gab es ein Donnerwetter und zu meiner großen Freude ausgiebigen Regen,
der dem Garten so gutgetan hat. Als ich am nächsten Morgen durch die
Tür in den Garten trat, kam sie mir schon entgegen, die feuchte Luft in der
sich Wald und Garten besonders wohlfühlen. Auch der Geruch von feuchter
Erde lag in der Luft. Ich konnte regelrecht sehen, wie gut dieses kühle Nass
dem Garten getan hat – alles sah frisch und gesund aus.
Den ganzen Tag über war abzusehen, dass ein Gewitter aufziehen würde. Es war
eher drückend warm, am Himmel türmten sich die ersten Wolken auf. Später am
Nachmittag nahm der Himmel diese gelbgraue Farbe an, die darauf hindeutete,
dass das Gewitter im Anzug ist. Also Markise eingefahren, und nichts, wie rein
ins Haus.
Der angekündigte Sturm blieb dem Himmel sei Dank aus. Und bald darauf
rummste es auch schon, allerdings hielt sich das Gewitter im Rahmen, sodass
sich auch meine Angst im Rahmen hielt. Trotzdem habe ich den Himmel im
Auge und das Donnergrollen in den Ohren behalten. Und dann klatschten
die ersten dicken Tropfen auf die Terrasse. Es war wie ein Sommergewitter,
harmlos, aber mit viel Regen. Schön, wenn man dann im Trockenen sitzt und
das Ganze vom Sessel aus beobachten kann. Ich tue das zu gerne. Nur, wenn
die richtig starken Unwetter mit starkem Sturm und Hagel angekündigt sind,
verkrieche ich mich am liebsten in einer Ecke und wage nicht einmal einen
Blick aus dem Fenster.
Diese Art von Gewitter, so wie das letzte, dürfte daher ruhig öfter mal über uns
hinwegziehen, solange sie ausgiebigen Regen im Gepäck haben, den Garten nach
einer Trockenperiode gut durchwässern und nicht in ein Unwetter ausarten.
~*~*~
Ein Donnerwetter der ganz anderen Art gab es mal wieder aus dem US-Chaoten-Haus.
Mr. Peacemaker hat nun auch unseren Bundeskanzler bestraft. Dieser hatte sich doch
tatsächlich erlaubt, den großartigen Deal- und Peacemaker zu kritisieren. Na so was,
aber auch! Was erlauben? How dare you! Und schon bekam er die Quittung dafür. Es
werden US-Soldaten aus unserem Land abgezogen und wahrscheinlich anderswo statio-
niert. Merz steht nun neben Starmer, Meloni, Macron und Spaniens Sánchez auf der
schwarzen Liste des großartigen Weltbeherrschers. Mir sind Regierungschefs, die auch
mal Kontra geben, jedenfalls wesentlich sympathischer, als solche, die vor diesem
mimosenhaften Narzissten buckeln und ihm die Füße küssen. Wer sich wie dieser Ego-
mane, in seiner Selbstherrlichkeit suhlende, unfähigster US-Präsident aller Zeiten, der
Welt gegenüber beleidigend und respektlos gebärdet, kann von anderen keinen Respekt
erwarten.
Als sogenannter mächtigster Mann der Welt, verhält er sich wie ein Patriarch, der sich
allen anderen gegenüber erhaben fühlt und sich somit das Recht herausnimmt, andere,
wenn sie nicht tun, was er sagt, zurechtzuweisen, zu beleidigen und abzustrafen. Was
bildet der sich eigentlich ein, auf der Welt und auf Menschen herumzutrampeln, alle
und alles niederzumachen, wenn es ihm nicht in den Kram passt. Es wird Zeit, dass
ihm mal jemand zeigt, wo es langgeht, der Rest der Welt zusammenhält und ihm end-
lich mal Grenzen aufzeigt.
Schmunzeln musste ich dagegen über die Rede, die der echte King, während seines Be-
suches in den Staaten vor dem Kongress hielt. Ich hatte mich schon gewundert, warum
der echte King nebst Frau Gemahlin, überhaupt zu einem Staatsbesuch in die USA ge-
reist ist. Nachdem ich die Rede gesehen und vor allem gehört hatte, wusste ich, warum.
Einfach herrlich, wie er den großartigen Peacemaker vor aller Öffentlichkeit demontiert
hat. Der hat das – wie nicht anders zu erwarten – natürlich nicht gemerkt. Er war sogar
»eifersüchtig«, auf den echten King, weil der von beiden Seiten, den Demokraten und
Republikanern, Standing Ovations bekam. Das sei ihm noch nie gelungen.
Tja, vielleicht sollte er darüber mal nachdenken. Wobei wohl bezweifelt werden darf,
ob es dazu bei ihm reicht.
Jedenfalls sei der echte King sein Freund, behauptet der Peacemaker. Ob das umgekehrt
auch der Fall ist, darf wohl ebenfalls bezweifelt werden.
Die neueste Attacke des großartigen Peacemakers richtet sich gegen eine Arbeitsgruppe
der Demokraten, die verhindern will, dass Briefwahlen per Gesetz vor den Midterms
abgeschafft werden sollen. Er beleidigte diese Demokraten daraufhin als:
»Menschlichen Abschaum«.
Es ist wirklich unfassbar, was dieser ungehobelte Psychopath sich anderen Menschen
gegenüber erlaubt. Bei so viel geballter Dummheit können die wenigen intelligenten
und klugen Menschen nicht viel ausrichten. Das Problem ist, dass die Menschheit
diesen ungehobelten Egomanen noch eine ganze Weile ertragen muss. Es sei denn, den
Demokraten gelingt – zusammen mit einigen Republikanern –, was sich ein Großteil
der Menschheit wohl sehnlichst wünscht.
~*~*~*~
Wer sich mit einem halben Sieg begnügt,
handelt allzeit klug; denn immer verliert,
wer einen Sieg bis zur Vernichtung des Gegners anstrebt.
Es gibt drei Arten der Intelligenz:
die eine versteht alles von selbst,
die zweite vermag zu begreifen, was andere erkennen,
und die dritte begreift weder von selbst noch mithilfe anderer.
Niccolò Machiavelli (* 1469 ; † 1527)
war ein italienischer Philosoph, Diplomat,
Chronist, Schriftsteller und Dichter



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