Samstag, 15. August 2015

Summer in the City

Auch in manchen Teilen einer großen City gibt es kleine Paradiese.
 
 
Zum Beispiel der Nordpark in Düsseldorf. (Nordparks gibt es übrigens in vielen
Städten ;o)) Ein Paradies nicht nur für große, sondern auch für kleine Kinder.
Natürlich kam beim Anblick dieser Schaukel auch das Kind in mir wieder zum
Vorschein. Trotz meiner damals 45 Jahre, kam ich nicht umhin, unbedingt
schaukeln zu wollen.
 

Der japanische Garten im Nordpark ist neben dem Kinderspielplatz eins der
anderen Highlights in diesem wunderschön angelegten Park.

 
Gärten, Parks, Burgen, Schlösser und Klöster übten schon immer eine große
Anziehungskraft auf mich aus und das ist,  wie das Kind in mir, bis heute
so geblieben.

 
Gerade in einer Stadt sind Gärten und Parkanlagen willkommene kleine Oasen
der Stille. Kleine Orte, die Erholung und Entspannung vom übrigen Lärm
der Stadt bieten - vorausgesetzt es sind nicht allzu viele Menschen unterwegs.
Denn Menschengedränge hat für mich so gar nichts Erholsames - im Gegenteil -
Menschenmassen und Menschenansammlungen erdrücken mich eher.
Deshalb gehe ich einer Menschenmenge - egal wo - immer aus dem Weg.
 
 
Je weniger Menschen, Asphalt und Beton um mich herum, dafür mehr Natur,
mehr Bäumen, Pflanzen und Blumen, umso größere Freude und Zufriedenheit,
empfinde ich.
Kein Wunder, dass ich davon nicht genug bekommen kann.
 
Wenn man selbst ein freudvolles und zufriedenes Leben führt, dann möchte
man so gerne, dass es allen anderen Menschen auch so gut geht.
Man möchte ihnen so gerne helfen, den Weg zu einem zufriedenen Leben zu
finden. Im Laufe der Zeit habe ich jedoch festgestellt, dass das unmöglich ist,
weil jeder Mensch seinen ganz eigenen Weg selbst gehen muss. Jeder muss
für sich selbst herausfinden, was ihn glücklich und zufrieden macht. Worüber
er sich freuen kann und was zu seinem Wohlbefinden beträgt, sich positiv
auf ihn auswirkt.
Man kann einem Mensch, der durch ein Tief geht - sich vielleicht sogar in
einem tiefen Loch befindet, nur die Hand reichen, um ihm da wieder heraus-
zuhelfen. Man kann ihm helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Nur
laufen muss er alleine.
Manch einer muss das Laufen sogar erst wieder erlernen. Schritt für Schritt
zurück in ein glückliches, zufriedenes Leben finden.
 
Ich habe aber auch erfahren, dass es sehr bösartige Menschen gibt.Menschen,
die anderen Menschen das Glück ein zufriedenes Leben führen zu können,
neiden, weil sie selbst unzufrieden sind. Schon gar nicht können sie sich über
das Glück und die Zufriedenheit eines anderen Menschen freuen; würden es am
liebsten sogar zerstören, weil es ihnen selbst versagt ist, ein zufriedenes Leben
zu führen. Diesen unzufriedenen Menschen kann man auch nicht helfen,
obwohl sie einem wirklich sehr leid tun können.
Das ist eine Erkenntnis, die ich erst in den letzten Jahren gewonnen habe. Sie hat
mir sehr dabei geholfen, auch die »Schattenseite« eines Menschen zu sehen,
nie zu vergessen, dass jeder, absolut jeder Mensch auch eine Schattenseite hat,
die er natürlich so gut es geht, zu verbergen sucht.
Man muss schon über eine gute Portion Menschenkenntnis verfügen, um auch
die »dunkle Seite« eines Menschen sehen zu können. Und das gelingt mir
immer besser, je älter ich werde.
(Das ist auch ein Vorteil des Alters ;o)).
Natürlich habe auch ich eine Schattenseite, die andere vielleicht viel besser
 erkennen können, als ich selbst. Ich selbst habe immer wieder versucht, meine
»dunkle Seite« in mir zu entdecken und zu beschreiben. Vielleicht könnte man
sie als unsozial beschreiben, weil ich mich immer mehr von den Menschen
zurückziehe. Weil es mir schwerfällt, Menschen zu vertrauen. Vielleicht, weil
ich zu oft enttäuscht und verletzt wurde.
Heute kann mich niemand mehr verletzen und wenn ich enttäuscht bin,
dann liegt das einzig an mir alleine und daran, dass meine Erwartungen an
manche Menschen zu hoch waren und gar nicht erfüllt werden konnten.
Was ich vor allem von anderen Menschen gelernt habe ist:
 
Dass man am Benehmen eines Menschen erkennen kann,
welch »Geistes Kind« er ist und
wie man es - und was man im Leben nicht machen sollte.
 
 
*
 
Ich freu' mich so, dass mein Compi wieder funktioniert. In den letzten Tagen
hatte er mehrfach seinen Geist aufgegeben und ist immer wieder, obwohl
noch relativ neu, abgestürzt. Und das gerade jetzt, da ich die Lust am Schreiben
wieder (für mich) entdeckt habe. Wen mein Geschreibsel nicht interessiert und
es langweilig findet, der muss es ja nicht lesen.
Der weiß aber auch nicht, was ihm entgeht.
Jetzt muss ich wirklich über mich selbst lachen !
J
Was wäre das Leben ohne Humor -
und ohne die kleinen, grünen Oasen in den Wüsten der Städte -
vor allem im Sommer !
 
~*~
 
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Donnerstag, 13. August 2015

Tessie meint

chillen ist eine feine Sache und das war heute, neben faulenzen
 und Schlaf nachholen, den ganzen Tag angesagt.
Wir drei sind - bis auf Prof. Herrchen, der heute arbeiten musste, so müde und faul.
Das liegt daran, dass Frauchen sich in der gestrigen Nacht etwas merkwürdig verhalten hat.
 
 
Sie wollte gestern Abend unbedingt auf der Terrasse bleiben, hat immer etwas von
irgendwelchen Sternschnuppen erzählt, die zuhauf vom Himmel regnen sollten.
Dabei sah es gar nicht nach Regen aus. Der Himmel war echt klar.
Um kurz nach 22:00 Uhr zeigte sie plötzlich mit dem Finger in den Himmel und rief :
"W O W, da ist sie - die Ei-Ess-Ess".
Ich fuhr hoch, '"Ei-Ess-Ess" hatte ich noch nie gehört. Ich kenne nur das Ei,
das Tinka und ich samstags immer zum Frühstück ess - ähm - fressen.
Auch Prof. Herrchen, der schon fast eingeschlafen war, schreckte verschlafen hoch: "Wo?"
"Wow, ist die schnell", staunte das Frauchen und deutete auf einen hellen Punkt am Himmel,
der sich ziemlich schnell aus westlicher Richtung kommend über unsere Köpfe hinweg,
nach Osten bewegte.
(Die Geschwindigkeit der ISS beträgt übrigens 28.400 Km/h. Sie umkreist die Erde
in einer Höhe von 400 km und benötigt dafür 92 Minuten !!!! )
Auch Prof. Herrchen starrte nun in den Himmel und nun verfolgten sie beide diesen
hellen Punkt am Himmel so lange, bis er hinter ein paar dünnen Wolken verschwunden war.
Doch ins Haus wollte das Frauchen danach immer noch nicht.
Verstehe einer die Menschen.
Tinka und ich waren sehr müde. Auch Prof. Herrchen fielen die Augen bereits zu.
Und so zogen wir es nach einer Weile vor, Frauchen alleine draußen zu lassen
und schlafen zu gehen.
Frauchen meinte: Immer wenn es romantisch wird, schlafen Männer ein ;o)
 
Heute Morgen erzählte Frauchen, dass auch sie sich bald darauf  ins Bett gelegt habe,
weil sich der Himmel zugezogen hatte und nix mehr zu sehen war von den Sternschnuppen.
 
Frauchen meint, sie sei heute gerädert und habe Kopfweh -
das könne allerdings auch wieder am Wetter liegen.
Doch Sternschnuppen will sie auch heute Nacht wieder gucken.
Ich hab nichts dagegen, dann können wir morgen wieder chillen und faulenzen.
 
 
Ich mag solche faulen, gechillten Tage sehr.
Auf diesem Foto bin ich etwas verwackelt. Das liegt nicht an mir, sondern an Frauchen,
der heute wohl der richtige Durchblick fehlte.
Und pssssst, sie hat außerdem noch gar nicht mitbekommen, dass es heute Abend
und in der Nacht wieder schwere Unwetter geben soll.
- Warnstufe ROT ist angesagt -
also is wieder nix mit Sternschnuppengucken, aber pssssst !
  
Dann gucken wir eben wieder Blümchen.
 
 
so wie hier die Compassion-Rose, eine von Frauchen Lieblingsrosen.

 
Wenn man in ihre Nähe kommt,
wird man von einem ganz wunderbar betörenden Duft eingehüllt,
meint das Frauchen und ich meine das auch.
 
~*~
 
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Mittwoch, 12. August 2015

Meeresblicke

Das Meer hat schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt.
Ich war fünfzehn Jahre, als ich zum ersten Mal - mit der Erlaubnis
meiner Eltern - ans Meer reisen durfte.
Es war ein unglaublicher und unvergesslicher Augenblick und Anblick.
Wenn man aus der Enge einer Stadt kommt und sich dann plötzlich diese
unendliche Weite vor einem auftut, ist man erst einmal voller sprach-
losem Staunen und absolut fasziniert.
Dieser nicht enden wollende Horizont !
Diese enormen Wassermassen - einfach umwerfend !

(Barbados - meine »alte Heimat« - auch im Paradies ziehen schon mal Wolken auf ;o)
 
Damals, vor über 50 Jahren, sind meine Cousine und ich mit einer Gruppe
Mädchen im Zug nach Norddeich gefahren, um uns von dort mit der Fähre nach Norderney schippern zu lassen. Eine Fähre im eigentlichen Sinne war es gar
nicht, eher so ein mittelgroßer Fischkutter, der in den Wellen bei einem recht
ordentlichen Seegang, ganz schön hin- und her - bzw. rauf- und runter
schaukelte. Der Wind war sehr heftig, fast stürmisch, sodass wir auf Deck
durch die Gischt trotz unserer damals hochmodischen(?!;o), dunkelblauen
Nylonmäntel, ziemlich durchnässt wurden.
Der Anblick jedoch, der mich erwartete, als ich aus dem Zug stieg, war einfach
überwältigend und übertraf alle Vorstellungen, die ich mir jemals von einem
Meer gemacht hatte. Ich weiß noch, dass ich eine ganze Weile dastand und
mich an diesem faszinierenden Naturschauspiel gar nicht sattsehen konnte.
 
 
Seit diesem ersten Aufenthalt am Meer hat sich an der Faszination »Meer« für
mich nichts geändert. Ich liebe das Meer. Ich liebe es, am Strand zu sitzen, in
die Brandung zu schauen, zu sehen, wie die Wellen unermüdlich ans Ufer
brechen. Ich liebe dieses niemals endende Rauschen des Meeres, seine Farbe,
den Salzgeruch, die Muscheln, die ans Ufer gespült werden.
Ich liebe es, wenn die Sonne die Wellen glitzern lässt und der Mond sich in der
Nacht in den Wellen spiegelt. Ich liebe diese endlose Weite, dieses Gefühl von
Freiheit, den der Blick in den Horizont, dort, wo sich Meer und Himmel
treffen, auslöst. Seitdem führten mich meine Reisen immer wieder ans Meer.
In jüngeren Jahren zog es mich im Sommer immer öfter an die holländische
Küste, die Nord- und Ostsee, später an die Atlantikküste, den Indischen
Ozean sowie ans Mittelmeer und auf die Inseln im karibischen Meer.
 
So sehr ich das Meer auch liebe, so groß ist mein Respekt vor dieser Kraft, vor
der Energie, der Urgewalt und der zerstörerischen Heimtücke, die in den
Tiefen des Meeres lauert. Die Sehnsucht nach den Weiten des Meeres aber,
hat mich nie wieder losgelassen.
 

 
 
Erst mit einer Reise ins karibische Meer wurde meine Sehnsucht gestillt.
Dort geschah etwas, was mir noch nie zuvor an einem anderen Ort passiert
ist. Ich habe mich gleich nach der Ankunft auf dieser Insel zu Hause gefühlt,
obwohl es schon dunkel war, als das Flugzeug dort landete. Außer der
tropischen Luft, die mich empfing, dem nächtlichen Konzert der Zikaden,
den Kokospalmen am Straßenrand, den Abermillionen Sternen am pech-
schwarzen Himmel, konnte ich in der Dunkelheit auf der Fahrt zum Hotel
nicht viel wahrnehmen.
Es war eher ein Gefühl.  - Ein Gefühl tief in meiner Seele - es war das Gefühl
angekommen zu sein.
 
Nie wäre mir damals auch nur eine Sekunde in den Sinn gekommen, dass
ich eines Tages auf dieser Insel leben und diese Insel zu meiner neuen
Heimat werden würde.
 
 
 
Doch der Traum vom Leben in diesem Insel-Paradies ging nur sechs Monate
später tatsächlich in Erfüllung.
 
Was für ein Glück !
 
*
 
Traurig ist dagegen, dass die Meere inzwischen so zugemüllt werden und
dieser von Menschen produzierte Müll den vielen Meeresbewohnern immer
mehr Lebensraum wegnimmt!
Sollte es nicht wirklich an der Zeit sein, endlich umzudenken ? Den Konsum
einzuschränken und die Profitgier nicht länger in den Vordergrund zu stellen ?
Die Folgen für die Natur, die Tierwelt und die Menschheit werden immer
schlimmer und schließlich werden sie nicht mehr aufzuhalten sein.
Die ersten Anzeichen sind ja bereits überdeutlich zu spüren.
 
(Da schwimmt kein Mensch, sondern eine einsame Boje ;o)
 
 Vorüber die Flut.
Noch braust es fern.
Wild Wasser und oben
Stern an Stern.

Wer sah es wohl,
O selig Land,
Wie dich die Welle
Überwand.

Noch braust es fern.
Der Nachtwind bringt
Erinnerung und eine Welle
Verlief im Sand
 
Rainer Maria Rilke
 
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Dienstag, 11. August 2015

In Erinnerungen schwelgen ...

kann melancholisch stimmen, aber auch richtig glücklich machen.
Mir zaubert es immer, je nach dem an was ich gerade so denke, ein Schmunzeln
oder ein Lächeln ins Gesicht.
Doch bevor ich mit meiner Reise in vergangene Zeiten beginne,
muss ich einfach meine geliebte Cottage-Rose noch einmal hier verewigen.
Hat sie es doch tatsächlich noch einmal wissen wollen und trotz des
wechselhaften Wetters ein paar wundervolle Blüten produziert.
 
 
Sie ist wirklich eine Schöne, diese Rose und ich hoffe,

 
sie bleibt mir noch viele Jahre erhalten.

 
Sie trägt noch einige Knospen, die sich bestimmt in den nächsten Tagen,
wenn die Sonne wieder hinter der Wolkendecke hervorkommt, noch öffnen.
 
 
 Auch diese Rosen, die Heritage und die Marie Curie blühen noch einmal und
der rosafarbene Hibiskus, der sich mit seinem Blühen immer etwas länger Zeit lässt,
als der lilafarbene, blüht nun auch endlich.
 
*
 
Demnächst werde ich mal in meiner Fotokiste stöbern und sehen, was ich da so alles finde.
Fotokiste bedeutet eigentlich, dass es sich um Fotos handelt, die ich vor langer Zeit
mal gescannt habe, weil sie zu Zeiten aufgenommen wurden, als man noch Filme
in die Kameras einlegen und im Fotogeschäft entwickeln lassen musste.
Damals war ich immer sehr ungeduldig und konnte es kaum erwarten,
zu sehen, was aus den "geknipsten" Fotos geworden ist.
 
Was ich allerdings sehr bedauere, ist die Tatsache, dass so viele Fotos durch meine
ständigen Umzüge verlorengegangen oder zurückgeblieben sind -
oder ich aber auch wie so oft, keine Kamera dabei hatte.
Was hätte ich für wundervolle Fotos machen können -
insbesondere auf all den karibischen Inseln !
Fotos von der paradiesischen Schönheit dieser Inseln zu machen,
ist mir damals gar nicht so in den Sinn gekommen.
Vielleicht lag das daran, dass ich dort gelebt habe und nicht wie eine Urlauberin
mit der Kamera herumgelaufen bin.
Auch habe ich die Freude am Fotografien erst sehr viel später entdeckt.
 
Wie gut daher, dass einem die Erinnerung bleibt und man alles Geschehene,
all die Bilder aus vergangenen Zeiten, auf der "körpereigenen Festplatte" abspeichern
und jederzeit wieder abrufen kann.
Im Alter - vorausgesetzt man bleibt gesund - ist die Erinnerung letztlich alles, was bleibt.
 
Ich kann mich z. B. auch erinnern, dass ich älteren und alten Menschen
sehr gerne zugehört habe, wenn sie aus ihrem Leben erzählten.
Es war so gemütlich, mit ihnen am Tisch zu sitzen und zuzuhören,
wenn sie miteinander plauderten und jeder einzelne von ihnen
in Erinnerungen schwelgte.
 
Das war so spannend und ist es teilweise immer noch.

Heutzutage kann kaum noch jemand zuhören.
Vielleicht sind deshalb so viele Menschen in den Netzwerken unterwegs,
weil ihnen niemand zuhört.
Kaum jemand nimmt sich heute noch die Zeit einem anderen zuzuhören,
weil die meisten so damit beschäftigt sind, nur von sich selbst zu erzählen.
Denn das tun die Menschen am allerliebsten - von sich selbst erzählen,
statt den Erzählungen anderer zuzuhören.
Ob das, was sie im Netz alles so erzählen oder zeigen, andere,
noch dazu wildfremde Menschen, überhaupt interessiert ?
Ich denke, das ist wohl eher ganz selten der Fall.

Und genau deshalb schreibe ich eigentlich auch mehr für mich selbst -
obwohl ich weiß, dass eine ganz bestimmte Freundin hier
regelmäßig mitliest.
Liebe Grüße zu Dir nach Berlin ;o)).
 
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Sonntag, 9. August 2015

Merklich ruhiger...

ist es im Garten geworden.
Die Vögelchen haben, bis auf ganz wenige, ihr fröhliches Gezwitscher vorerst wieder
eingestellt. Nur die kleinen Flugtiere brummen und summen auf der Suche nach einer
leckeren Mahlzeit noch emsig herum.
 

 
Die Hummeln suhlen sich geradezu in der Fülle ihrer Mahlzeit.
Wie in ein Schlaraffenland tauchen sie in die Blüten des Hibiskus ein, um den
süßen Nektar zu schlemmen - bis sie satt und zufrieden wieder davonfliegen.


 
Und Blüten bietet der Garten reichlich, denn auch der Sommerflieder lockt die
vielen kleinen Summer und Brummer an.

 
Reichlich gekleckert wird auch !
Aber nicht nur die kleinen, emsigen Schleckermäulchen lassen es sich schmecken.
Auch wir haben - wie an fast jedem Wochenende zum Tee - beherzt ein paar
Kalorien - dieses Mal in Form von Heidelbeer-Muffins zu uns genommen.
 
 
Die sind frisch aus dem Ofen, leicht abgekühlt, einfach köstlich - aber gefährlich,
weil -
 
 
hat man sich erst eins von diesen kleinen Leckereien schmecken lassen,
kommt man sehr schnell auf den Geschmack und lässt sich ohne lange zu zögern,
auch gerne noch ein zweites schmecken, ....... oder drittes ....... oder .....
Okay, okay, -  ich geb's  ja zu, ich habe gestern vier davon genascht und nicht
eine Minute bereut !
 
Das Leben ist zu kurz um Kalorien zu zählen !
(Gleich gibt's die restlichen lecker Muffins zum Tee :o).
Alles in Maßen kann sowieso nicht schaden ;o).

Da es im Garten jetzt so viel ruhiger geworden ist; alles weiter still vor sich
hin blüht und auf meine alten Tage auch sonst nicht mehr viel Aufregendes
passiert,  werde ich in meinen kommenden »Tagebuch-Einträgen«, mal wieder
ein wenig  in die Vergangenheit reisen (im wahrsten Sinne des Wortes)
und aus dem Nähkästchen plaudern.
 
~*~
 
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Freitag, 7. August 2015

Ein Sommergewitter

Freitag 7. August - früher Morgen - Schlafzimmer - 18 Grad.
 
Es war ein Sommergewitter der sanften Art, der ganz sanften Art, das mich heute morgen
schon sehr früh aus meinen Träumen aufgeweckt hat.
Es war das erste typische Sommergewitter, das ich seit vielen, vielen Jahren erlebt habe.
Keins dieser heftig krachenden, von grellzuckenden Blitzen begleiteten Unwetter-Gewittern,
die mir jedes Mal panische Angst einjagen.
 
 
Nein, dieses Gewitter war schön. Ich konnte ihm wirklich etwas Gutes abgewinnen,
weil es so zaghaft daher kam mit seinem Donnergrollen, so einem dumpfen vor sich hin
Grummeln und seinen Blitzen.
Es war zwar von heftigem Regen begleitet, aber es war kein Starkregen und kein Hagel dabei,
und es gab vor allem keinen Sturm, bei dem ich jedes Mal um die Bäume fürchten muss.
 
 
Dieser heftige Regen hat dem Wald und dem Garten so richtig gut getan, weil er so lange anhielt.
Endlich wurde der Erdboden mal so richtig durchnässt, was ich mit meinem Pieselniesel-
Wässern aus dem Gartenschlauch ja nicht schaffe.
Ich hoffe so sehr, dass das feuchte Nass auch mal bis in die tieferen Erdschichten eindringt
und all die Wurzeln der Bäume und Pflanzen erreicht.
Das würde mein Gärtnerinnenherz so richtig erfreuen.

 
Freitag 7. August - 4 Stunden später - Garten - blauer Himmel - Sonnenschein -
24 Grad -  zu erwartende Temperatur - um 30 Grad.


Ebenfalls zu erwarten sind lt. UWZ heute ab 18:00 Uhr bis Samstagmorgen 08:00 Uhr:
Kräftige unwetterartige Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Einen weiteren Kommentar zu dieser Vorhersage erspare ich mir :o((.
 
 
Gestern - Donnerstag - 6. August - Garten - trockene Hitze knapp 36 Grad -
im Haus - 24 Grad.
 
 
Der Donnerstag war ein Backofentag mit Saharahitze. Die Luftfeuchtigkeit betrug
gestern nur 28%, so dass es draußen kaum auszuhalten war.
Jedes Mal, wenn ich in Garten ging, wurde mir von einem Schwall heißer Luft
fast die Luft zum Atmen genommen. So etwas habe ich in dieser Form
selten erlebt - oder eigentlich noch nie. Das war schon sehr extrem.
 
Heute ist das Gegenteil der Fall. Die Luft ist jetzt schon aufgrund des heftigen Regens
sehr schwül - die Luftfeuchtigkeit liegt bei 87 %. Da kann ich mir leicht ausmalen,
welches Unwetter da evtl. heute am späten Nachmittag auf uns zukommt.
 
Sie freuen sich über beides - über Sonne und Regen, die kleinen Blümchen.
Sie trotzen jedem Wetter, sowohl den brennendheißen Sonnenstrahlen, wie auch dem starken Regen.
 
Ich freue mich auch über Sonne und Regen, wenn es nur nicht immer gleich
so extrem wäre.
 
Wenn Buddha der Meinung war, dass das Wetter wieder klar ist,
wenn der Regen aufgehört hat, dann hatte er natürlich keine Vorstellung davon,
wie das Wetter im 21. Jahrhundert in NRW sein würde.
Dort, wo er lebte, dauerte die Monsun-Regenzeit von Juli bis September,
danach mag das Wetter ja wieder klar gewesen sein.
In den letzten 2000 Jahren jedoch, hat sich auch beim Wetter so einiges geändert -
und das weltweit.
Hier, in unseren Breitengraden, ändert sich das Wetter von einem Tag auf den anderen-
manchmal sogar von einer Stunde auf die andere.
Hier ist das Wetter nach dem Regen schon lange nicht mehr klar.
Schwül ist es jetzt und es wird noch schwüler werden, je höher die Temperatur heute klettert.
Also wieder ein Tag, den ich mehr oder weniger im Haus verbringen werde,
schon um einen kühlen und klaren Kopf zu bewahren, der leidet nämlich ziemlich
unter diesen ständigen Temperaturschwankungen und Wetterumschwüngen.
Ich werde wohl langsam alt und daher auch wetterfühliger.
Tja, irgendwie muss sich das Alter ja bemerkbar machen !
 
Wie gut, dass ich meinen Wochenendeinkauf schon am Mittwoch
hinter mich gebracht habe :o)).
(Ich gehe nicht gerne einkaufen und bei dieser Hitze schon gar nicht).
 
Übrigens ein FOCUS-Online Titel lautet heute so:
"Tropische Nächte:
Hitzewelle schwappt über Deutschland bis es knallt."
 
Da kann ich nur sagen,
die haben keine Ahnung, wie wunderbar mild und wildromantisch
tropische Nächte sein können.
Da knallt auch nichts - im Gegenteil.
Nachts stimmen dort die Grillen ihr nächtlichen Konzert an
und man kann dem Rauschen des Meeres lauschen.
Natürlich können Tropennächte auch heiß sein,
aber das hat dann nichts mit dem Wetter zu tun,
 
 
sondern mit den heißen Rhythmen der Karibik,
wie Salsa, Reggae, Calypso und Merengue ;o)),
 
So traumhaft können Tropennächte eingeläutet werden!
 
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Donnerstag, 6. August 2015

Der Regen hat aufgehört


 
 
Der Regen hat aufgehört, die Wolken haben sich verzogen,
das Wetter ist wieder klar.
Wenn dein Herz geläutert ist, sind alle Dinge in deiner Welt geläutert.
Lass diese flüchtige Welt sein,
lass dich Selbst sein.
Dann werden dich der Mond und die Blumen
auf dem großen Weg begleiten.
 
Buddha



~*~
 
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Mittwoch, 5. August 2015

Berg- und Talfahrt

  
 
Montag 3. August - Garten - Sonne - 36 Grad !
(Nein, es folgt keine Werbung für ein Haarspray)
 
Ein wunderschöner Sommertag, wie aus dem Bilderbuch, den ich fast ausschließlich im Garten
verbracht habe. Nein, dieses Mal nicht mit Gärtnern, sondern ausschließlich mit Faulenzen,
mit süßem Nichtstun, mit Lesen, Häkeln, Fotografieren - oder einfach "nur" damit,
den Wölkchen im strahlenden Himmelsblau nachschauen.
Wirklich ein Gartentag zum Genießen, zum Träumen, zum Seele baumeln lassen,
zum es-sich-richtig-gut-gehen-lassen.
Auch die Amseln und Rotkehlchen haben es sich gut gehen lassen, indem sie sich immer
mal wieder ein kurzes Erfrischungsbad in ihren Swimmingpools gegönnt haben.
 
(Leider habe ich keins der Vögelchen beim Baden oder Trinken fotografieren können:o(,
aber der Vogel-Swimmingpool sei wenigstens im Bild festgehalten )
 
Sie zu beobachten, wie sie genüsslich Schlückchen für Schlückchen ein Tröpfchen Wasser
zu sich nehmen und nach dem Bad ihre Federn putzen, ist einfach zu schön anzusehen
und eine solche Freude !

 
Dienstag 4. August - Garten - Regen - 18 Grad.
Nur einen Tag später ging es schon wieder bergab mit der Temperatur und zwar genau um
fast die Hälfte. Trotzdem war es ein schöner Tag und zwar deshalb, weil es den ganzen Tag
einen wunderbar stillen, sanften, vor sich hin plätschernden Landregen gab.
Ließen die Hortensien einen Tag vorher noch ihre Blätter hängen, so wurde ihr
Durst nun auf diese wunderbare Weise gestillt. Es sieht aus, als hätte der Regen sie zu
neuem Leben erweckt. Frisch und gut erholt, scheinen sie nun für die nächste Hitzewelle
bereit zu sein. Und diese Hitzewelle ist schon wieder auf dem Weg zu uns.
 Doch noch ist es ganz ruhig und mucksmäuschenstill um mich herum,
so als würde die Natur den Atem anhalten, als würde die Welt auf einmal stillstehen.
Nur das gleichmäßige Plätschern der Regentropfen ist durch die
geöffneten Fenster zu hören.
Wie ich diese Sommer-Landregentage liebe !
Sie tun so gut !
 
Auch der Kirschlorbeer freut sich nach dem heißen Tag
über das kühle, erfrischende Nass -
 
 
genau wie das Pampelmusenbäumchen und alle anderen
Gartenbewohner.

 
Denn schon morgen wird uns die Sonne wieder beehren und die Temperatur
wieder in die Höhe klettern lassen.
Es geht eben wie im wahren Leben und wie auf einer Berg- und Talfahrt
auch mit dem Wetter immer wieder mal rauf und mal runter.
 
So ist das Leben auf unserem Planet Erde!
Alles hat eine Licht- und eine Schattenseite -
sowie alles seine Zeit und
seinen Preis hat !
 
Und trotzdem:
DAS LEBEN IST SCHÖN !
CARPE DIEM !
 
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Dienstag, 4. August 2015

Eine rosarote Brille..

 brauche ich nicht wirklich, denn auch ohne rosarote Brille erscheint mir der
Garten recht rosarot. Das liegt bestimmt daran, dass es neben 'weißen'
Farbtupfern vorherrschend rosa Farbtupfer sind, die sich im Garten zwischen
all dem Grün hervortun.
Weiß und rosa sind nun mal meine Lieblingsblumenfarben.
 

Weiß ist die Farbe der Reinheit, der Unschuld, der Wahrheitsliebe, der Aufrichtigkeit,
der Tugend und der Verlässlichkeit.
Und obwohl sie als »unbunte« Farbe bezeichnet wird, so ist sie doch die »hellste Farbe«.
Die Farbe 'rosa' steht für Zartheit, für Kindlichkeit, für Romantik, Sanftheit, Sensibilität,
Zurückhaltung und Zuneigung. Die Farbe Lila dagegen repräsentiert das Geheimnisvolle,
das Mystische, die Magie und Geister, die Verzauberung und starke Empfindsamkeit.

Ob weiße Hortensien, weißer Flieder, weiße Rosen, weiße Lilien, weiße Phlox,
weißer Rittersporn, weiße Löwenmäulchen, die weißen Kirschblüten
sowie Schneeglöckchen oder Maiglöckchen,
alle weißen Blumen oder Blüten im Garten haben es mir angetan,
ebenso wie die rosa- und lilafarbenen.
 

 Rosa und weiß, sind in Kombination mit einem hellen oder dunkleren lilafarbenen Ton,
zwischen all dem Grün immer eine Augenweide und ein wunderbares Spiel
mit Farben und Farbtönen.
 
 
Hier blühen lila Hibiskus, lila Rittersporn mit weißen und rosafarbenen Hortensien.

 
Nach den Rosen sind es jetzt die Hortensien, die in allen Farben blühen.
Manche sind sogar schon wieder verblüht, sodass ich aus den verwelkten Blüten-
köpfchen den ersten Kranz gebunden habe, der nun das gelbe Gartenhäuschen
ziert. Er ist auf der mittleren Collage zu sehen.
 
Später wird natürlich die Türe von Prof. Herrchens »Blauem Gartenhaus«
auch noch mit einem farblich passenden Kranz geschmückt. Schließlich möchten
wir doch, dass Prof. Herrchen auch zufrieden ist und uns (den Knuddels und mir)
hier und da bei schwereren Gartenarbeiten hilfreich zur Seite steht.
Noch möchten wir uns aber gaaaanz lange am Anblick
der frischen Hortensien-Blüten erfreuen.
 
*
 
Im Garten benötige ich also keine rosarote Brille.
Betrachte ich jedoch das derzeitige Flüchtlingsproblem, das in manchen Ländern
der Welt in einer Völkerwanderung auszuarten scheint, so könnte selbst eine
rosarote Brille nicht dazu beitragen, die Welt in einem besseren Licht erscheinen
zu lassen. Was ist nur los auf diesem Globus, dass Menschen nicht in Frieden und
Freiheit zusammen leben können?
Was sind das für Menschen, die ganze Völker aus ihren eigenen Ländern vertreiben -
aus welchen Gründen auch immer ?
 
Zum Glück gibt es aber nicht nur Menschen der übelsten Sorte auf dieser Welt,
es gibt auch noch eine große Anzahl guter und netter Menschen überall auf
dieser Welt. Menschen, für die man überhaupt keine Brille benötigt, geschweige
denn, eine rosarote, weil sie selbst ganz hell strahlen.
 
Solchen Menschen zu begegnen ist mehr als ein Geschenk,
es ist eine überaus kostbare Bereicherung im Leben.
Doch nur wenige nehmen solche Menschen wahr, weil es stille, leise Menschen
sind. Menschen, die man deshalb kaum wahrnimmt, weil sie nicht auffallen
wollen, weil sie keinen Lärm machen und nicht unter einem zwanghaften
Geltungsdrang leiden. Menschen, die man allzu oft übersieht, weil sie scheinbar
unscheinbar sind und nicht ständig im Mittelpunkt stehen wollen.
Dabei scheinen diese Menschen heller, als die meisten Menschen.
 
Und genau diese Menschen sind es,
die unsere Welt braucht.
Menschen, die menschlich sind !
Diese Menschen fallen aber nicht nur durch ihre Menschlichkeit auf,
sondern durch ihre Liebe und Leidenschaft für das, was sie tun und wie sie
es tun.
 
 
 
Wenn man viel Glück hat, kann man solchen Menschen
sogar im Bloggerland begegnen.
Ich hatte dieses Glück :o).
 Gefunden habe ich diese Menschen eher in ländlichen Gegenden,
im bergischen Ländle zum Beispiel, in Meeresnähe, am See, am Feldrand,
in Gärten, im Wald und auf der grünen Wiese
und auf einem Hof, auch »Little Highgrove« genannt ;o)
 
 Ehrlich !
 
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Sonntag, 2. August 2015

Andere Zeiten

Es waren andere Zeiten, als sie geboren wurde.
Kurz nach dem ersten Weltkrieg.
Zeiten, die man sich heute in unserem Land gar nicht mehr vorstellen kann.
Viele Menschen, die diese Zeit miterlebt haben, leben heute vielleicht gar nicht mehr.
So auch meine Mutter.
Sie wäre heute 95 Jahre alt geworden. Ein Alter, das nur wenige erreichen.
Aber wir Menschen werden tatsächlich immer älter. Viel älter, als die Menschen
vor dem 20. Jahrhundert.
 
 
Und in Zukunft werden die Menschen noch älter werden.
Sie werden sich dann vielleicht nicht mehr der besten Gesundheit erfreuen können,
aber auch das wird sich in noch weit entfernter Zukunft ändern.
Angeblich soll es irgendwann einmal menschliche Ersatzteile für kranke Organe
geben, die produziert und jederzeit ausgetauscht werden können.
So wie es heute schon künstliche Knie- und Hüftgelenke sowie verschiedene Prothesen
gibt, wird es in Zukunft künstliche Ersatzteile für den gesamten menschlichen Körper
geben.
Es entsteht also so nach und nach ein »künstlicher« Mensch, dessen Persönlichkeit,
also das, was ihn als Mensch ausmacht, ebenfalls irgendwann reproduziert werden
kann. Ich habe nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, wie das funktionieren soll,
dazu reicht die Vorstellungskraft meines kleinen Hirns nicht aus. Doch in ferner
Zukunft sollen supersupersuperschnelle Rechner dazu wohl in der Lage sein.
Selbst wenn so ein »künstlicher« Mensch eines fernen Tages möglich sein sollte,
würden sich mir ein paar Frage stellen.
Es wären ja eigentlich keine Menschen im herkömmlichen Sinn mehr.
Werden diese Menschen dann wie Maschinen fremd bestimmt und gesteuert ?
Lässt man ihnen ihre eigene Entscheidungsfreiheit ?
Wie würden sie sich fortpflanzen ?
Was passiert mit den »Seelen« der Menschen ? Gibt es die Seele dann überhaupt
noch? Für mich hat das Ganze eher etwas von Frankenstein.
Fest scheint allerdings zu stehen, dass an dieser Zukunftsvision bereits gearbeitet wird.
Eins würde dann allerdings auch feststehen.
Die »künstlichen« Menschen wären  u n s t e r b l i c h !!!
 
 
 
 
Für meine Mutter wäre das absolut nicht vorstellbar gewesen,
dass heutzutage über zukünftige »künstliche« Menschen nachgedacht wird,
die irgendwann unsterblich sein könnten.
Das klingt zu sehr nach Science Fiction, als das eine solche Vision eines Tages
Realität werden könnte.
Und dennoch - Jules Verne war irgendwann für den Leser auch Science Fiction
sowie niemand Georges Orwells »1984« für möglich gehalten hat und das
findet ja bereits heute statt - und wird in naher Zukunft noch schlimmer werden.
 
Kinder, die in eine solche Welt hinein geboren werden, lernen nichts anderes
mehr kennen - sie wachsen damit auf. Für sie gehört das alles eines Tages dazu.
So wie iPhone, Smartphone, Computerspiele, eben die ganze digitale Welt.
Diese Welt wäre für mich als Kind auch Science Fiction gewesen.
Eins ist für mich aber sicher, diese zukünftige Welt wäre garantiert nicht mehr
meine Welt.
In einer solchen Science Fiction- Roboter- superschnellen Computerwelt -
womöglich ohne Herz und Seele möchte ich nicht leben.
Man stelle sich vor, ich wäre 328 Jahre alt geworden und plötzlich stellt jemand
fest, dass ich einen Hirnschaden habe, weil eine Schraube locker ist.
Und genau diese Schraube, die ich zur Unsterblichkeit benötigen würde,
wäre lagermäßig nicht vorrätig und könnte auf die Schnelle auch nicht
produziert werden, dann wäre es aus mit meiner Unsterblichkeit. Vielleicht würde
dann jemand auf Knopfdruck meinem »künstlichen« Leben ein Ende machen.
 Nein, in einer solchen »künstlichen, kalten, seelenlosen Welt würde ich nicht
leben wollen - allein die Vorstellung ist abschreckend. Aber darüber muss ich
mir ja keine Gedanken machen, denn das werde ich ja Gott sei Dank nicht
mehr erleben.
 
*
 
Die Rose trägt übrigens den Namen einer sehr bekannten Frau und Entdeckerin.
Marie Curie. Sie würde sich wahrscheinlich, könnte sie einen Blick in die
heutige Zeit werfen, sehr über die rapiden Fortschritte auf den unterschied-
lichsten Gebieten wundern.
Ob diese Forstschritte tatsächlich Fortschritte sind, und ob es die
Rose »Marie Curie« und all die anderen Rosen in diesen zukünftigen
»künstlichen« Zeiten noch geben wird, das wird die Zukunft zeigen müssen.
 
Damit die Romantik nicht ganz verlorengeht,
noch ein Foto der Nostalgie-Rose :o).
 
 
 
Heute jedenfalls gedenke ich meiner Mutter,
der ich sehr viel zu verdanken habe.
Sie hat mir so viel Herzenswärme mit auf meinen Weg gegeben und
mich nie daran gehindert, meinen ganz eigenen Weg zu gehen.
Vor allem hat sie mir Werte mit auf den Weg gegeben,
ohne deren Beachtung ich heute nicht wäre, was ich bin.
Danke Mutter,
ich vermisse Dich immer noch
und ich weiß, du würdest diese Rosen und den Garten,
den du leider nicht mehr sehen und erleben konntest,
genauso lieben wie ich.
 
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