Mittwoch, 15. März 2017

Sich selbst belohnen

 
sich selbst etwas Gutes tun, sich selbst etwas gönnen.
Das ist so wichtig. Ganz besonders in der heutigen Zeit und für Menschen,
die berufsmäßig oft unter Stress und Druck stehen, die kaum noch Zeit für
sich selbst, ihre Familie oder Freunde finden.
Aber auch Menschen, die keinen Beruf mehr ausüben, haben oft Probleme oder
sind mit anderen Aufgaben oder eben auch mit den vielen schlechten Nachrichten
überfordert.
 
Bald ist es wieder soweit
 
*
 
Das alles trifft auf mich zwar nicht zu oder nicht mehr zu, trotzdem belohne ich
mich durchaus gerne mal selbst. Oft „nur“ mit Kleinigkeiten und das fängt schon
morgens an, in dem ich mir das berühmte „Viertelstündchen“ gönne.
Wurde ich früher, also zu Berufszeiten, durch das schrille Klingeln des Weckers
sehr unsanft aus dem Schlaf gerissen, so kann ich heute entweder ausschlafen
oder werde durch das fröhliche Zwitschern der vielen Vögelchen geweckt.
Dann springe ich jedoch nicht gleich aus dem Bett, sondern gönne mir dieses
besagte Viertelstündchen, in dem ich einfach liegen bleibe und meine Gedanken
schweifen lasse, wohin sie wollen.
Auch beim Frühstück lasse ich mir viel Zeit. Das war früher ebenfalls anders, da
unter ständigem Zeitdruck, alles schnell schnell gehen musste. Ich genieße es daher
jetzt umso mehr in aller Ruhe frühstücken zu können und dabei die Vögelchen
am Vogelhaus zu beobachten. Und was könnte schöner sein, als den Tag in aller
Ruhe zu beginnen und gleich am frühen Morgen Freude zu empfinden.
 
Nach dem Frühstück ist eine ausgedehnte Garteninspektion angesagt - egal bei
welchem Wetter. Dabei werde ich von den Knuddels begleitet. Während die
Knuddels den Garten ebenfalls genau unter die Lupe nehmen und meist irgend-
welche Spuren verfolgen, führe ich das eine oder andere Gespräch mit den Bäumen
und Pflanzen. Ein bisschen verrückt - oder ? In dem Fall tut mir das Verrückt-Sein
allerdings so richtig gut.
Gut tut es  auch, sich im Frühjahr und Sommer an einzelnen Knospen und
Blüten zu erfreuen. Innezuhalten, sie zu betrachten und an ihnen zu schnuppern.
Auch Schmetterlinge, Bienen und Hummeln zu beobachten, ist Balsam für die Seele.
Wer nimmt sich heutzutage dafür noch Zeit ?
Die meisten starren doch nur noch auf ihr Smartphone.
 
 
 Sommerausblicke

*
Nachmittags, nach getaner Hausarbeit, nehme ich mir dann als Belohnung ausgiebig Zeit
für meine Teestunde. Ein fast tägliches Ritual, welches ich nicht mehr missen möchte.
In dieser Zeit gönne ich mir nach dem Tee, zu dem es meistens ein wenig Gebäck gibt,
entweder ein kurzes Nickerchen - im Sommer vorzugsweise auf der Terrasse -
lese ein Buch, schreibe für den Blog oder schaue einfach nur in den Himmel und
träume vor mich hin. Das ist Entspannung pur !
Den Tee, im Sommer darf es auch mal ein Eis sein, gibt es als Belohnung auch nach
einem Spaziergang mit den Knuddels oder nach getaner Gartenarbeit.
Darauf freue ich mich immer schon, während ich unterwegs bin oder noch in der Erde
wühle. Je länger ich gelaufen bin, gegärtnert habe oder Hausarbeit erledige,
desto mehr genieße ich „meine“ Belohnung - die Teestunde am Nachmittag.
 
 
Es sind nur Minis - und fünf davon gönne ich mir eher selten,
besonders jetzt in der Fastenzeit ;o)
 
*
 
Man kann sich wirklich täglich selbst so viel Freude bereiten, in dem man sich einfach
mal etwas Gutes oder Schönes gönnt. Sich vielleicht einen langgehegten Wunsch erfüllt.
Sich selbst eine Freude mit einem Blumenstrauß oder einem neuen Buch bereitet.
Es können Kleinigkeiten sein, die keinen Cent kosten. Man muss sie nur als
Glücksmomente oder Belohnung wahrnehmen, sich an ihnen erfreuen und nicht als
Selbstverständlichkeit hinnehmen.
Damit tut man seiner Seele nicht nur viel Gutes, man empfindet neben
Zufriedenheit und Ausgeglichenheit, auch eine große Portion Dankbarkeit.
Und dankbare Menschen sind immer auch "reiche" und glückliche Menschen.

 
 
 
Also einfach öfter mal pausieren und sich Zeit für sich selbst nehmen,
sich belohnen und etwas Gutes gönnen.
 
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Samstag, 11. März 2017

Frühlingsfreuden

an einem milden Vorfrühlingswochenende - auch für die Bienchen,
die sich von den blühenden Krokussen zu einem leckeren Imbiss
eingeladen fühlten.
Das Leben im Garten ist erwacht und in vollem Gange.
Überall sprießt und grünt es nun.
Die Natur blüht wieder auf !
 
 
Natürlich haben auch wir den Tag im Garten verbracht.
Gleich nach dem Frühstück ging's hinaus und erst am späten Nachmittag wieder rein.
Sehr viel geschafft haben wir in diesen Stunden. Einige Beete sind schon bearbeitet.
 Ein Teil des Unkrautes entfernt und die Erde aufgelockert.
Zwei Rotkehlen haben uns dabei nicht aus den Augen gelassen - wahrscheinlich
in der Hoffnung, irgendwo einen Leckerbissen in der aufgelockerten Erde
zu entdecken.
 
 
Jetzt scheint der Winter endgültig vorbei zu sein.
Obwohl man bodenfrostige Nächte auch jetzt noch nicht ganz ausschließen kann.
Den Pflanzen wird das allerdings nichts mehr ausmachen.
 
 
Partytime bei den Krokussen und den Bienchen.
 
Ein Tag der Freude. Ein Frühlingsfreudentag !
Welche Freude und Entspannung doch der Garten und
das Gärtnern bereiten kann !
 
*
 
Weniger erfreulich und alles andere als entspannend,
sind mal wieder die Nachrichten.
An manchen Tagen kann ich darüber nur noch den Kopf schütteln.
Was laufen doch für kranke Typen herum.
Unglaublich ist das !
Ein Neunzehnjähriger, der zwei Menschen aus Frust umbringt.
Ein Irrer, der mit einer Axt auf einem Bahnhof neun Menschen zum Teil
schwer verletzt und eine Terrorwarnung in einem Einkaufscenter.
Nur drei der heutigen schlechten Nachrichten.
Würde man alle aufzählen wollen,
bräuchte man wahrscheinlich ein ganzes Wochenende.
Tja, das Leben besteht eben nicht nur aus vielen kleinen Freuden.
Auch an einem völlig entspannten Tag wird man von der Realität
eingeholt und mit unerfreulichen Tatsachen konfrontiert.

 
Ich frage mich oft, woran es wohl liegt, dass viele Menschen - meist
sind es Männer, sich so dermaßen zum Bösen hingezogen fühlen.
Sind es brutale Videospiele, sind es diese Mord- und Totschlagfilme ?
Was treibt solche Typen an ? Frust ? Mangelnde Aufmerksamkeit,
mangelnde Anerkennung ? Komplexe ? Langeweile ?
Was sind das für kaputte und kranke Typen, die keine Hemmungen haben,
anderen Menschen Schaden zuzufügen oder sie gar zu töten.
Sie scheinen sich obendrein noch extrem zu vermehren.
 
Auch wenn es wahrlich keine guten Zeiten sind,
den Samstagabend lasse ich mir dadurch trotzdem nicht verderben.
Nach dem Abendessen heißt es  Beine hochlegen,
ein Gläschen Rotwein genießen und den Tag entspannt
ausklingen lassen ;o).
 
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Mittwoch, 8. März 2017

Das Spiegelbild

Morgens, wenn ich in den Spiegel schaue,
dann blicke ich in das Gesicht meines Vaters, als er etwa in meinem Alter war.
Es ist unglaublich, wie ähnlich wir beide uns sehen - insbesondere in diesem Alter.
In unseren Siebzigerjahren.
Leider ist er schon gestorben, als ich gerade mal achtunddreißig war.
Er war achtunddreißig als ich geboren wurde.
Viel Zeit zusammen haben wir eigentlich nur in meiner Kindheit und Jugend
miteinander verbracht, als ich noch zu Hause lebte.
Später, als ich in Berlin und auf Barbados lebte, haben wir uns - bis auf wenige
Besuche - kaum noch gesehen. Anders, als meine Mutter und mein Bruder, war er
auch nie auf der Insel. Der lange Flug und das tropische Klima hätten ihm nicht
gut getan.

Meine Sommergartenfreuden
 
Heute jährt sich sein Geburtstag zum 108ten Mal.
Ich gedenke lieber seines Geburtstages, den 8. März 1909, als seines Todestages.
Die letzte Nacht vor seinem Tod habe ich - bis meine Mutter mich ablöste,
an seinem Krankenbett verbracht. Nur wenige Stunden später, ich war bereits
wieder in der Firma, rief sie mich dort an und teilte mir mit,
dass Vater soeben verstorben sei.
 
 
Sommerparadies
 
Nun sind sie wieder vereint, meine Eltern und mein Bruder.
Anders als mein Bruder, haben meine Eltern den Garten hier nicht erleben dürfen,
aber ich weiß, dass es ihnen hier gefallen hätte, denn auch sie waren große
Naturliebhaber.
Ihre Lieblingspflanzen waren Azaleen und ihre Lieblingsbäume waren Birken.
Beides wächst und gedeiht hier prächtig. Und so befindet sich auch ihr Grab
unter einer Birke und jedes Jahr pflanze ich dort frische Azaleen.

Sommerglück
 
Nun schauen sie von oben zu und freuen sich bestimmt mit mir über
"mein kleines Paradies".
 
Sommerfreuden
 
Ein bisschen wehmütig wird mir heute wieder werden, wenn ich ein Kerzlein
für ihn anzünde. Gleichzeitig werde ich ein wenig träumen und mir vorstellen,
dass es dort wo die Drei jetzt sind, genauso paradiesisch ist wie hier in
"meinem" Garten Eden.
 
Macht's gut ihr Drei !
Ihr werdet immer unvergessen in meinem Herzen sein.
 
*
 
Jeder Tag ist der Anfang des Lebens.
Jedes Leben der Anfang der Ewigkeit.

Rainer Maria Rilke
 
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Sonntag, 5. März 2017

Schwups sind sie da !

Es waren nur wenige warme Sonnenstrahlen, aber was die bewirkt haben,
ist wirklich erstaunlich.
Während sie anderswo schon längst blühen, lassen sie sich hier im Wald
viel Zeit. Wahrscheinlich weil es im Wald feuchter und kühler ist.
Sobald die Sonne sie jedoch mit Licht und Wärme streichelt,
schwups - sind sie da und
 
 
stehen von einem zum anderen Tag in voller Blüte.
So ist es auch bei den Menschen. Jedenfalls bei mir. Wenn die Sonne scheint,
Licht und Wärme spendet, bin auch ich nicht mehr zu halten.
Nichts hebt die Stimmung schneller, als Sonnenschein.
Und wenn dieser schon früh zwischen den Bäumen hindurch in mein
Schlafzimmer strahlt, dann hält mich nichts mehr im Bett.
Ein Tag kann einfach nicht schöner und heiterer beginnen,
als mit Sonnenschein und Vogelgezwitscher.
So schön !
   

Endlich sind sie da, die ersten Frühlingsboten !
  

Endlich wieder leuchtende Farbtupfer im Garten !
  
 
  Es geht aufwärts - endlich !
 

 
 
Vorfrühling 
Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.
Horch, ein trautgeschwätz'ger Ton
dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon
die geliebten Amseln wieder?
Dort am Weg der weiße Streif.
Zweifelnd frag' ich mein Gemüte:
Ist's ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?
Paul Heyse
 
*
 
In meinem Garten sind es die ersten Krokusse,
die nach dem letzten Sturmgebrause
im warmen Sonnenlicht erblühten.
Inzwischen regnet und windet es wieder.
So schade, aber einen Gartenwühltag haben wir gestern trotzdem
einlegen können. Das hat so gut getan !
Jetzt folgt die Teestunde.
   
~*~
 
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Donnerstag, 2. März 2017

In Geduld üben

fällt mir mit zunehmendem Alter eigentlich immer leichter.
Wenn es jedoch darum geht, Geduld zu üben, bis das Wetter es mir endlich erlaubt,
mich der Gartenwühlerei widmen zu können, dann kann ich echt ungeduldig werden.
Nur einen einzigen Tag konnte ich bisher damit verbringen, alle verblühten
Hortensiendolden abzuschneiden und andere im Sommer blühenden Sträucher
zurückzuschneiden. Wartet man damit nämlich zu lange, blühen sie auch
entsprechend später.
  
 


Bei dem derzeitigen stürmischen und nasskalten Wetter, besteht bei mir
eher das Bedürfnis, Couchkuschelteetage einzulegen. Selbst die Knuddels,
ebenfalls nicht mehr die Jüngsten, verkriechen sich auch lieber in ihre Körbchen,
als ihre Nasen bei diesem unbeständigen Wetter in den Sturm zu halten.
Auch wenn sich im Garten die ersten winzig kleinen, grünen Triebe zeigen
und die ersten Krokusse sich vorwitzig aus der Erde wagen, so fühle ich
mich bei dem momentanen Wetter, zurück in den Herbst versetzt.
Macht mir dieses Wetter im Herbst überhaupt nichts aus, so wäre mir jetzt
ein wenig Sonne, Wärme und ein laues Lüftchen lieber.
Frühling eben, so wie aus dem Bilderbuch, so wie er eigentlich sein sollte.
Ja, ich weiß, Frühlingsanfang ist erst am 20. März. Ich sag's ja, um diese
Zeit des Jahres wird meine Geduld ganz schön auf die Probe gestellt.
Zwar nicht ganz so dramatisch, dass der Geduldsfaden reißen könnte,
aber immerhin so, dass ich langsam kribbelig werde.
Hinzukommt, dass mir dieses trübe, ungemütliche Wetter ganz schön aufs
Gemüt schlägt und nicht nur das, das gesamte Wohlbefinden befindet sich
- neben dem momentanen Seelenleid -, nicht gerade im grünen Bereich.
Mit zunehmendem Alter macht sich bei mir - speziell bei Tiefdruckeinfluss -
so eine Art Wetterfühligkeit in Form von Kreislauf- und Blutdruckbeschwerden
bemerkbar, die ich meist nur mit viel Flüssigkeit und ausreichend Bewegung
in den Griff kriege. Manchmal muss sich sogar eins dieser kleinen, weißen
Pillchen einwerfen. Und dabei war ich so froh und dankbar, bis fast zu
meinem 70sten Lebensjahr, ganz und gar ohne diese Dinger auszukommen.
Es ist überhaupt ein großes Glück, es gesund bis siebzig geschafft
zu haben, denn das ist keineswegs selbstverständlich und ein weiterer
Grund, dankbar zu sein.
Hat man die siebzig erst einmal überschritten, dann scheint es so ganz ohne
Altersbeschwerden wohl nicht mehr zu gehen.
Die Zeiten des "fit wie ein Turnschuh" zu sein, sind wohl endgültig vorbei.

Da ich mich also - was das Frühlingswetter betrifft, weiter in Geduld
üben muss, habe ich mich im Fotoarchiv des PC's umgesehen und mir einen
bildlichen Vorgeschmack auf den Sommer gegönnt.
Das Ergebnis meiner Suche nach Sonne und Wärme sind diese wunderschönen
Fotos, die im Rosenmonat Juni vor ein paar Jahren entstanden sind

 


Meine Geduld wird also weiterhin strapaziert werden,
denn nun muss es ja erst einmal Frühling werden und der scheint es
nicht besonders eilig zu haben.
 Da kann ein bisschen Vorfreude nicht schaden.
 
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Dienstag, 28. Februar 2017

Es könnte so schön sein

 
und so friedlich, das Leben auf dieser Erde, die einst ein wundervolles Paradies war,
würden die Menschen sie nicht Tag für Tag zerstören und die Geburten in den
ärmeren Ländern dieser Welt nicht so extrem zunehmen.
Doch ganz so einfach ist es eben nicht.
 
Bald ist es wieder so weit - eine friedliche Frühlingsidylle
 
~*~
 
Vor ein paar Tagen las ich in einer Zeitschrift einen Artikel darüber,
in welchen Lebensmitteln sich das Gift Arsen befindet. Demnach sind nicht
nur Reis, (wobei gerade der angeblich gesündere Naturreis deutlich stärker
belastet sein soll, als der weiße Reis !), Hühnerfleisch, Milchprodukte und
Trinkwasser belastet, sondern auch Baby- und Kindernahrung.
Es ist jetzt schon nicht einfach, sich gesund zu ernähren bzw. zu erfahren,
welche Lebensmittel man überhaupt noch bedenkenlos verzehren kann.
Es ist unglaublich, wie mit der Gesundheit der Menschen umgegangen wird.
Wie soll das erst in Zukunft werden, wenn die Erdbevölkerung immer weiter
wächst und Menschen in anderen Teilen der Welt schon jetzt nicht genug zu
essen und trinken haben ?
 
Das, was derzeit auf dieser Welt geschieht, war schon vor fast genau
25 Jahren bekannt. Weise Menschen, Philosophen, renommierte Wissenschaftler
und Anthropologen, Friedens-, Konflikt- und Sozialforscher haben schon 1993
prognostiziert was auf uns zukommt.
Sie sprachen von einem Desaster und einer demographischen Apokalypse,
von bestialischen Gesellschaften mit Kriminalität als Dauerzustand und von
Massenwanderungen ungekannten Ausmaßes.
Schon damals ahnte man, dass die Politik- und Wirtschaftskräfte in den
Industriestaaten, diesen extremen Bevölkerungszuwachs nicht mehr packen
werden.
Joschka Fischer damals: "Die Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit, die einen bei
diesem Thema ergreift, führt dazu, dass es konsequent ignoriert und verdrängt wird".
 
Und genau das wurde und wird - trotz aller Warnungen vor 25 Jahren - getan.
Man hat die Probleme und Gefahren zwar kommen sehen,
aber den Kopf lieber in den Sand gesteckt.
Im Grunde ist das alles schon viel länger als nur 25 Jahre bekannt, denn die
Geburtenrate in den ärmeren Ländern war schon immer sehr hoch.
Man hat die Bevölkerungsexplosion und die damit einhergehenden Probleme,
Gefahren und Katastrophen nur ignoriert und verdrängt - und nun fliegen
uns genau diese Probleme, Gefahren und Katastrophen nur so um die Ohren.
Und wir sind erst im Anfangsstadium, denn die Flucht der Menschen aus
Afrika hat gerade erst begonnen. Nichts und niemand wird sie stoppen.
Sie werden weiterhin zu Tausenden über das Mittelmeer in das gelobte Europa
strömen.
 
 
Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte,
der lese HIER
Es dauert ein bisschen diesen Artikel zu lesen,
aber er ist sehr interessant. Es lohnt sich also ihn zu lesen.
 
Zeigt es doch einmal mehr, dass Politiker aller Länder dieser Welt nicht weiter
als bis zur Nasenspitze denken und dringend notwendiges Handeln ausbleibt.
Stattdessen wird zu Spenden aufgerufen, was die Probleme keineswegs löst,
sondern noch verstärkt. Denn welchen Sinn macht es, Kinder in die Welt zu setzen,
wenn sie anschließend verhungern. Die einzig richtige Lösung wäre eine Geburtenkontrolle
und Hilfe vor Ort, an der sich alle Industriestaaten beteiligen müssen.
Aber auch dafür ist es fast zu spät. Irgendwann wird es einfach nicht mehr genug
Wasser und Nahrung für alle geben und die Armut wird weltweit drastisch zunehmen,
auch in unserem Land.
 
 
Und die Menschheit ?
Sie wird sich im Laufe der Zeit selbst vernichten.
Davon bin ich fest überzeugt.
(Es sei denn, es kommt ihnen ein gewaltiger Vulkanausbruch z.B. der im
Yellowstone Nationalpark , ein massiver Meteoriteneinschlag oder eine
weltweite Epidemie zuvor).
 
Ansonsten wird die Dummheit und die Gier sie umbringen.
Gut, dass ich das nicht mehr erleben muss.
Irgendwie habe ich das Glück in einer bis jetzt noch
relativ guten und friedlichen Zeit leben zu dürfen.
Und dafür bin ich so unendlich dankbar, denn diese Zeit dürfte
in den kommenden Jahrzehnten vorüber sein.
 
 

"Der Marsch",
ein Film, 1990 noch eine düstere Zukunftsvision,
ist inzwischen zur Realität geworden ist.
 
~*~
 
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Sonntag, 26. Februar 2017

Nicht nur zu Karneval

Überall Gemeinsamkeit, überall Zusammenhocken,
überall Abladen des Schicksals und Flucht in warme Herdennähe.

Hermann Hesse
 

 
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafsherde zu sein,
muss man vor allem ein Schaf sein.
 
Albert Einstein




Zu Karneval setzen wir uns dazu allerdings ein lustiges Hütchen mit Federschmuck
und eine rosafarbene Perücke auf. Wir stecken uns eine rote Pappnase auf die bereits
vorhandene und rufen fröhlich: " Helau" ! Oder wie der Kölner es vorzieht: Alaaf !
Ja, zu Karneval sind wir ausgesprochen lustig und tun Dinge, die wir alleine niemals tun
würden. Erst die Masse, die Gesellschaft, die Gemeinsamkeit, das Zusammenhocken
macht uns "frei" und stark, während der Alkohol sein übriges tut.
Inzwischen finden die meisten öffentlichen Straßenveranstaltungen allerdings nur
noch unter verstärktem Polizeischutz und nach vorangegangenen Kontrollen statt.
Rucksäcke, Taschen oder sonstige verdächtige Utensilien sind inzwischen -
genau wie das Mitführen von Flaschen, verboten.
Freiheit ade ?!
Karneval ist zu einer gefährlichen Veranstaltung geworden.
Aber wir lassen uns den Spaß an der Freud und die Narren-Freiheit nun mal nicht nehmen.
Schließlich muss es doch erlaubt sein, wenigstens einmal im Jahr die Sau rauszulassen.
Einmal im Jahr ?
Wird die Sau inzwischen nicht bei fast jedem Fußballspiel oder bei diversen
Demonstrationen rausgelassen ? Zwar nicht lustig und mit Hütchen, sondern oft
nur noch aggressiv, brutal und mit Gewalt. Gemeinsam sind wir eben nicht nur laut,
sondern auch stark und in der großen Masse erst recht !
Der Geistlose strebt eben nach Abwechslung. Er sucht das Vergnügen.
Er fühlt sich eben nur in einer Gruppe oder in der Masse wohl.
Hier kann er sich austoben, mit den anderen grölen und lärmen oder
eben auch randalieren.

Der Geistreiche dagegen sucht nach der Wahrheit.
Er zieht die Stille und die Einsamkeit vor. Er braucht weder Ablenkung,
noch Vergnügen und hat meist auch nur eine Handvoll guter Freunde.
Ein großer Bekanntenkreis wäre eher eine Belastung für ihn.

Da die Geistlosen sich jedoch auf dieser Welt in der Mehrheit befinden,
ist es kein Wunder, dass auch die Dummheit auf Erden extrem zunimmt.

"Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele",
würde Albert Einstein sagen und er hat natürlich recht.

Nichts passt mehr zusammen. Nichts, was derzeit in diesem Land und in
der Welt geschieht, ergibt einen Sinn. Die Menschheit irrt umher
wie ein führerlos treibendes Schiff in einem vom Sturm aufgewühlten Meer.
Aber dank unserer roten Pappnasen, unserer Masken und Fähnchen, unserer
bunten Schals und Hütchen, sind wir gerade jetzt in der Karnevalszeit auch
noch besonders lustig und fröhlich dabei. Den Krisen- und Katastrophenzeiten
zum Trotz, grölen, singen und lachen wir auf Teufel komm raus.
Dazu konsumieren wir Alkohol als würde es morgen keinen mehr geben
und nehmen den garantiert folgenden Brummschädel gerne in Kauf.
Hauptsache wir hatten Ablenkung und jede Menge Spaß an der Freud !

Doch wie immer,
die Wahrheit will niemand hören.
Die Wahrheit wird verdrängt, weil kaum jemand die Wahrheit ertragen kann.
Die Wahrheit fürchten die Menschen mehr, als eine Lüge.
Also machen wir lustig weiter,
auch wenn die Welt gerade total aus dem Ruder läuft.


Helau und Alaaf !

~*~

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Mittwoch, 8. Februar 2017

Die kleinen Freuden des Alltags

kehren so ganz allmählich zurück,
auch wenn mir bei dem Gedanken an meinen Bruder jeder Tag noch
sehr traurig erscheint. Es ist der Gedanke, ihn nie mehr wiederzusehen
und dass er viel zu früh von uns gegangen ist, der so manche Stunde des Tages trübt.
 

Doch die ersten Vorfrühlingsboten im Garten und die ersten Tulpen im Blumengeschäft
wecken bereits die Vorfreude auf den Frühling, auch wenn dieser noch in weiter Ferne ist.
Mild ist es inzwischen geworden. Der Himmel lässt sogar immer mal wieder den einen
oder anderen Sonnenstrahlen zwischen die grauen Wolken hindurch.
Ein wenig helles Licht an trüben Wintertagen - wie gut das tut !

 
Auch die Vögelchen trällern schon so fröhlich, als stünde der Frühling bereits vor der Türe.
 
 
Meine Gedanken entschwinden immer mal wieder in die Vergangenheit.
Da ist so Vieles, das mir derzeit in den Sinn kommt. Schöne Erinnerungen an die Kindheit.
An eine fröhliche, unbeschwerte Kindheit. Eine Zeit, so lange her und doch immer
noch so präsent und lebendig.
Erinnerungen können das Herz erfreuen und sie können ihm weh tun.
Momentan stimmen sie mich noch wehmütig - aber ich weiß,
das wird mit der Zeit vergehen.
 
 
 
~*~
 
Ich habe so oft erfahren,
wie dem Zuruf,
der aus dem Heiligtume unserer Seele kam,
in tiefer Betrübnis uns beglücken
und neues Leben,
neue Hoffnung schaffen kann.
 
Friedrich Hölderlin
 
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Mit dem Ende des Winters und dem Beginn des allmählich nahenden Frühlings
schafft die Natur auch wieder neues Leben.
Sie wird wieder in frischem Grün erscheinen.
Es wird ringsum blühen, sprießen,  wachsen und gedeihen.
 
Und mit dem neuen Leben kommt auch neue Hoffnung.
Die Hoffnung, dass uns die ersten Frühlingstage wieder  Frohsinn und Heiterkeit
bescheren und die traurigen Gedanken, die Wehmut mit dem Winter entschwinden.




Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.
 Jean de La Fontaine

Was bleibt, ist die Erinnerung.
 
~*~
 
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Samstag, 21. Januar 2017

Und das Leben geht weiter

 
Es fragt nicht danach und nimmt keine Rücksicht darauf, ob wir das, was so unerwartet
und plötzlich geschieht, auch verkraften können - ob wir stark genug sind. Das Leben
folgt seinen eigenen Regeln. Das Leben kann es gut mit uns meinen, uns aber auch
viel Kummer und großes Leid bescheren. Wachen wir morgens noch entspannt und
voller Freude über die hellen Wintersonnentage auf, so können wir schon abends über
ein unerwartetes Ereignis in tiefe Trauer versinken.
Das Leben schenkt uns viel Freude, viele wundervolle Glücksmomente, aber es hält
eben auch großes Leid bereit, welches ganz plötzlich über uns hereinbrechen kann,
ohne uns darauf vorzubereiten.
Wir können nicht fassen, nicht begreifen, dass ein lieber Mensch plötzlich nicht mehr
da sein soll, dass er für immer gegangen ist, dass wir ihn nie wiedersehen werden.
Noch unbegreiflicher ist es, wenn wir zwei Tage vor Weihnachten noch mit diesem
Mensch, der alleine in einem Haus in der Eifel lebte, telefoniert haben. Unerträglich ist
es dann, wenn nur wenige Tage später plötzlich zwei Beamte vor der Türe stehen,
m uns die Nachricht vom Tod dieses Menschen zu übermitteln, der wahrscheinlich
Weihnachten an einem Herzinfarkt gestorben ist. Siebenundsechzig Jahre durfte er
nur werden, - mein "kleiner", großer Bruder.
 
Nun ist es noch stiller geworden. Die Welt erscheint mir leerer. Die Tage kommen
und gehen, scheinen ihren Sinn verloren zu haben. Trauer bestimmt das derzeitige
Dasein. Trauer und Erinnerung. Die Gedanken schmerzen - sie tun weh. Das Herz ist
schwer und tut weh.
 
Doch das Leben geht weiter und die Erde dreht sich weiter.
Die Welt bleibt nicht stehen. Alles geht weiter seinen Gang - immer weiter.
Und doch ist nichts mehr, wie es noch vor ein paar Wochen war.
 
Dankbar bin ich dafür, dass die Tage hell und freundlich sind, dass die Wintersonne
scheint, der Himmel strahlt und dass die Gartengäste uns regelmäßig besuchen.
Neben den Vögelchen freut sich auch das Eichhörnchen bei diesen frostigen
Temperaturen über die reichhaltig gefüllten, diversen Vogelhäuschen. Wenn sich
meine Gartengäste freuen, dann freue auch ich mich. Neben meinen Freunden und
Freundinnen, schenken auch sie mir ein wenig Trost, lassen mich das Leben derzeit
ein wenig leichter ertragen.


 

 
 
Über vier Wochen ist es nun her, als ich das letzte Mal hier geschrieben habe
und der erste Monat im neuen Jahr, das wir so hoffnungsvoll und zuversichtlich
begrüßt haben, ist auch schon bald wieder vorüber.
Sie vergeht so schnell, die Zeit - und das Leben kann so plötzlich und unerwartet
zu Ende sein.
Hält es uns doch wieder vor Augen, dass man wirklich jeden Tag,
jede einzelne Minute des Lebens genießen sollte.
Jeden Augenblick, denn der Augenblick ist unser Leben.
 
Das Eichhörnchen lebt nur im HIER und JETZT.
Es schert sich nicht um das Morgen und die Zukunft.
Ich sollte und werde es ihm gleichtun -
auch wenn momentan die Trauer noch überwiegt -
es werden auch wieder Zeiten der Freude und
der Glücksmomente kommen.
Alles hat seine Zeit und so lange mein Herz noch schlägt, wirst du, lieber Bruder,
in meinem Herzen sein und die Erinnerung an dich wach bleiben.


 
 Januarwinterabendhimmel
 
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