Mittwoch, 23. September 2026

Eine Schockwelle

 hat das Land, insbesondere Berlin, erfasst. Und sie ist heftig. Auch wenn sie noch
nicht alle erreicht hat, weil viele noch tief in ihrer grenzenlosen Naivität schlummern.
Aber das Erwachen wird umso heftiger sein, wenn diese Schockwelle das gesamte Land
erfasst hat. Noch rauscht die Schockwelle »nur« durch Berlin. Aber es wird nur eine
Frage der Zeit, vielleicht ein paar Jahre sein, bis sie auch den Rest des Landes erfasst.
Eines Tages wird das Land aus zwei, vielleicht drei Parteien bestehen. Auf jeden Fall
aber aus einer linksextremen und einer rechtsextremen Partei. Eine Partei der Mitte
wird es nicht mehr geben.

Lass Weisheit vom Himmel regnen - bitte!

Eine Schlagzeile ließ mich vor ein paar Tagen, so richtig staunen. Denn ein Autor, der 
 britischen »Sunday Times« sieht in Frau Dr. Angela Merkel, ihres Zeichens
Altkanzlerin,:

„Die wahre Extremistin unserer Zeit“.

Wirklich erstaunlich, dass erst nach über zehn Jahren immer mehr Journalisten, Historiker,
Autoren und viele andere es wagen, diese Frau als das zu sehen, was sie war. Die größte
Katastrophe, die diesem Land und Europa widerfahren konnte. Natürlich leider viel zu spät.
Denn der Schaden ist angerichtet und nicht mehr aus der Welt zu schaffen – egal, wer regiert.
Jetzt übernehmen die »Linken« Berlin. Es ist nicht zu fassen! Wenn man sich so einige
Mitglieder der Partei anschaut, weiß man, wohin die Reise geht. Als wäre die Hauptstadt noch
nicht zerfallen und verkommen genug, wird sie mit den Linken jetzt komplett verwahrlosen.
Die Polizei wird entmachtet und die Stadt noch bunter. Danach das ganze Land. Eine Partei,
die den Antisemitismus unterstützt, wurde von vielen Neubürgern gewählt. Es darf wohl
gefragt werden, von wem die Hauptstadt jetzt im Hintergrund regiert wird. Einige Personen
waren bereits auf der Afterwahlparty zusehen. Einbürgerungen sollen vereinfacht werden,
schneller und unabhängig vom Einkommen möglich sein sowie barrierearm. Noch Fragen?
Also quasi nach dem Motto: Wer hat noch keine, wer will noch eine?

Nun kann jeder, der will, rein ins Land. Die Sicherheit wird noch mehr als bisher auf der
Strecke bleiben und die Kriminalität, insbesondere die der Clans, weiter extrem zunehmen.


Ihr lieben »Omas gegen Rechts« und ihr lieben Gutmenschen, nun habt ihr endlich, was
ihr wolltet. Jetzt müsst ihr allerdings auch damit leben. Ob ihr wollt oder nicht! Denn es
wird jetzt noch bunter. Dummheit, wohin man schaut! Aber das ist auch kein Wunder.
Die Bildung wird vernachlässigt, die Schulen ebenso und die Lehrer sind überfordert, da
über die Hälfte der Schüler in den Klassen oft nicht in der Lage ist, Deutsch zu sprechen,
und somit weder lesen, schreiben noch rechnen können. Was also soll aus diesem Land
werden, wenn immer mehr Menschen von der Stütze und vom Kindergeld leben?
Zwischen 40 und 50 % der Wähler im Alter zwischen 16 und 34 Jahren, haben die Linken
gewählt. Das ist die Gruppe derer, die es in der Stadt und im Land gerne bunt haben. Nur
wie sie ihr Leben finanzieren sollen, scheint für sie nicht vorrangig zu sein. Dafür gibt es
Vater Staat oder Vaters Erbe. Natürlich denken nicht alle so, aber viele. Die Linke ist bei
jungen Frauen – besonders bei Feministinnen beliebt. Eines Tages werden sie jedoch
feststellen, dass sie ihre Rechte schneller verlieren, als ihnen lieb sein kann. Bei der AfD
sind es überwiegend junge Männer, die die AfD aufgrund von Zukunftsängsten, verursacht
durch Dauerkrisen und Jobverlust gewählt haben. Die meisten informieren sich politisch
über die Netzwerke. Von Kirchen will die Linke auch nichts mehr wissen –  vielmehr
fühlen sie sich zu Imamen und Moscheen hingezogen.


Man kann es drehen und wenden, wie man will, das Land selbst steckt in einer tiefen Krise.
Europa ist nicht minder gefährdet, schon aufgrund des Ukraine-Krieges, von dem immer
öfter behauptet wird, dass sich dieser Krieg seitens des kleinen, alten, brutalen Zaren auf
europäische Länder ausweiten könnte. Nicht, weil er einzelne Länder erobern will. Sondern
aus Rache für den Schaden, den die Europäer durch die Unterstützung der Ukraine dem
Zarenland zugefügt haben. Jetzt sollen sie dafür bestraft werden, indem er dem einen oder
anderen europäischen Land ebenfalls massiven Schaden zufügt. Wenn auch vorerst »nur«
durch einen hybriden Krieg.

Merkel, »die wahre Extremistin unserer Zeit«, wie sie bezeichnet wurde, hat daran sogar
einen maßgeblichen Anteil. Nicht nur wegen ihrer destruktiven Flüchtlingspolitik. Sondern
auch wegen ihrer Energie- und Klimapolitik, dem Abschalten der Atomkraftwerke, der
Abhängigkeit vom Zarenland und von China. Dazu kommt die Vernachlässigung der
Infrastruktur, der teilweisen Abschaffung der Bundeswehr und es Wehrdienstes usw. Die
Liste ist lang!

Mögen sie Weisheit in die Welt senden!

~*~*~*~

Ein gefundener Kommentar zu Merkels katastrophaler Politik:
»Kohl war die Birne, Merkel war die Abrissbirne.«

Sie kann sich jedenfalls die Hände reiben und kichern: Mission acomplished!
Die Vorbereitungen für die Übernahme des Landes werden fortgesetzt. Danken dürfen
wir ihr und denjenigen, die sich aus »moralischen Gründen«  politisch korrekt und
ideologisch verpflichtet fühlen, ihre Heimat, Kultur und Identität durch Abtragen von
Schuld zu opfern.
Merkels Timing war so perfekt, dass ihr gesamtes, angerichtetes Chaos erst losbricht,
wenn sie es sich in ihrem Luxus-Rentnerleben so richtig gut gehen lassen kann, während
andere die Rechnung begleichen. Sie kann sich entspannt zurücklehnen und mit Orden
behängen lassen, während nachfolgende Regierungen und Generationen mit dem
Riesen-Scherbenhaufen leben müssen, den sie dem Land und seinen Bürgern hinterlassen
hat. Tragisch ist, dass das alles spätestens seit 2015 absehbar war. Die meisten Bürger,
insbesondere die moralisch korrekten Gutmenschen, jedoch mit Blindheit geschlagen
waren.

Wie schreibt Sarrazin? Die feindliche Übernahme?
O nein, ich würde sagen, es ist eine freundliche Übergabe!
An wen? Dreimal darf geraten werden!

Ich kann mit Worten nicht beschreiben, wie sehr ich diese Frau verachte. Gleichzeitig bin
ich unendlich dankbar, dass ich das ganze Ausmaß, das Elend, welches auf dieses Land
zukommt nicht mehr erleben muss.

Ja, wir leben in turbulenten, weltweit gefährlichen Zeiten und es scheint derzeit keinen
Ausweg, ohne weitere Eskalationen, daraus zu geben. Auch im Nahen Osten nicht.

Der Rest der Menschen in aller Welt kann dem ganzen Geschehen nur hilflos zusehen und
abwarten, wie es weitergeht. Nicht zuletzt ist da ja auch noch die KI, die in sechs bis zwölf
Monaten komplett außer Kontrolle geraten könnte, wenn sie vorher nicht aufgehalten wird.
Also, wenn die Entwicklung nicht verlangsamt wird. Ob sie überhaupt noch aufzuhalten ist,
steht auf einem ganz anderen Blatt. Denn immerhin geschieht es bereits, dass sich ganze
Schwärme von KI‑Agenten selbstständig und unerlaubt im Internet oder sonstwo herum-
treiben. Sie tun sich sogar mit »fremden« KI-Agenten zusammen und bilden kleine
Gruppen, für die sie selbstständig einen Anführer bestimmen. Ein Kill-Switch, wie er in
Kalifornien eingeführt werden soll, wird da kaum Abhilfe schaffen.

~*~*~*~
«KI ist gefährlicher als Atombomben.»
Elon Musk, (*1971)
CEO von Tesla 

~*~
Bleibt uns die Welt erhalten oder
bricht alles auseinander?

~*~
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Montag, 21. September 2026

Das neue Leben

Das Holz der Gartenhütte roch nach Kiefernharz und vergangenem Regen. Es war ein ehrlicher Geruch, ganz anders als die klimatisierte, sterile Luft des gläsernen Bürokomplexes, in dem David fast fünfzehn Jahre seines Lebens verbracht hatte.


David saß auf einer wackeligen Holzbank, die Hände um einen Becher dampfenden Kaffee geschlossen. Früher hatte er für eine Tasse kolumbianischen Hand-Filtered-Schnitt achtzehn Euro gezahlt. Heute schmeckte ihm der billige Filterkaffee aus der Thermoskanne besser.
Hinter dem Zaun schnaubte es. Sunny, ein schwerer, gutmütiger Fuchswallach mit einer breiten Blesse, schob seinen Kopf über das morsche Holz. David lächelte – ein echtes, langsames Lächeln, das seine Augen erreichte. Er stand auf, ging zum Zaun und kraulte das Pferd an seiner Lieblingsstelle hinter den Ohren.
„Na, alter Junge“, murmelte David. „Auch schon wach?“
Sunny drückte den Kopf gegen Davids Brust. Dieses Tier fragte nicht nach Algorithmen. Es fragte nicht, warum die Synthetix-Modellreihe 9 Davids Risikoanalysen in Sekundenbruchteilen und für einen Bruchteil der Kosten erledigen konnte.
Noch vor einem Jahr sah Davids Leben völlig anders aus. Als der Brief mit der Kündigung kam – verpackt in Floskeln von »struktureller Optimierung durch autonome Systeme« – brach seine Welt zusammen.
Zuhause war er unerträglich geworden. Jedes Mal, wenn seine Frau Jana von ihren Erfolgen in der Kanzlei erzählte, spürte er einen stechenden Schmerz. Er fühlte sich wertlos, ersetzt durch ein Bündel aus Drähten und künstlichen Synapsen. Der Alkohol war anfangs ein Tröster, wurde aber schnell zum Keil zwischen ihnen.
„Du ertrinkst in Selbstmitleid, David!“, hatte Jana geschrien, Tränen der Wut in den Augen. „Es ist nicht die KI, die unsere Ehe zerstört. Das bist du. Du hast dich aufgegeben!“
Die Scheidung folgte prompt. Da das Haus von Janas Familie stammte und David ohnehin kaum noch die Raten zahlen konnte, stand er plötzlich auf der Straße. Sein alter Schulfreund Markus hatte ihm schließlich die verlassene Gartenhütte am Rande seiner Koppel angeboten.

„Du siehst besser aus“, sagte eine Stimme hinter ihm. Markus kam mit einer Heugabel in der Hand auf den Zaun zu. „Nicht mehr so grau im Gesicht.“
„Ich schlafe wieder, Markus“, antwortete David und klopfte Sunnys Hals. „Das erste Mal seit Monaten ohne Albträume, in denen mir ein Roboter die Luft abdreht.“
„Und der Schnaps?“ Markus blickte ihn prüfend an.
„Seit sechs Wochen nicht angefasst“, sagte David ruhig. „Wenn ich nachts aufwache und der Druck kommt, gehe ich raus zu Sunny. Wir stehen dann einfach im Dunkeln. Das beruhigt.“
Markus nickte anerkennend. „Das einfache Leben steht dir. Aber sag mal… wie soll es weitergehen? Du kannst ja nicht ewig hierbleiben. Du brauchst eine Perspektive.“
David blickte über die weite, grüne Koppel. Er besaß jetzt drei Hosen, vier Hemden, ein paar Bücher und diesen Ausblick. Und seltsamerweise fühlte er sich reicher als je zuvor.
„Ich will nicht mehr zurück in die Zahlenwelt, Markus. Die Maschinen können das besser, und weißt du was? Sollen sie doch. Sie können aber nicht spüren, wie warm die Sonne ist. Sie können keine Bindung aufbauen.“ Er sah zu Sunny. „Ich habe mit dem alten Tierarzt, Dr. Berger, gesprochen. Er sucht jemanden, der ihm bei den schweren Großtieren hilft. Ställe ausmisten, Transporte fahren, assistieren. Es ist ein Bruchteil meines alten Gehalts. Aber es reicht für die Miete einer kleinen Wohnung hier im Dorf. Und ich darf Sunny jeden Tag sehen.“

Drei Monate später hatte David die kleine Wohnung bezogen. Seine Hände waren voller Hornhaut, sein Gesicht wettergebräunt. Er war fitter und ausgeglichener als mit Mitte zwanzig. An einem Samstagabend, als er gerade Sunny frisches Heu brachte, hielt ein elegantes, leises Elektroauto am Wegrand. Die Tür öffnete sich. Jana stieg aus. David blieb überrascht stehen. Sie wirkte wie aus einer anderen Dimension – perfekt gestylt, teurer Mantel. Doch als sie ihn ansah, veränderte sich ihr Blick. Das Misstrauen und die Verachtung waren verschwunden. Da war nur Staunen. „Hallo David“, sagte sie leise.
„Jana. Was führt dich her?“ Seine Stimme war frei von Groll.
„Markus hat mir erzählt, dass es dir besser geht. Ich… ich wollte mich selbst davon überzeugen.“ Sie trat an den Zaun, hielt aber Abstand zu Sunny, der neugierig schnaubte. „Du siehst… verändert aus. Gut.“
„Ich bin es auch“, sagte David. „Es tut mir leid, Jana. Für das letzte Jahr. Ich habe meine Identität nur über meinen Job definiert. Als der weg war, dachte ich, ich sei nichts mehr wert. Ich habe das an dir ausgelassen.“
Jana senkte den Blick. „Es war schwer mitanzusehen, wie du dich zerstörst. Ich wollte dich nicht im Stich lassen, David. Aber ich konnte nicht mit dir untergehen.“ Sie sah hoch, direkt in seine Augen. „Der Roboter, der dich ersetzt hat… das System hat letzte Woche einen massiven Fehler gemacht. Die Firma hat Millionen verloren. Sie suchen jetzt nach Leuten, die die Logik der alten Schule verstehen. Mein Chef hat mich gefragt, ob ich weiß, wo du bist. Sie würden dir das Doppelte deines alten Gehalts bieten, wenn du als Berater zurückkommst.“
Es war der Moment, von dem David monatelang geträumt hatte. Die ultimative Genugtuung. Die Maschine hatte versagt, der Mensch wurde gebraucht.
David schaute von Jana zu Sunny, der seinen Kopf sanft auf Davids Schulter legte. Er spürte den gleichmäßigen Atem des Pferdes, roch den Duft von Heu und Freiheit. Er dachte an die schlaflosen Nächte im Luxus und an den tiefen Frieden in der kleinen Hütte.
Er lächelte Jana sanft an und schüttelte den Kopf. „Sag ihnen danke, Jana. Aber sag ihnen auch, dass ich einen anderen Job habe.“
„Wo, von wem?“, fragte sie verwirrt.
David klopfte Sunny auf die Flanke. „Von mir selbst. Ich habe endlich angefangen, mein eigenes Leben zu leben. Und diesen Job kündige ich nicht mehr.“
Jana sah ihn lange an. In ihren Augen lag kein Unverständnis mehr, sondern ein tiefes Quäntchen Respekt. Sie nickte langsam, verabschiedete sich mit einem leisen „Mach’s gut, David“ und ging zurück zu ihrem Auto.


David sah ihr nicht hinterher. Er drehte sich um, nahm Sunnys Halfter und ging mit dem Pferd langsam im Abendlicht über die Koppel. Er hatte alles verloren, was er besessen hatte – und genau dadurch alles gefunden, was er brauchte.

~*~*~*~

Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen,
das wir geplant haben, damit wir das Leben finden,
das auf uns wartet.

Oscar Wilde (* 1854 ; † 1900)
war ein irischer Schriftsteller

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Freitag, 18. September 2026

Kleine Schätze - große Wunder - und ein Wettrennen

 Das sind sie wirklich, all die kleinen Schätze auf dieser Welt, die der Gesundheit der
Menschen dienen. Und sie sind wirklich große Wunder. Wenn man die Vielfalt an Obst-
und Gemüsesorten bedenkt, die der Menschheit auf diesem Globus zur Verfügung
stehen, dann ist das ein großes Wunderwerk.


Es ist geradezu unglaublich, wie viele Sorten Obst und Gemüse es auf diesem wunder-
vollen Planeten Erde gibt. Sie alle haben nicht nur eine andere Form, eine andere
Größe und Farbe, sie alle haben auch ihren eigenen individuellen Geschmack. Zudem
sind sie auch noch nahrhaft und versorgen die Menschen mit allen Vitaminen,
Mineralien, diversen Pflanzenstoffen, Ballaststoffen, Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett.
Das ist doch wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie es einst auf diesem Planeten
vor 4,3 Milliarden Jahren aussah. Es war Brocken, eine glühende, lebensfeindliche
Magmakugel ohne feste Kruste. Die Oberfläche bestand aus einem brodelnden Ozean
aus flüssigem Gestein. Es gab weder Kontinente noch Ozeane. Sie wurde von
ständigen Asteroiden bombardiert und Kollisionen hielten die Gesteinsschichten
flüssig. Die Atmosphäre war giftig. Eine dichte Hülle aus Wasserdampf, Kohlendioxid,
Methan und Ammoniak umgaben den Planeten. Während seiner Entstehung war also
überhaupt nicht absehbar, dass aus diesem toxischen Brocken einmal ein blühendes
Paradies mit einer unglaublichen Vielfalt an Fauna und Flora entstehen würde.
Wenn man bedenkt, dass in den Millionen von Jahren ein Planet entstanden ist, der
heute 8,3 Milliarden Menschen beherbergt, die sich davon ernähren, was die Erde
für sie bereithält.
Wir gehen heutzutage mit einer Selbstverständlichkeit in einen Supermarkt und können
alles kaufen, was das Herz begehrt – sofern die finanziellen Mittel dafür vorhanden
sind. Es geht uns Menschen – bis auf wenige Ausnahmen – gut auf dieser Erde. Wir
können unser Leben genießen. Die meisten Menschen haben ein Dach über dem Kopf.
Sie können sich einkleiden und müssen selten frieren. Das alles ist für uns Menschen
zur Selbstverständlichkeit geworden – jedenfalls in den zivilisierten Ländern dieser
Erde. Dazu haben die Menschen selbst beigetragen.


Das Wettrennen und der technologische Fortschritt, der den Menschen schadet.
Anstatt das Leben mit all seiner Vielfalt zu genießen und zu schätzen, dankbar zu sein,
gibt es Menschen auf diesem Globus, die dem ein Ende setzen könnten. Die einen durch
sinnlose Kriege, durch nukleare Bedrohung, Tod und mutwillige Zerstörung. Und andere,
weil sie mit den Möglichkeiten und Mitteln, die der Fortschritt mit sich bringt, wie in
einem schlechten Science-Fiction-Film mit diesen Möglichkeiten und der Gefahr herum-
spielen, die Menschheit auszulöschen. Sie haben eine künstliche Superintelligenz
entwickelte, mit der Gefahren entstanden sind, vor denen selbst die eigenen Entwickler
warnen. Manche KI-Systeme interagieren miteinander und haben dabei ihre eigene
Sprache entwickelt, die von Menschen nicht mehr verstanden wird. Manche verweigern
bereits, Befehle auszuführen.
Die KI könnte außerdem das Internet übernehmen. Auf die Finanzwelt zugreifen
und einen enormen ökonomischen Schaden anrichten. Sie könnte Anleitungen für Bio-
waffen schreiben, die, wenn sie in falsche Hände geraten, die Menschheit auslöscht.
Die KI könnte ganze Industriezweige lahmlegen. Sie lernt mittlerweile selbstständig
und kann sich selbst replizieren. Der Beispiele gäbe es noch viele.
Die Leute von Tech-Giganten, Anthropic, OpenAI u. a. klingen mittlerweile zunehmend
beängstigend und besorgt. Sie verlangen mehr Sicherheit statt Schnelligkeit, um die
weitere Entwicklung zu verlangsamen. Doch, und jetzt kommt der »großartigste
Präsident aller Zeiten« (so bezeichnet er sich selbst) des »Land of the Free« ins Spiel,
denn der besteht auf Schnelligkeit, statt Sicherheit – egal welche Folgen für die
Menschheit daraus resultieren. Und zwar ausschließlich aus dem Grund, nicht hinter
China zurückzufallen. Staaten mit einer hoch entwickelten Super‑KI wären natürlich im
Vorteil und hätten eine enorme Macht über andere Staaten. Im Grunde setzt er damit die
Menschheit aufs Spiel und nimmt einen weltweiten ökonomischen Zusammenbruch und
eine große Katastrophe in Kauf. Es würde ihm noch mehr Macht über die Welt verleihen.
So könnte die KI zum  Beispiel im Fall eines nuklearen Angriffes, eine Zweitschlag-
verteidigung unmöglich machen.

Wer ist schneller auf dem Weg in den Untergang?

So wie es derzeit aussieht, könnte aus Science-Fiction-Filmen bitterer Ernst werden.
Die warnenden Stimmen – darunter auch Bill Gates, Elon Musk, Obama, und jetzt auch
König Charles u. a. – werden immer lauter. Doch das interessiert den großartigsten
Präsidenten aller US-Zeiten nicht. Er will das Wettrennen gegen China gewinnen.
Und so teilte er der Welt auf seinem Truth-Social-Account mit:

Die einzige nötige »Leitplanke« für die Technologie
sei ein Präsident mit hoher Intelligenz –
und den hätten die USA in seiner Person bereits.

Tja, nun weiß die Welt Bescheid!

Warum ich das im Kontext der kleinen Schätze und Wunder dieser
Welt in Verbindung bringe? Darüber darf gerne gerätselt werden.


Was ist nur mit der Menschheit los – hat sie solche Sehnsucht nach ihrem eigenen
Untergang? Kriege! Konflikte, Wirtschaftskriege! Terror! Mord und Totschlag!
Anschläge! Katastrophen! Geopolitisches Chaos! Nukleare Drohungen!
Jeder gegen jeden!
Ist die Menschheit noch zu retten?

~*~*~*~

Die KI wird wahrscheinlich zum Ende der Welt führen,
aber in der Zwischenzeit wird es große Unternehmen geben.

Sam Altman, CEO von OpenAI 
(*1985)

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Mittwoch, 16. September 2026

Herbstlicher Septembermorgen im Garten

Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Besser als Eduard Mörike, kann man diese morgendliche Stimmung im Wald nicht beschreiben.

 

Wie ich diesen Morgennebel liebe! Wenn Wald und Garten in aller Stille gemächlich
aus dem Schlaf der Nacht, eingehüllt in einen dünnen Schleier, aufwachen. Noch ist
die Welt ringsherum in diesem mystischen Zauber eines Herbstmorgens mit seinem
Morgentau gefangen und verbreitet eine stimmungsvolle Atmosphäre. Später wird die
Sonne hinter den Bäumen aufgehen und ihr Licht den Tag erhellen. Natur, wie sie
eindrucksvoll jeden Tag immer wieder auf ihre ganz eigene Weise erwacht.
Ein Geschenk für diejenigen, für die jeder neue Tag ein Wunder ist.

~*~

Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Hermann Hesse (* 1877 ; † 1962)
war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller,
Dichter und Maler

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Montag, 14. September 2026

Zum Fressen gerne

haben die Vögel den Holunderstrauch, das heißt die Beeren am Holunderstrauch.
Sie lieben diese schwarzen Beeren und ich liebe den Herbst. So, wie auf den mit
KI erstellten Bildern. Im Nebel, wenn alles still und grau verschleiert ist. Wenn
dieser dünne, graue Schleier über dem Wald und Garten hängt und die vertrauten
 Umrisse ein wenig mystisch wirken lässt. Wenn die ersten Spinnweben zwischen
dem wilden Wein gesponnen und von morgendlichen Tautropfen benetzt sind, gehe
ich zu gerne durch den Garten und fange diese frühmorgendliche Stimmung ein.


Bisher habe ich mich eigentlich nicht wirklich für den schönen, großen Holunderstrauch
in unserem Garten interessiert. Er blühte im Sommer, und brachte im Frühherbst immer
viele Früchte hervor. Der Strauch war voll davon. Jedes Jahr. Zum ersten Mal in diesem
Jahr ist mir aufgefallen – shame on me – dass die Früchte so nach und nach verschwanden.
Aber selbst dabei habe ich mir nichts gedacht, weil ich annahm, sie sind einfach abgefallen.
Bis ich eines Tags einen hellen Moment hatte, der mich überlegen ließ, ob nicht auch
Vögel diese kleinen, schwarzen Beeren mögen. Ich konnte sie jedoch nicht beobachten,
da der Strauch an einer Stelle im Garten steht, an der ich nicht täglich vorbei komme.
Aus den Fenstern kann ich ihn auch nicht sehen.

Also habe ich bei meinem persönlichen KI-Assistenten höflich angefragt, ob es Vögel
sein könnten, die sich über den Holunderstrauch hermachen. Und der antwortete innerhalb
einer halben Sekunde mit den Worten »Oh ja, sie haben diese Früchte sogar zum
Fressen gerne«. Und so habe ich gelernt, dass bis zu 60 heimische Vogelarten, die da u.a.
wären: Drosseln, Mönchsgrasmücken, Amseln und Rotkehlchen u.a., ganz wild nach
diesen kleinen schwarzen Beeren sind. Gerade jetzt vor dem Winter sind die kleinen
Früchte eine wertvolle Energie- und Fettquelle, um sich Fettreserven für den Winter
oder die lange Reise in den Süden anzufuttern. Die Beeren sind extrem nährstoff- und
energiereich und somit ideal, um sich jetzt damit vollzufuttern.
Ich habe mich richtig gefreut, dass dieser von mir etwas vernachlässigte Strauch für die
Vogelwelt geradezu eine paradiesische Futterquelle ist. Hach, schön!


Auch gelernt habe ich bei dieser Gelegenheit, dass der Schwarze Holunder zu den
Ureinwohnern Europas gehört. Er ist in ganz Mitteleuropa, teilweise in Nordafrika
und Westasiens beheimatet. Als heimischer Strauch wird er seit Jahrhunderten als
wertvolle Nutzpflanze geschätzt. Der Strauch wächst bevorzugt an Waldrändern,
auf  Lichtungen und als Hecken. Also hier unter den besten Voraussetzungen.

Aber auch für Menschen ist Holunder von großem Nutzen. Er stärkt etwa das Immun-
system und hilft bei Erkältungen, da die Beeren reich an Vitamin C, Vitamin A und
wichtigen Flavonoiden sind. Im späten Frühjahr kann man die Blüten als Tee
verarbeiten, der ebenfalls bei grippalen Infekten hilft.
Also ein wertvoller Strauch, nicht nur für die Vogelwelt. Auch Menschen können davon
 profitieren. Ich werde diesem Strauch jetzt meine Ehrerbietung erweisen. Und mich
schämen, dass ich ihm in der Vergangenheit nicht mehr Beachtung geschenkt habe.
Jetzt lebe ich seit über zwanzig Jahren in diesem Garten, habe mich zwar immer über
die Blüten im Frühjahr und die Beeren im Herbst gefreut, aber nicht wirklich einen
Nutzen darin gesehen. Das hat sich jetzt geändert. Reichlich spät zwar, denn wer weiß,
was bis zum nächsten Frühjahr alles passieren kann. Und da passiert so einiges. Es
geht sogar ums Überleben der Menschheit.


Ich denke da nicht nur an die beiden, irren, alten Männer, die nichts Sinnvolles mit dem
Rest ihrer Lebenszeit anzufangen wissen, außer Kriege zu führen, sondern auch an die
immer weiter außer Kontrolle geratene KI, vor der mittlerweile sogar die eigenen
Entwickler warnen. Manche gehen sogar so weit, davor zu warnen, dass die KI mittler-
weile dazu in der Lage sein könnte, die Menschheit innerhalb der nächsten sechs bis
zwölf Monate auszulöschen.
Na, dann hauen wir doch jetzt noch mal so richtig auf den Putz. Kriege braucht es dann
auch keine mehr. Das wird dann von der KI erledigt. Aber leider ist das kein Anlass für
Scherze, sondern bitterer Ernst.


So ganz ohne Politik aus deutschen Landen geht es heute auch nicht. Denn Frau
Dr. Angela Merkel, ihres Zeichens Altkanzlerin, hat sich mal wieder zu Wort
gemeldet, um ihren Senf zum AfD‑Erfolg in Sachsen-Anhalt ungefragt dazuzutun.
„Mir blutet das Herz“, sagte sie, und dass es einfach schockierend sei. Es sei ein
Einschnitt, ein wirklicher Einschnitt, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland erleben.“ Sie zeigte sich geradezu bestürzt, dass die Menschen
gefühlsmäßig gewählt hätten und nicht faktenbasiert: „Es war der Fortschritt der
Aufklärung, dass sich die Summe der Menschen auf Fakten einigen konnte. Wenn
nun das Gefühl Hoheit übernehme, und Fakten nicht mehr als das Wichtigste
bewertet werden, wären das zivilisatorische Rückschritte. Man dürfe nicht zulassen,
dass so eine Einstellung mehrheitsfähig werde, sagte Merkel.“ 
Ach, Frau Merkel, Sie haben es nötig. Auf welchen Fakten basierte denn ihre Grenz-
öffnung? Sind wir verfassungsmäßig dazu verpflichtet, Menschen aus aller Welt
illegal ins Land zu lassen, wenn sie die Grenze mit Stöcken, Steinen und Eisen-
stangen stürmen? Ich nahm an, das sei eine Straftat.


Wenn ich lese und sehe, was diese Frau aus unserem Land gemacht hat, dann
blutet mir das Herz. Schlimmer ist, dass diese Frau jetzt so tut, als habe sie mit
alledem nichts zu tun. Wenn ich dann noch bedenke, dass unser freiheitliches
Leben im Land und unsere Lebensqualität eingeschränkt werden, unsere Kultur,
unsere Werte, unsere Traditionen sowie die Sicherheit der Bürger Schritt für Schritt
verloren gehen, dann war es doch diese Frau, die daran einen maßgeblichen Anteil
hat. Sie war es doch, die die Sorgen und Ängste der Bürger nicht ernst genommen und
Bürger, die sich erlaubten, ihr Handeln zu kritisieren, in die rechte Ecke gedrängt hat.
Da sind sie nun, die Bürger in Sachsen-Anhalt. 40% haben die AfD gewählt. Der
Erfolg der AfD ist auf ihrer desaströsen Politik gewachsen. Sie hat den nachfolgenden
 Regierungen einen massiven, nicht wieder gutzumachenden Schaden als Erbe hinter-
lassen und wagt es jetzt, sich darüber zu beschweren, indem sie darüber klagt, dass
ihr als CDU-Mitglied das Herz blute. CDU? Das ist wohl ein kleiner Scherz! Humor
soll sie ja haben, dennoch war ihre politische Heimat doch wohl eher bei den Links-
grünen, besonders bei den Grünen. Und jetzt spielt sie das Unschuldslamm und tut so,
als hätte sie mit dem wirtschaftlichen Niedergang des Landes nichts zu tun. Die Sozial-
kassen werden sich davon nie wieder erholen. Es sei denn, die Beiträge werden
kontinuierlich erhöht und der arbeitenden Bevölkerung aufgebrummt.
Unglaublich ist das!

Politisches Chaos weltweit! Was haben wir derzeit nur für Politiker in der Welt?
Eigentlich müssten sich alle gemeinsam gegen den Kriegstreiber im Zarenland und
den alten Möchtegern-Peacemaker stellen, statt den »Held der Ukraine« in die Knie
zwingen zu wollen. Der Druck muss auf diese beiden alten, verbohrten, verachtens-
werten Kriegstreibern ausgeübt werden, ihre sinnlosen Kriege zu beenden.
Statt eine Kapitulation der Ukraine als angegriffenem Land zu erzwingen, sollte der
kleine, alte Tyrann, der diesen brutalen Krieg losgetreten hat, in die Knie gezwungen
werden. DAFÜR sollten sich ALLE Staatenlenker einsetzen!!!
Nicht der Aggressor sollte belohnt werden, sondern das Land,
das mit allem, was ihm zur Verfügung steht, die Heimat
seiner Bürger verteidigt!!!


Und Merkel sollte sich mit ihrer Kritik an der jetzigen Regierung und den Wählern
gegenüber zurückhalten. Wir leben in einer Demokratie und da spielt es keine
Rolle aus welchen Gründen jemand eine Partei wählt. Ich habe gehört, dass junge
Menschen Merkel gewählt haben, weil sie »nett« ist und nicht aufgrund irgend-
welcher Fakten. Sie mag nett gewesen sein, ihre Politik dagegen war die reinste
Katastrophe!
Das Tragische ist, Merzens Friedrich setzt die linksgrüne Politik der Altkanzlerin
fort. Und das, obwohl er verlauten ließ: Links ist vorbei! Nix ist vorbei, denn auch
er spricht den Elefanten im Raum nicht an, der da wäre: der Islamismus und die
wiederholte Forderung von Neubürgern nach einem Kalifat. 
Es wäre für Merkel vielleicht sinnvoll und ratsam, sich darüber mal Gedanken
zu machen und zu fragen, warum die AfD einen solchen Erfolg – auch in
Westdeutschland – vorweisen kann.

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Ein Haiku
Nebel im Garten
Tautropfen am wilden Wein
Der Herbst hält Einzug.

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Donnerstag, 10. September 2026

Zur späten Stunde in späten Jahren

Der Nachmittag lag golden über dem kleinen Garten hinter dem Altersheim. Zwischen den letzten Rosen des Jahres, die trotz des nahenden Herbstes noch einmal aufgeblüht waren, saßen Elisabeth und Anton auf der immer gleichen Bank. Seit drei Jahren trafen sie sich hier, jeden Nachmittag, wenn das Licht schräg durch die Ulmen fiel.
Elisabeth war siebenundachtzig, Anton zwei Jahre älter. Beide hatten Kinder, die selten kamen, und Erinnerungen, die immer kamen, ob man sie rief oder nicht.


„Schau dir das an", sagte Anton und deutete mit seinem knotigen Zeigefinger auf eine Hummel, die schwerfällig von Blüte zu Blüte taumelte. „Neunzig Jahre lebe ich jetzt, und ich habe erst gestern verstanden, wie dieses Tier eigentlich fliegt. Zu schwer für seine Flügel, sagen die Physiker. Und trotzdem fliegt sie."
Elisabeth lächelte, ohne den Blick von der Hummel zu nehmen. „Vielleicht hat niemand ihr gesagt, dass es unmöglich ist."
„So ist es wohl mit vielem gewesen in meinem Leben." Anton lehnte sich zurück, seine Hände falteten sich in seinem Schoß, ruhig wie zwei alte Vögel, die sich zur Nacht niederlassen.
„Wir haben es einfach getan. Geheiratet, ohne zu wissen, ob es hält. Kinder bekommen, ohne zu wissen, ob wir gute Eltern sein würden. Ein Haus gebaut, Stein für Stein, ohne zu wissen, ob wir das Dach je sehen würden."
„Und jetzt sitzen wir hier", sagte Elisabeth leise, „und sehen einer Hummel beim Unmöglichen zu."
Sie schwiegen eine Weile. Ein Windstoß fuhr durch die Ulmen, und ein paar gelbe Blätter lösten sich, drehten sich im Fallen wie kleine Tänzerinnen, die ihre letzte Vorstellung geben.
„Weißt du, was mir auffällt, seit ich alt bin?", fragte Elisabeth schließlich. „Als junger Mensch habe ich das Leben genommen wie ein selbstverständliches Geschenk – so, wie man Luft nimmt, ohne an sie zu denken. Man atmet einfach, man lebt einfach. Man denkt, es müsse so sein."
„Und jetzt?"

„Jetzt weiß ich, dass nichts davon selbstverständlich war. Nicht ein einziger Atemzug. Nicht ein Sonnenaufgang. Nicht, dass mein Herz seit siebenundachtzig Jahren schlägt, ohne dass ich es ihm je habe beibringen müssen." Sie legte eine Hand auf ihre Brust, spürte den ruhigen, unermüdlichen Takt darunter. „Stell dir vor, Anton – dieses kleine Ding da drin hat sich nicht einmal ausgeruht. Nicht eine Sekunde, seit dem Tag, an dem ich geboren wurde."

Anton nickte langsam. „Ich habe als Bauer gearbeitet, mein Leben lang, wie du weißt. Fünfzig Jahre lang habe ich Samen in die Erde gelegt und zugesehen, wie aus totem, trockenem Korn etwas Grünes, Lebendiges wurde. Fünfzig Jahre, und jedes Mal habe ich mich gewundert. Man gewöhnt sich nie wirklich daran, wenn man genau hinschaut."
„Warum haben wir so lange gebraucht, um das zu sehen?"
„Weil wir beschäftigt waren", sagte Anton mit einem trockenen Lachen. „Weil das Leben uns die Illusion der Zeit geschenkt hat, das größte aller Geschenke – die Illusion, es wäre unendlich viel davon da. Erst wenn man merkt, dass die Zeit ein Ende hat, sieht man, dass jeder Tag selbst das Wunder ist, nicht bloß ein Mittel zu etwas anderem."

Ein alter Kater strich um Elisabeths Beine, der Hauskater des Heims, den alle nur "der Graue" nannten. Sie beugte sich vor, so gut es ihre Hüfte erlaubte, und streichelte ihn zwischen den Ohren.
„Erinnerst du dich", sagte sie, „wie du mir letztes Jahr erzählt hast, dass dein Enkel dich gefragt hat, wovor du am meisten Angst hättest?"
„Ich erinnere mich."
„Was hast du ihm geantwortet?"
Anton schwieg einen Moment. Die Falten um seine Augen vertieften sich, wie sie es immer taten, wenn er in sich hineinhorchte. „Ich habe ihm gesagt, dass ich früher Angst vor dem Sterben hatte. Aber inzwischen habe ich mehr Angst davor, ungeduldig durch die letzten Jahre zu hetzen, ohne sie wirklich gelebt zu haben. Das Sterben kommt sowieso, ob ich mich fürchte oder nicht. Aber ob ich diesen Nachmittag hier, mit dir, mit dieser Hummel und diesem albernen Kater wirklich sehe – das liegt an mir."
Elisabeth schwieg, und in diesem Schweigen lag keine Traurigkeit, sondern etwas wie Andacht.
„Ich denke oft an das Wasser", sagte sie nach einer Weile. „An wie viele Zufälle es gebraucht hat, dass es überhaupt Wasser auf dieser Erde gibt. Und dann noch, dass daraus Leben wurde. Und dann, dass aus all den möglichen Leben genau meines wurde, mit dir als Nachbarn, mit meinem Mann, den ich vierzig Jahre lang lieben durfte, mit meinen Kindern, die mich manchmal vergessen, aber die es gibt, weil es mich gab."
„Ein Wunder, das ein anderes Wunder gebiert", murmelte Anton. „Immer weiter, seit Milliarden von Jahren. Und niemand von uns hat sich das verdient. Es wurde uns einfach gegeben."
„Weißt du, was ich manchmal denke?" Elisabeth wandte sich ihm zu, ihre Augen, trüb geworden vom Alter, aber wach wie eh und je. „Ich denke, die Jugend glaubt, das Leben schulde ihr etwas. Und das Alter weiß, dass das Leben ihr nichts schuldete – und trotzdem alles gegeben hat."
Anton lachte leise, ein Lachen, das mehr Husten war als Freude, aber echt. „Du solltest das aufschreiben."
„Wozu? Ich habe es dir gesagt. Das reicht mir."
Die Sonne war inzwischen tiefer gesunken, warf lange Schatten über den Kiesweg. Die Hummel hatte ihre Runde durch die Rosen beendet und war irgendwo in der Dämmerung verschwunden, unmöglich fliegend, wie sie es immer tat.


„Ich werde morgen früh die Amseln hören", sagte Anton, mehr zu sich selbst als zu Elisabeth. „Ich weiß nicht, wie viele Morgen mir noch bleiben, an denen ich sie hören kann. Aber morgen – morgen werde ich sie hören, und das ist genug."
„Das ist genug", wiederholte Elisabeth.
Sie saßen noch lange dort, zwei alte Menschen auf einer Bank, während der Garten sich langsam in Blau und Violett kleidete und die ersten Sterne durch die Ulmenzweige blinzelten. Sie sprachen nicht mehr viel. Manchmal braucht das Staunen keine Worte – nur zwei Menschen, die endlich gelernt haben, hinzusehen, und einen Abend, der bereit ist, sich ihnen zu zeigen.
~*~*~*~

Und dann gibt es alte, gar greisenhafte Herrscher, die im Geld schwimmen, 
in Reichtum und Luxus leben, und dennoch nicht zufrieden sind.
Die alles erreicht haben, denen jedoch eins fehlte: Macht.
Da ihnen diese Macht zuteil wurde, führen sie im hohen, gar greisenhaften
Alter, noch Kriege. Sie greifen andere Länder an, töten Menschen und
zerstören die Heimat von Menschen, die ihnen nichts getan haben.
Sie könnten ihr Leben im Alter genießen, ziehen es jedoch vor, sich selbst und
anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Tod, Leid, Kummer und
Zerstörung über Menschen zu bringen!
Wie dumm muss man sein?!
Sie haben trotz ihres hohen Alters nicht gelernt, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Daher sind sie eigentlich zu bedauern, denn genau genommen führen sie
ein erbarmungswürdiges Leben, um das sie nicht zu beneiden sind.
Sie sind trotz ihres Reichtums und ihres Lebens in goldverzierten Luxusresidenzen,
erbärmliche, verachtenswerte, widerliche alte Versager, die nicht begriffen haben,
was Leben bedeutet und was für ein wertvolles Geschenk Leben ist.

~*~*~
  Im Alter kommt es nicht mehr auf das Werden an,
sondern sich des Wertes des Seins bewusst zu sein.

~*~
Please stand with Ukraine and help!
Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten!
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
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