Mittwoch, 6. Februar 2019

Und immer wieder geht die Sonne auf

 Und zwar für alle Menschen, egal ob jung oder alt, ob arm oder reich.
Aber wer freut sich überhaupt noch über einen Sonnenaufgang ?
Wer nimmt einen so wunderschönen Sonnenaufgang überhaupt noch wahr ?
 
Morgenrot über dem Garten und Wald -
ein neuer Wintertag erwacht - so magisch !
 
 ~*~
 Ein Sonnenaufgang ist für mich immer wieder etwas ganz Besonderes.
Speziell hier auf dem Land. Es sind so wundervoller Momente, wenn die Sonne
über dem Wald zwischen den Bäumen und Tannen aufgeht und sich der
Himmel in diese unbeschreiblichen Farben färbt.
 
Aber auch auf der Insel war der Anblick eines Sonnenaufgangs oder eines
Sonnenuntergangs einfach magisch. Zu beobachten, wie die Sonne aus dem
Meer aufsteigt und am späten Nachmittag wieder im Meer versinkt, war jedes
Mal ein Erlebnis.

 
Die Natur in ihrer Schönheit bietet so viel Grund zu Freude. Es gibt so viel
Schönes zu entdecken und zu sehen, dass einem bei so manchem Anblick
immer wieder das Herz aufgeht.

 
Haben Menschen heutzutage überhaupt noch Zeit, sich an der Natur zu
erfreuen ? Manchmal denke ich, dass die Menschen mit so vielen anderen
Dingen beschäftigt sind, z. B. ständig auf ihr Smartphone zu starren, dass
sie einen so traumhaften Sonnenaufgang gar nicht mehr wahrnehmen.
Vor allem in einer Stadt, wo man zwischen den Häuserzeilen kaum etwas
von einem solchen Schauspiel mitbekommt. Dort laufen die Menschen durch
die Stadt, sehen sich die Schaufenster an, bummeln durch die Kaufhäuser
oder müssen auf den Verkehr achten.
  


Das habe ich damals in der Stadt auch getan, - allerdings ohne Handy oder
Smartphone, die gab es nämlich zu der Zeit noch gar nicht. Doch erst heute
wird mir bewusst, wie wenig ich mich damals in der Natur aufgehalten habe.
Das war für mich - außer im Urlaub - wohl noch nicht die richtige Zeit dafür,
obwohl wir auch im Grunewald, am Wannsee oder im Tiergarten spazieren
gegangen sind. Damals habe ich das jedoch ganz anders wahrgenommen.

Erst auf der Insel ist mir die wahre, die wundervolle Schönheit der Natur so
richtig bewusst geworden. Die Inseln in der Karibik sind wirklich paradiesisch
schön. Einfach traumhaft. Dort spürt man das Leben, dort ist man eins mit
der Natur. Man lebt ja mitten drin, ist umgeben von exotischen Pflanzen
und Bäumen, einer Farbenpracht, die man sich hier gar nicht vorstellen kann.
Alles ist hell und strahlt - das ganze Jahr über. Dort auf der Insel ist meine
Liebe zur Natur geweckt worden und hat mich seither nicht mehr losgelassen.

Und genau deshalb bin ich so froh und dankbar, auch hier in meiner Heimat
mitten in der Natur leben zu dürfen, auch wenn unsere Vegetation mit samt
dem Klima natürlich überhaupt nicht mit der Karibik zu vergleichen ist. Ein
Unterschied wie Tag und Nacht - auch die Art und Weise wie die Menschen
dort leben, ist nicht mit unserer Lebensweise zu vergleichen. Die Menschen
auf der Insel leben wirklich. Sie existieren nicht nur. Das Leben dort ist von
einer Langsamkeit geprägt, die man sich hier gar nicht vorstellen kann. Und
von einer Leichtigkeit. Das Leben dort fühlt sich so leicht an, wie eine Feder.
Es ist, als würde man auf Wolken dahinschweben. Einfach so - niemand macht
sich verrückt oder lässt Stress zu. Alles hat Zeit, nichts eilt - nichts ist eilig,
das Leben scheint im Zeitlupentempo abzulaufen. Kaum jemand interessiert
sich dafür, was im Rest der Welt geschieht. Die Menschen sind zu sehr damit
beschäftigt zu leben, es sich gut gehen zu lassen. Selbst in den Nachrichten ist
kaum etwas über das Geschehen im Rest der Welt zu hören. Es ist, als lebte
man tatsächlich auf einer Insel der Seligen. Deshalb sind die Menschen dort
auch so entspannt, so gelassen, so happy - immer mit einem Lächeln im
Gesicht. Davon kann man hier nur träumen. Ob das heute noch so ist, weiß
ich nicht, denn auch dort hat der Tourismus inzwischen seine Spuren hinter-
lassen.

Auch wenn ich mein Leben nach der Berufstätigkeit maximal entschleunigt
habe und jeder Tag wieder von Langsamkeit und Gelassenheit geprägt ist,
ich absolut keinen Stress zulasse, an den Nachrichten führt hier jedoch kein
Weg vorbei. Das kann einem hin und wieder ziemlich zu schaffen machen.
Vor allem deshalb, weil sich das Chaos immer weiter ausbreitet und niemand
in der Lage ist, diesem Desaster, dem Verfall ein Ende zu setzen.

Und trotzdem, die Sonne geht immer wieder auf,
jeden Morgen und sie wird die Menschheit noch um
viele Milliarden Jahre überdauern.
Die Menschheit und das von ihr verursachte Chaos
auf dieser Welt wird irgendwann ein Ende haben und
die Natur wird sich endlich wieder erholen können.

~*~

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Kommentare:

  1. Hallo liebe Laura, wunderbar, wie du den erwachenden Tag in Szene gesetzt hast.
    Sonnenauf- und untergänge sind etwas ganz wunderbares, taucht die Welt in zauberhaftes Licht.
    Hab ich in Orsbeck oft beobachtet. Hier kann ich das leider nicht sehen, dafür muss ich weiter weg.
    Ja viele Menschen sehen weder was um sie rum passiert, noch haben sie Augen für unsere Natur, der Lauf der Zeit.

    Hab einen schönen Tag und liebe Grüße von mir zu dir
    Angelika

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    1. Schade, liebe Angelika, dass du den Sonnenaufgang nicht mehr sehen kannst, aber dafür bist du ja viel in der Natur unterwegs. Das tut Körper, Geist und Seele gut.
      Das braucht man einfach, um abzuschalten und die Natur auf sich wirken zu lassen. Jetzt dauert es nicht mehr lange und der Frühling steht vor der Türe. Die Vögelchen zwitschern schon fleißig :o) - wieder ein Grund zur Freude. In Zeiten wie diesen freut man sich umso mehr darüber.
      Danke für deinen Besuch und deine netten Zeilen.
      Hab einen schönen, gemütlichen Abend uns sei ganz herzlich gegrüßt von
      Laura, die jetzt auch gleich den Feierabend einläutet.
      Alles Liebe für dich !

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  2. Herrlich die Foto vom Sonnenaufgang.- ganz toll hast du die Stimmung eingefangen.
    Vor vielen Jahren bin ich auf Mallorca extra früh aufgestanden um das Schauspiel der aus dem Meer aufgehenden sonne zu betrachten.

    Auch ich war früher viel mehr mit anderen Dingen beschäftigt wie mich in der Natur aufzuhalten, ich glaube das hat ganz viel auch mit Alter und Interessen zu tun- wenn man dann älter wird weiß man die Natur einfach viel mehr zu schätzen und sie besser genießen.

    einen schönen Tag
    wünscht gabi

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    1. Hallo, liebe Gabi, das sehe ich genau wie du. Früher war man mit anderen Dingen beschäftigt. Das ist heute wahrscheinlich auch nicht anders. Erst später hat man ja auch eigentlich die Zeit und Muße dazu.
      Ja, und es stimmt, man weiß das, wie so vieles andere, später viel mehr zu schätzen und nimmt es auch bewusster wahr und - ganz wichtig - daher genießt man es auch mehr.
      Leider nimmt man aber auch das Negative Drumherum ebenso wahr. Das hat mich früher auch nicht so interessiert, obwohl es auch damals schon so vieles zu beanstanden gab.
      Aber was soll's - machen wir einfach das Beste draus - es bleibt uns sowieso nicht anderes übrig, als
      im eigenen Verhalten mehr Rücksicht zunehmen.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag, der schon ein ganz klein wenig den Frühling erahnen lässt, Jedenfalls zwitschern die Vögelchen schon und die Zaubernuss ist dabei erst Blüten zu produzieren.
      Liebe Grüße für dich von
      Laura

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