Samstag, 30. November 2019

Es ist nur ein erster Schritt

Jetzt will man mit rechtlichen Schritten gegen Hass und Hetze im Netz
vorgehen. Das war abzusehen. Nur wird die Schuld für diese Tatsache,
die ja nicht zu leugnen ist, auf den Bürger abgewälzt. Der Bürger hetzt ! und
nicht etwa Politiker, die einen Teil der Bürger als Pack und Mob bezeichnen,
oder als Rassisten und Nazis. Die einen dürfen hetzten und die anderen nicht.
 
Zuerst einmal müsste doch die Frage gestellt werden, was die Ursache,
der Auslöser dafür war und wann alles angefangen hat. Bis vor ein paar
Jahren gehörte dieses Thema absolut nicht zum Alltag in unserem Land.
 
 
 
Das hat doch erst angefangen, als Merkel die Einladung an die Flüchtlinge
ausgesprochen hat, die in Ungarn gestrandet waren und sie dort niemand
wollte. Gegen die Aufnahme dieser Kriegsflüchtlinge hätte in unserem Land
wohl niemand etwas gehabt, hätte man sie nicht alle unkontrolliert und in
solchen Massen ins Land gelassen. Sinnvoll wäre es gewesen, sie gleich auf
mehrere europäische Länder zu verteilen und dies vorher mit diesen Ländern
abzusprechen. Aber da war das Kind - dank Madam Merkels Alleingang - ja
bereits in den Brunnen gefallen.
Erst als dieser Zustrom in unser Land kein Ende nahm und die Grenzen über
die Jahre auch weiterhin für jedermann geöffnet blieben und bleiben, begann
der Unmut in einem Großteil der Bevölkerung zu wachsen. Nicht nur wurde der
Bevölkerung eine völlig fremde Kultur aufgezwungen, sie muss auch für die
Kosten der zum großen Teil illegalen Migration aufkommen und mit den zum
Teil sehr unerfreulichen Folgen zurecht kommen. Wenn man als Bürger dieses
Landes nun tagtäglich erleben muss, wie sich so mancher "illegal
Zugewanderte" hier aufführt und welche kriminellen Straftaten er hier begeht,
dann kann man wohl kaum erwarten, dass die Bürger das mit großer
Begeisterung als großartige Bereicherung  empfinden - so wie etwa Kathrin
Göring-Eckardt, die sich ja so sehr über die geschenkten Menschen und die
Veränderung im Land freut.
 
Ich denke, es ist das Recht eines jeden Bürgers dieses Landes, diese Miss-
stände anzuklagen. Der Hass, wenn man den Unmut überhaupt als Hass
bezeichnen kann, richtet sich in erster Linie ja nicht einmal gegen die
"Illegalen", sondern gegen diejenigen, die diese z.T. kriminellen Gewalttäter
auch jetzt noch täglich unkontrolliert ins Land lassen.
 
Vielleicht hätte man an höherer Stelle erst einmal die Folgen dieser
unkontrollierten Einwanderung bedenken sollen, bevor man die Grenzen für
Menschen aus aller Welt öffnet - ohne zu wissen, wer da überhaupt in
unser Land einreist.
 
Ich kenne ältere Frauen aus der Nachbarschaft, die nicht mehr alleine
mit ihrem Hund Gassi gehen oder einkaufen fahren, weil sie Angst davor
haben, sich alleine auf einem Parkplatz zu befinden.
Wenn man es recht bedenkt, ist man inzwischen nirgendwo mehr sicher.
Und das wird man ja wohl noch sagen dürfen.
Oder ist das schon Hass und Hetze ?
Es hat auch nichts mit Rassismus zu tun, noch damit, ein Nazi zu sein, wenn
man das Verhalten so mancher Migranten und die "Veränderung" im Land,
die wir Merkels Migrationspolitik zu verdanken haben, zurecht kritisiert,
sondern damit, dass sich viele Bürger, vor allem Bürgerinnen nicht mehr
sicher fühlen können.
 
Das Leben für die einheimische Bevölkerung dieses Landes hat sich seit der
Zuwanderung drastisch verändert und das gefällt nun mal nicht jedem. Diese
Kritik werden sich die da oben, die uns das eingebrockt haben, schon gefallen
lassen müssen.
Aber Schuld ist in deren Augen der Bürger, der den Zustrom von Menschen
aus aller Welt nicht akzeptieren und kritiklos hinnehmen will. Mit dieser
Schuldzuweisung an den Bürger lenken sie gleichzeitig wunderbar von ihren
eigenen Fehlern und ihrem eigenen Versagen ab.
Das Land gehört aber nicht nur denen da oben, sondern in erster Linie denen,
die in diesem Land dafür sorgen, dass der Laden - trotz Merkels Politik -
überhaupt weiterläuft. Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen und
diejenigen mitfinanzieren müssen, die der Ansicht sind, dass es hier "Geld
für nix" gibt.
Ja, Frau Merkel, Sie schaffen es tatsächlich, nicht nur die Lebensqualität
der Bürger dieses Land zu zerstören, sie zerstören gleich das ganze Land,
einschließlich der Wirtschaft und der gesamten Infrastruktur. Allein in der
Autoindustrie und bei deren Zulieferern fallen in den kommenden Jahren
über hunderttausend Arbeitsplätze weg.
 
Teatime
 
Gleichzeitig verlangen Sie, dass wir Bürger das alles stillschweigend
ertragen sollen. Wir lassen uns bereits viel zu viel gefallen. Es ist unser Land,
welches sie da zerstören. Noch sind die Bürger erstaunlich geduldig.
Die Frage ist, wie lange noch.
Deutschland ist zum Beuteland geworden - wie vor ein paar Tagen in einer
Fernsehdokumentation zu sehen war. Wir werden ausgenommen, bestohlen,
bedroht, belästigt, für dumm verkauft, obendrein dafür auch noch ausgelacht
und als was weiß ich bezeichnet. Ich habe noch keinen Politiker gehört, der
Zugewanderte öffentlich als Pack und Mob bezeichnet, obwohl bekannt ist,
dass ein Großteil dieser "neuen Mitbürger" uns Christen und die Juden hassen
sowie unseren westlichen Lebensstil ablehnen. Wer gegen die einen rechtlich
vorgehen will, darf die anderen nicht mit Samthandschuhen anfassen, sondern
muss auch gegen deren Hass uns gegenüber rechtsstaatliche Mittel einsetzen.
 
Sie, Frau Merkel, hätten Schauspielerin werden sollen, denn es ist erstaunlich
wie gekonnt sie als Verursacherin all dessen, die Unschuldige und Ahnungslose
spielen können.
 
Falls Sie in ihrem Elfenbeinturm nicht wissen, was in diesem Land los ist,
und davon kann man wohl ausgehen, dann schaun sie mal auf die Webseite
politikversagen.net
Da können sie nachlesen, was sie uns Bürgern und besonders uns
Bürgerinnen mit ihrer Migrationspolitik zumuten.
Nein, ich hasse Sie nicht, aber sie können sich meiner Verachtung
gewiss sein !
Auch aus dem folgenden Grund:
 Beim Londoner Messerangriff eines Täters aus Nordafrika auf unschuldige
Passaten, spricht die Polizei sofort von einem Terroranschlag. Bei uns passiert
ein solcher Angriff fast täglich, wird aber jedes Mal als Einzelfall eines
psychisch Kranken abgetan. Deshalb wird ein solcher Angriff bei uns in den
Nachrichten kaum erwähnt - es sei denn ein solcher Angriff würde von einem
"Nazi" begangen.
 
~*~
 
Ein Beschwichtiger ist jemand,
der ein Krokodil in der Hoffnung füttert,
dass es ihn zuletzt frisst.
Winston Churchill
 
~*~
 
Was Nostradamus im 16.Jahrhundert schon prophezeite:
Und sie werden kommen,
über das Meer wie Heuschrecken,
aber es werden keine Tiere sein.
 
~*~
 
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 Foto oben: Pixabay


Donnerstag, 28. November 2019

Stille Einsamkeit

 In dieser lauten, lärmenden Welt sind solche einsamen Gegenden eine wahre
Wohltat. Sie strahlen Ruhe und Frieden aus.
 
 
Ruhe und Frieden sind nur noch in weit abgelegenen Gegenden dieser Welt zu
finden. In solch abgeschiedenen Winkeln dieser Erde zu leben, scheint auf
Dauer jedoch unmöglich zu sein. Für eine kurze Zeit mag das sehr erholsam
und entspannend sein, aber mit der Zeit wäre diese Einsamkeit wohl ziemlich
 bedrückend. Und doch gibt es Menschen, die genau so und nicht anders leben
wollen. Fernab von jeglicher Zivilisation und anderen Menschen, leben sie
alleine inmitten der Natur. Tag für Tag nichts, als Natur, Ruhe und Frieden, kein
Lärm, keine Hektik, kein Stress - nur Stille, eins sein mit der Natur.
Was für ein traumhaftes Dasein !

 
So traumhaft und einladend eine einsame Insel auch sein mag, wer möchte dort
wirklich ganz alleine leben? Wie wunderbar, die Vorstellung dort im Meer zu
schwimmen oder über den weißen Sand zu laufen, aber jeden Tag und ganz
alleine ? Kein Mensch weit und breit, keine Geschäfte - nichts außer Ruhe und
Frieden. Das ist ganz sicher nichts für jeden Mensch. Andererseits ist es überall
dort, wo sich Menschen ansiedeln, ziemlich schnell vorbei mit der Ruhe und dem
Frieden.
 
 
Ist es möglich so völlig abgeschieden zu leben, ohne sich selbst einsam zu
fühlen - nicht von der Einsamkeit erdrückt zu werden ?
 
 
Doch selbst in Großstädten - inmitten von Lärm und Verkehr werden Menschen
von Einsamkeit erdrückt. In einer Stadt voller Leben und Bewegung, umgeben
von anderen Menschen, die alle ohne Rast und ohne Ruhe herumeilen, fühlen
sich Menschen einsam, ja sie leiden unter der Einsamkeit, werden sogar krank.
Krank bis hin zur Depression. In einer Stadt leben mehr einsame Menschen, als
vielleicht irgendwo auf dem Land. Besonders die Anzahl älterer Menschen, die
unter Einsamkeit leiden, nimmt in den Städten drastisch zu.
 
 

Aber auch immer mehr jüngere Menschen leben inzwischen alleine und fühlen
sich ebenfalls oft einsam. Andere wiederum leben ganz bewusst alleine. Für sie
heißt Alleinsein nicht automatisch einsam sein. Der Lebensstil der Menschen
hat sich im Laufe der Jahrzehnte extrem gewandelt. Viele sind zu Einzelgängern
geworden, weil sie die Vorteile des Alleinseins erkannt haben. Sie sind
Individualisten und ziehen diesen Lebensstil dem der Zweisamkeit vor.
Ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bedeutet ihnen sehr viel. Und wenn
sie Gesellschaft oder eine Partnerschaft suchen, finden sie diese heutzutage
häufig recht kurzfristig über eine Partnervermittlung im Internet - und zwar
ganz bequem von zu Hause aus.

 Wer ständig viele Menschen um sich hat, sehnt sich geradezu nach Ruhe und
Stille, allerdings nicht für lange Zeit, sondern zur Erholung und um wieder
aufzutanken. Das heißt, sich räumlich zurückzuziehen, um wieder neue Kraft
zu schöpfen. Sie gehen unter Menschen, wenn sie Lust und Zeit dazu haben,
nicht, weil sie unter Einsamkeit leiden.

Einsamkeit dagegen ist ein seelisches Problem, eine innere Leere, die viel
Kraft raubt und krank machen kann. Einsame Menschen sehnen sich nach der
Nähe anderer Menschen, fühlen sich jedoch selbst in deren Gesellschaft oft
noch einsam.

Die Aussicht, dass sich das in Zukunft ändert ist eher gering, weil immer
mehr Menschen über das Internet und die vielen Sozialen Netzwerke, "nur"
noch digital miteinander kommunizieren. Das mag für den Moment ein wenig
von der Einsamkeit ablenken, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass
zukünftig immer mehr Menschen unter Einsamkeit leiden werden.
Gegen Einsamkeit hilft eigentlich nur, den persönlichen Kontakt zu anderen
Menschen zu suchen, sich Gemeinschaften anzuschließen oder ein Hobby
zuzulegen. Auf keinen Fall nur zu Hause rumsitzen, sondern rausgehen, einen
Spaziergang machen, ein Museum besuchen, Mitglied in einem Verein zu werden usw.



Alleinsein ohne einsam zu sein, kann man lernen, denn alleine sein zu können,
nicht von anderen abhängig zu sein, kann sehr viele Vorteile haben.
Ein Leben ohne wahre, "reale" Freunde ist nicht wirklich erstrebenswert.
Daher sollte man sich schon früh im Leben um "echte, reale" Freundschaften
in der "realen" Welt bemühen, statt seine Zeit aus einer Einsamkeit heraus
mit sogenannten "Schein-Freunden" in der "digitalen" Welt vertreiben.

Gegen Einsamkeit hilft die Wärme "echter" Freundschaften
und gute Freunde werden in Zukunft immer wichtiger werden.
Wohl dem, der das früh genug erkennt.

Mit einem wahren Freund, einer wahren Freundin an der Seite,
kann man selbst den einsamsten Ort der Welt genießen.


Wie viele einsame Menschen mag es geben, die nur darauf warten, dass
jemand sich die Zeit nimmt und ihnen spricht. Aber genau das ist heutzutage
ein Problem, denn niemand hat noch Zeit. Die meisten sind beruflich oder
anderweitig eingespannt und mit ihren eigenen Sorgen und Problemen
beschäftigt, so dass ihnen für andere Menschen keine Zeit mehr bleibt.
Die wenige Zeit, die ihnen vielleicht bleibt, verbringen sie dann in sozialen
Netzwerken, um wenigstens auf diese Weise einen kleinen Anteil am
gesellschaftlichen Leben zu haben.
Und da die Menschen immer älter werden, wird es auch immer mehr alte,
einsame, hilfsbedürftige Menschen geben, die außerdem auch noch von
Altersarmut bedroht sind.
Keine besonders guten Aussichten.

Vielleicht bietet sich für den einen oder die andere die besinnliche Adventszeit
an, sich ein wenig um einen einsamen, älteren Menschen zu kümmern.

~*~

Ein wahrer Freund trägt mehr zu unserem Glück bei,
als tausend Feinde zu unserem Unglück.
Marie von Ebner-Eschenbach

~*~

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Fotos: Pixabay
 

Haiku

 
 
 
Matter Sonnenschein
Fällt durch die kahlen Zweige.
Herbst Melancholie.
 
~*~
 
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Mittwoch, 27. November 2019

November Tristesse

 
 
Dunkle Wolken lassen ahnen,

Stürme nahen von Norden her,

Vorbei die hellen Sommertage,

Der Herbst rauscht übers Meer.
 

 
 
So wie der Sommer ist vergangen,

Die Jahre des Lebens vorübergehn,

In Zeit und Raum sind sie gefangen,

Wie Stürme, die vorüberzieh'n.
 

 
 
Die Zeit, sie bleibt nicht stehen,

schnell schreitet sie voran.

So wie im Herbst die Stürme ziehen,

leben wir in ihrem Bann.
 
© Ursula Evelyn
 
~*~
 
 Am kommenden Wochenende beginnt der meteorologische Winter.
Mit dem kalendarischen Winterbeginn am 22. Dezember steht uns der kürzeste
Tag und die längste Nacht bevor. An diesem Tag, der Wintersonnenwende,
steht die Sonne am Horizont auf der Nordhalbkugel am niedrigsten im ganzen
Jahr.
 

Danach geht es so langsam wieder aufwärts in die lichtvolle Zeit.
Das ist wieder etwas, worauf man sich freuen kann.

Mit Lebensfreude wird jeder triste Tag hell.

~*~
 
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Montag, 25. November 2019

Wie ein Diamant

 
 
funkelte dieser Tautropfen vor ein paar Tagen im morgendlichen
Sonnenlicht.
Ich staune, dass die Kamera das genau so einfangen konnte.
Das war dann wohl mal wieder einer dieser Glücksmomente !
 
Apropos Glück !
 
Es gibt ein ganz einfaches Rezept glücklich bzw. zufrieden zu sein.
Das erreicht man eigentlich schon dadurch, in dem man seine Erwartungen
zurückschraubt. Sich nicht mit anderen vergleicht und mit dem zufrieden ist,
was man hat und wie man ist. Sich so zu akzeptieren wie man ist, sich so
annehmen, erzeugt ein Gefühl von Zufriedenheit. Viele Menschen hadern
mit dem Älterwerden, damit, wie sich ihr Äußeres verändert, mit den
zunehmenden Falten, mit dem körperlichen Verfall, mit der Gewichtszu-
nahme und den allgemeinen Beschwerlichkeiten des Alters.
Was nutzt es, sich darüber überhaupt Gedanken zu machen ?
Es ist wie es ist. Wir können uns deswegen selbst den Tag verderben - oder
es akzeptieren. Damit fahren wir auf jeden Fall besser. Viel wichtiger ist es,
gesund zu sein und es hoffentlich lange zu bleiben.
Dazu trägt eben auch bei, es sich selbst gut gehen zu lassen. Das zu tun,
was gut tut, worüber man sich freut. Z.B. einen ausgedehnten Spaziergang
in der Natur zu unternehmen. Sich selbst eine Freude machen, mit einem
guten Buch, mit einem Stückchen Kuchen und einer Tasse Tee. Jetzt in der
kommenden Adventszeit kann man Plätzchen backen.
Auch das ist eine Freude und kann glücklich machen.
Glück ist eine positive Einstellung zum Leben.
 
Die meisten Menschen machen sich den Stress selbst. Das hat negative
Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Je mehr diese Menschen sich
leisten wollen, also anschaffen wollen, desto mehr setzen sie sich selbst
unter Druck, dafür auch das nötige Geld aufzubringen.
Jetzt in der Weihnachtszeit rechnet der Einzelhandel mit einem Umsatz
von über 100 Milliarden Euro. Demnach plant jeder Bürger in diesem Jahr
zu Weihnachten 475 Euro für Geschenke auszugeben. Der Umwelt tut das
ganz sicher nicht gut und dem Klima erst recht nicht. Das beweist einmal
mehr, wie unvernünftig der Mensch doch eigentlich ist. Er demonstriert gegen
etwas - tut aber andererseits nichts dafür ! Ich möchte nicht wissen, wie viel
Smartphones zu Weihnachten wieder unter den Weihnachtsbäumen liegen.
 
Ich bin wirklich richtig froh und glücklich, dass wir uns schon seit vielen
Jahren nichts mehr schenken. Wie die meisten Menschen haben auch wir mehr,
als wir zum Leben unbedingt benötigen. Erst vor ein paar Wochen habe ich
wieder kräftig entrümpelt. Was für eine Erleichterung ! Was für ein wunder-
bares Wohlgefühl wieder Platz und Luft in den Schränken zu haben.
Es ist wirklich ein wunderbares Glücksgefühl, wenn man feststellt, was man
alles nicht benötigt. Dadurch wird jeder Tag ein wenig leichter. Jeden Tag
weniger unnötigen Ballast - das tut richtig gut !
Genau so gut tut es, jeder möglichen Versuchung wieder etwas Neues
anzuschaffen, widerstehen zu können. Gerade jetzt vor Weihnachten über-
häufen uns die Versandhäuser und der Onlinehandel mit den neuesten
Katalogen. Manchmal blättere ich sie nur so zum Spaß durch, um sie
danach in die blaue Tonne zu verfrachten. Und ja, manchmal entdecke ich
auch etwas, das mir gefallen könnte. Aber ich lasse mich schon lange nicht
mehr durch die schönen Fotos verführen. Das ist auch so ein wunderbarer
Glücksmoment, wenn ich der Versuchung widerstehen konnte.
Ich habe jedes Mal ein Lächeln im Gesicht, wenn ich Kataloge, ohne etwas
bestellt zu haben, in die blaue Tonne werfe - obwohl ich die
Ressourcenverschwendung für deren Herstellung verurteile.
 
Diese Drei machen jeden Tag zu einem ganz besonders glücklichen Tag:
 
 
 
DIE KNUDDELS - Tinka, Paulinchen und Fluffy

 
HERBSTZEIT IST KUSCHELZEIT 
auch für die Knuddels während ihres Mittagsschläfchen.
 
Hunde müssten auf Rezept verschrieben werden.
Sie tragen mehr zum Wohlbefinden bei,
als so manche Medikamente.

 
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Samstag, 23. November 2019

Der Herbstwind

Der Herbstwind weht nun durch die Bäume,
Es ist nass und feucht und kalt;
Die Sonne nur noch spärlich scheinet,
Ihre Strahlen streifen dünn den Wald.
 
 
Blüten und Blätter wirbeln durch die Lüfte,
Sie tanzen und spielen mit dem Wind;
Längst verflogen sind des Sommers Düfte,
Mit dem Herbstwind ganz geschwind.
 
 
Der Wald gehüllt in schaurigen Nebel,
Des Sommers Leichtigkeit schwand dahin;
Mit grauen Wolken sich fort bewegend,
Singt der Herbstwind säuselnd sein Lied.
 
 
Dunkel senkt die Nacht sich hernieder,
in fades Mondlicht getaucht ist der Wald
der Herbstwind singt seine alten Lieder
vom eisigen Winterhauch schon bald.
 
© Ursula Evelyn

 
~*~
 
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Donnerstag, 21. November 2019

Wenn der Regen Pause macht

 
und die Sonne wieder lacht, dann leuchtet auch der Herbst wieder in seiner
ganzen Farbenpracht.
Bald werden auch die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sein
und die grau-in-grau-Töne werden wieder überwiegen.
Der gestrige Tag war jedoch nochmal ein herbstlicher Bilderbuchtag -
bis sich der Himmel am späten Nachmittag wieder in sein für diesen
Monat übliches dunkelgrau verfärbte.
Es war so schööööön !
 
Nur das permanente Rotoren Geräusch eines Hubschraubers der Polizei
störte die herbstliche Idylle. Es war fast ein wenig unheimlich, denn er
kreiste ganze vier Stunden hier in der Nähe über dem Wald und hielt sich
zeitweise über eine halbe Stunde an ein und derselben Stelle in der Luft.
Sofort kam mir der Gedanke, dass sie evtl. einen Flüchtenden suchen
bzw. beobachten könnten. Vorher waren Sirenen einiger Polizeiautos zu
hören. Du meine Güte, was da wohl wieder los war !?
 
 Aber back to nature, die für so vieles entschädigt und immer wieder
einen Grund zur Freude bietet. 
 
Ich bin jeden Tag so dankbar für diese Wunder.
Sind diese Farben nicht ein absoluter Traum ?
Kein Maler könnte solche Farben auf die Leinwand pinseln.
 
 
Blätter in den schönsten Herbstfarben
 
 
Man kann sich gar nicht daran sattsehen

 
Fast täglich ändern sich ihre Farben

 
Ach, der Herbst ist schon ein Traum - jedenfalls so lange die Sonne
so strahlt wie gestern. Heute morgen war der Garten leicht gepuder-
zuckert - die Blätter waren raugereift.
 
 
 
Wie schön Vergänglichkeit sein kann.
Es ist wie das letzte Aufblühen dieser Blätter..
Manche dieser Blätter sind so schön anzusehen, dass ich sie am liebsten
aufheben und vor dem endgültigen Zerfall bewahren möchte. Aber das
wäre gegen die Natur und alles was gegen die Natur ist, kann nicht in
ihrem Sinne sein.
Es sind diese Momente im Garten, die ich so sehr genieße -
das ganze Jahr über - aber allzu schnell wird man wieder von den
Gedanken an diese kaputte Welt eingeholt.
 
Und wenn die Sonne gleich morgens schon hell durch die Fenster in mein
Schlafzimmer scheint, dann fällt auch das Aufstehen gleich wieder viel
leichter.
 
 
 
Wäre das absurde, irre, wahnsinnige Geschehen in dieser kranken, lieblosen
Welt nur eine vorübergehende Phase, dann hätte man ja wenigstens noch ein
wenig Hoffnung. Aber es wird immer schlimmer von Tag zu Tag und so wie
sich die Lage der Welt momentan darstellt, muss man schon ein sehr großer
Optimist sein, damit das letzte Fünkchen Hoffnung nicht auch noch
verlorengeht.
 
~*~
 
Hoffe nicht ohne Zweifel
und zweifle nicht ohne Hoffnung.
Seneca
 
*
 
Das fällt angesichts dessen, was derzeit alleine in unserem Land
tagtäglich geschieht, nicht mehr ganz leicht.
 
~*~
 
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Dienstag, 19. November 2019

Gibt es ein Leben nach dem Tod ?

Wie oft habe ich mir diese Frage schon gestellt.
Und wer wüsste eine Antwort darauf ?
Der November mit seinen Gedenk-Feiertagen bietet immer wieder Anlass,
sich mit dem Thema Tod zu beschäftigten.
Gibt es ein Leben nach dem Tod ?
Und....
 
 
.....wird es jemals eine Antwort darauf geben ?
Gibt es eine Seele ?
Was ist das Bewusstsein ?
Was ist das Unterbewusstsein ?
Wie kommen unsere Träume zustande ?
Ist die Seele unsere innere Stimme ?
Kann die Seele fühlen ?
Spürt sie oder erkennt sie verstandesgemäß ?
 
 
Wie oft haben wir, meine engen Freunde und ich, als wir noch jung waren,
spiritistische Sitzungen abgehalten, um Kontakt zu Geistern aufzunehmen.
Das war zu der Zeit, als ich noch auf der Insel lebte. Zu dieser Zeit war
das Thema sehr aktuell. Viele Esoteriker haben sich damals mit dem Thema
beschäftigt. Von den meisten Realisten wurde das jedoch als Humbug
abgetan wurde.
 
 
Es waren und sind vor allem Philosophen, die sich mit der Frage beschäftigt
haben: Gibt es eine Seele ?
Und wenn es sie gibt, was ist die Seele?
Was geschieht mit ihr nach dem Tod eines Menschen ?
Was wird im Jenseits aus ihr ?
Woraus besteht sie, wenn sie im Jenseits keine äußeren Eindrücke aus dem
Diesseits mehr wahrnehmen kann ? Welches Leben führt sie im Jenseits ohne
das irdische Dasein ? Oder existiert sie bereits zu Lebzeiten eines Menschen
sowohl im Diesseits, als auch im Jenseits ?
Ist unser Unterbewusstsein vielleicht sogar ein Teil des Jenseits ?
 
Inzwischen behaupten seriöse Forscher der Quantenphysik:
Die Seele gibt es wirklich !
Sie sagen, dass die Seele, also das unsterbliche Bewusstsein, ein Grund-
element sei, so wie es Energie, Materie, Zeit und Raum auch sind.
 
Viele bekannte Wissenschaftler sind inzwischen sogar überzeugt, dass ein
Leben nach dem Tod möglich ist. Allerdings nicht so, wie man sich das gerne
vorstellen möchte- also so wie eine Art Reinkarnation zurück zu uns selbst,
sondern vielmehr in einer allumfassenden Wirklichkeit - das viel Größere.
Alles was greifbar ist, nennen wir das Diesseits. Demnach muss das Jenseits
alles Übrige sein, alles das, was nicht greifbar ist, von dem wir aber im Dies-
seits schon umgeben sind. Wir sind also in unserem gegenwärtigen Dasein
bereits vom Jenseits umfangen. Das leuchtet noch ein.
 
Der renommierte Quantenphysiker Prof. Hans-Peter Dürr, ehemaliger Leiter
des Max-Planck-Institutes für Physik in München ist der Auffassung, dass der
Dualismus kleinster Teilchen allgegenwärtig ist, und nicht nur auf die
subatomare Welt beschränkt ist. Daher glaubt er auch an eine Existenz nach
dem Tod.
 
Ich schwanke immer noch hin und her. Als Realistin will es mir nicht so
richtig einleuchten. Ich denke, dass mit dem Tod eben alles stirbt, alles
ausgelöscht wird - auch die Seele, also das Bewusstsein. Wenn ich tot bin,
gibt es mich nicht mehr. Ich kann mir also eigentlich selbst meines Todes
nicht mehr bewusst sein. Aber wie kann ich dann ohne Bewusstsein wissen,
dass ich in anderer Form weiterlebe ? Und sollte meine Seele tatsächlich
unsterblich sein und weiterleben, kann sie sich dann mit meinem Bewusst-
sein- noch an mich erinnern ? Weiß sie zu wem sie einst gehörte ? Weiß
ich also, dass ich ich bin ? Und kann sie sich deshalb auch an die Menschen
erinnern, die ihr vorausgingen ? Wie erkennt die Seele sich selbst -
insbesondere, wenn sie nach dem Tod eines Menschen weiterlebt?
Was macht das SEIN einer Seele aus ? Selbst wenn sie etwas Geistiges ist,
muss sie sich doch selbst erst einmal bewusst sein, das sie jetzt in dieser
Form existiert - also ohne mich - oder bleibe ich ich auch nach meinem Tod ?
 Ist sie sich ihrer selbst bewusst ? Und wenn ja, woher nimmt sie diese
Erkenntnis ? Spürt sie sich selbst ? Ist sie wirklich eine Art geistiger Energie,
die nicht verlorengehen kann ?
Wenn die Seele das Bewusstsein sein soll,
was ist dann das Unterbewusstsein ?
 
Oft habe ich den Tod mit einem Lichtschalter oder einem Motor verglichen.
Schalte ich das eine wie das andere aus, nehme ich dem Motor bzw. der
Lampe die Energie - dann läuft der Motor nicht mehr und die Lampe leuchtet
nicht mehr - ohne Energie geht nichts mehr. Andererseits geht Energie nicht
verloren. Die Energie, die vom Motor und der Lampe ausgingen, müsste
demnach also noch vorhanden sein, wenn auch nicht mehr sichtbar oder
spürbar - die abgegeben Energie des Motors oder der Lampe ist in eine
andere, unsichtbare, nicht mehr wahrnehmbare Form übergegangen. Hat
sich sozusagen in Luft aufgelöst, ist aber noch vorhanden.
 
Andererseits glaube ich schon irgendwie, dass es nach dem Tod eines
Menschen in einer anderen Dimension weitergeht - vielleicht tatsächlich in
einer geistigen, allumfassenden, universellen Quantenwelt von Zeit und Raum.
Vielleicht wandelt sich die Seele zu dieser geheimnisvollen dunklen Energie.
 
Neueste Ergebnisse aus der Quantenphysik schließen nicht mehr aus,
dass es eine physikalisch beschreibbare Seele gibt, die im „Jenseits“
weiter existiert. Bereits Albert Einstein ist auf diesen seltsamen Effekt
gestoßen, hat ihn aber als „spukhafte Fernwirkung“ später zu den Akten
gelegt.
 
Ich selbst hatte, wie viele andere Menschen auch, nach dem Tod eines geliebten
Menschen, diesbezüglich tatsächlich "spukhafte", sehr merkwürdige
Erlebnisse, die mich wirklich sehr nachdenklich stimmen. Man mag nur nicht
gerne darüber reden, weil man doch manchmal etwas verständnislos belächelt
wird. Aber eins meiner Erlebnisse ist so ungewöhnlich und unerklärlich, dass es
mich auch heute noch manchmal beschäftigt, obwohl es schon über 30 Jahre
zurückliegt. Vielleicht kann ich mich ja doch noch überwinden, es demnächst
aufzuschreiben.
Haben nicht viele von uns schon mal einen kalten Hauch im Nacken gespürt
oder sich plötzlich umgedreht, weil man das Gefühl hatte, jemand steht hinter
einem ? Einbildung ? Oder gibt es dafür eine ganz einfache logische Erklärung ?
 
 
Es ist ein spannendes Thema, welches mich immer wieder mal beschäftigt.
Das Problem ist nur, es wird wahrscheinlich nie einen Beweis für die reale
Existenz der Seele nach dem Tod geben - auch wenn so mancher
Wissenschaftler an ihre unsterbliche Existenz glauben mag.
Wenn die Seele wirklich unsterblich ist, dann würde sie tatsächlich in die
Ewigkeit übergehen - in eine andere für uns nicht wahrnehmbare
Dimension.
 
Ihre Existenz sowohl im Diesseits, als auch im Jenseits wird wohl ebenfalls
bis in alle Ewigkeit -  ein, wenn nicht sogar - ihr eigenes Geheimnis bleiben.
 
~*~
 
Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele
mit sich selbst.
Seneca
 
~*~
 
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Bildquelle ganz unten: Pixabay
 


Montag, 18. November 2019

Essen was schmeckt.



Und schon wieder Kuchen - an diesem Sonntag war es ein Käsekuchen,
auf den wir uns in dieser Woche noch jeden Tag zum Tee bzw. Kaffee
freuen können. Mehr als ein Stückchen schafft auch unser lieber,
"zerstreuter" Professor nicht.

Wie oft hört oder liest man, dass man dies oder das nicht essen sollte,
weil es der Gesundheit schadet. Früher hieß es z.B. Kaffee sei ungesund,
da er hohen Blutdruck fördere. Eier sollten den Cholesterinspiegel erhöhen.
Alles längst überholt und heute wohl nicht mehr zutreffend.
Selbstverständlich ist eine gesunde Ernährung wichtig. Kein vernünftiger
Mensch käme auf die Idee, sich ausschließlich von Fastfood zu ernähren.
 
Aber es geht tatsächlich auch anders. Das zeigt sich am Beispiel meiner Tante.
Sie wurde 1928 geboren und so lange ich mich erinnern kann, hat sie gegessen,
was ihr schmeckt. Dazu gehörte in der Wirtschaftswunderzeit, als es nach
dem Krieg endlich wieder genug zu essen gab, auch mal ein richtig dickes,
fettes Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffelbrei, ein deftiger Schweinebraten
mit Rotkohl und Knödel, oder eine Buttercremetorte mit echter Butter.
Sie trank ihren Kaffee, der in der Nachkriegszeit noch ins Land geschmuggelt
wurde und 16 Mark kostete, am liebsten mit drei Stückchen Zucker. Auf
Kalorien wurde damals nicht geachtet. Alle waren froh nach den Hungerjahren
endlich wieder genug zu essen zu haben und satt zu werden.
 
Aber auch später bis ins hohe Alter hat sie gegessen, was ihr geschmeckt hat.
Zum Nachmittagskaffee gab es jeden Tag ein Stück Kuchen. Manchmal
gekauften, aber auch selbstgebackenen. Und jeden Abend eine deftige Mahlzeit.
Hausmannskost, nannte man das früher. Einem Gläschen Wein, einem Glas
Sekt oder einem Likörchen war sie auch nicht abgeneigt. Zigaretten hat sie
allerdings in ihrem ganzen Leben nicht geraucht.

Hinzukommt, dass sie in ihrem ganzen Leben, weder Sport noch Gymnastik
betrieben hat und da sie einen Garten hatte, ging sie auch nie spazieren. Die
Gartenarbeit hat ihr Mann verrichtet und als der verstarb, hat sich ein Gärtner
um den Garten gekümmert. Sie hatte also auch kaum Bewegung, hat dafür
viel gelesen und gehandarbeitet – also viel Zeit im Sitzen zugebracht.
Nun fragt sich wahrscheinlich der eine oder die andere, wie alt meine Tante
wohl geworden ist. 
Man wird es kaum glauben, aber sie wird im nächsten Jahr 92 Jahre alt. Sie ist
immer noch guter Dinge, wohnt noch zu Hause, hat allerdings eine "Raumfee",
die ihr die gröbsten Hausarbeiten abnimmt. Sie liest jeden Tag die Tageszeitung
und ist bestens darüber informiert, was in der Welt los ist. Man kann mit ihr so
ziemlich über jedes Thema diskutieren und sie nimmt immer noch regen Anteil
am Geschehen im Land.
Nur der Rücken macht ihr zu schaffen, was wohl an mangelnder Bewegung liegt.
Ansonsten geht es ihr dem Alter entsprechend gut.
 


Was die Menschen heutzutage krank macht ist der Stress, die Hektik,
die Eile, die schnelllebige Zeit. Den Menschen fehlt die Zeit zur Muße,
um zur Ruhe zu kommen und damit die Zeit, das Leben zu genießen.
Die Lebenszeit ist so kostbar und die Zeit geht schneller vorbei, als man
sich oftmals bewusst macht.
Die Grundübel der heutigen Zeit sind – Stress und Zeitmangel,
Zeit zu leben !
Mir kommt es vor, es flöge sie immer schneller dahin.
Ich erwische mich z.B. manchmal dabei, dass mich ein Artikel in der einen
oder anderen Online-Zeitschrift so sehr interessiert, dass ich die
entsprechende Webdresse kopiere und abspeichere um den Artikel später
zu lesen, weil ich gerade anderes zu tun hatte. Ein paar Tage später habe
ich ihn dann bereits völlig vergessen, weil inzwischen so viel Aktuelles
hinzu kam, dass es einfach zu viel wird. Inzwischen überfliege ich viele Artikel
nur noch. Es sind einfach zu viele Informationen, die uns von allen Seiten um
die Ohren fliegen.
 
 
Wie dem auch sei, zum Essen sollte man sich immer Zeit nehmen und
jede Mahlzeit in aller Ruhe und Stille - vielleicht nur mit ein wenig leiser
Hintergrundmusik - bei einem Gläschen Wein genießen.

Sich Zeit für die schönen Dinge im Leben nehmen
ist so wichtig und wird doch so oft vernachlässigt.

Wie alt ein Mensch wird, hängt wohl auch von den Genen ab und
laut einigen Wissenschaftlern sogar vom Grad der Bildung.
Aber auch reiche Menschen haben gegenüber ärmeren Menschen
eine wesentlich größere Chance ein hohes Lebensalter zu erreichen,
weil sie sich die besten Ärzte und Medikamente leisten können.

Worauf es im Leben allerdings wirklich ankommt,
ist die Qualität eines Lebens - ob kurz oder lang -
letztendlich schreibt jeder Mensch seine
Lebensgeschichte selbst.

~*~

Es gibt Wichtiges im Leben,
als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi

~*~

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Samstag, 16. November 2019

Das ist eine gute Nachricht

die uns da vor ein paar Tagen durch die Medien übermittelt wurde und
eine überraschende dazu.
In einer Studie sowie durch eine Umfrage wurde jetzt herausgefunden,
dass die Deutschen so zufrieden und glücklich sind, wie noch nie zuvor.
Der eine oder die andere mag das ebenso vernommen haben.
Also wenn das kein Anlass für Freudensprünge ist !
 
 
 
Es handelt sich sogar um eine repräsentative Umfrage, leider weiß ich nicht
mehr von welchem Institut. An der Umfrage nahmen 5 Tausend und an der
Studie 25 Tausend Personen über ein Jahr ab einem Alter von 16 Jahren teil.
In unserem Land leben ungefähr 65 Millionen Menschen, die älter als
16 Jahre sind.

Mich hat das Ergebnis insofern überrascht, als die Stimmung im Land
eigentlich das Gegenteil widerspiegelt. Es ist außerdem erstaunlich, dass
die Befragten trotz zunehmender Armut, trotz Kinderarmut, trotz
bröckelnder Infrastruktur, maroder Schulen, fehlender Lehrer und Pflege-
kräfte, trotz Wohnungsmangel und steigender Mieten, so zufrieden und
glücklich sind wie nie zuvor. Sie scheinen sich weder Sorgen über die
zunehmende Kriminalität und Gewalt, über die mangelnde Sicherheit im
Land, die Verrohung der Gesellschaft und Sprache, sowie Hass und Hetze,
noch über die möglichen Auswirkungen des Klimawandels oder gar um
die Zukunft im Allgemeinen zu machen.
Selbst der drohende Verlust von Meinungsfreiheit, von Bildung, von
Demokratie und Freiheit sowie der wachsende Links- und Rechtsextremismus
und die Spaltung der Gesellschaft, scheint die Zufriedenheit der Befragten zu
beeinträchtigen. Wahrscheinlich ist vielen Arbeitnehmern heute noch gar
nicht bewusst, dass in ein paar Jahren jeder zweite Arbeitsplatz durch die
fortschreitende Digitalisierung resp. künstliche Intelligenz bedroht ist. Das
alles scheint keinerlei Einfluss auf das Leben dieser glücklichen und zufriedenen
Menschen zu haben. Unsere Regierung scheint demnach alles richtig zu machen.
 
Das ist doch wirklich mal eine richtig gute Nachricht zwischen all den Negativ-
Schlagezeilen. Ich finde es ist großartig, wenn Menschen trotz der aktuellen
Zustände im Land zufrieden und glücklich sind und sich über das Morgen
scheinbar keine Sorgen machen. Vielleicht haben sie sich aber auch mit der
Realität im Land abgefunden, oder aber sie nehmen sie gar nicht wahr.
Da kann man tatsächlich nur sagen: Weiter so !

Interessant wäre allerdings gewesen,  WER  befragt wurde.
Waren unter den Befragten z.B. auch verarmte Rentner, alleinerziehende
Mütter, Arbeits- und Obdachlose, Menschen in Pflegeheimen, Krankenhäusern
und sogenannten Brennpunktgegenden, Menschen in prekären Beschäftigungs-
verhältnissen. HartzIV-Empfänger oder hat man die Teilnehmer dieser Studie
gleich im Anschluss an ein Schlager-Klatsch-Konzert mit Florian Silbereisen
befragt, den ich übrigens recht sympathisch finde ;o).

Und was genau will man den restlichen knapp 65 Millionen Nichtbefragten
mit dieser Studie eigentlich sagen ? Dass es in diesem Land keinen Grund
für Unzufriedenheit gibt, dass in diesem Land alles bestens ist, keiner einen
Grund zur Klage hat? Dass wir tatsächlich gut und gerne in diesem Land
leben - alles Friede, Freude Eierkuchen ist ?
Warum spiegelt sich das dann nicht in den Gesichtern und Meinungen der
restlichen 65 Millionen Menschen wider ? Vielleicht weil viele Frauen sich
abends in der Dunkelheit nicht mehr alleine auf die Straße trauen ?

Der Studie nach zu urteilen, die ja repräsentativ sein soll, kann es demnach
tatsächlich so weitergehen wie bisher - trotz zunehmender Probleme und
drohender Altersarmut.

Ich denke viel mehr, dass man uns mal wieder einlullen will und
die Lage im Land schönredet, damit ja keiner auf die Idee kommt,
etwa nicht glücklich und zufrieden zu sein.
Man will uns nur nicht verunsichern.

Zur Erinnerung - die Studie und die Umfrage haben ergeben,
dass die Deutschen so zufrieden und glücklich sind,
wie noch nie zuvor !

Von wegen Sorgen wegen des Klimawandels, Plastikmülls und
Umweltverschmutzung, Verlust von Arbeitsplätzen, Migranten usw.
Das war gestern !



Ich sag's ja - jetzt ist die Zeit für Luftsprünge !

Wie kam ich nur darauf, dass wir in diesem Land Probleme haben könnten ?
Wie konnte ich nur annehmen, dass unsere Demokratie bedroht sei ?
Wie komme ich bloß darauf, dass unsere Freiheit und Meinungsfreiheit so nach
und nach eingeschränkt wird ?
Muss ich wohl alles nur geträumt oder meiner regen Fantasie
zu verdanken haben.

Es ist also alles bestens im Land !
Und Humor ist, wenn man trotzdem lacht !


Aber was bleibt einem schon anderes übrig ?!
Und ich habe mir solche Sorgen um unsere Heimat gemacht. Auch kürzlich
erst wieder, als ich in den Nachrichten vernommen haben, dass einige
Weihnachtsmärkte von Polizeibeamten mit Maschinenpistolen bewaffnet,
beschützt werden sollen.
Na, wenn das nicht für eine stimmungsvolle, weihnachtliche Atmosphäre sorgt.

Es ist alles in bester Ordnung in diesem Land.
Zumal ja auch noch einige IS-Rückkehrer gut und wohl behalten wieder in
unserem Land eingetroffen sind - alles kein Grund zur Sorge.
Auch dass gerade mal wieder ein Terroranschlag vereitelt wurde - alles halb
so wild.
Wir sind alle glücklich und zufrieden - wie nie zuvor - auch wenn wir gerade
zusätzlich Gefahr laufen, unseren Wohlstand aufs Spiel zu setzen !
Was soll's !

Möge man mir diesen etwas ironisch-sarkastischen Beitrag nicht übel nehmen.
Ich kann in dem Fall einfach nicht anders und halte es wie Sloterdijk der meint:
"Wer die Welt um sich herum zu ernst nimmt, wird verrückt".

Also mache ich mich nicht mehr verrückt - oder sagen wir -
nicht mehr so oft und nehme das ganze Geschehen im Land und die Probleme
einfach nicht mehr so ernst.
Schließlich tut unsere Regierung das ja auch nicht !
 
 ~*~

Es gibt nur einen Weg, um Kritik zu vermeiden.
Nichts tun, nichts sagen, nichts sein.
Aristoteles
 
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Fotos: Pixabay