Mittwoch, 31. Dezember 2025

Geschichten zwischen den Jahren "Die gläserne Einsamkeit"

Margot war stolz auf ihren »weiten Horizont«, ihre Bildung und ihr Wissen. In ihrer gemütlichen Altbauwohnung reihten sich Bücherregal an Bücherregal neben moderner Kunst, und ihr Teeregal in der kleinen Küche war eine Weltreise für sich. Wenn sie im Nachbarschaftscafé saß, betonte sie oft, wie wichtig es sei, »das Herz für alle Wesen zu öffnen«. Sie nannte sich eine Menschenfreundin, die alle Menschen liebte, eine Verfechterin der Toleranz und des Guten. Und sie fühlte sich den Feministinnen zugehörig, zu deren neuen Gepflogenheit es selbstverständlich gehörte, zu gendern. Doch Margots Toleranz hatte eine unsichtbare Grenze und diese Grenze waren ihre eigenen Überzeugungen und Ansichten. Ihren Nachbarn vermittelte sie den Eindruck, dass ihre Meinung die einzig richtig war.


Wenn sie sich mit ihrem Nachbarn unterhielt und er über seine Arbeit in der freien Wirtschaft sprach, legte Margot den Kopf schief und lächelte mitleidig. Sie hörte ihm nicht einmal zu, sondern wartete nur auf eine Atempause, um ihm zu erklären, dass er damit doch nur seine Zeit vergeude. Als er es wagte, ihr zu widersprechen, passierte etwas Seltsames. Margot wurde nicht laut. Sie wurde still. Sie sah ihn an, als wäre er ein trübes Fenster, durch das man nicht mehr hindurchsehen konnte. In den darauffolgenden Wochen vermied sie es, ihm zu begegnen. Sie ging ihm sogar aus dem Weg. Für Margot war das kein Streit, es war eine Art Reinigung ihres Umfelds von negativer Energie. Wer nicht in ihr Bild einer besseren Welt passte und sich nicht in Toleranz übte, hörte für sie einfach auf, zu existieren.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf, als Margot ein Nachbarschaftsprojekt für einen neuen Gemeinschaftsgarten initiiert. Sie will einen Ort der Begegnung schaffen – »für jeden«, wie sie ausdrücklich betonte.
In der ersten Planungssitzung schlägt Herr Weber, ein pensionierter Polizist aus dem Erdgeschoss, vor, den Garten nachts abzuschließen, um Vandalismus vorzubeugen. Die Stimmung im Raum kippt sofort. Margot lächelt ihr gütiges Lächeln, aber ihre Augen bleiben kalt. „Wir bauen hier keine Mauern der Angst, Herr Weber“, sagt sie mit Nachdruck.
Als andere Nachbarn ihm zustimmen, fühlt Margot sich verraten. In ihrem Kopf sind diese Menschen plötzlich keine Nachbarn mehr, sondern »Ewiggestrige«, die den Geist des Projekts vergiften. Sie beginnt, Treffen ohne sie zu organisieren. Sie schickt Rundmails, in denen sie die »harmonische Kerngruppe« lobt und die anderen einfach ausschloss.

Am Ende steht Margot allein in ihrem Gartenprojekt. Die Pflanzen wachsen, aber die Bänke sind leer. Diejenigen, die sie »ausgeschlossen« hat, haben sich enttäuscht zurückgezogen. Und diejenigen, die anfangs auf ihrer Seite waren, haben Angst bekommen. Angst, dass das nächste falsche Wort sie ebenfalls in die unsichtbare Verbannung treibt.

Margot sitzt auf ihrer Designerbank in ihrem kleinen Hinterhofgarten, trinkt ihren fair gehandelten Tee aus einer ihrer teuren Teetassen und spürt eine schneidende Kälte. Sie sagt sich, dass sie die Einsamkeit der Erleuchteten gewählt hat. Doch tief im Inneren beginnt sie zu ahnen, dass ihre »Toleranz« nur ein Spiegel war, denn sie hat nie die Menschen geliebt, sondern nur ihr eigenes Echo in ihnen.

~*~
 
Beliebt sein ist wirklich einfach.
Du musst anderen nur nach dem Mund reden
und sagen, was sie hören wollen.

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Dienstag, 30. Dezember 2025

Geschichten zwischen den Jahren: "Die verlorenen Seelen"

In einer Welt, die niemals schläft und in der das Licht der Bildschirme, der Monitore und der Smartphones die Sterne verdrängt hat, geschah es schleichend. Es gab keinen großen Knall, kein dramatisches Ereignis. Die Menschen verloren ihre Seelen nicht an Dämonen, sondern an die Emsigkeit, die Schnelllebigkeit. Sie verloren ihre Seelen, weil sie das Wesentliche vernachlässigten. Sie hatten in ihrer Hast und Hektik und in ihrer Eile, vergessen, worauf es im Leben ankam.

Sean war einer der Letzten, die sich noch an das »Gefühl« erinnern konnten. In seiner Stadt, einer Metropole aus Chrom, Stahl, Beton, Asphalt und lautlosen Algorithmen, bewegten sich die Menschen wie präzise Uhrwerke. Sie funktionierten und waren effizient. Sie waren höflich und erschreckend leer. Man nannte es die »Große Stille«. Es war nicht die Abwesenheit von Geräuschen, sondern die Abwesenheit von Resonanz und Anerkennung. Wenn zwei Menschen sprachen, trafen die Worte aufeinander wie Kieselsteine – hart, trocken, ohne dass etwas dazwischen schwang. 


Sean beobachtete die Passanten von seiner Bank im Park aus. Er sah ihre Augen. Sie waren klar, aber sie spiegelten nur die Außenwelt wider. Es gab kein Licht, das von innen kam.
Die Kunst war verschwunden. Bilder wurden nur noch gemalt, um Wände zu füllen, nicht um Herzen zu bewegen. Träume waren verstummt. Nachts schliefen die Menschen tief, aber sie wachten ohne Sehnsucht auf.
Das Mitgefühl war logisch geworden. Man half jemandem, weil es das System stabilisierte, nicht weil man den Schmerz des anderen im eigenen Herz spürte.

Eines Tages traf Sean eine Frau namens Carla. Sie saß am Brunnen und starrte nicht auf ihr Handgelenk-Display, sondern auf einen Riss im Asphalt, aus dem ein winziger Löwenzahn wuchs. „Er kämpft“, sagte sie leise. Ihre Stimme klang anders, es schwang etwas in ihrer Stimme mit, eine Brüchigkeit, die Sean seit Jahren nicht gehört hatte. „Er verschwendet seine Energie“, antwortete Sean automatisch, erschrocken über seine eigene Kälte. Carla sah ihn an, und für einen Moment sah Sean einen Funken. „Unsere Seelen sind kalt geworden, aber wir haben sie nicht verloren, Sean“, flüsterte sie. „Wir haben sie nur gegen die Sicherheit eingetauscht, niemals leiden zu müssen. Denn eine Seele ist schwer, sie ist verletzlich und sie tut weh.“

In dieser Nacht verstand Sean. Die Leere in uns, die Seelenlosigkeit, war eine Flucht. Wer nichts fühlt, kann nicht verzweifeln. Wer keine Tiefe hat, kann nicht ertrinken. Die Menschen waren zu Hüllen geworden, um den Schmerz der Welt nicht mehr ertragen zu müssen. Sie sind nicht mehr fähig, tief zu fühlen. Sie wollen nichts hören, nichts wissen vom Leid in der Welt. Nur diejenigen, die tief fühlen, riskieren es, daran zu zerbrechen. Wer flach bleibt, bleibt sicher, aber leer.
Er begann zu weinen. Es war ein schmerzhafter, brennender Prozess, als würde ein erfrorenes Gliedmaß langsam wieder warm und lebendig. Es tat weh, die Einsamkeit der Stadt plötzlich wieder zu spüren. Doch als die erste Träne den Boden berührte, fühlte er sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht mehr wie eine programmierte Maschine, die ununterbrochen funktionieren musste, nicht wie das hohle Echo in einer leeren Welt, sondern wie ein Mensch.

~*~
Hektik weist auf ein krankes Gemüt,
Hauptmerkmal eines geordneten Verstandes
ist Beharrungsvermögen und die Fähigkeit,
mit sich selbst umgehen zu können.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.)
war römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller,
Naturforscher und Politiker

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Montag, 29. Dezember 2025

Geschichten zwischen den Jahren "Der alte Uhrmacher"

Alex, der alte Uhrmacher, lebte in einer Stadt, in der die Menschen plötzlich aufhörten, die Zeit zu messen, und stattdessen begannen, sie zu fangen.
Früher kamen die Leute zu ihm, um das Ticken ihrer Uhren zu richten. Doch eines Tages bemerkte er, dass sie nicht nur kleine, runde Glasscheiben um ihr Handgelenk banden, sie hielten auch kleine, leuchtende Glasscheiben in den Händen. Wenn sie vor einem prachtvollen Abendessen saßen, vor einer blühenden Wiese standen oder das Lachen eines Freundes hörten, erstarrten sie. Sie hielten die Glasscheibe vor ihr Gesicht, ein kurzes Klicken ertönte, und der Moment war eingefangen.


Eines Abends beobachtete Alex eine junge Frau in seinem Laden. Sie hielt einen kleinen, duftenden Kuchen in der Hand, den sie auf der Ladentheke neben der kleinen, wunderschönen Spieluhr abstellte, die sie durch das Schaufenster gesehen hatte. Minutenlang suchte sie nach dem perfekten Lichteinfall. Dann fotografierte sie den Kuchen zusammen mit der Spieluhr von oben und von der Seite. Sie tippte eifrig auf ihrer Scheibe herum und widmete sich dann dem Bild auf der Scheibe. Den Kuchen schob sie achtlos beiseite.
„Warum tust du das, Kind?“, fragte Alex sanft. „Der Kuchen wird kalt, und der Duft verfliegt, während du nur das Bild betrachtest.“
Die junge Frau sah auf und in ihren Augen lag eine seltsame Unruhe. „Wenn ich es nicht zeige“, flüsterte sie, „dann ist es, als wäre es nie geschehen. Wenn niemand sieht, dass ich hier war, wie kann ich dann sicher sein, dass ich existiere?“

Alex schaute sie verdutzt an und verstand in diesem Moment das tiefe Paradoxon dieser neuen Welt. Die Menschen litten nicht an Eitelkeit, sondern an einer tiefen, existenziellen Angst vor der Vergänglichkeit. Sie brauchten einen Beweis des Seins. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, fühlt sich das Individuum oft klein und unsichtbar. Das Posten des Kuchens, des Tagesablaufs, der neuen Vase, der Reise, des Zirkusbesuchs oder des eigenen Lächelns als Selfie, ist ein moderner Schlachtruf. „Seht her, ich bin hier! Ich nehme Raum ein! Mein Leben hat Farbe!“ Das Foto ist der digitale Fußabdruck im Sand der Zeit, in der Hoffnung, dass die Flut ihn nicht sofort wegspült.

Während Alex die junge Frau beobachtete, dachte er, dass jedes Foto so eine Art Flucht vor der Leere oder dem Tod zu sein scheint, ein kleiner Sieg über den Tod. Die Menschen versuchen, den Fluss der Zeit anzuhalten und in einen ewigen Augenblick zu verwandeln. Doch indem sie den Moment einfangen, verlassen sie ihn oft. Sie sind nicht mehr der Teilnehmer, sondern der Verwalter ihrer eigenen Existenz. Die Menschen präsentieren ihre Existenz der Welt, weil sie nach Anerkennung dürsten. Ein „Like“ ist wie ein fernes Echo aus dem Wald, das ihnen bestätigt: „Ja, wir hören dich. Wir sehen dich.“ Ohne dieses Echo fühlen sich viele Menschen in der Stille ihrer eigenen Existenz verloren.

Alex trat hinter seinem Tresen hervor und sagte zu der Frau: „Wusstest du, dass ein Schmetterling aufhört zu fliegen, wenn man ihn auf ein Brett nadelt, um seine Schönheit zu bewahren? Er ist dann zwar für immer schön, aber er ist nicht mehr lebendig.“

Die Menschen, so erkannte der alte Uhrmacher, bauten sich digitale Museen ihrer selbst, um die Welt daran teilhaben zu lassen. Sie verbrachten Stunden damit, die Museumsstücke zu polieren – das Essen, die Reisen, den Ausflug, das Glück. Doch während sie die Galeriewände ihres Lebens schmückten, vergaßen sie oft, in den Räumen selbst zu leben.

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Leben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt.
Die meisten Menschen existieren, weiter nichts.

Oscar Wilde (1854 – 1900),
war irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

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Sonntag, 28. Dezember 2025

Geschichten zwischen den Jahren: "Das leise Zittern des Daseins"

In einer Welt, die niemals schlief, war das Schweigen zum teuersten Gut geworden. Die Großstadt war ein Labyrinth aus Glas, Stahl und Neonlicht, in dem die Sekunden nicht flossen, sondern wie kleine, scharfe Münzen gezählt wurden. Hier lebte Daniel.

Daniel arbeitete in der »Abteilung für Sehnsuchtsmanagement«. Seine Aufgabe war es, Algorithmen zu füttern, die den Menschen genau das verkauften, was ihnen fehlte. Ein Parfüm, das nach »Sommerregen auf Asphalt« roch, weil niemand mehr Zeit hatte, im Regen stehenzubleiben. Eine VR-Brille, die das Lachen eines Kindes simulierte, weil echte Begegnungen zu unvorhersehbar und damit ineffizient waren.

Als er sich auf dem Nachhauseweg befand, begann es zu schneien. Doch es war nicht nur Schnee aus Wasser, es war auch der feine, graue Staub der Erschöpfung. Es war der Ruß, der mit dem Ostwind aus den Fabriken, die Tag und Nacht »Glück« in Plastik pressten, auf die Stadt nieder rieselte. Die Menschen hasteten mit gesenkten Köpfen aneinander vorbei, die Gesichter im kalten Blaulicht ihrer Handflächen vergraben. Sie hatten verlernt, in die Augen des anderen zu blicken. Ein Blick war ein Risiko. Er könnte eine Verbindung fordern, die Zeit kostet. Und Zeit war die Währung, mit der sie ihre eigene Leere bezahlten.

Wir besitzen alles, dachte Daniel, während er später am Abend aus dem Fenster im 40. Stock sah, aber wir gehören niemandem. Nicht einmal uns selbst.

Eines Abends, als die Krise der Rohstoffknappheit die Lichter der Stadt flackern ließ, blieb der Aufzug stecken. Mit Daniel in der Kabine war eine alte Frau. Sie trug keinen digitalen Feed an ihrem Handgelenk. Sie hielt einfach nur eine kleine, zerbeulte Thermoskanne in der Hand.

„Es schneit heute besonders heftig“, sagte sie leise.

Daniel starrte auf die Anzeige des Aufzugs. „Das System wird es in 4,2 Minuten reparieren. Wir verlieren Produktivität.“

Die Frau lachte, ein Geräusch wie trockenes Laub. „Wissen Sie, Daniel – ich kenne Ihren Namen von Ihrem Anstecker –, die Seele ist wie dieser Schnee. Wenn man sie zu fest drückt, um daraus etwas zu formen, schmilzt sie zu Wasser. Wenn man sie ignoriert, wird sie zu Eis. Aber wenn man sie einfach fallen lässt, deckt sie alles Graue zu.“

Sie bot ihm einen Becher Tee an. Er schmeckte nicht nach künstlichen Aromen. Er schmeckte bitter, heiß und echt. In diesem Moment, in der Enge des steckengebliebenen Aufzugs, weit weg vom Blinken und Rauschen der Werbebanner, spürte Daniel eine seltsame Vibration in seiner Brust. Es war kein technisches Signal. Es war ein Schmerz.

Als der Aufzug sich wieder bewegte, trat Daniel nicht hinaus in sein Büro. Er fuhr hinunter ins Erdgeschoss. Er trat hinaus auf die Straße, mitten in den grauen Ascheschnee und sah die Menschenmassen. Der Manager, der drei Gespräche gleichzeitig führte und dabei vergaß zu atmen. Die junge Frau, die ein neues Gesicht kaufte, weil ihr eigenes ihr zu gewöhnlich erschien.  Die Kinder, die lernten, dass Liebe ein „Like“ ist und Einsamkeit nur ein leerer Akku.

Daniel blieb stehen. Er schloss die Augen. Er versuchte nicht, etwas zu kaufen, um das Loch in ihm zu füllen. Er ließ das Loch einfach da sein. Und plötzlich, unter der Schicht aus Stress, Konsum und künstlichem Licht, spürte er es. Das leise Zittern des Daseins.

Es war keine Lösung für die Krisen der Welt. Es war kein Produkt, das man bewerben konnte. Es war nur die schmerzhafte, wunderschöne Erkenntnis, dass er noch am Leben war – ein kleiner, zerbrechlicher Funke in einer Welt, die vergessen hatte, wie man das Feuer hütet.

~*~

Die Hauptsache ist, dass man eine Seele habe,
die das Wahre liebt und die es aufnimmt,
wo sie es findet.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
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Samstag, 27. Dezember 2025

Geschichten zwischen den Jahren: "Der letzte Funken"

Es begann in einer Zeit, in der die Welt längst müde geworden war. Die Menschen hatten so viele Jahre gehofft, gewählt, gebetet, protestiert – und doch waren zwei alte, skrupellose Herrscher an die Macht gelangt. Jeder von ihnen regierte ein großes Land, und beide waren von derselben Gier durchdrungen. Von grenzenloser Macht, von Reichtum, Einfluss, Unsterblichkeit im Gedächtnis der Welt, koste es, was es wolle.


Sie sahen ihre Länder nicht als Heimat, sondern als Werkzeug. Ihre Völker waren für sie Zahlen, Ressourcen, Schachfiguren. Und so wuchs die Angst wie ein kalter Nebel über den Kontinenten. Die Menschen spürten, dass etwas Unheilvolles heranwuchs – ein Knistern in der Luft, als würde die Welt den Atem anhalten. Sie verloren ihre Zuversicht, ihre Hoffnung, dass sich alles noch zum Besseren wenden könnte. Nicht plötzlich – sondern wie ein Licht, das langsam flackert. Familien hörten auf, Pläne zu schmieden. Junge Menschen fragten sich, ob es überhaupt noch Sinn hatte, Träume zu haben. Alte Menschen sahen die Schatten der Vergangenheit zurückkehren und wussten, wie schnell alles zerbrechen konnte.


Doch inmitten dieser Dunkelheit gab es etwas, das die Herrscher nicht bemerkten. Es geschah langsam, aber stetig. Die Menschen rückten wieder näher zusammen. Nicht laut, nicht kühn, nicht in großen Gesten, sondern in kleinen, stillen Taten. Eine Nachbarin, die den Kuchen teilte. Ein Lehrer, der seinen Schülern Mut zusprach. Fremde, die einander in Zügen zulächelten, als wollten sie andeuten, ich sehe dich. Wir sind noch da. Auf diese Weise entstand ein unsichtbares Netz aus Menschlichkeit. Es begann still, aber erstaunlich stark.

Die beiden alten Herrscher hingegen sahen nur sich selbst. Sie sahen Rivalen, die ihnen im Weg standen. Sie sahen Reichtümer, die ihnen noch nicht gehörten. Sie sahen Macht, die sie noch nicht besaßen. Ihre Machtgier wuchs mit jedem Tag. Keiner von beiden war bereit, nachzugeben. Und so trieben sie ihre Länder und die Welt immer näher an den Rand eines Krieges. Doch je näher sie der Katastrophe kamen, desto mehr begann etwas in ihnen zu bröckeln. Denn Macht, die aus Angst geboren wird, ist wie ein Turm aus Sand. Zwar imposant und beeindruckend, aber instabil.

Menschen, die das lange beobachtet hatten, begannen sich plötzlich zu verweigern. Nicht durch Gewalt, sondern durch Ungehorsamkeit und Entzug.  Soldaten legten plötzlich die Waffen nieder. Arbeiter erschienen nicht mehr in den Fabriken. Wissenschaftler weigerten sich, neue Waffen zu entwickeln. Künstler schufen Bilder, Lieder, Gedichte und Geschichten, die die Wahrheit erzählten.
Die Herrscher standen plötzlich vor einer Armee aus Stille. Und Stille ist gefährlicher als jede Rebellion.
Die Menschen fanden etwas wieder, das sie verloren glaubten. Die Erkenntnis, dass Hoffnung nicht von oben kommt. Sie entsteht dort, wo jemand sagt, ich gebe nicht auf.  Ich helfe dir.  Ich bleibe Mensch, auch wenn die Welt unmenschlich wird und Werte keinen Wert mehr haben. Und so begannen sie, ihre Welt neu zu bauen. Langsam, vorsichtig. Schritt für Schritt, aber mit einer Kraft, die aus tiefstem Überleben kam.

Die beiden alten Herrscher hingegen erlitten ein anderes Schicksal. Sie verloren das, was sie am meisten fürchteten, die Kontrolle. Nicht durch einen Umsturz, nicht durch Gewalt, sondern durch Bedeutungslosigkeit. Ihre Befehle verhallten. Ihre Drohungen wirkten lächerlich. Ihre Macht zerfiel, weil niemand mehr bereit war, sie zu tragen. Am Ende standen sie allein in ihren goldenen Palästen, umgeben von Reichtümern, die ihnen nichts mehr nützten. Sie hatten die Welt beherrschen wollen und verloren, weil sie nie verstanden hatten, dass wahre Macht nicht im Nehmen liegt, sondern im Geben. Sie aber taten das Gegenteil. Sie handelten nicht zum Wohl der Menschen, sondern beuteten sie aus.
Es war dieser letzte Funken, der den Menschen Hoffnung gab. Denn solange Menschen füreinander einstehen, kann kein Herrscher die Welt zerstören. Und dieser Funke wurde zu einem Licht, das langsam, aber unaufhaltsam die Dunkelheit durchbrach.

~*~

Herrschen lernt sich leicht, regieren schwer.
Johann Wolfgang von Goethe 

~*~

Die Zeit zwischen den Jahren, die traditionell zwischen Weihnachten (25. Dez.)
und Dreikönigstag (6. Jan.). Diese Zeit ist die Übergangsphase vom alten zum
neuen Jahr liegt. Es ist eine Zeit der inneren Einkehr und Besinnung, in der
man das vergangene Jahr reflektiert, das neue Jahr vorbereitet und alte Bräuche
pflegt, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Diese Zeit wird auch als
Rauhnächte bezeichnet. Träume in diesen Nächten gelten als prophetisch für
die kommenden Monate.

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Freitag, 26. Dezember 2025

Geschichten zwischen den Jahren: "Robin und Balu"

Draußen tanzten die Schneeflocken lautlos gegen die Fensterscheibe, während drinnen das Feuer im Kamin knackte. Der Duft von Tannennadeln und frisch gebackenen Plätzchen erfüllte den Raum, doch der siebenjährige Robin spürte nichts von der festlichen Leichtigkeit. Er saß mit angezogenen Knien auf dem dicken Wollteppich.


Ihm gegenüber saß Balu, sein treuer Gefährte und Spielkamerad, mit weisen, bernsteinfarbenen Augen. Balu's Ohren zuckten, als Robin zu sprechen begann.
„Ich habe es heute im Fernsehen gesehen, Balu“, flüsterte der Junge. „Die Häuser hatten keine Dächer mehr.  Feuer war zu sehen und aus den Fenstern stieg Rauch auf. Da war nur noch grauer Staub, Schutt und Asche, wo eigentlich Gärten sein sollten. Und die Kinder... sie hatten keine Spielzeuge in der Hand, sondern nur Decken. Da war viel Schnee und sie froren. 
Balu hob den Kopf und neigte ihn ein wenig zur Seite. Er spitzte die Ohren und fixierte Robin mit einem Blick, der so intensiv war, als verstünde er jedes einzelne Wort.
„Warum machen die Soldaten das?“, fragte Robin leise. „Warum hören sie nicht einfach auf? Es ist doch Weihnachten. Denken sie nicht daran, dass die Kinder dort Angst haben? Warum ist Zerstören einfacher als Bauen?“

In der Stille des Zimmers schien das Ticken der Wanduhr lauter zu werden. Robin suchte in den Augen seines Hundes nach einer Antwort, die die Welt der Erwachsenen ihm nicht geben konnte. Balu erhob sich langsam. Er stieß ein tiefes, sanftes Seufzen aus, trat einen Schritt vor und legte seinen Kopf direkt auf Robin’s Knie.
Robin kraulte dem Hund gedankenverloren hinter den Ohren. „Du würdest das nicht tun, oder? Du verstehst nicht, was eine Grenze ist oder wer recht hat. Du siehst nur, ob jemand ein Freund ist.“
In diesem Moment begriff Robin etwas, das so simpel wie tiefgründig war. Er sah die Spiegelung der Lichterkette in Balu’s Augen. Er erkannte, dass die Antwort der Soldaten nicht in Logik zu finden war, sondern in dem, was ihnen fehlte. Es war die Fähigkeit, die Welt so zu sehen wie Balu. Ohne Vorurteile, ohne den Hunger nach Macht, nur mit dem Bedürfnis nach Wärme und Gemeinschaft.

Robin stand auf und ging zum Weihnachtsbaum. Dort lag ein kleiner, hölzerner Stern, den er in der Schule gebastelt hatte. Er nahm ihn in die Hand, kehrte zum Kamin zurück und legte ihn vor Balu auf den Teppich. „Wir können die Häuser dort drüben nicht aufbauen, Balu“, sagte er fest, während eine Träne über seine Wange rollte. „Aber wir dürfen nicht vergessen, dass sie da sind, dass die Menschen dort leiden und viele alles verloren haben. Wir müssen so viel Licht hier drin behalten, dass es irgendwann bis dorthin reicht und wieder Frieden einkehrt.“
Balu stupste den hölzernen Stern mit der Nase an und wedelte dann ein einziges Mal kräftig mit der Rute. Es war kein fröhliches Wedeln, sondern ein feierliches Versprechen. In diesem kleinen Wohnzimmer, weit weg vom Lärm der Raketen und Drohnen, bewahrten ein Junge und sein Hund den Frieden. Robin drückte Balu an sich. Er hoffte so sehr, dass die kaltblütigen Herrscher der Welt, die so viel Leid und Zerstörung über die Menschen brachten, eines Tages lernen würden, die Welt durch die Augen eines Kindes und das Herz eines treuen Hundes zu sehen.

~*~

Es gibt Zeiten, in denen man die Stille eines Tieres braucht,
um sich von den Menschen zu erholen.
(unbekannt, aber ich stimme dem uneingeschränkt zu.)

~*~

Besinnliche und friedliche Weihnachten 
Merry Christmas 

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Mittwoch, 24. Dezember 2025

Guten Abend, schöner Abend 🌟🎄🌟

Der Weihnachtsabend


Guten Abend, schöner Abend,
Es weihnachtet schon.
Am Kranze die Lichter,
Die leuchten so fein,
Sie geben der Heimat
Einen hellichten Schein.


Guten Abend, schöner Abend,
Es weihnachtet schon.
Der Schnee fällt in Flocken,
Und weiß steht der Wald.
Nun freut euch, ihr Kinder,
Die Weihnacht kommt bald.


Guten Abend, schöner Abend,
Es weihnachtet schon.
Nun singt es und klingt es
So lieblich und fein.
Wir singen die fröhliche
Weihnachtszeit ein.

 Die Lichter am Weihnachtsbaum leuchten
für Hoffnung auf Frieden in der Welt.
Weihnachten ist Heimat
 
~*~
Besinnliche und friedliche Weihnachten 
Merry Christmas 

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Gedicht leider unbekannt

Sonntag, 21. Dezember 2025

Weihnachtszauber im Waldgarten

In einem verschneiten Holzhaus, tief eingebettet in einem verwunschenen Waldgarten, lebte Minu. Minu war keine gewöhnliche Katze. Ihre Augen waren das tiefe Gold von Herbstlaub. Sie wusste, um die Geheimnisse des Waldes kannte und sah die Welt nicht in Schwarz und Weiß, sondern in den unzähligen Schattierungen von Gefühlen und Neugier.

Ihr bester Freund, ein ungleicher Gefährte, war Flipo, eine kleine Gartenmaus mit einem stets nervösen Zucken ihrer Schnurrhaare und einem unerschütterlich optimistischen Geist. Flipo lebte in einem gemütlichen Bau unter den Wurzeln einer alten Schwarzerle. Für Minu war Flipo nicht Beute, sondern ein Vertrauter, ein Freund, mit dem sie über die Melancholie des Herbstes und die Vorfreude auf das Frühjahr sinnieren konnte. Sie trafen sich oft an der Terrassentür, die Minu immer einen Spaltbreit aufschob, um Flipo Einlass zu gewähren.

Die Tage zogen dahin, und draußen malte der frühe Dezember die Welt in blasse Grau- und Weißtöne. Dann, eines Morgens, wachte Minu auf und sah durch das Fenster. Über Nacht hatte der Schnee den Garten in eine glitzernde, stille Zauberwelt verwandelt. Es war ein atemberaubender Anblick, aber auch einer, der Not bedeutete.

Minu saß auf der Fensterbank, ihr Blick ruhte auf den kargen Ästen der Bäume, wo sich die kleinen Vögelchen — Amseln, Meisen und Finken — zu kleinen, zitternden Federbällchen zusammenkauerten. Ihre Lieder waren verstummt, ersetzt durch ein leises, klagendes Zwitschern.

„Es ist eine eisige Pracht“, murmelte Minu an diesem Nachmittag zu Flipo, der mit ihr auf der Fensterbank saß, sah Minu an. „Ich sehe, wie schwer es für unsere gefiederten Vögelchen ist. Die Erde ist gefroren. Die Vorräte sind erschöpft.“ Flipo sah ebenfalls nach draußen. „Und der Winter hat gerade erst angefangen, Minu. Aber es ist bald Weihnachten, das Fest des Teilens. Was ist, wenn der Waldgarten ihnen ein kleines Wunder beschert?“

Minu senkte den Kopf und blickte Flipo tief in die Augen. „Ein Wunder des Herzens“, sagte sie leise. „Wir müssen ihnen Freude schenken. Nicht nur ein Überleben, sondern ein Fest.“ Der Gedanke erwärmte beide. Die Katze und die Maus, das Urbild der Feindschaft, schlossen einen Pakt der Großzügigkeit.

„Wir müssen ihnen etwas Kostbares bringen“, sagte Flipo, seine Augen funkelten vor Aufregung. „Etwas, das sie nährt und ihnen die Hoffnung zurückgibt.“


Minu nickte. Die Antwort lag offensichtlich direkt hinter der Tür des Wohnzimmers: die Küche des Hauses, wo die menschlichen Bewohner ihre Vorräte für das Weihnachtsfest horteten.

„Die Küche“, flüsterte Minu. „Ein gefährlicher Ort für eine Maus, aber eine Schatzkammer für Nüsse und Samen. Wir müssen uns in der Nacht dort hineinschleichen, wenn die Menschen schlafen und Stille herrscht, um herauszufinden, wo diese Schätze versteckt sind.“ 

Sie warteten geduldig, bis nur noch das Knistern des Kamins und das ferne Ticken einer Standuhr zu hören waren. Dann schlich Minu, ein dunkler Schatten auf Samtpfoten, in die Küche. Flipo folgte ihr, mutig, aber mit allen Sinnen auf Habachtstellung.


Unter dem hellen Schein des Mondes, der durch das Küchenfenster fiel, begannen sie ihre gemeinsame Mission. Minu nutzte ihre Größe, um auf die Arbeitsplatte zu springen. Sie stieß vorsichtig die Tür eines kleinen Vorratsschranks an. „Ah, die Garten-Schatztruhe“, flüsterte Minu, als sie den Geruch von Erdnüssen, Walnüssen und getrockneten Beeren roch.

Flipo, der sich in einer Schüssel aus getrockneten Cranberrys versteckt hatte, rief: „Minu, hier! Unten in der Ecke, die großen, runden: Walnüsse! Die sind perfekt!“


Gemeinsam machten sie sich an die Arbeit. Minu nutzte ihre Zähne, um die robusten Beutel mit Nüssen aufzubeißen. Flipo, mit seiner wendigen Schnelligkeit, sammelte die herausgefallenen Kerne und die getrockneten Früchte ein und füllte sie in den kleinen, von Minu  vorsichtig bereitgestellten leeren Behälter, der im Schrank stand. Es war eine mühsame Arbeit, die von gegenseitigem Vertrauen getragen wurde. Minu sorgte für die Sicherheit und den Transport, Flipo für die Auswahl und die Sorgfalt.

Als der Behälter randvoll war – eine Mischung aus Walnüssen und Erdnüssen, süßen Beeren und Sonnenblumenkernen – trugen sie ihn gemeinsam hinaus. Minu schob den Behälter mit ihrer Schnauze und ihren Pfoten, während Flipo ihn von oben stabilisierte. Unter dem funkelnden Sternenhimmel des verschneiten Waldgartens hängten sie ihre kostbare Gabe an den dicksten Ast der Schwarzerle.

Am nächsten Morgen, dem Weihnachtstag, wurden die ersten Sonnenstrahlen nicht nur von der Stille des Schnees, sondern von einem freudigen, dankbaren Gesang der Vögel begrüßt. Die gefiederten Freunde hatten das Geschenk entdeckt. Sie futterten nicht nur, sie feierten.

Minu und Flipo saßen zusammen auf dem Fensterbrett. Minu sah zu, wie die Vögel ihre Futterstelle besuchten. Es war nicht nur eine wahre Freude, das zu beobachten, sondern der Gedanke, den Vögelchen in ihrer Not geholfen zu haben, der in dieser kalten Nacht gewirkt hatte.

„Das ist der wahre Weihnachtszauber, Flipo“, sagte Minu, und ein tiefes, zufriedenes Schnurren folgte. „Das Teilen, über alle Grenzen hinweg, sorgt für eine große Freude.“Flipo lächelte und knabberte an einer Nussl, die Minu ihm hingelegt hatte.

„Wir sind das Geheimnis des Waldgartens, Minu. Wir sind der Beweis, dass jeder, egal wie klein oder groß, die Welt mit Freundlichkeit erwärmen kann.“

~*~*~*~

Silbrig hell steigt der Mond auf über dem Wald.
Die Nacht ist sternenklar und frostig kalt.
In einsamer Stille sich kein Strauch regt, kein Baum,
alles erscheint wie ein selig friedlicher Traum.

Nichts dringt ein, in diese winterliche Zauberwelt,
nur das Funkeln der Sterne am Himmelszelt.
Der Wald steht demütig im Dunkel der Nacht,
er ruht wie der See, bis der neue Tag erwacht.

~*~*~*~

Das Wetter:
Sieht die Maus im Garten die Schneeflocken vom Himmel fallen,
muss sie schnell Nüsse sammeln.


Ein Haiku:
Freude des Winters
Schneeflocken und Sternenglanz
Winterwunderland

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Eine besinnliche und friedliche Weihnachtszeit
Merry Christmas

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Freitag, 19. Dezember 2025

Wenn man es nicht besser wüsste

 und am Sonntag nicht der kalendarische Winteranfang wäre, könnte man meinen,
der Frühling stünde vor der Türe. Gestern schien auch mal wieder die Sonne und es
war relativ mild. So um die 12 Grad. Natürlich wäre Winter, so mit Schneeflocken
 und Minusgraden schöner, aber darauf nimmt das Wetter keine Rücksicht. Es lehrt
die Menschen, dass es macht, was es will - ohne auf deren Befindlichkeiten und
und Wünsche Rücksicht zu nehmen. Fast so, wie die Politiker, Machthaber, Dikta-
toren, Autokraten, Tyrannen und Terroristen. Dem Wetter und den Rulers of the
World ist der einzelne Mensch hilflos und machtlos ausgeliefert.


Weiße Weihnachten fallen daher in diesem Jahr wieder aus. Hier bei uns. Anderswo
haben die Menschen vielleicht mehr Glück. Aber nicht nur fehlt winterliches Wetter.
In diesem Jahr fehlt wegen der zunehmenden kriegerischen Eskalationen auch die vor-
weihnachtliche Stimmung, trotz der Lichter auf dem Adventskranz und am Weihnachts-
baum.
Aber auch unter den großartigen Machthabern, Herrschern und Führern dieser Welt
ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Derzeit scheint jeder gegen jeden zu sein.
Oder es bilden sich Grüppchen, die sich dann gegen andere Grüppchen verbünden.
Und alle sind Menschen, die nicht gemeinsam in Frieden mit anderen Menschen auf
diesem Erdball leben können. Warum eigentlich nicht? Woran liegt das? Gier? Macht-
kämpfe? Egoismus? Rücksichtslosigkeit? Arroganz? Ignoranz? Statt sich gemeinsam
zum Wohl der Menschheit einzusetzen, verfolgen sie eigene Interessen auf Kosten und
auf dem Rücken der »einfachen« Bürger, ohne die sie gar nicht in der Lage wären,
Kriege zu führen. Sie sind aber sehr wohl bereit, die Leben »einfacher« Bürger für
ihre Gier und ihren Machterhalt zu opfern.

Der »King«, der eigentlich vom Friedensnobelpreis träumt, stiftet seit seinem Amtsan-
tritt all überall auf der Welt viel Unruhe und Unfrieden, statt sich für ein friedliches
Miteinander einzusetzen. Ihm geht es in erster Linie um »Deals«, also um seine eigenen
Interessen.
Das »Zarenland« beschwert sich, dass die Beziehungen zum »King« in Trümmern
lägen. Woran das wohl liegen mag? Ob der »King« endlich gemerkt hat, dass der alte
Diktator gar keinen Frieden, sondern strikt an seinen Zielen festhalten will und ihn nur
als Mittel zum Zweck benutzt ? Andererseits, wenn er es bemerkt hätte, würde er ja der
Ukraine die dringende Hilfe zukommen lassen. Denn nur so ist der alte Diktator zum
Frieden zu bewegen, was aber nicht heißt, dass er seine Ziele aufgeben wird.

Der große Führer Chinas ist ebenfalls ziemlich erbost, weil der »King« es wagt, Taiwan
mit einer großen Anzahl von Waffen auszustatten. Er hat den »King« daher aufgefordert
 die Waffenlieferung sofort zu stoppen und kündigt gleich mal schnell Gegenmaßnahmen
an.
Hinzu kommt noch, dass das »Zarenreich«, also der alte Diktator, nun den »King« vor
fatalem Fehler mit seiner Venezuela-Politik warnt. Denn der »King« erwägt wohl dort
den Einsatz von Bodentruppen.
Derweil wird in der EU darüber beraten, ob oder nicht man das eingefrorene »Zarenland-
vermögen« der Ukraine zur Verfügung stellen soll. Der alte Diktator hat daraufhin die
Europäer als »kleine Schweine« beschimpft, die sich an seinem Vermögen vergreifen
würden und natürlich hat auch er gleich mit entsprechenden Reaktionen gedroht. Dabei
wäre gerade ein Frieden im Sinne des alten Diktators, denn dem geht nicht nur das Geld
aus, die Wirtschaft im Land ist in einem katastrophalen Zustand, auch die Ölverkäufe
lassen nach, weil viele Raffinerien von der Ukraine zerstört wurden. Sein Problem ist,
dass er den Krieg gar nicht mehr beenden kann, ohne seine Ziele erreicht zu haben. Die
Bevölkerung im Land wird fragen, wozu all die Soldaten gestorben sind oder verletzt
wurden. Und so muss er das Volk weiter belügen und von Erfolgen faseln, die es so bis-
her gar nicht gibt.


Derweil hat der US-Senat einen Gesetzentwurf verabschiedet für einen Militärrekord-
haushalt von 901 Milliarden Dollar, wobei auch die Sicherheit Europas und der
Ukraine, zwar minimal, aber immerhin berücksichtigt wird.

Betrachtet man das gesamte derzeitige Geschehen und die daran beteiligten Länder,
dann frage ich mich, wie aus dieser eskalierenden Lage, jemals Frieden entstehen
soll. Das scheint momentan absolut aussichtslos - im Gegenteil, ich werde den Ein-
druck nicht los, dass es jetzt erst recht überall eskaliert. Die Verursacher sind in erster
Linie der alte Diktator mit seinem sinnlosen Krieg und der alte »King«, der als »Deal-
maker« und »Peacemaker« meint, die Welt nach seiner Vorstellung umgestalten zu
müssen.
Tja, keine guten Aussichten in der Weihnachtszeit, der Zeit der Besinnlichkeit, der
Liebe und des friedlichen Miteinanders.
Und Frieden braucht die Welt derzeit mehr als alles andere. Doch leider war zu lesen,
dass im russischen Fernsehen verkündet wurde, man würde die Ukraine gerade an
Weihnachten mit einem Bombenhagel überziehen. Was sind das nur für brutale
Monster im »Zarenreich«! Das ist geradezu barbarisch und unmenschlich.

Manchmal frage ich mich, wie der alte »King« sein »Pro-Zarenreich«-Handeln recht-
fertigen will. Unglaublich eigentlich, dass er statt den alten Diktator unter Druck zu
setzen, es vorzieht, Druck auf die Ukraine, das Opfer des alten Aggressors, auszuüben.


Trotz aller Spannungen, die derzeit die Welt beherrschen, so bleibt immer auch ein
Funken Hoffnung.
Und so Gott will, werden die Übeltäter auch irgendwann aufs übelste bestraft.

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Eine besinnliche und friedliche Weihnachtszeit
Happy Season
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🙏God bless Ukraine and Israel 🙏
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🌟Bilder mit KI erstellt by Lauras Home and Garden🌟