Dienstag, 3. März 2026
Es war zu befürchten
Sonntag, 1. März 2026
Frühlingsträume
Dieses kleine Wesen, genannt Micky, weiß nichts von Kriegen und Terror.
~*~ ❤️ ~*~
Ein Haiku
Freitag, 27. Februar 2026
Die Affäre
Auch seine Geschäftsreisen waren mittlerweile zur Routine geworden. Nach dem Abendessen im Hotelrestaurant war es zu seiner Gewohnheit geworden, sich noch einen Drink in der Hotelbar zu gönnen. In jener Nacht in einem Frankfurter Hotel war es nicht nur das Aussehen der attraktiven Frau namens Marina, das ihn faszinierte. Es war die Möglichkeit, jemand anderes zu sein, ein Mann ohne Geschichte, ohne Verpflichtungen. Was als ein Drink begann, wurde zu einer monatelangen Parallelwelt. Marina war der Spiegel, in dem er sich wieder jung und unbeschwert fühlte, während Elena der Anker war, den er als selbstverständlich erachtete.
Es war eine vergessene Hotelrechnung in der Innentasche eines Sakkos, das Elena zur Reinigung bringen wollte, die ihn zu einer Erklärung zwang. Es gab keine großen Szenen, kein Schreien. Da war nur eine eisige Stille, die Thomas mehr erschreckte als jeder Zorn. Als er am nächsten Abend nach Hause kam, standen zwei Koffer vor der Tür. Das Schloss war bereits ausgetauscht. Elena sagte nur einen Satz durch das Fenster im ersten Stock: „Du hast nicht nur mich betrogen, Thomas, du hast das Leben verraten, das wir gemeinsam gebaut haben.“
In den ersten Wochen suchte Thomas Zuflucht bei Marina. Er glaubte, nun endlich frei für diese neue Leidenschaft zu sein. Doch die Realität holte ihn schnell ein. Ohne das Fundament seines Zuhauses und die Struktur seines alten Lebens, verlor die Affäre ihren Reiz. Er stellte fest, dass die Anziehungskraft zu Marina zum großen Teil aus dem Nervenkitzel des Verbotenen bestanden hatte.
In der tristen Realität eines möblierten Apartments und zwischen Scheidungsanwälten wirkte die Leichtigkeit der Affäre plötzlich hohl. Marina spürte seinen Rückzug und beendete die Verbindung schließlich, da sie kein Interesse daran hatte, die Scherben seines Lebens aufzusammeln.
Thomas durchlief eine harte Phase der Isolation und Einsamkeit. Er verlor an Glanz. Die gute Optik, auf die er immer so stolz gewesen war, wirkte nun müde und gezeichnet. Er musste sich zum ersten Mal der Frage stellen: Wer bin ich, wenn mich niemand bewundert, wenn ich nicht weiß, wo ich hingehöre?
Er blieb zwar erfolgreich, doch der Ehrgeiz fühlte sich nun leer an. Die Abende, die er alleine in Restaurants oder Bars verbrachte, fühlten sich auf einmal hohl an. Gelegenheiten, eine Frau kennenzulernen, gab es viele. Doch jedes Mal, wenn eine Frau ihn anlächelte und versuchte, mit ihm zu flirten, wurde ihm bewusst, wie sehr er Elena vermisste. Mehrmals hatte er versucht, Elena um Vergebung zu bitten, doch sie blieb konsequent. Sie hatte sich längst ein neues Leben aufgebaut, was Thomas schmerzlich vor Augen führte, dass er ersetzbar war.
Erst nach zwei Jahren der Einsamkeit wurde ihm bewusst, dass seine Affäre kein Zeichen von Stärke oder Attraktivität war, sondern die Flucht vor der eigenen Leere. Thomas war kein gebrochener Mann, aber er hatte sich verändert. Er war nicht mehr der strahlende Mittelpunkt jeder Hotelbar. Heute lebte er zurückgezogener, er ist nachdenklicher geworden und hat gelernt, dass wahre Tiefe nicht im schnellen Abenteuer liegt, sondern in der Beständigkeit, die er leichtfertig weggeworfen hatte. Er hat begriffen, dass man manche Türen im Leben nur einmal zuschlagen kann.
Mittwoch, 25. Februar 2026
Frühlingserwachen

































