Es heißt, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Also muss die
Frage: Wer schuf eigentlich Gott, erlaubt sein – oder? Nur, wer gibt mir eine
Antwort darauf? Die Frage ist tatsächlich unlogisch. Denn wenn Gott der Ur-
sprung allen Lebens ist, kann er selbst ja nicht erschaffen worden sein. Hätte er
einen Schöpfer gehabt, müsste dieser Schöpfer der wirkliche Gott sein.
Niemand kann also Gott erschaffen haben, da Gott als höchstes Wesen keinen Anfang
und kein Ende hat, sondern aus sich selbst heraus existiert. Alles Leben, so wie wir
es kennen, alles, was existiert, hat einen Anfang und eine Ursache. Gott könnte also
so etwas, wie die erste Ursache sein. Das ist ziemlich schwer vorstellbar, da für
unseren Verstand schwer vorstellbar ist, dass etwas einfach da war, ohne einen Anfang,
ohne eine Ursache. Dass etwas aus dem Nichts heraus plötzlich existieren und keinen
Anfang gehabt haben soll, scheint unmöglich zu sein. Für uns hat alles im Leben
einen Anfang und beruht auf einer Ursache.
Da Gott ewig ist, kann er keinen Anfang haben und auch nicht erschaffen worden sein.
Nur Dinge, die eine Ursache oder einen Schöpfer haben, können überhaupt einen An-
fang in der Zeit besitzen. Gott jedoch existiert außerhalb der Zeit. Er benötigt also
keine Ursache und keinen Anfang, weil er ewig ist. Die Zeit ist Gott, es gibt also kein
vorher oder nachher, weil das für ein ewiges Wesen keinen Sinn ergäbe. In unserer
Wahrnehmung hat alles eine Ursache und eine Wirkung. Diese Kausalität kann aller-
dings nicht endlos rückwärts verlaufen. Was also war die erste verursachte Ursache?
Viele Philosophen nennen diese erste Ursache »Gott«, weil er außerhalb von Zeit und
Raum steht und selbst keine Ursache braucht. Da er außerhalb der Zeit existiert, gibt
es kein Davor und Danach.
Über Gott hinaus kann es nichts Größeres geben. Daher wird er auch als der »unbewegte
Beweger« bezeichnet, der alles in Gang bringt, selbst aber unbewegt ist. Alles, was sich
bewegt, wird von etwas anderem bewegt. Wir nennen das Ursache und Wirkung. Alles,
so wie wir es kennen, hat einen Anfang und ein Ende - irgendwie - irgendwann.
Nur Gott ist ewig.
Es gibt allerdings auch Philosophen, die das anders sehen. Kant etwa geht davon aus, dass
unsere Vernunft nur innerhalb von Zeit und Raum funktioniert. Gott jedoch soll außerhalb
dieser Grenzen existieren. Die Zeit ist erst mit dem Urknall entstanden. Zudem ist die Exis-
tenz Gottes weder zu beweisen noch zu widerlegen. Andere, moderne Philosophen ersetzen
Gott durch die Gesetze der Natur. Sie sehen im Urknall, der durch reine Energie im Kosmos
ausgelöst wurde, die Entstehung von Zeit und Raum. Zeitgleich mit dem Urknall sind vor
13,8 Milliarden Jahren Materie und Antimaterie entstanden. Kaum vorstellbar, dass durch
eine winzige Asymmetrie im Naturgesetz, ein winziger Teil der Materie übrigblieb. Aus
diesem winzigen Bruchteil von Materie besteht die heutige sichtbare Welt. Der Rest der
Teilchen hat sich gegenseitig ausgelöscht.
Für diese Philosophen gibt es kein »Vor dem Urknall«. Sie argumentieren, dass es ohne
Zeit keine Ursache und keine Wirkung gibt. Ohne erkennbare Ursache seien aus dem
Nichts winzige Teilchen entstanden, die zum Urknall führten. Demnach wäre die Natur
selbst der »unverursachte Anfang«.
Für den Physiker Stephen Hawking, der die Existenz Gottes komplett ablehnte, ergab die
Frage »Wer Gott geschaffen hat« überhaupt keinen Sinn. Er ging davon aus, dass die
moderne Physik keinen Gott benötigt. Er argumentiert, dass es, um etwas zu schaffen,
Zeit braucht. Es muss ein Davor und ein Danach geben. So sei die Zeit erst nach dem
Urknall entstanden. Vor dem Urknall habe es keine Zeit gegeben. Das Universum habe
keinen göttlichen Anstoß gebraucht. Das Universum kann sich aufgrund von Naturge-
setzen spontan durch Quantenfluktuationen aus dem Nichts spontan selbst erschaffen.
Dafür wird keine Energie von außen benötigt. Auf die Frage, was Gott für ihn sei, sagte
er: »Wenn man möchte, kann man die unveränderlichen Naturgesetze selbst als »Gott«
definieren«.
Dennoch heißt es, das Universum sei durch einen unvorstellbar heißen, winzigen Punkt,
aus reiner, extrem dichter Energie, in einem Raum entstanden, der keineswegs leer ge-
wesen sein soll. Für mich ergibt sich daher die Frage: Woher stammt der winzige Punkt
aus reiner Energie? Das scheint auch für die Wissenschaft immer noch ein Rätsel zu sein.
Die Energie war also der eigentliche Anfang des Universums. Nur woher kam diese
Energie vor dem Urknall? Wirklich aus dem Nichts? Eigentlich ist doch selbst das
»Nichts« »Etwas.«
Vielleicht dehnt sich das Universum eines fernen Tages so weit aus, dass es in sich zu-
sammenfällt und wieder zu einem winzigen, unendlich dichten Punkt aus Materie und
Energie zusammenschrumpft, erneut explodiert – und zu einem neuen Urknall führt.
Vielleicht wiederholt sich dieser Vorgang immer wieder und wieder – ohne Ende, bis
in alle Ewigkeit.
Ob dann immer wieder ein winziger Bruchteil Materie übrigbleibt, aus dem heraus
alles noch einmal entsteht, bleibt dann wohl dem Zufall überlassen. Dennoch muss es
irgendwann einmal einen Anfang und eine Ursache gegeben haben. Für mich ist es
absolut unwahrscheinlich, dass etwas aus »Nichts« entstehen kann. Also aus einer
völligen Abwesenheit von allem. Wie soll das funktionieren?
Außerdem frage ich mich, wie dieses Ungleichgewicht zwischen Materie und Anti-
materie überhaupt entstehen konnte. Denn eigentlich hätten sie sich gegenseitig
auslöschen müssen. Dann gäbe es uns nämlich gar nicht. Es gäbe keine Sterne, keine
Planeten, nichts.
Wir haben es also einem winzigen Teilchen Materie zu verdanken, dass wir heute
da sind, wo wir sind. Unfassbar – oder? Das ist wahrlich ein großes Wunder!
Mich fragt zwar keiner, aber würde man mich fragen, was Gott für mich ist, dann
würde ich antworten:
Gott ist in uns allen, in dir, in mir, in allen Wundern dieser Erde.
Es gibt aber auch Menschen, die vom Teufel besessen sind. Diese Menschen tun mir sehr
leid, denn sie haben sich für das Böse im Leben entschieden. Diesen Menschen wird die
Hölle nicht erspart bleiben. Sie machen nicht nur anderen Menschen das Leben bewusst
schwer sondern damit auch sich selbst. Sie machen sich ihr eigenes Leben bereits zu
Lebzeiten zur Hölle. Sehr bedauernswerte Menschen! Mir kommen da auf Anhieb so
einige dieser Menschen in den Sinn.
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Es führen viele Wege in die Hölle, aber keiner heraus.
Deutsches Sprichwort
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