Donnerstag, 10. September 2026

Zur späten Stunde in späten Jahren

Der Nachmittag lag golden über dem kleinen Garten hinter dem Altersheim. Zwischen den letzten Rosen des Jahres, die trotz des nahenden Herbstes noch einmal aufgeblüht waren, saßen Elisabeth und Anton auf der immer gleichen Bank. Seit drei Jahren trafen sie sich hier, jeden Nachmittag, wenn das Licht schräg durch die Ulmen fiel.
Elisabeth war siebenundachtzig, Anton zwei Jahre älter. Beide hatten Kinder, die selten kamen, und Erinnerungen, die immer kamen, ob man sie rief oder nicht.


„Schau dir das an", sagte Anton und deutete mit seinem knotigen Zeigefinger auf eine Hummel, die schwerfällig von Blüte zu Blüte taumelte. „Neunzig Jahre lebe ich jetzt, und ich habe erst gestern verstanden, wie dieses Tier eigentlich fliegt. Zu schwer für seine Flügel, sagen die Physiker. Und trotzdem fliegt sie."
Elisabeth lächelte, ohne den Blick von der Hummel zu nehmen. „Vielleicht hat niemand ihr gesagt, dass es unmöglich ist."
„So ist es wohl mit vielem gewesen in meinem Leben." Anton lehnte sich zurück, seine Hände falteten sich in seinem Schoß, ruhig wie zwei alte Vögel, die sich zur Nacht niederlassen.
„Wir haben es einfach getan. Geheiratet, ohne zu wissen, ob es hält. Kinder bekommen, ohne zu wissen, ob wir gute Eltern sein würden. Ein Haus gebaut, Stein für Stein, ohne zu wissen, ob wir das Dach je sehen würden."
„Und jetzt sitzen wir hier", sagte Elisabeth leise, „und sehen einer Hummel beim Unmöglichen zu."
Sie schwiegen eine Weile. Ein Windstoß fuhr durch die Ulmen, und ein paar gelbe Blätter lösten sich, drehten sich im Fallen wie kleine Tänzerinnen, die ihre letzte Vorstellung geben.
„Weißt du, was mir auffällt, seit ich alt bin?", fragte Elisabeth schließlich. „Als junger Mensch habe ich das Leben genommen wie ein selbstverständliches Geschenk – so, wie man Luft nimmt, ohne an sie zu denken. Man atmet einfach, man lebt einfach. Man denkt, es müsse so sein."
„Und jetzt?"

„Jetzt weiß ich, dass nichts davon selbstverständlich war. Nicht ein einziger Atemzug. Nicht ein Sonnenaufgang. Nicht, dass mein Herz seit siebenundachtzig Jahren schlägt, ohne dass ich es ihm je habe beibringen müssen." Sie legte eine Hand auf ihre Brust, spürte den ruhigen, unermüdlichen Takt darunter. „Stell dir vor, Anton – dieses kleine Ding da drin hat sich nicht einmal ausgeruht. Nicht eine Sekunde, seit dem Tag, an dem ich geboren wurde."

Anton nickte langsam. „Ich habe als Bauer gearbeitet, mein Leben lang, wie du weißt. Fünfzig Jahre lang habe ich Samen in die Erde gelegt und zugesehen, wie aus totem, trockenem Korn etwas Grünes, Lebendiges wurde. Fünfzig Jahre, und jedes Mal habe ich mich gewundert. Man gewöhnt sich nie wirklich daran, wenn man genau hinschaut."
„Warum haben wir so lange gebraucht, um das zu sehen?"
„Weil wir beschäftigt waren", sagte Anton mit einem trockenen Lachen. „Weil das Leben uns die Illusion der Zeit geschenkt hat, das größte aller Geschenke – die Illusion, es wäre unendlich viel davon da. Erst wenn man merkt, dass die Zeit ein Ende hat, sieht man, dass jeder Tag selbst das Wunder ist, nicht bloß ein Mittel zu etwas anderem."

Ein alter Kater strich um Elisabeths Beine, der Hauskater des Heims, den alle nur "der Graue" nannten. Sie beugte sich vor, so gut es ihre Hüfte erlaubte, und streichelte ihn zwischen den Ohren.
„Erinnerst du dich", sagte sie, „wie du mir letztes Jahr erzählt hast, dass dein Enkel dich gefragt hat, wovor du am meisten Angst hättest?"
„Ich erinnere mich."
„Was hast du ihm geantwortet?"
Anton schwieg einen Moment. Die Falten um seine Augen vertieften sich, wie sie es immer taten, wenn er in sich hineinhorchte. „Ich habe ihm gesagt, dass ich früher Angst vor dem Sterben hatte. Aber inzwischen habe ich mehr Angst davor, ungeduldig durch die letzten Jahre zu hetzen, ohne sie wirklich gelebt zu haben. Das Sterben kommt sowieso, ob ich mich fürchte oder nicht. Aber ob ich diesen Nachmittag hier, mit dir, mit dieser Hummel und diesem albernen Kater wirklich sehe – das liegt an mir."
Elisabeth schwieg, und in diesem Schweigen lag keine Traurigkeit, sondern etwas wie Andacht.
„Ich denke oft an das Wasser", sagte sie nach einer Weile. „An wie viele Zufälle es gebraucht hat, dass es überhaupt Wasser auf dieser Erde gibt. Und dann noch, dass daraus Leben wurde. Und dann, dass aus all den möglichen Leben genau meines wurde, mit dir als Nachbarn, mit meinem Mann, den ich vierzig Jahre lang lieben durfte, mit meinen Kindern, die mich manchmal vergessen, aber die es gibt, weil es mich gab."
„Ein Wunder, das ein anderes Wunder gebiert", murmelte Anton. „Immer weiter, seit Milliarden von Jahren. Und niemand von uns hat sich das verdient. Es wurde uns einfach gegeben."
„Weißt du, was ich manchmal denke?" Elisabeth wandte sich ihm zu, ihre Augen, trüb geworden vom Alter, aber wach wie eh und je. „Ich denke, die Jugend glaubt, das Leben schulde ihr etwas. Und das Alter weiß, dass das Leben ihr nichts schuldete – und trotzdem alles gegeben hat."
Anton lachte leise, ein Lachen, das mehr Husten war als Freude, aber echt. „Du solltest das aufschreiben."
„Wozu? Ich habe es dir gesagt. Das reicht mir."
Die Sonne war inzwischen tiefer gesunken, warf lange Schatten über den Kiesweg. Die Hummel hatte ihre Runde durch die Rosen beendet und war irgendwo in der Dämmerung verschwunden, unmöglich fliegend, wie sie es immer tat.


„Ich werde morgen früh die Amseln hören", sagte Anton, mehr zu sich selbst als zu Elisabeth. „Ich weiß nicht, wie viele Morgen mir noch bleiben, an denen ich sie hören kann. Aber morgen – morgen werde ich sie hören, und das ist genug."
„Das ist genug", wiederholte Elisabeth.
Sie saßen noch lange dort, zwei alte Menschen auf einer Bank, während der Garten sich langsam in Blau und Violett kleidete und die ersten Sterne durch die Ulmenzweige blinzelten. Sie sprachen nicht mehr viel. Manchmal braucht das Staunen keine Worte – nur zwei Menschen, die endlich gelernt haben, hinzusehen, und einen Abend, der bereit ist, sich ihnen zu zeigen.
~*~*~*~

Und dann gibt es alte, gar greisenhafte Herrscher, die im Geld schwimmen, 
in Reichtum und Luxus leben, und dennoch nicht zufrieden sind.
Die alles erreicht haben, denen jedoch eins fehlte: Macht.
Da ihnen diese Macht zuteil wurde, führen sie im hohen, gar greisenhaften
Alter, noch Kriege. Sie greifen andere Länder an, töten Menschen und
zerstören die Heimat von Menschen, die ihnen nichts getan haben.
Sie könnten ihr Leben im Alter genießen, ziehen es jedoch vor, sich selbst und
anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Tod, Leid, Kummer und
Zerstörung über Menschen zu bringen!
Wie dumm muss man sein?!
Sie haben trotz ihres hohen Alters nicht gelernt, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Daher sind sie eigentlich zu bedauern, denn genau genommen führen sie
ein erbarmungswürdiges Leben, um das sie nicht zu beneiden sind.
Sie sind trotz ihres Reichtums und ihres Lebens in goldverzierten Luxusresidenzen,
erbärmliche, verachtenswerte, widerliche alte Versager, die nicht begriffen haben,
was Leben bedeutet und was für ein wertvolles Geschenk Leben ist.

~*~*~
  Im Alter kommt es nicht mehr auf das Werden an,
sondern sich des Wertes des Seins bewusst zu sein.

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Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten!
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
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Dienstag, 8. September 2026

Das war keine Märchenstunde

sondern eine klare Ansage, die gesessen hat. Endlich hat es mal einer gewagt,
dem kleinen, alten, brutalen Möchtegernzar vor der Weltpresse, die Meinung
zu sagen. Vielen Dank, Mr. Modi. Und während er sprach, wurde der kleine
Möchtegernzar, in seinem Sessel noch kleiner. Er rutschte immer tiefer in den
Sessel hinein, wie ein Schuljunge, der gerade eine ordentliche Portion Schelte
einstecken musste. Er konnte seinem Peiniger nicht einmal in die Augen sehen,
als dieser ihn unverhohlen bloßstellte, indem er ihn vor den Kameras der Welt
aufforderte:
»Wir müssen von einem endlosen Krieg zum Ende des Krieges kommen«
Das geschah beim Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation in Kirgistan,
an dem auch der große Führer des Reichs der Mitte und andere Politiker
teilnahmen.
»Jeder Tag des Krieges wirft die Menschheit zurück, während jeder Schritt 
in Richtung Frieden sie mit neuer Hoffnung und Begeisterung erfüllt«, fuhr
der indische Premierminister fort. Der kleine, noch kleiner gewordene Zar
fühlte sich sichtlich unwohl, während er diese Standpauke über sich ergehen
lassen musste.


Eine friedliche Lösung aller Streitfragen sei »der Ruf der Menschlichkeit«.
Der kleine, alte Zar, vermied den Blickkontakt, als Modi fortfuhr:
„Jeden Tag, an dem der Krieg weitergeht, wird die Menschheit de facto um
einen Schritt zurückgeworfen“, sagte er und fügte hinzu:
„Wir müssen von einem endlosen Krieg zu einem Ende des Krieges, zu
einer Einstellung der Feindseligkeiten übergehen. Wir werden uns genau in
diese Richtung bewegen müssen.“ 

Die Antwort des Kriegstreibers lautete: „Vielen Dank, Herr Premierminister,
wir bewegen uns auf diesem Weg voran.“
Dieses Treffen fand am 3. September 2026 statt, am 1.654. Tag seines brutalen,
völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine, der eigentlich nur 3 Tage dauern
sollte.


Auch wenn Modi dem kleinen, alten Mann eine Botschaft Buddhas und Gandhis mit
auf den Weg gab, den Weg des Friedens zu suchen, denkt dieser nicht eine Minute
daran. Der macht weiter, oder um es mit seinen eigenen Worten zu sagen:
»Die Spezialoperation geht weiter. Wir werden uns vorwärts bewegen.« Zugleich
drohte er der Ukraine mit Vergeltungsschlägen gegen die empfindlichsten
Sektoren der Wirtschaft. Er warf der Ukraine sogar vor, eine »Büchse der Pandora«
zu öffnen. Wer genau hat diesen Krieg nochmal losgetreten?
Nichts deutet darauf hin, dass dieser kleine, alte Macho seinen Krieg beenden
will. Im Gegenteil, er bombardiert das Land härter als zuvor und zielt dabei
auch auf die Lebensmittelversorgung.
Zu lesen war außerdem, dass der Botschafter des Zarenlandes in einem Interview
verlauten ließ: »Unsere Geduld ist nicht grenzenlos.«
Ja, wenn das so ist, warum beendet ihr den Krieg dann nicht sofort?
Eine Stunde lang jammerte er herum und versuchte, allen anderen die Schuld
für den Krieg seines kleinen, alten Zaren in die Schuhe zu schieben.


Der Krieg kann jeden einzelnen Tag, an dem die Sonne aufgeht, vom kleinen,
alten Kriegstreiber beendet werden. Er hat diesen Krieg vom Zaun gebrochen,
findet jetzt keinen Ausweg daraus, und macht im fünften Kriegsjahr alle andere
 verantwortlich für sein erbärmliches Versagen.
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen.

Im Märchen erzählen und Lügengeschichten erfinden, im Verdrehen von Tatsachen,
ist der kleine, alte Zar allerdings ein Meister. Jetzt spricht sein Lügenbaron,
der Lawrow, gar vom »Beginn eines echten Krieges« gegen unser Land.
Ist das eine Bestätigung des Zarenregimes, derzeit »nur« einen hybriden Krieg
gegen unser Land zu führen?
Sie sind wie kleine Kinder – nur maximal gefährlicher.

~*~*~*~

Lügen sind ein Schaden für die Menschheit, meint Kant:

Jede Lüge untergräbt das generelle Vertrauen
in die menschliche Kommunikation und
macht Verträge sowie Rechte unbrauchbar.

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Montag, 7. September 2026

Himmlische Spätsommertage

 
Warum himmlisch? Man schaue sich nur den Himmel an!
Spätsommertage, ideal, um draußen zu sitzen und den Wolken nachzuschauen,
wie sie am tiefblauen Himmel dahinziehen. Es waren einige wirklich traumhaft
schöne Formationen dabei, wie man sie nur selten sieht.
Vom Sonnenaufgang über dem Wald bis zum Sonnenuntergang.


Wir, einschließlich der Knuddels, haben uns von den warmen Sonnenstrahlen nochmals
so richtig verwöhnen lassen, bevor die Tage wieder regnerisch und kühler werden. Die Nächte
dagegen sind bereits recht kühl. Bei einem sternenklaren Himmel, so um 10 Grad.
Ach, diese Natur hier ist wahrlich ein himmlisches Geschenk. Jedenfalls betrachte ich das so.
Hier leben zu dürfen, ist Balsam für die Seele. Wie oft habe ich mich schon gefragt,
womit ich dieses unbeschreibliche Glück verdient habe.

Es war wirklich ein schönes Spätsommerwochenende – und bei den Discountern
hat bereits der Verkauf von Weihnachtsgebäck begonnen. Drei Monate vor der Adventszeit.
Der Herbst hat noch gar nicht mal richtig angefangen und es gibt schon Weihnachtsgebäck
zu kaufen. Wie kann man jetzt schon Gedanken an Weihnachten haben? Mir ist noch nach
Eiscreme, nach Pflaumenkuchen und bald nach dem weltweit besten Apfelkuchen mit Sahne.
Aber noch lange nicht nach Spekulatius und Lebkuchen, geschweige denn nach
Weihnachtsdekoration. Jetzt kommt erst einmal das Erntedankfest und die Kürbiszeit!
So ändern sich die Zeiten! In diesem Land ist nichts mehr unmöglich!

Jetzt könnte sogar die AfD den ersten Ministerpräsidenten in einem Bundesland im Osten
stellen. Am Sonntag wurde gewählt. Das Endergebnis dürfte keine Überraschung gewesen
sein. Wenn eine Regierung die eigenen Bürger und das eigene Land vernachlässigt und
 stattdessen Steuergeld in der gesamten Welt verteilt, Menschen aus der gesamten Welt auf
Kosten der Bürger illegal in's Land lässt, die Infrastruktur verkommen lässt usw. und den
Bürgern dafür immer mehr Steuern und Sozialbeiträge aufbrummt, darf sich über ein
solches Wahlergebnis nicht wundern. Wer noch dazu das freiheitliche Leben im Land und
die Lebensqualität einschränkt, zulässt, dass unsere Kultur, unsere Traditionen sowie die
Sicherheit der Bürger Schritt für Schritt verloren gehen, der hat die Sorgen und Ängste der
Bürger nicht ernst genommen und zum Erfolg der AfD beigetragen.
Wer würde sich über das Ergebnis wundern?

Tja, Merkels ideologischer Traum wurde zu ihrem Albtraum und ihr Albtraum zur Realität.
Am Erfolg der AfD ist Merkel maßgeblich beteiligt. Und der Friedrich setzt ihre linksgrüne
desaströse Politik fort. Well done, CDU! Jetzt bitte nicht jammern!

~*~

Ein Haiku
Himmel und Wolken
Dazu Spätsommertage.
Herbstlich der Garten

~*~*~*~

Die Sterne in der Spätsommernacht zählen und
mit dem Mond Träume von Frieden weben.

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Freitag, 4. September 2026

Das Schöne am Alter

ist die Zeit. Die Jahreszeit, die irgendwie zum Herbst passt.
Das Alter ist der Herbst des Lebens. Die Zeit, in der man sich zurückzieht und
der nächsten Generation Platz macht.


Einerseits wird einem immer deutlicher bewusst, dass die Lebenszeit endlich ist.
Andererseits ist jetzt die Zeit, sich Zeit zu lassen bei den Dingen,
die man gerne tut, und sich Zeit zu nehmen, für das, was Freude bereitet.
Zeit ist ein Geschenk. Je älter man wird, desto bewusster nimmt man das wahr.
Umso wichtiger ist es, die Zeit nicht mit Dingen oder Menschen zu verbringen,
die einem nicht guttun.
Niemand weiß, wie viel Zeit noch bleibt, diese Zeit zu genießen.
Daher ist jetzt die Zeit, seine Zeit nicht zu verschwenden, mit Dingen oder
Menschen, die nicht zur Lebensqualität beitragen.


Das Alter ist die Zeit, die viel schenkt, die reich ist an Dingen,
die nicht zu kaufen sind, sondern erlebt werden wollen.
Das Alter ist die Zeit der Gelassenheit und der Erfahrungen,
manchmal sogar der Weisheit. Denn Weisheit entsteht nicht durch Wissen,
sondern durch Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse.

Das Alter ist die Zeit, in der man weiß, dass auch schlechte Tage,
Tage voller Leid und Kummer, voller Sorge und Trauer, vorübergehen,
auch wenn es oft nicht so scheint.


Vor allem aber ist das Alter die Zeit, in der man sich nicht mehr um die Meinung
anderer Menschen schert, sondern genau überlegt, mit wem und für wen man
seine kostbare Zeit opfert. Im Alter ist das eine Freiheit, die in jungen Jahren
nicht unbedingt vorhanden ist und erst erreicht werden muss.
Freiheit und sich Zeit nehmen können, ist wohl das größte Geschenk im Alter.
Ein weiteres kostbares Geschenk sind Freunde und Partner. Es ist das
gegenseitige Vertrauen. Die Vertrautheit, die über Jahrzehnte gewachsen ist.


Das Schöne am Alter ist, dass man nicht mehr mit der Jugend mithalten muss
oder mit ihr tauschen möchte. Dass Falten und graue Haare im Alter ganz normal
und kein Grund sind, makelloser Haut nachzutrauern. Falten und graue oder
weiße Haare sind ein Zeichen dafür, in Würde zu altern.

Das Alter ist die Zeit, in der man lernt, loszulassen.
Es ist aber auch die Zeit, in der man sich über viele andere Dinge freuen kann.
Über den Morgen, den Sonnenaufgang, die Tasse Kaffee, auf das Lesen des
neuen Buches, auf einen Spaziergang. All das nimmt man im Alter viel bewusster
wahr. Das ist ein großes Geschenk.
Das Alter ist auch die Zeit, in der man die Stille der Natur, dem Lärm einer Stadt
vorzieht. Es ist die Zeit, in der man lernt, lieber zu schweigen, statt viel zu reden,
ohne etwas zu sagen.


Das Alter lehrt uns, dass das Leben ein kostbares Geschenk ist,
welches unbedingt wertgeschätzt werden sollte.
Ein Geschenk, welches in vielerlei Hinsicht sowohl ein Gewinn 
als auch ein Trost ist, für all die Verluste, für das Verlorene.
Das Alter ist auch die Zeit, in der man auf sein vergangenes Leben zurückblickt,
 vieles besser versteht, und Klarheit gewinnt.
Und es ist die Zeit, in der man endlich innere Ruhe und damit
inneren Frieden findet.
Es ist die Zeit, in der man gut zu sich selbst sein sollte.
Gut auf sich aufpassen und auf sich achten sollte.
Das sollte man sich selbst gerade jetzt im Alter wert sein!
Wenn man im Alter das Glück hat, sich relativ guter Gesundheit
zu freuen, dann ist das wahrlich ein Grund, dankbar zu sein.

Das Alter kann wie der Herbst seinen ganz eigenen Zauber haben.

~*~*~*~

Der Herbst des Lebens, ist,
die Zeit der wertvollen Reife,
die Zeit der schwindenden Illusionen,
die Zeit der inneren Freiheit,
die Zeit der friedlichen Seelenruhe,
die Zeit der stillen Gelassenheit,
die Zeit der Klarheit und Weisheit,
die Zeit der Befreiung,
und die Zeit der Erinnerungen.

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Mittwoch, 2. September 2026

Ironie des Schicksals


Er, der mächtige Herrscher über das Zarenreich, wollte die alte Sowjetunion wieder
herstellen. In einer dreitägigen Spezialoperation die Ukraine unterwerfen. Niemals
wäre ihm wohl in den Sinn gekommen, dass er mit diesem irren Vorhaben, genau das
wiederholt, was einst für ihn die größte Katastrophe war. Der Niedergang der Sowjet-
union. Mit seinem wirklich sinnlosen und brutalen Krieg hat er nun höchstpersönlich
dafür gesorgt, dass sich diese Katastrophe wiederholt. Höchstpersönlich hat er mit
seinem Krieg gegen die Ukraine den Niedergang des Zarenreiches herbeigeführt.
Jedenfalls wenn er so weitermacht. Aber nicht nur das. Jetzt geht es auch um sein
eigenes Überleben. Er hat Todesangst. Wie zu lesen war, soll er wohl im vertrauten
Umfeld gesagt haben: »Sie werden mich hängen«. Andere sprechen davon, dass sein
Sturz über Nacht erfolgen wird. Er selbst weiß, dass er den Krieg nicht beenden kann,
ohne einen Erfolg vorzuweisen. Zudem laufen die Kriegskosten aus dem Ruder. Daher
wächst der Druck nicht nur innerhalb der Bevölkerung, sondern auch bei den Eliten,
die um ihr Vermögen bangen. So mancher hat sein Vermögen im Ausland deponiert.


Jetzt geht es dem kleinen, alten, feigen Mann nur noch um sein eigenes Überleben.
Die Bevölkerung und das Land spielen dabei keine Rolle. Er tötet brutal weiter.
Er zerstört die Wirtschaft weiter und schreckt auch vor einer Bankenkrise nicht zurück.

Er steckt in einer Sackgasse, in der er nur zwei Optionen hat. Den Krieg beenden
oder eskalieren. Er hat sich für die Eskalation entschieden und nimmt dafür den
Niedergang des Zarenreiches und das Töten weiterer Soldaten auf beiden Seiten in Kauf.
Da seine Angriffe immer öfter auf die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur in der
Ukraine zielen, sterben dort auch immer mehr Zivilisten. Das alles macht er, um
sein eigenes Leben zu retten. Menschen werden jetzt noch mehr als zuvor getötet,
weil er Angst um sein Leben hat. Je länger er diesen Krieg fortsetzt, desto brutaler
und rücksichtsloser wird er vorgehen. Dabei wird er weder auf die Bevölkerung in der
Ukraine oder im eigenen Land Rücksicht nehmen, noch darauf, dass die Kosten ins
Unermessliche steigen und somit dem Land massiv schaden. Im ersten Halbjahr 2026
sind die Militärkosten auf 107 Milliarden Euro gestiegen – 30 % mehr als im Vorjahr.
Pro Tag kostet ihn der Krieg 70-80 Millionen Euro.


Jetzt schickt er sogar Frauen an die Front, die Drohnen bedienen sollen.
Die Unruhe im Land wächst, weil es so scheint, als sei dieser alte, brutale Macho sogar
bereit, seine Armee für einen Sieg zu opfern. Es herrscht eine düstere Stimmung. Fünf Jahr
Krieg werden bereits als ein Scheitern betrachtet. Und noch immer denkt dieser kleine, alte
Mann nicht daran, seinen brutalen Krieg zu beenden. Er würde nicht nur seine Macht
verlieren, sondern auch sein Leben. Niemals wird dieser Macho den Rückzug antreten,
weil das als Schwäche ausgelegt würde. Also bleibt nur die Eskalation. Und die ist derzeit
in vollem Gange.
Wieder sterben täglich Menschen. Denn der kleine, brutale Mann geht jetzt auch
immer aggressiver in der Ostsee vor. Er bezeichnet Westeuropa als Kriegstreiber.
Behauptet aber gleichzeitig, kein NATO-Land anzugreifen. Stattdessen plant er wohl
mehr hybride Angriffe, wie jetzt gerade auf dem Leipziger Flughafen.
Tja, hätte er bloß diesen irrsinnigen Krieg nicht losgetreten! Jetzt läuft alles immer
weiter aus dem Ruder. Wie lange hält er das durch? Jetzt will D das Zarenländer-
Konsult in Bonn und das Zarenländer Haus in Berlin schließen. Zudem ist der
Botschafter dieses Landes einbestellt und es soll mehr Einreisebeschränkungen geben.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern befinden sich derzeit wohl auf einem
Tiefpunkt. Andere Länder haben dagegen kein Problem, Geschäfte mit einem
Kriegstreiber und Kriegsverbrecher zu machen und ihn zu diversen Veranstaltungen
einzuladen.


Aber nicht nur das. Wenn man bedenkt, dass dieser Tyrann nach vier Jahren die Ukraine
nicht besiegen konnte und er jeden Monat ohne Skrupel über 30.000–35.000 Soldaten
für minimale Landgewinne opfert, dann ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis
die Bevölkerung im Zarenland genug hat. Es gibt kaum noch Benzin. Das Internet wird
immer öfter abgeschaltet und die Lebensmittelpreise schießen in die Höhe.
Niemals hat dieser kleine, alte Macho mit solch massiven  Auswirkungen seiner Spezial-
operation gerechnet. Er ist kläglich gescheitert. Ein kleiner, erbärmlicher Versager.
Mittlerweile werden einige seiner Militär-Offiziere sogar gezielt getötet. Zu lesen war
auch, dass sich Zarensoldaten vor Ukraine’s Drohnen ergeben. Das dürfte dem kleinen,
alten, brutalen Zaren gar nicht gefallen und ist eine weitere Demütigung. Widerstand
und die Kritik wachsen im Zarenland. Die Menschen wollen den Krieg nicht mehr.
Er selbst macht nur noch gute Miene zum bösen Spiel und gebärdet sich siegessicher.
Wie es innerlich bei diesem paranoiden Psychopathen aussieht, weiß niemand.
Man kann nur vermuten, dass er gelegentlich an die alte Sowjetunion denkt, die
genauso erbärmlich zusammenbrach – wie derzeit das Zarenland.
Es ist der Anfang vom Ende eines einstmals stolzen Landes und eine
Ironie des Schicksals.

~*~*~*~

Unheil, das vom Herrscher ausgeht,
Untergang von Weib und Kindern,
Geld und Gut und Schätze werden
ihm verrinnen, ihm sich mindern,

Buddha (560 - 480 v. Chr.)

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Montag, 31. August 2026

Vom Sommer in den Herbst 🍂

Noch besteht die Aussicht auf einen schönen Spätsommer. Seit ein paar Tagen
rüttelt jedoch ein recht stürmischer Wind an den Bäumen. Auch dunkle Wolken
ziehen auf und bringen weiteren starken Regen. Ja, sogar ein Gewitter war dabei.
Die Temperaturen pendeln so um 20 Grad. Also recht angenehm. Jetzt beginnt die Zeit,
in der im Garten wieder allerhand zu tun ist. Vor allem Laubfegen ist angesagt.
Die Rosen müssen zurückgeschnitten werden und noch einige Sträucher. In einem
Garten gibt es immer etwas zu tun.
Die Sonnenschirme überwintern bereits im blauen Gartenhäuschen und die Auflagen
von den Sitzgruppen werden gleichmäßig auf das blaue und das gelbe Gartenhäuschen
verteilt und – so Gott will – im nächsten Frühjahr wieder hervorgeholt. Ich stelle immer
wieder fest, dass ich in meinem Alter mit Ankündigungen für die kommende Zeit recht
vorsichtig umgehe. Wer weiß schon, was der nächste Tag bringt!?

Eine Wolke hat Ähnlichkeit mit einem großen Vogel. Ich erkenne immer die skurrilsten Figuren in
den Wolken. Man glaubt gar nicht, wie entspannend es ist, Wolken zu beobachten.

~*~*~*~

Noch scheint gelegentlich die Sonne, sodass die Natur und wir von den warmen Strahlen
verwöhnt werden. Der Regen hat uns allen gutgetan und den Erdboden gut durchfeuchtet.
Doch angeblich sollen schon wieder »Wüstentage« aus dem Mittelmeerraum
auf uns zurollen. Oh, bitte nicht – ich bin ganz und gar auf Herbst eingestellt. :o(((
Vorgestern war die Nacht sternenklar. Der Mond stand hell leuchtend direkt über dem Wald
und hat den Garten in dieses für ihn typische silbrige Licht getaucht. So schöööönnn!!!
Ich liebe diesen Anblick, zumal es hier ansonsten stockdunkel und absolut still ist.
Gerade, als ich mich ins Bett gekuschelt habe, rief wieder ein Käuzchen aus dem Wald.
Manchmal komme ich mir dabei vor, wie in einem Traum oder einem Märchen.
Es ist jedenfalls in diesen grausamen, surrealen, katastrophalen Chaos-Zeiten,
immer wieder ein Grund, dankbar zu sein, hier leben zu dürfen.

Gleichzeitig tun mir allerdings immer wieder die von einem nicht enden wollenden
brutalen Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine leid. Ich wünsche für sie so sehr,
dass das Karma dieses Fieslings, dieses brutalen Kriegstreibers und Kriegsverbrechers,
dieses Tyrannen im Zarenland, ihn eines Tages einholt und ihm widerfährt,
was er anderen Menschen antut.
Das gesamte weltpolitische Chaos begann mit seinem irrsinnigen Krieg gegen die Ukraine.
 Er ist der Verursacher dessen, was gerade in der Welt geschieht.
Eine verzweifelte Mutter, die ihren Sohn in seinem brutalen Krieg verlor,
und acht Monate auf seine sterblichen Überreste warten musste, klagt ihn nun in einem
Video an und fragt, ob er einen Bürgerkrieg will. Dann solle er nur so weitermachen
und er werde ihn bekommen. Immer mehr Familien lehnen sich gegen den Kriegstreiber
auf. Die verzweifelte Mutter warf dem Tyrannen vor:
 »Sie zerstören unsere Jungen! Sie töten sie.«

Und der ebenso irrsinnige Chaot in seinem ovalen Büro eskaliert das ganze Geschehen
in der Welt noch. Alte Männer in Aktion! Es ist nur noch widerlich!
Und als ob die derzeitigen Kriege, Wirtschaftskriege, Konflikte und Katastrophen,
das gesamte Weltchaos bisher nicht genug sind, schlägt nun auch Bill Gates Alarm
und warnt vor der »turbulentesten Zeit der Menschheitsgeschichte«. Die da wäre:
Massenarbeitslosigkeit, Cyberangriffe und Bioterrorismus.
All das sind zwar keine neuen Erkenntnisse und waren lange abzusehen, aber
nun nimmt er gezielt die Politik in die Pflicht.
So, wie ich Politiker – bis auf wenige Ausnahmen – wahrnehme, hinken die mit allem
bei allem meilenweit hinterher.
Die Menschheit geht zielstrebig auf ihren Untergang zu. Sogar das war lange
abzusehen. Das geschieht zwar nicht sofort. Nicht heute und nicht morgen.
Auch nicht im nächsten oder übernächsten Jahr, sondern schrittweise.
Und mit jedem Schritt kommt er näher, der Abgrund.
Wir sind auf dem besten Weg!

🍂🍂

Vergangen sind die Sommertage,
entschwunden ihre Heiterkeit.
Still muss meine Seele sie ertragen,
die lautlose Vergänglichkeit der Zeit.
 
Längst verwelkt sind der Rosen Blätter.
Stille Wehmut macht sich breit.
Herbstlich wird es nun, das Wetter,
hüllt Strauch und Baum in Nebel ein.
 
Traumhaft erscheinen nun die Tage.
Des Sommers Blüte ist ausgeträumt.
Die Zeit der Leichtigkeit vergangen.
Freudvoll ist das Licht, das bleibt.
 
Ein Schimmer liegt über den Feldern,
wenn der Tag dem Abend weicht.
In Schweigen gehüllt sind die Wälder,
wenn der Glanz des Mondes sich zeigt.
  
🍂🍂

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Gedicht: © Ursula Evelyn