Montag, 8. Dezember 2014

Zeit verschenken

In der Adventszeit verschenke ich auch ganz besonders gerne meine Zeit
an liebe Menschen, von denen ich weiß, dass sie alleine leben.
 
 

Gerade jetzt, in der dieser besinnlichen Zeit, in der es später hell und früher dunkel
wird, freuen sich diese Menschen ganz besonders über ein wenig Zuwendung.
 
Seine Zeit einfach mal einem lieben Mensch schenken und ihm zuhören.
 
 
 
Wenn jeder ein bisschen Zeit an einen anderen Mensch verschenken würde,
statt dem Konsumrausch zu verfallen und seine Zeit in überfüllten Kaufhäusern
zu verbringen, würden sich besonders viele, ältere Menschen, die alleine leben,
nicht so einsam fühlen.

 
 
Weihnachtszeit ist die Zeit, anderen eine Freude zu bereiten.
 
Zeit zu verschenken, kostet nichts –
aber es ist ein ganz besonders kostbares Geschenk
für den, der es empfängt.
Es wird ein wenig Licht in seinen Alltag bringen; ein wenig Heiterkeit.
Es wird ihm guttun, diesem Mensch, er wird aufleben und
seine Augen werden leuchten.
 
Ihm die Hand reichen – so von Mensch zu Mensch.
 
Zeit zu schenken, ist ein Geschenk, das von Herzen kommt.
Es ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.
 
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Samstag, 6. Dezember 2014

Adventszeit ist Märchenzeit

Jetzt nehme ich mir gerne mal Zeit für einen ganz gemütlichen Nachmittag.
 
 
Einen kuscheligen Couch-Nachmittag mit Märchenbüchern.
Ein Kaminfeuerchen anzünden, eine Kanne Tee bereitstellen, sich in eine
Decke kuscheln und in Märchenbüchern schmökern.
Ich liebe Märchenbücher aller Art und lasse mich gerne mal in eine Welt der
Fantasie entführen und mich von dem Geschehen in dieser Märchenwelt
verzaubern. Es gibt auch ganz wundervolle Weihnachtsgeschichten.
Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens und seinem Geizhals
Scrooge kennt bestimmt jeder. Ich habe sie schon mehrfach gelesen
und natürlich auch den Film »Die Geister, die ich rief«, gesehen.
 
 
Aber es gibt auch noch andere schöne Märchenbücher speziell für
 »große Kinder«, die ich gerade jetzt in der Adventszeit immer
wieder gerne lese.
 
 
Weihnachtszeit ist Märchenzeit,
eine Zeit, sich verzaubern zu lassen.
Vom Vorweihnachtsstress abschalten. Statt shoppen, daddeln,
simsen oder twittern, einfach mal in eine Märchenwelt abtauchen
und sich dem Geschehen in einer Fantasiewelt ganz und gar
hingeben. In Märchen ist so viel Weisheit verborgen, die es
zu entdecken gilt.
 
Auf diese Weise wird aus einem ganz normalen, stressigen
Alltag ein besinnlicher und magischer, vielleicht sogar ein
fröhlicher Adventsnachmittag.
 
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Freitag, 5. Dezember 2014

Weihnachtsfrieden

 

Weit, so weit die Glocken klingen.
Vom Himmel rieselt leis’ der Schnee.
Fern, so fern die Englein singen.
Vom Eis bedeckt ruht der See.
  
Ein wundersamer stiller Frieden,
wie aus einer Zauberhand,
senkt sich heute nieder,
auf das schneebedeckte Land.
  
Der Mond erhellt die Einsamkeit,
scheint in die frostig kalte Nacht.
Beleuchtet still den Weihnachtsfrieden,
über den der Herrgott wacht.
  
In den Stuben brennen Kerzen,
am Fenster steht ein Weihnachtsbaum,
dekoriert mit Silberherzen,
wie aus einem Kindertraum.
  
Es duftet frisch nach süßen Plätzchen,
nach Äpfeln, Nüssen und Mandelkern,
Am Kamin schlummert still ein Kätzchen,
Weihnachten ist nicht mehr fern.
        
© Ursula Evelyn


 
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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Kerzenschein und

dazu viele Anrufe, Emails und ganz besonders liebe Post im Briefkasten.
Was für ein schöner Tag und was für eine Freude, wenn so viele liebe
Menschen an mich denken. Darüber freue ich mich immer ganz besonders.


 
Schon morgens, gleich nach dem Frühstück, fand ich die ersten Glückwunsch-
mails in der Mailbox. Kurz darauf riefen liebe Freunde aus Berlin an.
Gegen Mittag wünschte mir meine liebe Freundin Andrea, ebenfalls aus Berlin,
viel Glück und so ging es den ganzen Tag über munter weiter.
Anrufe von der Familie, einer Ex-Kollegin und Freunden aus Süddeutschland.
Auch aus dem Bloggerland erreichten mich liebe Grüße und gute Wünsche
von ganz besonders lieben Menschen.
Alle wünschten mir Glück, Gesundheit und ein langes Leben.
Was für eine Freude – was für ein schöner Tag !

 
Nur ein Anruf wird mir immer wieder fehlen - jedes Jahr.
Jedes Jahr, an diesem 2ten Tag im Dezember, pünktlich um 12:15, muss ich daran
denken, dass mich dieser einen ganz besonderen Anruf nie mehr erreichen wird.
Der Anruf meiner Mutter, die jedes Jahr, egal wo immer ich mich an diesem Tag
aufhielt, pünktlich um 12:15 anrief, weil ich genau um diese Zeit - an diesem
2ten Tag im Dezember geboren wurde.
Für sie war dieser Tag mit einer ganz besonderen Erinnerung verbunden.
Die Geburt ihres ersten Kindes, auf das sie sich so gefreut hatte.
Nun waren sie, meine Mutter und mein Vater zu dritt und konnten das
Weihnachtsfest mit ihrer kleinen Tochter feiern.
 

 
Noch zu ihren Lebzeiten wusste ich bereits, dass mir dieser eine Anruf an
diesem Tag irgendwann ganz besonders fehlen würde. Und er fehlt mir wirklich
immer noch.
 
 
Gefeiert habe ich meinen Geburtstag eigentlich nur in jungen Jahren.
Ich lasse mich einfach nicht gerne feiern und hochleben. Wofür auch ?
Welchen Grund oder welche Verdienste gäbe es, mich zu feiern ?
Gefeiert werden müsste meine Mutter, die mich geboren und mir mein Leben
geschenkt hat. Ihr gebührt mein Dank, denn ohne sie wäre ich nicht auf
dieser Welt. Sie ist es, die hochleben soll. Sie, wie alle Mütter dieser Welt
haben es verdient geachtet, geehrt, respektiert und gefeiert zu werden.
Nichts ist so fürsorglich und Liebe-voll wie ein Mutterherz.

  
 

 Ich danke aber auch all meinen lieben Freunden fern und nah,
die an diesem Tag an mich gedacht haben.
Ihr habt mich reich beschenkt und mir mit Euren guten Wünschen eine
große Freude bereitet.
Durch Euch war dieser Tag wirklich ein ganz besonderer Tag.
 
DANKE !
Schön, dass es Euch gibt !
 
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Sonntag, 30. November 2014

Besinnliche Adventszeit

Nun hat sie endlich begonnen, die besinnliche Adventszeit.
 
 
Wie ich sie liebe, diese Lichterzeit mit dieser heimeligen vorweihnachtliche
Stimmung. Diese ganz besondere Zeit im Jahr, wenn es so früh dunkel wird
und im Haus die Kerzen leuchten.
Dem Raum dieses wunderbare Licht verleihen. 

 
Ich genieße diese Zeit so sehr und jetzt, da ich älter bin und viel mehr Zeit
Zuhause verbringe, genieße ich alles noch viel, viel mehr.
Habe ich doch jetzt die Zeit, das Haus so richtig schön weihnachtlich
herzurichten. Von anderen "älteren" Menschen weiß ich, dass sie sich
"diese Mühe" gar nicht mehr machen. Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht
nachvollziehen.
Was wäre die Adventszeit denn, ohne all die Düfte, das Tannengrün, den
Adventskranz, die Kerzen und vor allem auch, diese schöne, stimmungsvolle
Weihnachtsmusik ?!
 
In den letzten Tagen habe ich mich, wie in jedem Jahr, während ich das
Haus schmückte, von weihnachtlicher Musik berieseln lassen.
Und wirklich, auch wenn das Wetter so gar nicht mitspielen will, was
Schnee und Eis betrifft, so haben mich diese Lieder - und ganz besonders
die amerikanischen Weihnachtslieder -, so richtig schön in weihnachtliche
Stimmung versetzt. "I'm Dreaming Of A White Christmas" von Bing Crosby
zum Beispiel oder "O Come All Ye Faithful" (Adeste Fideles).
Wunderschön !
Da muss man einfach ein Gefühl für Weihnachten empfinden,
denn auch der Zauber dieser Weihnachtszeit ist ein Gefühl.
Dieses ganz besondere Gefühl, ganz tief im Herzen,
welches nur die Weihnachtszeit uns schenken kann.
Diese wunderschöne, stille und friedliche Zeit im Jahr,
in der ich am liebsten Zuhause bin.
Fern allem Lärm und allen Menschen.
 
Erst alleine in der Stille kommt dieser wunderbare
stille Frieden so richtig zu Geltung.
 
Genau deshalb liebe ich diese Zeit so sehr.
 
Willkommen du besinnliche, märchenhafte Zeit.
 
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Mittwoch, 26. November 2014

Ein Hauch ...

von Winter !
Aber wirklich nur ein Hauch.
 
 
Doch er scheint auf dem Weg zu sein, der Winter.

 
Was für eine Überraschung,
früh morgens aus dem Fenster zu schauen und den Garten von Raureif überzogen zu sehen !
So, als hätte jemand über Nacht kleine Zuckerkristalle über die Tannen, Bäume, Sträucher,
und den Rasen gestreut.
Auch das Dach des Hauses sah mit seiner dünnen, weißen Puderzuckerschicht
richtig schön winterlich aus.
 
Wenn wir großes Glück haben, dann soll uns der Winter ja pünktlich zum
Dezemberbeginn, Schnee bis ins Flachland bringen.
Wäre das schön !!!
 
Danke für Eure lieben Kommentare zu Tessie.
Ja, sie ist nicht nur eine ganz Süße, sie ist auch ein ganz besonders
liebe, kleine Zuckerschnute !
 
So, nun muss ich wieder an die Arbeit, die Hausarbeit ;o( und mich später
wieder um den neuen PC kümmern, der noch so einige Aufgaben für mich
bereithält - es müssen noch jede Menge Ordner kopiert werden.
Außerdem steht für meine Webseite "Lauras Home" in den nächsten Tagen
ein Providerwechsel an, der auch wieder mit viel Zeitaufwand und
Updates durchgeführt werden muss.
Die Computerwelt hält mich derzeit ganz schön auf Trab.
Da es aber ein Hobby ist, macht es ja auch viel Spaß und bereitet -
wenn alles glatt läuft - auch viel Freude und einiges lernen kann
ich nebenbei auch noch !
 
Also, packen wir es an !
 
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Freitag, 21. November 2014

Tessie meint

sie will jetzt hier erst einmal die Stellung halten.
 
 
bis der neue PC, der gestern eintraf, eingerichtet ist.
 
Frauchens Nerven sind ob der vielen Software,
die installiert werden muss, ein wenig angespannt,
da schon die ersten Problemchen aufgetreten sind.
Da heißt es für Frauchen Ruhe bewahren und
Entspannungstee trinken.
Glücklicherweise steht das Wochenende vor der Türe und
somit kompetente Hilfe von Prof. Herrchen.
 
Und ich kuschle mich so lange in die Decke,
denn es ist jetzt doch recht kalt geworden.
 
Danke soll ich noch sagen für all Eure netten Kommentare gestern.
So eine Schlittenfahrt würde mir auch gefallen.
Hoffentlich geht Frauchen Wunschtraum bald in Erfüllung ;o).
 
Ein schönes Wochenende soll ich Euch noch wünschen.
Bis bald mal wieder !
 
Immer noch Gänsehautfeeling: KLICK HIER
 
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Donnerstag, 20. November 2014

Es ist an der Zeit

sich so allmählich auf die vorweihnachtliche Zeit einzustellen, Kerzen
anzuzünden und ein wenig weihnachtliche Stimmung im Haus zu
verbreiten.
 
 
 
Dazu gehört für mich auch der Duft von Mandarinen, Tannengrün und Vanillekerzen.
 
 
 
Während es im Haus so ganz allmählich gemütlicher wird und das
abendlichen Kaminfeuer eine heimelige Atmosphäre zaubert,
sieht es im Garten immer noch recht herbstlich aus.
 
 
Keine Spur von Winter und Schneeflocken, die einen wesentlichen Beitrag
zu vorweihnachtlichen Stimmung leisten könnten.
 
 
Gerade der Winter mit Eis und Schnee verbreitet doch diesen friedlichen Weihnachtszauber.
Wenn dicke Flocken vom Himmel fallen, die Dächer der Häuser mit Schnee
bedeckt sind, dazu der Kamin raucht, sanftes Licht durch die Fenster
leuchtet und die Dunkelheit ein wenig erhellt. Wenn dann in der Ferne noch
die Glocken läuten, einsame Stille ringsherum herrscht, dann ist das für mich
der wahre Zauber der Weihnachtszeit.
 
 
Bald ist es soweit, denn schon nächste Woche beginnt sie, die Adventszeit
und in gut vier Wochen steht das Fest vor der Türe. Und pünktlich zu dieser
Zeit, ist mir doch tatsächlich noch ein Wunsch eingefallen, den ich mir
auch noch erfüllen möchte - aber erst in ein paar Jahren - damit ich mich
noch lange darauf freuen kann.
Eigentlich ist es ein Traum, ein Weihnachtstraum und Träume sollen ja hin
und wieder sogar mal in Erfüllung gehen. Und wenn er nicht in Erfüllung geht,
ist das auch nicht schlimm, dann habe ich beim Träumen wenigstens viel
Freude gehabt.
 
Soll ich ihn hier verraten, meinen Traum ?
Pssssst, es soll ja eigentlich niemand wissen !
 
 Gibt es eigentlich auch Wunschzettel auf denen man sich die
Erfüllung seiner Träume wünschen kann?
Also gut, ich verrate meinen Traum jetzt!
Ich wünsche mir .......... soll ich es jetzt wirklich schreiben ?
Ja ?
Na gut, also ich wünsche mir eine Pferdeschlittenfahrt durch eine verschneite
Landschaft, irgendwo in den Bergen, vielleicht im Allgäu oder im Schwarzwald.
Der Schlitten muss natürlich Glöckchen haben und einen Kutscher.
Und dicke Decken zum Einkuscheln müssen bereitliegen und es soll schneien,
dicke Flocken müssen vom Himmel rieseln.
So richtig wildromantisch soll es sein !
 
Ob er wohl in Erfüllung geht - mein Traum ?
 
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Mittwoch, 19. November 2014

Er ist so anders

 dieser November in diesem Jahr.
Irgendwie waren alle Monate anders als in vergangenen Jahren - wettermäßig.
Na ja, ist ja eigentlich auch nicht ungewöhnlich, aber dieser November
ist so ganz anders.
 
 
Auch der Himmel erscheint anders in diesem November.
Obwohl er ja eigentlich fast jeden Abend bei Sonnenuntergang ein magisches Schauspiel
aufführt.

 
Als wir noch Kinder waren, wurde uns bei einem solchen Himmelsfeuer in der
Weihnachtszeit immer erzählt, dass das Christkindchen Plätzchen backt.
Tatsächlich sah es vor ein paar Tagen so aus, als würden hohe Flammen aus den Wolken
schlagen.

 
Diese Fotos habe ich wie gesagt schon vor ein paar Tagen aufgenommen,
als es noch so mild war.
Inzwischen ist es merklich kühler geworden, sodass ich abends endlich mal wieder ein
Feuerchen im Kamin anzünden kann.

 
Auch der Novemberblues ist in diesem Jahr bisher ausgeblieben.
Diese Melancholie, dieses in den Tag träumen. Dieses ganz bewusste in Erinnerungen
schwelgen, an vertraute Menschen denken, an die Zeit mit ihnen, als sie noch in meiner
Nähe waren. An die vielen Erlebnisse, Episoden und Glücksmomente, aber auch an die
dunklen Zeiten, die Schattenseiten, aus denen ich so viel gelernt habe.
An diese dunklen Zeiten denke ich sogar besonders gerne, weil sie mich gestärkt haben,
weil sie mich zu dem gemacht haben, was und wie ich heute bin.
Es waren eigentlich die wichtigsten Zeiten in meinem Leben.
Aber diese besagten Novemberbluestage scheinen in diesem Jahr auszufallen,
diese Stunden, in denen ich in mich gehe, nachdenke über das Leben und all
die schönen, aber auch traurigen Momente, die mir bisher geschenkt wurden.
 
Dankbarkeit empfinde ich allerdings nicht nur im November,
sondern immer dann, wenn ich daran denke,
dass all das, was ich erleben durfte, mein Leben so bereichert hat.
Und dass ich nun durch diese Erfahrungen und die gewonnenen Erkenntnisse
so zufrieden und im Reinen mit mir und den Menschen bin, die mir in
meinem Leben weh getan haben.
 Sie sind es, für die ich heute Mitleid empfinde.
 
Dankbarkeit und Glücksgefühle,
statt Melancholie und Novemberblues !
 
Ich sag's ja,
dieser November ist irgendwie anders !
 
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Montag, 17. November 2014

Wenn der Computer pfeift,

 dann könnte ich ja zuerst vielleicht einmal davon ausgehen, dass er mich
animieren möchte, ein fröhliches Liedchen mit ihm anzustimmen, zumal
er über ein umfangreiches Repertoire schöner, melodischer Musik auf
seiner Festplatte verfügt.


Anders sieht das aus, wenn es sich dabei um einen krächzenden Pfeifton handelt,
der sich anhört, als würde er auf dem letzten Loch pfeifen und das mögliche Ende
seines Daseins ankündigen.
Eigentlich müsste ich jetzt die Ruhe bewahren, erst einmal Tee trinken und
Nervennahrung zu mir nehmen. Stattdessen ist das für mich eine Schocksituation
und Stress pur, vor allem deshalb, weil ich sofort an all meine Schätze auf der
Festplatte denke, die mit dem Ableben des PCs verlorengehen könnten.
Ich werde nicht nur nervös und unruhig, sondern meine Gedanken sind schon viel
weiter - nämlich bei der möglichen Bestellung eines neuen PCs und dessen
Einrichtung mit all den Softwareprogrammen, die auf einem neuen PC wieder
 installiert werden müssen. Das nimmt Stunden, wenn nicht Tage in Anspruch.

Als mein Freund abends aus der Firma kam, konnte er tatsächlich nur noch ein
wirres Verhalten und eine eindeutige Funktionsuntüchtigkeit des PCs feststellen.
Er hatte nach etlichen Wiederbelebungsversuchen seinen Geist endgültig aufgegeben.
Also der PC - nicht mein Freund ;o).



Ich weiß nicht, der wievielte meiner PCs es inzwischen ist, der das Zeitliche
gesegnete hat - ich weiß nur, dass es zu viele waren. Alles fing in den 80er Jahren
mit einem kleinen Toshiba Laptop an, dessen Größe, Geschwindigkeit, Arbeits-
möglichkeiten und Speicher, sich mit dem nächstgrößeren Model in anderer
Farbe, schon steigerte. Bald folgte ein großer Rechner mit Tischmonitor und
Windows 95. Der bot bereits wesentlich mehr Funktionen, war aber extrem langsam.
Bei diesem Rechner, wie bei den Vorgängern, gab es noch die Möglichkeit der
Speicherung auf externen Disketten, die sich dann in kleinen, speziell dafür
vorgesehenen Boxen aufbewahren ließen.

Mit fast jedem neuen Computer kam ein neues Betriebssystem und ich konnte
die meisten alten Disketten, Programme, Spiele und CDs entsorgen, weil sie
nicht mehr kompatibel waren. Inzwischen gibt es glücklicherweise externe Fest-
platten, auf denen man ein Backup seiner "Schätze" speichern kann, damit sie
im Falle eines Breakdowns, wie jetzt bei meinem PC, nicht verloren sind.
Immerhin hatte ich jetzt das große Glück, dass mein Freund die völlig intakte
Festplatte retten konnte, sodass ich noch im Besitz all meiner Schätze bin :o)).

Und so landet einmal mehr der Rest eines ausgedienten PCs auf dem Müll.
Auf dem Elektronik-Müll, der mit dem gesamten anderen Elektronik-Müll aus
der ganzen Welt entweder nach China oder nach Afrika gekarrt wird. Dort wird
er dann unter extrem schlechten, menschenunwürdigen und gesundheitsschädlichen
Bedingungen von Menschenhand in Einzelteile zerlegt.



J E D E N  T A G  produziert diese unsere Welt 4.000 Tonnen Abfall,
die irgendwo bleiben müssen.
Elektronikmüll, Elektromüll, Plastikmüll, Hausmüll, Sperrmüll, Atommüll.
Zum Teil wird dieser Müll recycelt, aber auch verbrannt und gebunkert.
Die Luft wird dadurch verschmutzt und die Meere mit Plastik zugemüllt.

Und es wird fleißig weiter für den Müll produziert.
Die Wirtschaft muss wachsen, der Konsum gesteigert werden.
Ohne PC kommt ja heute kaum noch jemand zurecht.
Die Menschheit hat sich abhängig gemacht von diesem
weltweiten Computernetzwerk.
Sollte das jemals zusammenbrechen, dann bricht alles zusammen.




Was bleibt dann ?
Vielleicht ein einziger riesengroßer Müllberg ?

Schwarzmalerei?
Nein,
ich ziehe eben immer auch das scheinbar Unmögliche in Betracht.

Wie gut, dass ich mein kleines Tablet noch habe und somit
nicht ohne PC und immer noch mit dem Netzwerk verbunden bin.
Der "Neue" ist auch schon unterwegs.
So habe ich mal wieder konsumiert und zum Wachstum beigetragen.
Ohne Konsum kein Wachstum und
ohne Wachstum kein Konsum.
Ein Teufelskreis eben !

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