jedenfalls für ein paar Stunden. Denn eine Waffenruhe ist noch kein Frieden.
Der Peacemaker wäre nicht der Peacemaker, wenn er jetzt nicht so richtig
auf die Pauke hauen und sich selbst auf die Schulter klopfen würde. Und so
jubelte er, nach einem „totalen und vollständigen Sieg“ für die USA, folge
nun auch ein »goldenes Zeitalter im Nahen Osten«, wie in den USA. Ein
Träumer und Komiker mit Unterhaltungswert, wäre die Lage nicht so ernst!
Jetzt werde viel Geld verdient, tat er kund. Aha, also geht es doch nicht um die
Bereiung des iranischen Volkes, sondern mal wieder nur um's Geld verdienen.
Und tatsächlich wird der Iran sehr viel Geld einnehmen, denn er wird die
wieder geöffnete Straße von Hormus weiter kontrollieren und für die freie
Durchfahrt der Schiffe abkassieren.
Allerdings stellt der Iran weitere Bedingungen für einen Frieden. Es soll einen
10-Punkte-Plan geben, dem die USA zugestimmt haben.
Das erinnert irgendwie an die Verhandlungen zwischen dem Zarenland und den
USA. Das war und ist immer noch eine reine Hinhaltetaktik vonseiten des
kleinen, alten Möchtegernzaren und alten Buddys des Peacemakers.
Angeblich habe China an den Verhandlungen zwischen Iran und den USA teil-
genommen und ganz sicher einen wesentlichen Einfluss auf den Iran gehabt.
Der Klügere gibt nach. In dem Fall handelt China zwar auch zum eigenen Vor-
teil, aber eben auf eine diplomatische Art und nicht auf eine ungehobelte Hau-
ruckmethode eines randalierenden, pöbelnden Straßenjungen.
Dennoch scheint der Peacemaker selbst so seine Zweifel zu haben, denn er meinte
außerdem: »Wir werden sehen, was passiert und ob es dazu kommt.«
Das mag daran liegen, dass er keinen totalen, vollständigen Sieg errungen, sondern
kalte Füße bekommen und kapituliert hat.
Mich würde interessieren, woraus der totale und vollständige Sieg der USA
besteht? Was haben sie gewonnen? Was haben sie erreicht?
Soweit ich das beurteilen kann, war es ein kompletter Verlust und ein totales
Versagen. Es fand kein Regimewechsel statt, das Uran wurde, so weit ich weiß
nicht beschlagnahmt und die Bevölkerung nicht befreit.
Stattdessen, hat dieser unsinnige, völkerrechtswidrige Krieg des Peacemakers
tausende Menschenleben gefordert, enorme Kosten verursacht, sowie maßlose
Zerstörung und Verluste, die Gas-und Ölpreise in die Höhe getrieben und für
Versorgungsengpässe gesorgt.
Das hört sich so gar nicht nach einem totalen und vollkommenen Sieg an. Es
sieht eher danach aus, als würden sich die Verhandlungen, genau wie im Zaren-
land, endlos hinziehen. Der Peacemaker sprach seine Drohungen aus und die
Verhandlungen stecken seit Jahren dennoch fest, weil sein Buddy auf seinen
Maximalforderungen besteht. Der Krieg in der Ukraine geht also unvermindert
weiter, hat einen Verlust von 1,3 Millionen Soldaten verursacht. 350.000 Soldaten
haben ihr Leben verloren. Möge Gott den Tyrannen dafür in die Hölle schicken.
Wenn überhaupt jemand im Irankrieg einen Sieg errungen hat, dann ist es der Iran, denn
der großartige Peacemaker hat im Grunde kapituliert und dem 10-Punkte-Plan des Iran
zugestimmt. Und der beinhaltet laut der Nachrichtenagentur Tasnim folgende Punkte:
Die USA sollen sich gegenüber dem Iran verpflichten, »Aggressionen«
einzustellen.
Der Iran verlangt die dauerhafte Kontrolle über die Straße von Hormus.
Der Iran verlangt, dass ein Recht auf Urananreicherung akzeptiert wird.
Alle Primärsanktionen gegen den Iran sollen enden.
Alle Sekundärsanktionen gegen den Iran sollen enden.
Alle Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, die den Iran betreffen, sollen
aufgehoben werden.
Alle Resolutionen des Führungsgremiums der Internationalen Atomenergiebehörde
gegen den Iran sollen enden.
Der Iran verlangt Kompensationszahlungen für dem Land entstandene
Schäden.
US-Truppen sollen sich aus »der Region« zurückziehen.
Der Krieg soll an allen Fronten enden, auch für den »heroischen
islamischen Widerstand im Libanon«.
Da der Peacemaker diesen Punkten zugestimmt hat, worin liegt dann sein totaler und
vollständiger Sieg? Er hat von allem, was er erreichen wollte, nichts, absolut gar nichts
erreicht, sondern auf ganzer Linie verloren. Es ist alles beim Alten, geblieben. Statt-
dessen hat er nur massiven Schaden angerichtet und Menschen getötet.
Das als Sieg zu verkaufen, ist ein großer Witz und mal wieder eine Verdrehung von
Tatsachen. Ob der Krieg beendet ist, wird sich zeigen. Es sieht eher nach einem Spiel
auf Zeit aus. Er behauptet jedoch, den Regimewechsel im Iran vollzogen zu haben
und kündigt eine enge Zusammenarbeit mit den Mullahs an. Vielleicht haben sie ihm
genau wie sein Buddy vom Zarenregime: Profitable Deals angeboten. Er jubelte
doch schon vom »vielen Geldverdienen« und von »goldenen Zeiten im Nahen Osten«
Die Forderungen des Mr. Peacemakers lehnte der Iran dagegen ab.
Von Waffenruhe und Frieden kann keine Rede mehr sein, denn nur wenige Stunden
nach dem angeblichen »totalen Sieg der USA« und der engen Zusammenarbeit mit dem
Iran, ist die Straße von Hormus wieder geschlossen und der Iran droht mit Ausstieg aus
Waffenruhe.
Und da steht er wieder, der großartige Mr. Peacemaker. Er hat gedroht, die gesamte
Zivilisation des Irans auszulöschen, stattdessen hat er kapituliert und ist den Forde-
rungen des Iran nachgekommen. Er hat dem 10-Punkte-Plan zugestimmt und steht
mal wieder als großer Versager und Verlierer da und will der Welt sein Versagen als
»totalen und vollkommenen Sieg der USA« verkaufen. Daran bestünde zu 100 %
kein Zweifel. Er lügt sich also selbst in die Tasche.
Sogar Republikaner bezeichnen ihn als Superschurken und fordern die Amtsent-
hebung des Superduperpräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.
Die größte Fehlbesetzung in der Geschichte der USA.
~*~
Lieber mit der Wahrheit fallen als mit der Lüge siegen.
Augustinus von Hippo (354 - 430 n.Chr.)
auch Aurelius Augustinus,
war ein nordafrikanischer christlicher Theologe und Philosoph.




























