Auf den Herbst habe ich mich wohl zu früh gefreut, denn was wir derzeit erleben, ist
ein sagenhaft schöner Spätsommer, der dem Süden sogar nochmals Temperaturen
bis zu 30 Grad bescheren kann. Also einen späten Späthochsommer.
Dennoch, die Zeit vergeht so schnell! Wie schnell gehen die Stunden eines Tages vorbei!
Wie oft wünscht man sich, ein paar Stündchen mehr Zeit zu haben, für all das, was man
gerne noch tun würde! Aber sie rinnt nun mal dahin, die Zeit. Im Alter scheint sie noch
schneller zu vergehen als in jungen Jahren. Doch denke, es liegt ganz einfach daran,
dass man sich im Alter für alles mehr Zeit nimmt. Es eilt ja nichts mehr. Anders als zu
Zeiten der Berufstätigkeit, als der Wecker morgens in aller Herrgottsfrüh erbarmungslos
klingelte und darauf bestand, dass es Zeit war, sich aus dem Bett zu schwingen. Egal,
bei welchem Wetter. Es hieß: Raus aus den Federn, ob es stürmte oder schneite. Egal,
ob es in Strömen goss oder die Sonne schien. Umso mehr genieße ich heute das Gefühl,
mir für alles Zeit nehmen zu können. Und das tue ich – ganz genüsslich. Obwohl ich
das Glück auf der Insel ebenfalls hatte. Nur, dass dort das schöne Wetter beständig war
Wirklich einfach nur traumhaft. Hurrikans waren damals noch die Ausnahme.
Derzeit gibt das Wetter hier keinen Anlass, zu meckern. Die vergangenen Tage waren einfach
nur schön. Blauer Himmel, weiße Wolken und die Nächte sternenklar. Und da war der Mond,
von dessen Anblick ich mich kaum losreißen konnte. Sooo romantisch! Gleich früh morgens
schien nach einer dieser klaren Sternennächte die Sonne und ließ die Temperaturen noch ein
wenig klettern. Wirklich unerwartet sonnige Spätsommertage, die noch einmal zum draußen
sitzen einladen. Jetzt kann es aber nicht mehr lange dauern, bis der Herbst mit Nebel und
Regen wieder mit von der Partie sein wird. Ich habe nichts dagegen, rein gar nichts.
Aber selbst der Oktober könnte noch ein paar goldene Tage bereithalten. Denn richtig
kalt ist es noch nicht. Schenkt man den Experten Glauben, dann könnte dem Land
jedoch ein strenger Winter bevorstehen. Das wird sich zeigen. Aber auch das soll mir
recht sein. Im Grunde ist mir jedes Wetter recht. Nur Unwetter braucht kein Mensch.
Jetzt bietet der Himmel immer öfter wieder diese abendlichen, farbenprächtigen
Sonnenuntergänge. Und es ist die Zeit der Pilze. Noch sind sie nur vereinzelt zu
zu sehen. Aber der Herbst fängt ja gerade erst an. Die weißen Blüten gehören
zum Orangenstrauch. Nicht weil er danach Früchte trägt, sondern weil er nach
Orangen duftet. Ich meine mich zu erinnern, dass er unter dem Namen Orange-
blume Choisya bekannt ist.
Der Hibiskus hält sich noch wacker und der Farn hat sogar noch einmal frisches Grün
hervorgebracht. Nur auf den Rhododendren, den Azaleen und der Kartoffelrose finden
sich immer mehr dieser kleinen Rhododendronzikaden ein. Schlimm. Daher wäre
Frost in diesem Winter gar nicht so schlecht. Und ich meine, nachdem der Himmel in
den vergangenen Wochen fast ausschließlich sternenklar war, könnte das allein schon
auf einen strengen Winter deuten – aber ich kenne mich da nicht so aus. Warten wir es
einfach ab.
Die letzten Blüten des Sommers. Bald werden sie welken und sich auf den Winterschlaf
vorbereiten. Wie alle anderen noch blühenden Sträucher und Pflanzen auch. Vorher
müssen die Phlox allerdings noch zurückgeschnitten werden. Rosen kürze ich von oben
im Herbst nur um ein Drittel. Mit dem richtigen Rückschnitt warte ich bis zum Frühjahr.
Der Sommer nimmt Abschied und überlässt dem Herbst das Revier. Mit dem
Herbst werden die Tage wieder früher dunkel und kühler. Das ist die Zeit, sich
ins Innere des Hauses zurückzuziehen und es sich dort gemütlich zu machen.
Die Spaziergänge werden kürzer, der Aufenthalt im Garten beschränkt sich auf
das Laubfegen und das Versorgen der Vogelwelt. Und natürlich bei trocknem
Wetter auf kurze Aufenthalte zum Spielen mit den Hunden. Sie lieben es, durch
den Garten zu flitzen, auch wenn Lilly nicht mehr die schnellste ist und kaum
mithalten kann, mit der wilden Mickeymaus. Spaß haben sie trotzdem.
Und ich auch:o)))
Wo wollen die alle hin?
~*~*~*~
Auch im Zarenland gab es Wahlen. Eigentlich hätte man sich die Wahlen dort schenken können,
denn das Ergebnis stand ja vorher bereits fest. Wahlen in einer Diktatur abzuhalten ist schon ein
Witz in sich. Aber die Bürger des Zarenlandes haben ja keine andere Wahl. Es wird ihnen ständig
eingetrichtert, der Westen wolle Krieg mit dem Zarenland und der kleine, alte Mann im Kreml
müsse das Land verteidigen. Leider glauben die Bürger das!
Der Westen ist es, dem er mehrfach mit nuklearen Angriffen auf Europa drohte. Auf das Baltikum,
auf Großbritannien, auf unser Land usw. Ja, was soll man denn davon halten, wenn sie gleichzeitig
behaupten, keinen Krieg mit Europa zu wollen? Sie haben auch behauptet, keinen Angriff auf die
Ukraine zu planen. Einen Tag später rollten Militärfahrzeuge auf die Grenze zu.
Europa bereitet sich nach all den Drohungen lediglich auf einen möglichen Angriff vor. Inzwischen
fliehen wieder zahlreiche junge Männer im Zarenland vor einer eventuellen Mobilisierung ins Aus-
land. Oligarchen schaffen ihr Geld aus dem Land, bevor der kleine, alte Mann darauf zugreifen kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass er sich selbst am meisten über seinen irren Angriff auf die Ukraine
hasst. Wenn man sieht, was er mit seiner dreitägigen Spezialoperation ausgelöst hat, muss er sich
doch zwangsläufig grün und blau ärgern. Er hat doch niemals erwartet, dass seine kleine, dreitägige
Spezialoperation solche gravierenden Ausmaße annimmt. Das hat er davon. Jetzt sind es nur noch
Rache und Hass, die ihn antreiben.
Er beschwert sich, dass der Westen der Ukraine bei der Verteidigung ihres Landes hilft. Das ist
jedoch ihr gutes Recht. Er selbst lässt sich doch ebenfalls von N-Korea, China und dem Iran
unterstützen. Alleine wäre er schon lange am Ende. Er nimmt für sich in Anspruch, was er anderen
vorwirft. Merkt er das eigentlich nicht selbst?!
Er tötet nicht nur massenweise seine eigenen Soldaten, sondern ruiniert und zerstört obendrein
das eigene Land. Es ist doch unglaublich, was er mit seiner Kriegslust nicht nur den Bürgern im
eigenen Land zumutet, sondern vor allem den Menschen in der Ukraine. Dieser kleine, alte, Mann
ist von Hass und Rache besessen und ist doch selbst der Auslöser des Ganzen.
Ein wirklich absolut brutaler, widerwärtiger kleiner Mensch mit einem ganz miesen Charakter.
Der will weiter töten und zerstören! Der will keinen Frieden. Frieden interessiert ihn nicht. Es
sei denn, die Ukraine kapituliert. Warum sollte sie? Damit er sich selbst zum Sieger küren kann?
Dass er täglich tausend Soldaten verliert, interessiert ihn nicht. Die Bürger im Land interessieren
ihn ebenfalls nicht. Ob sie Benzin haben, ob die Lebensmittel immer teurer werden, interessiert
diesen kleinen Mann nicht. Dass er den Bürgern erzählt, der Westen wolle den Krieg, und würde
einen Angriff auf das Zarenland planen, ist gelogen. Lügen sind für diesen kleinen Mann voll-
kommen normal. Er will an der Macht bleiben. Das ist alles, was ihn interessiert.
Jetzt scheint ihm endgültig das Geld für seinen Krieg auszugehen. Da die Wahlen vorbei sind,
will er jetzt Steuern erhöhen. Das Leben wird für die Bürger also noch teurer. Aber auch das
interessiert diesen Kriegstreiber absolut nicht. Dafür schürt er den Hass auf den Westen.
Leider durchschauen die Bürger im Zarenland das nicht. Das ist schade! Sie sollten sich für
Frieden einsetzen und nicht für Krieg!
~*~*~*~
Unter Wahlen in einer Diktatur versteht man die Prozedur,
bei der offen abgestimmt und geheim ausgezählt wird.
Bob Hope (* 1903 ; † 2003)
war ein US-amerikanischer Komiker, Schauspieler
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🌟Fotos by Lauras Home and Garden🌟







































