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Dienstag, 24. August 2021

Der Weg zur Heide

 

 Blauer Himmel, Sonnenschein und weiße Schönwetterwolken.
Einer der seltenen Sommertage in diesem Jahr - insbesondere
weil sich der Sommer jetzt im August eigentlich in seiner Hochzeit
befinden sollte. Aber davon ist in diesem Jahr nichts, aber auch
gar nichts zu spüren

 
Ich mag diese Wacholder-Heidelandschaft sehr. Sie versetzt mich bei jedem
Spaziergang in eine seltsame Mischung aus Melancholie, Wehmut und Einsamkeit.
Hier trifft man nur ganz selten auf Menschen. Deshalb gehen wir hier auch
so gerne spazieren. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Man kann abschalten
und sich einfach der Natur hingeben.
Eintauchen in diese friedliche Stille und sie auf sich wirken lassen.
 
~*~
 

 
  Wo der Saum der Hügelketten
Fern den müden Himmel hält,
dort zerfließt in violetten
Farbentönen schon die Welt.

Bäume heben scharf umrissen
sich hervor am Bergesrand,
rings im fahlen, ungewissen
Lichte träumt das Heideland.
Träumt und drüber weiter fächelt
leicht ein lauer Abendwind,
aber, ach, den Nachtgruß lächelt
ihm kein duftig Blumenkind.

Halb verdorrte Sträucher ragen
aus dem Boden kahl und leer,
und er wiegt mit leisem Klagen
dürre Disteln hin und her.

Rainer Maria Rilke
 
~*~

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Montag, 14. Dezember 2020

Winter Tristesse

 


Grau in Grau der Tag beginnt,

dem Morgen jede Farbe nimmt.

Spärliches Licht die Stunden erhellt,

wie kalt sie ist, die Winterwelt !

Kein Strauch, kein Baum zu leben scheint,

in des Winters Ruhe sind sie still vereint.

Und doch lebt jeder für sich allein,

einsam in den tristen Tag hinein.

 

©  Ursula Evelyn

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Montag, 21. Dezember 2015

Einsamkeit pur !

Die Heide im Winter !
Die Heide ist zu jeder Jahreszeit ein ganz besonderes Erlebnis.
Eine ganz besondere Stille herrscht hier im Winter.
Eine Stille, die man hören kann.
Diese Stille und dieser malerische Anblick sind eine Wohltat
für den Geist und die Seele.
Es ist eine Erholung vom Lärm, den schlechten Nachrichten und
Bildern unserer chaotischen Welt. Hier findet man Ruhe.
Hier, in dieser Einsamkeit, scheint die Welt den Atem anzuhalten.
Hier scheint die Zeit still zu stehen.
Diese Einsamkeit ist Balsam für die Seele in diesen unsicheren Zeiten.
Hier herrscht Frieden .....
 

 
..... Winter-Weihnachts-Frieden !
 
Weit, so weit die Glocken klingen.
Vom Himmel rieselt leis’ der Schnee.
Fern, so fern die Englein singen.
Vom Eis bedeckt ruht der See.
 
Ein wundersamer stiller Frieden,
wie aus einer Zauberhand,
senkt sich heute nieder,
auf das schneebedeckte Land.
 

 
Der Mond erhellt die Einsamkeit,
scheint in die frostig kalte Nacht,
beleuchtet still den Weihnachtsfrieden,
über den der Herrgott wacht.

 
 
In den Stuben brennen Kerzen,
am Fenster steht ein Weihnachtsbaum,
dekoriert mit Silberherzen,
wie aus einem Kindertraum.
  
Es duftet frisch nach süßen Plätzchen,
nach Äpfeln, Nüssen und Mandelkern,
Am Kamin schlummert still ein Kätzchen,
Weihnachten ist nicht mehr fern.
 
© Ursula Evelyn
 
*

Ich hoffe so sehr, dass uns der Winter auch in den nächsten Monaten
noch eine Winterwunderlandschaft beschert.
 Die obigen Fotos sind im Winter 2012/13 aufgenommen worden.

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Donnerstag, 26. Januar 2012

Eine märchenhaft anmutende Moor- und Heidelandschaft....

mit ca. 240 Hektar, erstreckt sich am linken Niederrhein ganz hier in der Nähe,
entlang der niederländischen Grenze. Geht man in dieser mystisch angehauchten
Wacholderheide spazieren, kann es vorkommen, dass man über Stunden keiner
anderen Menschenseele begegnet.


Je nach Wetterlage und Lichtverhältnissen wird man hier von einer wundersamen
Melancholie und einem Gefühl der Einsamkeit übermannt.
Als wir das erste Mal im Herbst durch diese Heide spazierten,
kam mir (warum auch immer) unweigerlich Goethes Gedicht vom Erlkönig in
den Sinn.
„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind........“
(Dieses Gedicht habe ich vor gefühlten hundert Jahren in der Schule auswendig
lernen müssen.)

Ein großartiges Foto, das die Herbst-Stimmung in der Heide widerspiegelt, habe
ich hier gefunden:
 

Mir ist ein solch eindrucksvolles Foto von der Heide leider noch nicht gelungen.

Und hier noch ein Gedicht von einem meiner Lieblingsdichter:


Auf der Heide

Wo der Saum der Hügelketten
Fern den müden Himmel hält,
dort zerfließt in violetten
Farbentönen schon die Welt.

Bäume heben scharf umrissen
sich hervor am Bergesrand,
rings im fahlen, ungewissen
Lichte träumt das Heideland.

Träumt und drüber weiter fächelt
leicht ein lauer Abendwind,
aber, ach, den Nachtgruß lächelt
ihm kein duftig Blumenkind.

Halb verdorrte Sträucher ragen
aus dem Boden kahl und leer,
und er wiegt mit leisem Klagen
dürre Disteln hin und her.
 
Rainer Maria Rilke
 
~*~
 
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