Bereits im Sommer habe ich diesen kleinen Schatz im Garten entdeckt.
Nein, in dem Fall nicht das Rotkehlchen, obwohl es auch zu den kleinen Schätzen
gehört, wie alle anderen Vögel und sonstigen Gartenbewohner auch. Ich meine einen
anderen kleinen Schatz.
Es hatte sich in einem der Kübel, in dem eine Rose es sich gemütlich gemacht hatte,
einfach darunter ausgebreitet. Wahrscheinlich von einem Vogel als Samen dort
hingetragen. Erst etwas später habe ich erfahren, welch wertvolles Geschenk da für
uns hingelegt wurde. Zuerst hatte ich nämlich angenommen, es sei Unkraut, weil
ich diese Pflanze nicht kannte.
Doch bevor ich sie entfernen wollte, bat ich Google um Auskunft. Denn da gibt es
diese sehr nützliche App von Google. Diese App hilft, die Natur besser kennenzulernen.
Vor allem unbekannte Pflanzen. Die App nennt sich »Google Lens«. Man kann sie
kostenlos auf dem Smartphone installieren, ein Foto von der Pflanze machen und
Google gibt sofort Auskunft, um welche Pflanze es sich handelt. Gesagt – getan!
Und so erfuhr ich, dass es sich bei dieser mir unbekannten Pflanze um den Portulak
handelt, der tatsächlich oft als Unkraut gilt. In Wahrheit ist es jedoch ein nährstoffreiches
»Superfood« und eine Heilpflanze obendrein. Niemals hätte ich gedacht, dass diese kleine,
sich wild ausbreitende Pflanze, die im Sommer kleine gelbe Blüten hervorbringt, eine
der weltweit höchsten Nährstoffdichten besitzt.
Diese Pflanze, die es sich inzwischen auch im Nachbarkübel gemütlich macht, enthält eine
außergewöhnliche Kombination an biologisch aktiven Substanzen. Portulak weist wohl
unter allen bekannten grünen Blattgemüsen den höchsten Gehalt an Alpha-Linolsäure, einer
essenziellen Omega-3-Fettsäure auf.
Außerdem ist die Pflanze reich an Vitamin C, Vitamin A (Provitamin A / Beta-Carotin),
Vitamin E – also ein starkes Antioxidans, Vitamin K, erforderlich für die Blutgerinnung und
den Knochenstoffwechsel.
Viele B-Vitamine: Darunter nennenswerte Mengen an B1, B2, B3 (Niacin), B5 und B6.
Zusätzlich enthält Portulak große Mengen an Mineralien und Spurenelementen, wie
Magnesium, Kalium, Eisen, Calcium, Mangan und Zink.
Das ist noch lange nicht alles, denn da wären noch sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxi-
dantien. Neben Flavonoiden enthält diese Pflanze Glutathion (für den Zellschutz) und
Spuren von Melatonin, welches den Schlafrhythmus positiv beeinflussen kann.
Das alles sieht man dieser wie Unkraut aussehenden Pflanze wahrlich nicht an. Sie ist
wahrlich ein Superfood und auf verschiedene Weise genießbar. Rezepte findet man im
Netz. Ich bevorzuge die Blätter zusammen mit einer halben Avocado, einer Kiwi und
einer kleinen Banane, am frühen Abend als Smoothie-Gute-Nacht-Drink, mit etwas
Wasser verdünnt.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Portulak vielseitige positive
Effekte auf den Körper hat.
Der hohe Gehalt an Omega‑3‑Fettsäuren ist ein Schutz für das Herz-Kreislauf-System.
Die Antioxidantien helfen dabei, Blutfette wie LDL-Cholesterin zu regulieren.
Dies kann der Arterienverkalkung vorbeugen und das Risiko für Bluthochdruck senken.
Zudem wirken die Wirkstoffe der Pflanze entzündungshemmend und antioxidativ, weil
diese Wirkstoffe die freien Radikale im Körper bekämpfen, was chronischen Entzündungs-
prozessen entgegenwirkt. Der Blutzucker wird durch Portulakextrakte reguliert und
kann dazu beitragen, den Nüchternblutzucker bei Diabetikern zu senken.
Auch der Magen-Darm-Gesundheit dienen einige Stoffe der Pflanze, denn sie fördern die
Verdauung, helfen bei Sodbrennen und Magenentzündungen.
Selbst an die Knochen hat diese Pflanze gedacht, denn durch das Zusammenspiel von
Calcium, Magnesium und Vitamin K werden für den Aufbau und Erhalt einer stabilen
Knochenstruktur bewirkt.
Zu beachten ist allerdings, dass roher Portula, wie Spinat und Rhabarber, relativ viel
Oxalsäure enthält. Menschen mit Nierensteinen oder Gicht sollten ihn daher nur in
Maßen genießen. Durch kurzes Blanchieren oder die Kombination mit calciumreichen
Lebensmitteln (wie Quark oder Käse) lässt sich die Oxalsäure jedoch effektiv binden
und entschärfen.
Alles in allem also eine Pflanze, die es wert ist, sie zu schätzen. Wer eine solche Pflanze
im Garten entdeckt, sollte unbedingt dankbar sein. Denn so viel Gesundheit in einer
- noch dazu eine für Unkraut gehaltene Pflanze – findet man kaum ein zweites Mal.
Wahrlich ein kleiner Schatz für die Gesundheit im Garten!
Und ich kann jeden Tag noch davon ernten, denn die Sonne meint es immer noch gut.
Wahrlich goldene Oktobertage!
Ein anderer kleiner Schatz ist die Passionsfrucht. Leider wächst sie nicht im Garten,
sondern nur in tropischen oder subtropischen Gefilden. Sie ist deshalb ein wahrer Schatz,
weil sie sehr gesund ist. Nicht gerade preiswert, sollte man sich diesen kleinen Schatz
dennoch gönnen. Denn sie enthält ebenfalls viele wichtige Vitamine und Mineralien.
~*~
🌟Bilder mit KI erstellt by Lauras Home and Garden🌟
Die Information zur Portulak-Pflanze stammt im Wesentlichen von der KI,
die ich im obigen Text zusammengefasst habe.































