der gute, alte Donnyboy, Peace- und Dealmaker, und daher beugt er vor. Eine
Niederlage kommt für ihn nicht infrage, das hat er mit seinem Ex-Buddie gemein.
Sie wollen zu den Siegern in der Geschichte gehören. Verlierer gibt es schon genug.
Der gute, alte Donnyboy würde als Narzisst eine Wahlniederlage bei den Midterms,
rein physisch schon nicht verkraften. Damit könnte er nicht umgehen.
Und um nicht wie bei der vorletzten Wahl einen Aufstand zu proben, weil die Demokraten
den Wahlsieg errungen haben, muss schon vorher ein Schuldiger gefunden werden. Einer,
der seinen Sieg verhindern will, und da bringt er vorsichtshalber schon mal das Reich der
Mitte ins Spiel. Seinen größten Konkurrenten, wenn es um die Weltmacht geht. Und diese
steht schließlich keinem anderen, als nur ihm alleine zu. Ihm, dem mächtigsten Mann der
Welt. Und genau das will er unter allen Umständen und Widrigkeiten auch bleiben. Selbst
wenn die Demokratie im »Land of the Free«, auf der Strecke bleibt. Schließlich ist sein Ex-
Buddie im Zarenland, sein großes Vorbild, dessen uneingeschränkte Herrschaft er maßlos
bewundert.
Auf jeden Fall müssen die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika bei einer Wahl-
niederlage davon überzeugt sein, dass der gute, alte Donnyboy, »mal wieder« um seinen
Wahlsieg betrogen wurde. (Was übrigens nie gewiesen werden konnte). Wer bietet sich
also als Kandidat eines Wahlmanipulators an, wenn nicht sein größter Konkurrent, der
große Führer des Reichs der Mitte!
Wieder einmal merkt er nicht, dass er selbst mit seiner Rede an die Nation vorgestern,
derjenige ist, der die Midterms schon jetzt manipulieren will, indem er den Amerikanern
schon jetzt einflüstert – also, sollte ich verlieren, dann ist die Wahl nicht mit rechten
Dingen zugegangen. Am liebsten wäre ihm natürlich, es fänden überhaupt keine Wahlen
mehr statt und er könnte bis an sein Lebensende durchherrschen. Das hat er übrigens auf
einer Wahlveranstaltung 2024 in etwa genauso kundgetan. Also mit der Aufforderung an
die Wähler unbedingt ihn zu wählen, weil sie dann nie wieder wählen müssten, weil er bis
zur nächsten Wahl alles in Ordnung gebracht haben werde.
Er rief dazu auf: »Christen, geht raus und wählt, nur dieses Mal. Ihr werdet es nicht mehr
machen müssen. Es wird geregelt sein, alles wird gut sein. Ihr werdet nicht mehr wählen
müssen.« Er wiederholte diese Aufforderung sogar nochmals: »Ich liebe euch, ihr müsst
rausgehen und wählen. In vier Jahren müsst ihr nicht noch einmal wählen. Wir werden es
so gut in Ordnung gebracht haben.«
Eigentlich könnte es ihm egal sein, denn er darf 2028 eh nicht mehr zur Wahl antreten.
Das ist verfassungsmäßig in den USA so geregelt. Also scheint er doch etwas vorzuhaben,
das gegen die Verfassung ist. Will er die etwa ändern? Regeln haben ihn bisher in seinem
Leben noch nie interessiert. Er hat immer gemacht, was er wollte. Ob ihm das bei den
Wahlen auch gelingt, bleibt abzuwarten. Wie auch immer, die Demokraten täten gut dran,
rechtzeitig einen geeigneten, charismatischen, Gegenkandidaten aufzustellen – no matter,
wer für die Republikaner kandidiert.
Eins steht fest: Falls nicht und er verliert die Midterms und die Wahl 2028 tatsächlich,
werden sie eine Zwangsjacke benötigen. Freiwillig wird der gute, alte Donnyboy das
Weiße Haus nicht verlassen. Oder aber als völlig gebrochener, um Jahrzehnte gealterter,
gekrümmter Mann – also als ein Häufchen Elend. Und das kann ich mir beim besten
Willen nicht vorstellen. Der wird um das Amt kämpfen, und wenn er dabei wild um sich
schlagen muss. Es sei denn, er segnet das Zeitliche schon vorher. Aber er befindet sich ja,
wie er selbst jeden zweiten Tag kundtut – bei bester Gesundheit –, also kann das wohl
ausgeschlossen werden. Auch der Iran werde bald besiegt sein, ließ er verlauten. Das wie
vielte Mal eigentlich? Andererseits ist da ja noch diese böse Liste, auf der jetzt auch der
Name unseres Bundeskanzlers zu finden ist. Au Backe!
Und der kleine, alte, brutale Möchtegernzar sieht sich mit gewaltigen Müllproblemen in
diversen Regionen Sibiriens konfrontiert. Die Menschen dort versinken geradezu im
Müll, weil kein Sprit für die Müllfahrzeuge mehr vorhanden ist. Abgesehen von einem
bestialischen Gestank kann das außerdem zu einer Rattenplage und entsprechenden
Seuchen führen. Auch die Landwirte beklagen sich. Alles steht still. Kein Sprit für die
Fahrzeuge. Was dieser kleine, alte, brutale Möchtegernzar den Bürgern des Zarenlandes
zumutet, ist wirklich unfassbar. Da er immerhin 7000 Soldaten pro Woche verliert, und
ihm die Soldaten ausgehen, wird nun über eine Mobilmachung nachgedacht. Dass die
nicht gerade zu seiner Beliebtheit beiträgt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Zu-
mal kaum ein Soldat die ersten zwanzig bis dreißig Minuten an der Front überlebt. Aber
er will es wissen – auf Teufel komm raus – der will keinen Frieden. Der führt den Krieg
so lange weiter, bis im Zarenland alles zusammenbricht. Es ist so oder so sein Ende, also
kann es ihm auch egal sein!.
Es ist überhaupt unfassbar, wie diese beiden gelangweilten, alten Männer in wenigen
Jahren die Welt verändert haben. Aber das interessiert sie nicht. Diese beiden Egomanen
interessieren sich nur für sich selbst.
~*~
Was ist nur aus dieser Welt geworden!
Es ist zum Fürchten!
In was für einer Welt werden wir resp. die kommenden Generationen
zukünftig leben?
~*~
Dieses Zitat trifft es wohl auf den Punkt:
„Die Starken tun, was sie wollen, und
die Schwachen erleiden, was sie müssen“:
Thukydides (ca. 460–400 v. Chr.)
war ein antiker griechischer Staatsmann und Stratege.
~*~
Als hätte ich es geahnt 😏. Kaum habe ich dieses herrliche Weißewölkchensommer-
sonnenwetter ganz leise erwähnt, schon setzt dieses unerträgliche Stillstandswetter
wieder ein. Wenn es wenigstens regnen würde. Aber der langersehnte REGEN, blieb
bisher leider aus. Jetzt hoffe ich auf Mittwoch, denn für diesen Tag ist erneut Regen
angesagt, ob und wie viel – wir lassen uns überraschen.























