Frühlingslächeln
Die Sonne lockt nach einem Weilchen
die schönsten Dinge an das Licht,
zum Beispiel: Birkengrün und Veilchen,
Die Sonne lockt nach einem Weilchen
die schönsten Dinge an das Licht,
zum Beispiel: Birkengrün und Veilchen,
und Reiselust und Liederzeilchen,
und manches lächelnde Gesicht.
Der Frühling neckt uns. Wir erwachen.
Die Welt wird wieder froh und grün
und möchte sich vertausendfachen.
Die Welt wird wieder froh und grün
und möchte sich vertausendfachen.
Die Blumen blühen, wenn sie lachen.
Die Frauen lächeln, wenn sie blühn.
Die Frauen lächeln, wenn sie blühn.
~*~
Erich Kästner (*1899 ; †1974)
war ein deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor
~*~
Ich komme nicht umhin, auch heute wieder, trotz des Frühlingslächelns über unseren
Weltbeherrscher, den Mr. Peacemaker zu schreiben. Mir ist plötzlich bewusst geworden,
warum der Peacemaker handelt, wie er handelt. Die »Rolle«, die er inne hat, ist von
Gott vorgesehen. Das gab er vor längerer Zeit schon des Öfteren bekannt. Er sei der
»Auserwählte«, der für seine »Rolle« und für die damit verbundenen Aufgaben bestimmt
ist. Von einem Großteil seiner religiösen Anhängerschaft wird er als eine Art »von Gott
gesandter« Führer betrachtet.
Als er nach dem Attentat 2024 mit einer Schramme am Ohr davonkam, bezeichnete er
sein Überleben als ein »Geschenk Gottes«. Viele weiße evangelikale Christen in den USA
glauben, dass Gott Trump geschickt hat, um ihr Volk zu beschützen und christliche Werte
zu verteidigen. »Also schuf Gott Trump«. Mittlerweile, so war zu lesen, werden christliche
Extremisten zur globalen Gefahr, denn sie gehen davon aus, dass der Iran-Krieg von Gott
gewollt ist.
Es ist nicht überraschend, dass eine große Anzahl von Menschen das anders sieht, und
diese Art Rhetorik eher als eine Form von Größenwahn und eine merkwürdige Ver-
mischung von Politik und Religion sehen.
Er selbst sieht sich ganz offensichtlich als göttlich Beauftragten Erdenmenschen, der auf
dem Globus, Frieden schaffen soll. Gewöhnungsbedürftig ist dagegen, was er unter
Frieden versteht. Da aber jeder Mensch die Realität anders wahrnimmt, ist das, was er
so veranstaltet, vielleicht seine ganz eigene Vorstellung von Frieden, die wir einfachen
Menschen nur nicht verstehen. Schließlich ist er als Auserwählter zu etwas Höherem
berufen. Allerdings ist er jetzt ob des Ausmaßes, welches sein Krieg im Nahen Osten an-
genommen hat, »geschockt«. Das habe er nicht erwartet. Ja, kann ich mir gut vorstellen,
das wäre auch zu viel verlangt.
Vielleicht ist er auch geschockt darüber, dass der oberste US-Anti-Terror-Beauftragte
wegen des Peacemakers-Iran-Krieges zurückgetreten ist. Er könne Trumps Krieg gegen
den Iran »nicht guten Gewissens unterstützen«. Chapeau!
Jetzt will der Peacemaker lt. dem WSJ, wegen des Urans im Iran eine der »potenziell
größten Spezialkräfte-Operation in der Geschichte des US-Militärs« starten. Das WSJ be-
zeichnet eine solche Operation als »Endgame«.
Hilfe von NATO-Ländern will er nicht mehr. Dafür denkt er jetzt über einen Austritt aus
der NATO nach, der beleidigte Trotzkopf. Das haben wir jetzt davon. Wer nicht nach des
Peacemakers Pfeife getanzt, dem folgt die Strafe auf dem Fuße.
Vielleicht haben wir ja Glück und entgehen einer globalen Ausweitung des Krieges. Viel-
leicht überrascht Mr. Peacemaker die Welt ja am Ende seiner Herrschaft tatsächlich mit
Frieden. Seine bisherige Herrschaft bestand zwar mehr aus wirren Reden, Drohungen,
Erpressung, Beleidigung, Bestrafung, Tanzeinlagen und für ihn profitable Deals usw.
Aber wer weiß, vielleicht beschert er der Weltgemeinschaft bald eine friedliche Welt,
in der alle Menschen sich wie im Paradies liebhaben und bis in alle Ewigkeit friedlich
miteinander leben. Ich lasse mich gerne überraschen, falls ich das noch erleben sollte.
Da ich im gleichen Alter bin, wie der von Gott Gesandte, habe ich vielleicht das Glück,
diese Welt noch im Friede-Freude-Eierkuchen-Modus zu erleben.
Am Ukrainekrieg hat er wohl das Interesse verloren. Läuft nicht nach seiner Pfeife. Für
Europa sind das so gar keine guten Aussichten. Überhaupt nicht. Dafür ist er jetzt mit
der »freundlichen Machtübernahme« der Insel Kuba beschäftigt, mit der er nach eigenen
Worten »machen kann, was er will«. Nun ja, an seltsamen Ansichten und Vorstellungen
mangelt es ihm nicht gerade. Manche zweifeln gar öffentlich an seinem Geisterzustand
und sind besorgt über dessen geistigen Verfall. Das sei eine ernste Angelegenheit. Viele
empfinden sein Verhalten furchterregend, zumal er sich des Ernstes der Lage gar nicht
bewusst zu sein scheint. Und schon kündigt der Iran eine Welle globaler Auswirkungen
an, die alle treffen können - überall auf der Welt. Well, Mr. Peacemaker, well done! But
you really don't care much about the lives of other people. Do you?
Deals and dollars are much more important, and that is what you're truly interested in,
aren't you?
.
Der Frühling lächelt trotzdem!
~*~
Aber wir verleben unsere schönen Tage,
ohne sie zu bemerken:
erst wenn die schlimmen kommen,
wünschen wir jene zurück.
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860)
war deutscher Philosoph
~*~
Ein Haiku
Ein Frühlingslächeln
Im Garten der Veilchenduft
Lebensfreude im Frühling





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