Mittwoch, 10. April 2024

Es geht wieder los

 oder anders gesagt, es geht heiter weiter mit der Gartenwühlerei und die Knuddels
sind schon startbereit, mir zu helfen. Das Wetter sieht heute gut aus und lädt ein in
den Garten - auch wenn es noch ein wenig frisch ist, es soll wärmer werden und
die Sonne blinzelt bereits durch ein paar dünne Wolken :o))
 
 
Es gibt für mich wirklich nichts Entspannenderes, als das Gärtnern oder aber
eben auch sich bei schönem Wetter auf der Liege unter der Markise auszu-
strecken und in das viele Grün oder den blauen Himmel zu schauen. Einfach
die Seele baumeln lassen. Dazu ist es hier ja auch sehr still und friedlich. Kein
Straßenlärm, keine sonstigen störenden Geräusche - außer vielleicht hier und
da mal ein Flugzeug. Die fliegen allerdings in einer solchen Höhe über den
Wald hinweg, dass man das Geräusch kaum hört.

 
Mittlerweile haben wir wirklich schon viel getan. Der neu gesäte Rasen ist zum
Teil schon aufgegangen, die Rosen, Hortensien und einige zu dicht gewachsene
Kirschlorbeerbüsche zurückgeschnitten und einiges an Unkraut entfernt. Das
Meiste bleibt jedoch stehen. Der Kirschlorbeer blüht in diesem Frühling besonders
üppig und verströmt einen solch betörenden Duft, dass ich davon ein paar Zweige
in einer Vase ins Wohnzimmer gestellt habe, sodass er sich im ganzen Raum
verteilt. Ich mag diesen Duft zu gerne und gehe schon deshalb im Garten immer
wieder an den Hecken vorbei, um zu schnuppern.


 Irgendwo hatte ich kürzlich gelesen, dass das Pflanzen von Kirschlorbeer und
Sommerflieder in der Schweiz verboten werden soll oder bereits verboten wurde.
Jetzt fragt man sich natürlich auch hierzulande, ob das eine nachahmenswerte
Maßnahme wäre. Der Grund ist für mich nicht nachvollziehbar, denn es soll sich
um invasive Arten handeln, die kaum einen Nutzen hätten und Schaden anrichten.
Da fallen mir z.B. auch Insekten und Tiere ein, die ebenfalls zu invasiven Arten
gehören, hier nicht zu Hause sind und sogar einheimische Arten vertreiben. Wie
will man denn deren Eindringen verhindern? Schaden richten manche invasiven
Insekten hier auch an.
 
Beim Kirschlorbeer und Sommerflieder kann ich das insofern nicht verstehen,
weil deren Blüten geradezu ein Magnet, nicht nur für Bienen und Hummeln sind,
sondern auch für heimische Schmetterlinge. Deshalb wird der Sommerflieder
ja auch Schmetterlingsflieder genannt.
 
Der Kirschlorbeer hat es aus Kleinasien und dem Balkan vor vielen Jahren in
unsere Gärten geschafft und ist mittlerweile sehr beliebt, weil sie sehr robust ist.
Die Pflanze wächst sehr dicht und hält auch starkem Wind stand. Als Hecke
gepflanzt, dient sie vorzugsweise als Sichtschutz. Sie ist allerdings auch giftig.
Ich schneide sie jedes Jahr im Frühling etwas zurück, weil sie dann noch
buschiger wächst. Zudem lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren. Dazu
stelle die abgeschnittenen Zweige einfach in Wasser und warte, bis sie Wurzeln
gezogen haben. Das gelingt leider nicht immer und kann auch etwas länger
dauern, anders als bei vielen anderen Gartenpflanzen oder Sträuchern, die relativ
schnell Wurzeln ziehen - so auch beim Sommerflieder.
Der Sommerflieder ist ursprünglich in Asien, genauer gesagt in China und Tibet,
beheimatet, fühlt sich aber hier in unserem Garten ausgesprochen wohl. Warum
sollte ich diese Nahrungsquellen für die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge
aus dem Garten entfernen? Hier haben sie bisher keinen Schaden angerichtet!
Wenn ich alle invasiven und giftigen Pflanzen im Garten entfernen würde, bliebe
kaum etwas übrig. Wir wollen sie schließlich nicht essen und die Hunde gehen
da eh nicht ran. Mit Kindern im Garten ist das natürlich eine andere Geschichte,
da sollte man schon aufpassen oder entsprechend pflanzen.
 
In der Schweiz sind diese beiden Pflanzen wohl erst ab 1. September verboten,
bei uns noch nicht, dennoch scheint in unserem Land so eine Art Verbotshysterie
ausgebrochen zu sein. Da sitzen bestimmt ein paar Leute herum, die nichts
anderes zu tun haben, als darüber nachzudenken, was noch alles verboten
werden könnte.
 
Hoffentlich verbieten uns diese allmächtigen Herrschaften nicht auch noch das
Denken. Obwohl, wenn ich es recht bedenke, könnte das in einigen Fällen nicht
wirklich schaden und sogar hilfreich sein - oder aber mangels Vorhandensein
auch überflüssiges.
 
Ich freue mich jedenfalls, dass die Sonne scheint und der Garten grünt, blüht
und ganz wunderbar duftet.

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🦋Bilder mit Gedanken und Freude😊von KI erstellt by Lauras Home and Garden 🦋

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