Sonntag, 21. Juni 2026

Der Junigarten

 Von allem etwas: Fingerhüte, Hortensien, Rosen, Deutzie, Bauernjasmin, Hostas,
Wolken, Sonne, Regen, trübes Wetter, Abendrot, Bambus, Bäume und was sonst noch
so wächst und gedeiht. Und die Vögelchen singen dazu bis in den späten Abend hinein.
Es ist eine wahre Freude, ihnen zu lauschen.
Noch ist alles grün, sogar der Rasen. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben, denn
die Hitzewelle hat uns erreicht. Dem Himmel sei Dank, allerdings auch mit viel Regen
in den letzten beiden Nächten, denn es gab natürlich – wie könnte es anders sein - ,
gleich nach dem ersten heißen Tag ein ordentliches Gewitter. Es hielt sich in Maßen,
genauso wie das Gewitter in der vergangenen Nacht.

Sommer, Sonne, Hitzewelle – es gibt sie noch, die Sommersonnenfaulenztage.

~*~*~*~

Immer wieder kann ich mit Worten nicht beschreiben, wie wohl ich mich in meinem
 kleinen Paradies fühle, und wie froh ich bin, jeden Tag hier mitten in dieser schönen
Natur aufwachen und leben zu dürfen. Es ist wirklich ein unbeschreibliches Glück,
hier in dieser Stille, fernab vom Lärm und Chaos der Welt, leben zu dürfen. Dennoch
bleibt das Weltgeschehen immer auch ein Thema.

Und schon steuert der Monat Juni seinem Ende entgegen. Jetzt nach der Sommer-
sonnenwende werden die Tage schon wieder kürzer und das letzte Halbjahr dieses
Jahres wird eingeläutet. Wie die Zeit vergeht! Jetzt stehen uns allerdings erst einmal
ein paar heiße »Gluthitzetage« bevor und die bringen natürlich ihre Unwetter mit.
Bisher wurden wir verschont, denn über den Regen habe ich mich gefreut, schon für
den Garten. Nur die richtigen Unwetter mögen bitte bleiben, wo sie sind, denn
starker Regen sowie Hagel und Sturm setzen der Natur und den Vögeln sowie den
Waldtieren ordentlich zu. Die Vögel, Eichhörnchen und Insekten freuen sich dagegen
ganz besonders über das abkühlende Nass. Und die Vögel genießen zusätzlich ein
kurzes Bad in den Vogeltränken.
Bin gespannt, wie sich der Rest des Sommers gestaltet. Am ersten Tag der Hitzewelle,
kletterte die Temperatur auch hier im Wald auf 30 Grad. A bit too much, so suddenly!
Vor allem nach der Schafskälte, die ihrem Namen alle Ehre machte.
Sonnenbrille und Sonnencreme liegen bereit und Faulenzen fällt mir bei diesem
Sommersonnenhitzewellenwetter eh nicht schwer, zumal im Garten jetzt gar nichts
getan wird - außer Relaxen. Ja, was denn sonst?! Das, was im Haus täglich zu tun
ist, wird gleich frühmorgens hurtig und zügig erledigt.
🌞🌻🍦 HAPPY SUMMER! 🍦🌻🌞
😎

~*~*~*~

Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.

Ludwig Uhland (* 1787 ; † 1862)
war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist

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Freitag, 19. Juni 2026

Die Verschnaufpause

 Was soll man da noch schreiben und worüber? Der Peacemaker will das Problem Iran
loswerden. Er verliert die Geduld und will sich um andere »wichtige« Dinge kümmern,
wie den angekündigten »Goldenen Zeiten« für Amerika. Nichts als heiße Luft.
Der Iran-Konflikt offenbart die ganze Schwäche einer Supermacht, die mit der größten
 Armee auf diesem Planeten, eine grandiose Niederlage hingelegt hat. Ein eindeutiger
Fall von Selbstüberschätzung, unüberlegtem Handeln und Größenwahn.


Obwohl es wünschenswert gewesen wäre, wenn der Iran keine Atombombe bauen und
besitzen würde. Diesbezüglich hat der großartige Deal- und Peacemaker rein gar nichts
erreicht. Im Gegenteil! Er selbst bezeichnet die dritte Reihe des Regimes als smarter als
die beiden vorherigen beiden Reihen, von denen wohl niemand mehr lebt.
Mein persönlicher Eindruck ist eher, dass diese dritte Reihe zu smart für den großartigen,
 alten Peacemaker sein könnte und ihn – wie schon der kleine, alte Zar – am Nasenring
durch die Manege führt. Mr. Dealmaker ist jedoch stolz darauf, die Öffnung der Straße
von Hormus genehmigen zu können. Die ja bereits vor seinem sinnlosen Angriff geöffnet
war. Jetzt, wie es scheint, kann das Regime für die Durchfahrt eine Gebühr verlangen.

Waren Donnyboy und Bibi vor ihrem gemeinsamen Krieg noch gute Kumpels, so scheint
sich auch das geändert zu haben. Zudem haben sie andere Länder im Nahen und Mittleren
Osten mit in diesen Krieg hineingezogen. Es wurden Menschen getötet, US-Basen zerstört
 und eine große Menge an Dollar in den Sand gesetzt. Zudem geht der Iran gestärkt aus
diesem Konflikt hervor, während der Dealmaker diesen Krieg verloren hat. Der Konflikt
zwischen dem Libanon und Israel besteht immer noch und könnte jederzeit weiter eskalie-
ren. Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Es handelt sich bisher ja lediglich um eine vor-
läufige Vereinbarung (eine Verschnaufpause), einem Ausgangspunkt für weitere Verhand-
lungen, die zu einem Friedensabkommen führen sollen. Davon jedoch ist man noch weit
entfernt. Als die Anwesenden ihm nach der Unterzeichnung der Vereinbarung im Schloss
Versailles applaudierten, konnte man an seinem Gesichtsausdruck ablesen, wie sehr er das
genoss. Wahrscheinlich fühlte er sich in diesem Moment wie der Sonnenkönig höchstper-
sönlich. Ich dagegen wüsste gerne, welchen Grund es für diesen Applaus gab. Die USA und Partnerländer müssen dem Regime 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau zahlen.
Sämtliche Sanktionen gegen den Iran sollen aufgehoben werden. Die Frage des hochan-
gereicherten Urans soll in einer endgültigen Vereinbarung »angemessen« beantwortet
werden. Zudem soll das neue Regime noch brutaler und radikaler gegen Kritiker im Land
 vorgehen. Und wer kann schon garantieren, dass sie eines Tages nicht doch eine A-bombe
bauen und ihr Ziel, die Auslöschung Israels, weiter verfolgen. Die vorläufige Vereinbarung
schließt auch einen Waffenstillstand mit dem Libanon ein, womit Israel so gar nicht einver-
standen ist. Mittlerweile wird auch massive Kritik am MOU in den USA laut, selbst aus
den eigenen Reihen der Republikaner.


Noch weiß niemand, ob es nicht doch zu weiteren Kämpfen kommt. Das Regime hat die
USA schon insofern in der Hand, als sie die Sperrung der Straße von Hormus jederzeit
als Druckmittel verwenden können. Das ist zudem effektiver, als einen Krieg zu führen,
da sie der Weltwirtschaft auf diese Weise massiven Schaden zufügen können. Der groß-
artige Dealmaker wollte die absolute Niederlage und Kapitulation des Irans und hat dem
Regime durch sein unüberlegtes und überstürztes Handeln einen grandiosen Sieg beschert
und außerdem deren Ansehen in der Welt gestärkt. Nicht der Iran hat kapituliert, sondern
der großartige Dealmaker. Eine Online-Zeitung bezeichnet den Iran-Deal des großartigen
Mr. Dealmaker als eine »historische Demütigung für Amerika«. Dem kann man tatsächlich
nur zustimmen. Er sieht das natürlich anders, was denn sonst!
Was ist denn aus den angekündigten »Goldenen Zeiten« für den Nahen Osten geworden?
Bisher sehe ich nur Versagen und eine Verschlechterung zu dem von Obama ausgehandelten
Abkommen aus 2015.
Es ist nur logisch, dass Mr. Peacemaker das Gegenteil behauptet und Fakten ins Gegenteil
verkehrt. Das hat er mit seinem Buddy gemeinsam. Diese beiden alten Männer ähneln ein-
ander wirklich sehr. Nur mit einem Unterschied. Der eine war schon reich, als er das Licht
der Welt erblickte, und der andere wuchs in Armut zwischen Müll und Ratten auf der Straße
auf. Niederlagen können beide nicht verkraften, weil beide unter Minderwertigkeitskom-
plexen leiden. Für sie ist die Macht eine Art Kompensation ihrer eigentlichen Schwäche.
Beide stellen sich in der Öffentlichkeit als Sieger dar und sind doch nur arme, kleine, erbar-
mungswürdige, alte Männer. Sie haben sich beide in eine Lage gebracht, aus der sie als das
hervorgehen, was sie sind: Verlierer und Versager, die ohne Macht, die sie den Bürgern
der jeweiligen Länder zu verdanken haben, vollkommen unbedeutend und ein Niemand
wären. Und das fürchten sie am meisten.


Die Gefahr für die Welt ist durch diese alten Männer noch größer geworden, als sie es durch
den Krieg des kleinen, alten Zaren in der Ukraine ohnehin schon war. Es scheint wieder voll-
kommen normal zu sein, mit Atomwaffen aufzurüsten. Eigentlich sollte das durch die Verein-
ten Nationen und deren Charta verhindert werden, um die Menschheit vor Massenvernicht-
ungswaffen zu schützen. Nagasaki und Hiroshima scheinen in Vergessenheit geraten zu sein.

Und das alles wegen zwei alten Männern, die sich langweilten und die Welt mal eben auf den
auf den Kopf stellen. Beide sind komplett gescheitert, sowohl der große Peacemaker als auch
der kleine, alte Zar. Der zieht es immer noch vor, weiterhin Menschen zu töten und das eigene
Land zu ruinieren, statt seinen sinnlosen und überflüssigen Krieg zu beenden. Jeden Tag ver-
liert er 1000 verletzte oder tote Soldaten. Das scheint für ihn kein Problem zu sein, weil beide
alte Männer nicht in der Lage sind, Empathie zu empfinden. Dafür fürchten beide mittlerweile
einem Attentat zum Opfer zu fallen. Daher hält der kleine, alte, paranoide Möchtegernzar sich
größtenteils in Bunkern auf und meidet Großveranstaltungen. Paranoia kann der Beginn einer
Psychose sein, weil paranoide Gedanken durch Misstrauen oder Verfolgungswahn ausgelöst
werden, und oft erste Anzeichen dafür sind, dass der Betroffene den Bezug zur Realität ver-
loren hat. Zudem ist Paranoia das häufigste Symptom bei psychotischen Erkrankungen wie
der paranoiden Schizophrenie. Im Zarenland darf, anders als in den USA, nur nicht offen da-
rüber diskutiert werden.
So richtig gesund scheinen beide alten Männer jedenfalls nicht mehr zu sein. Was bei dem
einen die Paranoia ist, scheint bei dem anderen eine beginnende Demenz zu sein. Wobei es
eigentlich immer krank ist, einen Krieg vom Zaun zu brechen!
Das zeigt sich auch dieses Mal wieder am völligen Scheitern der Kriegstreiber.
Was ist aus den angekündigten »Goldenen Zeiten« für das »Land of the Free« geworden?


Derweil stellt sich der große Führer des Reichs der Mitte als eine Alternative zum Westen
dar. Mit seinem  Plan wirbt er für eine neue Weltordnung und eine Reform der internationalen
Ordnung. Zudem fordert er mehr Einfluss für Entwicklungsländer.

Wie wird eine neue Welt aussehen, wenn nach dem Chaos endlich die Ordnung folgt?
Besser oder noch schlechter?


Nun habe ich doch eine Menge geschrieben, aber das lässt jetzt nach, zumal es jetzt
 nur noch so vor sich hinplätschert – jedenfalls in den nächsten Monaten. Ob es dann
tatsächlich zum Frieden mit dem Iran kommt, oder inzwischen etwas Unerwartetes
geschieht, wird sich zeigen. So richtig an Frieden glauben kann ich nicht.
Schaun wir mal - auch wie es mit dem kleinen, alten Zaren weitergeht. Moskau wurde
in den vergangenen Tagen ziemlich hart getroffen. Das Benzin wird knapp und keine
Aussicht auf ein Ende des Krieges, obwohl der kleine, alte Zar diesen kaum noch ge-
winnen kann.

~*~*~*~

Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht

Franz Kafka (* 1883 ; † 1924)
war ein österreichisch-tschechoslowakischer Schriftsteller

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In Zeiten der universellen Täuschung
wird das Aussprechen der Wahrheit
zur revolutionären Tat

George Orwell (* 1903 ; † 1950)
war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist
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Mittwoch, 17. Juni 2026

Farmer John And His New Rain Barrel

A few days ago, while out walking the dogs, I passed by old farmer John's house. He was standing in front of his barn, looking at a large rain barrel. When he saw me on the path, he greeted me warmly:


“Heading to the woods again today?”

“Just like every day,” I replied.

“How do you like my rain barrel?” he asked. 

I walked over to him and looked at the rain barrel: “Is that new?”

He nodded, beaming with joy: “With all this rain, you need a big rain barrel.”

“You’re probably right,” I agreed.

He grinned: It’s the biggest rain barrel in the entire neighborhood. You have never seen a bigger rain barrel than this. Just look at the size. It's tremendous. It really is. You see the color? It’s a special green. This is the only green color you have ever seen on a rain barrel. It’s an incredible green color. It really is. No one else has a rain barrel in this special green color. It's amazing. This rain barrel holds 1,000 liters. Have you ever heard of a rain barrel that can hold 1,000 liters? I bet you haven't. It's incredible, but this rain barrel can really hold 1,000 liters. It's tremendous; it really is. You can try to get a rain barrel this size. You will not find one. Because a rain barrel this size is the only rain barrel in the entire country. It is the absolute biggest rain barrel. It's tremendous. It really is. Can you imagine what that means? I can water the entire vegetable patch with it. And it’s the largest vegetable garden in this area. You have never seen a larger vegetable garden in this area. It‘s unbelievable. You want so see my new tractor? It’s great. You have never seen a tractor that great. It’s incredible. It‘s the greatest tractor you have ever seen. And it is huge. It really is. And you should see…....

I interrupted Farmer John friendly and pointed to the clouds behind the forest. “I believe you, John, but now I have to hurry  so I can make it home in time. The first rain clouds are already gathering over there.”

“And it looks like it’s going to be a tremendous lot of rain. Probably the heaviest rainfall in the summer month you have ever seen before. It's probably going to be an absolutely incredible rainfall.”

“I hope not. Anyway, have a nice evening, John.” I said goodbye and waved to him one last time from the path. He waved back at me and then went back to his rain barrel. The biggest rain barrel in the entire neighborhood.

~*~*~*~

If this writing style / speaking style sounds familiar to you, then that was precisely my intention ;o))
I couldn't help it—it just had to be!
 
~*~
Ein Mann macht sich durch allzu großes Rühmen
seines eigenen Handelns, nur verdächtig oder
lächerlich.

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Montag, 15. Juni 2026

Der kleiner Rüpel

ist ein Kuscheltier im wahrsten Sinne des Wortes, das selbst immerzu kuscheln will.
Er ist so anhänglich, verschmust und verspielt, was ich sonst von männlichen Wesen
nicht gerade behaupten kann.

Gleichzeitig ist er aber auch ein Rüpel, der seinen Unmut deutlich hörbar zu artikulieren
versteht, wenn ich nicht sofort springe und tue, was er will. Verwöhnt, könnte man auch
sagen. Aber, wer in diese Augen schaut, der kann einfach nicht widerstehen. Und das hat
dieser kleine Puppy schnell gelernt.


Das kannte ich bisher eigentlich nur von Lilly, die sehr eigenwillig ist. Aber Rüpel
Micky hat mittlerweile das Sagen im Haus und ist von vorbildlichem Benehmen noch
weit entfernt. Da habe ich noch zu tun. Und trotzdem ist er zum Knuddeln und will
selbst immerzu schmusen.


Wie schnell man etwas falsch machen kann, musste ich lernen. Immer wenn er etwas
gemopst hat, sei es ein Schuh, ein T-Shirt, ein Wischtuch oder sonst etwas, wenn ich es
zurückhaben möchte, muss ich ihn bestechen, und zwar mit einem kleinen Leckerli.
Man glaubt gar nicht, was dieser kleine Puppy so alles findet und sich als Beute für ein
kleines Leckerli schnappt.


Er sitzt  dann mit der Beute im Maul vor mir und sobald ich danach greifen will, haut
er ab. Dann beginnt eine Jagd um den Tisch herum oder durch die Zimmer. Er mit der
Beute vornweg und ich hinterher. Erst wenn ich ihn mit einem Leckerli besteche,
bekomme ich die Beute zurück. Das hat er rasch gelernt und ich werde nun immer
wieder erpresst.

Helfen will er dagegen immer. Dazu muss er nicht aufgefordert werden. Egal, was ich
gerade tue, ob ich die Betten mache, staubsauge oder staubwische, die Spülmaschine
einräume, egal was, er ist immer zur Stelle und bietet seine Hilfe an. Eher selten bei
männlichen Wesen – oder? Na ja, oder man muss schon nett darum bitten. Bei Micky ist
das nicht der Fall, er ist sofort zur Stelle.


Wenn es nichts zu helfen gibt, ist er trotzdem aktiv. Spielt, vorzugsweise nicht mit
seinen Spielsachen, sondern eher mit allem, was er meint, genauestens untersuchen
zu müssen. Das kann alles Mögliche sein, und wenn es nur ein Schwamm aus dem
Badezimmer ist. Lilly schaut dem nur gelassen zu. Sie ist natürlich längst aus diesem
wilden Alter raus und inzwischen viel ruhiger. Dennoch lässt sie sich manchmal
animieren mitzuspielen. Es kann ihr jedenfalls nicht schaden, sich ausreichend zu
bewegen, denn sie muss wieder abnehmen. Obwohl ich ihre Tagesration an Futter
schon reduziert habe, sie nimmt einfach nicht ab. Es ist wie beim Menschen: Ist das
Gewicht erst einmal drauf ........ Na ja, muss ich nicht weiter erläutern.

Jedenfalls ist hier immer etwas los. Dafür sorgt der kleine Rüpel schon. Schön ist,
wenn er nach seinem Herumtoben, urplötzlich von Müdigkeit übermannt wird und
sich einfach da fallen lässt, wo er zuletzt aktiv war. In Nullkommanix entschwindet
er dann sofort ins Land der Träume. Und er träumt ziemlich lautstark, sodass ich zu
gerne wüsste, was da gerade im Land der Träume passiert.

Die Zweifel, es in meinem hohen Alter noch mal mit einem kleinen Welpen aufzu-
nehmen, haben sich bisher als unbegründet erwiesen. Er trägt nicht nur zu täglichen
Freuden bei, er hält Lilly und mich zudem auf Trab. Und das kann uns beiden nicht,
schaden, zumal ich aus wettertechnischen Gründen im Garten momentan nicht viel
tun kann. Zudem trägt der zerstreute Professor sich mit dem Gedanken, demnächst
den Ruhestand einzuläuten, sodass er sich um die Hunde kümmern könnte, sollte
ich aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr dazu in der Lage sein.


Es ist übrigens immer noch trübe und regnet auch noch viel. Mal sehr stark, mal
weniger stark. Dazwischen gibt sich die Sonne sogar mal die Ehre. Sie wagt sich
noch ein wenig schüchtern hinter einer Wolke hervor und blinzelt uns verstohlen zu.
Die Rosen wird es freuen und mich auch.
Regen ist gut und notwendig. Sonne allerdings auch. Auch sie würde dem Garten
jetzt guttun. Noch halten sich die Temperaturen, im angenehmen Bereich. Die
nächste Hitzewelle steht jedoch schon in den Startlöchern.
Schaun wir mal!

~*~*~*~

Ein Haiku
Sonne im Garten
Blühende Blumen im Beet.
Wind in den Bäumen.

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Haiku: Ursula Evelyn

Samstag, 13. Juni 2026

Die Sonne hat sich rar gemcht

Die Sonne hat sich rar gemacht,
was hat sie sich nur dabei gedacht?


Da braucht es wieder dicke Socken.
Nichts kann uns jetzt ins Grüne locken.
Die Wolken ziehen dunkel und kalt,
jeden Tag lustlos über den Wald.
Die Blumen sehnen die Sonne herbei,
und nicht das trübe, kalte Einerlei.
Statt T-Shirts sind Pullover angesagt.
Seit einer Woche regnet es Tag für Tag.

Wind weht durch der Bäume Blätter.
Was ist das bloß für ein trübes Wetter?
Dunkle Wolken ziehen tagein und tagaus
ohne Unterlass über das Haus.
Als hätten sie nichts anderes zu tun,
Sie könnten doch einfach auch mal ruhn.
Platz machen für den Sonnenschein,
sich nicht nur freu’n, die kleinen Blümlein.


Der Regenschauer sind es nun genug.
Zuviel tut dem Garten auch nicht gut.
Ein wenig Sonne wäre jetzt schön,
wir könnten mal wieder spaziergehn.
Wärme wäre auch nicht zu verachten.
Wir könnten mal wieder in den Garten,
gärtnern und ein wenig entspannen,
endlich die Sonnenschirme  aufspannen.

Dem lieblichen Konzert der Vögel lauschen
Zuhören dem Bächlein leises Rauschen.
Zuhören, wie die Bienchen summen,
die Hummeln durch die Lüfte brummen.
Wie Schmetterlinge schweigend fliegen.
Die Rosen sich im lauen Winde wiegen.
Sommer, so wie wir ihn gerne wollen,
ohne Regen, Sturm und Donnergrollen.


Ein bisschen Regen darf schon sein,
wenn ich schlafe in meinem Kämmerlein.
Der trüben Tage sind es nun genug.
Ich weiß, Petrus meint es doch  nur gut
Aber jetzt ist wieder Zeit für Sonne,
für Heiterkeit und des Sommers Wonne.
Wir wollen jetzt nicht länger warten,
endlich wieder raus in den Garten.

Den Sommer mit Freude endlich genießen.
Sehen, wie all die Blumen sprießen.
Wie Mond und Sterne den Himmel zieren.
Wir wollen nicht mehr länger frieren.
Lass Daseinsfreude uns durchströmen,
die Sonne uns endlich wieder verwöhnen..
Drum, lieber Sommer, ziere dich nicht,
und zeig uns dein schönstes Sonnenlicht!

~*~*~*~


Wer sonst keine Probleme hat, schreibt übers Wetter ;o). Ich stimme den obigen Zeilen
zwar zu, aber eher zurückhaltend. Sommer und Sonne wären natürlich wünschenswert,
wenn die Sommermonate auch mal entsprechend ausfielen. Das ist seit einigen Jahren
eben nicht mehr der Fall. Es ist entweder für ein paar Tage viel zu heiß und zu schwül,
sodass sie in der Regel von schweren Unwettern beendet werden. Und die braucht nun
wirklich niemand.
Wie vor jedem Sommer, wird auch in diesem Jahr ab Freitag kommender Woche mal
wieder vor »Wüstentagen« mit bis zu 37 Grad Hitze gewarnt. Manche Wetterprognosen
kündigen sogar 40 Grad an. Glaubt man der Berliner Zeitung, dann drohen uns sogar
43 Grad. Da scheint ein Wettermodell das andere überbieten zu wollen. Hinzukommt,
dass die Wetterumstellungen immer extremer ausfallen. Ist die Schafskälte gerade mit
kühlen und nassen Tagen an uns vorübergezogen, droht jetzt wieder eine Hitzewelle.
Und genau das, war früher, also in der »guten, alten Zeit« ;o ))  z. B. meiner Kindheit
und Jugendzeit anders. Zu der Zeit waren die Sommermonate, wie sie sein sollten.
Schönes, sonniges Wetter, bei angenehmen Temperaturen mit vereinzelten Regentagen
und Sommergewittern. Immer in Erinnerung bleiben werden mir die Kornfelder mit
Mohnblumen, Margeriten und Kornblumen, auf denen wir Kinder uns nach der Ernte
mit Strohhalmen für das Seifenblasenpusten versorgt haben. Nach der Schule haben
wir Kinder oft einen Strauß dieser Feldblumen gepflückt und der Mutter mitgebracht.


 Hach, das waren wirklich so richtige schöne Sommermonate,
Jahr für Jahr, an die ich mich gerne erinnere – immer wieder!

~*~*~*~

Ein Haiku
Sommersonnenlicht
Kornfeld mit reifen Ähren
Laue Winde wehen.

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Verse und Haiku: Ursula Evelyn

Freitag, 12. Juni 2026

Es nimmt kein Ende

Das heißt, die alten Kriegsherren finden kein Ende und sorgen jeden Tag für neue
Schlagzeilen mit ihrem chaotischen Handeln. Jedenfalls sieht es so aus, als würden
sie ihre begonnenen Kriege nicht so schnell wieder loswerden. Sie finden keinen
Ausweg, ohne Gesichtsverlust wieder da rauszukommen. Vorher zu denken, soll
im Leben sehr hilfreich sein. Das setzt allerdings voraus, auch denken zu können.
Einfach aus dem Bauch heraus mal eben ein anderes Land anzugreifen, noch dazu
völkerrechtswidrig, kann böse enden und zudem anders, als vorher angenommen.

Nach dem Chaos entstehen Frieden und eine neue Weltordnung

~**~

Der kleine, alte Zar hat dem Westen während einer Rede auf dem Wirtschaftsforum in
St. Petersburg, eine kurzsichtige und aggressive Politik vorgeworfen. Ach ja? Und als was
könnte man das bezeichnen, was er in der Ukraine treibt? Ist das nicht sogar eine Steigerung
kurzsichtiger und aggressiver Politik? Wenn der kleine, alte Mann noch über ein Minimum
an Größe verfügt, dann würde er seinen sinnlosen Krieg beenden und aufhören, Menschen zu
töten sowie das eigene Land vor dem endgültigen wirtschaftlichen Ruin bewahren.

Da steht der großartige Deal- und Peacemaker, ihm in nichts nach. Während die Bürger im
»Land of the Free« unter den hohen Lebensmittel- und Benzinpreisen stöhnen, freut sich der
großartige Dealmaker über die Inflation: „Die Zahlen sind großartig. Ich liebe Inflation“, teilte
er der Presse im ovalen Büro mit. Dagegen reagierte er in einem anderen Interview auf die
gestellten Fragen mit hochrotem Kopf so wütend, dass er aufstand und den Raum einfach
verließ. Manchmal kommt er mir vor, wie ein kleines Kind, das mit dem Fuß aufstampft,
wenn es nicht bekommt, was es will. Jetzt eskaliert er mal wieder im Iran, nachdem er doch
jeden zweiten Tag ankündigte, kurz vor einem Deal zu stehen. Was sind diese beiden alten
Männer doch für sonderbare Chaoten, Verlierer und Versager auf ganzer Linie. Aber viel-
leicht bin ich ja auch nur zu dumm, deren Handeln zu verstehen. Ganz sicher haben beide
alten Männer eine Strategie und verfolgen einen ausgeklügelten Plan, der sie zu ihrem ange-
strebten Ziel führt. Ich bin halt nur nicht in der Lage das zu verstehen. Das gebe ich gerne zu.

Zuletzt war zu lesen, der großartige Mr. Deal- und Peacemaker habe erneute Angriffe auf
den Iran wieder abgesagt, mit der Begründung, das iranische Staatsoberhaupt habe einem
Deal zugestimmt. Als er gefragt wurde, warum er dieses Mal so zuversichtlich sei, antwortete
er: „Weil wir sie schwer getroffen haben.“ Sollte er jedoch wie angekündigt, die Wasser-
versorgung im Iran zerstören, begeht er ein Kriegsverbrechen. Ob ihm das bewusst ist?
Na ja, nach dem Wochenende und der Unterzeichnung des Deals kehrt ja endlich Ruhe ein
und wir können wieder hoffnungsfroh in die Zukunft schauen. Dumm nur, dass der Iran
davon gar nichts weiß und den Aussagen des Peacemakers widerspricht. 
Der Mr. Peacemaker verfügt tatsächlich über einen enormen Unterhaltungswert.


Und der große Führer des Reichs der Mitte machte sich auf den Weg zum zweitbesten
Kumpel, des kleinen, alten Zaren. Das ließ aufhorchen. Was will der große Führer wohl
vom kleinen, dicken Diktator? Braucht er dessen Unterstützung, falls es zum Konflikt
um Taiwan kommt? Immerhin sind Japan und Südkorea nicht gerade deren Freunde.
Außerdem steht der kleine, dicke Diktator dem Kriegstreiber im Zarenland sehr nahe.
Das könnte dem großen Führer ein Dorn im Auge sein. Der kleine dicke Diktator hat
geopolitisch ziemlich an Bedeutung gewonnen, zumal er auf Teufel komm raus, atomar
aufrüstet.
Man darf gespannt sein, wozu dieser Besuch gut war, denn eigentlich machen sich ja
gerade so ziemlich alle auf den Weg zum großen Führer in das Reich der Mitte. Dass der
nun den kleinen, dicken Diktator aufsucht, muss einen bestimmten Grund haben. Es
scheint, als buhlen jetzt sowohl der große Führer als auch der kleine, alte Zar um die
Gunst des kleinen, dicken Diktator.
China hat sich längst zur Weltmacht entwickelt und die USA abgehängt. Dem großen
Führer gegenüber kann der großartige Mr. Dealmaker sich nicht erlauben, was er sich
den Europäern oder Ländern in Südamerika erlaubt, nämlich rumzupoltern und seinen
Willen durchsetzen zu wollen. Kein Wunder, dass er den großen Führer und den kleinen,
alten, brutalen Zaren bewundert. So, wie diese beiden Autokraten, würde er auch zu
gerne im »Land of the Free« herrschen. Denn mittlerweile weiß doch jeder, dass er
etwas gegen Demokratien hat.
Ach, er ist und bleibt ein armseliger, kleiner, alter Mann. Bedauernswert sind beide
alten Kriegsherrn.

 

»Man muss noch Chaos in sich haben,
um einen tanzenden Stern gebären zu können«.

Friedrich Nietzsche (* 1844 ; † 1900)
war ein deutscher Philosoph und Philologe

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Zu den Bildern empfehle ich,
dieser Musik zu lauschen:


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