Mittwoch, 11. Dezember 2024

Weißer Wintertraum

 Wenn Frau Holle schon kein Erbarmen hat, und uns hier ein wenig Schnee
beschert, dann sorge ich mithilfe der KI eben selbst für ein weißes Winter-
wunderland und lasse den Schnee in dicken Flocken über den Wald und
Garten rieseln. Vielleicht hat die Goldmarie auch gerade Urlaub und die
Pechmarie mal wieder keine Lust Frau Holle zu helfen.
 
  
 
 Immer wieder lese ich von einer arktischen Polarluft, die uns mit einem Sturmtief
überfallen, und reichlich Schnee im Gepäck haben soll. Es ist sogar die Rede von
»Unwetterartigen Schneemengen« und von einem »SchneeALARM«, welcher uns
angeblich im gesamten Land - selbst in NRW - drohen soll. Ein massiver Winterein-
bruch mit eisigen Temperaturen und einer »SchneeKEULE« soll uns treffen. Auch
eine »SchneeWALZE« und ein »SchneeHAMMER« glauben Experten auf der Wetter-
karte zu erkennen, und zwar ab dem 2. Adventswochenende. Das war gerade. Und?
Also von hier kann ich weder von eisigen Temperaturen noch von einem massiven
Wintereinbruch oder einer SchneeKEULE berichten. Aber ich habe mir ja meinen
eigenen Schnee gebastelt und kann es, wie Frau Holle schneien lassen, wann immer
ich möchte.

 
 Es wäre so schön ! Ist es aber leider nicht.

Stattdessen wird es tagsüber gar nicht richtig hell. Es wabert eine dunkelgraue
WolkenWALZE oder ein dunkelgrauer WolkenHAMMER tief über dem Wald und
lässt kaum Licht durch. Wie gerne würde ich jetzt einen ausgiebigen Spaziergang
durch einen verschneiten Wald unternehmen, aber nix is mit SchneeKEULE und
SchneeALARM, nicht mal mit Minusgraden. Das ist kein Wetter, das ist ein Zustand.

Interessant ist, dass einige Wetter-Experten oft hinter der Androhung eines arkti-
schen Polarwirbels ein Fragezeichen setzen. Das bedeutet ja nicht anderes, als dass
sie es nicht wissen. Sie fragen nur, könnte, hätte wenn und aber. Nun gehen sie
wieder einmal davon aus, dass Europa Anfang des neuen Jahres eine extreme Kälte-
welle mit Frostrekorden, historischen Ausmaßes, drohen könnte. Natürlich betonen
sie auch gleich, dass es dafür keine Garantie gibt. Auf jeden Fall seien die Aussichten beunruhigend genug. Wenn sie es doch nicht genau wissen, warum rätseln sie dann
öffentlich mit Fragezeichen herum ? Nun ja, sie müssen ja auch eine Daseinsberechti-
gung haben. Warten wir es doch einfach ab, statt könnte, hätte, wenn und aber.
Für mich sind die lange im Voraus prognostizierten Wettervorhersagen immer
 wieder ein Spaß. Genauso, wie die jährliche Frage nach weißen Weihnachten und
meinem Traum.

  
 
Doch es gibt auch Erfreuliches zu berichten, denn am vergangenen Freitag war
der Weihnachtsmann auch bei uns und hat ein paar süße Geschenke in meine
extra frisch und blitzeblank polierten Stiefeln versteckt. (Leider aber auch sehr
kalorienreiche ;o)).
Für die Knuddels lagen feine, kleine Snacks in deren Körbchen. Da war die Freude
natürlich groß, trotz fehlendem Schnee.
Aber der rieselt ja hier - ebenfalls sehr zu meiner Freude - unaufhörlich über
den Monitor ;o)).
Statt des angekündigten SchneeALARMS, der SchneeKEULE usw., will es auch
heute wieder nicht richtig hell werden. Es ist grau, mittel- bis dunkelgrau
und pieselt tröpfchenweise vor sich hin.

Winter geht irgendwie anders, aber noch ist ja Herbst, denn der Winter beginnt
ja erst am 21. Dezember zur Wintersonnenwende.

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Dienstag, 10. Dezember 2024

Die vier Kerzen 🌟

 
Siehst du die Kerze auf dem Tisch?
Sie leuchtet für Hoffnung und für dich.
Sie erhellt die dunkle, kalte Winterzeit
und macht die Herzen im Advent weit.
 
 
Die erste Kerze auf dem grünen Kranz
leuchtet für Besinnlichkeit und Toleranz.
Wird die zweite Kerze angezündet,
ist sie dem Frieden in der Welt gewidmet.
 

Das Licht der dritten Kerze will dir sagen,
zuversichtlich zu sein, nicht zu verzagen.
Beten sollen wir für Güte und Erbarmen,
für Wohlstand, besonders für die Armen.
 

Die vierte Kerze kündigt die frohe Zeit an,
Freude und Wohlgefallen im ganzen Land.
Das heilige Christfest soll gefeiert werden,
im ganzen Land und überall auf Erden.
 
 
Die Kerzen leuchten am Weihnachtsbaum,
ein festlicher Glanz erhellt nun den Raum,
Die Kinder fröhliche Lieder singen
während von fern hell die Glocken klingen.
 


© Ursula Evelyn
 
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Sonntag, 8. Dezember 2024

O du gnadenreiche Zeit 🌟

Zum 2. Adventssonntag
wünsche ich den Herrschern dieser Welt Besinnlichkeit und darüber hinaus
die Fähigkeit für Frieden in der Welt zu sorgen. Aber wer von den autokra-
tischen Herrschern dieser Welt kennt heute noch Gnade? Welcher dieser
Herrscher wüsste Frieden auf der Welt noch zu schätzen? Für welchen dieser
Herrscher, Despoten, Diktatoren oder Autokraten hat ein Menschenleben
überhaupt noch einen Wert, wenn Soldaten ohne Skrupel in einen Krieg ge-
schickt und unschuldige Menschen getötet werden, während die Herrscher
selbst in abgeschotteter Sicherheit leben?
 
  
 Sie ist kalt geworden, diese Welt und wer ist für diese Kälte in der Welt verant-
wortlich? Sind es nicht diejenigen, die schon alles haben, die ihr Volk zum Teil
hungern und frieren lassen, ausbeuten und mitunter wie Sklaven behandeln?
Und wofür? Sind nicht alle Menschen gleich? Warum ziehen diese Herrscher,
Despoten, Diktatoren und Autokraten und all diejenigen, die diese Herrscher
unterstützen, nicht selbst in den Krieg und kämpfen an der Front?

Mit der Adventszeit beginnt für die Christen die besinnliche Zeit. Besinnung scheint in dieser kalten Welt und in diesen unsicheren Zeiten dringend gebo-
ten. Meine Hoffnung diesbezüglich hält sich allerdings in Grenzen.
  
 
Gnadenreich ist die heutige Zeit nicht. Der Kreml-Kumpel tönt mal wieder
von einem »totalen Krieg bis zum letzten Ukrainer«. Und ein anderer Adjutant
des Tyrannen faselt wieder von einem Atomschlag. Manchmal frage ich mich,
was in deren Köpfen vorgeht. Können die nichts Sinnvolles mit ihrem Leben
anfangen? Haben sie vielleicht Langeweile? Anders kann ich mir ein solches
Verhalten nicht erklären. Manchmal denke ich, sie fühlten sich im weltweiten
Geschehen ausgegrenzt, nicht wahr- und nicht ernst genommen, nicht genug
anerkannt. Da wollten sie mit dieser »Spezial-Operation« einfach mal ein bis-
schen Aufsehen erregen. Sie wollen mal eben die alte Sowjetunion wieder her-
stellen und haben dabei bisher mehr als 747.000 Soldaten im Ukraine-Krieg
verloren. Dass das ganze Geschehen dermaßen ausarten würde, haben sie
wahrscheinlich selbst nicht vermutet, obwohl sie ja so tun, als sei das alles
genau so geplant gewesen. Das war es mit Sicherheit nicht !
 

 Wer Wind sät, der wird Sturm ernten!
Dieser Satz stammt übrigens aus dem Alten Testament. In Hosea 8, Vers 7,
sagt der Prophet »Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten«. Ja, das
werden sie! Niemand kann täglich skrupellos hunderttausende Menschen
töten, ohne eines Tages die Rechnung für diese Verbrechen zu erhalten.
 Auch dieser brutale »Zar«, sein Kumpel und seine »ziemlich besten
Freunde« nicht. Sie hätten ja nicht einmal Hemmungen, die gesamte
Menschheit zu vernichten und die Welt zu zerstören. 
 

O du gnadenreiche Zeit, heißt es in Joseph von Eichendorff's Gedicht »Markt
und Straßen stehen verlassen.« Heutzutage ist die Zeit alles andere als gnaden-
reich. Der Markt und die Straßen sind in der Weihnachtszeit auch nicht ver-
lassen, außer vielleicht am Heiligen Abend, sondern wohl eher überfüllt, mit
Menschen auf Weihnachtseinkäufe-Tour. Auf den Weihnachtsmärkten soll
man ganz besonders wachsam sein, warnt unsere gütige Fasers, Nancy. Wie
besorgt sie doch um uns Bürger ist! Kennt man sonst eigentlich gar nicht von
ihr. Wachsamkeit ist trotz Betonpollern, Polizei, Taschen- und Sicherheitskon-
trolle sowie Waffenverbot, unbedingt angebracht. Das zeigte sich gerade mal
wieder auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt, auf den ein Terroranschlag
geplant war. Der Täter konnte rechtzeitig festgenommen werden. Vorsicht
ist also geboten. Nicht immer gelingt es den Tätern vorher auf die Spur zu
kommen. 
 

 
Nein, gnadenreich ist diese Zeit ganz sicher nicht. Insbesondere die »Grünen«
kennen keine Gnade. Beinahe täglich werden Bürger von einem grünen Partei-
mitglied wegen einer angeblichen Beleidigung angezeigt. Sie selbst nehmen
sich allerdings heraus, die Bürger zu bevormunden, zu gängeln und zu belehren.
Wenn Bürger sich dagegen wehren und die eine oder anderen etwas abfällige
Bemerkung, zu deren Handeln in den sozialen Netzwerken teilen, gehen sie
gleich auf die Barrikaden. Dieses Land ist ein wenig unheimlich geworden, gar
ein wenig zum Gruseln. Jeder, der nicht der Meinung dieser Ideologen und
der »anständigen Gutmenschen« ist, muss Repressalien fürchten. Sie teilen
aus, die woken LinksGrünen und Gutmenschen, können jedoch selbst nicht
einstecken. Sie fordern Toleranz und sind selbst an Intoleranz nicht zu über-
bieten. Sie reden von Demokratie und schränken sie doch immer weiter ein.
Wenn das so weitergeht, landen wir tatsächlich bei Orwell. Auf dem Weg in
den ökosozialistischen Überwachungs- Kontroll- und Zensurstaat befinden
wir uns ja bereits. Vielleicht sollte mal jemand den linksgrünen, woken Ideo-
logen sagen, dass wir Bürger nicht deren Untertanen, wie zu Hochadels-
zeiten sind.
Das eigentlich Tragische ist, dass für die Zukunft keine Besserung in Sicht ist.
Von Weihnachtsfrieden kann also keine Rede sein. Von unbeschwerter, unbe-
kümmerter Vorweihnachtszeit auch nicht. Jeder Bürger im Land hat Frieden
und Freiheit, in den vergangenen siebzig Jahren wahrscheinlich als selbstver-
ständlich hingenommen, doch das ist schon lange keine Selbstverständlichkeit
mehr.
 
 
Es tut gut zu lesen und zu hören, dass sich immer mehr Menschen im Land
nicht einschüchtern lassen und sich öffentlich für die Meinungsfreiheit ein-
setzen und wehren - ganz besonders in den sozialen Netzwerken und bei
YouTube. Das ist großartig und lobenswert!
Viel zu viele Menschen sind allerdings immer noch blind und taub. Sie
merken nicht einmal, dass wir geradewegs auf den Abgrund zusteuern,
sollten die Grünen tatsächlich wieder an die Macht kommen. Noch rollen
wir mit angezogener Handbremse auf den Abgrund zu, aber es bröckelt
schon ganz gewaltig. Mit den Grünen würde es weitergehen, wie bisher
und das kann niemand wollen.
 
 Die Welt ist, wie sie ist, weil die Menschen sind, wie sie sind. Daher wird die Welt sein, was die Menschen aus ihr machen. 
Der Planet schert sich weder um die Menschen noch darum,
ob sie aussterben oder ihn weiter bevölkern.

 
Frieden, um der Kinder willen!
Kinder ahnen nicht, was ihnen die Zukunft bringt, und das ist gut so.
Dennoch bewundere ich Paare, die sich heute noch einen Kinderwunsch
erfüllen. Sie haben die Hoffnung auf bessere Zeiten wohl nicht verloren.
Auch das ist gut, denn ohne Kinder gibt es keine Zukunft. Rosige Zeiten
werden auf diese Kinder allerdings nicht zukommen.
~*~
Überhaupt ist es nicht möglich,
dass ein Volk in irgendeiner
Begeisterung geistige Erneuerung erlebt.
Diese kommt nur in einem großen Akte
innerlicher Selbstbesinnung zustande.
Albert Schweitzer
(1875 - 1965)
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Freitag, 6. Dezember 2024

Nikolaus und der Zwerg Garbor

 Es war einmal ein kleiner Zwerg namens Garbor, der in einer gemütlichen Holzhütte tief im Wald lebte. Garbor war ein freundlicher und fleißiger Zwerg, der den Wald und seine Bewohner liebte. Er sammelte Beeren, Pilze und Nüsse und half den Tieren, den Hasen, den Rehen, den Vögeln und allen, die mit ihm im Wald lebten.
 

Der Winter war Garbors liebste Jahreszeit, denn er liebte den Schnee und die Ruhe, die er mit sich brachte. Doch zur Weihnachtszeit fühlte sich Garbor oft ein wenig einsam. Hin und wieder besuchte er den Schneemann ganz in seiner Nähe.
 

Oft hatte er Geschichten von den Menschenkindern gehört, die sich auf den Besuch des Nikolaus freuten. In der Weihnachtszeit wünschte er sich manchmal insgeheim, dass der Nikolaus auch zu ihm kommen würde.
 

Eines kalten Dezemberabends, als der Schnee leise auf die Bäume und Tannen rieselte, saß Garbor vor seinem Kamin und dachte über seinen Wunsch nach. Plötzlich hörte er ein leises Klingeln, so, als würde ein helles Glöckchen läuten, das immer lauter wurde.
 

Garbor sprang auf und öffnete die Tür seiner Hütte. Zu seiner großen Überraschung stand dort ein großer, freundlicher Mann mit einem langen weißen Bart und einem roten Mantel – es war der Nikolaus!


„Ho, ho, ho!“, lachte der Nikolaus. „Ich habe gehört, dass du dir gewünscht hast, dass ich dich besuche, lieber Garbor. Und hier bin ich!“

Garbor konnte sein Glück kaum fassen. Der Nikolaus trat ein und setzte sich mit Garbor ans Feuer. Sie erzählten sich Geschichten und lachten zusammen. Der Nikolaus hatte sogar ein kleines Geschenk für Garbor dabei – eine wunderschöne, handgeschnitzte Holzfigur eines Rentiers.


„Danke, lieber Nikolaus“, sagte Garbor gerührt. „Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen habe.“

Der Nikolaus lächelte und legte eine Hand auf Garbors Schulter. „Du bist ein guter Zwerg, Garbor. Du verdienst es, glücklich zu sein. Frohe Weihnachten!“


Und so verbrachte Garbor den schönsten Weihnachtsabend seines Lebens, in Gesellschaft des Nikolaus. Von diesem Tag an wusste er, dass auch die kleinsten Wünsche in Erfüllung gehen können, wenn man nur fest genug daran glaubt.
 

 Mit diesem Wissen freute sich Garbor über jeden neuen Tag und
fühlte sich in Gesellschaft all der Tiere im Wald, nie wieder einsam.

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© Ursula Evelyn
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Donnerstag, 5. Dezember 2024

Weihnachtsfrieden 🎄

 Weit, so weit die Glocken klingen.
Vom Himmel rieselt leis’ der Schnee.
Fern, so fern die Englein singen.
Vom Eis bedeckt ruht der See.


 
Ein wundersamer stiller Frieden,
wie aus einer Zauberhand,
senkt sich heute nieder,
auf das schneebedeckte Land.
 

Der Mond erhellt die Einsamkeit,
scheint in die frostig kalte Nacht,
beleuchtet still den Weihnachtsfrieden,
über den der Herrgott wacht.


 
In den Stuben brennen Kerzen,
am Fenster steht ein Weihnachtsbaum,
dekoriert mit Silberherzen,
wie aus einem Kindertraum.


 
Es duftet frisch nach süßen Plätzchen,
nach Äpfeln, Nüssen und Mandelkern,
Am Kamin schlummert still ein Kätzchen,
Weihnachten ist nicht mehr fern.



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Mittwoch, 4. Dezember 2024

Opa Jakob und Oma Luises Adventszeit 🎄

 Opa Jakob und Oma Luise bereiten sich auf Weihnachten vor.
 

Die Freude auf Weihnachten, auf Hoffnung und Frieden liegt in der Luft,
und wie köstlicher er ist, der Bratäpfel und Plätzchenduft!
Der Tannenbaum ist mit Kugeln und Kerzen festlich geschmückt.
Oma Luise ist restlos aus dem Häuschen, begeistert und entzückt.
Sie denkt noch oft daran, wie es früher in der Kindheit einmal war,
als ihr Zöpfe noch geflochten wurden, aus ihrem hellblonden Haar.
 


Wie Mutter in der Küche zum Plätzchenbacken, die Schürze sich umband,
wie sie aus Zucker, Mehl, Eier und Butter den Teig geknetet hat, mit der Hand.
Als Vater entspannt und gemütlich im Sessel beim Fenster am Radio saß,
genüsslich eine Zigarre rauchte und die letzten Nachrichten in der Zeitung las.
Wie draußen vor dem Fenster tausende Schneeflocken vom Himmel fielen,
als die Kinder einen Schneemann bauten und Schneeballschlacht spielten.
 

Wenn sie an die Schlittenfahrt denkt, die sie mit Opa Jakob unternahm,
als sie durch den verschneiten Wald fuhren, wird ihr ums Herz ganz warm.
Wie sie auf dem zugefrorenen See Schlittschuh liefen in jungen Jahren,
als die Schmetterlinge im Bauch flatterten und sie frisch verliebt waren.
 

Wenn sie im Winter durch den Wald und am See entlang spazierten,
schon  on fern den feierlichen Glockenklang hörten,
dann kommt sie wieder, die Erinnerung an die besinnliche, friedvolle Zeit,
und die Gedanken machen auch in diesem Jahr ihr altes Herz ganz weit.
 


Sie ist dankbar und zufrieden, und sie freut sich auf die Lichter am Baum.
Auf ein Fest voller Liebe, Hoffnung und Frieden, das war immer ihr Traum.
Und so nahm sie Opa Jakob in den Arm und bedankte sich bei ihm,
für die schönen, gemeinsamen Jahre, in denen er immer treu zu ihr hielt.
 
~*~
 Hört ihr’s nicht, wie die Glocken schallen
Fern im winterstillen Wald?
Seht ihr nicht durch Tannendunkel
Wandeln eine Lichtgestalt?

Wenn die weißen Flocken fallen,
Sternbesät erglänzt der Wald:
Mit der Wintersonnenwende,
Kinder, kommt das Christkind bald.
 
~*~
 
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 © Ursula Evelyn / Gedicht unten: Engelbert Albrecht (1836 - 1898)
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Dienstag, 3. Dezember 2024

Weihnachtsmorgen 1772 🎄

Christtag früh


Es ist noch Nacht, lieber Kestner, ich bin aufgestanden, um bei Lichte
morgens wieder zu schreiben, das mir angenehme Erinnerungen voriger
Zeiten zurückruft; ich habe mir Kaffee machen lassen, den Festtag zu
ehren, und will euch schreiben, bis es Tag ist.
Der Türmer hat sein Lied schon geblasen, ich wachte darüber auf. Gelobet
seiest du, Jesus Christ! Ich hab diese Zeit des Jahrs gar lieb, die Lieder, die
man singt, und die Kälte, die eingefallen ist, macht mich vollends vergnügt.
Ich habe gestern einen herrlichen Tag gehabt, ich fürchtete für den heutigen,
aber der ist auch gut begonnen, und da ist mir's fürs Enden nicht angst.
 
Der Türmer hat sich wieder zu mir gekehrt; der Nordwind bringt mir seine
Melodie, als blies er vor meinem Fenster. Gestern, lieber Kestner, war ich mit
einigen guten Jungens auf dem Lande; unsre Lustbarkeit war sehr laut und
Geschrei und Gelächter von Anfang zu Ende.

Das taugt sonst nichts für de kommende Stunde. Doch was können die
heiligen Götter nicht wenden, wenn's ihnen beliebt; sie gaben mir einen
frohen Abend, ich hatte keinen Wein getrunken, mein Aug war ganz unbe-
fangen über die Natur. Ein schöner Abend, als wir zurückgingen; es ward
Nacht. Nun muss ich Dir sagen, das ist immer eine Sympathie für meine
Seele, wenn die Sonne lang hinunter ist und die Nacht von Morgen heraus
nach Nord und Süd um sich gegriffen hat, und nur noch ein dämmernder
Kreis von Abend herausleuchtet.

Seht, Kestner, wo das Land flach ist, ist's das herrlichste Schauspiel, ich
habe jünger und wärmer stundenlang so ihr zugesehn hinabdämmern
auf meinen Wanderungen.
 


Auf der Brücke hielt ich still. Die düstre Stadt zu beiden Seiten, der still-
leuchtende Horizont, der Widerschein im Fluss machte einen köstlichen
Eindruck in meine Seele, den ich mit beiden Armen umfasste. Ich lief zu
den Gerocks, ließ mir Bleistift geben und Papier und zeichnete zu meiner
großen Freude das ganze Bild so dämmernd warm, als es in meiner Seele
stand. Sie hatten alle Freude mit mir darüber, empfanden alles, was ich
gemacht hatte, und da war ich's erst gewiss, ich bot ihnen an, drum zu
würfeln, sie schlugen's aus und wollen, ich soll's Merken schicken. Nun
hängt's hier an meiner Wand und freut mich heute wie gestern. Wir hatten
einen schönen Abend zusammen, wie Leute, denen das Glück ein großes
Geschenk gemacht hat, und ich schlief ein, den Heiligen im Himmel dankend,
dass sie uns Kinderfreude zum Christ bescheren wollen.
Als ich über den Markt ging und die vielen Lichter und Spielsachen sah,
dacht ich an euch und meine Bubens, wie ihr ihnen kommen würdet, diesen
Augenblick ein himmlischer Bote mit dem blauen Evangelio, und wie auf-
gerollt sie das Buch erbauen werde.

Hätt' ich bei euch sein können, ich hätte wollen so ein Fest Wachsstöcke
illuminieren, dass es in den kleinen Köpfen ein Widerschein der Herrlichkeit
des Himmels geglänzt hätte.


 
Die Torschließer kommen vom Bürgermeister und rasseln mit den Schlüsseln.
Das erste Grau des Tags kommt mir über des Nachbarn Haus, und die Glocken
läuten eine christliche Gemeinde zusammen. Wohl, ich bin erbaut hier oben
auf meiner Stube, die ich lang nicht so lieb hatte als jetzt.
 
~*~
 
„Weihnachten ist das Fest der Hoffnung und des Friedens.“

Johann Wolfgang von Goethe

 
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Montag, 2. Dezember 2024

Der Wunschbaum

Es war einmal ein kleines Mädchen namens Emma. Sie lebte in einem kleinen, friedlichen Dorf, weit entfernt von den Schrecken des Krieges. Doch eines Tages hörte sie von einem fernen Land, in dem die Menschen unter den grausamen Bedingungen des Krieges litten. Besonders traurig machte es sie zu wissen, dass die Kinder dort Weihnachten in der Kälte verbringen mussten.


Emma hatte ein großes Herz und wollte unbedingt etwas tun, um zu helfen. Eines Abends, als sie am Kamin saß und den Schneeflocken zusah, die leise vor dem Fenster tanzten, erzählte ihre Großmutter ihr von einem geheimnisvollen Wunschbaum, der tief im Wald versteckt war. Man sagte, dass dieser Baum nur einmal im Jahr, in der Weihnachtsnacht, Wünsche erfüllte.
 

Entschlossen, den Menschen in dem fernen Land zu helfen, machte sich Emma auf den Weg. Sie packte eine warme, dicke Wolldecke ein kleines Körbchen mit Proviant und begab sich in den verschneiten Wald. Der Weg war lang und beschwerlich, doch Emma ließ sich nicht entmutigen.


Nach vielen Stunden des Wanderns und trotz der eisigen Kälte fand sie den Wunschbaum. Er war majestätisch und strahlte ein warmes, goldenes Licht aus. Emma trat näher, legte ihre kleinen Hände auf den rauen Stamm und flüsterte ihren Wunsch: "Ich wünsche mir, dass die Menschen in dem fernen Land ein warmes, frohes Weihnachtsfest feiern können."

Der Baum begann zu leuchten, und ein sanfter Wind trug Emmas Worte in die Nacht hinaus. Sie wusste, dass ihr Wunsch auf den Flügeln des Windes zu den Menschen gelangen würde.

Als Emma nach Hause zurückkehrte, fühlte sie sich erfüllt und zufrieden. Sie wusste nicht, wie der Wunsch in Erfüllung gehen würde, doch sie glaubte fest daran, dass die Magie des Wunschbaums ihren Weg finden würde.


Und tatsächlich, am Morgen des Weihnachtsfestes, wurde ihr Wunsch wahr. Die Menschen in dem fernen Land wärmten sich an der plötzlichen Milde des Wetters, und überall leuchteten kleine Lichter, die Hoffnung und Freude in die Herzen der Kinder brachten.
 
Emma und das Friedenslicht

~*~

Emma wusste, dass Liebe und Hoffnung die wahre Magie sind, die Wunder geschehen lassen. Vielleicht, so hoffte Emma, würde nun auch bald Frieden überall in der Welt einkehren.
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 © Ursula Evelyn
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Sonntag, 1. Dezember 2024

Es ist für uns eine Zeit

Zum 1. Advent 2024
 
 
Es ist für uns eine Zeit angekommen,
die bringt uns eine große Freud.
Es ist für uns eine Zeit angekommen,
die bringt uns eine große Freud.
Übers Schneebedeckte Feld,
wandern wir, wandern wir,
durch die weite, weiße Welt.
 

Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise,
es träumt der Wald einen tiefen Traum.
Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise,
es träumt der Wald einen tiefen Traum.
Durch den Schnee, der leise fällt,
wandern wir, wandern wir,
durch die weite, weiße Welt.
 

Am hohen Himmel ein leuchtendes Schweigen,
erfüllt die Herzen mit Seeligkeit.
Am hohen Himmel ein leuchtendes Schweigen,
erfüllt die Herzen mit Seeligkeit.
Unterm sternbeglänzten Zelt,
wandern wir, wandern wir,
durch die weite, weiße Welt.
 
(aus dem evangelischen Gesangbuch)
 
~*~
Es ist eine Zeit angekommen, die Advents- und Vorweihnachtszeit, die uns
Frieden und Freude bringen soll. Frieden und Freude wären schön und für die
Menschen ein Wohlgefallen. Aber es ist alles andere als friedlich auf dieser
Welt. Jetzt ist zusätzlich auch der Krieg in Syrien wieder aufgeflammt.
Islamisten haben bereits mehrere Städte, Dörfer und den Flughafen in Aleppo
unter Kontrolle. Russland bombardiert scheinbar die Dschihadisten in Aleppo
aus der Luft. Jetzt lässt Putin in zwei Ländern kämpfen. Tja, erstens kommt es
anders und zweitens, als man denkt. Und wieder werden die Menschen aus
Syrien fliehen. Wie soll bei all dem Kriegsgeschehen in der Welt weihnachtlicher
Frieden aufkommen?
Mir will das nicht so recht gelingen, schon wegen der betroffenen Menschen
in den Kriegsgebieten.
 
Wir haben zwar den Weihnachtsbaum auf der Terrasse schon aufgebaut, mit
Kerzen und Kugeln. Auch im Haus sieht es jetzt ein wenig weihnachtlich aus,
wie in jedem Jahr. Einige Kerzen werden abends auch schon angezündet und
während meiner Teestunde am Nachmittag lausche ich hin und wieder auch
weihnachtlicher Musik - am liebsten die alten Weisen aus den USA - mit Frank
Sinatra, Dean Martin, Bing Crosby's "White Christmas" und viele andere. Nur
dann keimt dieses anheimelnde Gefühl von Weihnachten aus der guten, alten
Zeit ein wenig auf. Genau wie beim Anschauen der alten amerikanischen Filme.
 

Angesichts des chaotischen Weltgeschehens fällt es in diesem Jahr nicht ganz leicht, an friedliche Weihnachten zu glauben. Im Land ist zu lesen, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz einen Bunkerplan für das ge- samte Land plant. Sie planen, was sonst! Nie sind sie auf etwas vorbereitet. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man es schaffen will, 84 Millionen Menschen im Kriegsfall in Sicherheit zu bringen. Das Säbelrasseln des russischen Tyrannen, seines besten Kumpels sowie dem Rest seiner ziemlich besten Freunde hat eine neue Eskalationsstufe erreicht, indem nun mit Mittelstreckenraketen und einem eventuellen Angriff auf europäische Hauptstädte gedroht wird. Auch der Einsatz von Atombomben sorgt wieder für Schlagzeilen. Die berechtigte Frage wäre, setzt er seine Drohungen tatsächlich irgendwann auch in die Tat um?
 
Nach baldigem Frieden und der Einstellung dieses sinnlosen Krieges sieht
das jedenfalls nicht aus. Obwohl ich manchmal den Eindruck habe, dass er
sich mit seiner "Spezial-Operation" ziemlich verschätzt und übernommen
hat und vielleicht sogar hofft, dass Trump einen Weg findet, dem Krieg ein
Ende zu setzen. Alle Hoffnungen scheinen auf Trump und seinen neuen General zu beruhen, der für ein Ende des Krieges sorgen soll. Dem Tyrannen selbst scheint wohl
sehr dran gelegen zu sein, bevor auch die russische Bevölkerung angesichts
der vielen toten und verletzten Soldaten aufbegehrt. Andererseits ist immer wieder die Rede davon, dass der Tyrann gar kein Interesse an einem Ende des Krieges hat und plant, auch noch andere Länder anzugreifen. Immer wieder ist auch hier zu lesen, dass es in fünf Jahren so weit sein könnte. Daher auch die Kriegsvorbereitungen hier im Land.
The Daily Digets schreibt sogar, dass die USA der Ukraine Atomwaffen zur Verfügung stellen wollen. Also, wenn das stimmen sollte, dann wäre ein Gau vorprogrammiert. Natürlich hat der Tyrann darauf reagiert und sofort gedroht, alle ihm zur Verfügung stehenden Waffen gegen die Ukraine zu richten. Wie das in Kriegszeiten halt so ist, liest man oft gegenteilige Artikel zum aktuellen Kriegsgeschehen. Daher ist es schwierig, sich ein genaues Bild zu machen. Eins sollte man allerdings in jedem Fall vermeiden, und das ist das Staatsfernsehen. Ich informiere mich z.B. auch in der englischen und
amerikanischen Presse, und trotzdem ist es schwierig, sich ob der
diversen Berichterstattung ein genaues Bild von der momentanen Lage zu machen. Eins steht allerdings fest, wir sind einem weiteren Weltkrieg noch nie so nahe, wie derzeit.
 
Und trotzdem beginnt heute nicht nur die Weihnachtszeit, sondern auch
der meteorologische Winter. Und da dieser sich hier bei uns nicht ein-
stellen will, und schon gar nicht mit Schnee, habe ich den Schnee eben
selbst gebastelt - wenn auch nur für das Blog ;o)).
In der Ukraine liegen die Temperaturen bereits im Minusbereich.
 
 
Nie hört man so oft von Frieden und Hoffnung, als zur Weihnachtszeit.
Schon für die Kinder, sollten diese sinnlosen und unerträglichen Kriege
in der Ukraine und Israel sofort beendet werden.
 
Kinder sind die Zukunft !
Es ist für uns eine Zeit angekommen, die Kriege zu beenden !
~*~
 
Bist du weise, so mischst du das eine mit dem anderen und
wirst weder hoffen ohne zu zweifeln, noch verzweifeln ohne zu hoffen.
Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.)

~*~

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