Ich mag die Farbkombination lila/weiß in Blumenkübeln und in den Blumenkästen
auf den Fensterbänken am Haus. In diesem Jahr sind die Blumenkästen mit gefüllten
weißen Begonien und Lavendel bepflanzt. Lavendel pflanze ich besonders gerne in
die Blumenkästen an den Schlafzimmern, weil der Lavendelduft die Mücken fernhält.
Aber nicht nur dort tut der Duft von Lavendel seinen Dienst. Ich habe z. B. mehrere kleine
Duftkissen und diverse Potpourrischalen, die ich im Sommer mit ein paar Tropfen reinem
Lavendelöl aus der Provence beträufel. Zudem trägt der Duft – auch aus den Duftschalen
auf den Nachttischen, zu einem guten Schlaf bei, da der Lavendelduft entspannend und
beruhigend wirkt.
Auch im Garten habe ich Lavendel zwischen die Rosen gepflanzt. Dort hält der Duft die
Zecken vom Rasen fern und die Blattläuse von den Rosen. Jetzt blüht der Lavendel gerade.
Wenn er verblüht ist und zurückgeschnitten werden muss, ernte ich die Blüten und fülle
sie zusätzlich in kleine Kissen. Wenn man das Kissen ein wenig knetet, kommt der Duft
besonders gut zur Geltung. Andere binde ich an den Stilen zusammen und hänge sie kopf-
über in meinem kleinen Gartenhaus zum Trocknen auf.
Da bleiben sie dann den ganzen Winter über. Wenn ich dann, sobald es wärmer wird,
die Türe zum Gartenhäuschen öffne, strömt mir der Duft schon sehr intensiv entgegen.
Das ist nicht nur sehr angenehm, sondern hält auch alles Ungeziefer fern.
Anfangs empfand ich den Duft als gewöhnungsbedürftig. Inzwischen mag ich ihn
sehr gerne. Er passt zum Sommer und hat was von Urlaub, weil man ins Träumen
gerät, wenn man an Lavendel denkt.
Ich höre oder lese oft, dass alte oder ältere Menschen Probleme beim Einschlafen oder
Durchschlafen haben. Hier ist der Duft von Lavendel wirklich empfehlenswert.
Immerhin besser, als Schlafmittel jeglicher Art einzunehmen.
Die angekündigte Gluthitze hatte uns fest im Griff und beschert uns hohe Temperaturen.
An einigen Tagen zeigte das Barometer bereits gegen 10 Uhr: 27 Grad an. Gegen Mittag
klettert die Temperaturie zeitweise bis auf 34 Grad. Dann herrscht im Wald und Garten
tiefes Schweigen. Absolute Stille. Keine Vögelchen waren zu hören oder zu sehen. Alle
haben sich in den Schatten verzogen. Nur morgens und abends kommen sie wieder hervor,
um etwas zu futtern und zu trinken.
Die Pflanzen ließen die Köpfe hängen. Sie sahen ziemlich erschöpft aus, sodass ich mich
spätabends noch erbarmte, sie mit Wasser zu versorgen. Hinzukommt, dass kein Lüftchen
wehte. Die Luft stand still. Im Haus war es dagegen bei 26 Grad recht angenehm.
Leider hat es hier bisher weder ein Gewitter gegeben noch einen Regenschauer, obwohl
doch beinahe von allen Seiten vor schweren Unwettern gewarnt wurde. Der Regen wäre
sehr willkommen gewesen.
Hoffentlich haben wir ja Glück und der Regen stellt sich – wie angekündigt – morgen ein.
Derzeit ist die Temperatur im »normalen« sommerlichen Bereich, so um 25 Grad und
nachts waren es »nur« 18 Grad - ideal zum Schlafen. So, wie es im Sommer eigentlich
mal üblich war. Dennoch empfinde ich diese enormen Temperaturschwankungen von weit
über 30 Grad, und jetzt um 10 Grad wieder runter, als ziemlich belastend für den Körper.
Nun ja, man ist eben nicht mehr die Jüngste ;o)).
Wie ich es so lange auf einer Tropeninsel ausgehalten habe? Nun, erstens war ich um
Jahrzehnte jünger. Zudem kletterte die Temperatur selten über 30 Grad und es wehte
immer ein angenehmer Passatwind vom Meer her. Heute würde ich dort allerdings
nicht mehr leben wollen. Nicht wegen des Klimas, oder und des Wetters – nein, wegen
der hohen Anzahl von Touristen, die der Insel ihren Charme und ihren natürlichen
Zauber genommen haben. Auch dort geht der Konsum inzwischen über alles. Leider
wird genau dieser Konsum der Welt überhaupt nicht guttun.
~*~*~*~
Dumpfe bange Wetterschwüle
Webt in dieser toten Luft
Und wie zitternde Gefühle
Wallt und wogt der Blumen Duft.
Ungesungne Lieder beben
Durch das Herz mir wild und schwer,
Schwalben gleich, die angstvoll schweben
Über dem erzürnten Meer.
Sophie von Khuenberg *1863 ; † 1937)
war österreichische Schriftstellerin




