Freitag, 26. Juni 2026

Die Prophezeiung

und die stammt nicht von mir, sondern von einem Blogger aus dem Zarenland.
Dieser Zarenland-Blogger sagt voraus: »Wir werden vernichtet. Das Land stecke
in einer verdammten Katastrophe.« Womit er absolut recht hat, wenn das alles
stimmt, was man so über die Lage im Zarenland und von der Front liest.


Nur, hoffentlich hat der kleine, alte, brutale Zar nicht gelesen, was dieser Blogger schreibt.
Denn falls er diese Prophezeiung gelesen oder gehört hat, sollte sich dieser Blogger nicht
in der Nähe eines Fensters oder in einem Auto aufhalten und keine Pilze essen. Es könnte
allerdings für den Rest seines Lebens auch ein ständiger Wohnsitz irgendwo in Jamal auf
ihn warten. Immerhin hat er ausgesprochen, was inzwischen viele Bürger des Zarenlandes
ebenfalls denken, aber nicht laut äußern dürfen. Insbesondere die Oligarchen werden ziem-
lich nervös. Aber nicht nur die, auch der Lügenbaron und der kleine, alte Zar selbst scheinen
so allmählich Muffensausen zu bekommen. Daher lässt das Regime vorsichtig durchblicken,
dass es zu Gesprächen bereit sei. Allerdings werfen sie dem großartigen Mr. Peacemaker vor,
sich nicht an die Vereinbarungen zu halten, die in Alaska besprochen wurden. Welche das
gewesen sein könnten, bleibt ein  Rätsel. Man kann jedoch vermuten, dass es sich dabei aus-
schließlich um Vorteile für den kleinen, alten Zaren handelt.

Das wiederum könnte bedeuten, dass der großartige Peacemaker die Ukraine bisher nicht
ausreichend unter Druck gesetzt hat. Das hat nun zur Folge, dass das Zarenland-Regime
die Geduld verliert und dem Peacemaker vorwirft, sich den Anti-Zarenland-Politikern ange-
nähert zu haben. Also den Politikern der EU u.a. Das wiederum kann als ein Zeichen dafür
gedeutet werden, dass der kleine, alte Zar, den großartigen Peacemaker, ausschließlich für
seine eigenen Zwecke umschmeichelt hat. Was offensichtlich war. Hegte der kleine, alte Zar
doch die Hoffnung, der alte Peacemaker würde den Helden der Ukraine dazu bewegen, den
unverschämten Forderungen des Zaren-Regimes zuzustimmen.
Gut, dass der Held der Ukraine sich darauf nicht eingelassen hat. Denn jetzt bekommt das
Zaren-Regime, was es verdient. Heftig eins auf die Mütze in Form von heftiger Gegenwehr
und Angriffe auch auf Ziele im tiefen Zarenhinterland. An Tankstellen wird sogar die
Abgabe von Benzin mittlerweile begrenzt, weil die ukrainischen Angriffe auf Öldepots,
Raffinerien sowie auf Pipelines und die Energieversorgung dazu geführt haben, dass der
Treibstoff knapp geworden ist. Das Regime hat inzwischen den Export von Rohöl gestoppt
und muss Treibstoff aus Kasachstan importieren, während die Preise immer weiter steigen.
Das kommt davon. Meine Großmutter (Gott hab sie selig!) würde jetzt sagen:
»Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.«


Kein Wunder also, dass der kleine, alte Zar dringend einen Ausweg aus seiner misslichen
Lage sucht und wieder alle Hoffnung auf Vermittlungsgespräche setzt. Mit wem auch
immer. Wie es aussieht, hat der Peacemaker jetzt allerdings das Interesse verloren, seinem
Ex-Buddy weiterhin hilfreich zur Seite zu stehen. Man führt die plötzliche Wende des Peace-
makers auf den G-7-Gipfel zurück und darauf, dass er jetzt hinter der Ukraine steht, weil sich
das Land erkennbar im Vorteil gegenüber dem Zarenland befindet. Das hat dazu geführt, dass 
sich der Ton aus dem Zarenland gegenüber dem Ex-Buddy Donny verschärft hat. Das Ver-
trauen sei verschwunden. Und so fordert der Lügenbaron Klarheit darüber, was auf dem
G-7-Gipfel passiert ist. Diese neuerliche Panik des Regimes erweckt den Anschein, als
werfe man dem ehemaligen »Buddy« des kleinen, alten Zaren vor, die Seiten gewechselt
zu haben. Doch dieser umgibt sich vorzugsweise lieber mit Siegern als mit Verlierern.
Zudem wird er sich, sollte es zu einem langfristigen Frieden kommen, den Lorbeerkranz
für den Erfolg selbst  aufsetzen wollen.

Diese beiden alten Männer, haben wahrlich ein großartiges Unterhaltungspotential. Wäre
die Lage nicht so ernst, könnte man sich über deren Show, die sie vor der gesamten Welt
veranstalten, wirklich köstlich amüsieren. Nachdem sich beide großspurig aufgespielt und
der  Welt als mächtige Herrscher präsentiert haben, stehen sie nun als Verlierer und
Versager da. Das hat schon etwas Amüsantes.

Aaaaber, jetzt, nachdem die Aussicht für den kleinen, alten Zaren, aus diesem sinnlosen
Krieg als Gewinner hervorzugehen, immer geringer wird, droht er mal wieder mit Atom-
waffen. Ob der große Führer des Reichs der Mitte damit einverstanden wäre, steht schon
wieder auf einem ganz anderen Blatt. Denn da wäre ja auch noch der kleine, dicke Diktator,
der von beiden umgarnt wird. Also vom kleinen, alten Zaren und vom großen Führer. Also
so für den Fall aller Fälle.


Bemerkenswert ist noch die Tatsache, dass der Diktator in Belarus, den Drohungen des
Helden der Ukraine, nachgegeben und die Technik für die Drohnen gegen das Zarenland,
abgeschaltet hat. Well done! Er scheint sich ebenfalls eher auf die Seite der Sieger zu 
bewegen, als einen Verlierer weiterhin zu unterstützen. Ein weiteres Problem für den
kleinen, alten, brutalen  Zaren. Wenn er jetzt noch vom großen Führer und vom kleinen,
dicken Diktator im Stich gelassen wird - im Falle des Falles, steht er ganz allein da auf
weiter Flur.
Wenn man bedenkt, dass dieser sinnlose, irrsinnige Krieg jetzt schon länger, als der
Erste Weltkrieg dauert, zudem über 1.3 Millionen Soldaten getötet oder verletzt wurden
und ein außerordentlicher wirtschaftlicher Schaden für das Zarenland entstanden ist, kann
man wohl davon ausgehen, dass der kleine, alte Zar jetzt selbst in größten Schwierigkeiten
steckt. Zumal er sich das alles selbst eingebrockt hat. Das könnte man auch zynisch als die
Ironie des Schicksals bezeichnen. Warum zieht er seine Soldaten nicht einfach ab?
Er sollte sich ernsthaft überlegen, zumindest auf das Angebot eines Waffenstillstandes
einzugehen, bevor die Lage für ihn vollkommen aussichtslos ist. Die Frage ist, welche
Möglichkeit es für ihn gibt, aus seiner Misere gesichtswahrend hervorzugehen. Nicht
einfach, denn ein Verlierer und Versager bleibt er in jedem Fall und das weiß die gesamte
Welt. Die Welt kann derzeit live verfolgen, wie sich ein vormals stolzes Land selbst zerstört,
genauer gesagt vom großen Möchtegernzar zerstört wird. Für den ist so ziemlich alles
dumm gelaufen. Ein alter Mann, der als großartiger Rückeroberer der ehemaligen Sowjet-
union in die Geschichte eingehen wollte und letztlich doch kläglich versagte.
Sollte er sich allerdings dermaßen in die Enge getrieben fühlen und keinen anderen
Ausweg sehen, also weiterhin auf seine Maximalforderungen bestehen und nicht die
Größe besitzen, auch Kompromisse einzugehen, dann könnte er sich tatsächlich ge-
zwungen sehen, bis zum Äußersten zu gehen. Das wäre allerdings eine noch größere
Dummheit, als die, die er gemacht hat, als er seinen sinnlosen Krieg begann.
Aber wer weiß schon, wozu dieser kleine, brutale, alte Mann fähig ist, wenn er nichts
mehr zu verlieren hat. Man darf nicht vergessen – er ist ein Macho und sehr aggressiv.
Jetzt spielt der kleine, brutale, alte Zar seine (vorerst) letzte Karte aus und zwingt seine
Bürger zum Kriegsdienst. Es folgen Razzien und Zwangsrekrutierungen, weil ihm die
Soldaten an der Front ausgehen. Das sorgt für Aufruhr. Geht er so weit, alle Männer des
Landes für seinen Egotrip zu opfern? Die meisten überleben nicht einmal die ersten Tage.
Außerdem müssen sie hungern und werden teilweise misshandelt.
So war es jedenfalls zu lesen.

Nicht zu vergessen, welche Mengen an Dreck durch die
brennenden Ölraffinerien in die Umwelt gelangen –
auch das geht auf die Kappe
 des kleinen, brutalen, alten Zaren.

~*~*~*~

Der Charakter des Menschen ist sein Schicksal.

Heraklit (* um 520 v. Chr.; † um 460 v. Chr.)
war ein vorsokratischer Philosoph

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Dienstag, 23. Juni 2026

Dasein oder Etwassein

Die Dämmerung legte sich wie ein schwerer, blauer Samtmantel über den alten Botanischen Garten. Auf einer verwitterten Holzbank unter einer riesigen, jahrhundertealten Eiche saßen zwei Menschen: Tobias, dessen Gesicht die Züge ständiger Unruhe trug, und seine Freundin Sofia mit wachen Augen, und einer Ausstrahlung von innerer Ruhe.


Tobias starrte auf sein Smartphone, tippte nervös darauf herum und seufzte tief.
„Es reicht einfach nie“, sagte er leise, mehr zu sich selbst als zu ihr. „Ich arbeite sechzig Stunden die Woche. Ich habe den Posten als Seniorpartner. Ich habe das Loft. Und trotzdem… wenn ich abends die Tür hinter mir schließe, fühle ich mich, als wäre ich eine leere Hülle. Als müsste ich morgen noch mehr sein, um überhaupt zu existieren.“
Sofia, die diese abendliche Stille genoss, blickte hoch in die Äste der Eiche, deren Blätter im Abendwind leise raschelten. „Du leidest an der modernen Krankheit, Tobias. Du verwechselst das Dasein mit dem Etwassein.“
Tobias drehte den Kopf zu ihr. „Was meinst du damit? Wenn ich nichts bin – kein Status, kein Titel, kein Erfolg –, was bleibt dann noch? Dann bin ich ein Niemand.“
„Siehst du, genau das ist der Irrtum“, erwiderte Sofia sanft. „Wir werden in eine Welt hineingeboren, die uns einredet, wir müssten erst eine Form annehmen, um einen Wert zu haben“, fuhr Sofia fort. „Ein Visitenkärtchen, ein Kontostand, ein definierter Charakterzug. Das ist das Etwassein. Es ist starr. Es ist eine Maske, die man sich aufsetzt, um der Welt zu sagen: 'Seht her, ich funktioniere.' Aber das Dasein… das Dasein ist viel älter. Und viel tiefer.“
„Aber ich kann doch nicht einfach nur 'da sein'“, entgegnete Tobias fast schon verzweifelt. „Das ist doch Stillstand. Faulheit. Wir müssen uns doch entwickeln! Wir müssen wachsen!“
„Oh, absolut“, sagte Sofia und lächelte. „Aber schau dir diesen Baum an. Glaubst du, die Eiche versucht im Frühling krampfhaft, eine Eiche zu sein? Strengt sie sich an, um den Titel 'Größter Baum des Parks' zu ergattern?“
Tobias schmunzelte matt. „Wohl kaum.“
 „Eben“, sagte Sofia. „Sie ist einfach da. Und weil sie da ist, wächst sie. Das ist der entscheidende Unterschied. Echtes Wachstum passiert nicht durch das Anhäufen von Titeln, sondern durch das Reifen im Dasein.“

Tobias steckte das Telefon endlich in die Tasche und verschränkte die Arme. „Wo ist da der Unterschied? Wachsen, Reifen… für mich klingt das nach demselben Prozess.“
„Wachsen ist oft quantitativ“, Sofia zeichnete mit dem Finger einen Kreis in die Luft. „Höher, schneller, weiter. Mehr Wissen, mehr Besitz, mehr Anerkennung. Das ist das, was du tust. Du bläst dein Etwassein auf, bis es zu platzen droht. Aber Reifen… Reifen ist qualitativ. Es ist der Übergang vom Tun zum Werden.“ Sie zeigte auf eine abgefallene, braune Eichel, die zwischen ihren Füßen im Moos lag. „Die Eichel muss ihre feste Schale aufgeben, um zu keimen. Das fühlt sich für die Schale wie Sterben an. Aber es ist nur das Werden von etwas Neuem. Beim Reifen geht es nicht darum, perfekt zu werden, sondern ganz zu werden. Es bedeutet, die eigenen Wunden zu integrieren, die Stürme des Lebens anzunehmen und die Illusion zu verlieren, dass wir alles kontrollieren können.“
„Das klingt schmerzhaft“, gab Tobias zu. Seine Stimme war jetzt brüchiger. „Das Aufgeben der Schale.“
„Es ist schmerzhaft, weil wir Angst haben, dass wir nichts mehr sind, wenn die Schale bricht“, sagte Sofia leise. „Aber erst wenn die Schale des Etwasseins bricht, bekommt das Dasein Raum zum Atmen. Werden ist kein Ziel, das man erreicht. Es ist ein Fluss. Du bist nie fertig, Tobias. Du bist ein fortlaufender Prozess.“

Es wurde still zwischen ihnen. Die Dunkelheit hatte den Park nun fast vollständig verschlungen, nur die Parklaternen warfen ein warmes, diffuses Licht auf den Boden.
Tobias schloss für einen Moment die Augen. Zum ersten Mal seit Monaten lauschte er nicht auf das Rasen seiner eigenen Gedanken, sondern auf das Rauschen des Windes, den kühlen Atem der Nacht auf seiner Haut und das gleichmäßige Heben und Senken seiner eigenen Brust.
„Ich bin“, flüsterte er nach einer Weile.
„Ja“, sagte Sofia, und in ihrer Stimme lag eine tiefe Zufriedenheit. „Genau jetzt, in diesem Moment, bist du weder der Seniorpartner noch der Loft-Besitzer, noch der Getriebene. Du bist einfach ein Mensch auf einer Bank unter einem Baum. Du bist da.“
Tobias spürte, wie sich ein Kloß in seinem Hals löste. Es war keine Leere, die er fühlte – es war eine plötzliche, ungeahnte Weite.
„Das Etwassein“, sagte er langsam, während er die Augen wieder öffnete, „ist also nur das Kleid, das wir tragen. Aber das Dasein ist der Körper darunter.“
„Und das Reifen“, fügte Sofia hinzu, „ist die Kunst, zu lernen, dass dieses Kleid ruhig auch mal schmutzig werden oder reißen darf. Weil das, was darunter liegt, unberührbar und ewig im Werden begriffen ist.“
~*~*~*~

Mensch: ein Lebewesen, so angetan von Illusionen über sich,
dass es völlig vergisst, was es eigentlich sein sollte.

Ambrose Bierce (* 1842 ; † 1914)
war ein amerikanischer Schriftsteller und Journalist

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Sonntag, 21. Juni 2026

Der Junigarten

 Von allem etwas: Fingerhüte, Hortensien, Rosen, Deutzie, Bauernjasmin, Hostas,
Wolken, Sonne, Regen, trübes Wetter, Abendrot, Bambus, Bäume und was sonst noch
so wächst und gedeiht. Und die Vögelchen singen dazu bis in den späten Abend hinein.
Es ist eine wahre Freude, ihnen zu lauschen.
Noch ist alles grün, sogar der Rasen. Doch das wird nicht mehr lange so bleiben, denn
die Hitzewelle hat uns erreicht. Dem Himmel sei Dank, allerdings auch mit viel Regen.
In den vergangenen beiden Nächten, gab es – wie könnte es anders sein – gleich nach
dem ersten heißen Tag ein ordentliches Gewitter. Es hielt sich in Maßen, genauso wie
das Gewitter in der vergangenen Nacht.

Sommer, Sonne, Hitzewelle – es gibt sie noch, die Sommersonnenfaulenztage.

~*~*~*~

Immer wieder kann ich mit Worten nicht beschreiben, wie wohl ich mich in meinem
 kleinen Paradies fühle, und wie froh ich bin, jeden Tag hier mitten in dieser schönen
Natur aufwachen und leben zu dürfen. Es ist wirklich ein unbeschreibliches Glück,
hier in dieser Stille, fernab vom Lärm und Chaos der Welt, leben zu dürfen. Dennoch
bleibt das Weltgeschehen immer auch ein Thema.

Und schon steuert der Monat Juni seinem Ende entgegen. Jetzt nach der Sommer-
sonnenwende werden die Tage schon wieder kürzer und das letzte Halbjahr dieses
Jahres wird eingeläutet. Wie die Zeit vergeht! Jetzt stehen uns allerdings erst einmal
ein paar heiße »Gluthitzetage« bevor und die bringen natürlich ihre Unwetter mit.
Bisher wurden wir verschont, denn über den Regen habe ich mich gefreut, schon für
den Garten. Nur die richtigen Unwetter mögen bitte bleiben, wo sie sind, denn
starker Regen sowie Hagel und Sturm setzen der Natur und den Vögeln sowie den
Waldtieren ordentlich zu. Die Vögel, Eichhörnchen und Insekten freuen sich dagegen
ganz besonders über das abkühlende Nass. Und die Vögel genießen zusätzlich ein
kurzes Bad in den Vogeltränken.
Bin gespannt, wie sich der Rest des Sommers gestaltet. Am ersten Tag der Hitzewelle,
kletterte die Temperatur auch hier im Wald auf 30 Grad. A bit too much, so suddenly!
Vor allem nach der Schafskälte, die ihrem Namen alle Ehre machte.
Sonnenbrille und Sonnencreme liegen bereit und Faulenzen fällt mir bei diesem
Sommersonnenhitzewellenwetter eh nicht schwer, zumal im Garten jetzt gar nichts
getan wird - außer Relaxen. Ja, was denn sonst?! Das, was im Haus täglich zu tun
ist, wird gleich frühmorgens hurtig und zügig erledigt.
🌞🌻🍦 HAPPY SUMMER! 🍦🌻🌞
😎

~*~*~*~

Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.

Ludwig Uhland (* 1787 ; † 1862)
war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist

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Freitag, 19. Juni 2026

Die Verschnaufpause

 Was soll man da noch schreiben und worüber? Der Peacemaker will das Problem Iran
loswerden. Er verliert die Geduld und will sich um andere »wichtige« Dinge kümmern,
wie den angekündigten »Goldenen Zeiten« für Amerika. Nichts als heiße Luft.
Der Iran-Konflikt offenbart die ganze Schwäche einer Supermacht, die mit der größten
 Armee auf diesem Planeten, eine grandiose Niederlage hingelegt hat. Ein eindeutiger
Fall von Selbstüberschätzung, unüberlegtem Handeln und Größenwahn.


Obwohl es wünschenswert gewesen wäre, wenn der Iran keine Atombombe bauen und
besitzen würde. Diesbezüglich hat der großartige Deal- und Peacemaker rein gar nichts
erreicht. Im Gegenteil! Er selbst bezeichnet die dritte Reihe des Regimes als smarter als
die beiden vorherigen beiden Reihen, von denen wohl niemand mehr lebt.
Mein persönlicher Eindruck ist eher, dass diese dritte Reihe zu smart für den großartigen,
 alten Peacemaker sein könnte und ihn – wie schon der kleine, alte Zar – am Nasenring
durch die Manege führt. Mr. Dealmaker ist jedoch stolz darauf, die Öffnung der Straße
von Hormus genehmigen zu können. Die ja bereits vor seinem sinnlosen Angriff geöffnet
war. Jetzt, wie es scheint, kann das Regime für die Durchfahrt eine Gebühr verlangen.

Waren Donnyboy und Bibi vor ihrem gemeinsamen Krieg noch gute Kumpels, so scheint
sich auch das geändert zu haben. Zudem haben sie andere Länder im Nahen und Mittleren
Osten mit in diesen Krieg hineingezogen. Es wurden Menschen getötet, US-Basen zerstört
 und eine große Menge an Dollar in den Sand gesetzt. Zudem geht der Iran gestärkt aus
diesem Konflikt hervor, während der Dealmaker diesen Krieg verloren hat. Der Konflikt
zwischen dem Libanon und Israel besteht immer noch und könnte jederzeit weiter eskalie-
ren. Noch ist nichts in trockenen Tüchern. Es handelt sich bisher ja lediglich um eine vor-
läufige Vereinbarung (eine Verschnaufpause), einem Ausgangspunkt für weitere Verhand-
lungen, die zu einem Friedensabkommen führen sollen. Davon jedoch ist man noch weit
entfernt. Als die Anwesenden ihm nach der Unterzeichnung der Vereinbarung im Schloss
Versailles applaudierten, konnte man an seinem Gesichtsausdruck ablesen, wie sehr er das
genoss. Wahrscheinlich fühlte er sich in diesem Moment wie der Sonnenkönig höchstper-
sönlich. Ich dagegen wüsste gerne, welchen Grund es für diesen Applaus gab. Die USA
und Partnerländer müssen dem Regime 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau zahlen.
Sämtliche Sanktionen gegen den Iran sollen aufgehoben werden. Die Frage des hochan-
gereicherten Urans soll in einer endgültigen Vereinbarung »angemessen« beantwortet
werden. Zudem soll das neue Regime noch brutaler und radikaler gegen Kritiker im Land
 vorgehen. Und wer kann schon garantieren, dass sie eines Tages nicht doch eine A-bombe
bauen und ihr Ziel, die Auslöschung Israels, weiter verfolgen. Die vorläufige Vereinbarung
schließt auch einen Waffenstillstand mit dem Libanon ein, womit Israel so gar nicht einver-
standen ist. Mittlerweile wird auch massive Kritik am MOU in den USA laut, selbst aus
den eigenen Reihen der Republikaner.


Noch weiß niemand, ob es nicht doch zu weiteren Kämpfen kommt. Das Regime hat die
USA schon insofern in der Hand, als sie die Sperrung der Straße von Hormus jederzeit
als Druckmittel verwenden können. Das ist zudem effektiver, als einen Krieg zu führen,
da sie der Weltwirtschaft auf diese Weise massiven Schaden zufügen können. Der groß-
artige Dealmaker wollte die absolute Niederlage und Kapitulation des Irans und hat dem
Regime durch sein unüberlegtes und überstürztes Handeln einen grandiosen Sieg beschert
und außerdem deren Ansehen in der Welt gestärkt. Nicht der Iran hat kapituliert, sondern
der großartige Dealmaker. Eine Online-Zeitung bezeichnet den Iran-Deal des großartigen
Mr. Dealmaker als eine »historische Demütigung für Amerika«. Dem kann man tatsächlich
nur zustimmen. Er sieht das natürlich anders, was denn sonst!
Was ist denn aus den angekündigten »Goldenen Zeiten« für den Nahen Osten geworden?
Bisher sehe ich nur Versagen und eine Verschlechterung zu dem von Obama ausgehandelten
Abkommen aus 2015.
Es ist nur logisch, dass Mr. Peacemaker das Gegenteil behauptet und Fakten ins Gegenteil
verkehrt. Das hat er mit seinem Buddy gemeinsam. Diese beiden alten Männer ähneln ein-
ander wirklich sehr. Nur mit einem Unterschied. Der eine war schon reich, als er das Licht
der Welt erblickte, und der andere wuchs in Armut zwischen Müll und Ratten auf der Straße
auf. Niederlagen können beide nicht verkraften, weil beide unter Minderwertigkeitskom-
plexen leiden. Für sie ist die Macht eine Art Kompensation ihrer eigentlichen Schwäche.
Beide stellen sich in der Öffentlichkeit als Sieger dar und sind doch nur arme, kleine, erbar-
mungswürdige, alte Männer. Sie haben sich beide in eine Lage gebracht, aus der sie als das
hervorgehen, was sie sind: Verlierer und Versager, die ohne Macht, die sie den Bürgern
der jeweiligen Länder zu verdanken haben, vollkommen unbedeutend und ein Niemand
wären. Und das fürchten sie am meisten.


Die Gefahr für die Welt ist durch diese alten Männer noch größer geworden, als sie es durch
den Krieg des kleinen, alten Zaren in der Ukraine ohnehin schon war. Es scheint wieder voll-
kommen normal zu sein, mit Atomwaffen aufzurüsten. Eigentlich sollte das durch die Verein-
ten Nationen und deren Charta verhindert werden, um die Menschheit vor Massenvernicht-
ungswaffen zu schützen. Nagasaki und Hiroshima scheinen in Vergessenheit geraten zu sein.

Und das alles wegen zwei alten Männern, die sich langweilten und die Welt mal eben auf 
den Kopf stellen. Beide sind komplett gescheitert, sowohl der große Peacemaker als auch
der kleine, alte Zar. Der zieht es immer noch vor, weiterhin Menschen zu töten und das eigene
Land zu ruinieren, statt seinen sinnlosen und überflüssigen Krieg zu beenden. Jeden Tag ver-
liert er 1000 verletzte oder tote Soldaten. Das scheint für ihn kein Problem zu sein, weil beide
alten Männer nicht in der Lage sind, Empathie zu empfinden. Dafür fürchten beide mittlerweile
einem Attentat zum Opfer zu fallen. Daher hält der kleine, alte, paranoide Möchtegernzar sich
größtenteils in Bunkern auf und meidet Großveranstaltungen. Paranoia kann der Beginn einer
Psychose sein, weil paranoide Gedanken durch Misstrauen oder Verfolgungswahn ausgelöst
werden, und oft erste Anzeichen dafür sind, dass der Betroffene den Bezug zur Realität ver-
loren hat. Zudem ist Paranoia das häufigste Symptom bei psychotischen Erkrankungen wie
der paranoiden Schizophrenie. Im Zarenland darf, anders als in den USA, nur nicht offen da-
rüber diskutiert werden.
So richtig gesund scheinen beide alten Männer jedenfalls nicht mehr zu sein. Was bei dem
einen die Paranoia ist, scheint bei dem anderen eine beginnende Demenz zu sein. Wobei es
eigentlich immer krank ist, einen Krieg vom Zaun zu brechen!
Das zeigt sich auch dieses Mal wieder am völligen Scheitern der Kriegstreiber.
Was ist aus den angekündigten »Goldenen Zeiten« für das »Land of the Free« geworden?


Derweil stellt sich der große Führer des Reichs der Mitte als eine Alternative zum Westen
dar. Mit seinem  Plan wirbt er für eine neue Weltordnung und eine Reform der internationalen
Ordnung. Zudem fordert er mehr Einfluss für Entwicklungsländer.

Wie wird eine neue Welt aussehen, wenn nach dem Chaos endlich die Ordnung folgt?
Besser oder noch schlechter?


Nun habe ich doch eine Menge geschrieben, aber das lässt jetzt nach, zumal es jetzt
 nur noch so vor sich hinplätschert – jedenfalls in den nächsten Monaten. Ob es dann
tatsächlich zum Frieden mit dem Iran kommt, oder inzwischen etwas Unerwartetes
geschieht, wird sich zeigen. So richtig an Frieden glauben kann ich nicht.
Schaun wir mal - auch wie es mit dem kleinen, alten Zaren weitergeht. Moskau wurde
in den vergangenen Tagen ziemlich hart getroffen. Das Benzin wird knapp und keine
Aussicht auf ein Ende des Krieges, obwohl der kleine, alte Zar diesen kaum noch ge-
winnen kann.

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Die Lüge wird zur Weltordnung gemacht

Franz Kafka (* 1883 ; † 1924)
war ein österreichisch-tschechoslowakischer Schriftsteller

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In Zeiten der universellen Täuschung
wird das Aussprechen der Wahrheit
zur revolutionären Tat

George Orwell (* 1903 ; † 1950)
war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist

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Mittwoch, 17. Juni 2026

Farmer John And His New Rain Barrel

A few days ago, while out walking the dogs, I passed by old farmer John's house. He was standing in front of his barn, looking at a large rain barrel. When he saw me on the path, he greeted me warmly:


“Heading to the woods again today?”

“Just like every day,” I replied.

“How do you like my rain barrel?” he asked. 

I walked over to him and looked at the rain barrel: “Is that new?”

He nodded, beaming with joy: “With all this rain, you need a big rain barrel.”

“You’re probably right,” I agreed.

He grinned: It’s the biggest rain barrel in the entire neighborhood. You have never seen a bigger rain barrel than this. Just look at the size. It's tremendous. It really is. You see the color? It’s a special green. This is the only green color you have ever seen on a rain barrel. It’s an incredible green color. It really is. No one else has a rain barrel in this special green color. It's amazing. This rain barrel holds 1,000 liters. Have you ever heard of a rain barrel that can hold 1,000 liters? I bet you haven't. It's incredible, but this rain barrel can really hold 1,000 liters. It's tremendous; it really is. You can try to get a rain barrel this size. You will not find one. Because a rain barrel this size is the only rain barrel in the entire country. It is the absolute biggest rain barrel. It's tremendous. It really is. Can you imagine what that means? I can water the entire vegetable patch with it. And it’s the largest vegetable garden in this area. You have never seen a larger vegetable garden in this area. It‘s unbelievable. You want so see my new tractor? It’s great. You have never seen a tractor that great. It’s incredible. It‘s the greatest tractor you have ever seen. And it is huge. It really is. And you should see…....

I interrupted Farmer John friendly and pointed to the clouds behind the forest. “I believe you, John, but now I have to hurry  so I can make it home in time. The first rain clouds are already gathering over there.”

“And it looks like it’s going to be a tremendous lot of rain. Probably the heaviest rainfall in the summer month you have ever seen before. It's probably going to be an absolutely incredible rainfall.”

“I hope not. Anyway, have a nice evening, John.” I said goodbye and waved to him one last time from the path. He waved back at me and then went back to his rain barrel. The biggest rain barrel in the entire neighborhood.

~*~*~*~

If this writing style / speaking style sounds familiar to you, then that was precisely my intention ;o))
I couldn't help it—it just had to be!
 
~*~
Ein Mann macht sich durch allzu großes Rühmen
seines eigenen Handelns, nur verdächtig oder
lächerlich.

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Montag, 15. Juni 2026

Der kleiner Rüpel

ist ein Kuscheltier im wahrsten Sinne des Wortes, das selbst immerzu kuscheln will.
Er ist so anhänglich, verschmust und verspielt, was ich sonst von männlichen Wesen
nicht gerade behaupten kann.

Gleichzeitig ist er aber auch ein Rüpel, der seinen Unmut deutlich hörbar zu artikulieren
versteht, wenn ich nicht sofort springe und tue, was er will. Verwöhnt, könnte man auch
sagen. Aber, wer in diese Augen schaut, der kann einfach nicht widerstehen. Und das hat
dieser kleine Puppy schnell gelernt.


Das kannte ich bisher eigentlich nur von Lilly, die sehr eigenwillig ist. Aber Rüpel
Micky hat mittlerweile das Sagen im Haus und ist von vorbildlichem Benehmen noch
weit entfernt. Da habe ich noch zu tun. Und trotzdem ist er zum Knuddeln und will
selbst immerzu schmusen.


Wie schnell man etwas falsch machen kann, musste ich lernen. Immer wenn er etwas
gemopst hat, sei es ein Schuh, ein T-Shirt, ein Wischtuch oder sonst etwas, wenn ich es
zurückhaben möchte, muss ich ihn bestechen, und zwar mit einem kleinen Leckerli.
Man glaubt gar nicht, was dieser kleine Puppy so alles findet und sich als Beute für ein
kleines Leckerli schnappt.


Er sitzt  dann mit der Beute im Maul vor mir und sobald ich danach greifen will, haut
er ab. Dann beginnt eine Jagd um den Tisch herum oder durch die Zimmer. Er mit der
Beute vornweg und ich hinterher. Erst wenn ich ihn mit einem Leckerli besteche,
bekomme ich die Beute zurück. Das hat er rasch gelernt und ich werde nun immer
wieder erpresst.

Helfen will er dagegen immer. Dazu muss er nicht aufgefordert werden. Egal, was ich
gerade tue, ob ich die Betten mache, staubsauge oder staubwische, die Spülmaschine
einräume, egal was, er ist immer zur Stelle und bietet seine Hilfe an. Eher selten bei
männlichen Wesen – oder? Na ja, oder man muss schon nett darum bitten. Bei Micky ist
das nicht der Fall, er ist sofort zur Stelle.


Wenn es nichts zu helfen gibt, ist er trotzdem aktiv. Spielt, vorzugsweise nicht mit
seinen Spielsachen, sondern eher mit allem, was er meint, genauestens untersuchen
zu müssen. Das kann alles Mögliche sein, und wenn es nur ein Schwamm aus dem
Badezimmer ist. Lilly schaut dem nur gelassen zu. Sie ist natürlich längst aus diesem
wilden Alter raus und inzwischen viel ruhiger. Dennoch lässt sie sich manchmal
animieren mitzuspielen. Es kann ihr jedenfalls nicht schaden, sich ausreichend zu
bewegen, denn sie muss wieder abnehmen. Obwohl ich ihre Tagesration an Futter
schon reduziert habe, sie nimmt einfach nicht ab. Es ist wie beim Menschen: Ist das
Gewicht erst einmal drauf ........ Na ja, muss ich nicht weiter erläutern.

Jedenfalls ist hier immer etwas los. Dafür sorgt der kleine Rüpel schon. Schön ist,
wenn er nach seinem Herumtoben, urplötzlich von Müdigkeit übermannt wird und
sich einfach da fallen lässt, wo er zuletzt aktiv war. In Nullkommanix entschwindet
er dann sofort ins Land der Träume. Und er träumt ziemlich lautstark, sodass ich zu
gerne wüsste, was da gerade im Land der Träume passiert.

Die Zweifel, es in meinem hohen Alter noch mal mit einem kleinen Welpen aufzu-
nehmen, haben sich bisher als unbegründet erwiesen. Er trägt nicht nur zu täglichen
Freuden bei, er hält Lilly und mich zudem auf Trab. Und das kann uns beiden nicht,
schaden, zumal ich aus wettertechnischen Gründen im Garten momentan nicht viel
tun kann. Zudem trägt der zerstreute Professor sich mit dem Gedanken, demnächst
den Ruhestand einzuläuten, sodass er sich um die Hunde kümmern könnte, sollte
ich aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr dazu in der Lage sein.


Es ist übrigens immer noch trübe und regnet auch noch viel. Mal sehr stark, mal
weniger stark. Dazwischen gibt sich die Sonne sogar mal die Ehre. Sie wagt sich
noch ein wenig schüchtern hinter einer Wolke hervor und blinzelt uns verstohlen zu.
Die Rosen wird es freuen und mich auch.
Regen ist gut und notwendig. Sonne allerdings auch. Auch sie würde dem Garten
jetzt guttun. Noch halten sich die Temperaturen, im angenehmen Bereich. Die
nächste Hitzewelle steht jedoch schon in den Startlöchern.
Schaun wir mal!

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Ein Haiku
Sonne im Garten
Blühende Blumen im Beet.
Wind in den Bäumen.

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 Stand with Ukraine
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
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Bilder mit KI erstellt , Fotos by Lauras Home and Garden
Haiku: Ursula Evelyn