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Sonntag, 26. Juli 2026

Die lauen Sommernächte

 Habe ich in den vergangenen Wochen das eine oder andere Mal von den schönen
Sommersonnentagen mit weißen Wölkchen hier in meinem Tagebuch geschrieben, so
sind die lauen Sommernächte bei Weitem viel zu kurzgekommen. Okay, ich gebe zu,
einige waren weniger angenehm, zu heiß und der Schlaf zu schlecht. Aber dazwischen
gab es auch Sommernächte, die waren angenehm kühl.


Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die klaren Mondnächte, in denen die
Mondsichel am Himmel zu sehen war. Wenn ich abends im OmaOhrensessel saß
konnte ich beobachten, wie die Sichel gaaaaaanz langsam, aber immerhin mit einer
Geschwindigkeit von rund 3.700 km/h, von links nach rechts über die Wipfel der
Bäume hinwegwanderte. Dafür benötigt er, also der Mond, exakt 27,3 Tage. Also bis
er die Erde vollständig umrundet hat. 
Die dunkle Nacht, die Wipfel der schwarzen Bäume und darüber der Mond, das ist
ein so schöner, verträumter Anblick, bei dem ich oft tatsächlich ins Träumen gerate –
oder mir die eine oder andere Geschichte in den Sinn kommt.


Ich habe keine Ahnung, warum der Mond eine solche Faszination auf mich ausübt.
Denn, wenn man es recht bedenkt, ist es doch »nur« ein großer Gesteinsbrocken.
Gut, er enthält auch noch einige Mineralien und wahrscheinlich einen flüssigen
Kern aus Eisen und Nickel und trotzdem hat dieser Gesteinsbrocken etwas, das die
Menschheit seit über Jahrtausende hinweg immer wieder fasziniert und ihre
Fantasie anregt.


Besonders romantisch ist er natürlich, wenn er als Vollmond über dem Wald am Himmel
hängt und sein mattes Licht diesen mystischen Zauber verbreitet. Wenn dann noch ein
Käuzchen ruft, ist eine Vollmondnacht, zu jeder Jahreszeit, eigentlich perfekt. Ich hoffe
allerdings, dass dann nicht jedes Mal jemand stirbt. Doch ich denke, dieser Aberglaube
ist längst überholt – auch wenn es immer noch heißt: Wenn ein Käuzchen ruft, ist Gefahr
im Verzug. Nun ja, sei’s drum! Ich mag diese stillen Nächte hier im Wald zu jeder Jahres-
zeit, wenn kein Laut zu hören ist. Außer dem des Käuzchens. Der Wald steht hier in der
Stille wirklich schwarz und schweigend und aus den Wiesen steigen - besonders in den
kalten Jahreszeiten, manchmal die weißen Nebel empor.
Bis auf die Nächte, in denen ein Unwetter über uns hinwegzieht, dann ist das Heulen
des Sturms natürlich nicht zu überhören. Auch der Regen, der aufs Dach plätschert, oder
von der Regenrinne vor meinen Schlafzimmerfenstern tropft. Das sind  Geräusche, die
ich jedoch sehr mag. Ich mag es wirklich sehr, das Trommeln des Regens, auf das Dach,
oder das Sturmheulen, wenn der Wind ums Haus und durch die Bäume fegt. Auch das
Donnergrollen, hui, das hat so etwas Unheimliches in der Nacht. Wenn die Blitze
zucken und es sekundenlang taghell wird. Solange es nicht zu schlimm wird und zu
heftig zur Sache geht, löst das innerhäusig so ein richtig schönes, wohliges Gefühl
 der Geborgenheit in mir aus.
Aber das Leben besteht nicht nur aus Wohlfühlmomenten. Da sind ja noch diese beiden
alten Kriegstreiber, die uns Menschen seit geraumer Zeit das Gruseln lehren.


~*~*~*~

Nach meinen lauen Sommernächten, in denen von Romantik, Zauber und Mystik, Stille
und klaren Mondnächten die Rede war, kommen also wieder diese zwei alten, durchge-
knallten Männer, die die Welt in Atem halten, an die Reihe! Wie lange eigentlich noch?
Also von meinen Träumen aus dem Wald mal wieder zurück in die Realität und zu den
neuesten Ereignissen. Zuerst zum alten Donnyboy, der sich tatsächlich auf einer Presse-
konferenz, war es glaube ich, mit einer neuen roten Basecap und der Aufschrift »Trump
2028« präsentiert hat. Was könnte das anderes bedeuten, als dass er wirklich vorhat
Präsident zu bleiben und das Weiße Haus nicht zu räumen. Daher auch der Ballsaal mit
dem geplanten Bunker darunter. Es scheint wohl darauf hinauszulaufen, dass er keine
Wahlen mehr zulassen will oder vorhat, sie zu manipulieren. Außerdem war zu lesen,
dass er seinen Sohn Donald Jr. als nächsten und seinen jüngsten Sohn Barron, als über-
nächsten Präsidenten installieren will. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es wäre ihm
zuzutrauen. Das Amt wird wie bei Königs und dafür hält er sich ja, für einen King, ein-
fach vererbt. Er macht es also so wie der kleine, alte Zar – sich auf Biegen und Brechen
an der Macht festklammern. Außerdem konnte man vor einiger Zeit lesen, dass er die
Rockefellers und Rothschilds nachahmen und reichste Familie Amerikas werden will.
Ehrgeizige Ziele hat er, das muss man ihm lassen. Schlimm nur für die armen Bürger
des  Landes, die diesen Chaoten so schnell wohl nicht mehr loswerden. Man kann nur
hoffen, dass sie sowohl bei den Midterms in diesem Jahr als auch 2028 richtig wählen.

Sein Ex-Buddie, also der zweite Chaot, der als Verlierer, Versager und Kriegsverbrecher
in die Geschichte eingehen wird, gerät immer tiefer in seinen Schlamassel. Mich würde
es nicht wundern, wenn der eines Tages tatsächlich ein NATO-Land angreift. Der muss
sich doch derzeit in die Enge getrieben fühlen. Und gerade das macht ihn so gefährlich.
Dem traue ich ohne Weiteres zu, keine Hemmungen zu haben den 3. Weltkrieg auszu-
lösen. Noch hält der große Führer vom Reich der Mitte den Daumen drauf – aber wie
lange noch? Mittlerweile schlagen Zaren-Behörden Alarm, weil der Wirtschaft ein
Stillstand droht. Das wird den kleinen, alten Zaren jedoch nicht interessieren. Der
Krieg wird bis zur letzten Patrone oder Drohne und bis zum letzten Mann fortgeführt.
Und wenn es sein muss, mit einer Zwangsmobilisierung.
Eins haben diese alten Möchtegerngroß auch noch gemein. Beide lügen wie gedruckt
und verdrehen Tatsachen, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Der Kleine der beiden
ist trotz Botox (so konnte man lesen) um Jahre gealtert, sein Gesicht aufgedunsen und
der andere hat extrem an Gewicht zugenommen, wahrscheinlich aufgrund des ver-
mehrten Verzehrs von Hamburgern.

Womit hat die Welt solche alten, irren Kriegstreiber und machtbesessene Egomanen
verdient. Als gäbe es auf der Welt nicht genug Probleme, stellen diese beiden alten
Männer nun die größte Gefahr für die Menschheit dar. Hinzukommt, dass beide die
Kontrolle über ihr Handeln verloren haben und ihre Kriege immer weiter eskalieren.
 Manchmal fühlt es sich an, als  befände man sich im falschen Film. Sorry, nicht nur
manchmal – eigentlich die ganze Zeit, seit diese Chaoten mit ihrer Kriegstreiberei
begonnen haben.

~*~*~*~

Ich habe es zu früh erkannt, dass der Schlachteneifer
nichts Übermenschliches, sondern – Untermenschliches ist;
keine mystische Offenbarung aus dem Reiche Luzifers,
sondern eine Reminiszenz aus dem Reiche der Tierheit -
ein Wiedererwachen der Bestialität.

Bertha von Suttner (* 1843 † 1914)
war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin
und Schriftstellerin. 

~*~
 Stand with Ukraine
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
~🦉🌳🕊️🌳~🙏~🌳🕊️🌳🦉~
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🌟KI-Bilder by Lauras Home and Garden🌟

Montag, 5. Februar 2018

Wenn es Abend wird

über dem Wald und Garten und die Gedanken beim Blick
in den Himmel weit, weit fort in die Tiefen des Universums schweifen,
dann ergreift mich wieder diese Faszination des Mystischen,
des Geheimnisvollen.
 
 
Dann tauchen Fragen auf, die kaum jemand wirklich beantworten kann.
Einstein sagte einst: "Das Unverständliche am Universum ist im Grunde,
dass wir es verstehen können."
Ja, man kann es verstehen, aber wer weiß schon was wirklich ist ?!
 


 
Nun war Einstein ein Genie. Im Vergleich dazu bin ich ein kleines, naives
"Möchtegerngenie ;o)".
Immer, wenn ich in den Himmel schaue, in manchen Nächten die Sterne
beobachte, wie sie blinzeln, blinken und funkeln, wenn ich versuche die
einzelnen Sternbilder auszumachen, Venus und Jupiter entdecke, dann
ist sie wieder da, diese Frage:
Wie ist das alles entstanden und warum ist es entstanden ?
Wie ist der gesamte Kosmos entstanden und was war vorher ?
War da überhaupt etwas ? Wieso konnte es überhaupt knallen, etwas
in einem solchen Ausmaß explodieren, dass diese Explosion, die vor über
13,8 Milliarden Jahren stattfand, bis heute andauert ?
 
 
 
 
Wenn ich mir Fotos aus dem Welt anschaue von Galaxien, diversen Gasnebeln,
von Supernovae, von Sternen, Planeten und alles, was da so im Universum
in Bewegung ist, dann ist es schwer zu begreifen, dass aus diesem gewaltigen
Urknall und dem ganzen Wirrwarr und Durcheinander danach, vor etwa
4,6 Milliarden Jahren unser Sonnensystem und somit später durch diverse
Kollisionen und Einschläge von Gesteinsbrocken auf unserem Planet, die Erde
entstanden ist.
Eine einzige brodelnd heiße Masse.
Noch unbegreiflicher ist es, dass aus dieser brodelnd heißen Masse im Laufe
der Zeit Leben entstanden ist. So auch wir Menschen ! Oder sind wir vielleicht
sogar Außerirdische, die aus dem fernen Weltall auf der Erde gelandet sind
und sich hier niederließen ?
Noch viel unbegreiflicher ist für mich, dass wir denken können, dass wir über
einen Verstand verfügen, den wir einsetzen können, um auf diesem Planet zu
überleben oder eben auch nicht. Dummheit ist schließlich allgegenwärtig.
 
Wenn ich mir vorstelle, dass es neben den Galaxien, Sternen und großen
Planeten, hauptsächlich Gesteins- Gas- oder Eisbrocken, also Meteoriten,
Asteroiden und Kometen sind, die da durch das Universum rasen,
dann entstammen wir wahrscheinlich genau einem solchen Brocken.
Es leuchtet mir ja gerade noch ein, dass sich der menschliche Körper
irgendwie daraus entwickelt haben mag, genau wie die vielen Tier- und
Pflanzenarten - aber dass wir auch denken können, ist schon fantastisch.
 
Ob das Universum auch denken kann ?
Oder ist da noch etwas, das für das Universum denkt ?
Etwas Übermächtiges ?
Eine geistige Übermacht, die alles lenkt ?
Neues schafft und Altes zerstört ?
Ist das alles Zufall oder geplant ?
Bestimmung ?
Warum ist alles so wie es ist ?
Es könnte ja auch alles ganz anders sein.
Bilden wir uns das alles vielleicht nur ein ?
Haben wir das alles nur nach unserer
eigenen Vorstellung konstruiert ?
Oder hat doch irgendjemand mit seinem Chemiebaukasten experimentiert,
so wie es heute auch wieder stattfindet, z.B. in Cern ?
Ist das Universum vielleicht am anderen Ende eines schwarzen Loches
entstanden, quasi als Geburt aus demselben ?
 
 
Milchstraße - Quelle Pixabay
 
 
Ach, dieser Himmel, dieses Universum mit seinen Galaxien, unserem
Sonnensystem, der Milchstraße, mit unserer Sonne, dem Mond und
den unzähligen Sternen, verleitet nicht nur zum Träumen, es wirft
auch immer wieder neue Fragen auf.
Fragen über Fragen, mit denen sich schon so viele Philosophen beschäftigt
haben. Doch weder sie noch alle Wissenschaftler, Astrophysiker und
Astronomen, können sich wohl jemals absolut sicher sein, wie tatsächlich
alles entstanden ist und wie es vielleicht irgendwann auch wieder
enden wird.
 
Andromeda-Galaxie - Quelle Pixabay
 
 
Es wird wahrscheinlich ein ewiges Rätsel der Menschheitsgeschichte bleiben,
so wie der Mensch selbst ein ewiges Rätsel bleiben wird.
Allein die Tatsache, dass unter den über 7,5 Milliarden Menschen auf
dieser Welt, kein Mensch dem anderen gleicht, ist nicht nur ein Rätsel,
es ist - wie die gesamte Natur - ein Wunder !
 

Unsere Milchstraße - Bildquelle: Wikipedia
 
 
Schon vor mehr als 2.400 Jahren schrieb Platon an Sokrates:
"Über die Entstehung des Universum gibt es viele Vorstellungen und
Meinungen. Wundere dich also nicht, wenn wir nicht im Stande sind,
Erklärungen und Begründungen zu geben, die in jeder Hinsicht
exakt sind und konsistent miteinander"
 
~*~

 
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Mittwoch, 17. Januar 2018

Was sind das für Menschen

die im Sternkreiszeichen des Steinbocks geboren wurden ?
 
Es sind ernsthafte Menschen, Realisten, denen Klarheit und Sicherheit
über alles geht. Überschwang ist dem Steinbock fremd. Zielstrebig geht er
durchs Leben, das für ihn gleichbedeutend ist mit dem Erfüllen von Aufgaben.
Der Steinbock identifiziert sich durch sein Tun, die Bewältigung von
Problemen. Die Übernahme von Verantwortung ist die Grundlage seines
Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens.
Sachlich und kühl weiß er seine Fähigkeiten abzuschätzen.
Er wagt sich an Aufgaben heran, deren Bewältigung anderen aussichtslos
erscheint. Und in der Regel wird er es schaffen, weil er über
außerordentliche Kräfte, zähes Durchhaltevermögen und eiserne
Selbstdisziplin verfügt.
Dabei entwickelt er oft einen Hang zum Perfektionismus, der es ihm
schwermacht, vor sich selbst bestehen zu können.
Oft treten dann bloßer Ehrgeiz und Anstrengung an die Stelle von
Lebenslust und Lebensfreude. So kann er leicht in die Gefahr geraten,
sich und seine Umwelt zu überfordern.
 
 
 
Ein Steinbock sollte nicht vergessen, dass das Leben nicht nur aus Pflichten
besteht. Sein Verhalten gegenüber anderen Menschen ist geprägt von
Zurückhaltung und einer gewissen Schwere. Deshalb ist er oft ein Einzelgänger.
Hat er jedoch mit jemandem Freundschaft geschlossen, so kann sich dieser
seiner unverbrüchlichen Treue sicher sein.
Auch in der Liebe sind dem Steinbock Kameradschaft und
und bedingungslose Verlässlichkeit allemal wichtiger als glühende
Leidenschaft.
 
*
 
Der Steinbock-Frau sind rasche Erfolge nicht wichtig, denn ihr Ziel
ist der ferne Gipfel. Dorthin gelangt sie mit kluger Vorsicht und
konzentrierter Kraft. Hindernisse fordern sie heraus.
Sie liebt ein selbstständiges Leben auf sicheren, unwandelbaren
Grundlagen. Unter der rauen Schale verbirgt sich ein empfindsames
Wesen, das den Kopf jedoch nur langsam verliert.
Zu ihrem gelassenen, ungezierten Auftreten passt ihre nüchterne
und sachliche Kleidung, bevorzugt in gedämpften Farben.
 
 
Für Euch :o) !
*
 
Allen Steinböcken, ob männlich oder weiblich, die bereits ihren Geburtstag
gefeiert haben, so wie meine beste Freundin Andrea in Berlin und
Angelika aus dem Bloggerland, wünsche ich von Herzen viel Glück,
beste Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Lebensjahr.
Möge es ein Jahr voller Freude und vielen Glückmomenten werden,
mit viel Sonnenschein und guter Laune !
 
Alles Liebe und Gute !
 
~*~
 
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Donnerstag, 23. November 2017

Der Schütze

... oder die Schützin.
Je nachdem in welchem der zwölf Tierkreiszeichen jemand geboren ist,
soll das ja angeblich einen Einfluss auf seine oder ihre Charaktereigenschaften
haben. Man kann das glauben oder nicht - interessant ist es allemal mehr
darüber zu erfahren. Mich haben die Unterschiede der einzelnen Sternzeichen
schon immer begeistert, denn aus meiner Beobachtung und Erfahrung kann
ich sagen, dass vieles was darüber geschrieben wird, auch tatsächlich auf die
Menschen zutrifft, die in dem jeweiligen Sternzeichen geboren wurden.
Am 23. November, also heute, beginnt das Sternzeichen "Schütze".
Es ist das Sternkreiszeichen in dem ich geboren wurde.
Viele Eigenschaften, die dem Schützen zugewiesen werden,
treffen zum größten Teil tatsächlich auf mich zu.
Zufall ?


Der Schütze z.B. soll ein phantasievoller, weltoffener Mensch, ein Idealist
mit ausgeprägtem Ehrgefühl sein. Er möchte über sich selbst hinauswachsen,
seiner Vorstellung von höheren Werten entsprechen. Geistige Wahrheit
zu finden und zu verteidigen ist ihm ein Grundbedürfnis, moralisch
unangreifbare Selbstverwirklichung sein Lebensziel. Er tritt bedingungslos
für das ein, was er als wahr und richtig erkannt hat.
Der Schütze ist ein sensibler Individualist, dessen Leben sich nicht in ein
Schema pressen lässt, der sich nicht unterordnet. Er ist vielseitig interessiert
und muss ständig in Bewegung sein, andere mitreißen und fordern.
Nichts lähmt ihn mehr, als die Beschneidung seiner geistigen Freiheit.
Dabei ist der Schütze kein Einzelgänger, er braucht Kontakt zu Menschen,
ist großzügig und hilfsbereit, jedoch ohne sein Ich zu verleugnen.
Er ist ein impulsiver Mensch und als solcher schnell entflammt.
Dabei neigt er dazu, seinen Partner und seine Zuneigung zu idealisieren.
Sein Gefühl wird aber nur dann beständig bleiben, wenn er auf ein
Gegenüber trifft, das ihn in Atem hält, seinen Freiheitsdrang nicht
beschneidet. Der Schütze fühlt sich zu Höherem berufen.
Darüber vergisst er gelegentlich, dass er als Vertreter hoher Ideale
dieses selbst auch noch nicht verwirklicht hat. Er kann dann in eine
Haltung geraten, aus der heraus er als scheinbar moralisch Überlegener
über die Fehler seine Mitmenschen richtet.
Seine Fähigkeit intuitiv die verborgenen Schwächen anderer zu erfassen,
gerät ihm dann zum selbstgerechten Beweis der eigenen Untadeligkeit.

Tja, so sind sie also die Schützen !
Eigentlich doch recht nette Menschen mit Fehlern und
weniger guten Charaktereigenschaften,
wie alle anderen Menschen auch !

*

Es ist besser sich für etwas einzusetzen und
dafür kritisiert werden, als gleichgültig zu sein
und dafür gelobt zu werden.
Ursula Evelyn

~*~

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