Über’n Garten durch die Lüfte
hört ich Wandervögel zieh’n.
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
unten fängt’s schon an zu blüh’n.
Jauchzen möcht ich, möchte weinen,
ist mir’s doch, als könnt’s nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
mit dem Mondesglanz herein.
Und der Mond, die Sterne sagen’s,
und in Träumen rauscht’s der Hain,
und die Nachtigallen schlagen’s:
Sie ist deine, sie ist dein!
Joseph von Eichendorff, 1788–1857)
~*~
Ein Haiku
Sternenklar die Nacht
Hell der Vollmond am Himmel
Die Eule hält Wacht.
~*~
Die kleinen Freuden im Frühlingsgarten, in dem es mittlerweile grünt und blüht.
So viel Sonne, so viel blauer Himmel. Auch die Vollmondnächte in der vergangenen
Woche, waren traumhaft mit einem klaren Himmel voller Sterne. Es war jedoch noch
sehr kalt. Auf die lauen Frühlingsnächte werden wir noch ein Weilchen warten müssen.
Leider ist es jetzt wieder regnerisch, grau und trübe. Aber immerhin etwas wärmer.
Viel Freude bereitet auch die kleine Schnauzbacke. So niedlich, wenn er durch den
Garten oder das Haus flitzt und so unbeschwert und unbekümmert spielt. Es ist wirk-
lich ein Vergnügen, ihn beim Spielen zu beobachten. Wie viel Spaß so ein kleiner
Hund beim Spielen hat, ist wirklich eine Freude. Nicht die Bälle oder die Stofftiere
zieht er zum Spielen vor, sondern alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Alles, was
nicht nach Spielzeug aussieht, will entdeckt werden, um herauszufinden, wozu das
gut ist und was man damit alles anstellen kann. Und da gibt es so einiges zu
entdecken.
Das kleine Schnauzbäckchen! Ist das nicht dieser typische Hundeblick?
Wer könnte diesem Blick widerstehen? Einfach zum Knuddeln – oder?
~*~
Trotz der Freude, die die Natur gerade jetzt mit ihrem Frühlingserwachen bereitet, bleibt das
geopolitische Geschehen ein Thema und verursacht ein ungutes, bedrückendes Gefühl.
»Mr. Peacemaker« hat inzwischen mit seinem kleinen, alten Buddy telefoniert und ihn gefragt,
ob er Informationen an den Iran weitergeleitet hat. Ohne die Antwort zu kennen, kann ich mir
denken, was der geantwortet hat. Zwei alte Männer, die keine Scheu haben, zu lügen, sobald
die den Mund aufmachen. Sein alter, »treuer« Buddy hat dem »Peacemaker« sogar seine Hilfe
angeboten, indem er sich für ein Ende des Krieges mit dem Iran und dessen Verbündete ein-
setzen will. Also doch noch Freunde? Es ist wie in einem tragikomischen Film - eben nur
wesentlich gefährlicher. Für diese Hilfe hat »Mr. Peacemaker« sich sofort mit einer Locke-
rung der verhängten Sanktionen bedankt.
Gestern hat »Mr. Peacemaker« den Iran-Krieg mehr oder weniger für beendet erklärt. Ich
frage mich, ob er das geträumt oder ob ihm das jemand eingeflüstert hat. War das vielleicht
reines Wunschdenken? Sein Kriegsminister hat dagegen verkündet, der Krieg habe gerade
erst begonnen. Zudem hat sein Chef dem Iran gerade gedroht, sollte dieser die Straße von
Hormus weiterhin blockieren, könne er auch noch ganz anders. Dann nämlich käme »Tod,
Feuer und Zorn« über den Iran. Der Iran wiederum hat daraufhin eine Drohung an den
»Peacemaker« mit folgenden Worten gerichtet:
„Pass auf, dass du nicht eliminiert wirst.“ OhOh, das hört sich aber gar nicht gut an.
Ob der »Peacemaker« jetzt noch ruhig schlafen kann? Das kommt davon, wenn alte,
größenwahnsinnige Männer Krieg spielen wollen.
Gerade wurde ein Bundeswehr-Zeltlager in Jordanien vom Iran angegriffen. Sie greifen auch
weiterhin US-Verbündete an und ließen »Mr. Peacemaker« wissen, dass sie entscheiden, wann
der Krieg beendet wird, und nicht er. Das sieht so gar nicht nach einem Kriegsende aus. Auch
hat er einen neuen Kriegsgrund gefunden. Er meint, der Iran wollte den Nahen Osten über-
nehmen. Ein Angriff auf die US-Verbündeten sei innerhalb einer Woche zu hundert Prozent
sicher gewesen. Daher habe er zuerst zuschlagen müssen. Natürlich, was denn sonst! Zu
dumm, dass der Iran die Verbündeten jetzt erst recht massiv angreift und sich das Chaos aus-
weitet.
Der »Peacemaker« ist jedoch davon überzeugt, einen guten Job gemacht zu haben und lobt
sich einmal mehr selbst. Ich habe da mal eine Frage: Macht man einen guten Job, wenn man
ein ganzes Land zerstören will und unschuldige Zivilisten tötet? Auch wenn es begrüßenswert
ist, wenn dieses terroristische Regime der Vergangenheit angehören würde, so hat jedoch
niemand das Recht, einfach mal eben so ein Land zu zerstören und unschuldige Zivilisten zu
töten. Selbst die Führer oder Regierungschefs von Ländern oder Diktaturen sollten nicht ein-
fach so eliminiert werden können, nur weil sie nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen.
Wenn es danach ginge, dann müsste das ebenso für den kleinen, alten Buddy vom Zarenregime
gelten. Doch den will er sich warmhalten, schon wegen der verlockenden Dollarscheine!
Aus dem Zarenland wird derweil vom Weltuntergang gefaselt. Sie bilden sich ein, die USA
wollen Russland und China angreifen. Man könnte meinen, sie leiden tatsächlich unter
Paranoia.
Wie ich schon vor einiger Zeit geschrieben habe, wird der Tag kommen, an dem niemand
mehr nachvollziehen kann, wer der Auslöser für dieses geopolitische Chaos war, das jetzt,
wie es scheint, in seinem Lauf nicht mehr aufzuhalten ist.
Es sollte mich nicht wundern, wenn sich das iranische Volk ob der Zerstörung, die der
»Peacemaker« jetzt in ihrem Land anrichtet, sich gegen ihn wendet. Anlass könnte einer
der Angriffe sein, bei dem mehr als 150 Mädchen in einer Schule getötet wurden.
Der »Peacemaker« beklagt die Toten im Ukraine-Krieg und hat selbst keine Hemmungen
vor Tod und Zerstörung im Iran.
Wie soll dieser Wahnsinn beendet werden und wann?
~*~
Und ist die Zeit gekommen, wo die Welt, um sich zu erneuern, sich vertilgt,
da wird sich dies alles durch seine eigenen Kräfte zunichte machen;
Gestirne werden gegen Gestirne prallen, und alles,
was jetzt in bester Ordnung sein Licht ausstrahlt,
wird bei dem allgemeinen Weltenbrande eine einzige Feuermasse bilden.
Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.),
war römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker;
~*~
Fotos Lauras Home and Garden




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