Freitag, 6. Februar 2026

Das Ende der Endlichkeit

Angus van Dyck saß auf dem Achterdeck seiner Yacht, der Eterynia, während die Sonne über der Amalfiküste im Meer versank. Er nippte an einem Wein, doch der Geschmack blieb aschfahl auf seiner Zunge. Er war 74 Jahre alt. Seine Frau, Elena, war 35 und spielte am Bug mit ihren gemeinsamen Söhnen. Ihr Lachen klang wie ferne Musik – schön, aber unerreichbar.


Angus besaß alles, Villen in fünf Zeitzonen, einen Fuhrpark in Schwarz und Chrom und Jets, die die Erdkrümmung ignorierten. Doch er besaß keine Zeit. Die Angst, dieses Herrschaftsreich aus Luxus, Gold und Marmor verlassen zu müssen, nagte an ihm.

Angus investierte Milliarden in ein privates Forschungslabor in den Schweizer Alpen. Sein Auftrag an die besten Genetiker und Kybernetiker der Welt war simpel: „Ich will nicht sterben. Ich will sehen, wie meine Söhne das Erbe antreten – und ich will dabei nicht alt sein.“

Nach Jahren der Forschung präsentierten sie ihm die Lösung. Eine Kombination aus Telomere-Verlängerung und einem System aus Nanobots, die seinen Körper von innen heraus ständig reparierten. Es war kein bloßes Aufhalten des Alterns, es war eine biologische Umkehr.

Die Behandlung schlug an. Innerhalb weniger Monate verschwanden Angus’ Falten. Seine Gelenke wurden geschmeidig, sein Geist scharf wie ein Skalpell. Er fühlte sich wie dreißig. Doch während er in der Zeit einfror, lief sie für den Rest der Welt weiter.
Die erste Entfremdung war, dass Elena alterte. Bei ihr hat diese Kombination nicht gewirkt. Während er jeden Morgen mit der Energie eines jungen Gottes aufwachte, sah er bei ihr die ersten silbernen Fäden im Haar. Er liebte sie, doch er blickte auf sie herab wie ein unsterbliches Wesen auf eine Eintagsfliege.
Seine Söhne wurden Männer. Sie blickten ihren Vater nicht mehr mit Bewunderung an, sondern mit Furcht. Er sah aus wie ihr Bruder, besaß aber die Autorität eines Patriarchen, der niemals weichen würde. Sie warteten nicht auf ihr Erbe. Sie fühlten sich von der Unvergänglichkeit ihres Vaters erdrückt.

Fünfzig Jahre später war Angus äußerlich immer noch ein Mann in den besten Jahren. Doch er lebte in einem Mausoleum aus Erinnerungen. Elena war längst verstorben. Seine Söhne waren nun alte Männer, deren Hände zitterten, wenn sie ihren »jungen« Vater besuchten.

Das Schlimmste aber war die Welt selbst. Der Luxus, für den er so hart gekämpft hatte, langweilte ihn zu Tode. Er hatte jedes Land besucht, jedes Kunstwerk gesehen, jeden Wein verkostet. Die Nanobots in seinem Blut verhinderten sogar den Rausch, da sie Alkohol sofort als Gift neutralisierten. Er konnte keinen Schmerz empfinden, aber auch keine wahre Freude mehr.

Eines Abends stand Angus wieder auf der Eterynia. Die Yacht war inzwischen ein technologisches Relikt, genau wie er selbst. Er blickte in den Spiegel und sah ein Gesicht, das seit einem halben Jahrhundert keine Veränderung erfahren hatte. Es war eine Maske aus Fleisch.
Er begriff: Luxus definiert sich durch Kostbarkeit, und Kostbarkeit entsteht durch Endlichkeit. Ein Diamant ist wertvoll, weil er selten ist; ein Leben ist wertvoll, weil es ein Ende hat.

Angus rief seine leitende Wissenschaftlerin. „Schalten Sie die Nanobots ab“, befahl er. „Aber Herr van Dyck“, stammelte sie, „der biologische Schock... Ihr Körper wird die versäumten Jahrzehnte in wenigen Tagen nachholen.“
Angus lächelte zum ersten Mal seit Jahren aufrichtig. „Ich weiß. Ich möchte endlich sehen, wie der Sonnenuntergang aussieht, wenn man weiß, dass es der letzte sein könnte.“

Angus verbrachte seine letzten Tage damit, seinen Enkeln Geschichten zu erzählen. Er sah zu, wie seine Haut faltig wurde und sein Haar weiß. Es war ein schmerzhafter Prozess, aber er fühlte sich zum ersten Mal wieder lebendig. Er starb friedlich in einem Sessel mit Blick auf das Meer – nicht als Gott in einem goldenen Gefängnis, sondern als Mensch, der seinen Platz im Kreislauf der Welt wiedergefunden hatte.

~*~

Viele möchten leben, ohne zu altern,
und sie altern in Wirklichkeit, ohne zu leben.

Alexander Mitscherlich  (* 1908 ; † 1982)
war ein deutscher Arzt, Psychoanalytiker,
Hochschullehrer und Schriftsteller

~*~
 
Ein Haiku
Nacht über dem Meer
Sehnsucht, Träume, Wind, Wellen
Fernweh der Seele.

~*~
 
🙏God bless Ukraine and Israel 🙏
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Donnerstag, 5. Februar 2026

Mein erstes Abenteuer


durfte ich im zarten Alter von 10 Wochen erleben, und zwar in einem Auto. Es war keine
lange Strecke, nur vielleicht – ich schätze mal 10 km, aber das war etwas ganz Neues
für mich. Ich wurde abgeholt und dann in mein neues Zuhause chauffiert, wo ich schon
sehnlichst erwartet wurde.


Lilly und mein neues Frauchen haben mich begrüßt. Von Lilly habe ich sogar einen
Begrüßungsschmatzer bekommen. Erst einmal war alles ganz neu für mich. Ich bekam
ein weiches Körbchen, in dem ich mich von der Aufregung erholen konnte.


Ich habe mich darin sofort wohlgefühlt und mich erst einmal ein wenig ausgeruht,
denn so eine Autofahrt und ein neues Zuhause sind für mich, kleinen Hund, schon ein
großes Abenteuer.


Und so wurde ich immer müder. Bevor ich mich dann ein wenig ausgeruht konnte, gab es
noch etwas zu futtern. Trockenfutter speziell für Welpen. Darüber habe ich mich gefreut.


Nachdem ich auch mal kurz in den Garten auf eine kurze Erkundungstour durfte, war ich
schon recht müde und habe mich dann in mein weiches Körbchen gekuschelt und ein
Nickerchen gemacht.

 

Es ist alles so neu und ungewohnt, das macht müde, und so bin ich auch gleich
eingeschlafen.


Der kleine Wildfang hält mich natürlich ganz schön auf Trab. Da wird ein Fitness-Center
überflüssig. Dieser kleine Hund flitzt durch das Haus und folgt mir auf dem Fuße. Für
Paulinchen, also Lilly, ist das eine Umstellung. Einen solchen Wirbelwind ist sie nicht ge-
wohnt, und so bestaunt sie dieses kleine Wesen etwas argwöhnisch. Über mangelnde Be-
wegung kann ich mich also nicht beklagen. Aber Klein-Sammy schläft noch sehr viel,
sodass ich zwischendurch Zeit habe, mich um den Haushalt zu kümmern. Auch meine
»Blaue Stunde«, also die Muße-Teestunde, halte ich ein, genauso, wie die Zeit zum Schrei-
ben. Ich würde den kleinen Wirbelwind so gerne öfter fotografieren, aber sie ist zu schnell
unterwegs - auch beim Spielen mit den Stofftieren oder den Bällen. Filmen würde sich
lohnen, aber selbst dafür ist sie zu flink. Vielleicht gelingt es mir ja noch, denn gerade in
der verspielten Welpen-Zeit sind einfach zu niedlich.

Im Garten gibt es derzeit nicht viel zu tun. Alles ist noch recht feucht. Während im Osten,
Norden und Süden wohl noch reichlich Schnee liegt, scheint hier der Frühling einzukehren.
Die Sonne scheint, die Vögelchen zwitschern und die ersten Frühlingsboten wagen sich aus
dem Erdboden hervor. Schneeglöckchen und ein paar Krokusse lassen sich bereits bei 9Grad
von der Sonne bescheinen. Trotz Sonne fühlt es sich nasskalt an. Kein Wunder, der Winter
ist ja noch lange nicht vorbei. Auf Schnee kann ich jetzt allerdings verzichten. Es ist fast un-
glaublich, dass nur zweihundert Kilometer entfernt Minusgrade herrschen und Schnee liegt.
Für kommenden Freitag ist hier Regen angesagt und für das Wochenende gar 12 Grad. Die
Rhododendren sind voller Knospen. So viele wie schon lange nicht mehr. Ob das an der ex-
tremen Feuchtigkeit in diesem Winter liegt? Wir werden sehen, was im Mai daraus wird.
Aber wer weiß, was bis dahin ist - immer schön der Reihe nach, Tag für Tag. Pläne habe ich
noch nie gemacht. Und jetzt in meinem Alter erst recht nicht mehr. Jeden Tag so annehmen,
wie er kommt, und am Abend dankbar sein, wenn es ein guter Tag war.
Das war immer meine Devise.

An sonnigen Tagen lässt sich auch das chaotische Weltgeschehen eher ausblenden, als an
trüben, regnerischen Tagen. Derzeit bin ich allerdings trotzdem absolut fassungslos, was
über diverse Reiche und Mächtige zu lesen ist. Einfach widerlich! Die Vergangenheit
scheint so manchen Promi jetzt einzuholen. Die menschlichen Abgründe können tasächlich
ein Ausmaß annehmen, das man sich gar nicht vorstellen kann und will. Nach außen ein
scheinbar vorbildliches Auftreten und Benehmen und innen tiefster Sumpf. Ekelhaft!
Hoffentlich wird dieser ganze Sumpf bis ins kleinste Detail aufgeklärt und die an diesem
unfassbaren Skandal beteiligten Personen werden zur Rechenschaft gezogen.
Aber ich denke, die meisten werden wohl verschont – dafür wird schon irgendwie gesorgt
werden.
Es heißt nicht umsont:
»Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.«

Freude bereiten jedenfalls die länger werdenden hellen Tage. Sobald der frühe Morgen mit
Sonnenschein beginnt, die Vögelchen fröhlich zwitschern, Scharen von  Wildgänsen über das
Haus fliegen, treten das Weltchaos und das Chaos im Land in den Hintergrund.
Und das ist gut so!

~*~

PS: Habe festgestellt, dass ich Sammy immer noch als eine »sie« bezeichnen. Das ist
die Macht der Gewohnheit, denn außer auf der Insel, wo schon einmal ein Rüde zur
Family gehörte, hatte ich bisher nur Hundemädchen.


~*~

Ein Haiku
Wintersonnenschein
Früh am Morgen im Garten
Die Seele blüht auf.

~*~
 
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Dienstag, 3. Februar 2026

Gestern und die Sehnsucht danach

 Yesterday, all my troubles seemed so far away!
Wer kennt ihn nicht, diesen legendären Song von den Beatles!


Gestern, war unsere Heimat noch das Land der Dichter und Denker. Was müssen das
für wunderbare Zeiten gewesen sein! Lang, lang ist’s her! Gestern, war das Leben in
diesem Land noch lebenswert. Auch das ist mittlerweile schon ein Jahrzehnt her.
Dieses wunderbare Land ist inzwischen nicht wiederzuerkennen und zu einem Land
linksgrüner ideologischer Dummschwätzer mutiert, denen sich auch die von Merkel
infizierte CDU vollends unterworfen hat. Dieses Land ist mittlerweile alles andere als
ein Land, in dem man noch gut und gerne leben kann. Und es wird jeden Tag ungemüt-
licher in diesem Land.

Gestern schienen alle Sorgen und Probleme so weit weg zu sein. Doch jetzt sieht es
so aus, als würden sie bleiben und sich weiter verschlimmern. Gestern ist vorbei, doch
die Sehnsucht nach dem Land, so wie es gestern war, bleibt. Nur träumen kann ich
noch von dem Land, meiner Heimat, so wie sie einmal war.

Neulich war in einem Artikel zu lesen, dass ein Großteil Europas noch zu unseren
Lebzeiten dem Libanon ähneln werde. Das jedenfalls meint der britische Autor und
Publizist Douglas Murray. Er spricht sogar von einem Selbstmord Europas, weil die
Menschen alle Warnungen ignoriert hätten. Er könnte recht behalten, denn die An-
fänge sind ja bereits gemacht. In einem weiteren Jahrzehnt werden unser Land und
Europa für immer verloren sein.

Man soll dem Gestern, der Vergangenheit nicht nachtrauern, heißt es. Ja, das ist
 richtig, aber den Verlust der Heimat, in der man aufgewachsen ist, in der man zu
Hause ist, sich geborgen und wohlfühlte, darf man schon betrauern – oder?
Gestern, als Tugenden wie Pflichtgefühl, Verantwortung, Pünktlichkeit, Verläss-
lichkeit, noch zum Alltag, zum gesellschaftlichen Leben und zur Arbeitswelt ge-
hörten, all das war einmal selbstverständlich in diesem Land. Aber auch das ist
verloren gegangen.


In einem anderen europäischen Land kämpfen Menschen um den Erhalt ihrer  Heimat,
um ihre Existenz, um ihre Zukunft, um den Verlust der Demokratie und der Freiheit,
weil ein Irrer ihnen die Heimat wegnehmen will.
Wir geben das alles freiwillig auf und finanzieren das Ganze auch noch. Wir lassen zu,
dass unser Land verkommt, verwahrlost, unsere Kultur und unsere Traditionen jeden
 Tag Stück für Stück verloren gehen. Eines Tages werden wir unsere Identität verlieren
und kaum noch etwas wird an das Land unserer Großeltern und Eltern erinnern.

Niemand hat etwas gegen Zuwanderung von Menschen, die sich in unser Land inte-
grieren, sich unseren Regeln anpassen, und ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Wohl-
ergehen durch ihre Arbeitskraft leisten. Aber wenn Menschen, die in anderen Ländern
Opfer von Gewalt wurden, hier Schutz suchen und in unserem Land selbst zu Gewalt-
tätern werden, dann ist das inakzeptabel und sollte Konsequenzen haben - auch wenn
dafür eine Reform der Menschenrechtskonvention erforderlich ist. Es kann doch nicht
sein, dass hier straffällig gewordene Schutzsuchende nicht abgeschoben werden können.
Wer eine schwere Straftat begeht, hat sein Aufenthaltsrecht in diesem Land verwirkt.
Erst recht dann, wenn sich ein Straftäter illegal hier aufhält. So einfach ist das!

Anders als in den Staaten, wurden von der großen ehemaligen Herrscherin Madame
Merkel Menschen aus aller Welt quasi in unser Land eingeladen. Ohne Obergrenze!
Noch dazu aus für uns vollkommen fremden Kulturen, die mit unserer Kultur, unseren
Werten und Traditionen absolut nicht vereinbar sind. Dass das zu Problemen im Land
und in Europa führen würde, war schon vor zehn Jahren absehbar. Aber tatsächlich
wurden sämtliche Warnungen in den Wind geschlagen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Gerade wieder dieses schreckliche Tötungsdelikt in Hamburg, wo ein bereits straf-
fällig gewordener Mann aus dem Südsudan eine 18-Jährige gegriffen und mit sich auf 
das Gleisbett vor eine einfahrende U-Bahn gerissen hat. Das ist doch nicht der erste
Fall! Wie lange soll das denn noch wo weitergehen? Es müssen doch endlich Maß-
nahmen dahingehend erfolgen, dass polizeilich bekannten Straftätern das Aufenthalts-
recht entzogen wird.

Wieviele Bürger dieses Landes müssen eigentlich noch ihr Leben verlieren? Wie viele
Gruppenvergewaltigungen oder andere Straftaten müssen noch begangen werden,
bevor endlich etwas unternommen wird? Haben die einheimischen Bürger  kein Recht
auf Schutz vor Gewalt?



Aber auch der Frieden in der gesamten Welt ist gefährdet, und dafür ist ausschließlich
dieser Psychopath verantwortlich. Zur Erinnerung:
Weil er den Friedensnobelpreis nicht erhalten hat, empörte er sich, wie ein trotziges
Kind, in einer Botschaft an den norwegischen Premierminister, mit folgenden Zeilen:

„Angesichts der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat,
mir den Friedensnobelpreis dafür, dass ich acht Kriege
PLUS beendet habe, nicht zu verleihen, fühle ich mich
nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken.“

Das zeigt doch ganz offensichtlich, dass es ihm in erster Linie um den  Friedensnobel-
preis geht, und nicht um den Frieden in der Welt selbst.

Sowohl zum »Gestern« und der Ordnung im Land als auch zur Ordnung in der Welt gibt
es kein Zurück mehr. Was folgt, ist eine düstere, dystopische, gefährlich-chaotische Welt,
in der das zivilisierte, gesellschaftliche Leben an seine Grenzen stoßen wird.

Oder wie der slowenische Philosoph Slavoj Žižek Donald Trump beschreibt: 
Ein politischer Führer, der stets von Neuem beweist, wie sehr er voller Sch..ße steckt.
Das Bild von diesem Mann sei legitim, da sein jüngster Akt, die rücksichtslose
Rekolonialisierung souveräner Länder, nichts anderes sei als ein großer Misthaufen,
dessen Gestank wir zu ertragen haben.
Slavoj Žižek sieht im Handeln dieses blonden, alten Mannes, einen Angriff auf
die europäische Zivilisation. Und die sollte Europa unbedingt bewahren!

»Chapeau«, Slavoj Žižek!
So deutlich hätte ich es nicht gewagt auszudrücken. Was Europa betrifft, so kann man
nur hoffen, dass die einzelnen Länder es schaffen, sich zu vereinen, wehrhaft zu werden,
um als ernstzunehmende Macht in der Welt auftreten zu können und wahrgenommen
zu werden.

In welch katastrophalen und chaotischen Zeiten wir doch leben!
Hoffentlich gehen diese düsteren Zeiten schnellstmöglich vorüber und es kehrt
endlich wieder so etwas wie Normalität im Land, in Europa und der Welt.
Aber ich denke, das wird ein Traum bleiben. Der Traum vom »Gestern« und der
Sehnsucht danach.

~*~

„Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft.“

Immanuel Kant (* 1724; † 1804)
war ein deutscher Philosoph

Und Vernunft ist in den heutigen Zeiten äußerst selten geworden.

Und das ist meine Heimatstadt. Hier bin ich geboren:


Ja, das ist Deutschland !
Nichts, rein gar nichts würde mich wieder in diese
Stadt locken!

~*~
 
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Sonntag, 1. Februar 2026

Freud und Leid

sowie Glück als auch Trauer liegen im Leben
oft nah beieinander.
Mein kleines Hundemädchen Fluffy,
die uns so viel Freude bereitet hat,
ist leider nicht mehr unter uns.


Die Probleme mit dem Bäuchlein waren
doch schwerwiegender, als wir angenommen
hatten.
Sie hatte eigentlich ganz normal ihr Futter zu
sich genommen, hatte einen guten Appetit und
regelmäßig getrunken, jedoch immer mehr an
Gewicht verloren.

Ein dreitägiger Aufenthalt in der Tierklinik
hat keine Besserung gebracht. Im Gegenteil,
es konnte trotz Ultraschall, Röntgenaufnahmen,
also einer kompletten Untersuchung nicht festgestellt
werden, was dem kleinen Hund fehlte.
Wir nahmen sie also wieder mit nach Hause,
haben sie so gut es ging mit Extra-Proteinpulver
und Vitamintabletten versorgt, aber eine
Besserung wollte sich nicht mehr einstellen,
sodass wir uns gezwungen sahen, den kleinen
Hund einschläfern, statt ihn weiter leiden zu lassen.

Sie ist leider nur zehn Jahre alt geworden.
Ich vermisse sie sehr. Sie war so ein
lieber, quicklebendiger Hund, verspielt und
sehr anhänglich. Ich sehe sie immer noch
vor mir, wie sie vor Freude auf und abhüpfte,
wenn ich sie fragte, ob sie ein Knabberknöchlein
haben möchte.
Es tut jedes Mal sehr weh, von einem treuen,
vierbeinigen Mitbewohner Abschied zu nehmen.
Aber man muss im Leben lernen, loslassen zu können,
auch wenn es sehr, sehr schwerfällt.
In Gedanken wird sie immer bei mir sein,
wie Tessie und Tinka auch.


Leb wohl, meine kleine Fluffy und danke für die Freude,
die du mir zehn Jahre lang jeden Tag bereitet hast.
Der Abschied von dir ist schwer, sehr schwer!
Möge deine kleine Seele in Frieden ruhen.
In Gedanken bist du immer bei mir.

Trotz der Freude über den kleinen Wildfang Sammy
vermisse ich dich sehr und das wird auch noch
eine ganze Weile so bleiben.

❤️💕❤️

~*~

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Donnerstag, 29. Januar 2026

Haus und Hof

 eigentlich sollte sich in diesem Online-Tagebuch alles um Haus und Hof, resp. Garten
drehen,  was ja anfangs auch der Fall war. Aber mittlerweile sind die weltweiten Er-
eignisse und natürlich auch die im Land, derartig turbulent, dass sie einen indirekten
Einfluss auch auf unser Leben nehmen. Zumindest in Form von Nachrichten und die
haben es in letzter Zeit in sich. Ich denke, kaum ein Mensch kann sie länger ignorieren.

Sammy und Lilly - auch wenn hier nicht ganz so viel Schnee liegt.

~*~

Die negativen Ereignisse überschlagen sich geradezu und irgendwie weiß man gar-
nicht so recht, wann das alles angefangen hat. In unserem Land ist es eindeutig.
Es war, seit die große Herrscherin das Zepter übernommen hatte. Wie drastisch sich
alles verändert hat, zeigt ein YouTube-Video, auf das mich ein Freund aus Berlin auf-
merksam gemacht hat. Dieses Video vermittelt einen Eindruck vom »Stadtbild«
der Hauptstadt. Er hatte mir immer wieder erzählt, wie verkommen und verwahrlost
die Stadt inzwischen ist, und dass sie nicht mehr wiederzuerkennen sei. Ich hatte die
Stadt und das Leben aus der Zeit, als ich dort lebte, immer in guter Erinnerung, aber
dieses Video hat mich förmlich sprachlos gemacht. Schlimm, katastrophal! Nichts,
rein gar nichts könnte mich noch in diese Stadt locken. Was für ein Trauerspiel !!!
Wie schade um diese geschichtsträchtige Stadt, um die schönen, alten Berliner
Häuser, um das Flair dieser Stadt, in der einst die Film- und Modebranche zu Hause
war. Der Ku-damm, die Flaniermeile mit dem Café Kranzler, es ist nicht zu fassen,
was aus dieser Stadt geworden ist. So, so schade!
Schlimm auch, dass es zugelassen wird, wie diese schöne Stadt verkommt und ver-
saut wird. Warum wird nichts dagegen unternommen? Warum lässt man es zu, dass
Menschen diese Stadt so verdrecken? (Der Link zum Video weiter unten)


Aber Berlin ist nicht die einzige Stadt. Auch Köln, Hamburg, Frankfurt und vor allem
das Ruhrgebiet verkommen zusehends. Wen wundert es, dass immer mehr Menschen
das Land verlassen. Mehr als jeder Fünfte erwägt mittlerweile, das Land zu verlassen.
Und denjenigen, die noch hier sind und arbeiten, wird eventuell die Möglichkeit ge-
strichen, in Teilzeit zu arbeiten. Klar, wenn alle Vollzeit arbeiten, käme mehr Geld in
die leeren Kassen. Es zahlen halt immer weniger Menschen in die Sozialkassen ein.
Irgendwoher muss das Geld ja kommen! Wie sollen Mütter Vollzeit arbeiten, wenn es
keine Kita-Plätze gibt?
Die große Herrscherin hat sich während ihrer Regentschaft um rein gar nichts ge-
kümmert. Außer, dass genug Geld in der ganzen Welt verteilt wird und alle Leidge-
plagten dieser Welt in unser Land und den Rest der EU eingeladen und gut versorgt
 werden. Nun ist für die eigenen Bürger, die Infrastruktur und für die Verteidigung
des Landes kein Geld mehr da. Nur gähnende Leere.
Und jetzt wird auch noch von einem bevorstehenden Krieg - gegen wen auch immer -
geredet und eine EU-Atombombe gefordert. Andere warnen vor einem atomaren
Armageddon! Leute, Leute, jetzt scheinen wirklich alle durchzudrehen. Was geht nur
in den Köpfen dieser größenwahnsinnigen alten Männer vor.
In den USA könnte ein Bürgerkrieg bevorstehen. Immer mehr Promis lehnen sich
gegen den selbst ernannten King auf, der sich mittlerweile auch gerne mal als Diktator
bezeichnet. Sie fordern ihre Mitbürger zum Widerstand auf.

Ja, in einem hat der Kanzler recht: Es weht ein rauer Wind über den Globus. Nicht
nur in Form von Schneestürmen in den USA und im »Zarenland«, sondern weltweit.


Angesichts des chaotischen Geschehens in der Welt, in Europa und in diesem Land,
bin ich froh und dankbar, mit den Knuddels und dem zerstreuten Professor hier noch
 in Ruhe und Frieden leben zu dürfen – also in Haus und Hof, genauer gesagt im Garten,
dem Wald und der gesamten weitläufigen Natur ringsherum. Was für ein Glück!
In einer Stadt würde ich tatsächlich verrückt werden!
Im Garten ist allerdings derzeit nicht viel los. Nur unsere gefiederten Federbällchen
und Federbälle bereiten uns viel Freude mit ihren zahlreichen Besuchen. Die futtern,
was das Zeug hält – unglaublich! Manchmal denke ich, die halbe Waldvogelschar
hat hierher zu uns gefunden. An manchen Tagen komme ich mit der Fütterung gar-
nicht nach. So schön, sie zu beobachten!


Sammy, der neue kleine Mitbewohner. Ein Maltipoo-Welpe - gerade mal 10 Wochen
alt und ein kleiner, allerliebster Wildfang, den ich den ganzen Tag knuddeln könnte.
Wenn der Professor nicht viele Jahre jünger wäre als ich, und sich um diesen Wild-
fang kümmern kann, falls ich, naja, in meinem hohen Alter usw., läge Sammy jetzt
natürlich nicht zu meinen Füßen in seinem Körbchen.



~*~

um das Berlin-Video zu sehen!
Wer sich den Tag nicht verderben lassen möchte, sollte sich das Video
nicht antun!!! Aber das ist Berlin heute!

~*~
 
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Dienstag, 27. Januar 2026

Es fällt schwer zu verstehen

 warum Menschen das, was der »King« seit seinem zweiten Amtsantritt in der Welt so
veranstaltet, gut finden. Dieser alte Mann beschwert sich ständig, dass in des »Zaren«
sinnlosem Krieg zu viele Menschen sterben. Gleichzeitig ist er jedoch weit davon ent-
fernt, etwas dagegen zu unternehmen. Angekündigt hat er jedoch, dass, falls China
Taiwan angreift, die USA Taiwan verteidigen werden. In der Ukraine hält er sich aller-
dings diesbezüglich sehr zurück. Er möchte seinem Freund, dem alten, brutalen »Zaren«,
also einem Kriegsverbrecher, wohl nicht in den Rücken fallen. Immerhin hat der Despot
 ihm profitable Geschäfte in Aussicht gestellt.

Seit Merkels Regentschaft ist unser Land nicht mehr das, was es einmal war. Und die Welt
ist aus den Fugen, seit der alte Despot im Zarenland seinen unsinnigen Krieg vom Stapel
gelassen und der alte »King« sich zum »King of the World« gekrönt hat. Neben einigen
anderen, scheint der kanadische Premierminister einer derjenigen mit einem klaren Ver-
stand zu sein. Er macht nicht nur einen kompetenten und vernünftigen Eindruck, er ist außer-
dem auch sehr sympathisch. Während der alte »King« und der alte brutale »Zar« eine große
Gefahr für die gesamte Welt darstellen, ist er so etwas wie ein Lichtblick am Horizont. Er
und Macron sind zumindest die einzigen Regierungschefs, die dem alten »King« Paroli bieten.
Und der poltert natürlich gleich wieder los und droht diesen beiden Widersachern mit harten
Strafen in Form von hohen Zöllen. Ich frage mich wirklich, wer diesen alten Mann noch ernst
nimmt. Es ist unfassbar, was derzeit in den USA passiert. Experten warnen sowohl in den
USA als auch im Zarenland vor einem zeitnahen Kollaps der Wirtschaft.

Chinesische Medien bezeichnen den »King« sogar als »Massenvernichtungswaffe«. Nun
ja, diese beiden Machthaber sind nicht gerade gut aufeinander zu sprechen.


Zusammengefasst ist das, was gerade in der Welt geschieht, einschließlich in unserem
Land, wie aus einem schlechten Film. Die Welt in den Händen eines Mafiabosses, der
sich für den Herrscher der Welt hält und eines Kriegsverbrechers, der skrupellos und
kaltblütige Menschen töten lässt und massenweise eigene Soldaten für sein Ego opfert.
Der große Führer Chinas hält sich dagegen bisher relativ bedeckt, wobei auch er auf
diese beiden gefährlichen Chaoten einen enormen Druck ausüben könnte. Hat das nun
etwas mit der sprichwörtlichen chinesischen Weisheit zu tun, oder ist das reine Strategie?
Nämlich zuschauen – wie diese beiden Möchtegerngroß sich selbst ins Abseits schießen.
Aber vielleicht habe ich auch nur eine andere Vorstellung von Moral und Vernunft. Krieg,
Größenwahn, Rücksichtslosigkeit, Arroganz, Egoismus und Wahnsinn, kommen da nicht
vor. Gut zu lesen war, dass in den USA endlich zum Widerstand aufgerufen wird. Mit
Obama und Clinton an der Spitze. Auch gehen immer mehr Menschen auf die Straße.

Jedenfalls ist das, was derzeit in der Welt geschieht, ziemlich beunruhigend und besorgnis-
erregend. Eigentlich möchte ich Nachrichten diesbezüglich meiden, um die Hoffnung auf
bessere Zeiten nicht ganz zu verlieren, aber mit diesen beiden Chaoten fällt das nicht ganz
leicht.



Dieser blonde, alte Mann, der sich nicht scheut, zu sagen, dass es manchmal einen Diktator
braucht, also ihn in Persona, ist kein »Peacemaker«, sondern eine extreme Gefahr für die Welt.
Ungeachtet der Proteste in Minneapolis und der tödlichen Schüsse auf US-Bürger setzt dieser
unberechenbare Psychopath seine tödliche Politik fort. Er sieht die Schuld dafür selbstver-
ständlich nicht bei sich, sondern bei den Demokraten. Es ist wirklich dringend an der Zeit
für ein Amtsenthebungsverfahren, bevor der noch größeren Schaden in der Welt anrichtet.
Kanada scheint sich derzeit auf einen Kampf gegen die USA vorzubereiten.

Zu lesen war außerdem, dass ein Arzt, der als Professor an der Washington State University
lehrt, Anzeichen für eine beginnende Depression bei diesem alten Chaoten sieht. Seine nächt-
lichen Aktivitäten auf des »Kings« eigener Plattform deuten wohl darauf hin, dass er nachts
kaum schläft, sondern die Welt mit zahlreichen Kurznachrichten beglückt. Das könnte seinen
Zustand weiter verschlimmern. Zumal er sich ständig über Kleinigkeiten aufregt. Eine nicht
gerade beruhigende Diagnose. Was, wenn der vielleicht eines Tages in einer Zwangsjacke
aus dem Amt abgeholt werden muss, weil er sich weigert, eine verlorene Wahl anzuerkennen?

Aber es gibt auch eine große Anzahl von Menschen, die vom »King« begeistert sind, weil
er ein Macher ist. Egal, was er macht. Sie finden es toll, wie der sich durchsetzt und handelt.
In den USA sehen sie im »King« einen Showman, der für Unterhaltung sorgt. Manche ver-
gleichen ihn mit »Superman«. Aus welchem Grund man diesen narzisstischen, Egomanen
als spektakulärsten Politiker unserer Zeit bezeichnet, erschließt sich mir beim besten Willen
nicht. Auch ein Teil der Bürger dieses Landes lobt den »King« für seine Taten, weil sie das
bei unseren Regierenden vermissen. So hat jeder Mensch seine eigene Meinung dazu, die
man akzeptieren muss, auch wenn es schwerfällt, das zu verstehen.

Genauso schwer fällt es, zu verstehen, warum immer noch zwischen den USA und dem
Zarenland verhandelt wird. Der alte, brutale Zar wiederholt doch ständig, dass es kein
Kriegsende geben wird, solange das Zarenregime seine Ziele nicht erreicht hat. Und das
kann Jahre dauern. Derzeit bombardiert dieser brutale Fiesling die Energieversorgung in
der Ukraine bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Die Menschen dort, sind, wie
die Soldaten, für deren Durchhaltevermögen, wirklich zu bewundern. 
Diese beiden alten Männer, die die Welt in Atem halten, sind absolut skrupellos, nieder-
trächtig und verachtenswert.

So gehen die Monate und Jahre dahin und die Welt kommt nicht zur Ruhe. Auch der erste
Monat des neuen Jahres klingt bald aus. Geopolitisch war dieser Monat genauso turbulent
und chaotisch, wie das vergangene Jahr, und daran wird sich wohl auch so schnell nichts
ändern.

Daher halte ich mich auch in diesem Jahr an Sloterdijk, der meint:

Wer die Welt um sich herum zu ernst nimmt, wird verrückt.
Und genau das möchte ich mit Gelassenheit, Heiterkeit und einem Schuss Humor
vermeiden.

~*~

Lügen scheinen zum Handwerk des Politikers und
Staatsmannes zu gehören.

Hannah Arendt (1906 - 1975)
war eine deutsch-US-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin.

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Samstag, 24. Januar 2026

Im Wald des kleinen Zwergkönigs

Rasborgin war so klein, dass selbst die jungen Zwerge über seinen Kopf hinwegsehen konnten. In einer Kultur, die Stärke an der Tiefe der Stollen und der Schwere der Hammerschläge maß, war Rasborgin ein Nichts. Seine Funken beim Schmieden erloschen, bevor sie das Eisen trafen. Seine Tunnel stürzten ein, noch bevor die erste Stütze stand. Er war der »Staubzwerg« – ein Versager, dessen einzige Gabe darin bestand, unsichtbar zu bleiben.


Viele Jahre später half ihm ein Zufall in Form einer uralten, vergessenen Kammer tief unter den Wurzeln des großen Waldes. Während er vor dem Spott seiner Peiniger floh, rutschte Rasborgin in eine Spalte und fand das magische Auge von Silygat. Es war kein Juwel, sondern ein lebendiges Relikt aus der Zeit, als der Wald noch aus Schatten und Zorn bestand.
Als Rasborgin die Hand danach ausstreckte, band sich die Magie des Silygat an ihn. Es verlieh ihm keine Körpergröße, aber es gab ihm die Macht, die Natur selbst zu beugen und über den Zwergenwald zu herrschen. Die Wurzeln des Waldes gehorchten nun seinem leisesten Flüstern, und die Dunkelheit zwischen den Bäumen wurde zu seinem verlängerten Arm.

Mit einer Armee aus wandelnden Bäumen und der Kontrolle über das Licht kehrte er zurück. Die Zwerge, die ihn einst getreten und verspottet hatten, sahen nun zu ihm auf. Aber nicht etwa aus Respekt, sondern aus Angst und nacktem Entsetzen. Ein weiterer Zufall wollte es, dass Rasborgin nun auf einem Thron aus geflochtenem Eisenholz landete. Hoch über den tiefen Hallen seiner Vorgänger wurde er zum unangefochtene Gebieter über sein Zwergenvolk. Immer wenn Rasborgin sich durch die Straßen der Zwergenstadt in seinem polierten Holzmobil fahren ließ, verstummten alle Gespräche. Das Lachen, das ihn früher verletzt hatte, wurde durch eine Stille ersetzt, die noch schmerzhafter war. Er wollte gerne dazugehören, doch jetzt stand er einsam an der Spitze und war umgeben von einer hohen Mauer, hinter der die Angst herrschte.


Das magische Auge von Silygat flüsterte ihm ständig zu, diejenigen zu vernichten, die ihn einst verspottet hatten. Und so ließ er seine Untertanen, die in den Stollen hart arbeiteten, von einer Spezial-Zwergengarde Tag und Nacht bewachen. Jedes Mal, wenn er einen seiner ehemaligen Peiniger vor sich zittern sah, spürte er einen kurzen Funken Genugtuung. Doch schon bald darauf wurde er von einem Gefühl tiefer Leere heimgesucht.
Um diese Leere auszufüllen, ließ Rasborgin nicht nur weitere pompöse Paläste aus dem Erlös der verkauften Bodenschätze für sich bauen, er beschloss ein weiteres Stück Wald zu beschlagnahmen. Er wusste, dass sich dort weitere Reichtümer verbargen, die unbedingt in seinen Besitz gelangen mussten. Mit seiner starken Armee aus wandelnden Bäumen schlich er eines Nachts in den Nachbarwald ein. Womit er jedoch nicht gerechnet hatte, war eine Herrschar von mutigen Heros, die sich nicht nur heftig wehrten, sondern Rasborgin samt seiner Armee in die Flucht jagten. Diesen unerwarteten Gegenangriff überlebte der größte Teil seiner Zwergen-Armee nicht. Gedemütigt und als Verlierer, kehrte Rasborgin in sein Reich zurück. Er war wütend und dachte gar nicht daran, aufzugeben. Noch brutaler griff er die tapferen Heros immer wieder an.  Gleichzeitig belog und betrog er sein Zwergenvolk und beutete es weiter aus, um seiner Armee aus wandelnden Bäumen den Sold auszuzahlen. Während die sich nur noch mühsam durch Schlamm und Geröll vorwärtskämpften, gönnte er sich selbst teuren Champagner und ein Leben in purem Luxus. Wer es wagte, ihn und seinen sinnlosen Krieg zu kritisieren, wurde mit aller Härte bestraft oder gleich ins tiefste Hinterland verbannt.

Als er wenige Tage später sah, wie ein Aufseher einen anderen kleinen Zwerg bestrafte, nur um Rasborgin zu gefallen, erkannte er, dass er die Welt nicht besser gemacht hatte. Er hatte nur die Rollen getauscht. Die Angst, die er verbreitete, war das Echo seines eigenen alten Schmerzes, der jetzt zu einem Spiegel der Grausamkeit geworden ist. Das veranlasste ihn aber keineswegs, seinen Krieg zu beenden, dazu fehlte ihm die Größe.


Und so verging ein Kriegsjahr nach dem anderen. Rasborgin wurde alt und krank. Er litt unter Angstzuständen, Panikattacken und er konnte nicht mehr schlafen. An seinem Wesen hat das jedoch nichts geändert. Er blieb klein, unnachgiebig und kaltblütig. Bis ins hohe Alter bestand er darauf, dass alle anderen Waldzwerge vor ihm niederknien mussten, damit er größer und mächtiger erschien als sie. Reich, einsam, alleine und leer war er nur noch ein Schatten seiner selbst in einem goldenen Käfig.
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Es gibt keine Größe da, wo es keine Einfachheit,
Güte und Wahrheit gibt.

Lew Nikolajewitsch Tolstoi (* 1828 † 1910)
war ein russischer Schriftsteller

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🙏 God bless Ukraine and Israel 🙏
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