Donnerstag, 12. Dezember 2019

Weiße Weihnachten ⛄

"Nix da", sagt Frau Holle, "ich habe Rücken.
Betten ausschütteln is nich mehr.
Holt eure Regenschirme raus.
Ich habe mich in diesem Winter krankschreiben lassen.
Seht zu, wie ihr an euren Schnee und somit an weiße Weihnachten kommt.
Ich habe niemanden gefunden, der die Arbeit für mich übernimmt.
Weder eine Goldmarie noch eine Pechmarie.
Ein wenig Restschnee gemischt mit Regen, also Schneeregen könnt ihr haben,
sonst nix. Und sollte es glatt werden, dann beschwert euch nicht bei mir,
sondern bei Frosty, dem Schneemann".
 
 
 Sie ist gar nicht nett in diesem Jahr, die Frau Holle. Wir alle haben mal Rücken,
kommen unserer Arbeit aber trotzdem nach. So'n bisschen Rücken- und sie
macht gleich auf krank !?
Schön, wir machen es uns trotzdem gemütlich und träumen uns in eine weiße
Weihnachtswinterwunderwelt hinein. Wir können uns auch einen der vielen
wunderschönen - zwar ein wenig kitschigen Weihnachtsfilme anschauen, in
denen immer Schnee in dicken Flocken leise vom Himmel rieselt.
 
 
 Hoffentlich wird es nur nicht wieder so ein T-Shirt-Weihnachtsfest, wie vor ein
paar Jahren, als es so warm war, dass die Kinder in T-Shirts im Garten
Verstecken spielen konnten.

 
Ich gebe zu, ein bisschen enttäuscht bin ich über dieses Wetter schon.
Heute könnte man bei dem blauen Himmel, den weißen Wolken und
dem hellen, warmen Sonnenschein fast annehmen, es geht bereits auf
den Frühling zu. Zumal einige Blumenzwiebeln sich in diversen Töpfen
draußen bereits mit ihren ersten Trieben aus der Erde wagen.
Trotzdem werden wir es uns im Haus bei selbstgebackenen Plätzchen und
heißem Tee gemütlich machen.
Wir tun einfach so, als wäre Winter und hoffen und wünschen, dass es Frau
Holles Rücken bald wieder besser geht und sie sich wieder an die Arbeit
machen kann.

 
 Auf den Nikolaus war jedenfalls noch Verlass. Den konnte weder sein
alter Rücken - trotz des schweren Sacks den er zu schleppen hat, noch
das alte, lahme Rentier darin hindern, sich auf den Weg zu uns zu machen.
Er kam pünktlich wie jedes Jahr und hat die bereitgestellten Stiefeln
mit lauter leckeren, süßen Sachen gefüllt und für die Knuddels extra
feine Leckerlis in deren Schüsselchen verteilt.
 
~*~
 
Für die Mitarbeiter einer Immobilienfirma in Maryland/USA gab es
in diesem Jahr eine ganz besondere Weihnachtsüberraschung.
Der Chef dieser Firma schenkte seinen 200 Mitarbeitern eine
Bonuszahlung im Wert von 10 Millionen Dollar.
Das bedeutete für jeden einzelne(n) Mitarbeiter*in sage und schreibe:
etwa 45.000 Dollar Weihnachtsgeld !!! WOW !!!
Er begründete diese gute Tat mit den Worten:
Ohne euch alle und eure Arbeit wären wir nichts !  (Wie wahr!)
Was für ein Chef ! Was für ein Mensch !
Und wie Recht er damit hat !
 
Nie und nimmer würde es so etwas in Deutschland geben.
Hier wird sogar um den Mindestlohn gestritten und ob überhaupt
Weihnachtsgeld gezahlt werden soll.
Hier profitieren nur die Aktionäre, die Eliten und die Manager mit ihren
satten Gehältern und Abfindungen.
Es sind jedoch die Mitarbeiter, die den Profit erarbeiten.
Keine Firma kann ohne Mitarbeiter existieren.
Ohne den Einsatz der Mitarbeiter gäbe es gar keine Firmen.
Vielleicht sollte sich so mancher Firmenchef das einfach mal bewusst
machen und sich ein Beispiel am amerikanischen Kollegen nehmen.
Was wäre das für eine Motivation für die Mitarbeiter,
wenn man ihre Arbeitskraft endlich mal schätzen und
anerkennen würde !
Mit einer solchen Weihnachtsgeschichte wie der obigen wäre
das für deutsche Firmenmitarbeiter wirklich mal ein richtig
fröhliches Weihnachtsfest.
Leider undenkbar ! 
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
 


1 Kommentar:

  1. Ja die liebe Frau Holle hat wirklich schwer im Kreuz erwischt! Ach wäre es toll wenn unsere Firmen Chefs dankbarkeit zeigen würden mal wenigstens 100 Euro jedem geben aber nein da wird er arm dabei meint der gute, so ist es hier bei uns!
    Lieben Gruss Elke

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