Sonntag, 23. April 2017

Zwei Dinge

regen mich immer wieder auf.
Daran ändert auch die Gelassenheit nichts, die sich normalerweise im Alter einstellt.
Das eine ist die Dummheit - auch meine eigene - wobei ich über meine eigene
Dummheit,  sofern ich niemandem damit schade und für deren Folgen ich selbst
verantwortlich bin,  auch schon mal lachen kann.

Das andere ist Verlogenheit und Heuchelei, sowohl in der Welt der Politik und
der Medienlandschaft, als auch bei manchen Menschen. Beim Überfliegen der
Schlagzeilen des heutigen Tages, beherrscht die Wahl in Frankreich die Schlag-
zeilen. Weitere Schlagzeilen behandeln den Anschlag auf den BVB-Bus. Der
AFD-Parteitag in Köln wird thematisiert sowie eine Wählerumfrage, die ergeben
hat, dass die Grünen nur noch knapp über 5% liegen.
(Dem Himmel sei Dank dafür - hoffentlich schaffen sie es noch unter die 5%-
Hürde !)
Eine Schlagzeile, über die ich schon seit einigen Tagen besorgt bin, behandelt
den sich weiter zuspitzenden Nordkorea-Konflikt. Nun droht Nordkorea nicht
nur den USA, sondern auch Australien mit einem atomaren Angriff. Der US-Flug-
zeugträger befindet sich bereits auf dem Weg nach Nordkorea, während der
Machthaber in Nordkorea damit droht, den Flugzeugträger mit einem Schlag
zu  versenken. Russland gibt Nordkorea Rückendeckung und ist dabei Kriegsgerät
an die nordkoreanische Grenze zu verlegen. Chinas Luftwaffe scheint im Umfeld
der nordkoreanischen Grenze ebenfalls aktiv zu sein und Japan ergreift erste
Schritte zur Verteidigung gegen Nordkorea.
Nachtragen möchte ich heute (25.4.) noch, dass ein US-Atom-U-Boot Südkorea
erreicht hat.
Das alles sieht nicht gut aus !
 
Was kommt da auf uns zu ? Sind es Schön- oder Schlechtwetterwolken ?
*
 
Bei diesem beängstigenden Kriegsgerassel, erscheint die Schlagzeile, dass in
unserem Land lt. der neusten Kriminalstatistik, die Zahl der tatverdächtigen
Zuwanderer im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr, um über 50% gestiegen ist,
eher banal. Bei diesen tatverdächtigen »Zuwanderern« soll es sich wohl um
eine Gruppe von »Schutzsuchenden« handeln.
Sorgen scheinen neben den »Zuwanderern« vom Balkan, insbesondere Zu-
wanderer aus Nordafrika zu bereiten. Die organisierte Kriminalität sei in unserem
Land besonders ausgeprägt. 80% der Kriminalfälle werden von international
 agierenden Banden begangen. Gestern hörte ich zufällig im Radio die Nachricht,
dass viele Gefängnisse in NRW bereits überfüllt sind und es kaum noch freie
Plätze gibt. Werden deshalb so viele Straftäter immer wieder laufen gelassen ?
Manche Täter, meist sind es junge Männer, wurden bereits mehrfach kriminell
und laufen trotzdem immer noch frei herum. Und das soll mich als Bürgerin
dieses Landes nicht verunsichern ?
Da diese neueste Kriminalstatistik, welche die Lage im Land widerspiegelt,
so manche Bürger schockieren könnte, kann man wohl davon ausgehen, dass
diese Statistik, bei der es sich um eine Sonderauswertung der Kriminalität der
»Zuwanderer« handelt, nur eine »Light-Version« ist. Die tatsächlichen Zahl
sind - zum Schutz der Bevölkerung -, höchstwahrscheinlich etwas bereinigt
worden.
 
Schließlich möchte man die Bevölkerung, würde man sie mit den wahrhaftigen
Zahlen konfrontieren, nicht verunsichern - um es mal mit den Worten unseres
BI-Ministers auszudrücken. Allein die illegale Grenzüberschreitung stellt  bereits
eine Straftat dar. Gleichzeitig beklagt er sich über diese Zustände  sowie die
zunehmende Verrohung im Land, die er selbst mit verursacht hat.

Und diejenigen, die davor gewarnt haben und es immer noch tun, werden als
Populisten abgekanzelt. Unfassbar ist das !
Wer aber jetzt meint, dass unsere Politiker aufgrund der alarmierenden Zahlen
und der beunruhigenden Lage im Land, die Grenzen zum Wohl des eigenen
Volkes, wieder schließen, weit gefehlt. Deutschland nimmt auch nach wie vor
jeden Monat weitere »Zuwanderer« oder »Schutzsuchende« aus der Türkei auf
und nimmt Italien monatlich eine bestimmte Anzahl von »Zuwanderer« aus
Nordafrika ab. Der Begriff  »Flüchtlinge« wird dabei kaum noch verwendet.
Es ärgert mich, dass Wirtschaftsflüchtlinge aus Nordafrika als Schutzsuchende
oder Zuwanderer bezeichnet werden. Das ist Volksverdummung.
Es ist auch Volksverdummung, dass uns von Politikern und Medien, Facharbeiter
angekündigt wurden, auf die sich die Wirtschaft schon freue. Eine Bereicherung
und Chance sollten diese »geschenkten Menschen« für unser Land sein.
Inzwischen kenne ich mein Land nicht wieder - es ist mir fremd geworden !
Und die Wirtschaft hat nach anderthalb Jahren festgestellt, dass die meisten
der »Zuwanderer« für den Arbeitsmarkt nicht qualifiziert sind.
Oh, welch böses Erwachen !
Viele Bürger, mit einem ganz normalen Menschenverstand, haben das schon
erkannt, als die Menschenmassen illegal über die Grenzen in unser Land
strömten. Bis zum Jahr 2020 rechnet die Bundesregierung mit weiteren  3,6
Millionen »Flüchtlingen« zuzüglich deren späterer Familiennachzug.
In Karlsruhe z.B. leben inzwischen 170 Nationalitäten. Von den 307.000 Ein-
wohnern  haben bereits 17,2%  einen ausländischen Pass und weitere 10,5% 
sind Deutsche mit  Migrationshintergrund.
Als »eine bunte Vielfalt« wird das vom Amtsblatt der Stadt Karlsruhe
beschrieben.
*
Wer sich den Gesetzen nicht fügen will,
muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.
Goethe
*
Würden sich unsere Politiker doch bloß daran halten !
Es blieben diesem Land viele Probleme erspart.
Immerhin steht unsere Freiheit und unsere Lebensqualität auf dem Spiel.
So kann es einfach nicht weitergehen !

Das sollte auch für alle Machthaber dieser Welt gelten !
Halten sie sich an die Menschenrechte ?
Handeln sie zum Wohl der Menschen in ihren Ländern ?
Denken sie bei ihrem Handeln an die Folgen für das Volk ?
 
*

Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.
Helmut Schmidt
1918-2015
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von
  1974 - 1982
 
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Samstag, 22. April 2017

Apfelblüten in frostigen Nächten

Sie haben glücklicherweise nicht unter den nächtlichen Minustemperaturen gelitten
und blühen nach wie vor fröhlich vor sich hin.


Viele Blüten hat der "alte" Baum auch in diesem Jahr nicht produziert.
Die Ernte wird dementsprechend mager ausfallen.

 

Das neue Bäumchen tut sich ebenfalls noch schwer.


Ihm halte ich zugute, dass es noch ein junges und schwaches Bäumchen ist,
welches sich erst zu einem kräftigen Baum entwickeln muss.

Vielleicht schafft es ja in diesem Jahr auch wieder zwei Äpfel ;o).

In Süddeutschland hat der nächtliche Frost wohl ziemlichen Schaden in den Weinbergen
und bei den Apfelbauern angerichtet. Hoffentlich ist der Verlust nicht zu groß.
Das könnte sich auf die Preise auswirken.

Hier im Garten haben die frischen Triebe der Camelien gelitten.
Sie sind braun gefärbt, sehen abgestorben und gar nicht gut aus.
Ich werde sie wohl oder übel zurückschneiden müssen.
Auch die neuen Hortensien in den Kübeln haben einen Knacks weg.
Ihre Blütenpracht ist dem Frost zum Opfer gefallen, obwohl die Temperatur
hier gerade mal knapp unter "null" lag.
So schade, aber um diese Zeit - bis in den Mai hinein - muss man halt
immer mal wieder mit frostigen Nächten rechnen.
Schnee ist keiner gefallen. Dafür bin ich echt dankbar, denn auf Schnee kann
ich gerne verzichten. Immerhin findet in einer Woche der Tanz in den Mai
rund um den Maibaum statt.

Aber nicht nur die Nächte sind wettermäßig eher unangenehm, auch die Tage
bieten alles andere, als freundliches und mildes Frühlingswetter.
Nun ja, that's live - muss man halt mit leben - schauen wir mal,
wie es weitergeht - mit dem Wetter - und allem anderen.
Die Aussichten sind ja nicht besonders gut -
eher ein bisschen frustrierend.
 
 
Heute früh habe ich das erste Mal in diesem Jahr den Kuckuck gehört :o).
 
Quelle: Wikipedia Foto: Locaguapa
 
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Donnerstag, 20. April 2017

Zeitempfinden


Warum will die Zeit nicht vergehen, wenn wir auf etwas warten müssen oder
etwas sehnsüchtig herbeisehnen ?



Sei es im Wartezimmer des Arztes darauf, dass wir endlich an der Reihe sind,
oder auf dem Bahnhof, dem Flughafen, der Haltestelle. Wir warten auf die
erlösende Nachricht, dass ein lieber Mensch eine Operation gut überstanden
hat oder gut mit dem Auto am Ziel angekommen ist.
Niemand wartet gerne und während wir warten, schauen wir ständig auf
die Uhr, doch Zeit scheint still zu stehen. Wie oft schauen wir auf die Uhr,
wenn wir einen Anruf erwarten, wenn wir Besuch erwarten. Viele warten
auf den Feierabend und werfen alle fünf Minuten einen Blick auf die Uhr.
Andere sehnen den Zeitpunkt einer Verabredung herbei, doch die Zeit will
einfach nicht vergehen.
Wir zählen die Minuten bis zu einem bestimmten, bevorstehenden Ereignis,
welches wir sehnsüchtig herbeisehnen. Wir sind entweder voll freudiger
Erwartung oder voller Ungeduld und schauen immer wieder auf den Zeiger der
Uhr, doch der scheint sich nicht von der Stelle zu bewegen.

Sind wir dagegen mit etwas beschäftigt, das uns Freude bereitet oder unsere
ganze Aufmerksamkeit erfordert, erleben wir gerade etwas besonders Schönes,
wünschen wir uns oft, dass die Zeit stehenbliebe.
Was tut die Zeit jetzt ?

Sie rast nur so dahin. Sie vergeht im wie im Flug !
Woran liegt das bloß ?

Mir fällt das immer ganz besonders auf, wenn ich am Computer sitze und schreibe
oder im Garten wühle, wenn ich ein spannendes Buch lese oder mich mit einer
Freundin, einem Freund unterhalte. Wie schnell vergeht dann eine Stunde oder zwei.
Dann heißt es wieder: Du meine Güte, wie schnell doch die Zeit vergangen ist !




Und wie viel kostbare Lebens-Zeit verbringen wir erst ungewollt an einer Ampel,
oder im Stau ?
Diese Zeit scheint irgendwie verschwendet zu sein - oder ?
Kann man diese Zeit sinnvoll nutzen ?
Oder ist es tatsächlich verschwendete Zeit ?
 
Wenn ich wartende Menschen beobachte, egal wo, starren die meisten heutzutage
auf ihr Smartphone. Das erscheint mir immer wie ein sinnloser Zeitvertreib.
Dabei ist es viel spannender und aufschlussreicher, andere Menschen zu beobachten,
was ich besonders gerne tue - unauffällig versteht sich ;o).
Oder ich schaue mir - auch aus dem Auto, die Umgebung und die Landschaft an,
das ist allemal interessanter und eindrucksvoller, als auf so ein Smartphone
zu starren.
 
Niemand hat Zeit, weil man Zeit nicht besitzen kann.
Zeit ist ein Geschenk mit Verfallsdatum.

*

 
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit,
die wir nicht nutzen.
Seneca
 
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Montag, 17. April 2017

Ein paradiesicher Garten



 Was macht Frau an einem kühlen, trüben, verregneten Ostermontag?
Sie räumt ihren PC auf und findet dabei diese Kurzgeschichte.
Die Geschichte vom paradiesischen oder traurigen Garten habe ich
allerdings vor ein paar Jahren schon einmal veröffentlicht.
 
~*~
 
Es war einmal ein wunderschöner Garten, in dem es eine so vielfältige Fauna und Flora gab, dass man sich gar nicht satt sehen konnte. Es war das reinste Paradies.  In diesem Garten wuchsen zahlreiche Sträucher mit farbenfrohen Blüten, von denen jede einzelne in einer anderen Farbe glänzte. Dazwischen tummelten sich so viele verschiedene bunte Blumen, dass es die reinste Freude war, jede einzelne von ihnen genauer zu betrachten. Rosen jeglicher Art zierten ein großes Beet, während andere an dem hohen Rosenbogen emporkletterten. Bäume und Tannen spendeten in den heißen Sommermonaten genug Schatten und ein kleiner, natürlicher Teich, der sich in einer kleinen Mulde aus Grundwasser gebildet hatte, bescherte den zahlreichen Fröschen einen angenehmen Aufenthaltsort. Libellen, Schmetterlinge, Igel und Eichhörnchen, unzählige Vögel und kleine Waldmäuse hatten in diesem paradiesischen Garten ein Zuhause gefunden. Sie alle, die vielen Blumen, Sträucher, Hecken, die Tannen, Bäume und all die anderen Lebewesen fühlten sich wohl in diesem Garten, den der alten Mann liebevoll hegte und pflegte.
 
 
Dies ist ein Foto aus "meinem" geliebten Garten
 
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Und dann passierte es. Von einem Tag zum anderen war für den alten Mann die Zeit gekommen, sich von dieser Welt zu verabschieden und der paradiesische Garten samt dem großen Haus, stand zum Verkauf.
Das fröhliche Leben in dem einst so herrlichen Paradies, schien eine Pause einzulegen und auf einen neuen Pfleger zu warten, der sich genau so liebevoll um all die Bewohner dieses Fleckchens Erde kümmern würde, wie der alte Mann.
Doch eines Tages zog eine ältere, energische, ziemlich resolute Dame in dieses Haus ein und krempelte es erst einmal  rigoros um. Mit fuchtelnden Händen, gab sie den Handwerkern Anweisungen für eine neue Terrasse, ein neues Terrassendach, einen Vorbau und einen neuen Weg, der geradewegs durch den Teich führen sollte.
„Der Teich muss weg. Er ist eine Brutstelle für Mücken und die will ich nicht in meinem Garten haben“ gab sie dem Gärtner zu verstehen, als sie mit ihm durch diesen wunderschönen Garten eilte. „Außerdem geht mir das Gequake der Frösche auf die Nerven. Und die Rosen müssen auch weg. Die machen nur Dreck, wenn sie ihre Blüten verlieren.
Der Gärtner, der sein Geld damit verdient, einen Garten anzulegen und zu pflegen, war etwas irritiert. Er war eigentlich gekommen, um die ganz normalen Arbeiten in einem Garten zu verrichten und nun sollte er all die wunderschönen  Rosen herausreißen ?
„Und diese Blumen müssen auch weg". Sie deutete mit einer Kopfbewegung auf das große Beet, in dem sich verschiedene Sommerstauden der Sonne entgegenstreckten.
"Das ist mir einfach zu bunt und passt nicht zum Stil der Terrassenmöbel. Und wenn sie schon dabei sind, können sie auch den Flieder und die anderen blühenden Sträucher entfernen. Die ziehen nur die Wespen und Bienen an und die sind nur lästig“.
Der Gärtner notierte sich all ihre Wünsche auf einem Block, damit er ihre Anweisungen nicht vergessen würde.
Sie gingen weiter durch den Garten. „Diese Bäume müssen gefällt werden“, wies sie ihn an. „Notieren sie das. Es ist zu viel Arbeit, das ganze Laub zusammenzufegen, wenn im Herbst die Blätter fallen. Der verdutzte Gärtner notierte weiter, dass er auch die Tanne um die Hälfte kürzen sollte, weil diese eventuell bei einem Sturm auf ihr Haus stürzen könnte. Selbst der alte Apfelbaum vor der Terrasse, der im Frühjahr so wunderschön blühte und im Herbst reichlich Früchte trug, musste weichen, weil er ihr den Ausblick versperrte.
 
Azaleen in meinem Garten
 
Das einzige, was in diesem Garten stehen bleiben durfte, waren die Hecken rund um das Grundstück, denn auch die in allen Farben blühenden Rhododendren sollten verschwinden, weil auch sie  wenn sie verblühte waren, zu viel Dreck machten. Der Gärtner, der Blumen und Pflanzen über alles liebte, konnte sich nur schwer überwinden, ihren Auftrag anzunehmen, aber letztendlich tat er nur seine Arbeit. Und wenn er es nicht tat, würde sich bestimmt ein anderer finden. Also machte er sich an die Arbeit.
Nach zwei Wochen war er fertig. Übriggeblieben war ein Grundstück mit einer großen Rasenfläche, durch die ein Weg zum anderen Ende des Grundstücks führte und einer hohen immergrünen, pflegeleichten Hecke.  Geld für einen Gärtner, der ihren wunderschönen Garten auch weiterhin hätte pflegen können, wollte sie nicht ausgeben, das wäre in ihren Augen Geldverschwendung gewesen. Sich selbst um den Garten zu kümmern, kam für sie auch nicht infrage, weil das ihren Händen geschadet hätte.
Und so saß sie im Sommer Tag für Tag auf ihrer Terrasse und schaute in den Garten, mit dem sie keine Arbeit mehr hatte und wurde von Tag zu Tag depressiver. Schließlich hielt sie es in diesem Garten nicht mehr aus und fuhr jeden Tag in das kleine Cafe im Ort, aber auch dort fand sie keine Ruhe. Schließlich suchte sie Ablenkung mit Reiki-Stunden und sprach mit Engeln, was ihr auch nicht weiterhalf. Aber sie war wenigstens nicht mehr alleine. Inzwischen schlief sie schlecht,  war am Tag wie gerädert und schlecht gelaunt, so dass sie irgendwann einen Arzt aufsuchte, der er irgendwelche bunten Pillen verschrieb. Die trugen auch nicht wesentlich zu ihrer Besserung bei. Sie war jetzt nicht nur sehr deprimiert, sie begann sich auch sehr einsam zu fühlen. Um diese Leere auszufüllen, fuhr sie nun regelmäßig in die nächst größere Stadt und gab viel Geld für allerlei Dinge aus, die sie nicht wirklich benötigte. Als auch diese Dinge ihr nicht die erwartete Freude bereiteten, suchte sie schließlich einen Psychiater auf, bei dem sie auch heute noch in Behandlung ist.
Und so wurde aus einem einst wunderschönen Garten, der ein Paradies voller Leben und Fröhlichkeit war, ein trauriger Garten, aus dem fast alles Leben und jegliche Freude verschwunden war.
 
Der Text unterliegt dem © Copyright

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Eine erfundene Geschichte?
Nein, es ist eine wahre Geschichte, die sich genauso zugetragen hat.

*

Es fängt im Kleinen an, doch wenn wir Menschen weiterhin diesen Raubbau
an der Natur betreiben, dann könnte es unserer Erde irgendwann einmal
genauso ergehen, wie diesem einst so paradiesischen Garten.


Mein Garten

*

Diesen Artikel lohnt es sich zu lesen:
Die Menschheit benötigt bis zum Jahr 2030 eine zweite Erde !

 
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Samstag, 15. April 2017

Bunte Ostereier


Zarte Frühlingsdüfte,
Ziehen durch die milden Lüfte.
Blauer Himmel und Sonnenschein
 Laden uns heut‘ ins Grüne ein.
   

 
 
Und mitten drin im grünen Gras, 
Da hoppelt er, der Osterhas. 
Versteckt die Eier hier und dort. 
Und schon ist er auch wieder fort.

 
Bei den Veilchen hat er sie versteckt.
Voll Freude hab ich sie dort entdeckt.
So wollen wir nun mit bunten Eiern,
Das Osterfest heut‘ fröhlich feiern.

© Ursula Evelyn

 

Ein fröhliches Ostereiersuchen fällt in diesem Jahr ob des wechselhaften,
kalten und trüben Wetters höchstwahrscheinlich aus. :o(.
Gefeiert wird trotzdem - allerdings eher still und leise ;o).
Das Leben sollte man jeden Tag feiern !

Die obigen Osterkarten stammen noch aus der Mitte des letzten Jahrhunderts
und erinnern mich an die vielen Osterfeste meiner Kindheit.
Ostern zur damaligen Zeit bringe ich nicht nur in Verbindung mit der
Ostereiersuche, sondern ich erinnere mich auch daran, dass wir Kinder
zu Ostern das erste Mal nach dem Winter wieder Kniestrümpfe,
statt der dicken Strumpfhosen anziehen durften.
Als Kind war das für mich ein unglaublich befreiendes Gefühl.
 
Damals, wenn wir am großen Tisch mit der Mutter Eier färbten,
malten wir mit den Farben aus unserem Malkasten, eigene Motive auf die
Eier oder wir klebten kleine, bunte Abziehbildchen darauf.
Ich weiß gar nicht, ob es diese Bildchen heute noch gibt.

Am Ostersonntag machten wir uns dann mit den Eltern zur Eiersuche auf den
Weg zur Rheinwiese - oder in die Kämpen, einem Naturschutzgebiet, wo um
diese Zeit unzählige Apfelbäume unter strahlend blauem Himmel in voller Blüte
standen. Und später zum Kaffee gab es immer einen Osterhefekranz mit Mandeln,
den ich heute noch jedes Jahr zu Ostern, nach dem Rezept meiner Mutter backe.
 
Es sind so schöne Erinnerungen an die Kindheit und an eine unbeschwerte,
friedliche und harmonische Zeit, in der man als Kind noch unbeaufsichtigt
und völlig unbekümmert, auf der Straße spielen oder sich auf den Spielplätzen
austoben konnte.
Diese Zeiten sind vorbei. Es gibt sie nicht mehr - wie so vieles andere auch,
das mir einmal lieb und wert war. Heute traue ich mich als erwachsene Frau
kaum noch irgendwo alleine hin - weder hier in den Wald mit den Knuddels
zum Spazierengehen, noch zum Fahrradfahren in die schöne Gegend hier.
Aber auch zu Zweit ist man - je nachdem wo man sich gerade aufhält -,
nicht mehr unbedingt sicher.
Mich stimmt das traurig, ist es doch ein großer Einschnitt in unsere Freiheit
und unsere Lebensqualität.

Dennoch, frohe Ostern und ein fröhliches Ostereiersuchen -
wo auch immer !
 
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Freitag, 14. April 2017

Wenn die Sonne lockt

 dann beginnt der Tag gleich am frühen Morgen besonders heiter.
Ich genieße es so sehr, wenn sie durch das Fenster in mein Schlafzimmer
scheint, so, als wolle sie mich mit ihren hellen Strahlen aus dem Bett locken.
Ist es dagegen grau und trüb, so wie zurzeit, dann drehe ich mich gerne noch
mal auf die andere Seite und döse noch ein Viertelstündchen vor mich hin.
 

Nun ist er wirklich da, der Frühling !
Sollte man jedenfalls meinen, doch der April hat anderes im Sinn.
Keine Sonne, keine Wärme - nur trüber Himmel und dicke Wolken -
also einfach ein bisschen länger schlafen oder dösen. Keine Eile mit
dem Aufstehen - zumal sich Feiertage anbieten, noch einen Gang
zurückzuschalten und alles langsam anzugehen.
   
 
Die Forsythien sind inzwischen verblüht und so habe ich inzwischen
auch die Rosen zurückgeschnitten. Wie fast in jedem Jahr, habe ich
auch in diesem Frühjahr wieder neue Rosenkinder in den Garten
eingeladen. 
Es sind  sogar zwar adelige Rosenkinder dabei.
Herzogin Christiana, die ist hier abgebildet und
Rosengräfin Marie Henriette.

 Aus dem Katalog meines Lieblingsrosenzüchters Kordes
 

 Inzwischen sind sie wohlbehalten eingetroffen und haben ein ihnen gebührendes,
luftiges Sonnenplätzchen im Garten eingenommen. Hoffentlich fühlen sie sich
dort wohl.
Wenn ich die Rosenvielfalt in den Broschüren und Zeitschriften betrachte, die
vielen wunderschönen Fotos, dann denke ich manchmal, dass ich eigentlich ganz
gerne in einer Rosenschule gearbeitet hätte - statt in einem Office. Auch ein
riesengroßer Rosengarten würde mir gefallen.
Der Wald hier bietet eigentlich nicht die richtige Voraussetzung für Rosen.
Deshalb blühen sie hier auch nicht so üppig wie anderswo.  Inzwischen habe
ich sie mit speziellem Rosendünger versorgt und hoffe, dass sie mir dies im Juni
mit einer üppigen Blütenpracht danken.

Ein bisschen Vorfreude darauf darf auch jetzt schon sein.  Ich hoffe so sehr, dass
die Tage nun recht bald wieder heller, wärmer und sonniger werden, damit die
gesamte Natur sich so richtig entfalten kann.  Hier wäre Regen dringend
notwendig, aber trotz dicker, dunkler Wolken hat es schon seit Wochen
keinen richtig kräftigen Regenschauer mehr  gegeben.

*

Es ist wichtiger, dass jemand sich über eine Rosenblüte freut,
als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop legt.
Oscar Wilde

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Donnerstag, 13. April 2017

Schnee und Graupel ?

 
Nass, kalt, wechselhaft, windig gar stürmisch ?
Zu Ostern ?
Zur Apfelblütenzeit ?
Da wird wohl so manch eine geplante Grillparty buchstäblich ins Wasser fallen.
 
 
Die Aussichten sind alles andere als frühlingshaft.
Wir werden hier in der Mitte, im Norden und Osten unseres Landes,
dicke Pullover, Jacken und Schals brauchen, sollten wir uns hinaus
wagen wollen.
Och nee, nicht einmal Gartenwetter ist da in Sicht.
Also wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben, als Holz für den Kamin
bereitzuhalten und schon mal einige Filme aus dem Regal auszusuchen,
die ich mir bei diesen Wetteraussichten nach der Teestunde anschauen könnte.
 
Obwohl schon etwas älter (aus 2009), wird es wohl der Film "The Road" sein,
den ich mir jetzt endlich mal anschauen werde, auch wenn der wohl nicht
gerade zur Aufmunterung oder Aufheiterung beitragen wird.
Es handelt sich nämlich um einen Endzeitfilm und ist eine Adaption des Romans
"Die Straße" von Cormac McCarthy, einem amerikanischen Schriftsteller.
Beim Lesen dieses Romans hat bereits so manch einer wirklich Angst bekommen,
denn obwohl es sich bei diesem Roman/ Film um ein sehr düsteres Science Fiction-
Drama handelt, so ist die Handlung keineswegs so realitätsfern, wie man
vielleicht meinen könnte. Man muss sich nur mal den fortschreitenden Klimawandel
vor Augen halten, der das Leben auf der Erde nachhaltig verändern und ins Chaos
stürzen kann. Oder die Möglichkeit des Vulkanausbruchs im Yellowstone Park/ USA,
dessen Asche nach einem Ausbruch, die Sonne auf Jahre hinaus verdunkelt kann,
so dass die Menschheit von einer lang anhaltenden Eiszeit bedroht wäre.
 

Würden die Menschen sich öfter bewusst machen, dass sie zum Klimawandel
beitragen und dieser bedrohliche Ausmaße annehmen kann, würden sie vielleicht ihr
Konsumverhalten ändern und auch öfter mal auf das Fahren mit dem Auto verzichten.
Denn die Menschheit wird die Folgen des fortschreitenden Klimawandels tragen
müssen, ob sie nun will oder nicht.

Ein Vulkanausbruch hat natürlich nichts mit unserem Konsumverhalten zu tun.
Im Fall eines derart gewaltigen Ausbruchs wäre es sogar höchst angebracht,
einen reichlichen Vorrat an Lebensmittel und sonstigen Dingen zu horten,
um überleben zu können.
 
*
 
Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht, ist arm.
Seneca
 
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