Blauer Himmel, Sonnenschein und weiße Schönwetterwolken.
Einer der seltenen Sommertage in diesem Jahr - insbesondere
weil sich der Sommer jetzt im August eigentlich in seiner Hochzeit
befinden sollte. Aber davon ist in diesem Jahr nichts, aber auch
gar nichts zu spüren
Ich mag diese Wacholder-Heidelandschaft sehr. Sie versetzt mich bei jedem
Spaziergang in eine seltsame Mischung aus Melancholie, Wehmut und Einsamkeit.
Hier trifft man nur ganz selten auf Menschen. Deshalb gehen wir hier auch
so gerne spazieren. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Man kann abschalten
und sich einfach der Natur hingeben.
Eintauchen in diese friedliche Stille und sie auf sich wirken lassen.
~*~
Wo der Saum der Hügelketten
Fern den müden Himmel hält,
dort zerfließt in violetten
Farbentönen schon die Welt.
Bäume heben scharf umrissen
sich hervor am Bergesrand,
rings im fahlen, ungewissen
Lichte träumt das Heideland.
Träumt und drüber weiter fächelt
leicht ein lauer Abendwind,
aber, ach, den Nachtgruß lächelt
ihm kein duftig Blumenkind.
Halb verdorrte Sträucher ragen
aus dem Boden kahl und leer,
und er wiegt mit leisem Klagen
dürre Disteln hin und her.
Rainer Maria Rilke
Fern den müden Himmel hält,
dort zerfließt in violetten
Farbentönen schon die Welt.
Bäume heben scharf umrissen
sich hervor am Bergesrand,
rings im fahlen, ungewissen
Lichte träumt das Heideland.
Träumt und drüber weiter fächelt
leicht ein lauer Abendwind,
aber, ach, den Nachtgruß lächelt
ihm kein duftig Blumenkind.
Halb verdorrte Sträucher ragen
aus dem Boden kahl und leer,
und er wiegt mit leisem Klagen
dürre Disteln hin und her.
Rainer Maria Rilke
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