Dienstag, 25. Juni 2019

Vor ein paar Tagen

 fegte diese Böenwalze über uns hinweg.
Das sah ziemlich beängstigend aus, so, als drohte eine hohe Welle auf
das Haus zuzurollen.
  
 
 Sie kam ganz langsam und zum Greifen nahe auf uns zu.
Als ich sie entdeckte, wusste ich sofort was gleich losgeht, denn eine
solche Böenwalze zog im Juli 2010 schon einmal über uns hinweg.
  
 
Hier auf dem Foto sieht man, dass es noch relativ windstill ist, aber in dem
Moment, als diese Wolkenformation über das Haus hinweg zog, brach eine
gewaltige Sturmböe, begleitet von Starkregen und Hagel, los.
 
Glücklicherweise hatte ich gleich morgens eine E-Mail vom DWD erhalten,
in der wieder vor einem schweren Gewitter mit Sturm gewarnt wurde.
So konnte ich vorher alles rechtzeitig in Sicherheit bringen, die Sonnen-
schirme schließen und zubinden.
Nach einer halben Stunde war alles vorbei und wieder einmal Aufatmen
angesagt, denn das schwere Gewitter ist um uns herumgezogen.
 
Die Rosen haben den Sturm gut überstanden.
Viel mehr leiden sie unter der extremen Hitze, die den Sommeranfang
pünktlich eingeläutet hat. Etwas heftig, wie ich finde, aber wer würde sich
über extremes Wetter - egal zu welcher Jahreszeit - überhaupt noch
wundern.
 
Wenn man den Meteorologen glauben kann, dann soll es genauso
heftig, sprich heiß, weitergehen. Heiß, heißer, extra heiß.
Steht uns wieder ein solch extrem heißer Sommer wie im letzten Jahr
bevor ? Heute zeigt das Barometer 29,9 Grad. Das geht gerade noch.
Aber alles über 30 Grad wäre tatsächlich des Guten zu viel.
40 Grad nicht mehr auszuhalten. Puh !
Hoffentlich wird der Sommer nicht so trocken wie im letzten Jahr.
Die Natur hat genug unter den heißen Temperaturen gelitten.
Heute sind für unsere Region 38° angesagt.
Schaun wir mal - wie's wird.
 
Beim Wetter ist inzwischen wirklich alles möglich.
Es scheint in vielerlei Hinsicht und Bereichen nur noch extrem zuzugehen.
"Normal" - was immer man darunter auch verstehen mag -,
scheint auf dieser Welt nicht mehr möglich zu sein.
 
 
 Ach, wenn ich meinen geliebten Garten nicht hätte,
der entschädigt für so viele tägliche, negative Nachrichten.
Hier kann ich mit meinem Freund und den Knuddels
noch so richtig entspannen, egal, was in der Welt
geschieht und was noch alles droht.
 
Nur die Unwetter machen mir wirklich Sorgen,
aber davor ist ja niemand mehr gefeit.
 
Machen wir das Beste aus dem Tag und freuen uns
über die vielen, kleinen Dinge und Glücksmomente,
die es ja auch immer noch gibt !
 Und ......
auf ein leckeres Erdbeer-Vanille-Eis mit roter Grütze
und Sahne am Nachmittag !
~*~
 
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Donnerstag, 20. Juni 2019

Der Traum vom Rosengarten

Wie oft hab' ich ihn schon seit meiner Kindheit geträumt,
den Traum von einem Dornröschen-Garten.
Großmutters Garten war dagegen kein Rosengarten. Zur damaligen Zeit,
also in der Nachkriegszeit, waren Obst und Gemüse viel wichtiger, als
ein Zier- oder gar ein Rosengarten.
In Großmutters Garten war nur ein winzig kleines Beet für Sommerstauden
reserviert. Die übrige Fläche bestand aus einer Wiese, auf der früchtetragende
Bäume, also Obstbäume wuchsen. Süß- und Sauerkirschen, Äpfel, Birnen,
Pflaumen, Pfirsiche und Aprikosen und am Wiesenrand sorgten Himbeer-
Stachelbeer und Johannisbeersträucher jeden Sommer für eine reiche Ernte
In einem anderen Teil des Garten wurden Gemüse, wie z.B. Bohnen, Tomaten,
Salat, Gurken, Möhren, Erbsen, Kartoffel, Rhabarber und sogar Erdbeeren
angebaut. Nur an beiden Seiten des Gartentores durften kleine, zart rosa-
farbene Röschen emporranken.
 
"Mein" geliebter Rosengarten
 
 
Dass mein Traum von einem Dornröschen Rosengarten einmal wahr werden
sollte, war für mich eigentlich so gut wie ausgeschlossen. In Berlin absolut
unmöglich und später auf der Insel hatte ich zwar auch einen Garten, aber
der war eher tropisch angelegt - mit Kokospalmen, Hibiskus, echtem Jasmin,
Oleander und Bougainvillea.

 
Und so verschwand mein Traum auch irgendwie im Nirwana. Also völlig aus
meinem Gedächtnis. Er kam spätestens seit meiner Berliner-Zeit einfach nicht
mehr vor, dieser Traum. Und als ich auf der Insel lebte und annahm den Rest
meines Lebens dort in trauter Zweisamkeit zu verbringen, schon gar nicht mehr.
Der Traum von einem "eigenen" Rosengarten war für mich ausgeträumt.

 
Erst vor etwa fünfzehn Jahren, also im "hohen" Alter von achtundfünfzig Jahren,
sollte sich mein Traum erfüllen. Wer hätte das gedacht ?!
Seither lebe ich wieder einen Traum, "meinen" Traum von einem Rosengarten.
Ja, man kann tatsächlich sein Leben träumen oder seinen Traum leben.

 
Allerdings hat es sich in meinem Leben einfach so ergeben, ohne mein direktes
Zutun, in Form von Pläne schmieden oder darauf hinarbeiten.

 
Ich kann mich noch an die vielen Sommer während meine Berufstätigkeit
erinnern, als mein Freund und ich mit den Fahrrädern an einer Schrebergarten-Anlage vorbeifuhren und ich jedes Mal dachte, wie schön es sein müsste,
so einen kleinen Garten bepflanzen und pflegen zu können.

 
Niemals, wirklich nie hatte ich auch nur einen Moment angenommen, dass ich
schon ein paar Jahre später, einen noch viel größeren Garten bepflanzen und
pflegen würde. Das große Glück inmitten eines Gartens, umgeben von einem
Wald in einer wundervollen Naturlandschaft, leben zu dürfen, war damals
einfach nicht vorstellbar.
 
Träume können wahr werden, wenn man das Leben einfach nimmt,
wie es kommt - ohne Pläne und ohne Ziel.
 
Pläne können durchkreuzt und Ziele nicht erreicht werden.
Was in beiden Fällen folgt  - ist Enttäuschung oder Ärger über sich selbst.
Lebt man aber jeden Tag, Tag für Tag und nimmt das Leben so an,
wie es sich ergibt,
dann sind freudige Überraschungen zu jeder Zeit möglich.
Nur wer zu viel erwartet, kann bitter enttäuscht werden
und wer alles will, ohne etwas aufzugeben, kann alles verlieren,
denn alles im Leben hat seinen Preis.
 
~*~
 
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Dienstag, 18. Juni 2019

Kleine Gartengäste

  und edle Gartenrosen im Bild - ohne viele Worte.

 Leonardo da Vinci Rose
 

 Ein Bienchen in den Deutzieblüten
 

 Ein Grashüpfer auf einem Blatt
 
 
 Schneewittchen Rose
 


Eine Blattlaus
 
 

Märchenzauber Rose nach einem Regenschauer
 
 
Lilienhähnchen
 
 
Marie Curie Rose im Halbschatten
 

Spinne in verblühter Cinderella Rose
 
~*~
 
Gartenglück und Sommersonnentage zum Genießen.
 
Weil sie so schön ist, die Marie Curie Rose hier noch einmal :o).
 
Diese Farben leuchten in der Sonne - wunderschön !
 
~*~
 
Seelenruhe, Heiterkeit und Zufriedenheit
sind die Grundlage allen Glück,
aller Gesundheit und des langen Lebens.
 
Christoph Wilhelm Hufeland
 
~*~
 
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Donnerstag, 13. Juni 2019

Der Frieden der Stille

 Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke an den Frieden der Stille.
 


So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,
sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,
und höre andere an,
auch wenn sie langweilig und unwissend sind,
denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.
Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.
 
 
Vergleichst du dich mit anderen,
kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wieder wird es Menschen geben,
die bedeutender oder schwächer sind als du. 
 
 
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,
wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

 
Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügereien.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
 

 
Viele streben nach Idealen,
und Helden gibt es überall im Leben.
Sei du selbst.
Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,
denn trotz aller Öde und Enttäuschungen verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.
 

 
 Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,
und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.
Stärke die Kräfte deines Geistes,
um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.
Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit,
 

 
Bei aller angemessenen Disziplin,
sei freundlich zu dir selbst.
Genau wie die Bäume und die Sterne,
so bist auch du ein Kind des Universums.
Du hast ein Recht auf deine Existenz.
 

 Und ob du es verstehst oder nicht,
entfaltet sich die Welt so wie sie soll.
Bleibe also in Frieden mit Gott,
was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen
in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien -
bewahre den Frieden deiner Seele.
Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen,
ist es dennoch eine schöne Welt.
 
 
 
Sei frohgemut.
Strebe danach glücklich zu sein.
 
"Desiderata" ist ein Prosagedicht von Max Ehrmann.
Es wurde 1927 veröffentlich.
 
~*~
 
Weise Worte, bei denen es sich lohnt innezuhalten und
sich gerade in dieser chaotischen Welt und Zeit, immer wieder
der wesentliche Dinge im Leben zu besinnen.
 
Ich wünsche allen, denen es momentan nicht so gut geht,
insbesondere meiner lieben Freundin Andrea in Berlin,
weiterhin viel Kraft und Durchhaltevermögen.
Alles wird gut !
 
~*~
 
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Montag, 10. Juni 2019

Ein Sonnenbad

 am Morgen des Pfingstsonntag haben sich die beiden Knuddels noch gegönnt,
bevor es sich am Nachmittag wieder eintrübte und dicke, fette, fette, dunkel-
graue, Regenwolken die Sonne verdeckten. So viel zum vorhergesagten
sonnigen Pfingstwochenende, welches unsere Wetterexperten mit ihren
Satellitenbildern- und Wetter-Radar-Ausrüstungen, prognostiziert haben.
Alles für die Katz. Das Wetter macht eben was es will.
Nachdem das mit dem schönen Pfingstsonntagwetter in die Hose ging, soll es
nun auch am Pfingstmontag wieder so richtig krachen.
 
 
Im Osten des Landes soll es wieder bis 34° heiß werden und der Westen
bei kühlen Temperaturen im Regen versinken - oder wie der Wetter-Experte
es ausdrückte: in der Schafskälte verharren.
 
 
Den zwei Knuddels ist das ziemlich egal, sie haben das bisschen Sonne und die
Wärme genossen. Tinka zieht dagegen das kühle Innere des Hauses vor.
 In ihrem Alter verträgt sie die Sonne nicht mehr so gut und schläft außerdem
sehr viel.
Auch wenn das Wetter zu wünschen übrig ließ, habe ich die Zeit genutzt und
ein paar Stunden im Garten gewühlt, neue Stauden gepflanzt und mit der
Unterstützung unseres Professors wurde danach die japanische Maienkirsche
ein wenig zurückgeschnitten sowie einige stark gewachsenen Hecken in Form
geschnitten. Dank des vielen Regens wächst und gedeiht alles ganz prächtig.
 
 
Eben noch draußen in der Sonne - und nun schon wieder innerhäusig.
Auch Paulinchen scheint sich über das wechselhafte Wetter zu wundern.
Sie sind bei schönem Wetter so gerne an der frischen Luft -richtige
Luftsprünge machen sie, wenn sie raus dürfen.




Nun harren sie wieder im Haus aus, bis die Sonne hoffentlich bald wieder
hinter der grauen Wolkendecke hervorkommt und wir, so lange es trocken
bleibt, gegen Mittag mit unserem Professor, zu einem Spaziergang aufbrechen.
 
Bis jetzt ist es eigentlich angenehm kühl, auch nachts schläft es sich bei
diesen Temperaturen besonders gut - so lange kein Gewitter über uns tobt.
Puh, das war wirklich heftig !
 
Schaun wir mal, was uns der Tag bringt.
Auf jeden Fall bringt er uns zum Tee einen leckeren Erdbeerkuchen -
selbstverständlich mit Sahne !
 
FREUDE !
 
 
~*~
 
PS: Ich habe meinen gestrigen Filmabend bei einem Gläschen Rotwein
wieder sehr genossen. So schön und so romantisch !
Zum Dahinschmelzen.
Gibt es solche tollen Männer wie diesen Denys heute überhaupt noch ?
Und was für ein Leben diese beiden Menschen führen durften !
Aufregender und abenteuerlicher als von 8:00 bis 17:00 in einem Büro zu
sitzen oder in einer Fabrik zu arbeiten ist es auf jeden Fall - oder ?
Und doch hat alles seinen Preis - und der ist oft sehr hoch.
Wer alles wagt, muss auch alles ertragen können.
Das kenne ich aus eigener Erfahrung.
Und doch lohnt es sich und macht außerdem stark.
Ich würde es immer wieder genau so machen.
Andere träumen ihr Leben, ich lebte meinen Traum und
bereue absolut nichts.
Alleine die Erinnerungen sind unbezahlbar.
 
~*~
 
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Samstag, 8. Juni 2019

Mal rauf, mal runter

man könnte auch sagen, es ist sehr abwechslungsreich,
das Wetter. Die Temperaturen gehen mal rauf - extrem rauf und dann
wieder runter - extrem runter.
Nach 30° Grad in den ersten Juni-Sommertagen, folgten auch prompt
die ersten Unwetter, mit allem was dazu gehört. Gewitter und extrem
starker Regen mit Hagel und Sturm.
 
 
Sie taten so gut, die ersten warmen,schönen Sommertage - nicht die heißen!
Der Garten ist erblüht.
Rosen, Fingerhüte, Clematis, Rittersporn, Deutzie, Jasmin und viele andere
bringen nun Farbe in das Grün.

 
Hier blühen Leonardo da Vinci Rosen zusammen mit gefülltem Rittersporn.

 
Hier blüht die Pink Flower Circus Rose und

 
die Fingerhüte sind überall im Garten zu finden. Sie lieben helle Waldlichtungen
und säen sich durch ihre Samen selbst aus. Ich mag diese aufrechten
Königinnen des Waldes sehr. Es gibt sie in verschiedenen Rosa- und Pink-Tönen,
aber auch in schlichtem Weiß. 
 
 
Zusammen mit Rosen sind sie eine wahre Augenweide und ziehen alle Blicke
auf sich.

 
Jetzt ist die Zeit der Rosenblüte, auf die ich mich jedes Jahr freue.

 
Leider spielt das Wetter mal wieder total verrückt. Denn nach den ersten heißen
Sommertagen und den nacheinander folgenden Unwettertagen, gab es mal
wieder einen extremen Temperatursturz. Und dazu einen mächtigen Sturm.
Das angekündigte schwere Gewitter ist - Gott sei Dank - ausgeblieben, aber
es fegte die ganze Nacht ein heftiger Sturm ums Haus, der auch tagsüber nicht
abflaute. Ein Aufenthalt im Garten ist ob der sich im Sturm biegenden Bäume
nicht unbedingt angesagt - also bleiben wir im Haus, drehen die Heizung auf !!!
und trinken heißen Tee, statt einer erfrischenden Apfelschorle im Garten.
Sommer-extrem-eben mal wieder.

 
Eigentlich war ein sonniges Pfingstwochenende vorhergesagt, aber die
Meteorologen liegen in den letzten Jahren ziemlich oft daneben.
Von deren gestriger Ankündigung eines schweren Gewitters, war hier
nichts zu spüren - außer eben diesem starken Sturm - und so haben
sie im Laufe des Tages die Warnstufe immer weiter zurückgesetzt.
Zuerst noch auf ein starkes Gewitter und später war "nur" noch von
Sturmböen die Rede und jetzt sind es nur noch starke Windböen.
Nun ja, sei's drum. Ich bin froh und dankbar, dass wir von einem
weiteren Unwetter verschont blieben und hoffe, dass sie auch
in Zukunft einen großen Bogen um uns machen.
 
Dennoch fühlt es sich heute an wie Herbst. Es ist kalt und immer noch recht
stürmisch. Mit Heizung und heißem Tee lässt es sich im Haus jedoch ganz gut
aushalten - auch wenn ich mich jetzt viel lieber auf der Terrasse inmitten all
meiner blühenden Schönheiten aufhalten würde.
Aber was nicht ist, kann ja hoffentlich noch werden. Der Sommer fängt ja
gerade erst an.
 
Heute Morgen habe ich zufällig gesehen, dass morgen Abend, also am
Sonntag, einer meiner Lieblingsfilme auf 3sat gezeigt wird - um 20:15 Uhr.
Ach, was sag' ich, es ist mein absoluter Lieblingsfilm mit ganz großartigen
Schauspielern: Meryl Streep und Robert Redford in:
 
"Jenseits von Afrika".
 
Immer wenn ich diesen Film sehe - und ich habe ihn schon - ich weiß gar nicht
wie oft gesehen, werden irgendwie Erinnerungen an mein Leben auf der Insel
geweckt. Gewisse Parallelen entdecke ich immer wieder - auch wenn der Film
zu einer früheren Zeit und in einem anderen Land spielt. Es ist das Leben der
Personen, wie das der Karen (Tanja) Blixen und das des Großwildjägers Denys,
welche so unglaublich faszinierend sind.
Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit.
Tanja Blixen war Dänin und lebte von 1885 bis 1962. Siebzehn Jahre
davon verbrachte sie in Afrika.
 
Hach, ich freue mich wieder auf diesen Film !
 
Und gerade, jetzt in diesem Moment reißt der Himmel auf.
Der dicke, graue Vorgang lüftet sich und juhu - zum Vorschein
kommt die Sonne an Bruchstücken eines blauen Himmels!
Wer sagt's denn - geht doch !
 
FREUDE, FREUDE, FREUDE !
 
~*~
 
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Donnerstag, 6. Juni 2019

Unruhige Nächte

Das sind die Schattenseiten des Sommers, die mir so gar nicht gefallen.
Diese Unwetter, diese ungewöhnliche Hitze, die uns der Juni gleich zu Beginn
bescherte, bereiten mir immer wieder großes Unbehagen. Jedes Mal, wenn
die Meteorologen vor schwerem Gewitter mit Starkregen, Orkanböen oder gar
Tornados und großen Hagelkörnern warnen, bange ich diesem Unwetter mit
Sorge entgegen. Das werde ich mir wohl nach den schlechten Erfahrungen
mit den Hurrikans in der Karibik, nicht mehr abgewöhnen können.

 
So sehr ich mich jedes Jahr auf den Sommer und seine Wärme, die Sonne
und den blauen Himmel mit weißen Wattewölkchen und die Rosenblüten-
Pracht freue, so sehr fürchte ich die Unwetter, die von Jahr zu Jahr extremer
zu werden scheinen.
Puh, das macht mir wirklich zu schaffen, weil bei diesen Unwettern an Schlaf
überhaupt nicht zu denken ist. Alle zehn Minuten schaue ich auf dem Laptop
nach, wo sich die Gewitterfront befindet, um live zu verfolgen, ob sie in unsere
Richtung zieht. Ist das der Fall, ist eine unruhige Nacht vorprogrammiert.
Und immer wieder hoffe ich, dass es bitte nicht so schlimm wird.


Aber nicht nur ich bin ein Schisser, auch die Knuddels sind bei Gewitter,
besonders wenn es so laut kracht, völlig verschreckt und zittern am ganzen
Körper. In der vergangenen Nacht haben wir vier eng aneinander gekuschelt
auf der Couch verharrt und auf ein Ende der endlosen Blitzerei und des
unaufhörlichen Donnergrollens - nebst allen Begleiterscheinungen - gehofft,
während unser Professor(*siehe unten) in seinem Zimmer seelenruhig dem
nächtlichen Schlaf frönte.
 
 

Schließlich sind wir vier vor lauter Übermüdung irgendwann gegen 4:00
morgens eingeschlafen. Laptop und Handy immer griffbereit, falls das
Unwetter sich noch einmal bemerkbar machen würde.
 

 
Der Garten hat das alles recht gut überstanden, trotz einiger heftiger Windböen
und sehr starkem Regen. Das ist immer wieder meine größte Sorgen, dass
Bäume umknicken oder die Vögelchen in Gefahr sind.
 
 
Jetzt scheint die Sonne wieder, der Himmel ist wieder blau und vorerst
scheinen keine weiteren Gewitter mehr im Anmarsch zu sein.
Die Luft ist frisch und klar - und ich von Herzen dankbar.
Aufatmen und tief durchatmen.


Und so harren wir der Dinge, die der Sommer noch für uns bereithält.

 
 Hoffen wir auf einen heiteren Sommer mit schönem, angenehmem Wetter
und gemäßigten Temperaturen, und dass die Unwetter, wenn sie denn sein
müssen, einen riesengroßen Bogen bis weit hinaus aufs Meer um uns herum
machen.
 
 
 
Soll Feld und Garten wohl gedeihn,
dann braucht's im Juni Sonnenschein,
besagt eine alte Bauernregeln.
 
Mein Reden !
Ich füge jedoch hinzu:
Ab und zu ein mäßiger Landregen,
ist immer auch ein großer Segen.
 
Ich freue mich auf einen schönen, heiteren Sommer mit
viel Sonnenschein, blauem Himmel und heiteren
Gartenmußestunden.
 
Nun ist die Welt nach der nächtlichen Unruhe und der bangen Stunden
wieder in Ordnung, jedenfalls meine kleine Welt.
Also noch einmal:
Aufatmen und tief durchatmen.
Ich Schisser, ich !
 
In diesem Sinne, frohe Pfingstfeiertage !
 
~*~
 
(*) der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass es sich bei unserem Freund,
dem Professor, um keinen "echten" Professor handelt, sondern "nur" um
einen "zerstreuten" Professor.
 
Heute 7.Juni !, ist wieder ein Tag, an dem der deutsche Wetterdienst
von 16:00 Uhr bis Mitternacht vor:
 
kräftigen Gewitter warnt begleitet von schweren Sturmböen bis 100 km/h,
vereinzelt auch orkanartigen Böen um 110 km/h.
Lokal sind auch Orkanböen um 120 km/h nicht ausgeschlossen.
Zudem ist Starkregen um 15 mm in kurzer Zeit
sowie auch größerer Hagel 2 bis 3 cm möglich.
 
Och neeee, nicht schon wieder !!!
😲
~*~
 
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