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Freitag, 24. Juli 2026

Der Juli-Sommergarten

nochmal in Fotos festgehalten, bevor der Monat seinem Ende zugeht. Übrigens pssst,
ganz leise geflüstert, wir hatten hier das schönste Sommersonnenwetter. Einfach schön,
so um die 23 Grad, mit ein wenig Wind und trockener Luft. Also sehr angenehm. Endlich
mal kein Kopfschmerz- und Blutdruckwetter, bis ich es hier in meinem Tagebuch nieder-
geschrieben habe. Danach stellte sich gleich wieder das Stillstandswetter ein. Manchmal
spüre ich schon einen Tag vorher, wenn ein Wetterwechsel bevorsteht. Das hängt wohl mit
dem Alter zusammen. Übrigens: Auf der Webseite Biowetter-Donnerwetter kann man
nachschauen, welche Auswirkungen, welches Wetter auf welche Beschwerden hat.
Meistens trifft es tatsächlich zu.

Der Himmel endlich wieder blau, die Rosen blühen und der Holunder gedeiht.

Holunder, Ahornableger und der Streit zwischen den Knuddels, wer in meiner Mittagsruhezeit mit
auf die Liege darf. Bin schon froh, wenn ich überhaupt noch da liegen darf;o)).

Rhododendren, Zypresse, blauer Hibiskus und auch der Lebensbaum genießen den blauen
Himmel und die Sonne.

Weißewölkchenblauerhimmelsommersonnentage, Schneewalzerrose und Micky in Siegerpose,

Hibiskus, Limelights, Bambus und eine Leonardo da Vinci-Rose

Nochmals die Limelights- oder besser gesagt, der Limelightbaum, Hortensien und Rosen

Holunder, Äpfel Sorte Shampion – mal sehen wie viel davon die Vögelchen, Bienchen
und Hummeln für uns übrig lassen und die reine, feine, weiße Schneewittchenrose


Am blauen Himmel mit seinen weißen Wölkchen kann ich mich gar nicht sattsehen.
Die Himmelsfotos sind am Abend kurz vor Sonnenuntergang entstanden. Noch einmal
die Schneewalzerrose und Mickymaus mit Beute. Ein gemopstes Wischtuch aus einem
Korb im Gartenregal auf der Terrasse. Ich habe gerade den Tisch abwischen wollen und
das Tuch nur einen Moment aus den Augen gelassen und schon war es mitsamt dem
Hund weg. Hinterherlaufen ist sinnlos. Der Hund ist schneller. Also lieb bitten, dass er es
mir auch mal ohne Bestechung in Form eines Leckerlis zurückgibt. Das funktioniert
tatsächlich immer öfter. Aber eben nur mit „Bitte“ und „Danke“. Gehört sich ja auch so.
Bin ein höflicher Mensch. Trotzdem muss ich ihn zusätzlich mehrmals mit Streichelein-
heiten loben und ihm sagen, was er für ein lieber Hund ist. Männliche Wesen scheinen
es gerne zu haben, wenn sie gelobt werden. Zu schön, wie schnell Hunde lernen.


Endlich, endlich - hat es ein klitzekleines bisschen geregnet.
Man wird bescheiden und freut sich schon über jeden einzelnen Tropfen.

Die Erde ist angefeuchtet und atmet wieder. Immerhin!

~*~*~*~

Also wenn ich die Nachrichten derzeit lese, entsteht für mich der Eindruck, als würden
wir uns bereits im 3. Weltkrieg befinden. Dank unserer supertollen, alten, Möchtegern-
weltbeherrscher eskaliert die Lage immer weiter. Es ist unfassbar, was die veranstalten.
Langeweile haben die jetzt jedenfalls nicht mehr. Im Gegenteil. Ich bin mir ziemlich
sicher, beide könnten sich sonstwohinbeißen, eine so unglaubliche Dummheit begangen
zu haben. Und kein Ende in Sicht. Wie lange soll das denn noch so weitergehen? Jetzt
warnt der Lügenbaron aus dem Zarenland die USA davor, weiterhin Waffen an die
Ukraine zu liefern. Und wenn doch, was dann? Wollen sie sich dann gegenseitig be-
schießen? Der kleine, alte, brutale Möchtegernzar hat überhaupt nichts zu warnen und
zu fordern. Er soll einfach seinen irrsinnigen Krieg beenden!
Wer lässt sich denn vom kleinen, dicken Diktator und vom großen Führer unterstützen?
Sie dürfen, was sie anderen vorwerfen. Selbst schuld! Jetzt, wo der Krieg im Zarenland
angekommen ist, beschweren sie sich – unglaublich! Ja, so fühlt sich Krieg nun mal an.
Hört doch einfach auf, die Ukraine anzugreifen, dann werden auch keine Waffen mehr
benötigt. Aber die Größe hat dieser kleine, alte Macho nicht. Dafür hat er jetzt Angst um
sein Leben – auch selbst Schuld! Er könnte in Ruhe und Frieden schlafen, sein Leben ge-
nießen, und alles wäre gut – aber er wollte es ja wissen. Das kommt davon, wenn man
sich für unbesiegbar hält! Größenwahn tut selten gut! Er würde sogar einen 3. Weltkrieg
in Kauf nehmen. Wie dumm muss man sein!
So wie der alte Donnyboy, dessen gesamte Familie jetzt um ihr Leben bangen muss. Ja,
so kann es kommen, wenn man der Welt beweisen will, was für ein toller Kerl man ist.
Es kann auch nach hinten losgehen. Was haben diese alten Männer denn gedacht? Sie
können mal eben so Hunderttausende, gar Millionen Menschen für ihr Ego töten, ganze
Länder zerstören und ungestraft davonkommen? Die gerechte Strafe fügen sie sich in-
zwischen schon selbst zu – in Angst zu leben – aber das wird nicht alles sein.

~*~*~*~

Strafe ist Gerechtigkeit für die Ungerechten.

Augustinus von Hippo (354 - 430)
war Bischof von Hippo, Philosoph und Kirchenvater
~*~
 Stand with Ukraine
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
~🦉🌳🕊️🌳~🙏~🌳🕊️🌳🦉~
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🌟Fotos und KI-Bild by Lauras Home and Garden🌟

Donnerstag, 1. Januar 2026

Zum neuen Jahr 2026

 Das alte Jahr ist Vergangenheit und wird als kein gutes Jahr in die Weltgeschichte
eingehen. Zu viele Kriege, zu viele Konflikte, zu viel Terror, zu viel Gewalt, zu viel
Kriminalität, zu viel Dummheit und eine enorme politische Ahnungslosigkeit, die
schon an Naivität grenzt, bei einem der mächtigsten Männer der Welt, der nicht
merkt, dass er zum Narren gehalten wird. Der auf Lügen und Spielchen reinfällt,
und sich als willfähriger Gehilfe eines Kriegstreibers öffentlich der Lächerlichkeit
preisgibt, während ein anderer mächtiger Herrscher sich mit seinen Kumpels
hinter einer Festung aus meterhohen Mauern schlapp lacht.

Das letzte Jahr ist Geschichte und der heutige Tag, der Neujahrstag, ist morgen
schon wieder Vergangenheit. Was kommt - keiner weiß es.


Hoffnung und Zuversicht benötigen die Menschen heutzutage mehr denn je!
Wir leben in Zeiten, in denen man die Hoffnung ziemlich schnell verlieren kann.
Wir leben in Zeiten, in denen es nicht immer leicht fällt, positiv und optimistisch
in die Zukunft zu blicken.


Ein neues Jahr und wieder fragen wir,
was das neue Jahr uns wohl bringen mag.
Wird es ein gutes oder ein schlechtes Jahr?
Wird es besser als das alte oder wird es noch schlimmer?
Werden die Herrscher, die Kriege führen, grundlos andere Länder
angreifen und unschuldige Menschen töten, endlich zu Besinnung kommen?
Werden Terroristen endlich aufhören, unschuldige Menschen zu töten?
Werden die Menschen auf der Welt endlich überall in Frieden leben können?
Wird den Kriegstreibern und Kriegsverbrechern und denen, die diese
Kriegstreiber unterstützen, endlich eine gerechte Strafe zuteilwerden?
Alles andere wäre eine beispiellose Ungerechtigkeit!

 
Wir Menschen gestalten diese Welt.
Wir tragen mit unserem Handeln, mit unseren Taten und Worten
 zu den Veränderungen in der Welt bei. Jeder einzelne Mensch kann seinen
ganz persönlichen Beitrag für eine bessere Welt leisten. Jeder einzelne
Mensch hat die Wahl, sich zu entscheiden, für das Gute oder das Böse.
Für eine Welt, in der das Leben auch morgen noch lebenswert ist oder
wieder lebenswert wird.
Denn derzeit wird diese Welt von Kriegen, Konflikte, Terror sowie von
Unmenschlichkeit und Grausamkeit einiger Diktatoren und Autokraten
beherrscht, die das Geschehen auf diesem Globus bestimmen.
Die Menschheit sollte sich dagegen wehren und für eine bessere Welt
einsetzen, da größenwahnsinnige und brutale Herrscher dazu nicht
in der Lage sind.


Jeder einzelne Mensch kann mehr Rücksicht auf andere Menschen nehmen,
auf die Natur, die Umwelt und alle anderen Lebewesen, die ein Recht auf
ein Dasein in dieser Welt haben.
Jeder Mensch kann sich dem Böses entgegenstellen und sich für das Gute
einsetzen.

~*~*~*~

Der Mond ist aufgegangen, während auf der gegenüberliegenden Seite,
also im Südwesten, die Sonne allmählich unterging.
Die Fotos habe ich am 30.12.25 um 15:35 Uhr mit der Lumix aufgenommen,
und zwar ohne Stativ;o)).



~*~*~*~
 
Ich wünsche allen Menschen nah und fern
ein friedliches, gesundes und gutes neues Jahr.

Ganz besonders den Menschen, den Soldaten und
dem »Helden der Ukraine« wünsche ich weiterhin viel
Mut, Tapferkeit, Durchhaltevermögen und Erfolg
bei der Verteidigung ihrer Heimat.

Happy New Year and stand with Ukraine in 2026!
The Ukrainians need your help!

~*~
 
🙏God bless Ukraine and Israel 🙏
~🌟🌟~🙏~🌟🌟~
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🌟Bilder mit KI erstellt by Lauras Home and Garden🌟

Dienstag, 4. März 2025

Hoffnung auf Frieden

Nimmt das Leid auf dieser Welt denn nie ein Ende?
Muss denn immer Krieg statt endlich Frieden sein?
Freude und Glück sollten alles Leid beenden
und stattdessen die Menschheit glücklich sein.
Könnt ihr die ewige Schönheit der Welt nicht sehn?
  
 
Seht doch die Blumen, die Wälder und Meere!
Seht doch den Sonnenaufgang über dem See,
Seht doch den Himmel und das Licht der Sterne!
Und den Tannenwald, wie er glitzert im Schnee!
 
 
Könnt ihr die ewige Schönheit des Himmels nicht sehn,
wie er endlos über dem heimischen Erdenball steht?
Seht doch der Kinder reine Unschuld und ihr Lachen!
Wollt ihr die fröhlichen Kinder unglücklich machen?
Befreit die Welt endlich von Zerstörung und Leiden.
Tut alles, um das Böse und Schlechte zu vermeiden!
Oder wollt ihr die Welt in Schutt und Asche legen,
verkommen lassen und die Verwahrlosung hegen?
 
 

Wollt ihr den Kindern keine Hoffnung fürs Leben schenken
und ihre Zukunft zur Freude und zum Guten hinlenken?
Dann hört endlich auf mit Kriegen, mit Hass und Gewalt,
verschenkt Liebe, Liebe ist stärker als Hass und Gewalt.
 

~*~*~*~
 
Nachdem dieser PRO-russische-US-Herrscher die Hilfen für die Ukraine gestoppt
hat, spielt nun auch er, wie der Tyrann, mit dem Leben von Millionen Menschen
in der Ukraine. Von nun an trägt der PRO-russische-US-Herrscher eine Mitschuld
am Tod und Leid der Menschen in der Ukraine.
Selbst wenn Selenskyj auf die Erpressung einginge und diesen »Deal« unterschrei-
ben würde, bedeutet das noch kein Ende des Krieges. Wer glaubt denn daran, dass
der russische Tyrann den Krieg dann beendet ?
 
Unser Planet bietet den Menschen alles, was sie zum Leben benötigen.
Warum müssen so manche Herrscher immer wieder für Unfrieden, Unheil,
Zerstörung, Tod und Leid sorgen, statt für nachhaltigen Frieden einzutreten.
Tyrannische Herrscher sind immer wieder ein Übel
für die gesamte Menschheit.
 Wenn es die Absicht des russischen Tyrannen war, mit seiner dreitägigen »Spezial-Operation« eventuell einen Dritten Weltkrieg auslösen zu wollen, dann könnte man
ihm bald zu diesem Erfolg gratulieren.
Einfach schlimm, wenn alte Männer im Rentenalter keine sinnvolle
Beschäftigung finden.
 
~*~
Übrigens:
Der Pro-russische-US-Herrscher soll jetzt auf US-Geldscheinen abgebildet
werden. Wessen Idee das wohl gewesen sein mag ?
Dem Narzissten wird das sicher sehr recht sein.

Neuste Nachricht aus dem Kreml:
Dort begrüßt man die Aussetzung der US-Militärhilfe.
(Wen wundert das)!

Und Selenskyj äußert sich auf X:
„Die Ukraine ist bereit, so bald wie möglich an den Verhandlungstisch zu
kommen, um mit einem dauerhaften Frieden voranzukommen. Niemand
wünsche sich den Frieden mehr als die Ukrainer. Er sei bereit, unter Präsident
Trumps starker Führung, einen dauerhaften Frieden zu erreichen“.
(Der arme Kerl, nun muss er doch schleimen. Obwohl es eigentlich Größe
beweist, wenn er dadurch dem Frieden für sein Land etwas näherkommt).

Er ist wahrlich ein Held!
Ein Held gegen zwei unsympathische Tyrannen.
Hoffentlich wird er von diesen beiden Tyrannen nicht über den Tisch gezogen.
Nach einem Waffenstillstand nur auf Frieden hoffen, ohne Sicherheit,
wäre ziemlich riskant.
~*~
Die Welt rüstet auf !
Wofür, wozu und warum ?
~*~
God bless Ukraine
~*~*~*~
~🌳🇺🇦🌳💙~🇺🇦 🇩🇪 🇺🇦~💙🌳🇺🇦🌳~
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Dienstag, 31. Dezember 2024

Das Jahr 2025 klopft an 🎉

  

Von guten Mächten treu und still umgeben,
Behütet und getröstet wunderbar,
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
Noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach, Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
Das Heil, für das du uns geschaffen hast.
 
 
Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.
 
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken
Und dann gehört dir unser Leben ganz.
 

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
Die du in unsre Dunkelheit gebracht.
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
All deiner Kinder hohen Lobgesang.
 
  
 
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer
(1906–1945)
deutscher evangelisch-lutherischer Theologe.
 
~*~
 
 
 Auch die Tiere im Wald wollen das neue Jahr begrüßen.
Hier im Wald ist die Silvesterknallerei zum Glück nicht so laut und
auch ziemlich schnell wieder vorbei, sodass die Tiere nicht so sehr
und lange unter dem Lärm leiden müssen, wie in den Städten.

 
Das alte Jahr neigt sich seinem Ende zu,
also bitte langsam schon mal bereitmachen.
 
Auf los geht's los !
~*~*~*~
 
 
Und jetzt mit Schwung hinein ins Jahr 2025 und auf eine
neue Reise mit unserem Raumschiff Erde rund um die Sonne.
Wir werden mit einer Geschwindigkeit von ca. 108.000 km/h
reisen und legen dabei auch im neuen Jahr - so Gott will -,
wieder eine Strecke von 942 Millionen Kilometer zurück.
Also anschnallen, der Countdown läuft ........
sieben, sechs, fünf, vier, drei, zwei ... take off ... und los geht's!

Einen guten Start in das neue Jahr 2025 und eine angenehme
Reise durch das Universum mit unserem Raumschiff »Erde«
Möge das neue Jahr allen Menschen endlich Frieden bringen!

 

Happy New Year !
~*~*~*~
 
~🍾~🎊~~🥂🥳🥂~~🎊~🍾~
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Samstag, 6. Januar 2024

Silvesternacht auf der Insel

Ein gelebter Traum, der sich nach einem Jahrzehnt seinem Ende nähert, ohne
dass man selbst den Hauch einer Ahnung davon hätte. Das Leben geschieht.
Es lässt sich nicht aufhalten und schreibt wieder einmal seine ganze eigene
Geschichte.

Leben, wie in einem Traum

 ~*~
 
Da wir gerade im Paradies waren, heute mal wieder ein kurzer Auszug aus
meinen Memoiren:
 
 "Lyn hat angerufen. Sie wollte sich erkundigen, was wir Silvester machen."
Du hast doch bestimmt schon was geplant.“
Ärgerlich schob ich mir das Kissen in den Rücken. „Wie kannst du annehmen, dass ich etwas plane, ohne es vorher mit dir zu besprechen.“
„Das machst du doch ständig,“ erwiderte er eigensinnig.
„Wie bitte? Wie meinst du das?“
„Na, du kümmerst dich doch jetzt um alles.“
„Was soll das heißen? Ist es dir nicht recht, wenn ich dir im Büro helfe?“
Er schwieg.
„Wenn du ein damit Problem hast, dann lasse ich es eben. Du brauchst es mir nur zu sagen,“ erwiderte ich ruhig. „Trotzdem würde ich gerne wissen, was wir Silvester machen. Lyn meinte wir könnten zuerst mit Bill und Beverly im Arawak zu Abend essen und danach in den Pub fahren. Es war Bills Vorschlag.“
Er drehte sich auf den Rücken und schaute an die Decke. „Wird Mike auch da sein?“
„Was hat Mike denn damit zu tun. Ich weiß nicht, ob er kommt oder nicht. Lyn hat nichts gesagt.“
„Mike ist doch immer dabei. Und dass er scharf auf dich ist, wirst du ja wohl selbst am besten wissen.“ Ich beugte mich über ihn und sah ihm direkt in die Augen. „Sag‘ mal, was ist denn auf einmal mit dir los?“
Er schlang beide Arme um das Kissen auf seiner Brust. „Ich bin doch nicht blind. Ich sehe doch, wie er dich immer anstarrt.“
Ich lachte. „Du bist ja immer noch eifersüchtig. Ich dachte das Thema sei ein für alle Mal vergessen.“
„Ich bin nicht eifersüchtig.“
„Na dann ist ja alles besten. Warum streiten wir uns dann?“
„Wir streiten uns ja gar nicht.“
„Wunderbar. Dann kann ich Lyn also zusagen?“
„Meinetwegen.“ Er schloss die Augen und rollte sich auf die Seite.
               
Mit den ersten Weihnachtskarten traf auch eine Karte von Jeannette aus Florida ein. Sie habe sich gut eingelebt und fühle sich in dem neuen Haus sehr wohl, schrieb sie. Peter und die Kinder seien ebenfalls ganz begeistert von der neuen Umgebung. Sie genossen die unendlichen Möglichkeiten, die sich in den Staaten boten und hätten inzwischen bereits mehrere Ausflüge unternommen. Das Leben sei so anders dort und es gäbe so viel Neues zu sehen.
Für sie ist es das erste Fest in den Staaten, dachte ich, und für mich bereits das fünfte auf der Insel. Wie schnell die Zeit verging. Es wurde ein ruhiges Fest. Wir hatten die Feiertage ohne die Clique am Strand verbracht und abends ein paar Stunden auf der Terrasse gesessen. Wie jedes Jahr lag an den Weihnachtstagen eine friedliche Stille über der Insel.
 
Silvester war Don den ganzen Tag nicht ansprechbar. Er hatte sich zurückgezogen, lag seit dem frühen Morgen mit Kopfhörern in der Hängematte und ließ sich von den Commodors berieseln. Jeder Ansatz, jede Bemühung mit ihm zu reden, endete in stummer Verbitterung. Ich fand keinen Weg zu ihm. Er hatte die Augen geschlossen und wollte in Ruhe gelassen werden. Schließlich gab ich es auf und widmete mich dem Garten. Es war ein herrlicher, wolkenloser Tag. Die Sonne brannte, und vom Meer trieb eine sanfte Brise durch die Wipfel der Palmen.
Dons Stimmung änderte sich auch nicht, als wir gegen Abend im Arawak eintrafen. An den Klippen, wo sich das helle Mondlicht bis zum Horizont im Meer spiegelte und einen silbrigen Glanz auf die Palmwedel am Strand warf, ergriff ich seine Hand. „Erinnerst du dich noch an unsere erste gemeinsame Silvesternacht?“
Für einen flüchtigen Moment erhellten sich seine Gesichtszüge. Bilder aus einer glücklichen Zeit schienen vor seinen Augen abzulaufen, einer Zeit, in der nichts und niemand unsere Liebe erschüttern konnte. Doch dann, mit einem Mal, als würde er schlagartig von der Gegenwart eingeholt, verhärtete sich seine Miene wieder. Er entzog mir sein Hand, vergrub sie in der Hosentasche und ging mit gesenktem Kopf weiter. „Das ist lange her.“ sagt er knapp.
Ich war wütend, verzweifelt und enttäuscht. Was war denn nur geschehen? Was war los mit ihm? Warum war er so hartnäckig, so unnachgiebig, so verschlossen? Warum wollte er mir nicht sagen, was ihn bedrückte? Warum zog er sich immer mehr zurück? Warum musste er uns den Silvesterabend verderben? 
Im VIP-Raum, durch einen separaten Eingang vom Restaurant getrennt, war es angenehm kühl. Die Clique war bereits vollzählig um den großen, runden Tisch versammelt und plauderte, wie immer, munter durcheinander.  
„Ah, da seid ihr ja endlich,“ jubelte Bill, sichtlich erfreut uns zu sehen. „Wir haben schon auf euch gewartet.“
Die Köpfe der anderen flogen herum.
„Mal wieder typisch,“ beschwerte sich Yogi mit gespielter Entrüstung, „nie könnt ihr pünktlich sein.“ Sein dünnes, von der Sonne ausgebleichtes Haar fiel ihm wirr in die Stirn.  Er war braungebrannt.
„Na ihr wißt doch,.....“ wandte ich mich mit einem versöhnlichen Seitenblick an Don, „.....die Flitterwochen.“
Don sagte kein Wort.  
„Flitterwochen?“ grinste Jim. „Du meinst Flitterjahre. Wann hören die bloß endlich auf?“
Alle, bis auf Don und Mike, lachten.
Yogi rückte mir einen Stuhl zurecht, während ich bei Joe, einen Gin Tonic bestellte und Don, immer noch in tiefes Schweigen gehüllt, nahm auf dem freien Stuhl zwischen Jim und Lyn Platz. Sie sah hinreißend aus, in ihrem hellblauen, langen Kleid.
„Schön, dass ihr endlich da seid,“ meinte Beverly vergnügt lächelnd, während Mike, der reglos neben ihr saß, das Glas in seiner Hand anstarrte. Eine beklemmende Stille war plötzlich eingekehrt.
„Hey  Leute, was ist denn auf einmal los?“ fragte Jim, indem er betreten in die Runde blickte. „Wird das etwa wieder so’n beschissener Abend im Paradies?“
„Nicht heute,“ erwiderte Beverly. Beschwingt hob sie ihr Glas und forderte die anderen auf, mit ihr anstoßen. „Heute wird gefeiert.“
„Joe, bring uns noch ‚ne Runde am letzten beschissenen Tag im alten Jahr,“ übertönte Bill das Klirren der Gläser und an Jim gewandt fügte er hinzu. „He Jim, erzähl‘ doch mal die Story mit dem Flugzeug.“
„Oh bitte, nicht schon wieder,“ winkte Lyn gelangweilt ab, „die haben wir doch schon hundertmal gehört.“
„Nun laß‘ ihn doch,“ feixte Bill. Ihn schien allein der Gedanke an diese Geschichte zu amüsieren.  
„Du meinst die von dem Typ und der Bananenplantage?“ 
Lyn gähnte. „Welche denn sonst?“
Jim zog ein Taschentuch aus seiner Hosentasche, fuhr sich damit über die Stirn, und steckte es wieder weg. „Also gut, da war dieser verrückte Typ in St. Lucia, ...“ er hielt inne und vergewisserte sich mit einem kurzen Blick in die Runde, dass ihm auch alle zuhörten, dann fuhr er fort. „Ein Freizeitpilot, genau wie ich. Wirklich ein total Verrückter und immer besoffen.“ Kopfschüttelnd verdrehte er die Augen. „Eines Tages bekommt er den Auftrag,....“ Er hielt mitten im Satz inne, denn in diesem Moment traten die Ober an den Tisch, um den ersten Gang zu servieren. „Ja Leute, jetzt müsst ihr euch leider gedulden, bis ich mit dem Essen fertig bin,“ grinste er schelmisch.
„Kennt ihr eigentlich die Geschichte von dem Verbrecher, der aus dem Gefängnis geflohen ist?“ Augenblicklich waren alle Blicke auf Don gerichtet. Selbst ich setzte mein Glas ab und starrte ihn an, konnte nicht fassen, dass er plötzlich das Wort ergriff. „Na ja, ist schon ein paar Jahre her. Damals war die Polizei hinter dem Verbrecher her,“ fuhr er unbeirrt fort, „der sich in einem alten Haus versteckt hielt. Irgendwo mitten auf der Insel. Die haben dann das Haus umstellt. Und plötzlich fallen Schüsse. Die Polizisten gehen sofort hinter der Gartenmauer in Deckung. Doch der Mann feuerte so lange auf sie ein, bis sie die Flucht ergriffen. Die haben alles fallen lassen, selbst ihre Pistolen und sind abgehauen. Und der Mann immer hinter ihnen her. Einen hat er sogar am Bein erwischt.“
Bill schossen vor Lachen die Tränen in die Augen. „Nicht zu fassen. Das muss man sich mal vorstellen,“ wieherte er, wobei sich sein Bauch hob und senkte. „Schlägt ein Verbrecher die Polizei in die Flucht.“ Er nahm seine Brille ab, und trocknete sich mit dem Handrücken die Augen. „Unglaublich.“
Auf einmal redeten alle lebhaft durcheinander. Selbst Mike stimmte in Bills gellendes Gelächter ein. Nur mir war nicht nach Lachen zumute. Warum verhielt Don sich so rätselhaft? Warum tat er so, als sei ich gar nicht anwesend? Er hatte mich nicht einmal angesehen, während er die Geschichte erzählte. Sein Blick ging an mir vorbei, oder über mich hinweg. Was hatte ich ihm nur getan? Warum war er gerade heute so abweisend? War nicht gerade die Silvesternacht der Zeitpunkt für eine Versöhnung? Um Mitternacht, wenn sich alle umarmten, küssten, und sich ein glückliches neues Jahr wünschten?
Bevor der Nachtisch serviert wurde, schob Don seinen Stuhl zurück und verließ mit einer flüchtigen Entschuldigung den Raum.
Lyn beugte sich hinter Yogis Rücken zu mir rüber. „Was ist los mit Don? So kenne ich ihn ja gar nicht.“
„Ich weiß es nicht. Er verhält sich schon seit einiger Zeit so merkwürdig.“
„Habt ihr Probleme mit der Firma?“
Ich trank einen Schluck Wein. „Nein, im Gegenteil. Seit wir in Deutschland waren und die Vertretung dieser Nylonware übernommen haben, läuft die Firma ausgesprochen gut.“
„He, wir sollten langsam aufbrechen,“ rief Bill dazwischen. „Im Pub wird schon die Hölle los sein.“
Erst jetzt fiel mir auf, dass bereits eine halbe Stunde vergangen war, seit Don den Raum verlassen hatte.
„Wo ist Don überhaupt?“ stellte nun auch Jim mit einem Blick auf die Uhr fest.
Yogi stand auf und ging zur Tür. „Ich sehe mal nach.“ Als er zehn Minuten später zurückkam, blieb im Türrahmen stehen. „Er ist weg.“
 
Ich starrte ihn an. „Er ist weg? Das kann doch nicht sein.“
„Vielleicht ist er an der Bar,“ meinte Beverly.
Yogi zuckte die Schultern. „Da war ich auch schon. Joe sagt, er sei gegangen.“
„Ich verstehe das nicht,“ sagte ich leise.
Lyn legte den Arm um mich. “Wir werden ihn schon finden.“
„Wieso verschwindet er einfach? Gerade heute?“
„Habt ihr euch gestritten?“
Ich schüttelte den Kopf. „Er spricht ja kaum ein Wort mit mir.“
Bill gab dem Ober ein Zeichen, den Tisch abzuräumen. „Er wartet bestimmt auf dem Parkplatz.“
„Da war ich auch schon,“ sagte Yogi. „Das Auto ist weg.“
„Schöne Bescherung,“ murmelte Jim betroffen, „was machen wir denn jetzt?“ Die anderen schüttelten ratlos den Kopf.
Von einer dumpfen innerer Unruhe erfasst, sprang ich auf und ging um den Tisch herum. „Ich fahre nach Hause. Vielleicht ist er dort,“ sagte ich und machte Mike Platz, der an mir vorbei wollte. An der Tür drehte ich mich noch einmal um. „Tut mir leid, wenn wir euch den Abend verdorben haben,....und ein frohes, neues Jahr.“
„Frohes, neues Jahr. Und viel Glück,“ winkten sie mir nach.
Eilig lief ich in der Dunkelheit über den schmalen Weg am Pool vorbei, bis plötzlich eine Gestalt aus dem Schatten der Palme in das matte Licht des Mondes trat, und mir den Weg versperrte. Unwillkürlich wich ich einen Schritt zurück. „Meine Güte, hast du mich erschreckt.“
Gegen den Palmenstamm gelehnt zündete Mike sich eine Zigarette an. „Soll ich dich fahren?“ Ein schwacher, silbriger Lichtschein fiel durch die Palmwedel in sein Gesicht. „Ich fahre dich, wohin du willst.“
Das hat mir gerade noch gefehlt, dachte ich, Don würde völlig durchdrehen, wenn er Mike und mich irgendwo zusammen sah. „Nein danke, ich nehme ein Taxi,“ erwiderte ich kurz angebunden und hielt inne, als er sich mir abermals in den Weg stellte. Seine Augen hatten einen bitteren Ausdruck angenommen. Scheinbar gelassen warf er die Zigarette direkt vor meine Füße. „Wie du willst,“ sagte er kalt, während er sie  energisch austrat. Dann ging er mit großen, schnellen Schritten davon.  
Einen Augenblick lang sah ich ihm verwundert nach, dann eilte ich zur Rezeption. Meine Ungeduld wuchs, während ich auf das Taxi wartete, in meinem Kopf schwirrten immer dieselben Fragen. Warum war Don so plötzlich, ohne ein Wort zu sagen, verschwunden? War er wirklich nach Hause gefahren? Und wenn nicht, wo sollte ich ihn suchen?  Als sich das Taxi endlich näherte, bemerkte ich, dass meine Hände zitterten. Der Fahrer, ein hagerer Schwarzer öffnete mir freundlich lächelnd die Tür. „Zur Chancery Lane,“ bat ich ihn.
„Ja, M’am, Chancery Lane. Ich kenne Chancery Lane, M’am.“
„Gut, ich habe es nämlich eilig.“
Den Fahrer jedoch schien das nicht zu beeindrucken. Behutsam lenkte er den Wagen in der Dunkelheit über die schmale, holprige Straße. Er bog zweimal ab, bevor er weit ausscherte und in einem großen Bogen in die Einfahrt fuhr, die zu unserem Haus führte. Schon von weitem sah ich, dass Dons Wagen nicht vor der Garage stand. Meine innere Unruhe wuchs von Minute zu Minute. Rasch drückte ich dem Fahrer das Geld in die Hand, und kramte in der Handtasche nach meinen Autoschlüsseln. Ich war traurig und wütend zugleich. Wo sollte ich hinfahren? Wo war er? Ich konnte unmöglich die ganze Insel nach ihm absuchen. Ob er vielleicht schon im Pub war? Mit einem Blick auf die Uhr, stellte ich fest, dass es bereits zehn vor zwölf war. Wenn ich mich beeilte, schaffte ich es vielleicht bis Mitternacht dort zu sein. Entschlossen setzte ich den Wagen über die Einfahrt bis auf die Straße zurück, dann gab ich Gas. In der Finsternis um mich herum schien das Leben erloschen. Nichts regte,  nichts bewegte sich. Die wenigen Häuser, an denen ich vorbeifuhr, standen verlassen. Die Bewohner waren in dieser Nacht unterwegs, feierten das neue Jahr auf einer der vielen Partys. Nur auf dem Hügel, oberhalb der Straße entdeckte ich ein paar Lichter. Ich wollte in dieser Nacht nicht alleine sein, musste mich beeilen, mehr Gas geben, wenn ich rechtzeitig im Pub sein wollte, um das neue Jahr mit Don zu beginnen. Der Wagen wurde immer schneller, raste auf der schmalen Straße vorbei an dunklen Chattelhäusern und Feldern, bis hinter einer scharfen Kurve plötzlich ein paar rote Lichter in der Dunkelheit auftauchten. Zu spät nahm ich wahr, dass es die Rücklichter einiger Autos waren, die mitten auf der Straße standen. Blitzschnell wechselte ich den Fuß vom Gaspedal auf die Bremse, trat sie voll durch und riss gleichzeitig das Lenkrad herum. Mit quietschenden Reifen schoss der Wagen zuerst auf die linke, dann auf die rechte Straßenseite, von dort rutschte er unaufhaltsam auf die Autos zu. Ich stemmte mich mit aller Kraft gegen das Lenkrad, schloss die Augen und wartete mit angehaltenem Atem darauf, dass es krachte. Doch nichts geschah. Wie benommen starrte ich durch die Frontscheibe auf die jungen Einheimischen, die unter lautem Hupen und dröhnenden Reggaeklängen aus ihren Autos kletterten und sich mitten auf der Straße in die Arme fielen. „Frohes neues Jahr. Frohes neues Jahr,“ jubelten sie, hüpften und tanzten dabei in fröhlicher Ausgelassenheit vor meinen Augen auf der Straße herum. Zur gleichen Zeit setzte in der kleinen Kapelle am Straßenrand das rhythmische Händeklatschen der Gospelsänger ein. Auld Lang Syne. Ihr Gesang drang durch die weit geöffnete Tür bis auf die Straße, vermischte sich mit dem Reggae aus den Autoradios und den anhaltenden Jubelrufen der jungen Leute. „Frohes neues Jahr.“

Ich sackte in mich zusammen. Mitternacht. Das neue Jahr hatte soeben begonnen und ich war allein. Allein auf einer dunklen Straße, eingekreist von einer Schar singender und tanzender Einheimischen, die mir mit Bierflaschen in der Hand, übermütig zuwinkten. Zum ersten Mal in meinem Leben war niemand da, der mich in der Silvesternacht in die Arme nahm und mir ein frohes neues Jahr wünschte.
 


 Träumen heißt:
Existieren.
Träume verwirklichen heißt:
LEBEN !
 
Traurig ist allerdings, wenn man seine Träume nicht realisiert,
so lange man Gelegenheit dazu hat.
 
 ~*~
 
 
~*~
 
Menschen mit großen Träumen sollten bereit sein, große Risiken einzugehen.
Heraklit von Ephesos war ein vorsokratischer Philosoph.
Er lebte in der Zeit um 520 v. Chr.bis um 460 v. Chr.
 
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