Montag, 24. August 2026

Vorfreude und wie!

 Worauf?
Eigentlich habe ich es schon lange aufgegeben, an den nächsten Tag zu denken.
Geschweige denn an die nächste Woche oder den nächsten Monat und erst recht
nicht an das nächste Jahr. Auch von Pläne-machen halte ich nichts. Weil es erstens
anders kommt und zweitens als man denkt. Ein ausgelutschter Spruch, ich weiß.
Aber wie oft durchkreuzt etwas Unvorhergesehenes die eigenen Pläne? Es kommt
eh alles, wie es kommt. Zumindest, wenn man selbst keinen Einfluss auf das hat,
was außerhalb des eigenen Lebens geschieht. Unwetter, Krieg, Waldbrände, Politik,
irre Machthaber. Der Beispiele gibt es viele. Also freue ich mich auf das, was ich
in meinem alltäglichen Leben selbst beeinflussen kann und über Dinge, die ich mag
und die mir guttun. Und das ist eine ganze Menge.


Dazu gehört die Freude. Ja, sogar die Freude darüber, dass man sich in diesen unwirklichen
Zeiten überhaupt noch freuen kann. Und dazu gehören eben die kleinen, oft unscheinbaren
Dinge. Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann. Und davon gibt es wiederum jede Menge.
Wenn man sich mal anschaut, was wirklich glücklich und zufrieden macht, dann sind es Dinge,
wie gesund und munter aufzuwachen. Sich über den neuen Tag zu freuen, egal bei welchem
Wetter. Sich auf den duftenden Kaffee zum Frühstück freuen. Auf das frische Brötchen und die
selbstgemachte Marmelade. Über den Vogel, der vor dem Fenster laut zwitschert. Über die
Sonne, die hell und warm über dem Wald aufgeht. Oder über den Landregen, der gleichmäßig
 plätschernd auf das Dach fällt. Es sind so viele Dinge, die das Leben bereichern, die jedoch
oft als selbstverständlich hingenommen werden. Das sind sie nicht!


Man muss sich ja nur gerade mal in der Welt umschauen. Die gesamte Welt scheint derzeit im
Krieg zu sein. Da kann es vielleicht nur eine Frage der Zeit sein, bis er vor der eigenen Türe
ankommt. Unwahrscheinlich ist das bei dem derzeitigen Säbelrasseln nicht mehr. Es scheint, als
hätten sich alle Beteiligten komplett verrannt und wissen jetzt nicht mehr, wie sie aus dem Chaos
noch einen Ausweg finden können, bevor alles komplett außer Kontrolle gerät. Dazu braucht es
manchmal nur einen Funken. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Vernunft doch noch siegt, obwohl
es derzeit nicht danach aussieht. Dabei müsste es doch allen Beteiligten klar sein, dass das Ganze
in einer weltweiten Katastrophe enden könnte.


Meine Vorfreude kann dieses Chaos trotzdem nicht trüben. Nämlich die Vorfreude auf den
baldigen Herbstbeginn. Darauf freue ich mich wirklich. Auch wenn morgen der Weltkrieg
ausbrechen sollte – auf den langsam herannahenden Herbst freue ich mich dennoch. Die
ersten Anzeichen deuten schon daraufhin. Auch wenn die Sonne noch recht warm vom
Himmel scheint und alles noch grün ist. Er liegt in der Luft, der Herbst, und klopft schon
zaghaft an die Tür. Der Kalender zeigt, dass sein Beginn am 23. September ist. Die Meteo-
rologen hingegen begrüßen ihn schon am 1. September.
Egal, wann er um Einlass bittet, ich freue mich darauf. Auf die bunten Blätter, die so allmäh-
lich von den Bäumen segeln. Auf das bunte Laub auf den Gehwegen. Auf das Rascheln,
der welken Blätter, wenn man sie vor sich herschiebt. Auf die Luft, die nach feuchter Erde
riecht. Auf den Nebel, der morgens seinen Schleier über dem Wald ausbreitet, und den
Garten in diese mystische Atmosphäre taucht. Die kürzer und kühler werdenden Tage. Auf
die kuschelige Wärme im Haus, wenn es draußen stürmt und regnet.


Es gibt so viel, worauf und worüber man sich freuen kann. Das Leben ist viel zu kurz, 
um nur Trübsal zu blasen. Das überlasse ich gerne anderen, die all diese kleinen Dinge,
die so wesentlich sind im Leben, nicht zu schätzen wissen.

Willkommen, lieber Herbst, aber bitte nicht gleich so stürmisch!
   
Die Sommerzeit ist vorüber.
Der Herbst kehrt ein im Wald.
Die Tage werden trüber.
Des Sommers Melodie verhallt.

Das blasse Licht der Sonne,
die Nebelwand durchbricht,
es fällt auf welke Blätter,
wenn der Tag anbricht.

Der Sommer ist vergangen.
Die heiteren Tage sind vorbei.
Sie sind im Lauf der Zeit gefangen,
im endlosen Raum verteilt.

~*~*~*~
Ein Haiku
Herbst steht vor der Tür.
Der Sturm rauscht durch die Bäume.
Herbstmelancholie.

~*~
 Stand with Ukraine
Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten.
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
~🦉🌳🕊️🌳~🙏~🌳🕊️🌳🦉~
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🌟KI-Bilder by Lauras Home and Garden🌟
Gedicht © Ursula Evelyn 

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