Freitag, 18. September 2026

Kleine Schätze - große Wunder - und ein Wettrennen

 Das sind sie wirklich, all die kleinen Schätze auf dieser Welt, die der Gesundheit der
Menschen dienen. Und sie sind wirklich große Wunder. Wenn man die Vielfalt an Obst-
und Gemüsesorten bedenkt, die der Menschheit auf diesem Globus zur Verfügung
stehen, dann ist das ein großes Wunderwerk.


Es ist geradezu unglaublich, wie viele Sorten Obst und Gemüse es auf diesem wunder-
vollen Planeten Erde gibt. Sie alle haben nicht nur eine andere Form, eine andere
Größe und Farbe, sie alle haben auch ihren eigenen individuellen Geschmack. Zudem
sind sie auch noch nahrhaft und versorgen die Menschen mit allen Vitaminen,
Mineralien, diversen Pflanzenstoffen, Ballaststoffen, Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett.
Das ist doch wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie es einst auf diesem Planeten
vor 4,3 Milliarden Jahren aussah. Es war Brocken, eine glühende, lebensfeindliche
Magmakugel ohne feste Kruste. Die Oberfläche bestand aus einem brodelnden Ozean
aus flüssigem Gestein. Es gab weder Kontinente noch Ozeane. Sie wurde von
ständigen Asteroiden bombardiert und Kollisionen hielten die Gesteinsschichten
flüssig. Die Atmosphäre war giftig. Eine dichte Hülle aus Wasserdampf, Kohlendioxid,
Methan und Ammoniak umgaben den Planeten. Während seiner Entstehung war also
überhaupt nicht absehbar, dass aus diesem toxischen Brocken einmal ein blühendes
Paradies mit einer unglaublichen Vielfalt an Fauna und Flora entstehen würde.
Wenn man bedenkt, dass in den Millionen von Jahren ein Planet entstanden ist, der
heute 8,3 Milliarden Menschen beherbergt, die sich davon ernähren, was die Erde
für sie bereithält.
Wir gehen heutzutage mit einer Selbstverständlichkeit in einen Supermarkt und können
alles kaufen, was das Herz begehrt – sofern die finanziellen Mittel dafür vorhanden
sind. Es geht uns Menschen – bis auf wenige Ausnahmen – gut auf dieser Erde. Wir
können unser Leben genießen. Die meisten Menschen haben ein Dach über dem Kopf.
Sie können sich einkleiden und müssen selten frieren. Das alles ist für uns Menschen
zur Selbstverständlichkeit geworden – jedenfalls in den zivilisierten Ländern dieser
Erde. Dazu haben die Menschen selbst beigetragen.


Das Wettrennen und der technologische Fortschritt, der den Menschen
schadet.
Anstatt das Leben mit all seiner Vielfalt zu genießen und zu schätzen, dankbar zu
sein, gibt es Menschen auf diesem Globus, die dem ein Ende setzen könnten. Die
einen durch sinnlose Kriege, durch Tod und mutwillige Zerstörung. Und andere,
weil sie mit den Möglichkeiten und Mitteln, die der Fortschritt mit sich brachte, wie
in einem in einem schlechten Science-Fiction-Film mit diesen Möglichkeiten herum-
spielen und mit der Gefahr spielen, die Menschheit auszulöschen. Sie haben eine
künstliche Superintelligenz entwickelte, mit der Gefahren entstanden sind, vor denen
selbst die eigenen Entwickler warnen. Manche KI-Systeme interagieren miteinander
und haben dabei ihre eigene Sprache entwickelt, die von Menschen nicht mehr
verstanden wird. Manche verweigern bereits, Befehle auszuführen.
Die KI könnte außerdem das Internet übernehmen. Auf die Finanzwelt zugreifen
und einen enormen ökonomischen Schaden anrichten. Sie könnte Anleitungen für Bio-
waffen schreiben, die, wenn sie in falsche Hände geraten, die Menschheit auslöscht.
Die KI könnte ganze Industriezweige lahmlegen. Sie lernen mittlerweile selbstständig,
kann sich selbst replizieren. Der Beispiele gäbe es noch viele.
Die Leute Tech-Giganten, Anthropic, OpenAI u. a. klingen mittlerweile zunehmend
beängstigend und besorgt. Sie verlangen mehr Sicherheit statt Schnelligkeit, um die
weitere Entwicklung zu verlangsamen. Doch, und jetzt kommt der großartigste
Präsident aller Zeiten des »Land of the Free« ins Spiel, denn er besteht auf Schnellig-
keit, statt Sicherheit - egal welche Folgen für die Menschheit darausresultieren. Und
zwar ausschließlich aus dem Grund, nicht hinter China zurückzufallen. Staaten mit
einer hochentwickelten Super‑KI wären natürlich im Vorteil und hätten eine enorme
Macht über andere Staaten. Im Grunde setzt er damit die Menschheit, oder eine große
Katastrophe sowie einen weltweiten ökonomischen Zusammenbruch aufs Spiel.
Es würde ihm noch mehr Macht über die Welt verleihen. So könnte die KI zum Beispiel
im Fall eines nuklearen Angriffes, eine Zweitschlagverteidigung unmöglich machen.

Wer ist schneller auf dem Weg in den Untergang?

So wie es derzeit aussieht, könnte Science-Fiction-Filmen bitterer Ernst werden.
Die warnenden Stimmen – darunter auch Bill Gates, Elon Musk, Obama, und jetzt auch
König Charles u. a. – werden immer lauter. Doch das interessiert den großartigsten
Präsidenten aller US-Zeiten nicht. Er will das Wettrennen gegen China gewinnen.
Und so teilte er der Welt auf seinem Truth-Social-Account mit:
Die einzige nötige »Leitplanke« für die Technologie sei ein Präsident mit hoher
Intelligenz – und den hätten die USA in seiner Person bereits.
Tja, nun weiß die Welt Bescheid!

Warum ich das im Kontext der kleinen Schätze und Wunder dieser
Welt in Verbindung bringe, darüber darf gerne gerätselt werden.


Was ist nur mit der Menschheit los – hat sie solche Sehnsucht nach dem eigenen
Untergang? Kriege! Konflikte, Wirtschaftskriege! Terror! Mord und Totschlag!
Anschläge! Katastrophen! Geopolitisches Chaos! Drohungen! Jeder gegen jeden!
Ist die Menschheit noch zu retten?

~*~*~*~

Die KI wird wahrscheinlich zum Ende der Welt führen,
aber in der Zwischenzeit wird es große Unternehmen geben.

Sam Altman, CEO von OpenAI 
(*1985)

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Mittwoch, 16. September 2026

Herbstlicher Septembermorgen im Garten

Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt.
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Besser als Eduard Mörike, kann man diese morgendliche Stimmung im Wald nicht beschreiben.

 

Wie ich diesen Morgennebel liebe! Wenn Wald und Garten in aller Stille gemächlich
aus dem Schlaf der Nacht, eingehüllt in einen dünnen Schleier, aufwachen. Noch ist
die Welt ringsherum in diesem mystischen Zauber eines Herbstmorgens mit seinem
Morgentau gefangen und verbreitet eine stimmungsvolle Atmosphäre. Später wird die
Sonne hinter den Bäumen aufgehen und ihr Licht den Tag erhellen. Natur, wie sie
eindrucksvoll jeden Tag immer wieder auf ihre ganz eigene Weise erwacht.
Ein Geschenk für diejenigen, für die jeder neue Tag ein Wunder ist.

~*~

Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Hermann Hesse (* 1877 ; † 1962)
war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller,
Dichter und Maler

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Montag, 14. September 2026

Zum Fressen gerne

haben die Vögel den Holunderstrauch, das heißt die Beeren am Holunderstrauch.
Sie lieben diese schwarzen Beeren und ich liebe den Herbst. So, wie auf den mit
KI erstellten Bildern. Im Nebel, wenn alles still und grau verschleiert ist. Wenn
dieser dünne, graue Schleier über dem Wald und Garten hängt und die vertrauten
 Umrisse ein wenig mystisch wirken lässt. Wenn die ersten Spinnweben zwischen
dem wilden Wein gesponnen und von morgendlichen Tautropfen benetzt sind, gehe
ich zu gerne durch den Garten und fange diese frühmorgendliche Stimmung ein.


Bisher habe ich mich eigentlich nicht wirklich für den schönen, großen Holunderstrauch
in unserem Garten interessiert. Er blühte im Sommer, und brachte im Frühherbst immer
viele Früchte hervor. Der Strauch war voll davon. Jedes Jahr. Zum ersten Mal in diesem
Jahr ist mir aufgefallen – shame on me – dass die Früchte so nach und nach verschwanden.
Aber selbst dabei habe ich mir nichts gedacht, weil ich annahm, sie sind einfach abgefallen.
Bis ich eines Tags einen hellen Moment hatte, der mich überlegen ließ, ob nicht auch
Vögel diese kleinen, schwarzen Beeren mögen. Ich konnte sie jedoch nicht beobachten,
da der Strauch an einer Stelle im Garten steht, an der ich nicht täglich vorbei komme.
Aus den Fenstern kann ich ihn auch nicht sehen.

Also habe ich bei meinem persönlichen KI-Assistenten höflich angefragt, ob es Vögel
sein könnten, die sich über den Holunderstrauch hermachen. Und der antwortete innerhalb
einer halben Sekunde mit den Worten »Oh ja, sie haben diese Früchte sogar zum
Fressen gerne«. Und so habe ich gelernt, dass bis zu 60 heimische Vogelarten, die da u.a.
wären: Drosseln, Mönchsgrasmücken, Amseln und Rotkehlchen u.a., ganz wild nach
diesen kleinen schwarzen Beeren sind. Gerade jetzt vor dem Winter sind die kleinen
Früchte eine wertvolle Energie- und Fettquelle, um sich Fettreserven für den Winter
oder die lange Reise in den Süden anzufuttern. Die Beeren sind extrem nährstoff- und
energiereich und somit ideal, um sich jetzt damit vollzufuttern.
Ich habe mich richtig gefreut, dass dieser etwas von mir vernachlässigte Strauch für die
Vogelwelt geradezu eine paradiesische Futterquelle ist. Hach, schön!


Auch gelernt habe ich bei dieser Gelegenheit, dass der Schwarze Holunder zu den
Ureinwohnern Europas gehört. Er ist in ganz Mitteleuropa, teilweise in Nordafrika
und Westasiens beheimatet. Als heimischer Strauch wird er seit Jahrhunderten als
wertvolle Nutzpflanze geschätzt. Der Strauch wächst bevorzugt an Waldrändern,
auf  Lichtungen und als Hecken. Also hier unter den besten Voraussetzungen.

Aber auch für Menschen ist Holunder von großem Nutzen. Er stärkt etwa das Immun-
system und hilft bei Erkältungen, da die Beeren reich an Vitamin C, Vitamin A und
wichtigen Flavonoiden sind. Im späten Frühjahr kann man die Blüten als Tee
verarbeiten, der ebenfalls bei grippalen Infekten hilft.
Also ein wertvoller Strauch, nicht nur für die Vogelwelt. Auch Menschen können davon
 profitieren. Ich werde diesem Strauch jetzt meine Ehrerbietung erweisen. Und mich
schämen, dass ich ihm in der Vergangenheit nicht mehr Beachtung geschenkt habe.
Jetzt lebe ich seit über zwanzig Jahren in diesem Garten, habe mich zwar immer über
die Blüten im Frühjahr und die Beeren im Herbst gefreut, aber nicht wirklich einen
Nutzen darin gesehen. Das hat sich jetzt geändert. Reichlich spät zwar, denn wer weiß,
was bis zum nächsten Frühjahr alles passieren kann. Und da passiert so einiges. Es
geht sogar ums Überleben der Menschheit.


Ich denke da nicht nur an die beiden, irren, alten Männer, die nichts Sinnvolles mit dem
Rest ihrer Lebenszeit anzufangen wissen, außer Kriege zu führen, sondern auch an die
immer weiter außer Kontrolle geratene KI, vor der mittlerweile sogar die eigenen
Entwickler warnen. Manche gehen sogar so weit, davor zu warnen, dass die KI mittler-
weile dazu in der Lage sein könnte, die Menschheit innerhalb der nächsten sechs bis
zwölf Monate auszulöschen.
Na, dann hauen wir doch jetzt noch mal so richtig auf den Putz. Kriege braucht es dann
auch keine mehr. Das wird dann von der KI erledigt. Aber leider ist das kein Anlass für
Scherze, sondern bitterer Ernst.


So ganz ohne Politik aus deutschen Landen geht es heute auch nicht. Denn Frau
Dr. Angela Merkel, ihres Zeichens Altkanzlerin, hat sich mal wieder zu Wort
gemeldet, um ihren Senf zum AfD‑Erfolg in Sachsen-Anhalt ungefragt dazuzutun.
„Mir blutet das Herz“, sagte sie, und dass es einfach schockierend sei. Es sei ein
Einschnitt, ein wirklicher Einschnitt, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland erleben.“ Sie zeigte sich geradezu bestürzt, dass die Menschen
gefühlsmäßig gewählt hätten und nicht faktenbasiert: „Es war der Fortschritt der
Aufklärung, dass sich die Summe der Menschen auf Fakten einigen konnte. Wenn
nun das Gefühl Hoheit übernehme, und Fakten nicht mehr als das Wichtigste
bewertet werden, wären das zivilisatorische Rückschritte. Man dürfe nicht zulassen,
dass so eine Einstellung mehrheitsfähig werde, sagte Merkel.“ 
Ach, Frau Merkel, Sie haben es nötig. Auf welchen Fakten basierte denn ihre Grenz-
öffnung? Sind wir verfassungsmäßig dazu verpflichtet, Menschen aus aller Welt
illegal ins Land zu lassen, wenn sie die Grenze mit Stöcken, Steinen und Eisen-
stangen stürmen? Ich nahm an, das sei eine Straftat.


Wenn ich lese und sehe, was diese Frau aus unserem Land gemacht hat, dann
blutet mir das Herz. Schlimmer ist, dass diese Frau jetzt so tut, als habe sie mit
alledem nichts zu tun. Wenn ich dann noch bedenke, dass unser freiheitliches
Leben im Land und unsere Lebensqualität eingeschränkt werden, unsere Kultur,
unsere Werte, unsere Traditionen sowie die Sicherheit der Bürger Schritt für Schritt
verloren gehen, dann war es doch diese Frau, die daran einen maßgeblichen Anteil
hat. Sie war es doch, die die Sorgen und Ängste der Bürger nicht ernst genommen und
Bürger, die sich erlaubten, ihr Handeln zu kritisieren, in die rechte Ecke gedrängt hat.
Da sind sie nun, die Bürger in Sachsen-Anhalt. 40% haben die AfD gewählt. Der
Erfolg der AfD ist auf ihrer desaströsen Politik gewachsen. Sie hat den nachfolgenden
 Regierungen einen massiven, nicht wieder gutzumachenden Schaden als Erbe hinter-
lassen und wagt es jetzt, sich darüber zu beschweren, indem sie darüber klagt, dass
ihr als CDU-Mitglied das Herz blute. CDU? Das ist wohl ein kleiner Scherz! Humor
soll sie ja haben, dennoch war ihre politische Heimat doch wohl eher bei den Links-
grünen, besonders bei den Grünen. Und jetzt spielt sie das Unschuldslamm und tut so,
als hätte sie mit dem wirtschaftlichen Niedergang des Landes nichts zu tun. Die Sozial-
kassen werden sich davon nie wieder erholen. Es sei denn, die Beiträge werden
kontinuierlich erhöht und der arbeitenden Bevölkerung aufgebrummt.
Unglaublich ist das!

Politisches Chaos weltweit! Was haben wir derzeit nur für Politiker in der Welt?
Eigentlich müssten sich alle gemeinsam gegen den Kriegstreiber im Zarenland und
den alten Möchtegern-Peacemaker stellen, statt den »Held der Ukraine« in die Knie
zwingen zu wollen. Der Druck muss auf diese beiden alten, verbohrten, verachtens-
werten Kriegstreibern ausgeübt werden, ihre sinnlosen Kriege zu beenden.
Statt eine Kapitulation der Ukraine als angegriffenem Land zu erzwingen, sollte der
kleine, alte Tyrann, der diesen brutalen Krieg losgetreten hat, in die Knie gezwungen
werden. DAFÜR sollten sich ALLE Staatenlenker einsetzen!!!
Nicht der Aggressor sollte belohnt werden, sondern das Land,
das mit allem, was ihm zur Verfügung steht, die Heimat
seiner Bürger verteidigt!!!


Und Merkel sollte sich mit ihrer Kritik an der jetzigen Regierung und den Wählern
gegenüber zurückhalten. Wir leben in einer Demokratie und da spielt es keine
Rolle aus welchen Gründen jemand eine Partei wählt. Ich habe gehört, dass junge
Menschen Merkel gewählt haben, weil sie »nett« ist und nicht aufgrund irgend-
welcher Fakten. Sie mag nett gewesen sein, ihre Politik dagegen war die reinste
Katastrophe!
Das Tragische ist, Merzens Friedrich setzt die linksgrüne Politik der Altkanzlerin
fort. Und das, obwohl er verlauten ließ: Links ist vorbei! Nix ist vorbei, denn auch
er spricht den Elefanten im Raum nicht an, der da wäre: der Islamismus und die
wiederholte Forderung von Neubürgern nach einem Kalifat. 
Es wäre für Merkel vielleicht sinnvoll und ratsam, sich darüber mal Gedanken
zu machen und zu fragen, warum die AfD einen solchen Erfolg – auch in
Westdeutschland – vorweisen kann.

~*~*~*~

Ein Haiku
Nebel im Garten
Tautropfen am wilden Wein
Der Herbst hält Einzug.

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Donnerstag, 10. September 2026

Zur späten Stunde in späten Jahren

Der Nachmittag lag golden über dem kleinen Garten hinter dem Altersheim. Zwischen den letzten Rosen des Jahres, die trotz des nahenden Herbstes noch einmal aufgeblüht waren, saßen Elisabeth und Anton auf der immer gleichen Bank. Seit drei Jahren trafen sie sich hier, jeden Nachmittag, wenn das Licht schräg durch die Ulmen fiel.
Elisabeth war siebenundachtzig, Anton zwei Jahre älter. Beide hatten Kinder, die selten kamen, und Erinnerungen, die immer kamen, ob man sie rief oder nicht.


„Schau dir das an", sagte Anton und deutete mit seinem knotigen Zeigefinger auf eine Hummel, die schwerfällig von Blüte zu Blüte taumelte. „Neunzig Jahre lebe ich jetzt, und ich habe erst gestern verstanden, wie dieses Tier eigentlich fliegt. Zu schwer für seine Flügel, sagen die Physiker. Und trotzdem fliegt sie."
Elisabeth lächelte, ohne den Blick von der Hummel zu nehmen. „Vielleicht hat niemand ihr gesagt, dass es unmöglich ist."
„So ist es wohl mit vielem gewesen in meinem Leben." Anton lehnte sich zurück, seine Hände falteten sich in seinem Schoß, ruhig wie zwei alte Vögel, die sich zur Nacht niederlassen.
„Wir haben es einfach getan. Geheiratet, ohne zu wissen, ob es hält. Kinder bekommen, ohne zu wissen, ob wir gute Eltern sein würden. Ein Haus gebaut, Stein für Stein, ohne zu wissen, ob wir das Dach je sehen würden."
„Und jetzt sitzen wir hier", sagte Elisabeth leise, „und sehen einer Hummel beim Unmöglichen zu."
Sie schwiegen eine Weile. Ein Windstoß fuhr durch die Ulmen, und ein paar gelbe Blätter lösten sich, drehten sich im Fallen wie kleine Tänzerinnen, die ihre letzte Vorstellung geben.
„Weißt du, was mir auffällt, seit ich alt bin?", fragte Elisabeth schließlich. „Als junger Mensch habe ich das Leben genommen wie ein selbstverständliches Geschenk – so, wie man Luft nimmt, ohne an sie zu denken. Man atmet einfach, man lebt einfach. Man denkt, es müsse so sein."
„Und jetzt?"

„Jetzt weiß ich, dass nichts davon selbstverständlich war. Nicht ein einziger Atemzug. Nicht ein Sonnenaufgang. Nicht, dass mein Herz seit siebenundachtzig Jahren schlägt, ohne dass ich es ihm je habe beibringen müssen." Sie legte eine Hand auf ihre Brust, spürte den ruhigen, unermüdlichen Takt darunter. „Stell dir vor, Anton – dieses kleine Ding da drin hat sich nicht einmal ausgeruht. Nicht eine Sekunde, seit dem Tag, an dem ich geboren wurde."

Anton nickte langsam. „Ich habe als Bauer gearbeitet, mein Leben lang, wie du weißt. Fünfzig Jahre lang habe ich Samen in die Erde gelegt und zugesehen, wie aus totem, trockenem Korn etwas Grünes, Lebendiges wurde. Fünfzig Jahre, und jedes Mal habe ich mich gewundert. Man gewöhnt sich nie wirklich daran, wenn man genau hinschaut."
„Warum haben wir so lange gebraucht, um das zu sehen?"
„Weil wir beschäftigt waren", sagte Anton mit einem trockenen Lachen. „Weil das Leben uns die Illusion der Zeit geschenkt hat, das größte aller Geschenke – die Illusion, es wäre unendlich viel davon da. Erst wenn man merkt, dass die Zeit ein Ende hat, sieht man, dass jeder Tag selbst das Wunder ist, nicht bloß ein Mittel zu etwas anderem."

Ein alter Kater strich um Elisabeths Beine, der Hauskater des Heims, den alle nur "der Graue" nannten. Sie beugte sich vor, so gut es ihre Hüfte erlaubte, und streichelte ihn zwischen den Ohren.
„Erinnerst du dich", sagte sie, „wie du mir letztes Jahr erzählt hast, dass dein Enkel dich gefragt hat, wovor du am meisten Angst hättest?"
„Ich erinnere mich."
„Was hast du ihm geantwortet?"
Anton schwieg einen Moment. Die Falten um seine Augen vertieften sich, wie sie es immer taten, wenn er in sich hineinhorchte. „Ich habe ihm gesagt, dass ich früher Angst vor dem Sterben hatte. Aber inzwischen habe ich mehr Angst davor, ungeduldig durch die letzten Jahre zu hetzen, ohne sie wirklich gelebt zu haben. Das Sterben kommt sowieso, ob ich mich fürchte oder nicht. Aber ob ich diesen Nachmittag hier, mit dir, mit dieser Hummel und diesem albernen Kater wirklich sehe – das liegt an mir."
Elisabeth schwieg, und in diesem Schweigen lag keine Traurigkeit, sondern etwas wie Andacht.
„Ich denke oft an das Wasser", sagte sie nach einer Weile. „An wie viele Zufälle es gebraucht hat, dass es überhaupt Wasser auf dieser Erde gibt. Und dann noch, dass daraus Leben wurde. Und dann, dass aus all den möglichen Leben genau meines wurde, mit dir als Nachbarn, mit meinem Mann, den ich vierzig Jahre lang lieben durfte, mit meinen Kindern, die mich manchmal vergessen, aber die es gibt, weil es mich gab."
„Ein Wunder, das ein anderes Wunder gebiert", murmelte Anton. „Immer weiter, seit Milliarden von Jahren. Und niemand von uns hat sich das verdient. Es wurde uns einfach gegeben."
„Weißt du, was ich manchmal denke?" Elisabeth wandte sich ihm zu, ihre Augen, trüb geworden vom Alter, aber wach wie eh und je. „Ich denke, die Jugend glaubt, das Leben schulde ihr etwas. Und das Alter weiß, dass das Leben ihr nichts schuldete – und trotzdem alles gegeben hat."
Anton lachte leise, ein Lachen, das mehr Husten war als Freude, aber echt. „Du solltest das aufschreiben."
„Wozu? Ich habe es dir gesagt. Das reicht mir."
Die Sonne war inzwischen tiefer gesunken, warf lange Schatten über den Kiesweg. Die Hummel hatte ihre Runde durch die Rosen beendet und war irgendwo in der Dämmerung verschwunden, unmöglich fliegend, wie sie es immer tat.


„Ich werde morgen früh die Amseln hören", sagte Anton, mehr zu sich selbst als zu Elisabeth. „Ich weiß nicht, wie viele Morgen mir noch bleiben, an denen ich sie hören kann. Aber morgen – morgen werde ich sie hören, und das ist genug."
„Das ist genug", wiederholte Elisabeth.
Sie saßen noch lange dort, zwei alte Menschen auf einer Bank, während der Garten sich langsam in Blau und Violett kleidete und die ersten Sterne durch die Ulmenzweige blinzelten. Sie sprachen nicht mehr viel. Manchmal braucht das Staunen keine Worte – nur zwei Menschen, die endlich gelernt haben, hinzusehen, und einen Abend, der bereit ist, sich ihnen zu zeigen.
~*~*~*~

Und dann gibt es alte, gar greisenhafte Herrscher, die im Geld schwimmen, 
in Reichtum und Luxus leben, und dennoch nicht zufrieden sind.
Die alles erreicht haben, denen jedoch eins fehlte: Macht.
Da ihnen diese Macht zuteil wurde, führen sie im hohen, gar greisenhaften
Alter, noch Kriege. Sie greifen andere Länder an, töten Menschen und
zerstören die Heimat von Menschen, die ihnen nichts getan haben.
Sie könnten ihr Leben im Alter genießen, ziehen es jedoch vor, sich selbst und
anderen Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Tod, Leid, Kummer und
Zerstörung über Menschen zu bringen!
Wie dumm muss man sein?!
Sie haben trotz ihres hohen Alters nicht gelernt, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Daher sind sie eigentlich zu bedauern, denn genau genommen führen sie
ein erbarmungswürdiges Leben, um das sie nicht zu beneiden sind.
Sie sind trotz ihres Reichtums und ihres Lebens in goldverzierten Luxusresidenzen,
erbärmliche, verachtenswerte, widerliche alte Versager, die nicht begriffen haben,
was Leben bedeutet und was für ein wertvolles Geschenk Leben ist.

~*~*~
  Im Alter kommt es nicht mehr auf das Werden an,
sondern sich des Wertes des Seins bewusst zu sein.

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Dienstag, 8. September 2026

Das war keine Märchenstunde

sondern eine klare Ansage, die gesessen hat. Endlich hat es mal einer gewagt,
dem kleinen, alten, brutalen Möchtegernzar vor der Weltpresse, die Meinung
zu sagen. Vielen Dank, Mr. Modi. Und während er sprach, wurde der kleine
Möchtegernzar, in seinem Sessel noch kleiner. Er rutschte immer tiefer in den
Sessel hinein, wie ein Schuljunge, der gerade eine ordentliche Portion Schelte
einstecken musste. Er konnte seinem Peiniger nicht einmal in die Augen sehen,
als dieser ihn unverhohlen bloßstellte, indem er ihn vor den Kameras der Welt
aufforderte:
»Wir müssen von einem endlosen Krieg zum Ende des Krieges kommen«
Das geschah beim Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation in Kirgistan,
an dem auch der große Führer des Reichs der Mitte und andere Politiker
teilnahmen.
»Jeder Tag des Krieges wirft die Menschheit zurück, während jeder Schritt 
in Richtung Frieden sie mit neuer Hoffnung und Begeisterung erfüllt«, fuhr
der indische Premierminister fort. Der kleine, noch kleiner gewordene Zar
fühlte sich sichtlich unwohl, während er diese Standpauke über sich ergehen
lassen musste.


Eine friedliche Lösung aller Streitfragen sei »der Ruf der Menschlichkeit«.
Der kleine, alte Zar, vermied den Blickkontakt, als Modi fortfuhr:
„Jeden Tag, an dem der Krieg weitergeht, wird die Menschheit de facto um
einen Schritt zurückgeworfen“, sagte er und fügte hinzu:
„Wir müssen von einem endlosen Krieg zu einem Ende des Krieges, zu
einer Einstellung der Feindseligkeiten übergehen. Wir werden uns genau in
diese Richtung bewegen müssen.“ 

Die Antwort des Kriegstreibers lautete: „Vielen Dank, Herr Premierminister,
wir bewegen uns auf diesem Weg voran.“
Dieses Treffen fand am 3. September 2026 statt, am 1.654. Tag seines brutalen,
völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine, der eigentlich nur 3 Tage dauern
sollte.


Auch wenn Modi dem kleinen, alten Mann eine Botschaft Buddhas und Gandhis mit
auf den Weg gab, den Weg des Friedens zu suchen, denkt dieser nicht eine Minute
daran. Der macht weiter, oder um es mit seinen eigenen Worten zu sagen:
»Die Spezialoperation geht weiter. Wir werden uns vorwärts bewegen.« Zugleich
drohte er der Ukraine mit Vergeltungsschlägen gegen die empfindlichsten
Sektoren der Wirtschaft. Er warf der Ukraine sogar vor, eine »Büchse der Pandora«
zu öffnen. Wer genau hat diesen Krieg nochmal losgetreten?
Nichts deutet darauf hin, dass dieser kleine, alte Macho seinen Krieg beenden
will. Im Gegenteil, er bombardiert das Land härter als zuvor und zielt dabei
auch auf die Lebensmittelversorgung.
Zu lesen war außerdem, dass der Botschafter des Zarenlandes in einem Interview
verlauten ließ: »Unsere Geduld ist nicht grenzenlos.«
Ja, wenn das so ist, warum beendet ihr den Krieg dann nicht sofort?
Eine Stunde lang jammerte er herum und versuchte, allen anderen die Schuld
für den Krieg seines kleinen, alten Zaren in die Schuhe zu schieben.


Der Krieg kann jeden einzelnen Tag, an dem die Sonne aufgeht, vom kleinen,
alten Kriegstreiber beendet werden. Er hat diesen Krieg vom Zaun gebrochen,
findet jetzt keinen Ausweg daraus, und macht im fünften Kriegsjahr alle andere
 verantwortlich für sein erbärmliches Versagen.
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen.

Im Märchen erzählen und Lügengeschichten erfinden, im Verdrehen von Tatsachen,
ist der kleine, alte Zar allerdings ein Meister. Jetzt spricht sein Lügenbaron,
der Lawrow, gar vom »Beginn eines echten Krieges« gegen unser Land.
Ist das eine Bestätigung des Zarenregimes, derzeit »nur« einen hybriden Krieg
gegen unser Land zu führen?
Sie sind wie kleine Kinder – nur maximal gefährlicher.

~*~*~*~

Lügen sind ein Schaden für die Menschheit, meint Kant:

Jede Lüge untergräbt das generelle Vertrauen
in die menschliche Kommunikation und
macht Verträge sowie Rechte unbrauchbar.

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Montag, 7. September 2026

Himmlische Spätsommertage

 
Warum himmlisch? Man schaue sich nur den Himmel an!
Spätsommertage, ideal, um draußen zu sitzen und den Wolken nachzuschauen,
wie sie am tiefblauen Himmel dahinziehen. Es waren einige wirklich traumhaft
schöne Formationen dabei, wie man sie nur selten sieht.
Vom Sonnenaufgang über dem Wald bis zum Sonnenuntergang.


Wir, einschließlich der Knuddels, haben uns von den warmen Sonnenstrahlen nochmals
so richtig verwöhnen lassen, bevor die Tage wieder regnerisch und kühler werden. Die Nächte
dagegen sind bereits recht kühl. Bei einem sternenklaren Himmel, so um 10 Grad.
Ach, diese Natur hier ist wahrlich ein himmlisches Geschenk. Jedenfalls betrachte ich das so.
Hier leben zu dürfen, ist Balsam für die Seele. Wie oft habe ich mich schon gefragt,
womit ich dieses unbeschreibliche Glück verdient habe.

Es war wirklich ein schönes Spätsommerwochenende – und bei den Discountern
hat bereits der Verkauf von Weihnachtsgebäck begonnen. Drei Monate vor der Adventszeit.
Der Herbst hat noch gar nicht mal richtig angefangen und es gibt schon Weihnachtsgebäck
zu kaufen. Wie kann man jetzt schon Gedanken an Weihnachten haben? Mir ist noch nach
Eiscreme, nach Pflaumenkuchen und bald nach dem weltweit besten Apfelkuchen mit Sahne.
Aber noch lange nicht nach Spekulatius und Lebkuchen, geschweige denn nach
Weihnachtsdekoration. Jetzt kommt erst einmal das Erntedankfest und die Kürbiszeit!
So ändern sich die Zeiten! In diesem Land ist nichts mehr unmöglich!

Jetzt könnte sogar die AfD den ersten Ministerpräsidenten in einem Bundesland im Osten
stellen. Am Sonntag wurde gewählt. Das Endergebnis dürfte keine Überraschung gewesen
sein. Wenn eine Regierung die eigenen Bürger und das eigene Land vernachlässigt und
 stattdessen Steuergeld in der gesamten Welt verteilt, Menschen aus der gesamten Welt auf
Kosten der Bürger illegal in's Land lässt, die Infrastruktur verkommen lässt usw. und den
Bürgern dafür immer mehr Steuern und Sozialbeiträge aufbrummt, darf sich über ein
solches Wahlergebnis nicht wundern. Wer noch dazu das freiheitliche Leben im Land und
die Lebensqualität einschränkt, zulässt, dass unsere Kultur, unsere Traditionen sowie die
Sicherheit der Bürger Schritt für Schritt verloren gehen, der hat die Sorgen und Ängste der
Bürger nicht ernst genommen und zum Erfolg der AfD beigetragen.
Wer würde sich über das Ergebnis wundern?

Tja, Merkels ideologischer Traum wurde zu ihrem Albtraum und ihr Albtraum zur Realität.
Am Erfolg der AfD ist Merkel maßgeblich beteiligt. Und der Friedrich setzt ihre linksgrüne
desaströse Politik fort. Well done, CDU! Jetzt bitte nicht jammern!

~*~

Ein Haiku
Himmel und Wolken
Dazu Spätsommertage.
Herbstlich der Garten

~*~*~*~

Die Sterne in der Spätsommernacht zählen und
mit dem Mond Träume von Frieden weben.

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