Mittwoch, 10. Juni 2026

Alt und alleine

und zudem vielleicht geistig nicht mehr auf der Höhe, ist wohl das schlimmste Schicksal,
welches einem alten Menschen widerfahren kann. Obwohl dieser Mensch das selbst wohl
nicht mehr wahrnimmt. Umso wichtiger und dringender ist es, dass Angehörige das recht-
zeitig erkennen.


Ich selbst habe einen solchen Fall bei einer ehemaligen Nachbarin erlebt. Sie lebte eine
Etage tiefer. Das muss jetzt über dreißig Jahre her sein und ist mir immer in Erinnerung
geblieben. Da ich zu der Zeit noch berufstätig war, bin ich der alten Dame nur selten be-
gegnet. Sie lebte zurückgezogen, nickte zum Gruß nur freundlich. An einem Gespräch
schien sie nicht interessiert zu sein, also grüßte ich freundlich zurück und beließ es dabei.

Eines Tages, es muss ein Samstag gewesen sein, weil ich morgens einkaufen wollte, kam
sie zwar angezogen aus ihrer Wohnung, aber einen Rock über ihren Unterrock anzuziehen,
hatte sie wohl vergessen. Sie wollte also im Unterrock zum Einkaufen. Als ich sie vorsich-
tig daraufhin ansprach, war ihr das sichtlich peinlich. „Du meine Güte“, sagte sie, „wie
konnte mir das denn passieren!“ Noch dachte ich mir nichts dabei. Als sie nur ein paar
Wochen später mit einem Kopfkissen in den Händen im Hausflur stand und das Kissen vor
der Türe der Nachbarn ablegte, wurde ich stutzig, wagte es allerdings nicht, sie daraufhin
anzusprechen. Stattdessen grüßte ich nur freundlich. Erst als sie eines Tages, als ich an ihrer
Tür vorbeikam, und sie mir eine Strickjacke mit den Worten „Schauen Sie mal“ das haben
die mir geklaut“, vor die Augen hielt, blieb ich stehen. Sie deutete auf eine bestimmte
Stelle an der Strickjacke. Ich verstand nicht, was sie meinte. „Was haben die geklaut?“,
fragte ich. „Na, die  Stickerei“, antwortete sie erstaunt. In dem Moment wurde mir klar,
dass die alte Dame nicht mehr alleine für sich sorgen konnte. Nachdem ich den Vermieter,
der ebenfalls in diesem Haus lebte, auf den Vorfall aufmerksam machte, beschloss er,
einen Krankenwagen zu rufen. Kinder hatte die alte Dame nicht. Sie war völlig auf sich
allein gestellt. Und genau das ist das Tragische im Leben eines alten Menschen, wenn er
niemanden hat, der in einer solchen Situation für ihn da ist. Später erfuhr ich vom Ver-
mieter, dass man sie in einer psychiatrischen Klinik untergebracht hat.

Wie viele alte Menschen mögen sich in einer ähnlichen Situation befinden? Früher kann-
ten die Nachbarn sich untereinander. Heutzutage lebt jeder für sich und oft anonym. Das
führt bei vielen alten Menschen häufig zur völligen Einsamkeit. Eigentlich kein Thema für
einen Blog, aber es ist ein gesellschaftliches Problem, dem viel zu wenig Beachtung ge-
schenkt wird. Ich rede und schreibe nicht gerne über Krankheiten, obwohl sie ja zum Leben dazugehören. In diesem Land scheinen die alten Menschen eher zu einem Kostenfaktor zu
werden, insbesondere durch Pflegebedürftigkeit und Krankheiten, die im Alter nun mal
nicht ausbleiben. All das ist lange bekannt – auch der demografische Faktor. Es spricht
nicht für ein Land, wenn es sich nicht genug um die Alten kümmert, die oft jahrzehntelang
ihren Beitrag zum Wohlstand dieses Landes geleistet haben. Andererseits enorme Summe
für Menschen ausgegeben werden, die nie in eine der Sozialkassen eingezahlt haben,
jedoch bis zu ihrem Lebensende daraus profitieren. Das ist ziemlich ungerecht.



Daher ist es wichtig, so lange wie möglich »fit« zu bleiben, sowohl geistig als auch körper-
lich. Um sich geistig fitzuhalten, kann man einiges tun. Viele alte Menschen meinen, Kreuz-
worträtsellösen würde helfen. Das ist sicherlich auch der Fall. Viel wichtiger ist jedoch,
neugierig zu bleiben, sich für das Geschehen im Land und der Welt zu interessieren. Neues
hinzulernen. Sein Wissen zu erweitern. Sich für bestimmte Themen zu interessieren. Ein
neues Hobby zuzulegen. Sprachen lernen. Besonders tiefgründiges Denken hält das Gehirn
fit. Gerade weil tiefgründiges Denken anstrengend ist, hält es die kleinen, grauen Gehirn-
zellen auf Trab. Es gibt so viele Möglichkeiten, mit denen man sich geistig beschäftigen
kann, und das bereitet zusätzlich auch noch Freude. Trotzdem ist wohl niemand vor
gewissen Alterserscheinungen, wie Demenz, Alzheimer oder kognitive Störungen gefeit.

Wichtig sind zudem Bewegung und  richtige Ernährung. Gesund sind Vollkornprodukte,
Haferflocken, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Bananen, Nüsse, Beeren. Diese Lebensmittel ver-
sorgen das Gehirn mit B-Vitaminen, Flavonoiden sowie Eiweiß und können sogar das Alz-
heimer-Risiko reduzieren. Viel trinken ist ebenso wichtig für die Gehirnzellen, damit sie
nicht schrumpfen und die Neuronen richtig funktionieren. Tun sie das nicht, kann das
Gehirn nicht mehr richtig denken. Zudem kann ein Flüssigkeitsmangel zu Kopfschmerzen
führen.


Ich muss gerade schmunzeln, weil ich an die eine oder andere Gesprächsrunde mit einer
ehemaligen Kollegin denken muss. In deren Verwandten- und Bekanntenkreis durften bei
einem Treffen alter oder älterer Menschen, z.B. bei einem Kaffeekränzchen, weder Krank-
heiten noch Enkelkinder thematisiert werden. Einfach aus dem Grund, weil alte Menschen
genau über diese Themen zu gerne plaudern. Die meisten Omas und Opas sind ganz beson-
ders stolz auf die geliebten Enkelkinder. Sie reden zu gerne über sie. Ich kann da nicht mit-
reden – habe keine – dem Himmel sei Dank! Ich würde angesichts der unsicheren Zukunfts-
aussichten, vor Sorge nicht einmal in Ruhe sterben können ;o))

Was für ein Thema heute! Wahrscheinlich ist es des Peacemakers merkwürdiges Verhalten,
seine Ausfälle und Wutausbrüche, seine Tanzeinlagen auf Bühnen bei diversen Veranstalt-
ungen oder seine sonstigen Firlefänzchen und irren Aussagen, die mich veranlasst haben,
das Alter mal wieder zu thematisieren. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.
Außerdem wird gerade ausführlich über eine Reform der Pflegeversicherung und die hohen
Kosten diskutiert, die für pflegebedürftige alte Menschen aufgebracht werden müssen. Die
sollen im nächsten Jahr auf bis über 7 Milliarden Euro steigen. Daher wird auch darüber
diskutiert, ob pflegenden Angehörigen die Rente gekürzt werden soll, indem weniger Bei-
träge für sie in die Rentenkasse eingezahlt werden. Diese Beiträge werden bisher von der
Pflegekasse übernommen. Immer wieder haben sie es auf Menschen abgesehen, die eh
nicht viel haben. Auf die Idee, nicht endlos Steuergelder in aller Welt zu verteilen und
Menschen aus aller Herrenländer ins Land zu lassen, kommen sie erst gar nicht. Sie sparen
zuerst bei denen, die Leistungen für dieses Land erbringen. Wer will denn noch Angehörige
pflegen, wenn er dafür mit einer Rentenkürzung bestraft wird? Ach, man könnte wieder.....
Übrigens: Die Ausgaben für Renten stiegen 2025 auf 301 Milliarden Euro!

Aber ich lasse mir weder meine heitere Stimmung verderben noch beabsichtige ich,
meinen Sinn für Humor aufzugeben, den man sich bis ins hohe Alter unbedingt bewahren
sollte. So wie Katharine Hepburn:

Je älter man wird,
desto mehr ähnelt die Geburtstagstorte einem Fackelzug.
😄
Katharine Hepburn (*1907 ; † 2003)
war eine US-amerikanische Schauspielerin
Sie wurde immerhin 96 Jahre alt.

Mit Humor und Heiterkeit lässt sich alles wesentlich besser ertragen.
Also: Immer heiter weiter auf der Lebensleiter!

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Montag, 8. Juni 2026

Es ist kalt im Wald

 Die Stimmen werden laut, die fragen: Wo ist denn der Sommer geblieben? Ich denke,
die Frage ist berechtigt. Nach der einen kurzen Hitzewelle vor einer Woche, hat die
Sonne sich rar gemacht und den Garten bei dem kühlen Regenwetter in einen dicht
bewachsenen Urwald verwandelt. Es ist unglaublich, wie sehr alles wächst und wie
frisch alles aussieht. Es ist schon lange her, seit ich den Garten im Juni in einem so
frischen Grün erleben durfte. Außerdem hält alles, was jetzt blüht, wesentlich länger.
Das, was in den vergangenen Jahren durch Hitze verbrannt oder vertrocknet war, ist
jetzt eine Augenweide. Auch wenn einige Rosen sich immer noch zieren, ihre Knospen
zu öffnen, weil die Sonne fehlt. Dem Bauernjasmin scheint das wurscht zu sein, denn
der blüht jetzt mit den Deutziensträuchern um die Wette. Beide haben sich zu wahren
Hinguckern gemausert.


Inzwischen stehen die Sonnenschirme alle bereit, wurden allerdings bisher nur während
der Hitzewelle genutzt. Ansonsten fanden sie bisher wenig Verwendung. Wenn man be-
denkt, dass selbst die erste Woche im Juni schon rum ist, und es schnellen Schrittes auf
den Juli zugeht, bleiben eigentlich als Sommermonate nur noch der Juli und der August.
Dieses Jahr fällt nicht nur wettermäßig aus der Reihe. Offen gesagt, ist mir dieses Wetter
jedenfalls lieber, als die extreme Hitze.


Auch der Krieg des großartigen, alten Mr. Peacemaker bestimmt noch immer die Schlagzeilen
diverser Newspaper. Ein Ende ist auch hier nicht in Sicht. Der alte Mann hat sich wahrlich ein
ziemlich großes Problem aufgeladen. Genau wie der brutale, kleine, alte Zar, dessen »dreitägige Spezialoperation« bereits ins fünfte Jahr geht. Wie diese beiden alten Männer da wieder raus-
kommen wollen, ohne als Versager und Verlierer dazustehen, ist mir ein Rätsel. Die gesamte
Welt muss unter so viel Dummheit leiden. 


Mir steht zwar kein Urteil über Unternehmen zu, die zum kleinen, alten Zaren und zu dessen
Wirtschaftsforum ins Zarenland gereist sind. Dennoch zeigt es einmal mehr, dass Geld und
 Geschäfte mit einem Kriegsverbrecher, so manchen Unternehmen eben doch wichtiger sind.
Wozu dann noch Sanktionen? Dieser alte Zar will keinen Frieden und wenn, dann nur zu seinen Bedingungen. Eine Niederlage wäre das Schlimmste, was ihm passieren könnte. Er würde wahr-
scheinlich eher noch weiter eskalieren, sprich seine Angriffe auf baltische Staaten ausweiten,
bevor er kleinbeigibt. Daran wird auch Schröder nichts ändern können, der ihn wohl getroffen
hat. Und während deutsche Unternehmen zu des kleinen, alten Zaren Wirtschaftsforum strömen,
rebellieren die Wirtschaftsführer des Zarenlandes gegen den kleinen, alten Zaren. Angeblich
sind vierzig Oligarchen nach geübter Kritik an ihrem Kriegsherren, irgendwie ums Leben ge-
kommen. Vielleicht hatten sie auch nur vergessen, die Fenster zu schließen.

Und der großartige Peacemaker muss wohl feststellen, dass diejenigen, die er stolz als seine
Freunde bezeichnet oder zumindest er sich selbst als deren Freunde, in Wirklichkeit mehr oder
weniger auf Kriegsfuß mit ihm stehen. Auch wenn er behauptet, das Gegenteil sei der Fall, und
 er sich mit allen gut verstehe. Intellektuell reicht er jedoch weder an seinen alten Buddy, den
kleinen, alten Zaren heran, noch an den großen Führer im Reich der Mitte. Zudem wütet der
alte Peacemaker auf seinem Social-Account über alle Sänger, die zum 250. Jubiläum ihre Auf-
tritte abgesagt haben. Auch als bekannt wurde, dass er ein Spiel der Fußball-WM im Madison
Square Garden besuchen will, haben Fans bereits angekündigt, ihn mit »Buh-Rufen« zu ver-
treiben. Das muss ziemlich niederschmetternd für ihn sein. Niemand mag diesen alten Mann
und inzwischen auch seine Familie nicht, weil die durch ihn angeblich gewinnbringende Ge-
schäfte machen.
Richard Gere bezeichnete ihn gar als einen alten, fetten Typen. Robert De Niro findet noch dras-
tischere Bezeichnungen für den großartigen Mr. Peacemaker. Zudem wird er im Netz dermaßen
verspottet, dass er einem schon fast wieder leidtun kann. Aber auch nur fast ;o))).

Um Taiwan herum könnte sich bald ebenfalls ein Brennpunkt entwickeln, bei dem sich zeigen
wird, inwieweit sich das Land auf den großartigen Peacemaker verlassen kann.

Die Welt ist definitiv nicht mehr das, was sie einmal war. Alles verändert sich beinahe täg-
lich auf drastische Weise, sodass es schon eine Überraschung wäre, wenn es nicht kracht.

Wenn man nicht am Ball bleibt, kann man recht schnell den Überblick verlieren.
Es ist wahrlich eine äußerst gefährliche Zeit, in der wir gerade leben.

~*~*~*~

Seit der Mensch den Faustkeil erfunden hat,
balanciert er auf des Messers Schneide,
zwischen einer gloriosen Zukunft
und dem Sturz in die Hölle

Konrad Lorenz (* 1903 ; † 1989)
war ein österreichischer Zoologe, Medizin-Nobelpreisträger

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Samstag, 6. Juni 2026

Das Leben ist hier und jetzt

Und dennoch verschieben sehr viele Menschen ihr Leben auf später.
Später, wenn sie mal Zeit haben. Später, wenn die richtige Zeit gekommen ist.
Später, wenn dies, und später, wenn das …..


Die richtige Zeit ist jetzt. Man kann das Leben nicht auf später verschieben. Später könnte zu spät
sein. Ist es nicht sinnvoller, heute glücklich und zufrieden zu sein? Wer weiß schon, was  später
sein wird? Gerade in diesen unsicheren Zeiten, zählt nur das Heute. Verschieben kann man Dinge,
die nicht sofort sein müssen, bei denen es keine Rolle spielt, ob ich etwa das Fenster heute oder
morgen putze. Aber alles, was Freude bereitet, was guttut, was ein wenig glücklich macht, sollte
man nicht auf später verschieben, sondern sich hier und jetzt bewusst Zeit dafür nehmen. Auch
sollte man sich einen lange gehegten Wunsch erfüllen oder einen Traum, sofern das im Rahmen
der eigenen Möglichkeiten liegt. Genauso wenig Sinn ergibt es, Pläne für einen späteren Zeitpunkt
zu schmieden, weil bis dahin alles Mögliche passieren kann, das einen Strich durch diese Pläne
machen könnte.


Es muss in meiner Natur liegen, in meiner Wesensart, dass ich eine recht bejahende Lebens-
einstellung habe. Meine ganz eigene, tief verwurzelte Art, zu denken, zu fühlen und die Dinge
um mich herum und in der Welt wahrzunehmen. Dass ich eine tiefe Daseinsfreude empfinde
und daher eben auch auf meine ganz eigene Art und Weise handele sowie auf Menschen und
das Geschehen um mich herum und in der Welt, reagiere. Das macht wohl die Persönlichkeit
und den Charakter eines jeden Menschen aus. Nicht nur jetzt im Alter, hier auf dem Land und
im Garten nehme ich alles ganz bewusst und intensiv wahr, sondern in meinem gesamten bis-
herigen Leben. Egal, wo ich gerade war. Auf der Insel, noch dazu in der Karibik, die wie das
Paradies auf Erden erscheint, war das ganz besonders intensiv der Fall. Jeden Tag auf dieser
traumhaft schönen Insel in dieser vielfältigen, üppigen Vegetation aufzuwachen, diese endlose
Weite des Meeres und des Himmels vor der Türe zu haben, ob bei Tag oder Nacht, ist ein solch
großes Glück und ein solch wunderbares Geschenk, dass es mir manchmal immer noch wie ein
Traum erscheint. Ein Traum, der Realität wurde und für immer unvergesslich bleiben wird.


Wie viele Menschen aber sehen den Himmel nicht, die Wolken, wie sie an der Sonne vor-
beiziehen. Oder in der Nacht den Mond und die unendliche Anzahl der Sterne, die Planeten.
Sie nehmen diese Schönheit der Natur nicht wahr, sondern widmen ihre kostbare Lebenszeit
eher dem Vergnügen, den Medien und anderen Plattformen, mit denen sie sich vom Leben
ablenken. Dass sie selbst im Urlaub auf ihre Smartphones starren, während ihre kostbare
Lebenszeit unaufhörlich verrinnt, ist ihnen nicht einmal bewusst. Egal, wo sie sind, sie foto-
grafieren ihr Leben mit dem Handy, um anschließend fremden Menschen zu zeigen, wo sie
überall waren, was sie alles besitzen, was sie essen und trinken, was sie unternehmen, wie
sie sich kleiden. Kurz, was für ein tolles Leben sie führen. Ja, sie führen vielleicht ein tolles
Leben nach außen, spielen ihre Rolle fast perfekt, aber sie leben ihr Leben nicht. Sie nennen
es leben und merken dabei nicht, dass sie es nur für andere tun, um zu beeindrucken. Sie tun
es für Anerkennung und Bestätigung, für »Likes« und machen somit auch ihre Zufriedenheit
davon abhängig.
Bleiben Anerkennung und Bestätigung aus, werden die Likes und Kommentare weniger,
kann sich das negativ auf die Stimmung auswirken. Die ständige, ja tägliche Erwartung auf
positive Reaktionen, auf Anerkennung und Bestätigung können süchtig machen, ja sogar
krank. Sie bemühen sich um Aufmerksamkeit, indem sie anderen ebenfalls ihre Anerkenn-
ung  erweisen. Würden sie das nicht tun, bleiben Anerkennung und Bestätigung auf ihren
eigenen Social-Media-Accounts aus. Ob dieses Hin-und-Her-Anerkennen und Bestätigen,
allerdings zu einem glücklichen, zufriedenen und erfüllten Leben beiträgt, mag bezweifelt
werden. Zumal es sich ja meistens um Banalitäten und Oberflächlichkeiten handelt, und
sie im Grunde mit vollkommen fremden Menschen kommunizieren. Wie es in ihrem
Inneren tatsächlich aussieht, werden sie der Welt wohl kaum offenbaren.


Es ist wahrscheinlich mehr ein Zeitvertreib, als tatsächliches Interesse an anderen Menschen.
Vor einigen Jahren habe ich zeitweise sogar gerne in anderen Blogs kommentiert, aber diese
Zeit ist längst vorbei, zumal wirklich interessante Blogs immer seltener werden. Mich persön-
lich interessiert es wirklich nicht, was Menschen, die ich nicht einmal persönlich kenne,
essen und trinken, was sie alles unternehmen, wo sie überall waren, wie sie sich kleiden,
was sie kochen usw. Daher erwarte ich das umgekehrt erst gar nicht, da ich eh nur für mich
selbst schreibe. Umso mehr überrascht mich die hohe Anzahl der täglichen Besucher. Aber
vielleicht haben sich diese Besucher auch nur hierher verirrt und lesen mein Geschreibsel
gar nicht. 
Gerne würde ich in anderen Blogs etwas Inspirierendes oder etwas, das zum Nachdenken
anregt, lesen. Fündig geworden bin ich allerdings bisher nicht. Schade eigentlich, aber viel-
leicht ändert sich das ja irgendwann einmal. Allenfalls einige spezifische Blogs zu fach-
lichen Themen, wie Philosophie, Geschichte, Astronomie, KI, Garten usw. sind lesenswert
und natürlich »meine« täglichen, ausgesuchten Online-Zeitungen. Die sind sogar ein Muss! 


Der Kontakt über Social Media ist trotzdem gerade für ältere Menschen oder solche, die sonst
keine anderen sozialen Kontakte haben, sich einsam fühlen oder nicht alleine sein können und
gerne viel Zeit am Computer oder online verbringen, eine gute Sache. Zudem ist es von Vorteil,
digital up to date zu bleiben und sich mit dem PC-technischen Fortschritt vertraut zu machen.
Denn der entwickelt sich in rasantem Tempo weiter. Außerdem ist die Beschäftigung mit neuen Herausforderungen gut für die kleinen, alternden, grauen Gehirnzellen.

~😉~

»Ich besitze noch einige Gehirnzellen,
mehr als dass ich sie zählen könnte.
Sollten es einmal zu wenige werden,
dann kann ich sie auch nicht mehr zählen«.

Albert Einstein  (* 1879 ; † 1955)
war ein theoretischer Physiker

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Mittwoch, 3. Juni 2026

Rainy Days Are Here Again

 
Endlich, endlich wieder Regen und noch dazu relativ stark und wenig Gewitter. Einige kurze,
zuckende Blitze und ein wenig Donnergrollen in der Ferne. Hach, schön. Habe gleich Tee
gekocht und mir ein letztes Schnittchen vom  favorisierten Mandarinensahnekuchen gegönnt
und dem Schauspiel von meinem OmaOhrensessel aus zugesehen. Das habe ich schon seit
meiner Kindheit gerne getan - am Fenster gestanden und den Regentropfen zugeschaut, wie
sie an den Fensterscheiben in Zickzackkurven runterliefen. So manch kleine Episode vergisst
man selbst bis ins hohe Alter nicht.


Es soll auch an den kommenden Tagen immer wieder Regenschauer geben. Ich habe absolut
nichts dagegen. Es gibt zwar einige Bauern, die um ihre Erdbeerernte fürchten, weil durch
starken Regen die Erdbeerfelder unter Wasser stehen. Andere Bauern sind froh über den Regen.
Die letzten Erdbeeren, die der Professor von seinem Einkauf mitbrachte, waren noch gar nicht
richtig reif. Sie wurden wahrscheinlich – aus Angst vor dem Regen – zu früh geerntet. Auch
nicht gut. Das stelle ich übrigens immer wieder fest. Das meiste angebotene Obst, egal, woher
es kommt, ist entweder noch unreif oder überreif. Gute Qualität ist eher selten geworden. Auch
auffällig sind die zunehmenden Rückrufe von Lebensmitteln wegen schädlicher Inhaltsstoffe
oder irgendwelcher Inhalte, wie Plastikteile oder sonstiger Unrat, der nicht da reingehören. 


Überhaupt werde ich den Eindruck nicht los, dass in diesem Land alles immer mehr nach-
lässt - alles in allen Richtungen und vielerlei Hinsicht. Besonders schlimm sind die Sozial-
kassen, also Rentenkassen, Pensionskassen, Pflege- und Krankenkassen. Das Arbeitsamt
weist ein Defizit von acht Milliarden Euro auf. Die Pflegeversicherung erwartet ein Defizit
von über vier Milliarden Euro. Daher soll Oma, falls sie die Pflege in einem Pflegeheim in
Anspruch nehmen muss, ihr Kleinhäuschen verkaufen, um damit die Unterbringung in
einem Pflegeheim zu finanzieren. Geht's eigentlich noch?
Sie wissen weder ein noch aus. Tja, wenn man alle Probleme zu lange vor sich her schleifen
lässt, überrollen sie diejenigen, die das bisher aus wahltechnischen Gründen nicht rechtzeitig
in Angriff genommen haben. Die derzeit Verantwortlichen sind jetzt nicht mehr in der Lage,
den Laden wieder in den Griff zu bekommen. Leiden müssen mal wieder die Bürger, denen
immer tiefer in die Tasche gegriffen wird, und zudem sollen sie auch noch länger arbeiten.
Während es sich die dafür Verantwortlichen, wie im Fall der allmächtigen Herrscherin Merkel,
mit einer dicken Pension von 15.000 Euro im Monat, in aller Ruhe bis an ihr Lebensende gut
gut leben lässt. Bürger, die jahrzehntelang hart gearbeitet und ihren Beitrag zum Wohlstand
dieses Landes geleistet haben, dürfen heute leere Pfandflaschen sammeln, weil die Rente
nicht reicht. Und das in einem ach so »reichen Land«!


Auffällig ist, dass immer mehr Deutsche das Land verlassen, weil sie hier keine Zukunft
mehr sehen. 2024 sind 270.000 Deutsche ausgewandert und für 2025 wird gar eine
steigende Anzahl prognostiziert. Die Rede ist von 288.000. Man kann es jungen und hoch-
qualifizierten Menschen sowie Facharbeitern nicht verübeln, wenn sie anderswo nach
besseren Lebensbedingungen suchen. Dramatisch wird die Lage, wenn in den komm-
enden Jahren die Boomer in Rente gehen und die Wirtschaft weiter stagniert oder gar
einbricht. Hinzukommt, dass immer mehr Menschen wenig motiviert sind, noch zu ar-
beiten, wenn sie »nur« 400 Euro mehr auf dem Konto haben als diejenigen, die bei
gleichem Familienstand Bürgergeld beziehen und zudem nicht fürchten müssen, die
Miete nicht mehr bezahlen zu können, weil die vom Amt übernommen wird.


Noch tragischer wird es in ferner Zukunft. Denn die Frage wird sein, wer soll den über-
haupt noch Steuern, Sozialbeiträge und Abgaben zahlen, wenn die heutige Generation,
insbesondere die der vielen »Neubürger«, die keinen Schulabschluss mehr haben, die
Schule früher verlassen, kaum die deutsche Sprache beherrschen und die Mehrzahl so-
mit keinen Beruf mehr ausüben muss, weil deren Lebensunterhalt bis ans Lebensende
komplett vom Amt finanziert wird.
Ich frage mich wirklich, woher die finanziellen Mittel kommen sollen, wenn kaum noch
jemand einzahlt, jedoch immer mehr ausgezahlt werden muss. Und das alles bei der
kriselnden Wirtschaftslage, die sich so schnell nicht wieder erholen wird, zumal auch
immer mehr Menschen erwerbslos werden und Facharbeiter fehlen. Mit Zuwanderung
von qualifizierten Menschen ist kaum zu rechnen, da anderswo wesentlich bessere Vor-
aussetzungen winken. Man denke nur an den Wohnungsmangel im Land, die kaputte In-
frastruktur, aber eben insbesondere an die hohen Steuern und Abgaben. Wer tut sich das
freiwillig an, wenn obendrein die Kriminalität in diesem Land ständig zunimmt.
Und diejenigen, die eines Tages erben und ein sorgenfreies Leben führen können, haben
immerhin die Wahl, entweder zu bleiben oder das Land zu verlassen. Daher hat diese
Regierung sich inzwischen eine Wegzugssteuer einfallen lassen, die fällig wird, wenn
jemand seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt und Deutschland dadurch das Besteuerungs-
recht an stillen Reserven verliert. Unglaublich, oder? Freiheit – ade!
Alles in allem bleibt es bei keinen guten Aussichten.

Meine Generation hat wirklich noch großes Glück gehabt, die guten Zeiten in diesem
Land erleben zu dürfen. Es war genau die Zeit nach dem II Weltkrieg bis jetzt.

~*~*~*~

Das Eigenartige an Sozialisten ist doch,
dass sie ihre Lehren aus der Vergangenheit ziehen,
in der Gegenwart versagen
und für die Zukunft goldene Berge versprechen.

Franz-Josef Strauß (* 1915 ; † 1988)
war ein deutscher Politiker 

~*~*~
Ein Haiku
Wolken brechen auf,
Durst der Gräser wird gestillt,
Moos duftet im Wald.

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Sonntag, 31. Mai 2026

Rosenträume

 fotografiert im hinteren, kühleren Teil des Gartens, vor dem dann doch nicht eingetroffenen
Unwetter. Das schwere Gewitter ist tatsächlich oberhalb und unterhalb an uns vorbeigezogen.
So auch das schwere Gewitter, das für heute am frühen Morgen angekündigt wurde. Außer
einem fernen Donnergrollen und drei bis fünfeinhalb Regentropfen blieb es still. Was für ein
Glück! Denn weiter ostwärts muss es ziemlich heftig ausgefallen sein und einigen Schaden
angerichtet haben. Ich danke dem Himmel jedes Mal, wenn wir verschont wurden, auch wenn
ich mich über längeren, kräftigen Regen gefreut hätte. Der ist allerdings erst für  Dienstag
zusammen mit weiteren Gewittern angekündigt. Die Temperaturen sind wieder auf ein erträg-
liches Maß zurückgegangen – also zum tief Durchatmen und Fenster weit aufreißen.

Und hier sind nun meine geliebten Rosenkinder:


Jetzt sind immer mehr mutig genug, sich aus ihren Knospen hervorzuwagen. Vorher war es
vielen noch zu heiß, doch jetzt können sie der Sonne nicht länger widerstehen.

Hach, ich liebe sie so sehr und kann mich gar nicht an ihnen sattsehen. Sie sind wirklich die
Königinnen unter den Blumen – auch wenn ich die kleinen Blümchen, wie die Schneeglöck-
chen, die Maiglöckchen, die winzigen Waldveilchen, Vergissmeinnicht und die Gänseblüm-
chen und was sich sonst noch so an kleinen Wesen im Garten aufhält, genauso liebe. Sie alle
bereiten viel Freude und bereichern jeden neuen Tag. Manchmal kann ich das Glück, in
diesem kleinen Paradies leben zu dürfen, gar nicht fassen. Nicht eine Minute hätte ich nach
meiner Rückkehr von »meiner« geliebten Insel mit nur einem Koffer im Traum daran gedacht,
jemals wieder in einem eigenen Garten leben zu dürfen. Solche Gedanken waren so weit weg
wie die Venus von der Erde. Auch wenn ich eigentlich immer von einem Garten geträumt habe,
so war die Aussicht darauf, gleich null. Schließlich ging es nach meiner Rückkehr um einen
kompletten Neuanfang, bei  dem die Erfüllung eines solchen Traums absolut utopisch gewesen
wäre. Das Schicksal hatte jedoch anderes mit mir vor, und hat es zudem auch noch gut mit mir
gemeint. Wie könnte man ein solches Glück, welches ja keineswegs selbstverständlich ist, nicht
wertschätzen und dafür Dankbarkeit sowie Demut empfinden?

Dennoch denke ich, vielleicht ist es auch die innere Stimme, die uns unbewusst in die
Richtung der Erfüllung unserer Träume führt – wenn man geduldig ist und warten kann.

~*~*~*~

„Die Möglichkeit, dass ein Traum in Erfüllung geht,
ist, was das Leben interessant macht.“

Paulo Coelho (* 1947)
ist ein brasilianischer Schriftsteller und Bestsellerautor.

~*~
 
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Freitag, 29. Mai 2026

Urlaubsfaulenzwetter

Was für ein Wetter! Hochsommer pur und so plötzlich!
Unglaublich, denn ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass die Temperaturen
so plötzlich, so drastisch steigen. Selbst hier im Wald konnten wir an einigen Tagen
knapp über 30° messen. Das ist wirklich erstaunlich, denn der Sommer beginnt ja
erst in drei Wochen.


Und so haben wir uns nur im Garten aufgehalten und einen auf superfaul gemacht.
Auch für die Knuddels war die plötzliche Hitze eine drastische Umstellung. Schnell die
Lilly noch getrimmt, damit es ihr nicht zu heiß wird und sie sich wohler fühlt. Seit
ihrer Operation hat sie wohl eine Hormonumstellung durchlaufen, denn hat ganz schön
an Gewicht zugelegt. Das ist bei der plötzlichen Hitze eine zusätzliche Belastung.


Micky kennt dieses extrem heiße Wetter noch nicht, da er kurz vor dem Winter das Licht
der Welt erblickt hat und das jetzt sein erstes Frühjahr bzw. der erste Sommer ist. Im Juni
wird er schon sechs Monate. Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Jetzt ist er wohl im
»Teenageralter« und so führt er sich auch auf. Er weiß, was er will und wehe, er bekommt
es nicht gleich ;o)). Die Hitze ist ihm aber wohl doch zu extrem. Er hält sich über-
wiegend im Schatten auf und streckt sich der Länge nach entweder auf der Auflage oder
gleich auf dem kühlen Terrassenboden aus. Gegen kurze Fußbäder in kühlem Wasser
hatte er nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es hat ihm gefallen.


Lilly hält sich derzeit mehr im Haus auf. Da ist es im Vergleich zu draußen noch relativ
kühl. Mindestens 6–7 Grad weniger und gut auszuhalten.

Jetzt vertrocknen auch so nach und nach alle Blüten der Rhododendren und Azaleen.
Auch die ersten Rosen und die Blüten der Kletterhortensien sind bereits vertrocknet.
Die Vergissmeinnicht und Maiglöckchen sind derweil verblüht. Das kühlere, feuchte
Wetter ist dem Garten wesentlich besser bekommen, als die plötzliche Hitze. Selbst
die Vögelchen ziehen den Schatten vor. Nur die Amsel sitzt manchmal mitten auf der
Wiese in der grellen Sonne und nimmt ein Sonnenbad.

Wie nicht anders zu erwarten stehen uns nun schwere Gewitter bevor. Eine Vorabwar-
nung des Deutschen Wetterdienstes traf bereits per E-Mail ein. Und es ist das volle Pro-
gramm angekündigt. Sturmböen, Starkregen und Hagel. Und damit ist nicht nur das
schöne Urlaubsfaulenzwetter vorbei, sondern auch die Freude darüber. Denn schwere
Gewitter, noch dazu mit Hagel von 3-4 cm und orkanartigen Böen bis zu 110 km/h,
sind so gar nicht mein Ding. Nur der Regen mit 30 l/qm ist willkommen, denn es ist
schon wieder sehr trocken.
Gerade jetzt blühen einige Rosen im hinteren Teil des Gartens noch so schön und die
Königinnen des Waldes: Die Fingerhüte stehen ebenfalls in voller Blüte. Und nun der
Starkregen und Hagel :o(((, das wird ihnen gar nicht guttun. Aber vielleicht haben wir
ja auch wieder Glück und das Unwetter zieht oberhalb oder unterhalb an uns vorbei.


~*~*~*~

Trotz Urlaub, traumhaftem Sommerwetter und Entspannung pur, sind da ja noch diese
beiden alten Kriegstreiber, die von Entspannung weit entfernt sind und es vorziehen,
Menschen töten zu lassen, ganze Länder zu zerstören und zu vernichten und sich dabei
die Finger selbst nicht schmutzig zu machen.

Aus dem Zarenland war zu lesen, dass die Paranoia des kleinen, alten Mannes ausufert
und er jetzt eine Flugverbotszone über Moskau verhängen will. Sein Lügenbaron meint
gar, Europa bereite einen Angriff auf das Zarenland vor. Von der Armee ist zu hören, dass
immer mehr Krüppel und alte Männer an die Front geschickt werden, weil sich keine
Männer mehr freiwillig melden. Wen würde das wundern!
Dem kleinen, alten Zaren steht mittlerweile das Wasser bis zum Hals, daher schlägt er aus
Verzweiflung immer wilder um sich. Zudem nimmt der Unmut in der Bevölkerung zu,
weil der Krieg inzwischen Moskau erreicht hat, was zusätzlichen Druck auf ihn ausübt.
 Bei diesem alten, aggressiven Mann ist zu befürchten, dass er zum Äußersten greift,
wenn er zu sehr in die Enge getrieben wird. Bleibt zu hoffen, dass der große Führer im
Reich der Mitte ihn davon abhalten kann. Jedenfalls ist der kleine, alte Zar wesentlich ge-
fährlicher als der alte Peacemaker, der immer wieder Muffensausen hat. So, wie jetzt im
Fall Taiwan. Seitdem der große Führer ihm gedroht hat, will er keine Waffen mehr an
Taiwan liefern. Dafür droht er jetzt sogar dem Oman. Mit Drohungen und Erpressungen
ist er schnell dabei und wenn es darauf ankommt, bekommt er kalte Füße. Man könnte
es auch platt formulieren: Große Klappe, nix dahinter!
Anders als der kleine, alte Zar, der tatsächlich machen kann, was er will - jedenfalls
noch, weil alle Angst vor ihm haben, kann der alte Peacemaker das nicht, weil die
US-Bürger ihm auf die Pelle rücken würden. Zudem sind ihm kritische Medienberichte
ein Dorn im Auge. So war zu lesen, dass er seinen Mitarbeitern einen Maulkorb ver-
passen will, damit nichts nach draußen durchgestochen werden kann. Sein Gesundheits-
check dagegen sei einfach perfekt. Na bitte, er ist topfit, auch wenn andere das Gegen-
teil behaupten und gar versuchen, ihn seines Amtes zu entheben, weil er gesundheitlich
dazu nicht in der Lage sei.
Das wäre natürlich die allergrößte Schmach für ihn. Gerade für einen selbstverliebten
Narzissten, könnte es nichts Schlimmeres geben, als vor der gesamten Welt dermaßen
gedemütigt zu werden. Er, der nach außen arrogant, selbstverliebt und überlegen wirkt,
ist innerlich eigentlich sehr fragil. Meist leiden solche Menschen unter einem verletz-
lichen Selbstwertgefühl. Solche Menschen streben oft nach Macht, weil es für sie fast
immer eine unbewusste Kompensation für einen tief sitzenden Minderwertigkeitskom-
plex ist. Dieses arrogante Gebaren, diese Überheblichkeit, dient ihnen nur zum Schutz.
Das gilt auch für den kleinen, alten Zaren.

Jetzt suchen die beiden Kriegstreiber nach einem Ausweg. Und das wird gar nicht so ein
fach werden, denn der Iran spielt auf Zeit, so wie sie das vom kleinen, alten Zaren im
Umgang mit dem Peacemaker bei Verhandlungen gelernt haben. Und der kleine Zar sucht
nach passenden Gesprächspartnern in der EU, die es aus Neutralitätsgründen nicht gibt.

Und er großartige Mr. Peacemaker, kann sich nicht leisten, mit einem schlechteren Deal
aus den Verhandlungen herauszugehen, als dem von Obama mit dem Iran ausgehandelten.
Ein Verlierer ist er dennoch auf ganzer Linie. Genauso wie der  kleine, alte Zar, der ob der
Gewissheit, seinen Angriffskrieg kaum noch gewinnen zu können, in einen Wutausbruch
nach dem anderen verfällt und nur noch wild um sich schlägt.
So war gerade zu lesen, dass er den Vormarsch der »Kampfgruppe West« beschleunigt
und somit das Baltikum ins Visier gerät.

Tja, wenn alte Männer sich überschätzen und nichts Gescheites mit ihrem Leben anfangen
können, gerät der gesamte Weltfrieden in Gefahr.

~*~*~*~

Der Weltfrieden ist keine Frage der Möglichkeit,
sondern der Notwendigkeit. Es ist nicht das Ziel,
sondern der normale Zustand der menschlichen Zivilisation.
Wir dürfen nicht denken, dass wir diesen Zustand erreicht haben,
solange wir noch von den Grausamkeiten der Kriege belastet sind.
Die Höherentwicklung der Welt muss auf dem Weltfrieden basieren.

Bertha von Suttner Bertha von Suttner (* 1843 ; † 1914)
war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin.
Sie wurde 1905 als erste Frau mit dem seit 1901
vergebenen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Red Roses for blue Ladies

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Samstag, 23. Mai 2026

Der Ursprung allen Lebens

Es heißt, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Also muss die
Frage: Wer schuf eigentlich Gott, erlaubt sein – oder? Nur, wer gibt mir eine
Antwort darauf? Die Frage ist tatsächlich unlogisch. Denn wenn Gott der Ur-
sprung allen Lebens ist, kann er selbst ja nicht erschaffen worden sein. Hätte er
einen Schöpfer gehabt, müsste dieser Schöpfer der wirkliche Gott sein.


Niemand kann also Gott erschaffen haben, da Gott als höchstes Wesen keinen Anfang
und kein Ende hat, sondern aus sich selbst heraus existiert. Alles Leben, so wie wir
es kennen, alles, was existiert, hat einen Anfang und eine Ursache. Gott könnte also
so etwas, wie die erste Ursache sein. Das ist ziemlich schwer vorstellbar, da für
unseren Verstand schwer vorstellbar ist, dass etwas einfach da war, ohne einen Anfang,
ohne eine Ursache. Dass etwas aus dem Nichts heraus plötzlich existieren und keinen
Anfang gehabt haben soll, scheint unmöglich zu sein. Für uns hat alles im Leben
einen Anfang und beruht auf einer Ursache.

Da Gott ewig ist, kann er keinen Anfang haben und auch nicht erschaffen worden sein.
Nur Dinge, die eine Ursache oder einen Schöpfer haben, können überhaupt einen An-
fang in der Zeit besitzen. Gott jedoch existiert außerhalb der Zeit. Er benötigt also
keine Ursache und keinen Anfang, weil er ewig ist. Die Zeit ist Gott, es gibt also kein
vorher oder nachher, weil das für ein ewiges Wesen keinen Sinn ergäbe. In unserer
Wahrnehmung hat alles eine Ursache und eine Wirkung. Diese Kausalität kann aller-
dings nicht endlos rückwärts verlaufen. Was also war die erste verursachte Ursache?
Viele Philosophen nennen diese erste Ursache »Gott«, weil er außerhalb von Zeit und
Raum steht und selbst keine Ursache braucht. Da er außerhalb der Zeit existiert, gibt
es kein Davor und Danach.


Über Gott hinaus kann es nichts Größeres geben. Daher wird er auch als der »unbewegte
Beweger« bezeichnet, der alles in Gang bringt, selbst aber unbewegt ist. Alles, was sich
bewegt, wird von etwas anderem bewegt. Wir nennen das Ursache und Wirkung. Alles,
so wie wir es kennen, hat einen Anfang und ein Ende - irgendwie - irgendwann.
Nur Gott ist ewig.

Es gibt allerdings auch Philosophen, die das anders sehen. Kant etwa geht davon aus, dass
unsere Vernunft nur innerhalb von Zeit und Raum funktioniert. Gott jedoch soll außerhalb
dieser Grenzen existieren. Die Zeit ist erst mit dem Urknall entstanden. Zudem ist die Exis-
tenz Gottes weder zu beweisen noch zu widerlegen. Andere, moderne Philosophen ersetzen
Gott durch die Gesetze der Natur. Sie sehen im Urknall, der durch reine Energie im Kosmos
ausgelöst wurde, die Entstehung von Zeit und Raum. Zeitgleich mit dem Urknall sind vor
13,8 Milliarden Jahren Materie und Antimaterie entstanden. Kaum vorstellbar, dass durch
eine winzige Asymmetrie im Naturgesetz, ein winziger Teil der Materie übrigblieb. Aus
diesem winzigen Bruchteil von Materie besteht die heutige sichtbare Welt. Der Rest der
Teilchen hat sich gegenseitig ausgelöscht.
Für diese Philosophen gibt es kein »Vor dem Urknall«. Sie argumentieren, dass es ohne
Zeit keine Ursache und keine Wirkung gibt. Ohne erkennbare Ursache seien aus dem
Nichts winzige Teilchen entstanden, die zum Urknall führten. Demnach wäre die Natur
selbst der »unverursachte Anfang«.


Für den Physiker Stephen Hawking, der die Existenz Gottes komplett ablehnte, ergab die
Frage »Wer Gott geschaffen hat« überhaupt keinen Sinn. Er ging davon aus, dass die
moderne Physik keinen Gott benötigt. Er argumentiert, dass es, um etwas zu schaffen,
Zeit braucht. Es muss ein Davor und ein Danach geben. So sei die Zeit erst nach dem
Urknall entstanden. Vor dem Urknall habe es keine Zeit gegeben. Das Universum habe
keinen göttlichen Anstoß gebraucht. Das Universum kann sich aufgrund von Naturge-
setzen spontan durch Quantenfluktuationen aus dem Nichts spontan selbst erschaffen.
Dafür wird keine Energie von außen benötigt. Auf die Frage, was Gott für ihn sei, sagte
er: »Wenn man möchte, kann man die unveränderlichen Naturgesetze selbst als »Gott«
definieren«.

Dennoch heißt es, das Universum sei durch einen unvorstellbar heißen, winzigen Punkt,
aus reiner, extrem dichter Energie, in einem Raum entstanden, der keineswegs leer ge-
wesen sein soll. Für mich ergibt sich daher die Frage: Woher stammt der winzige Punkt
aus reiner Energie? Das scheint auch für die Wissenschaft immer noch ein Rätsel zu sein.
Die Energie war also der eigentliche Anfang des Universums. Nur woher kam diese
Energie vor dem Urknall? Wirklich aus dem Nichts? Eigentlich ist doch selbst das
»Nichts« »Etwas.«


Vielleicht dehnt sich das Universum eines fernen Tages so weit aus, dass es in sich zu-
sammenfällt und wieder zu einem winzigen, unendlich dichten Punkt aus Materie und
Energie zusammenschrumpft, erneut explodiert – und zu einem neuen Urknall führt.
Vielleicht wiederholt sich dieser Vorgang immer wieder und wieder – ohne Ende, bis
in alle Ewigkeit.
Ob dann immer wieder ein winziger Bruchteil Materie übrigbleibt, aus dem heraus
alles noch einmal entsteht, bleibt dann wohl dem Zufall überlassen. Dennoch muss es
irgendwann einmal einen Anfang und eine Ursache gegeben haben. Für mich ist es
absolut unwahrscheinlich, dass etwas aus »Nichts« entstehen kann. Also aus einer
völligen Abwesenheit von allem. Wie soll das funktionieren?
Außerdem frage ich mich, wie dieses Ungleichgewicht zwischen Materie und Anti-
materie überhaupt entstehen konnte. Denn eigentlich hätten sie sich gegenseitig
auslöschen müssen. Dann gäbe es uns nämlich gar nicht. Es gäbe keine Sterne, keine
Planeten, nichts.
Wir haben es also einem winzigen Teilchen Materie zu verdanken, dass wir heute
da sind, wo wir sind. Unfassbar – oder? Das ist wahrlich ein großes Wunder!


Mich fragt zwar keiner, aber würde man mich fragen, was Gott für mich ist, dann
würde ich antworten:
Gott ist in uns allen, in dir, in mir, in allen Wundern dieser Erde.


Es gibt aber auch Menschen, die vom Teufel besessen sind. Diese Menschen tun mir sehr
leid, denn sie haben sich für das Böse im Leben entschieden. Diesen Menschen  wird die
Hölle nicht erspart bleiben. Sie machen nicht nur anderen Menschen das Leben bewusst
schwer sondern damit auch sich selbst. Sie machen sich ihr eigenes Leben bereits zu
Lebzeiten zur Hölle. Sehr bedauernswerte Menschen! Mir kommen da auf Anhieb so
einige dieser Menschen in den Sinn.

~*~*~*~

Es führen viele Wege in die Hölle, aber keiner heraus.

Deutsches Sprichwort

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