig sind. Ich denke, solchen Menschen
kann man bedingungslos vertrauen.

Besonders wichtig, so finde ich, ist das Gefühl zu haben, die andere Person meint es gut, sie
möchte mir auf keinen Fall schaden oder absichtlich wehtun. Sie kann aufmerksam zuhören,
und redet nicht pausenlos nur von sich selbst. Sie respektiert meine Eigenheiten und Macken.
Ich kann mich zu hundert Prozent auf diesen Menschen verlassen und sicher sein, dass dieser
Mensch in schwierigen Zeiten zu mir steht, meine Schwächen akzeptiert, ohne sie auszunutzen,
keine Vertraulichkeiten an andere weitergibt, dann ist das die Basis für echtes Vertrauen.

Wer in der Vergangenheit oft verletzt oder enttäuscht wurde, braucht meistens wesentlich
mehr Zeit, um einem anderen Menschen wieder Vertrauen zu schenken.

Ein Freund, ein guter Freund, ist das Beste, was es gibt auf der Welt.*


Zwei alte Männer haben sich gesucht und gefunden. Sie scheinen uneingeschränktes
Vertrauen zueinander zu haben. Nun ja, jedenfalls der eine von beiden.
Er glaubt nicht, dass sein »enger Freund« zusammen mit dem großen Führer des Reichs der
Mitte den Iran unterstützt. Auf die Frage einer Reporterin am Flughafen, ob er wisse, dass
der Kreml und China den Iran unterstützen, antwortete er: „Das glaube ich nicht.“
Was hat der nur für Berater? Reden diese Menschen ihm tatsächlich alle nach dem Mund?
Die ganze Welt weiß, dass er von seinem »engen Freund« hinters Licht geführt wird. Nur
er ist vor Bewunderung blind und merkt nicht, welches bösartige Spiel sein »Freund«
mit ihm spielt.

Jemandem blind zu vertrauen, ohne jegliche Menschenkenntnis, kann ohne Übertreibung
als Naivität bezeichnet werden und grenzt schon an Dummheit. Es ist oft sogar ein Zeichen
von Selbstüberschätzung, weil man glaubt, den anderen zu kennen, auch ohne ihn näher
kennengelernt zu haben. Sein zu wollen, wie ein großes Vorbild, das man über die Maßen
bewundert, macht blind für dessen wahre Absichten. Wenn es sich dann noch um einen
Menschen handelt, der nicht authentisch ist, sondern eine Maske trägt, kann das zu einem,
ziemlichen Reinfall führen und der Gefahr, manipuliert und ausgenutzt zu werden.


So geschehen, zwischen zwei guten Freunden. Der eine handelt aus purer Bewunderung
und der andere nutzt diese Bewunderung zu seinem Vorteil aus. Von Freundschaft kann
also gar keine Rede sein. Noch dazu ist der eine schlau und der andere eher das Gegenteil.
Und so führt der Schlaue, den Naiven gerne an der Nase herum, ohne dass der das merkt,
weil der vor Bewunderung blind ist.
Beide führen einen Krieg, den sie nicht gewinnen können. Beide hoffen auf die Hilfe des
anderen. Dabei stehen sie sich gegenseitig im Weg, weil sie einander in den Rücken fallen.

 Ein Freund bleibt immer Freund, und wenn die ganze Welt zusammenfällt.*


Zwei alte Kriegstreiber, die das Leben für Millionen Menschen auf der Welt zur Hölle
machen und nicht damit aufhören. Zwei alte Kriegstreiber, denen der Rest der
Menschen auf diesem Globus vollkommen gleichgültig ist.

Nicht die Ukraine braucht einen neuen Präsidenten, sondern die USA
und das Zarenland!

Der ukrainische Präsident kämpft wenigstens mit seinen Soldaten für den Erhalt seines
Heimatlandes, für den Erhalt der Demokratie und für die Freiheit seiner Bürger.
Der US‑Präsident macht genau das Gegenteil. Er schadet seinem Land, seinen Bürgern
und ist gegen Demokratie. Seine letzte absurde Aussage vor seinen Anhängern:
Informanten, die vertrauliche Pläne preisgeben,
sollten erschossen werden.
Und seine Anhänger applaudieren ihm zu dieser Aussage. Noch Fragen?

Zudem nennt er die Angriffe auf die Ölraffinerien seines engen Freundes eine Schande.
Für diesen alten Mann mit dem hohen IQ, sind die brutalen Angriffe auf die Ukraine,
auf deren zivile Infrastruktur, auf Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Wohnblocks,
Einkaufszentren, Überland-Stromleitungen, Wärmekraftwerke u. a. – keine Schande.
Der Präsident der Ukraine sei kein guter Mann zum Verhandeln, meint der großartigste
Präsident aller US‑Zeiten. Was sagt das über die Moralvorstellung dieses Mannes aus,
der seinen Freund, einen Kriegsverbrecher, schützt, das Opfer dagegen verbal attackiert,
und ihm mit der Einstellung von Waffenlieferungen droht. 
Der alte Mann im Kreml kann seinen Krieg sofort beenden.
Schon mal darüber nachgedacht?

Ich ziehe meinen Hut mit Hochachtung vor Präsident Selenskyj.

Ach, man könnte wieder ........
Ich frage mich jeden Tag: Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Wo bleibt der Aufschrei der restlichen Welt????

~*~*~*~
 Allein zu wandern ist besser
Als mit einem Toren als Gefährten.“
 
Buddha
~*~
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* Die beiden Zeilen unter den Bildern stammen aus dem gleichnamigen Lied:
Ein Freund, ein guter Freund, und wurde durch den Film 
»Die drei von der Tankstelle« bekannt.

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Herbstromantik vs Herbstfinsternis

Ach, der Herbst ist wahrlich anders in diesem Jahr. Ein Jahr, in dem der Wahnsinn
viele Namen hat. Voltaire meinte:
»In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder
ein Irrsinn für sich«.
Wie recht er doch mit dieser Erkenntnis hat. 


Angesichts des weltweiten chaotischen Geschehens, gibt es immer noch die tägliche Freude,
die alleine die Knuddels bereiten. Neben all den schlechten Nachrichten aus aller Welt gibt es
auch immer noch Erfreuliches - jedenfalls in meiner eigenen kleinen, (noch) heilen Welt. Das
ist gerade heutzutage keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Der Herbst besprüht die
Landschaft mit den warmen Farben, der vergänglichen und welkenden Natur. Bunte Blätter
wirbelnd durch die Luft, landen auf Wegen und dem Rasen. So schön!


Es ist die Zeit der Kürbisse und der Pilze. Der kalten Nächte und der kühlen Tage.
Die Zeit der Stürme und der Regenschauer und es ist die Zeit, wenn morgens der
Nebel über dem Wald aufsteigt. Es ist die Zeit der Stille, die immer wieder ein Gefühl
von Frieden in den Lärm der Welt trägt. Jedenfalls hier im Wald.


Und es ist die Zeit der ruhigen Abende, der frühen Dunkelheit und immer öfter,
die Zeit der klaren, kalten Sternennächte, in denen der erste Raureif die Dächer
ziert. Nicht zu vergessen, die gemütlichen Abende im Haus, wenn es warm und
kuschelig ist.
Der Fernseher wird kaum noch eingeschaltet. Nichts, was von Interesse wäre oder
sich lohnt anzuschauen. Filme, oftmals nur Wiederholung oder absoluter Schwachsinn,
für den jede kostbare Minute des Lebens zu schade ist. Selbst bei den Streaming-
Anbietern sind gute Filme eine Seltenheit. Das Meiste ist es nicht wert, kostbare
Zeit dafür zu opfern.
Bleiben die Online-Zeitungen morgens und abends. Ich verbringe meine Zeit lieber
mit Schreiben, weil ich es gerne tue. Besonders gerne erstelle ich KI-Bilder. Auch
dafür nehme ich mir abends oft Zeit, zumal ich abends nicht mehr kochen muss. Das
wird vom Chefkoch, dem etwas zerstreuten Professor, täglich übernommen. Er
geht zudem gerne einkaufen. Gestern gab es einen köstlichen Rote-Beete-Salat mit
einem Dressing aus Olivenöl, Apfelessig und ein wenig Honig sowie Äpfeln und
Walnüssen. Dazu gab es panierte Hähnchenbrustfilets. Mir bleiben dadurch etwa
drei Stunden mehr Zeit am Tag für die Dinge, die ich gerne tue. Ein Grund dankbar
zu sein. Und das bin ich!
Trotzdem ist da diese bleierne Finsternis, diese Besorgtheit um das Weltgeschehen.
Die Knuddels tragen jedoch allein durch ihre Anwesenheit dazu bei, dass die Tage
nicht nur von schlechten Nachrichten geprägt sind. Sie zaubern mir immer wieder
ein Lächeln ins Gesicht und sorgen so für die tägliche Dosis von Glücksmomenten. 


Trotz aller Finsternis, von der die Welt derzeit erfasst wird, ist es mir nach wie vor wichtig,
das Weltgeschehen im Tagebuch festzuhalten. Dafür nehme ich mir gerne Zeit. Es ist zu
bedeutsam, als dass man es einfach verdrängen könnte. Immer wieder stelle ich mir vor, wie
es für die Menschen in der Hauptstadt der Ukraine sein muss,  Nacht für Nacht unter
Sirenenalarm in einer U‑Bahn-Station, in den Schlaf finden zu müssen. Und das bei Kälte und
bald auch im tiefsten Winter. Dann, wenn dieser brutale Bunker-Zar Kiew in den Blackout
 bomben will. Wie hält ein Mensch das aus? Ohne ein Bett, ohne die gewohnten Wasch- und
Duschgelegenheiten?
Dass es Menschen hier im Land gibt, die lieber wegschauen, weil es sie selbst nicht betrifft,
und ihr wohlgeordnetes Leben negativ beeinflussen könnte, ist schwer zu verstehen. Diese
Menschen könnten böse überrascht werden, denn wie zu lesen war, verkündete der NATO‑
oberbefehlshaber, dass sich die NATO auf einen russischen  Angriff vorbereitet.
Der kleine Greis im Zarenland möchte sich zu gerne rächen und es denen heimzahlen, die
aus seiner Sicht zur Zerstörung seines Landes beitragen. Wenn sein Land  zerstört wird,
sollen europäische Länder ebenfalls zerstört werden. Und sollte die Welt mit in den Abgrund
gerissen werden, ist auch das dem alten Greisen-Zar vollkommen egal. Für ihn ist Rache süß!
Das passt zum Charakterzug des kleinen, alten Machos. Machos können nicht verlieren!
Und zugeben, dass der Angriff auf die Ukraine ein Fehler war, können Machos auch nicht.

Es ist eigentlich nicht zu fassen, dass die Welt im 21. Jahrhundert wieder einmal am Rande
eines Weltkrieges steht. Vielleicht sogar eines nuklearen Krieges. Schlimm! Und nur weil
zwei gelangweilte Greise nichts Besseres zu tun haben, als Kriege anzuzetteln. Es ist eine
düstere Zeit und derzeit gibt es keinen Ausweg aus dem Chaos. Weil der kleine, alte Zar
das weiß, droht er ständig, wie auch jetzt wieder, mit Atomwaffen – solange, bis es knallt.
Und der andere Greis schaut tatenlos zu, fördert den Aggressor sogar und fällt dem Opfer in
den Rücken. Jetzt warnen die USA die Ukraine nur noch eingeschränkt vor Angriffen aus
dem Zarenland, um den Helden der Ukraine zu einem Deal zu zwingen. Das sagt alles über
die Moral des stabilen Genie-Greises aus.

Der alte Mann, der sich für den »Auserwählten« mit einem hohen IQ hält und sich selbst
als »stabiles Genie« bezeichnet, besitzt – wie es scheint – ein Naturtalent, durch sein unüber-
legtes Handeln ein Chaos nach dem anderen anzurichten. Alles, was der anfasst oder in die
Wege leitet, endet in einem Albtraum. Das ist tatsächlich einmalig auf der Welt. Erstaunlich
ist jedoch, dass man ihn einfach machen lässt, statt ihm Einhalt zu gebieten. Dass die Partei-
Mitglieder nicht auf die Barrikaden gehen, ist unverständlich. Sie müssten geschlossen
austreten. Auch, dass es immer noch US-Bürger gibt, die diesem Greis ihre Stimme geben,
ist unglaublich. Sie müssen das Chaos lieben, oder vielleicht ist es auch seine Clown-Show,
welche sie allabendlich im TV verfolgen können. Ein dummer Mensch merkt eben nicht,
dass er dumm ist. Er hält sich für den »Auserwählten, ein stabiles Genie mit einem hohen IQ«
Er verfügt über einen so hohen IQ, dass er sogar illegale Geschäfte mit dem Teufel macht.

Sein katastrophales, unbedachtes Handeln hat ja mittlerweile Folgen für die gesamte Welt.
Gleichzeitig schaden diese beiden Greise ihren eigenen Ländern. Wie anders könnte man
das bezeichnen, wenn nicht als Dummheit? Der kleine, alte Zar behauptet nach wie vor, er
habe keinen Krieg gewollt. Er sei dazu gedrängt worden. Ach Herrje, der Arme. Er konnte
also gar nicht anders. Wie absurd ist das denn? Er war also nicht stark genug, einfach
gelassen zu bleiben und in Frieden weiterzuleben? Wer provoziert denn ständig und droht
mit Atomwaffen? Wenn der so weitermacht, darf er sich nicht wundern, wenn es wirklich
knallt und die NATO auch mal zurückschlägt.
Er wolle auch keinen Waffenstillstand, sondern dauerhaften Frieden. Das ist sogar richtig
lustig, oder? Vielleicht sollte ihm mal jemand sagen, dass bereits Frieden herrschte, bevor
er seinen sinnlosen, irrsinnigen Krieg losgetreten hat. Bisher hat er doch nur verloren.
Nicht, absolut gar nichts hinzugewonnen. Das ärgert ihn wohl maßlos. Das Dumme: Er
kann den Krieg gar nicht beenden. Wie stünde er denn vor der Welt da? Man würde ihn
auslachen und im eigenen Land wäre es eine Schmach für ihn, als Verlierer dazustehen.

So grausam es auch ist, wie das »stabile Genie mit dem hohen IQ« durch die Welt trampelt,
mich amüsiert sein tollpatschiges Gehampel und Getrampel. Insbesondere, weil er sich für
so wichtig hält und nicht merkt, wie dumm er eigentlich ist. Aber das ist bei Narzissten oft
der Fall. Auch im Zarenland amüsiert man sich über den Greis mit dem hohen IQ. Im Reich
der Mitte weiß man längst, was von diesem Greis zu halten ist, und dass der weder von
Politik noch von Diplomatie oder Wirtschaft eine Ahnung hat. Niemand nimmt dieses stabile
greisenhafte Genie noch ernst. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass der brandge-
fährlich ist. Sagte er gestern noch, er würde der Ukraine weiter Geheimdienstinformationen
zur Verfügung stellen, ist heute Morgen zu lesen, dass der Betrieb der Starlink-Terminals
in der Ukraine eingeschränkt ist.

Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen gehasst, aber diesen kleinen, alten,
brutalen Bunker-Zaren, und den anderen, »auserwählten, stabilen IQ-Genie-Greis«
verachte ich zutiefst. Sollte dieser gefährliche Greis die Waffenlieferungen für die Ukraine
einstellen, wie er angekündigt hat, dann trägt er eine Mitschuld am Tod von Menschen in
der Ukraine. Ich denke, das ist ihm genauso egal wie dem kleinen, alten Bunker-Zaren.

Die US-Bürger werden diesen Greis, den Handlanger des alten Bunker-Zaren, nicht mehr
loswerden. Sollte er die Midterms verlieren, wird er die Wahl anfechten.
Mit anderen Worten: Er wird ALLES tun, um an der Macht zu bleiben.
Darauf wette ich.

Licht am Horizont

~*~*~*~

Politische Sprache... ist darauf ausgelegt,
Lügen wahrheitsgetreu und Mord respektabel klingen zu lassen

George Orwell (* 1903 ; † 1950)
war ein englischer Schriftsteller

~*~
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Dienstag, 29. September 2026

Ein Sonntag in meiner Kindheit

 Wie sich die Zeiten verändert haben!
In meiner Kindheit begann der Sonntagmorgen mit dem Läuten der Kirchenglocken.
Zum Frühstück saßen wir alle am Tisch. Meine Eltern, mein Bruder und ich. Nach
dem Frühstück las Vater die Sonntagszeitung und lauschte dazu den Klängen, die das
Rundfunkgerät zum Besten gab. Es waren u. a. die Klänge Georges Gershwins oder
Glenn Millers. Die »Rhapsodie in Blue« gehörte zum Sonntagmorgen, wie das Früh-
stücksei. Wir Kinder blätterten in den Micky-Maus- und Fix-und-Foxy-Heften,
während Mutter in der Küche einen Kuchen für den Nachmittagskaffee backte und
das Mittagessen zubereitete.

Damals

Und das wurde auf einem feingedeckten Tisch serviert. Selbstverständlich gehörte
dazu eine leicht gestärkte, weiße Tischdecke, das feine Sonntagsporzellan mit Goldrand,
das sonst nur noch zu Feiertagen hervorgeholt wurde, und natürlich das Silberbesteck.


Es gab immer eine Vorspeise, meist war es eine Hühnernudelsuppe, ein Hauptgericht,
das nur sonntags aus einem Braten bestand. Mal war es ein Schweinebraten, mal ein
Schmorbraten. Dazu gab es Kartoffelklöße, die Mutter selbst zubereitete, und Rotkohl.
Gelegentlich gab es auch mal einen Kasslerbraten mit Kartoffelbrei und Sauerkraut.
Und es gab einen Nachtisch. Pudding oder Obst aus dem Einmachglas, das im Spät-
sommer oder Herbst im Garten geerntet, eingekocht und im Keller vorrätig gehalten
wurde.

Nach dem Mittagsessen half ich Mutter beim Abtrocknen des gespülten Geschirrs. Eine
Spülmaschine gab es zu der Zeit natürlich noch nicht. Danach folgte der obligatorische
Sonntagsspaziergang durch den Park bis hin zum Rhein und manchmal fuhren wir auch
mit der Fähre auf die andere Rheinseite und gingen dort entlang des Rheins spazieren.
Zur Kaffeezeit waren wir dann wieder zu Hause. Dort wartete ein köstlicher Kuchen auf
uns. 
Es war entweder ein Kirschstreuselkuchen, eine Obsttorte und im Herbst den weltbesten
Apfelkuchen, den ich heute noch gerne nach Mutters Rezept, das sie von ihrer Mutter–
also meiner Großmutter übernommen hat, backe. Nach dem Abendessen, das aus Brot
mit Wurst oder Käse sowie Tomaten und Gewürzgurken bestand, rauchte mein Vater
eine  dicke Zigarre. Dazu las er die restlichen Artikel der Sonntagszeitung. Mutter
widmete sich ihrer Handarbeit und wir Kinder, mein Bruder und ich, spielten Halma,
Mikado, mit den Dominosteinen oder sonstigen Spielen, die zu der Zeit aktuell waren.

Ich hatte wunderbare Eltern und eine wunderbare Kindheit. Es ging uns gut und es
herrschte vor allem wieder Frieden im Land und in der Welt. Es ging aufwärts und die
Menschen schauten nach vorn. Sie hatten wieder Hoffnung und blickten zuversichtlich,
in die Zukunft. Sie bauten das zertrümmerte Land wieder auf, und dank Ludwig Erhardts
Wirtschaftswunder, ging es den meisten Menschen wieder gut. Die Menschen hatten im
Vergleich zu heute wirklich nicht viel, aber sie waren zufrieden mit dem, was sie hatten.
Es war eine gute Zeit. Eigentlich war es die beste Zeit in der Menschheitsgeschichte.

Denn jetzt, siebzig Jahre später, geht es wieder abwärts. Nicht nur im Land, sondern in
der gesamten Welt. Der Krieg des kleinen, alten Kreml-Diktators gegen die Ukraine,
und der Konflikt des »großartigsten US-Präsidenten aller Zeiten« mit dem Iran sowie
die Gefahr einer außer Kontrolle geratenden KI, sind die derzeit beherrschenden Themen
im Land und in der Welt. Und die versinkt mehr und mehr im Chaos, aus dem es so
schnell kein Entrinnen gibt.
Hier im Land geht es drunter und drüber. Und was sich derzeit in Berlin abspielt, wird
bald auf das ganze Land übergreifen. Alles in allem befindet sich die gesamte Welt in
chaotischen und turbulenten Zeiten ohne eine Aussicht auf baldige Besserung.

Heute

Wenn ich die damalige Zeit mit der heutigen Zeit vergleiche, ist es beinahe unfassbar,
wie sich alles in nur wenigen Jahrzehnten so dramatisch verändern konnte. Nicht nur,
was aus dem Land geworden ist, sondern auch aus den Menschen. Was haben sie,
insbesondere in den vergangenen zehn Jahren, aus diesem Land gemacht! Mir tut das
in der Seele weh. Aber ich bin alt und habe den größten Teil meines Lebens in Frieden
und Freiheit leben dürfen. Das weiß ich sehr zu schätzen und bin dankbar dafür. Es ist
ein wunderbares Geschenk, ein so freiheitliches Leben führen zu können. Kinder und
Jugendliche, die heute aufwachsen, können überhaupt nicht beurteilen, wie lebenswert
das Leben sein kann - auch ohne Smartphones, Internet, TikTok und wie sie alle heißen.
Eigentlich existieren sie am Leben vorbei. Aber sie kennen es nicht anders. Sie wachsen
in diesem Chaos auf und können eigentlich nur hoffen, dass es nicht noch schlimmer
wird.

Was ist nur aus der Menschheit geworden? Warum ist so viel Hass in der Welt?
Wo sind die Staatsführer, die zum Wohl ihrer Bürger agieren?
Was soll aus dieser Welt werden, wenn irre, alte Männer Kriege führen, statt
für Frieden in der Welt zu sorgen?
 
~*~*~*~

„Früher glaubte jede neue Generation, mit ihr fange die Welt an.
Heute glaubt die neue Generation, mit ihr gehe sie zu Ende.“
(Autor Unbekannt)

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Donnerstag, 10. September 2026

Zur späten Stunde in späten Jahren

Der Nachmittag lag golden über dem kleinen Garten hinter dem Altersheim. Zwischen den letzten Rosen des Jahres, die trotz des nahenden Herbstes noch einmal aufgeblüht waren, saßen Elisabeth und Anton auf der immer gleichen Bank. Seit drei Jahren trafen sie sich hier, jeden Nachmittag, wenn das Licht schräg durch die Ulmen fiel.
Elisabeth war siebenundachtzig, Anton zwei Jahre älter. Beide hatten Kinder, die selten kamen, und Erinnerungen, die immer kamen, ob man sie rief oder nicht.


„Schau dir das an", sagte Anton und deutete mit seinem knotigen Zeigefinger auf eine Hummel, die schwerfällig von Blüte zu Blüte taumelte. „Neunzig Jahre lebe ich jetzt, und ich habe erst gestern verstanden, wie dieses Tier eigentlich fliegt. Zu schwer für seine Flügel, sagen die Physiker. Und trotzdem fliegt sie."
Elisabeth lächelte, ohne den Blick von der Hummel zu nehmen. „Vielleicht hat niemand ihr gesagt, dass es unmöglich ist."
„So ist es wohl mit vielem gewesen in meinem Leben." Anton lehnte sich zurück, seine Hände falteten sich in seinem Schoß, ruhig wie zwei alte Vögel, die sich zur Nacht niederlassen.
„Wir haben es einfach getan. Geheiratet, ohne zu wissen, ob es hält. Kinder bekommen, ohne zu wissen, ob wir gute Eltern sein würden. Ein Haus gebaut, Stein für Stein, ohne zu wissen, ob wir das Dach je sehen würden."
„Und jetzt sitzen wir hier", sagte Elisabeth leise, „und sehen einer Hummel beim Unmöglichen zu."
Sie schwiegen eine Weile. Ein Windstoß fuhr durch die Ulmen, und ein paar gelbe Blätter lösten sich, drehten sich im Fallen wie kleine Tänzerinnen, die ihre letzte Vorstellung geben.
„Weißt du, was mir auffällt, seit ich alt bin?", fragte Elisabeth schließlich. „Als junger Mensch habe ich das Leben genommen wie ein selbstverständliches Geschenk – so, wie man Luft nimmt, ohne an sie zu denken. Man atmet einfach, man lebt einfach. Man denkt, es müsse so sein."
„Und jetzt?"

„Jetzt weiß ich, dass nichts davon selbstverständlich war. Nicht ein einziger Atemzug. Nicht ein Sonnenaufgang. Nicht, dass mein Herz seit siebenundachtzig Jahren schlägt, ohne dass ich es ihm je habe beibringen müssen." Sie legte eine Hand auf ihre Brust, spürte den ruhigen, unermüdlichen Takt darunter. „Stell dir vor, Anton – dieses kleine Ding da drin hat sich nicht einmal ausgeruht. Nicht eine Sekunde, seit dem Tag, an dem ich geboren wurde."

Anton nickte langsam. „Ich habe als Bauer gearbeitet, mein Leben lang, wie du weißt. Fünfzig Jahre lang habe ich Samen in die Erde gelegt und zugesehen, wie aus totem, trockenem Korn etwas Grünes, Lebendiges wurde. Fünfzig Jahre, und jedes Mal habe ich mich gewundert. Man gewöhnt sich nie wirklich daran, wenn man genau hinschaut."
„Warum haben wir so lange gebraucht, um das zu sehen?"
„Weil wir beschäftigt waren", sagte Anton mit einem trockenen Lachen. „Weil das Leben uns die Illusion der Zeit geschenkt hat, das größte aller Geschenke – die Illusion, es wäre unendlich viel davon da. Erst wenn man merkt, dass die Zeit ein Ende hat, sieht man, dass jeder Tag selbst das Wunder ist, nicht bloß ein Mittel zu etwas anderem."

Ein alter Kater strich um Elisabeths Beine, der Hauskater des Heims, den alle nur "der Graue" nannten. Sie beugte sich vor, so gut es ihre Hüfte erlaubte, und streichelte ihn zwischen den Ohren.
„Erinnerst du dich", sagte sie, „wie du mir letztes Jahr erzählt hast, dass dein Enkel dich gefragt hat, wovor du am meisten Angst hättest?"
„Ich erinnere mich."
„Was hast du ihm geantwortet?"
Anton schwieg einen Moment. Die Falten um seine Augen vertieften sich, wie sie es immer taten, wenn er in sich hineinhorchte. „Ich habe ihm gesagt, dass ich früher Angst vor dem Sterben hatte. Aber inzwischen habe ich mehr Angst davor, ungeduldig durch die letzten Jahre zu hetzen, ohne sie wirklich gelebt zu haben. Das Sterben kommt sowieso, ob ich mich fürchte oder nicht. Aber ob ich diesen Nachmittag hier, mit dir, mit dieser Hummel und diesem albernen Kater wirklich sehe – das liegt an mir."
Elisabeth schwieg, und in diesem Schweigen lag keine Traurigkeit, sondern etwas wie Andacht.
„Ich denke oft an das Wasser", sagte sie nach einer Weile. „An wie viele Zufälle es gebraucht hat, dass es überhaupt Wasser auf dieser Erde gibt. Und dann noch, dass daraus Leben wurde. Und dann, dass aus all den möglichen Leben genau meines wurde, mit dir als Nachbarn, mit meinem Mann, den ich vierzig Jahre lang lieben durfte, mit meinen Kindern, die mich manchmal vergessen, aber die es gibt, weil es mich gab."
„Ein Wunder, das ein anderes Wunder gebiert", murmelte Anton. „Immer weiter, seit Milliarden von Jahren. Und niemand von uns hat sich das verdient. Es wurde uns einfach gegeben."
„Weißt du, was ich manchmal denke?" Elisabeth wandte sich ihm zu, ihre Augen, trüb geworden vom Alter, aber wach wie eh und je. „Ich denke, die Jugend glaubt, das Leben schulde ihr etwas. Und das Alter weiß, dass das Leben ihr nichts schuldete – und trotzdem alles gegeben hat."
Anton lachte leise, ein Lachen, das mehr Husten war als Freude, aber echt. „Du solltest das aufschreiben."
„Wozu? Ich habe es dir gesagt. Das reicht mir."
Die Sonne war inzwischen tiefer gesunken, warf lange Schatten über den Kiesweg. Die Hummel hatte ihre Runde durch die Rosen beendet und war irgendwo in der Dämmerung verschwunden, unmöglich fliegend, wie sie es immer tat.


„Ich werde morgen früh die Amseln hören", sagte Anton, mehr zu sich selbst als zu Elisabeth. „Ich weiß nicht, wie viele Morgen mir noch bleiben, an denen ich sie hören kann. Aber morgen – morgen werde ich sie hören, und das ist genug."
„Das ist genug", wiederholte Elisabeth.
Sie saßen noch lange dort, zwei alte Menschen auf einer Bank, während der Garten sich langsam in Blau und Violett kleidete und die ersten Sterne durch die Ulmenzweige blinzelten. Sie sprachen nicht mehr viel. Manchmal braucht das Staunen keine Worte – nur zwei Menschen, die endlich gelernt haben, hinzusehen, und einen Abend, der bereit ist, sich ihnen zu zeigen.
~*~*~*~

Und dann gibt es alte, gar greisenhafte Herrscher, die im Geld schwimmen, 
in Reichtum und Luxus leben, und dennoch nicht zufrieden sind.
Die alles erreicht haben, denen jedoch eins fehlte: Macht.
Da ihnen diese Macht zuteil wurde, führen sie im hohen, gar greisenhaften
Alter, noch Kriege. Sie greifen andere Länder an, töten Menschen und
zerstören die Heimat von Menschen, die ihnen nichts getan haben.
Sie könnten ihr Leben im Alter genießen, ziehen es jedoch vor, sich selbst und
anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Tod, Leid, Kummer und
Zerstörung über Menschen zu bringen!
Wie dumm muss man sein?!
Sie haben trotz ihres hohen Alters nicht gelernt, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Daher sind sie eigentlich zu bedauern, denn genau genommen führen sie
ein erbarmungswürdiges Leben, um das sie nicht zu beneiden sind.
Sie sind trotz ihres Reichtums und ihres Lebens in goldverzierten Luxusresidenzen,
erbärmliche, verachtenswerte, widerliche alte Versager, die nicht begriffen haben,
was Leben bedeutet und was für ein wertvolles Geschenk Leben ist.

~*~*~
  Im Alter kommt es nicht mehr auf das Werden an,
sondern sich des Wertes des Seins bewusst zu sein.

~*~
Please stand with Ukraine and help!
Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten!
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
~🦉🌳🕊️🌳~🙏~🌳🕊️🌳🦉~
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🌟Bilder erstellt mit KI by Lauras Home and Garden🌟 

Freitag, 4. September 2026

Das Schöne am Alter

ist die Zeit. Die Jahreszeit, die irgendwie zum Herbst passt.
Das Alter ist der Herbst des Lebens. Die Zeit, in der man sich zurückzieht und
der nächsten Generation Platz macht.


Einerseits wird einem immer deutlicher bewusst, dass die Lebenszeit endlich ist.
Andererseits ist jetzt die Zeit, sich Zeit zu lassen bei den Dingen,
die man gerne tut, und sich Zeit zu nehmen, für das, was Freude bereitet.
Zeit ist ein Geschenk. Je älter man wird, desto bewusster nimmt man das wahr.
Umso wichtiger ist es, die Zeit nicht mit Dingen oder Menschen zu verbringen,
die einem nicht guttun.
Niemand weiß, wie viel Zeit noch bleibt, diese Zeit zu genießen.
Daher ist jetzt die Zeit, seine Zeit nicht zu verschwenden, mit Dingen oder
Menschen, die nicht zur Lebensqualität beitragen.


Das Alter ist die Zeit, die viel schenkt, die reich ist an Dingen,
die nicht zu kaufen sind, sondern erlebt werden wollen.
Das Alter ist die Zeit der Gelassenheit und der Erfahrungen,
manchmal sogar der Weisheit. Denn Weisheit entsteht nicht durch Wissen,
sondern durch Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse.

Das Alter ist die Zeit, in der man weiß, dass auch schlechte Tage,
Tage voller Leid und Kummer, voller Sorge und Trauer, vorübergehen,
auch wenn es oft nicht so scheint.


Vor allem aber ist das Alter die Zeit, in der man sich nicht mehr um die Meinung
anderer Menschen schert, sondern genau überlegt, mit wem und für wen man
seine kostbare Zeit opfert. Im Alter ist das eine Freiheit, die in jungen Jahren
nicht unbedingt vorhanden ist und erst erreicht werden muss.
Freiheit und sich Zeit nehmen können, ist wohl das größte Geschenk im Alter.
Ein weiteres kostbares Geschenk sind Freunde und Partner. Es ist das
gegenseitige Vertrauen. Die Vertrautheit, die über Jahrzehnte gewachsen ist.


Das Schöne am Alter ist, dass man nicht mehr mit der Jugend mithalten muss
oder mit ihr tauschen möchte. Dass Falten und graue Haare im Alter ganz normal
und kein Grund sind, makelloser Haut nachzutrauern. Falten und graue oder
weiße Haare sind ein Zeichen dafür, in Würde zu altern.

Das Alter ist die Zeit, in der man lernt, loszulassen.
Es ist aber auch die Zeit, in der man sich über viele andere Dinge freuen kann.
Über den Morgen, den Sonnenaufgang, die Tasse Kaffee, auf das Lesen des
neuen Buches, auf einen Spaziergang. All das nimmt man im Alter viel bewusster
wahr. Das ist ein großes Geschenk.
Das Alter ist auch die Zeit, in der man die Stille der Natur, dem Lärm einer Stadt
vorzieht. Es ist die Zeit, in der man lernt, lieber zu schweigen, statt viel zu reden,
ohne etwas zu sagen.


Das Alter lehrt uns, dass das Leben ein kostbares Geschenk ist,
welches unbedingt wertgeschätzt werden sollte.
Ein Geschenk, welches in vielerlei Hinsicht sowohl ein Gewinn 
als auch ein Trost ist, für all die Verluste, für das Verlorene.
Das Alter ist auch die Zeit, in der man auf sein vergangenes Leben zurückblickt,
 vieles besser versteht, und Klarheit gewinnt.
Und es ist die Zeit, in der man endlich innere Ruhe und damit
inneren Frieden findet.
Es ist die Zeit, in der man gut zu sich selbst sein sollte.
Gut auf sich aufpassen und auf sich achten sollte.
Das sollte man sich selbst gerade jetzt im Alter wert sein!
Wenn man im Alter das Glück hat, sich relativ guter Gesundheit
zu freuen, dann ist das wahrlich ein Grund, dankbar zu sein.

Das Alter kann wie der Herbst seinen ganz eigenen Zauber haben.

~*~*~*~

Der Herbst des Lebens, ist,
die Zeit der wertvollen Reife,
die Zeit der schwindenden Illusionen,
die Zeit der inneren Freiheit,
die Zeit der friedlichen Seelenruhe,
die Zeit der stillen Gelassenheit,
die Zeit der Klarheit und Weisheit,
die Zeit der Befreiung,
und die Zeit der Erinnerungen.

~*~
Please stand with Ukraine and help!
Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten!
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
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