Freitag, 29. Mai 2026

Urlaubsfaulenzwetter

Was für ein Wetter! Hochsommer pur und so plötzlich!
Unglaublich, denn ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass die Temperaturen
so plötzlich, so drastisch steigen. Selbst hier im Wald konnten wir an einigen Tagen
knapp über 30° messen. Das ist wirklich erstaunlich, denn der Sommer beginnt ja
erst in drei Wochen.


Und so haben wir uns nur im Garten aufgehalten und einen auf superfaul gemacht.
Auch für die Knuddels war die plötzliche Hitze eine drastische Umstellung. Schnell die
Lilly noch getrimmt, damit es ihr nicht zu heiß wird und sie sich wohler fühlt. Seit
ihrer Operation hat sie wohl eine Hormonumstellung durchlaufen, denn sie ganz schön
an Gewicht zugelegt. Das ist bei der plötzlichen Hitze eine zusätzliche Belastung.


Micky kennt dieses extrem heiße Wetter noch nicht, da er kurz vor dem Winter das Licht
der Welt erblickt hat und das jetzt sein erstes Frühjahr bzw. der erste Sommer ist. Im Juni
wird er schon sechs Monate. Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Jetzt ist er wohl im
»Teenageralter« und so führt er sich auch auf. Er weiß, was er will und wehe, er bekommt
es nicht gleich ;o)). Die Hitze ist ihm aber wohl doch zu extrem. Er hält sich über-
wiegend im Schatten auf und streckt sich der Länge nach entweder auf der Auflage oder
gleich auf dem kühlen Terrassenboden aus. Gegen kurze Fußbäder in kühlem Wasser
hatte er nichts einzuwenden. Im Gegenteil, es hat ihm gefallen.


Lilly hält sich derzeit mehr im Haus auf. Da ist es im Vergleich zu draußen noch relativ
kühl. Mindestens 6–7 Grad weniger und gut auszuhalten.

Jetzt vertrocknen auch so nach und nach alle Blüten der Rhododendren und Azaleen.
Auch die ersten Rosen und die Blüten der Kletterhortensien sind bereits vertrocknet.
Die Vergissmeinnicht und Maiglöckchen sind derweil verblüht. Das kühlere, feuchte
Wetter ist dem Garten wesentlich besser bekommen, als die plötzliche Hitze. Selbst
die Vögelchen ziehen den Schatten vor. Nur die Amsel sitzt manchmal mitten auf der
Wiese in der grellen Sonne und nimmt ein Sonnenbad.

Wie nicht anders zu erwarten stehen uns nun schwere Gewitter bevor. Eine Vorabwar-
nung des Deutschen Wetterdienstes traf bereits per E-Mail ein. Und es ist das volle Pro-
gramm angekündigt. Sturmböen, Starkregen und Hagel. Und damit ist nicht nur das
schöne Urlaubsfaulenzwetter vorbei, sondern auch die Freude darüber. Denn schwere
Gewitter, noch dazu mit Hagel von 3-4 cm und orkanartigen Böen bis zu 110 km/h,
sind so gar nicht mein Ding. Nur der Regen mit 30 l/qm ist willkommen, denn es ist
schon wieder sehr trocken.
Gerade jetzt blühen einige Rosen im hinteren Teil des Gartens noch so schön und die
Königinnen des Waldes: Die Fingerhüte stehen ebenfalls in voller Blüte. Und nun der
Starkregen und Hagel :o(((, das wird ihnen gar nicht guttun. Aber vielleicht haben wir
ja auch wieder Glück und das Unwetter zieht oberhalb oder unterhalb an uns vorbei.


~*~*~*~

Trotz Urlaub, traumhaftem Sommerwetter und Entspannung pur, sind da ja noch diese
beiden alten Kriegstreiber, die von Entspannung weit entfernt sind und es vorziehen,
Menschen töten zu lassen, ganze Länder zu zerstören und zu vernichten und sich dabei
die Finger selbst nicht schmutzig zu machen.

Aus dem Zarenland war zu lesen, dass die Paranoia des kleinen, alten Mannes ausufert
und er jetzt eine Flugverbotszone über Moskau verhängen will. Sein Lügenbaron meint
gar, Europa bereite einen Angriff auf das Zarenland vor. Von der Armee ist zu hören, dass
immer mehr Krüppel und alte Männer an die Front geschickt werden, weil sich keine
Männer mehr freiwillig melden. Wen würde das wundern!
Dem kleinen, alten Zaren steht mittlerweile das Wasser bis zum Hals, daher schlägt er aus
Verzweiflung immer wilder um sich. Zudem nimmt der Unmut in der Bevölkerung zu,
weil der Krieg inzwischen Moskau erreicht hat, was zusätzlichen Druck auf ihn ausübt.
 Bei diesem alten, aggressiven Mann ist zu befürchten, dass er zum Äußersten greift,
wenn er zu sehr in die Enge getrieben wird. Bleibt zu hoffen, dass der große Führer im
Reich der Mitte ihn davon abhalten kann. Jedenfalls ist der kleine, alte Zar wesentlich ge-
fährlicher als der alte Peacemaker, der immer wieder Muffensausen hat. So, wie jetzt im
Fall Taiwan. Seitdem der große Führer ihm gedroht hat, will er keine Waffen mehr an
Taiwan liefern. Dafür droht er jetzt sogar dem Oman. Mit Drohungen und Erpressungen
ist er schnell dabei und wenn es darauf ankommt, bekommt er kalte Füße. Man könnte
es auch platt formulieren: Große Klappe, nix dahinter!
Anders als der kleine, alte Zar, der tatsächlich machen kann, was er will - jedenfalls
noch, weil alle Angst vor ihm haben, kann der alte Peacemaker das nicht, weil die
US-Bürger ihm auf die Pelle rücken würden. Zudem sind ihm kritische Medienberichte
ein Dorn im Auge. So war zu lesen, dass er seinen Mitarbeitern einen Maulkorb ver-
hängen will, damit nichts nach außen gestochen werden kann. Sein Gesundheitscheck
dagegen sei einfach perfekt. Na bitte, er ist topfit, auch wenn andere das Gegenteil be-
haupten und gar versuchen, ihn seines Amtes zu entheben, weil er gesundheitlich dazu
nicht in der Lage sei.
Das wäre natürlich die allergrößte Schmach für ihn. Gerade für einen selbstverliebten
Narzissten, könnte es nichts Schlimmeres geben, als vor der gesamten Welt dermaßen
gedemütigt zu werden. Er, der nach außen arrogant, selbstverliebt und überlegen wirkt,
ist innerlich eigentlich sehr fragil. Meist leiden solche Menschen unter einem verletz-
lichen Selbstwertgefühl. Solche Menschen streben oft nach Macht, weil es für sie fast
immer eine unbewusste Kompensation für einen tief sitzenden Minderwertigkeitskom-
plex ist. Dieses arrogante Gebaren, diese Überheblichkeit, dient ihnen nur zum Schutz.
Das gilt auch für den kleinen, alten Zaren.

Jetzt suchen die beiden Kriegstreiber nach einem Ausweg. Und das wird gar nicht so ein
fach werden, denn der Iran spielt auf Zeit, so wie sie das vom kleinen, alten Zaren im
Umgang mit dem Peacemaker bei Verhandlungen gelernt haben. Und der kleine Zar sucht
nach passenden Gesprächspartnern in der EU, die es aus Neutralitätsgründen nicht gibt.

Und er großartige Mr. Peacemaker, kann sich nicht leisten, mit einem schlechteren Deal
aus den Verhandlungen herauszugehen, als dem von Obama mit dem Iran ausgehandelten.
Ein Verlierer ist er dennoch auf ganzer Linie. Genauso wie der  kleine, alte Zar, der ob der
Gewissheit, seinen Angriffskrieg kaum noch gewinnen zu können, in einen Wutausbruch
nach dem anderen verfällt und nur noch wild um sich schlägt.
So war gerade zu lesen, dass er den Vormarsch der »Kampfgruppe West« beschleunigt
und somit das Baltikum ins Visier gerät.

Tja, wenn alte Männer sich überschätzen und nichts Gescheites mit ihrem Leben anfangen
können, gerät der gesamte Weltfrieden in Gefahr.

~*~*~*~

Der Weltfrieden ist keine Frage der Möglichkeit,
sondern der Notwendigkeit. Es ist nicht das Ziel,
sondern der normale Zustand der menschlichen Zivilisation.
Wir dürfen nicht denken, dass wir diesen Zustand erreicht haben,
solange wir noch von den Grausamkeiten der Kriege belastet sind.
Die Höherentwicklung der Welt muss auf dem Weltfrieden basieren.

Bertha von Suttner Bertha von Suttner (* 1843 ; † 1914)
war eine österreichische Pazifistin, Friedensforscherin und Schriftstellerin.
Sie wurde 1905 als erste Frau mit dem seit 1901
vergebenen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Red Roses for blue Ladies

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Samstag, 23. Mai 2026

Der Ursprung allen Lebens

Es heißt, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Also muss die
Frage: Wer schuf eigentlich Gott, erlaubt sein – oder? Nur, wer gibt mir eine
Antwort darauf? Die Frage ist tatsächlich unlogisch. Denn wenn Gott der Ur-
sprung allen Lebens ist, kann er selbst ja nicht erschaffen worden sein. Hätte er
einen Schöpfer gehabt, müsste dieser Schöpfer der wirkliche Gott sein.


Niemand kann also Gott erschaffen haben, da Gott als höchstes Wesen keinen Anfang
und kein Ende hat, sondern aus sich selbst heraus existiert. Alles Leben, so wie wir
es kennen, alles, was existiert, hat einen Anfang und eine Ursache. Gott könnte also
so etwas, wie die erste Ursache sein. Das ist ziemlich schwer vorstellbar, da für
unseren Verstand schwer vorstellbar ist, dass etwas einfach da war, ohne einen Anfang,
ohne eine Ursache. Dass etwas aus dem Nichts heraus plötzlich existieren und keinen
Anfang gehabt haben soll, scheint unmöglich zu sein. Für uns hat alles im Leben
einen Anfang und beruht auf einer Ursache.

Da Gott ewig ist, kann er keinen Anfang haben und auch nicht erschaffen worden sein.
Nur Dinge, die eine Ursache oder einen Schöpfer haben, können überhaupt einen An-
fang in der Zeit besitzen. Gott jedoch existiert außerhalb der Zeit. Er benötigt also
keine Ursache und keinen Anfang, weil er ewig ist. Die Zeit ist Gott, es gibt also kein
vorher oder nachher, weil das für ein ewiges Wesen keinen Sinn ergäbe. In unserer
Wahrnehmung hat alles eine Ursache und eine Wirkung. Diese Kausalität kann aller-
dings nicht endlos rückwärts verlaufen. Was also war die erste verursachte Ursache?
Viele Philosophen nennen diese erste Ursache »Gott«, weil er außerhalb von Zeit und
Raum steht und selbst keine Ursache braucht. Da er außerhalb der Zeit existiert, gibt
es kein Davor und Danach.


Über Gott hinaus kann es nichts Größeres geben. Daher wird er auch als der »unbewegte
Beweger« bezeichnet, der alles in Gang bringt, selbst aber unbewegt ist. Alles, was sich
bewegt, wird von etwas anderem bewegt. Wir nennen das Ursache und Wirkung. Alles,
so wie wir es kennen, hat einen Anfang und ein Ende - irgendwie - irgendwann.
Nur Gott ist ewig.

Es gibt allerdings auch Philosophen, die das anders sehen. Kant etwa geht davon aus, dass
unsere Vernunft nur innerhalb von Zeit und Raum funktioniert. Gott jedoch soll außerhalb
dieser Grenzen existieren. Die Zeit ist erst mit dem Urknall entstanden. Zudem ist die Exis-
tenz Gottes weder zu beweisen noch zu widerlegen. Andere, moderne Philosophen ersetzen
Gott durch die Gesetze der Natur. Sie sehen im Urknall, der durch reine Energie im Kosmos
ausgelöst wurde, die Entstehung von Zeit und Raum. Zeitgleich mit dem Urknall sind vor
13,8 Milliarden Jahren Materie und Antimaterie entstanden. Kaum vorstellbar, dass durch
eine winzige Asymmetrie im Naturgesetz, ein winziger Teil der Materie übrigblieb. Aus
diesem winzigen Bruchteil von Materie besteht die heutige sichtbare Welt. Der Rest der
Teilchen hat sich gegenseitig ausgelöscht.
Für diese Philosophen gibt es kein »Vor dem Urknall«. Sie argumentieren, dass es ohne
Zeit keine Ursache und keine Wirkung gibt. Ohne erkennbare Ursache seien aus dem
Nichts winzige Teilchen entstanden, die zum Urknall führten. Demnach wäre die Natur
selbst der »unverursachte Anfang«.


Für den Physiker Stephen Hawking, der die Existenz Gottes komplett ablehnte, ergab die
Frage »Wer Gott geschaffen hat« überhaupt keinen Sinn. Er ging davon aus, dass die
moderne Physik keinen Gott benötigt. Er argumentiert, dass es, um etwas zu schaffen,
Zeit braucht. Es muss ein Davor und ein Danach geben. So sei die Zeit erst nach dem
Urknall entstanden. Vor dem Urknall habe es keine Zeit gegeben. Das Universum habe
keinen göttlichen Anstoß gebraucht. Das Universum kann sich aufgrund von Naturge-
setzen spontan durch Quantenfluktuationen aus dem Nichts spontan selbst erschaffen.
Dafür wird keine Energie von außen benötigt. Auf die Frage, was Gott für ihn sei, sagte
er: »Wenn man möchte, kann man die unveränderlichen Naturgesetze selbst als »Gott«
definieren«.

Dennoch heißt es, das Universum sei durch einen unvorstellbar heißen, winzigen Punkt,
aus reiner, extrem dichter Energie, in einem Raum entstanden, der keineswegs leer ge-
wesen sein soll. Für mich ergibt sich daher die Frage: Woher stammt der winzige Punkt
aus reiner Energie? Das scheint auch für die Wissenschaft immer noch ein Rätsel zu sein.
Die Energie war also der eigentliche Anfang des Universums. Nur woher kam diese
Energie vor dem Urknall? Wirklich aus dem Nichts? Eigentlich ist doch selbst das
»Nichts« »Etwas.«


Vielleicht dehnt sich das Universum eines fernen Tages so weit aus, dass es in sich zu-
sammenfällt und wieder zu einem winzigen, unendlich dichten Punkt aus Materie und
Energie zusammenschrumpft, erneut explodiert – und zu einem neuen Urknall führt.
Vielleicht wiederholt sich dieser Vorgang immer wieder und wieder – ohne Ende, bis
in alle Ewigkeit.
Ob dann immer wieder ein winziger Bruchteil Materie übrigbleibt, aus dem heraus
alles noch einmal entsteht, bleibt dann wohl dem Zufall überlassen. Dennoch muss es
irgendwann einmal einen Anfang und eine Ursache gegeben haben. Für mich ist es
absolut unwahrscheinlich, dass etwas aus »Nichts« entstehen kann. Also aus einer
völligen Abwesenheit von allem. Wie soll das funktionieren?
Außerdem frage ich mich, wie dieses Ungleichgewicht zwischen Materie und Anti-
materie überhaupt entstehen konnte. Denn eigentlich hätten sie sich gegenseitig
auslöschen müssen. Dann gäbe es uns nämlich gar nicht. Es gäbe keine Sterne, keine
Planeten, nichts.
Wir haben es also einem winzigen Teilchen Materie zu verdanken, dass wir heute
da sind, wo wir sind. Unfassbar – oder? Das ist wahrlich ein großes Wunder!


Mich fragt zwar keiner, aber würde man mich fragen, was Gott für mich ist, dann
würde ich antworten:
Gott ist in uns allen, in dir, in mir, in allen Wundern dieser Erde.


Es gibt aber auch Menschen, die vom Teufel besessen sind. Diese Menschen tun mir sehr
leid, denn sie haben sich für das Böse im Leben entschieden. Diesen Menschen  wird die
Hölle nicht erspart bleiben. Sie machen nicht nur anderen Menschen das Leben bewusst
schwer sondern damit auch sich selbst. Sie machen sich ihr eigenes Leben bereits zu
Lebzeiten zur Hölle. Sehr bedauernswerte Menschen! Mir kommen da auf Anhieb so
einige dieser Menschen in den Sinn.

~*~*~*~

Es führen viele Wege in die Hölle, aber keiner heraus.

Deutsches Sprichwort

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Freitag, 22. Mai 2026

Weißer Holunder blüht wieder im Garten

Es geht mir in jedem Jahr so, wenn der weiße Holunder wieder im Garten blüht,
dass mir – ohne mir dessen so richtig bewusst zu sein – dieser uralte Schlager von
Gitta Lind aus dem Jahr 1956 in den Sinn kommt. Damals war ich gerade mal
zehn Jahre alt.


Weißer Holunder, er blühte im Garten
Als übers Jahr glücklich ich war
Er sagt zum Abschied, ich soll auf ihn warten
Denn übers Jahr sind wir ein Paar.


Aber nicht nur der Text dieses Schlagers kommt mir in den Sinn, sondern auch
die Melodie dazu. Und ist die erst einmal in meinem Kopf, dann ist es wie mit
einem Ohrwurm, ich summe sie über Stunden vor mich hin und muss dabei un-
weigerlich an meine Eltern und das alte Radio denken, aus dem diese Musik
ertönte.


Das Radio stand auf dem Sideboard neben einer Lampe und darüber hing ein
Gemälde, auf dem - wie zur damaligen Zeit in fast jedem deutschen Wohnzimmer –
ein röhrender Hirsch vor einem Wald zu sehen war. Manchmal war es auch ein
Gemälde von einer Berglandschaft an einem See.

Zur damaligen Zeit konnte ich fast jeden deutschen Schlager mitsingen. Wenn
ich heutzutage morgens im Badezimmer das Radio einschalte und der eine oder
andere Song erklingt, meist in englischer Sprache, kann ich den auch mitsingen.
Gleichzeitig stelle ich fest, dass die meisten dieser Sänger oder Sängerinnen, die
mich mit ihren bekannten Songs durch mein Leben begleiten haben, nicht mehr
unter uns weilen. Da kommen mir so viele in den Sinn. Oft kann ich nicht fassen,
dass sie nicht mehr da sind. Egal, ob es Tina Turner ist, Chris Rea, Whitney Houston.
Michael Jackson, Barry White, David Bowie, Amy Winehouse, Joe Cocker und viele
andere. Einige sind sehr jung verstorben. Ihre Songs aber werden weiter existieren
und unvergesslich bleiben. Wie so viele Schauspieler und Schauspielerinnen auch.
Die Zeit vergeht so schnell und ganz besonders dann, wenn man ein hohes Alter
erreicht hat.
Wie schade und traurig eigentlich, wenn man sich das Leben selbst und anderen
schwer macht. Es gibt keinen erstrebenswerteren Gemütszustand, als den, mit sich
und der Welt im Reinen zu sein. Vielleicht muss man dazu aber auch älteren Jahr-
gangs sein, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Andererseits gibt es gerade genug
Beispiele von alten Männern und Frauen, die trotz ihres hohen Alters nicht zu dieser
Erkenntnis gelangt sind.

Anderes Thema:

 

Und weil er so gut schmeckt, dieser köstliche Hefestuten, habe ich wieder einen ge-
backen. Den Teig herzustellen, geht relativ einfach und schnell. Die Backzeit be-
trägt nur etwa 35 Minuten. Allerdings muss der Teig etwa 45 Minuten »aufgehen«.
Man kann diesen Stuten also noch vor dem Frühstück backen und wenn er abgekühlt
ist,  ganz frisch genießen.

Nach Pfingsten stehen für den Professor zwei Wochen Urlaub an, den wir, falls es
bei den angekündigten hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad bleibt, im
Garten verbringen oder mit den Knuddels durch den Wald und am See entlang
spazieren. So richtig kann ich an diese plötzlichen hohen Temperaturen nicht
glauben. Das erscheint mir eher unwahrlich. Also lassen wir uns überraschen. Mir
ist jedes Wetter – natürlich bis auf die furchterregenden Unwetter – recht.
Auf das, was die so im Gepäck haben, verzichte ich gerne.

Und noch einmal der weiße Holunder und


meine kleinen Campanula, die mit ihren vielen kleinen lilafarbenen Blüten ein
weiterer Blickfang in diversen Hängeblumentöpfen sind. Sie haben bisher jeden
Winter überstanden und werden von Jahr zu Jahr üppiger. Eine wahre Freude!


Dafür heute mal keine Politik, obwohl es genug – eigentlich viel zu viel – zu berichten
gäbe. Nur so viel. Angeblich plant der großartige Peacemaker ein direktes Gespräch mit
dem Präsidenten Taiwans. Das dürfte den großen Führer im Reich der Mitte ziemlich ver-
ärgern. Er werde, so der Peacemaker, an dem »Taiwan-Problem« arbeiten und habe alles
sehr gut im Griff. Na bitte, man darf gespannt sein, welches Chaos dabei entsteht ;o).

Und der kleine, feige, alte Zar scheint so allmählich die Kontrolle über seinen sinnlosen
Krieg zu verlieren. Die Angriffe im Zarenland seitens der Ukraine nehmen zu. Sie haben
zuletzt ein FSB-Hauptquartier im russisch besetzten Teil der Oblast Cherson angegriffen.
Dieser Angriff forderte rund hundert getötete und verwundete Besatzer. Das erhöht die
Gesamtzahl inklusive der Verwundeten auf 1,3 Millionen Soldaten in diesem unnötigen
Krieg, der pro Monat etwa 35.000 Tote und Verwundete fordert.
Man könnte meinen, der kleine, alte Zar würde aufgrund der hohen Verluste, bröckelnden
Wirtschaft und dem wachsenden Unmut in der Bevölkerung, ein Ende seines Krieges
herbeisehnen, zumal die Bevölkerung sich ein Ende des Krieges wünscht.
Stattdessen scheint er von Belarus aus, Lettland, ein NATO-Mitgliedsland, ins Visier zu
nehmen und offen mit einem Angriff zu drohen.
Ihm steht das Wasser bis zum Hals und trotz der hohen Verluste ist der kleine, alte Zar
davon überzeugt:
 
„Der Sieg war immer und wird immer unser sein.“
 
Na dann, mach einfach weiter, auch wenn noch mehr Soldaten und Zivilisten sterben
und die eigene Wirtschaft ruiniert wird!

~*~*~*~

„Die Sieger in der Geschichte sind diejenigen, die wussten,
wann sie aufhören mussten und wann sie weiterkämpfen sollten.

Li Bai 19. (701 n. Chr., 762 n. Chr.)
war bekannt als größter lyrischer Dichter Chinas aller Zeiten

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Der Text ist nicht so geworden, wie ich es vorhatte. Der kleine Rüpel hat mich ständig
abgelenkt, weil er spielen wollte. Beides auf einmal geht eben nicht. Werde mich beim
Schreiben mehr konzentrieren müssen. Der kleine Hund geht auf jeden Fall vor. Der
wollte einfach kein Mittagsschläfchen halten. Es ist wohl sinnvoller, wieder abends zu
schreiben. Was bei diesem herrlichen Wetter eh der Fall sein wird.

Mittwoch, 20. Mai 2026

Die Nervensäge und der lachende Dritte

und wie sie nervt, die ehemalige Herrscherin Merkel. Sie musste mal wieder in die
Öffentlichkeit und dem Land sowie der Welt ungefragt ihre Ratschläge erteilen. Sie
kann es einfach nicht lassen. Glaubt sie, dass sie die einzige ist, die weiß, wie man
in diesen Krisenzeiten, insbesondere im Ukrainekrieg, handeln sollte! Du meine Güte,
was bildet diese Frau sich eigentlich ein? Meint sie ernsthaft, nur sie wüsste, was zu
tun ist? Dass Europa und das Land ohne sie nicht zurechtkommen? Sie ist doch die-
jenige, die Europa und das Land mit ihrer katastrophalen Politik in diese Lage ge-
bracht hat.


Ihre Flüchtlingspolitik war ein reines Desaster, welches dem Land und Europa großen
Schaden zugefügt hat. Zudem sind dadurch massive Kosten sowie eine zunehmende
Kriminalität entstanden, unter denen die Bürger jetzt zu leiden haben. Von der Verwahr-
losung und kaputten Infrastruktur im Land ganz zu schweigen. Sie, die nicht einmal die
Größe hat, ihre Fehlentscheidungen öffentlich zuzugeben, will anderen jetzt Ratschläge
erteilen? Dieses Land wird sich von dem Schaden, den sie angerichtet hat, nie wieder
erholen. Das weiß sie sehr wohl. Auch ihre Russlandpolitik kann unter dem Begriff
Desaster eingeordnet werden. Zudem ist sie die Geburtshelferin der AFD. Während das
Land also unter den Folgen ihrer verfehlten Politik allmählich zerfällt, hält sie eine Rede,
vor dem europäischen Parlament, mit der sie die EU belehren will. Sie redet von Frieden,
Wohlstand und Demokratie und hat diesem Land genau das alles genommen. Dafür erhielt
sie unter Standing Ovation jetzt auch noch den Europäischen Verdienstorden. Ich verstehe
das nicht. Wo leben all diese Ordenverleiher und applaudierenden Zuschauer und Zuhörer?
Füge deinem Land maximalen Schaden zu, höre nicht damit auf und erhalte dafür einen
Orden nach dem anderen? Das mag verstehen, wer will, ich verstehe das nicht.


Sie hat einen unfassbaren, nicht wieder gutzumachenden Schaden angerichtet und wird dafür
auch noch ausgezeichnet! Ich an ihrer Stelle würde mich in Grund und Boden schämen und
mich wenigstens jetzt aus der Politik raushalten. Natürlich kann sie ihre Meinung kundtun,
wie jeder andere, aber ihre Ratschläge kann sie für sich behalten. Kann sie nicht  endlich
ihren Ruhestand genießen und sich ausgiebig um ihren Gemüsegarten kümmern? Aber dabei
hat sie natürlich kein Publikum und bekommt keinen Applaus. Jetzt will sie all ihre noch
verbliebene »Macht« einsetzen, um Alice Weidel als Kanzlerin zu verhindern. Es scheint sie
nicht zu interessieren, was die Wähler wollen. Nicht, was sie will, ist maßgeblich, sondern das,
was die Wähler wollen. Ich bin wahrlich keine AfD-Anhängerin, aber das nennt man Demo-
kratie. Immerhin ist die AfD auf ihrem Mist gewachsen. Das hat sie dem Land mit ihrer
Politik eingebrockt. Auch das weiß sie - also schön ruhig bleiben, mit Ratschlägen, Frau Dr.
Angela Merkel!

Und während Frau Dr. Angela Merkel sich während ihrer letzten Auftritte, von den Beifall
klatschenden Zuschauern feiern ließ, feiert sich der großartige Peacemaker nach seinem Be-
such im Reich der Mitte selbst. Auch dann, wenn er nichts erreicht und keine Erfolge erzielt
hat.


Und der kleine, feige, alte Zar tritt nur ein paar Tage später beim großen Führer im Reich der
Mitte an und wurde wie ein alter Freund empfangen. Dabei ist er doch nur ein kleiner Knecht
des großen Führers, ohne den er völlig am Ende wäre. Der große  Führer betreibt wirklich
eine unglaublich ausgefeilte Geopolitik. Und zwar in aller Ruhe und Gelassenheit, also ganz
das Gegenteil vom polternden Deal- und Peacemaker. Der große Führer geht die Politik der
kleinen Schritte und des bedachten Handelns. Er folgt einer Strategie, ohne dass der Rest der
Welt das bisher erkannt hat und die Folgen seines ruhigen Handelns abschätzen kann. Dabei
lag es schon lange auf der Hand. Er verfügt über die Stärke, Intelligenz und Weisheit, dem
großartigen Möchtegernweltbeherrscher unverhohlen zu drohen, sich aus der Taiwanfrage
rauszuhalten. Das hat gesessen! Denn nun steht der mal wieder wie ein begossener Pudel da
und weiß nicht, was er machen soll. Es könnte sein, dass Taiwan das nächste Land ist,
welches feststellt, dass auf den Peacemaker kein Verlass ist. Selbst zur vereinbarten Waffen-
lieferung an Taiwan, äußerte sich der Peacemaker nach seinem Besuch beim großen Führer zurückhaltend. Er kündete stattdessen nach seiner Rückkehr an, Taiwan als Druckmittel
gegenüber dem großen Führer zu nutzen. Dass er vom großen Führer abhängig und auf Liefe-
rungen seltener Erden und anderer Materialien angewiesen ist, scheint er wohl verdrängt
zu haben.


Während er ständig versucht, den kleinen, feigen, alten Zaren auf seine Seite zu ziehen,
verstärkt er das Bündnis zwischen dem Reich der Mitte und dem Zarenland. Gleichzeitig
verliert er den Rückhalt der Bündnispartner sowie anderer Länder im Rest der Welt und
in Europa. Egal, wie man es dreht und wendet, der große Führer des Reiches der Mitte, ist
der große Gewinner. Er kann sich ganz entspannt zurücklehnen, denn er hat jetzt nicht nur
die Karten in der Hand, sondern auch beide Mitspieler, den kleinen, alten, feigen Zar und
den großartigen, alten Peacemakler. Er ist der lachende Dritte. Derweil droht der Held
der Ukraine dem kleinen, alten Zaren mit Dauerbeschuss seiner eh schon bröckelnden
Wirtschaft.
Tja, so kann es kommen. Zumindest anders, als der kleine, feige, alte Zar und andere sich
das vorgestellt haben. Well done!

Der großartige Peacemaker hat gleich mehrere Baustellen, in erster Linie den Iran, dem er
mal wieder mit Vernichtung gedroht hat. »Die Uhr ticke,« warnte er und gab dem Iran den
guten Rat, sich zu beeilen. Der Iran seinerseits tat daraufhin kund, die Waffen zur Verteidi-
gung stünden bereit. Danach hat der Peacemaker seinen neuerlich angekündigten Vernicht-
ungsangriff mal wieder verschoben. Doch er wird keine Ruhe geben, denn er will sich
selbst und der Welt beweisen, was für ein toller Hecht er ist. Also muss er den Iran unbe-
dingt besiegen und zur Aufgabe von Atomwaffen zwingen. Koste es, was es wolle – und
es kostet! Seine Bürger, die seine Kapriolen mit Steuern finanzieren müssen, sind ihm nicht
wichtig, sondern vollkommen gleichgültig, wie wir mittlerweile gelernt haben. Während in
den Staaten die Inflation auf den höchsten Wert steigt, die Preise für Benzin explodieren,
sind ihm seine Kriege, aus denen er unbedingt als Sieger hervorgehen will, viel wichtiger.
Doch er muss aufpassen, denn der Iran plant gerade ein Kopfgeld auf ihn, seinen Freund
Bibi u. a. in Höhe von 50 Millionen Euro für jeden, der einen dieser drei genannten
Personen tötet. Oje, da haben deren Leibwächter aber jetzt zu tun!

Und damit die Welt nicht so genau hinhört und hinschaut, lenkt er sie ein wenig mit seinem
nächsten geplanten Coup ab, die Invasion auf die Insel Kuba. Danach könnten dann noch
Grönland, Mexiko, Venezuela, Kanada usw., usw., usw...... folgen.
Bleibt die Hoffnung, dass die Amerikaner ihm schon bei den Midterms im November die
Quittung präsentieren.

~*~*~*~
Der Weg eines überlegenen Menschen
ist ein dreifacher:
tugendhaft, daher frei von Besorgnis;
weise, daher frei von Verwirrung;
mutig, daher frei von Furcht.

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.)
war ein chinesischer Philosoph

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Montag, 18. Mai 2026

Eine Regenwoche

 steht uns bevor. Eigentlich ist es regelrechtes Aprilwetter. Und weil Regen so schön
ist, habe ich doch mal wieder zur Lumix gegriffen und ein paar Fotos geschossen.
Die Sonne nutzt zwar bisweilen ihre Ellenbogen und versucht, sich durch die Wolken
hindurchzuquetschen, aber so richtig gelingen will ihr das nicht. Warm werden will
es auch nicht. Den Garten freut es und ich freue mich schon deshalb, weil der Erd-
boden für den Sommer gut durchfeuchtet wird. Außerdem halten die Blüten alle länger,
sowohl an den Rhododendren und den Azaleen als auch am Schneeballbaum. Auch die Vergissmeinnicht blühen noch vor sich hin. Sie halten in diesem Jahr extrem lange.
Während der Flieder und die Weigelie so allmählich verblühen, stehen nun die Deutzien
und Rosen in den Startlöchern. Dieses Frühjahr ist wettermäßig so anders als all die
Jahre zuvor. Vielleicht ist das sogar das normale Frühlingswetter. Der Mai als Wonne-
monat fiel in den vergangenen Jahren ganz anders aus. Vielleicht täuscht mich meine
Erinnerung auch. Egal, Wetter ist Wetter!


Oben sind  die kleinen Waldveilchen zu sehen. Ich mag sie so gerne, weil sie jedes Jahr
wiederkommen und sehr robust sind. Zudem vermehren sie sich, indem sie über den Erd-
boden krabbeln und sich selbst an Baumstämmen hochschlängeln. Die Rhododendren
blühen immer noch. Das Blatt gehört zum Ableger eines Haselnussbaumes, den ich als
Ableger selbst gezogen habe. Diesen werde ich jedenfalls als Strauch halten. Die Eich-
hörnchen lieben Haselnüsse.


Wettermix und des Professors geliebte Mohnblumen. Die dicke Taube ist gerade dabei
mit ihrem Partner ein Nest in einer der Stechpalmen zu bauen. Nicht gerade zu meiner
Freude, aber irgendwo müssen sie ja wohnen. 


So üppig bewachsen und strotzend vor frischer, grüner, geballter Kraft erinnert der
Garten derzeit an ein tropisches Paradies. Das wiederum sehr zu meiner Freude😊
Ein bisschen alte Heimat.


Dieser etwas tropisch anmutende Teil des Gartens, war meine Absicht. Ich mag leicht
verwilderte Gärten, in denen vor allem viele Bäume wachsen. Es ist so schön zuzusehen,
wenn das Licht im Wind mit dem Schatten tanzt. Im hinteren Teil des Gartens, also zur
Nord- und Ostseite hin ist es daher im Sommer auch immer angenehm kühl.


Ich liebe (mein) kleines Paradies, in dem ich nun seit 22 Jahren lebe. Auch wenn es mir nur
zur Hälfte gehört, so habe ich es doch nur geliehen für die Zeit, in der ich auf dieser Welt ver-
weilen darf. Nach meinem Freund und mir, dem die andere Hälfte gehört, werden sicherlich
noch viele andere Menschen hier leben, die dieses kleine Paradies hoffentlich weiter hegen
und pflegen werden und sich hier genauso wohlfühlen, wie ich das zu Lebzeiten getan
habe und noch immer tue :o))


Immer aktiv. Am liebsten spielt der kleine Rüpel allerdings nicht mit seinen
Spielsachen, sondern mit allem, was so aussieht, als müsse es dringend
auf seine Nutzbarkeit untersucht werden – so wie das bei männlichen Wesen
halt so ist.
🐶
~*~*~*~

Alles geht, alles kommt zurück;
ewig rollt das Rad des Seins.
Alles stirbt, alles blüht wieder auf,
ewig läuft das Jahr des Seins.

Friedrich Nietzsche
(* 1844 ; † 1900)
war ein deutscher Philosoph und Philologe

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Freitag, 15. Mai 2026

Abwechslungsreich

 in vielerlei Hinsicht ist der Wonnemonat Mai bisher. Nicht nur das Wetter bietet von
allem etwas. Insbesondere während der Woche der Eisheiligen, in der es an jedem
einzelnen Tag einen Wettermix aus Sonne, dunkelgrauen und bis weißen Wolken, ent-
weder an einem stellenweise blauen oder trüben Himmel gab. Auch der wunderbare
Landregen gehörte zum Repertoire, genauso wie Graupelschauer, die gerne mal von
einem mäßigen bis stürmischen Wind begleiten wurden. Und es war frisch, will
heißen, es war kalt und ungemütlich da draußen.

Der Kernbeißer ist einer der regelmäßigen gefiederten Gartengäste. Azaleen und
Rhododendren blühen derzeit um die Wette. Ein Schlaraffenland für die Hummeln.

Die Schneewalzerrose ist die erste Rose, die ihre Knospen geöffnet hat und sich
dem Regen und Sturm tapfer entgegenstellt. Alle anderen ziehen es vor, sonniges
Wetter abzuwarten.

Auch wenn die Sonne sich in diesem Frühjahr bisher ziemlich rar macht, sehe ich das
positiv, denn dem Garten tut dieses kühle, regnerische Wetter gut. Musste ich in den
vergangenen Jahren den Rasen und die Rhododendren des Öfteren wässern, blieb mir
das in diesem Jahr erspart. Dafür war bereits im April Rasenmähen angesagt und das
bisher jede Woche einmal. Der grünt und wächst bei diesem Wetter nur so vor sich hin.
Alles in allem nicht wirklich ein Wonnemonat. Das Wetter macht halt, was es will.

Abwechslungsreich war auch das politische Geschehen im Land und in der Welt. Über
das Land zu schreiben, habe ich mehr oder weniger aufgegeben. Ich habe wenig bis
gar keine Hoffnung, dass sich da noch etwas zum Positiven wendet. Nicht nur, dass die
Regierung mit den dringend notwendigen Reformen nicht in die Puschen kommt, mein
Eindruck ist, sie scheinen nicht einmal zu wissen, wo sie anfangen sollen. Viel zu lange
haben sie die Zustände im Land schleifen lassen. Während andere Länder sich auf eine
veränderte Welt und die damit einhergehenden technischen und digitalen Veränderungen
eingestellt haben, drucksen unsere Regierenden seit Jahren herum und kommen nicht in
die Pötte. Sie haben die Anpassung und Modernisierung auf fast allen Gebieten glatt
verschlafen und reiben sich nun die Augen. Die Folgen erleben wir jeden Tag.

Abwechslungsreich war auch das geopolitische Geschehen. Insbesondere der Besuch
des großen Peacemakers im Reich der Mitte. Da, wo der großartige Peacemaker sonst
austeilt, Politiker einiger Länder nach seiner Manier beleidigt, runtermacht und bestraft,
war beim großen Führer Respekt und Einschmeicheln angesagt. Und so lobte er ihn über-
schwänglich gar als großartige Führungspersönlichkeit und dass es eine große Ehre sei,
der Freund des großen Führers zu sein«. Ob der große Führer das auch so sieht, darf
wieder bezweifelt werden. Ja, vor diesem großen Mann, hat der Peacemaker Respekt,
weil er als Bittsteller zur Abwechslung selbst mal buckeln muss. Da knallt er die
Hacken zusammen und steht stramm. Da, wo der großartige Peacemaker sonst droht,
wurde ihm zur Abwechslung selbst mal gedroht, sich aus der Taiwan-Frage herauszu-
halten, da ansonsten die Beziehungen zwischen China und den USA in eine gefährliche
Lage geraten könnten.
Tja, da steht er nun, der Mr. Peacemaker, was wird er jetzt tun? Taiwan in den Rücken
fallen und sich der Warnung des großen Führers beugen – oder steht er hinter Taiwan?
Man darf gespannt sein. Also mit dem großen Führer würde ich mich an seiner Stelle
nicht anlegen. Dann könnte es ganz gewaltig krachen. Und während er noch von der
Übernahme Grönlands, Venezuelas, Kubas und Kanadas träumt, boykottieren die Kana-
dier konsequent US-amerikanische Produkte. Recht so – zeigt es ihm! Er lernt halt nur
auf die harte Tour. Genauso, wie der kleine Zar, der übrigens den gesamten Donbass bis
zum Herbst einnehmen will. Er weigert sich eben, die Realität wahrzunehmen.
Oder er weiß nicht, wie es um seine Armee und den Kriegsverlauf steht. Mittlerweile
wurden Gefangene aus Gefängnissen entlassen, weil ihm die Soldaten ausgehen. Allein
während des 48-stündigen Waffenstillstands hat er einen Verlust von 1.800 Soldaten
zu verzeichnen. Aber das ist ihm ziemlich wurscht. Menschenleben zählen für diesen
Tyrannen nicht.

Apropos, hatte ich schon geschrieben, wie egal auch dem Mr. Peacemaker die eigenen
Bürger sind? Vor seiner Abreise ins Reich der Mitte wurde er von einer Reporterin ge-
fragt, ob ihn die finanziellen Sorgen der Bürger, die unter den hohen Preisen leiden,
nicht interessieren. Seine Antwort: „Not even a little bit.“ Also nicht mal ein kleines
bisschen! So viel zur Fürsorge und zum Wohl seiner Wähler.

Abwechslungsreich war noch einiges mehr, aber das alles aufzuschreiben, würde
den Rahmen sprengen. Also belassen wir es für heute dabei.

~*~

„Harte Zeiten formen starke Männer,
starke Männer schaffen gute Zeiten,
gute Zeiten formen schwache Männer
 und schwache Männer schaffen harte Zeiten“

Dieses Zitat stammt aus einem postapokalyptischen Roman
des US-amerikanischen Autors G. Michael Hopf

~*~
 
 Stand with Ukraine
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
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