Sonntag, 25. Oktober 2026

Angst vor der Freiheit

Oder Gedanken in turbulenten Zeiten, in denen Kriege, Konflikte und Terror sowie
weltweite Unruhen und Unsicherheiten das politische Geschehen bestimmen.

»Angst sei der Schwindel der Freiheit«, meinte Søren Kierkegaard.
Er beschreibt Angst als das Bewusstsein der eigenen unendlichen Freiheit und Möglichkeiten.

Angst vor der Freiheit? Warum sollte Freiheit Angst machen? Sollte nicht eher Unfreiheit
Angst machen?


Angst ist für Kierkegaard nichts Negatives, das uns blockieren soll, sondern das unvermeidliche
Gefühl, wenn wir unsere absolute Freiheit erkennen. Allerdings unterscheidet er strikt zwischen
Furcht, also z. B. vor einer konkreten Sache, vor dem Unbekannten, vor Armut und den eigenen
Möglichkeiten.
Kierkegaard sieht das so: Wenn die Freiheit eines Menschen eingeschränkt ist, dann sind die
Möglichkeiten, frei zu handeln, eingeschränkt. Ein anderer Mensch oder die Umstände
entscheiden oder zwingen dazu, welchen bestimmten Weg Menschen gehen sollen. Das mag
für diese Menschen ziemlich frustrierend sein, aber es erlöst sie gleichzeitig von einer
enormen Last: der Verantwortung. Wer seinen Lebensweg und die Entscheidung darüber in
andere Hände legt, gibt damit gleichzeitig die Verantwortung für sein eigenes Leben ab. Ist
ein Mensch jedoch absolut frei, dann stehen ihm unendlich viele Möglichkeiten offen. Er hat
viele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, muss dafür allerdings auch für jede seiner
Entscheidungen, die Konsequenzen tragen. Kierkegaard nutzt dazu die Beschreibung:
 »Angst ist der Schwindel der Freiheit«. Man könnte folgendes Beispiel anführen:

Ein Mensch steht an der Kante eines Abgrunds. Er hat nicht nur Angst, versehentlich zu
stürzen, sondern er realisiert in dem Moment, dass er die Freiheit hätte, selbst zu springen.
Angst ist die Erkenntnis, allein zu entscheiden, was ich tue und wie ich mich entscheide,
und dafür die Konsequenzen tragen zu müssen. Viele Menschen geben daher gerne die
Verantwortung für ihr Leben an andere ab. Ich nenne das betreutes Leben, weil es wesentlich
bequemer ist, als ein selbstbestimmtes Leben zu führen und dafür die Verantwortung zu
übernehmen.
Menschen, die selbstbestimmt in Freiheit leben, fürchten sich vor Zwängen, vor Gefängnis,
vor Kontrollverlust oder eben vor der  Einschränkung ihres freiheitlichen Lebens. Sie haben
Angst vor Einschränkungen. Das ist die Angst vor einem äußeren Zustand, der ihnen Zwänge
auferlegt. Wird ein Mensch unschuldig eingesperrt, ist seine Freiheit weg. Das erzeugt
Furcht vor dem Leid, das ihm zugefügt wird.
Da wäre die Existenzangst. Das ist ein innerer Zustand. Selbst wenn ein Mensch äußerlich
komplett frei ist, setzt gerade dann die Angst ein. Er muss sein Leben selbst gestalten. Er
kann scheitern, falsche Entscheidungen treffen oder seine Möglichkeiten nicht wahrnehmen
oder verschwenden.
Die Freiheit zwingt ihn, in die Zukunft zu blicken, die noch völlig leer und ungewiss ist. Wer
keine Angst spürt, hat noch nicht begriffen, wie frei er eigentlich ist. Die Angst zeigt, dass ein
Mensch kein programmierter Roboter ist, sondern ein Wesen, das wählen kann. Erst durch das
Durchleben dieser Angst und das Treffen von Entscheidungen, und dafür die Verantwortung
übernehmen zu müssen, wird ein Mensch zum echten Individuum.

Die Soldaten in der Ukraine sind wahrlich nicht freiwillig in den Krieg gezogen. Der Krieg
wurde ihnen vom Tyrannen-Diktator aus dem Zarenland aufgezwungen. Aber die kämpfen
für den Erhalt der Freiheit in ihrem demokratischen Land. Sie kämpfen für das Leben ihrer
Familie, ihrer Frauen und Kinder, ihrer Eltern und die kämpfen für den Erhalt ihrer Heimat.

Die Soldaten im Zarenland kämpfen für das Überleben des Tyrannen-Diktators und dessen
Großmachtfantasien. Für nichts anderes, ob sie wollen oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
Sie werden für das Überleben des Tyrannen-Diktators geopfert.

Wie sieht es jedoch mit der Angst eines Tyrannen, Autokraten oder Diktators aus?
In allererster Linie haben sie natürlich Angst vor dem Machtverlust und den Konsequenzen.
Aus Kierkegaards Sicht bedeutet es: die Flucht vor der wahren Freiheit oder die
»Unfreiheit des Diktators«.


Autokraten und Diktatoren nutzen ihre Macht oft gerade deshalb, um der existenziellen
Angst zu entkommen. Ein Diktator versucht, die unberechenbare Zukunft und die
unendlichen Möglichkeiten durch totale Kontrolle und Zwang zu eliminieren. Er will die
Welt wie eine Maschine kontrollieren. Wenn ein Autokrat, ein Diktator oder ein Tyrann
einen Krieg führt, oder Straftaten begeht, verdrängt er die Verantwortung und rechtfertigt
dies oft mit »historischer Notwendigkeit« (wie der alte Tyrann im Kreml), aus Ideologie oder
dem »Willen des Staates«. Er schiebt die persönliche Verantwortung weit von sich fort.
Wenn das System kollabiert, die Macht schwindet und die Scheinheiligkeit bricht zusammen,
wird der Diktator abrupt mit der Realität konfrontiert. Er begreift, dass er selbst diese Taten
gewählt hat und nun die Konsequenzen tragen muss. Er spürt die brutale Rückkehr der
existenziellen Verantwortung, die er jahrelang zu unterdrücken versucht hat.
Jetzt setzt die Angst des Tyrannen ein.

Seit der Antike haben bereits viele Denker festgestellt, dass gerade diejenigen, die über
absolute Macht verfügen, paradoxerweise die unfreiesten und verängstigtsten Menschen
sind.


Beim Tyrannen im Zarenland hat diese Angst bereits zu einer ausgewachsenen Paranoia
geführt. Die Angst um sein Leben.
Beim auserwählten US-Präsidenten, der sich außerdem für den erfolreichsten Präsidenten
aller US‑Zeiten hält, ist die Angst, angeklagt zu werden, ebenfalls enorm groß.

Platon geht noch einen Schritt weiter. Er beschreibt den Tyrannen als den unglücklichsten
und am meisten gefangenen Menschen überhaupt. Da der Tyrann Unrecht tut, lebt er in
ständiger, paranoider Furcht vor Rache, Verrat und dem Verlust seiner Stellung. Er hat keine
echten Freunde, sondern nur Gefolgsleute, denen er nicht trauen kann. Seine scheinbare
Freiheit führt in die totale Isolation und Angst. Die Furcht vor dem Machtverlust treibt
Diktatoren und Autokraten oft zu noch brutaleren Straftaten und Kriegen, um die Kontrolle
zu behalten. Sie begeben sich in einen Teufelskreis, bei dem die Angst das Handeln diktiert,
anstatt frei zu agieren. Er nutzt seine Macht, zu tun, was er will, aber er nutzt sie meistens,
um die Freiheit – auch die des Volkes – zu vernichten. Wenn er merkt, dass er scheitert,
verwandelt sich sein Hochmut in konkrete Furcht vor realen Konsequenzen, vor Gericht,
vor Tod oder vor Sturz.


Kierkegaard würde sagen: Der Diktator hat versucht, sich über die menschliche Existenz
zu erheben, und wird am Ende von der Angst eingeholt, weil kein Mensch der eigenen
Verantwortung und der Unberechenbarkeit der Zukunft entfliehen kann.

~*~*~*~
 
Im Gegensatz zu Tyrannen, Diktatoren und Autokraten,
die in erster Linie ihr eigenes Wohlergehen im Sinn haben,
übernimmt der Präsident der Ukraine,
Wolodymyr Selenskyj,
die Verantwortung für seine Bürger und verteidigt
die Ukraine gegen diese bösen Mächte. Daher muss er
dringend weiter unterstützt werden.


„Ich bin eine normale Person, ich bin nur ein Mensch.
Vielleicht bin ich kein so großer »Menschenfreund«
wie Putin,
aber auf jeden Fall gebe ich wirklich mein Bestes.“

Wolodymyr Selenskyj (*1978)
Präsident der Ukraine

~*~

Und das tut er in der Tat!

~*~
Please stand with Ukraine. Please support Ukraine,
as long as the country, the soldiers, and the people need your help!
Hört endlich auf, Kriege zu führen und Menschen zu töten!
Wer gibt euch überhaupt das Recht dazu?
🙏 God bless the people of the world, except the warmonger 🙏
~🦉🌳🕊️🌳~🙏~🌳🕊️🌳🦉~
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🌟Bilder mit KI erstellt by Lauras Home and Garden🌟

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