Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Besser als Eduard Mörike, kann man diese morgendliche Stimmung im Wald nicht beschreiben.
Wie ich diesen Morgennebel liebe! Wenn Wald und Garten in aller Stille gemächlich
aus dem Schlaf der Nacht, eingehüllt in einen dünnen Schleier, aufwachen. Noch ist
die Welt ringsherum in diesem mystischen Zauber eines Herbstmorgens mit seinem
Morgentau gefangen und verbreitet eine stimmungsvolle Atmosphäre. Später wird die
Sonne hinter den Bäumen aufgehen und ihr Licht den Tag erhellen. Natur, wie sie
eindrucksvoll jeden Tag immer wieder auf ihre ganz eigene Weise erwacht.
Ein Geschenk für diejenigen, für die jeder neue Tag ein Wunder ist.
~*~
Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.
Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.
Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.
Hermann Hesse (* 1877 ; † 1962)
war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller,
Dichter und Maler
~*~
🌟Fotos by Lauras Home and Garden🌟















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