Montag, 16. Februar 2026

Erfülltes Leben

 oder das Geheimnis der Stille.
Das Schöne an der Stille ist die Zeit, die man mit sich selbst verbringt, und durch
nichts abgelenkt wird. Diese Stille, dieses mit sich »Allein-SEIN« erlebe ich
ganz bewusst. Es ist schon deshalb so wichtig für mich, weil ich in aller Ruhe
denken kann. Zum Denken benötigt man Zeit und absolute Stille. Seit ich mir
bewusst Zeit nehme, in aller Stille in mich hineinzuhören, verstehe ich Rumi
umso besser, wenn er sagte:
„Lass dir von der Stille die Geheimnisse der Welt erzählen.“

  
Die meisten Menschen sind heute mit so vielen Dingen beschäftigt, dass ihnen zum
»Denken« und für die wesentlichen Dinge sowie für wirklich wichtige Fragen gar
keine Zeit mehr bleibt. Zudem ist Denken sehr anstrengend und diese Anstrengung
vermeiden ebenfalls viele Menschen. Was bleibt diesen Menschen also anderes
übrig, als das zu glauben, was sie von anderen hören, oder sehen, oder was ihnen
erzählt wird. Sie nehmen es als Tatsache hin, ohne zu hinterfragen, ob das alles
stimmt. 
Ihre Terminkalender sind ausgefüllt, ihre Zeit bis auf die Minute verplant. Viele
Menschen meinen daher auch, dass sie durch ihre vielen Aktivitäten und Beschäf-
tigungen ein ausgefülltes Leben haben. Ein ausgefülltes Leben ist jedoch keines-
wegs ein erfülltes Leben. Es ist vielmehr eine Ablenkung vom wahren, glück-
lichen und zufriedenen Leben.
 

Erst wenn man sich nicht mehr zum Sklaven der Zeit macht, und sich  Zeit
nimmt, das Leben zu leben, schenkt man sich eigentlich selbst seine Freiheit.
Oft sind Menschen deshalb unzufrieden und unglücklich, weil ihre Ansprüche
 ständig steigen, weil sie immer höhere Erwartungen an das Leben und andere
Menschen stellen. Werden diese Ansprüche und Erwartungen nicht erfüllt,
folgen oftmals bitterer Enttäuschungen und es kehrt Unzufriedenheit in das
Leben ein.


Somit machen sich viele Menschen nicht nur zu Sklaven der Zeit, sondern auch
zu Sklaven ihrer Ansprüche und Erwartungen und damit das Leben selbst schwer.

 Ein Leben voller Freude, innerem Frieden und vieler Glücksmomente, stellt sich
jedoch erst mit Genügsamkeit ein, mit dem Zurückschrauben materieller An-
sprüche und Erwartungen an andere Menschen. Immer mehr haben wollen – oder
haben wollen, was andere Menschen haben, führt in Wirklichkeit nur zur Unzu-
friedenheit.
 
Nur die Erkenntnis, dass wahrer Reichtum nicht in materiellem Besitz liegt, und
nicht nach den Erwartungen anderer Menschen zu leben, führt schließlich zu
einem erfüllten, zufriedenen Leben sowie zu innerem Frieden und innerer Ruhe.
In dem Fall stellt sich automatisch eine Gelassenheit ein, die nicht so schnell
aus der Ruhe zu bringen ist.


Ein zufriedenes Leben fängt damit an,
sich Zeit für die Stille zu nehmen;
allein SEIN zu können.

Stille ist jedoch für viele Menschen heutzutage kaum zu ertragen. Sie brauchen
Abwechslung und Ablenkung, um das Gefühl zu haben, lebendig zu sein.
Dabei laufen sie gerade vor dieser Lebendigkeit davon und stürzen sich in Unter-
nehmungen, nur um nicht mit sich allein sein zu müssen.
Wie Schopenhauer schon feststellte, entstehen fast alle Leiden und Probleme
gerade in der Gesellschaft. Im Allein-SEIN in der Stille dagegen, erfährt man tat-
sächlich eine wunderbare Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit. Damit ist es
vorbei, sobald man es mit sich allein nicht aushält und auf die Gegenwart von
anderen Menschen angewiesen ist.
  
~*~
Ein Haiku
Einsamkeit im Wald.
Friedliche Stille im Winter.
Seelenharmonie.

~*~
 
🙏 God bless Ukraine and Israel 🙏
~❄️☃️❄️☃️~🙏~☃️❄️☃️❄️~
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Diesen Text hatte ich vor Jahren schon mal eingestellt, und das tue ich gerne immer wieder,
weil es so wichtig ist, sich in diesen chaotischen Zeiten viel öfter Ruhe in absoluter Stille
 zu gönnen, um sich wieder auf sich selbst und das Wesentliche zu besinnen. Zeit mit sich
selbst zu verbringen.

Sonntag, 15. Februar 2026

Die tollen Tage

Es ist wieder so weit, die Jecken sind los!
Daher:

Clown sein, eine Maske tragen,
närrisch sein, für ein paar Tage.
Du hast getanzt und Spaß gemacht,
hast die Leute zum Lachen gebracht.


Du hast gespielt und dich gefreut,
über die fröhliche Heiterkeit der Leut.
Zu Scherzen bereit und Freude zu schenken,
bist du Clown, ohne an dich zu denken.

Wie traurig du bist und wie oft alleine,
fröhlich dich zeigst, nur so zum Scheine.
Deine Seele oft weint, statt allzeit lacht,
im närrischen Treiben der Fassenacht.


Versteckst dich hinter einer Fassade,
ein schöner Traum für ein paar Tage.
Dein wahres Gesicht, du zeigst es nicht.
Niemand weiß, wie du wirklich bist.
 
~*~
Es gibt allerdings auch Clowns auf dieser Welt,
die ganz offen zeigen, wie sie wirklich sind.
😉
~*~~*~~*~

Weiberfastnacht, Nelkensamstag, Tulpenesonntag, Rosenmontag,
Veilchendienstag und am Aschermittwoch sind die tollen Tage vorbei.

Die närrischen Tage sind Tage, an denen die Narren und Jecken losgelassen
und wie auf Kommando närrisch sind. Nach dem Aschermittwoch, wenn das
närrische Treiben und die tollen Tage vorüber sind, kehrt oft für viele
Jecken – nicht nur nach einem Kater, die Nüchternheit wieder ein, sondern
 auch die des ganz normalen täglichen Alltagstrotts.
Der Spaß an der Freud und die närrische Ausgelassenheit sind vorbei.

Wenn es etwas gibt, dem ich überhaupt nichts abgewinnen kann, ist das
Karneval mit seinen Karnevalssitzungen, Büttenreden, Karnevalsumzügen,
einfach alles, was mit Karneval zu tun hat.

Politisch gesehen mag so mancher Karnevalswagen, der aktuelle Themen
darstellt, noch sehenswert sein, aber selbst das brauche ich nicht.
Aber es muss auch Jecken geben, die ein ganzes Jahr regelrecht auf Karneval
hinfiebern.
Und nicht nur die Jecken, denn die Karnevalssession ist ein ziemlich großer
Wirtschaftsfaktor. Immerhin werden an diesen tollen Tagen deutschlandweit
über 2 Milliarden Euro umgesetzt. Dass dieser Wirtschaftszweig den tollen
Tagen mit großen Erwartungen entgegensieht, wer würde das bezweifeln?

»Da simmer dabei, dat is prima! Viva Colonia«.

Menschenmassen sind mir ein Gräuel – grrrrr… nee, danke, no way!!

~*~

Für viele Jecken ist Dabeisein alles. Jeder Jeck ist eben anders.

Also dann haut mal rein und lasst die Sau raus, wie man so schön sagt,
denn Karneval ist alles erlaubt – also fast alles.

 »Düsseldorf Helau« und »Kölle Alaaf«!

„Et hätt noch emmer joot jejange.“ Ist rheinischer Dialekt und heißt übersetzt:
„Es ist bisher noch immer gut gegangen.“
Will heißen: „Wat kütt, dat kütt.“

Für die Narren wäre es natürlich von Vorteil, wenn das Wetter mitspielt.
In den vergangenen Tagen sah es so aus, als würde die Sonne es schaffen,
die dicken, dunklen, grauen Wolken zu durchbrechen, aber sie schaffte es
mangels Durchsetzungsvermögen dann doch nicht. Ihr fehlt wohl noch die
Kraft. Heute dagegen hat sie sich so richtig angestrengt, und die fiesen
Wolken einfach beiseitegeschoben und schon scheint sie heute Morgen
von einem hellblauen Himmel, und zwar bei einem Grad unter Null.

Nur Schnee kann sich bitte fernhalten, auf den verzichte ich gerne.

~*~

Ein Haiku
Schnee im Februar
Eis und frostige Nächte
Natur im Winter.

~*~*~*~*~
 Besucher aus diesen Ländern haben gestern und vorgestern den Beitrag:
»To the Leader of the World«
hoffentlich gelesen und sich das Video angeschaut. Ändern wird sich
dennoch nichts – aber es bleibt die Hoffnung.


~*~
 
🙏 God bless Ukraine and Israel 🙏
~❄️☃️❄️☃️~🙏~☃️❄️☃️❄️~
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Gedicht © Ursula Evelyn 

Freitag, 13. Februar 2026

To the Leader of the World

Anlässlich der Sicherheitskonferenz in München:
On the occasion of the Munich Security Conference
Listen to this song and take this to heart at last!
Nehmt euch das endlich zu Herzen!
 

It is time to put an end to killing humans!
It is time to stop treating people like slaves!
It is time to stop exploiting people!
All people are equal!
You as world leaders are no exception!
There are no people who are more equal than others!
There is no place on this globe for world leaders
who do not act for the good of their citizens.
Remember your humanity and finally stop waging wars.
Stop conflicts and finally stop stirring up new conflicts
all the time!
Think about the welfare of the people of this world!
Humans are not your slaves!
Lay down your arms at last!
Put an end to this bloody war and the killing of innocent
people at last!

People want to live in peace all over the world
and it is their good right!
You all live in peace, security, and comfort. Just think for a
 moment about the people in Ukraine who now have to
 endure winter temperatures of minus 20 degrees without
heating and electricity.
Please help these people!

Four years ago, the brutal dictator of the Kremlin Regime
attacked Ukraine in violation of international law and has
 since killed hundreds of thousands of people and sacrificed
 over a million of his soldiers for his megalomania and ego.
Stop this inhuman madness and continue to support Ukraine
with all the people need to defend their Country!

~*~

Es ist an der Zeit, dem Töten ein Ende zu setzen!
Es ist an der Zeit, Menschen nicht wie Sklaven zu behandeln!
Es ist an der  Zeit, Menschen nicht auszubeuten!
Alle Menschen sind gleich!
Es gibt keine gleicheren Menschen!
Für Weltführer, die nicht für das Wohl ihrer Bürger agieren,
ist auf diesem Globus kein Platz.
Besinnen Sie sich auf die Menschlichkeit und hören Sie endlich auf,
Kriege zu führen und immer wieder neue Konflikte zu schüren.
Denken Sie endlich an das Wohl der Menschen auf dieser Welt!
Die Menschen sind nicht Ihre Sklaven!
Legt endlich die Waffen nieder und beendet diesen blutigen Krieg!

Die Menschen wollen überall in der Welt in Frieden leben!
Und es ist deren gutes Recht!
Sie, als Weltführer, leben in Frieden, Sicherheit und Komfort.
Denken Sie nur einen Moment an die Menschen in der Ukraine, 
die jetzt im  Winter, bei bis zu minus 20 Grad, ohne Heizung und
Strom ausharren müssen.

Vor vier Jahren hat der brutale Diktator des Kremlregimes
die Ukraine völkerrechtswidrig angegriffen, und seither hundert-
tausende Menschen töten lassen und über eine Million eigenen
Soldaten für seinen Größenwahn und sein Ego geopfert.
Beenden Sie diesen unmenschlichen Wahnsinn und unterstützen
Sie die Ukraine weiterhin mit allem, was die Menschen zur
Verteidigung ihres Landes benötigen!
~*~
 
„The only thing more powerful than hate is love.“
Mit diesem Slogan endete Bad Bunnys
Super-Bowl-Halbzeit-Show,
die den alten »King« rasend machte.

~*~
To the people in the world:
Stand up for PEACE and your RIGHTS!


🙏God bless the people of the world🙏
~❄️☃️❄️☃️~🙏~☃️❄️☃️❄️~
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Donnerstag, 12. Februar 2026

Die weise Eule Gaelumy

In den Tiefen des Uraltwaldes, dort, wo das Moos so dick wie Kissen wuchs und das Licht der Sterne nur in winzigen Nadelstichen den Boden berührte, lebte Gaelumy. Sie war keine gewöhnliche Eule. Ihre weißen Federn stachen im Dunkel des Waldes hervor, und ihre Augen waren hellwach. Man sagte, Gaelumy könne den Wind hören, noch bevor er wehte, und den Regen spüren, bevor die Wolken überhaupt geformt waren. Eines Nachts suchte ein junger Fuchs die Eule auf, getrieben von der Unruhe, die durch den Wald zog.


„Weise Gaelumy“, flüsterte der Fuchs. „Die Welt verändert sich. Die Schatten der Zweibeiner werden länger, und die Stille des Waldes wird dünner. Sag mir, wie sieht die Zukunft aus? Geht alles zu Ende?“


Gaelumy rührte sich lange nicht. Dann entfaltete sie langsam ihre gewaltigen Schwingen, und es klang wie das Blättern in einem sehr alten Buch. Dann schloss sie die Augen und begann mit einer Stimme zu sprechen, die wie mahlender Stein klang:
„Ich sehe eine Zeit, in der die Menschen versuchen werden, den Geist des Lebens in kalte Steine und glänzendes Metall zu bannen. Sie werden Netze weben, nicht aus Seide wie die Spinne, sondern aus unsichtbarem Licht. Sie werden alles wissen, aber nichts mehr fühlen. In dieser Zukunft wird die Welt laut, aber die Herzen werden einsam sein.“


Gaelumy fuhr fort:  „Die Erde wird tief einatmen müssen, um den Staub abzuschütteln. Ich sehe Stürme, die wie hungrige Wölfe heulen, und Wasser, das sich nimmt, was ihm einst gehörte. Es ist kein Ende, kleiner Fuchs, sondern eine Korrektur. Die Natur verhandelt nicht; sie stellt das Gleichgewicht wieder her, so wie der Winter dem Sommer folgt.“


Nach einer kurzen Pause fuhr Gaelumy fort: „Hinter dem Lärm und dem Sturm sehe ich jedoch ein grünes Leuchten. Die Menschen werden erkennen, dass sie keine Herrscher über den Wald sind, sondern seine kleinsten Kinder. Ich sehe Städte, die wie Gärten blühen, und eine Menschheit, die lernt, die Sprache der Bäume wieder zu verstehen. Die Zukunft ist nicht aus Stahl, sie ist aus Erde.“


Gaelumy öffnete ihre Augen und fixierte den Fuchs: „Die Zukunft ist kein festgeschriebener Pfad im Schnee“, sagte sie leise. „Sie ist wie der Flug einer Eule: Jede kleinste Bewegung der Feder verändert die Richtung. Die Welt geht nicht unter, sie häutet sich nur. Was alt und starr ist, wird brechen. Was biegsam ist und liebt, wird bestehen.“


Der Fuchs verneigte sich und verschwand lautlos im Unterholz. Gaelumy aber blickte hinauf zum Mond. Sie wusste, dass die Zukunft bereits begonnen hatte – in jedem Samen, der unter dem Eis keimte, und in jedem Wesen, das sich entschied, das Leben zu achten.

~*~
Die Eule ist der weiseste aller Vögel,
denn je mehr sie sieht,
desto weniger spricht sie


und je weniger sie spricht,
desto mehr sie hört.

~*~

Ein Haiku
Auf dem Ast am Baum
in der Abenddämmerung
eine Eule wacht.

~*~
 
🙏 God bless Ukraine and Israel 🙏
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Montag, 9. Februar 2026

Innerer Frieden

 Der Philosoph Sören Kierkegaard meinte:
 Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

~*~

Der innere Frieden führt zu einem zufriedenen Leben. Das wird wohl kaum
jemand bestreiten. Nicht umsonst beinhalten die Wörter Zufriedenheit oder
Seelenfrieden das Wort »Frieden«. Unzufriedenheit beinhaltet »Unfrieden«.
Ein unzufriedener Mensch wird kaum inneren Frieden finden, weil er
ständig auf der Suche nach Glück und Harmonie ist, die ihm den ersehnten
inneren Frieden bescheren sollen. Er ist auf der Suche nach etwas und weiß
oft nicht einmal, wonach er sucht. Dabei ist es die innere Leere, vor der er
flieht und mit Ablenkung zu füllen versucht.


Inneren Frieden zu erreichen, ist wohl das Erstrebenswerteste im Leben. Wer
inneren Frieden gefunden hat, kann seiner Seele nichts Besseres angedeihen
lassen. Denn es bedeutet, ausgeglichen, heiter und gelassen zu sein, egal, was
das Leben bereithält.
Mit innerer Ruhe leben bedeutet auch, mit sich im Reinen zu sein, mit seinem
Denken, Fühlen, Empfinden und Handeln; mit sich selbst in Harmonie zu leben.
Dankbarkeit und Demut spielen eine wesentliche Rolle, weil es bedeutet, mit
dem, was man hat, zufrieden zu sein und sich so, wie man ist, anzunehmen und
zu akzeptieren.


Glück ist, den Punkt erreicht zu haben, an dem man das, was man selbst hat,
mit dem vergleichen kann, was andere haben, ohne unzufrieden zu werden.
Seelenfrieden beruht auf einer rein mentalen Geisteshaltung und hat nichts
zu tun mit materiellem Besitz.
Auch kann man sich mit anderen Menschen vergleichen, ohne unzufrieden zu
sein oder zu werden, und genau da würde ich Sören Kierkegaard sogar wider-
sprechen.

 Wenn man seinen Seelenfrieden gefunden hat, dann ist es vollkommen egal,
was andere besitzen, mehr oder weniger, größer, schöner oder besser, es trägt
nicht mehr zur eigenen Unzufriedenheit bei. Das Gleiche gilt auch für andere
Menschen. Hat man seinen Seelenfrieden gefunden, ist es egal, ob jemand
besser ist, größer, attraktiver, tüchtiger, begabter und was weiß ich alles. Für
einen Menschen, der in sich ruht, ist es vollkommen unwichtig, was ein
anderer Mensch über ihn denkt, sagt oder schreibt. Es interessiert ihn schlicht
Wer einmal seinen inneren Frieden, seine innere Ruhe gefunden hat und in
Harmonie mit sich selbst lebt, kann sich sehr glücklich schätzen, denn dieser
Mensch hat ihn gefunden, den

Seelenfrieden, der innere Ruhe verleiht.
 

 Es ist wirklich eine erstrebenswerte Gemütsverfassung.
Ich habe mich schon oft gefragt, ob es genetisch bedingt ist oder an meiner
Lebenseinstellung liegt, denn wenn ich zurückblicke, war ich innerlich immer
in Frieden mit mir selbst und der Welt. Es gab natürlich Zeiten der Trauer,
des Kummers und des Leidens, aber immer wieder habe ich zu meinem
inneren Frieden zurückgefunden.

Wenn in der Welt im Außen kein Frieden herrscht,
ist innerer Frieden umso erstrebenswerter.

~*~

„Nirgendwo findet der Mensch einen ruhigeren
und unbeschwerteren Rückzugsort
als in seiner eigenen Seele.“

Marc Aurel

~*~
 
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Freitag, 6. Februar 2026

Das Ende der Endlichkeit

Angus van Dyck saß auf dem Achterdeck seiner Yacht, der Eterynia, während die Sonne über der Amalfiküste im Meer versank. Er nippte an einem Wein, doch der Geschmack blieb aschfahl auf seiner Zunge. Er war 74 Jahre alt. Seine Frau, Elena, war 35 und spielte am Bug mit ihren gemeinsamen Söhnen. Ihr Lachen klang wie ferne Musik – schön, aber unerreichbar.


Angus besaß alles, Villen in fünf Zeitzonen, einen Fuhrpark in Schwarz und Chrom und Jets, die die Erdkrümmung ignorierten. Doch er besaß keine Zeit. Die Angst, dieses Herrschaftsreich aus Luxus, Gold und Marmor verlassen zu müssen, nagte an ihm.

Angus investierte Milliarden in ein privates Forschungslabor in den Schweizer Alpen. Sein Auftrag an die besten Genetiker und Kybernetiker der Welt war simpel: „Ich will nicht sterben. Ich will sehen, wie meine Söhne das Erbe antreten – und ich will dabei nicht alt sein.“

Nach Jahren der Forschung präsentierten sie ihm die Lösung. Eine Kombination aus Telomere-Verlängerung und einem System aus Nanobots, die seinen Körper von innen heraus ständig reparierten. Es war kein bloßes Aufhalten des Alterns, es war eine biologische Umkehr.

Die Behandlung schlug an. Innerhalb weniger Monate verschwanden Angus’ Falten. Seine Gelenke wurden geschmeidig, sein Geist scharf wie ein Skalpell. Er fühlte sich wie dreißig. Doch während er in der Zeit einfror, lief sie für den Rest der Welt weiter.
Die erste Entfremdung war, dass Elena alterte. Bei ihr hat diese Kombination nicht gewirkt. Während er jeden Morgen mit der Energie eines jungen Gottes aufwachte, sah er bei ihr die ersten silbernen Fäden im Haar. Er liebte sie, doch er blickte auf sie herab wie ein unsterbliches Wesen auf eine Eintagsfliege.
Seine Söhne wurden Männer. Sie blickten ihren Vater nicht mehr mit Bewunderung an, sondern mit Furcht. Er sah aus wie ihr Bruder, besaß aber die Autorität eines Patriarchen, der niemals weichen würde. Sie warteten nicht auf ihr Erbe. Sie fühlten sich von der Unvergänglichkeit ihres Vaters erdrückt.

Fünfzig Jahre später war Angus äußerlich immer noch ein Mann in den besten Jahren. Doch er lebte in einem Mausoleum aus Erinnerungen. Elena war längst verstorben. Seine Söhne waren nun alte Männer, deren Hände zitterten, wenn sie ihren »jungen« Vater besuchten.

Das Schlimmste aber war die Welt selbst. Der Luxus, für den er so hart gekämpft hatte, langweilte ihn zu Tode. Er hatte jedes Land besucht, jedes Kunstwerk gesehen, jeden Wein verkostet. Die Nanobots in seinem Blut verhinderten sogar den Rausch, da sie Alkohol sofort als Gift neutralisierten. Er konnte keinen Schmerz empfinden, aber auch keine wahre Freude mehr.

Eines Abends stand Angus wieder auf der Eterynia. Die Yacht war inzwischen ein technologisches Relikt, genau wie er selbst. Er blickte in den Spiegel und sah ein Gesicht, das seit einem halben Jahrhundert keine Veränderung erfahren hatte. Es war eine Maske aus Fleisch.
Er begriff: Luxus definiert sich durch Kostbarkeit, und Kostbarkeit entsteht durch Endlichkeit. Ein Diamant ist wertvoll, weil er selten ist; ein Leben ist wertvoll, weil es ein Ende hat.

Angus rief seine leitende Wissenschaftlerin. „Schalten Sie die Nanobots ab“, befahl er. „Aber Herr van Dyck“, stammelte sie, „der biologische Schock... Ihr Körper wird die versäumten Jahrzehnte in wenigen Tagen nachholen.“
Angus lächelte zum ersten Mal seit Jahren aufrichtig. „Ich weiß. Ich möchte endlich sehen, wie der Sonnenuntergang aussieht, wenn man weiß, dass es der letzte sein könnte.“

Angus verbrachte seine letzten Tage damit, seinen Enkeln Geschichten zu erzählen. Er sah zu, wie seine Haut faltig wurde und sein Haar weiß. Es war ein schmerzhafter Prozess, aber er fühlte sich zum ersten Mal wieder lebendig. Er starb friedlich in einem Sessel mit Blick auf das Meer – nicht als Gott in einem goldenen Gefängnis, sondern als Mensch, der seinen Platz im Kreislauf der Welt wiedergefunden hatte.

~*~

Viele möchten leben, ohne zu altern,
und sie altern in Wirklichkeit, ohne zu leben.

Alexander Mitscherlich  (* 1908 ; † 1982)
war ein deutscher Arzt, Psychoanalytiker,
Hochschullehrer und Schriftsteller

~*~
 
Ein Haiku
Nacht über dem Meer
Sehnsucht, Träume, Wind, Wellen
Fernweh der Seele.

~*~
 
🙏God bless Ukraine and Israel 🙏
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Donnerstag, 5. Februar 2026

Mein erstes Abenteuer


durfte ich im zarten Alter von 10 Wochen erleben, und zwar in einem Auto. Es war keine
lange Strecke, nur vielleicht – ich schätze mal 10 km, aber das war etwas ganz Neues
für mich. Ich wurde abgeholt und dann in mein neues Zuhause chauffiert, wo ich schon
sehnlichst erwartet wurde.


Lilly und mein neues Frauchen haben mich begrüßt. Von Lilly habe ich sogar einen
Begrüßungsschmatzer bekommen. Erst einmal war alles ganz neu für mich. Ich bekam
ein weiches Körbchen, in dem ich mich von der Aufregung erholen konnte.


Ich habe mich darin sofort wohlgefühlt und mich erst einmal ein wenig ausgeruht,
denn so eine Autofahrt und ein neues Zuhause sind für mich, kleinen Hund, schon ein
großes Abenteuer.


Und so wurde ich immer müder. Bevor ich mich dann ein wenig ausgeruht konnte, gab es
noch etwas zu futtern. Trockenfutter speziell für Welpen. Darüber habe ich mich gefreut.


Nachdem ich auch mal kurz in den Garten auf eine kurze Erkundungstour durfte, war ich
schon recht müde und habe mich dann in mein weiches Körbchen gekuschelt und ein
Nickerchen gemacht.

 

Es ist alles so neu und ungewohnt, das macht müde, und so bin ich auch gleich
eingeschlafen.


Der kleine Wildfang hält mich natürlich ganz schön auf Trab. Da wird ein Fitness-Center
überflüssig. Dieser kleine Hund flitzt durch das Haus und folgt mir auf dem Fuße. Für
Paulinchen, also Lilly, ist das eine Umstellung. Einen solchen Wirbelwind ist sie nicht ge-
wohnt, und so bestaunt sie dieses kleine Wesen etwas argwöhnisch. Über mangelnde Be-
wegung kann ich mich also nicht beklagen. Aber Klein-Sammy schläft noch sehr viel,
sodass ich zwischendurch Zeit habe, mich um den Haushalt zu kümmern. Auch meine
»Blaue Stunde«, also die Muße-Teestunde, halte ich ein, genauso, wie die Zeit zum Schrei-
ben. Ich würde den kleinen Wirbelwind so gerne öfter fotografieren, aber sie ist zu schnell
unterwegs - auch beim Spielen mit den Stofftieren oder den Bällen. Filmen würde sich
lohnen, aber selbst dafür ist sie zu flink. Vielleicht gelingt es mir ja noch, denn gerade in
der verspielten Welpen-Zeit sind einfach zu niedlich.

Im Garten gibt es derzeit nicht viel zu tun. Alles ist noch recht feucht. Während im Osten,
Norden und Süden wohl noch reichlich Schnee liegt, scheint hier der Frühling einzukehren.
Die Sonne scheint, die Vögelchen zwitschern und die ersten Frühlingsboten wagen sich aus
dem Erdboden hervor. Schneeglöckchen und ein paar Krokusse lassen sich bereits bei 9Grad
von der Sonne bescheinen. Trotz Sonne fühlt es sich nasskalt an. Kein Wunder, der Winter
ist ja noch lange nicht vorbei. Auf Schnee kann ich jetzt allerdings verzichten. Es ist fast un-
glaublich, dass nur zweihundert Kilometer entfernt Minusgrade herrschen und Schnee liegt.
Für kommenden Freitag ist hier Regen angesagt und für das Wochenende gar 12 Grad. Die
Rhododendren sind voller Knospen. So viele wie schon lange nicht mehr. Ob das an der ex-
tremen Feuchtigkeit in diesem Winter liegt? Wir werden sehen, was im Mai daraus wird.
Aber wer weiß, was bis dahin ist - immer schön der Reihe nach, Tag für Tag. Pläne habe ich
noch nie gemacht. Und jetzt in meinem Alter erst recht nicht mehr. Jeden Tag so annehmen,
wie er kommt, und am Abend dankbar sein, wenn es ein guter Tag war.
Das war immer meine Devise.

An sonnigen Tagen lässt sich auch das chaotische Weltgeschehen eher ausblenden, als an
trüben, regnerischen Tagen. Derzeit bin ich allerdings trotzdem absolut fassungslos, was
über diverse Reiche und Mächtige zu lesen ist. Einfach widerlich! Die Vergangenheit
scheint so manchen Promi jetzt einzuholen. Die menschlichen Abgründe können tasächlich
ein Ausmaß annehmen, das man sich gar nicht vorstellen kann und will. Nach außen ein
scheinbar vorbildliches Auftreten und Benehmen und innen tiefster Sumpf. Ekelhaft!
Hoffentlich wird dieser ganze Sumpf bis ins kleinste Detail aufgeklärt und die an diesem
unfassbaren Skandal beteiligten Personen werden zur Rechenschaft gezogen.
Aber ich denke, die meisten werden wohl verschont – dafür wird schon irgendwie gesorgt
werden.
Es heißt nicht umsont:
»Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen.«

Freude bereiten jedenfalls die länger werdenden hellen Tage. Sobald der frühe Morgen mit
Sonnenschein beginnt, die Vögelchen fröhlich zwitschern, Scharen von  Wildgänsen über das
Haus fliegen, treten das Weltchaos und das Chaos im Land in den Hintergrund.
Und das ist gut so!

~*~

PS: Habe festgestellt, dass ich Sammy immer noch als eine »sie« bezeichnen. Das ist
die Macht der Gewohnheit, denn außer auf der Insel, wo schon einmal ein Rüde zur
Family gehörte, hatte ich bisher nur Hundemädchen.


~*~

Ein Haiku
Wintersonnenschein
Früh am Morgen im Garten
Die Seele blüht auf.

~*~
 
🙏 God bless Ukraine and Israel 🙏
~❄️☃️❄️☃️~🙏~☃️❄️☃️❄️~
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