Montag, 19. Januar 2015

Mehr als verdoppelt

 hat sich die Weltbevölkerung in den letzten 50 Jahren. Waren es 1960 nur
3 Milliarden Menschen, die auf dieser Erde lebten, so sind es heute bereits
7,2 Milliarden Menschen. Wobei China mit 1,36 Milliarden Menschen
das Land mit der größten Einwohnerzahl ist. Gefolgt von Indien mit 1,24
Milliarden und den USA mit 316 Millionen.
Kaum zu glauben, dass heute alleine in China und Indien mehr Menschen
leben, als 1927 auf der ganzen Welt ! Daher ist es nur logisch, dass mit der
steigenden Anzahl der Weltbevölkerung, auch die Probleme gewachsen sind
und weiter wachsen werden. Und zwar in erheblichem Maße. So waren z.B.
auch noch nie so viele Menschen auf der Flucht. Weltweit sind es derzeit
über 50 Millionen.  Alleine Nahrungsmittel und Wohnraum für alle Erden-
bewohner bereitzustellen, ist eine enorme Herausforderung – geschweige
denn genügend Arbeitsplätze, medizinische Versorgung, sauberes Trink-
wasser u.s.w. Eigentlich müsste kein Mensch auf dieser Welt hungern,
weil genug für alle da ist.
Es müsste nur gerechter verteilt werden.
Teilen statt Wegwerfen !

 
 
 
In Deutschland lebten 1960 ca. 73.000 Millionen Menschen. Heute sind es
80.800 Millionen. In unserem sogenannten reichen Wohlstandsland haben wir
zwar (noch) keine Probleme mit der Lebensmittelversorgung – auch wenn man
über Produktion, Herstellung, Qualität und den Vertriebsweg streiten kann.
Armut, ja sogar Kinderarmut gibt es hier trotzdem und auch nicht jeder hat
 einen Arbeitsplatz. Auch wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnungs-
raum zu finden. Aber auch das Miteinander ist nicht immer einfach – meist
fängt das schon in der Familie an.
Eine Studie belegt, dass in Deutschland jeder zweite Mieter seinen Nachbarn
nicht kennt. Der Wunsch nach Anonymität ist sowohl bei Frauen, als auch bei
Männern gleichermaßen vorhanden.
 

 
 
 
Besonders deutlich zeigte sich das für mich immer an Menschen, die grußlos
einen Fahrstuhl betreten und den anderen Fahrstuhlgästen sofort den Rücken
zukehren. Wann immer ich mal einen Fahrstuhl betrat und die anderen Fahr-
stuhlgäste freundlich lächelnd grüßte, erntete ich in der Regel eigentlich immer
nur ein kaum vernehmbares Raunen oder Brummen. Im Vorraum einer Bank,
in dem man Geld abheben kann, ist das nicht anders.
Auch auf einsamen Waldwegen, auf denen man hin und wieder schon mal
anderen Spaziergängern begegnet, ist mir das aufgefallen.
Für uns ist es einfach selbstverständlich, auch völlig fremde Menschen, denen
wir bei unseren Waldspaziergängen begegnen, zu grüßen. Schließlich gehen wir
ja nur im Abstand von knapp einem  Meter an diesen Menschen vorbei. Mir fällt
auch immer wieder auf, dass die meisten Menschen, denen wir begegnen – anders
als wir, während ihres Spaziergangs immer nach unten schauen.
Während wir die Bäume, den schmalen Fluss, den Himmel oder bestimmte
Pflanzen betrachten, schauen diese Menschen permanent auf ihre Füße.
(Wir fragen uns immer, was diese Menschen von ihrem Waldspaziergang
haben, wenn sie die Natur um sich herum gar nicht wahrnehmen?)
Unseren freundlichen Gruß erwidern viele von ihnen erst gar nicht. Einige
würdigen uns nicht einmal eines Blickes, andere schauen uns nur etwas
entgeistert an und wieder andere nicken nur kurz mit dem Kopf.

 
 
 

Umso erstaunlicher und bemerkenswerter ist es für mich, dass sich völlig fremde
Menschen in den sozialen Netzwerken des Internets viel näherzukommen scheinen.
Sich viel mehr öffnen und extrem mitteilungsbedürftig sind. Völlig unbefangen
teilen sie der Welt mit, was sie alles haben, was sie alles können, wo sie überall
waren, was sie gerade tun und was sie alles gut finden. Und sie stellen sich in der
Regel nur von ihrer positiven Seite dar.
Besonders erstaunlich ist, dass sich wildfremde Menschen in der digitalen Welt
„umärmeln“, obwohl sie sich in der realen Welt gar nicht persönlich kennen und
auch sonst eher auf Distanz gehen. Es ist schon merkwürdig, dass Menschen, die in
der realen Welt lieber anonym bleiben, sich in der digitalen Netzwelt genau gegen-
teilig verhalten.

Für mich ist das wirklich ein Phänomen und ich frage mich, wie sollen Menschen
in der realen Welt auf diese Weise überhaupt noch ins Gespräch kommen ?
Oder wollen die Menschen das gar nicht mehr ? Werden wir alle den Rest unseres
Lebens nur noch hinter Bildschirmen verbringen oder daddeln ?
Digital kommunizieren ?
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die meisten Menschen allzu gerne nur
über sich selbst reden und nicht mehr zuhören können oder wollen.
In einem Gespräch müsste man seinem Gegenüber in die Augen schauen, sich
auch mal andere Meinungen anhören, sich damit auseinandersetzen und
unbequeme Wahrheiten aushalten können. Da fehlen dann oft die Gegen-
argumente und das nervt.
Man müsste denken - doch das kostet wieder viel Zeit und ist anstrengend.
 

 
 
Mein Eindruck ist, dass sich die Menschheit zurzeit immer mehr in eine
negative Richtung entwickelt, und zwar in jeder Beziehung.
Wobei das Miteinander in der digitalen Welt viel besser zu funktionieren
scheint, als in der realen Welt.
Vielleicht sollten deshalb diejenigen, die sich unbekannterweise so gerne digital
"umärmeln", dies in der realen Welt öfter auch mal die Praxis umsetzen.

Die reale Welt lässt sich nun mal nicht ausblenden,
auch, wenn man sich das oft noch so sehr wünschen würde.
Die Realität wird uns immer wieder einholen.
Wir sollten nicht vergessen, dass wir es sind, jeder einzelne Mensch,
der durch sein Verhalten die Realität in der Welt mitgestaltet.

  
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

Donnerstag, 15. Januar 2015

Wenn ich durch den Garten gehe

dann sind die wieder da, die Glücksmomente, das Gefühl von Frieden
und Freiheit. Dann ist der Lärm der Welt, sind die Gedanken um die
Schlagzeilen  der vergangenen Tage vergessen - bis auf einen winzigen
Hauch von Unbehagen,  der sich noch ganz leise und unterschwellig
bemerkbar macht.
 
 
Doch als ich eine Weile so durch den Garten schlenderte, den Wind
im Gesicht spürte, die kalte Luft einatmete, waren sie wieder da, die
Glücksmomente und die Freude. Die Freude über die Natur, die noch
ruht und die Freude auf den Frühling. Die Freude darauf, die Blumen,
die Pflanzen und die Sträucher wieder blühen zu sehen. Die Freude auf
die erwachende Natur und darauf, zu beobachten, wie sie zu
neuem Leben erblüht.

 
Es war so schön zu beobachten, wie die Sonne gestern versuchte, sich
nach dem nächtlichen Unwetter, ihren Weg durch die grauen Wolken zu
bahnen. Schon werden die Tage heller, sieht man hier und da ein
kleines Fleckchen blau am Himmel.
Und ich freue mich auf das Gärtnern, darauf mit den Händen wieder in
der Erde wühlen zu können, auf das EINS-SEIN mit der Natur. Mitten
drin zu sein, zwischen Sträuchern und Bäumen, zwischen den Blumen
und Pflanzen.
Darauf, die Rosen wieder zu versorgen, sie zurückzuschneiden, zu
sehen wie sie wachsen und gedeihen und die ersten Knospen hervor-
bringen. Ich freue mich auf das Vogelzwitschern und das Quaken der
Frösche nach dem Regen, auf das Beobachten der Wolken und der
Sterne, auf all die Wunder der Natur.
 
Ein Garten ist ein solcher Segen - ein Ruhepol, ein Ort, der nicht nur
Ruhe ausstrahlt, es ist auch ein Ort, der Frieden und Freude schenkt
und verbreitet. Ein Ort, an dem man sich erholen, abschalten und
entspannen kann.
 
Allein für dieses Glück, mich in (m)einem Garten aufhalten zu können,
wann immer ich möchte, egal bei welchem Wetter, bei Regen und
Wind, bei Sonne oder im Schnee, bin ich so unendlich dankbar.
Es ist für mich das größte Glück überhaupt.
Was würde ich nur ohne (m)einen Garten machen ?!
Ist er es doch, der mir immer wieder diese Glücksmomente,
diesen Frieden und meine Zufriedenheit schenkt.
 
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Dienstag, 13. Januar 2015

Dabei sein

In der Masse fühlt sich der einzelne Mensch immer stark.
Der Mensch ist eben ein Herdentier, der sich in einer Gruppe nicht
nur stark, sondern auch besonders wohlfühlt. Läuft eine kleine
Menschenmenge in eine bestimmte Richtung, läuft der Rest der
Menschen hinterher, ohne eigentlich zu wissen, warum.
Es ist ein wenig beängstigend, wenn Menschen, von denen viele
gar nicht genau wissen, für welche Sache sie sich so einfach einer
Bewegung anschließen. Dabei kann eine Menschenmasse gar
nichts ändern.

  
Im Gegenteil, eine Menschenmasse kann sogar ein Unheil erst herauf-
beschwören. Es ist eine Handlungsweise, die oft Schaden anrichten
oder verhindern kann.
Egal, was auch passiert, es beruht immer auf Ursache und Wirkung.
Für die Ursache muss daher eine Lösung gefunden werden.
Menschen kann man nicht ändern.
Ändern kann sich nur der einzelne Mensch selbst.
(Ich frage mich gerade, wie ein einzelner Mensch wohl reagiert,
der von einer Waffe bedroht, die Wahl zwischen Meinungsfreiheit
oder seinem Leben hat).

 
 
 
Dass der Mensch ein Herdentier ist, zeigt sich sogar im Internet.
Wird eine bestimmte Webseite, ein bestimmter Blog von vielen
Menschen aufgesucht und kommentiert, so zieht diese Webseite,
dieser Blog immer mehr Menschen an. Wenn sich viele
Menschen für diesen einen bestimmten Blog interessieren, dann
muss dieser Blog etwas ganz Besonderes bieten. Und weil viele
Menschen gut finden, was in diesem Blog geschrieben steht oder
gezeigt wird, dann muss das wohl so sein.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ein wirkliches Interesse am
Betreiber des Blogs besteht – nein, es geht einfach nur darum, auch
„dazu gehören zu wollen“.
So machen sich diese Menschen automatisch zu Mitläufern
(Herdentiere) und „müssen“ nun alles gut finden, was andere vor
ihnen auch schon als gut befunden haben.
 
So, wie mir große Menschenmassen unheimlich sind, so sind mir
Blogs unheimlich, auf denen man unter fünfzig Kommentaren
nicht einen einzigen kritischen Kommentar findet.
Wenn alle gut finden, dass da jemand seine 500ste Tasse vom
Flohmarkt fotografiert und das für so wichtig hält, sie im welt-
weiten Netz zu präsentieren, dann muss das einfach gut sein !
Die so gelobte „Tassenbesitzerin“ fühlt sich in ihrem Tun jetzt
auch noch bestätigt und wird der Welt in Zukunft auch ihre 600ste
Tasse noch präsentieren wollen.
Und so finden alle immer alles gut, sind glücklich und zufrieden !
WIE SCHÖN !
 
 
 
Schade eigentlich, dass Menschen das weltweite Netz nicht für
wichtigere oder sinnvollere Dinge nutzen.
Aber darum geht es ja auch gar nicht.
DABEI SEIN IST ALLES !
Nur darum geht es.
Das geht mir ja genauso – auch wenn ich nur noch für mich
schreibe und davon ausgehe, dass es nicht wirklich jemanden
interessiert, was mir wichtig ist und was ich so fotografiere.
 
Was mich im Moment aber wirklich so richtig umtreibt und auf
die Palme bringt, ist die Tatsache, dass erst wieder etwas
passieren musste, bevor die Welt - und vor allem die Politiker
endlich aufwachen.
Als wenn es nicht abzusehen gewesen wäre !
 
Nun heißt es auf einmal aus dem Munde des Justizministers:
Wir müssen Deutschland sicherer machen !
Ach ja ?  Guten Morgen, Herr Minister !
 
~*~
 
Die obigen Fotos habe ich heute bei stürmischem, regnerischem
Wetter fotografiert. So trübe wie das Wetter, ist auch das
momentane Zeitgeschehen.
 
Darum auch noch ein Foto zur Freude von meinen kleinen Feder-
bällchen, die sich so gar nicht um die Probleme der Menschen
scheren, sondern sich einfach nur ihr Futter schmecken lassen.
 
 
Sie kommen übrigens auch immer nur in einer Gruppe,
die kleinen Federbällchen.
Sie teilen alles friedlich miteinander, sodass keiner zu kurz kommt.

~*~

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Samstag, 10. Januar 2015

Das Schöne an der Stille

 
ist die Zeit, die man mit sich selbst verbringt.
Ich bin sehr gerne alleine, und zwar deshalb, weil ich dann durch
nichts und von niemandem abgelenkt werde.
Und diese Stille, dieses Alleine-SEIN, erlebe ich ganz bewusst.
Es ist schon deshalb so wichtig für mich, weil ich dann in aller Ruhe
denken kann.
Zum Denken benötigt man viel Zeit, viel Ruhe und absolute Stille.
Seit ich mir in aller Stille bewusst Zeit nehme, um in mich
hineinzuhören verstehe ich Rumi umso mehr, wenn sagte:
„Lass dir von der Stille die Geheimnisse der Welt erzählen.“
 

 
 

Die meisten Menschen sind heute mit so vielen Dingen beschäftigt,
dass ihnen zum »Denken« und für die wirklich wichtigen Fragen gar
keine Zeit mehr bleibt. Ihre Terminkalender sind ausgefüllt, ihre Zeit bis
auf die Minute verplant. Viele Menschen meinen daher auch, dass sie durch
alle ihre Aktivitäten und Beschäftigungen ein ausgefülltes Leben haben.
Ein ausgefülltes Leben ist aber noch lange kein erfülltes Leben.
Es ist vielmehr eine Ablenkung vom wahren, glücklichen und
zufriedenen Leben.
 
     
 
 
 
Aber erst, wenn wir uns nicht mehr zu Sklaven der Zeit machen,
sondern uns Zeit zum Leben nehmen,
schenken wir uns eigentlich selbst unsere Freiheit wieder.
Wir sind ja oft gerade deshalb so unzufrieden und unglücklich, weil unsere
Ansprüche ständig steigen, wir immer höhere Erwartungen an unser Leben
und an andere stellen, sodass wir zwangsläufig enttäuscht werden müssen,
wenn sich diese Erwartungen nicht erfüllen.
Wir machen uns somit nicht nur zu Sklaven der Zeit, wir machen uns auch
zu Sklaven unserer Wünsche, Ansprüche, Erwartungen und Begierden
und uns dadurch das Leben selbst immer schwerer.
 Ein Leben voller Freude und Frieden und voller Glücksmomente stellt sich
aber erst dann ein, wenn wir genügsamer werden, wenn wir unsere
materiellen Ansprüche und Erwartungen an andere, herunterschrauben.
Immer mehr haben wollen - oder haben wollen, was andere haben,
macht uns in Wirklichkeit nur unzufrieden.
 
Wenn wir uns aber von Neid, Missgunst, Hass und Habgier befreien
und erkennen, dass der wahre Reichtum im Leben
nicht in materiellem Besitz liegt,
erst dann können wir ein wirklich zufriedenes Leben führen.
 
 
 
 
 
Ein zufriedenes Leben fängt damit an,
sich Zeit für die Stille zu nehmen;
alleine-SEIN zu können.
 
 
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Donnerstag, 8. Januar 2015

Er wird oft besungen

 
der Mond - und auch in Gedichten verewigt.
Und er ist alt, sehr alt. Nämlich ca. 4,5  Milliarden Jahre.
Aber wo kommt er überhaupt her und wie ist er entstanden ?
Jedes Mal, wenn ich in Vollmondnächten in den Himmel schaue,
wie zuletzt am 5. Januar, dann bin ich immer wieder absolut überwältigt.
Nicht nur vom Anblick des Mondes und der vielen Sterne.
Nein, ich bin auch überwältig, wenn ich versuche, mir die Größe des Universums-
des Weltalls vorzustellen.
Aber das ist einfach unmöglich.
Allein sich die Größe unserer Galaxie, der Milchstraße vorzustellen,
ist schon unmöglich und wenn man sich dann noch vorstellen soll,
dass sich dort einige hundert Milliarden Sterne und ca. sechs Milliarden
Jupiter-ähnliche Planeten tummeln sollen,
dann kann einem  schon ganz schön schwindlig werden.

 

Wie ist der Mond denn nun entstanden ?
Experten gehen davon aus, dass unsere Ur-Erde vor ca. 4,5 Milliarden Jahren
mit einem anderen planetarischen Körper von der Größe des Mars zusammengeprallt ist
und durch die Wucht des Aufpralls große Trümmerteile beider Körper
in die Erdumlaufbahn geschleudert wurden.
Diese Teile haben sich dann mit der Zeit zu einer immer größer werdenden Masse
verklumpt und genau diese Masse bildet schließlich den Mond, unseren Erdtrabant.
Er hat einen Durchmesser von 3476 km.
Unsere Erde hat dagegen einen Durchmesser von 12.756 km.

Es ist immer wieder unglaublich faszinierend,
sich mit der Entstehung und der Entwicklung des Weltalls zu beschäftigen.
Aber es ist auch beängstigend, denn so wie im Weltall Zerstörung stattfindet,
Sterne geboren werden und wieder sterben und der Tod eines Sterns
eine Supernova auslöst, so kann auch unser Planet Erde von einem Asteroiden,
einem Komet oder einem Gammablitz getroffen werden.
Es regnet täglich eine große Anzahl kleinerer Gesteinsbrocken
auf unsere Erde nieder.

Im Weltall ist alles in ständiger Bewegung. Alleine im Asteroidengürtel
zwischen Mars (Durchmesser 6.779km) und Jupiter (Durchmesser 139.822km)
befinden sich massenhaft Gesteinsbrocken und es gibt ungefähr 10.000 Objekte,
 die in ihrer Umlaufbahn um die Sonne, die Erdbahn kreuzen und
somit eine Kollisionsgefahr darstellen.
Sie werden daher ständig beobachtet.
 
Man kann heute sogar schon berechnen, dass selbst unsere Galaxie
in ca. 4 Milliarden Jahren mit der Andromeda Galaxie zusammenstoßen wird.
 
Wie gut, dass wir das nicht mehr miterleben.
Das wird ein ziemliches Chaos geben.
Es ist also allerhand los um uns herum - und nichts ist für die Ewigkeit gemacht.
Nicht einmal das Universum selbst, das sich immer weiter ausdehnt
und wahrscheinlich eines schönen Tages auch in sich zusammenfallen wird-
so wie die Sonne in ca. 5 Milliarden Jahren.
Sie wird sich zuerst aufblähen und dann zu einem kleinen, weißen Zwerg
verkümmern.

Aber vielleicht gibt es ja noch ein zweites, paralleles Universum -
oder ein drittes, oder ein viertes oder ganz viele  !?
Wer weiß das schon ?

 Es ist und bleibt einfach spannend und
das Universum einfach absolut faszinierend !

Angesichts der Dimensionen und der unbeschreiblichen Weiten des Weltalls
um uns herum, erscheint es mir oft so lächerlich, wenn hier auf unserem kleinen
Planet Erde Kriege geführt werden.
Wenn Menschen andere Menschen umbringen.
Das ist so traurig, so grausam und so brutal.

 Wie sagte Einstein so schön?
Zwei Dinge sind unendlich.
Das Universum und die menschliche Dummheit.
Doch beim Universum bin ich mir nicht sicher.

 
 ~*~

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



Sonntag, 4. Januar 2015

Der Sonne entgegen

 
So sehr ich die kuschelige Adventszeit auch liebe, so sehr freue ich mich jetzt wieder
über die heller werdenden und sonnigen Tage.
 
 
 
Ich freue mich auf die 365 Tage des neuen Jahres – von denen vier
ja inzwischen schon wieder vorüber sind.
Die Zeit vergeht so schnell! Viel zu schnell.
Je älter man wird, umso schneller vergeht die Zeit.
Es kommt mir jedenfalls so vor.
Das alte Jahr ist Vergangenheit; Geschichte. Erinnerungen, Fotos und
geschriebene Worte bleiben. Festgehalten im Gedächtnis, in Fotoalben,
in Tagebüchern, auf der Festplatte des Computers, oder im Internet.
„Bis in alle Ewigkeit“ – wie es immer so schön heißt,
wage ich allerdings zu bezweifeln.
Aber nicht zurück, sondern nach vorne will ich schauen –
auf die 360 Tage, die vor mir liegen.
 
 
(Januar 2015)
  
360 Tage, von denen jeder neue Tag wieder eine Möglichkeit ist,
ihn zu einem ganz besonderen Tag werden zu lassen.
Gute Vorsätze habe ich auch in diesem Jahr keine – außer vielleicht  -
das Beste aus jedem Tag zu machen und gleich morgens damit anzufangen.
Aber „gute Vorsätze“ im Sinne von „alte Gewohnheiten“ abzulegen und
mir neue anzugewöhnen, die habe ich nicht zwangsläufig am Beginn
eines neuen Jahres.
Es gäbe nichts, was sich nicht auch an jedem anderen Tag des Jahres ändern,
bzw. in Angriff nehmen ließe.
Wobei mir manche Gewohnheiten sogar sehr wichtig sind – sind es oft doch sogar
liebgewonnene Rituale, die zu meinem Tagesablauf unbedingt dazugehören.
Wenn ich etwas Neues anfangen möchte, dann tue ich das meist recht spontan –
nämlich dann, wenn mir danach ist und nicht, weil ein neues Jahr begonnen hat.
Pläne habe ich in meinem ganzen bisherigen Leben noch nie geschmiedet.
Ich bin eigentlich immer nur meinem Herzen und meiner inneren Stimme gefolgt,
wenn es galt, in einer bestimmten Situation eine Entscheidung zu treffen.
 
 
 
Auch habe ich mir nie lange im Voraus zu einem bestimmten Zeitpunkt
konkret etwas vorgenommen. (Es sei denn es handelte sich um einen Termin,
der eingehalten werden musste).
Eigentlich habe ich immer recht spontan gehandelt – selbst Urlaubs-
oder Kurzreisen waren und sind meist eine spontane Entscheidung.
Träume hatte ich dagegen immer und habe sie auch heute noch.
Die meisten meiner Träume sind sogar in Erfüllung gegangen.
Bis auf einen. Und dass dieser Traum nicht in Erfüllung ging, war im
Nachhinein betrachtet sogar mein Glück. Jedenfalls sehe ich das heute so.
Manches soll eben einfach nicht sein, auch wenn man es sich noch
so sehr wünscht.
Und was nicht sein soll, soll man auch nicht erzwingen, sondern das Leben
so annehmen, so wie es sich uns bietet.
Und genau das werde ich auch in diesem Jahr wieder jeden Tag tun.
Tag für Tag - wobei ein bisschen Träumen natürlich auch dazu gehört,
genauso wie Spontanität und Mut.
 
Also auf geht’s !
Mit frischer Kraft und mutigem Willen,
das Leben auch in diesem Jahr wieder mit Freuden annehmen.
  
Immer der Sonne entgegen !
 
An trüben Tagen kann man verzweifeln
oder auf Sonnenschein hoffen.
Auf jeden Fall gehen sie wieder vorüber,
die trüben Tage im Leben

 
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~