Sonntag, 4. Dezember 2016

Frostig

 
  

Die letzte Blüte ist im Frost erstarrt.
Ein heller Sonnenstrahl hat sie genarrt,
Versprach ihr Wärme, schönes Licht,
Doch der Wintertag hielt dies nicht.


 

Der Morgentau gefror zu Eis,
Die kleine Blüte färbt sich weiß
Und todesmatt den Kopf sie senkt,
Mit Wehmut an den Sommer denkt.
 
 
 
 
Nach einer sternenklaren Nacht begrüßt uns der 2. Advent mit Frost,
einem mattblauen Himmel und Sonnenschein.
Welch' ein schöner Morgen !
 
~*~
 
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Donnerstag, 1. Dezember 2016

Es sind die Lieder,

die Advents- und Weihnachtslieder, die mich so ganz allmählich in eine
weihnachtliche Stimmung versetzen, wenn ich mir nachmittags beim Tee
die alten Weihnachtslieder aus meiner Kindheit oder das Ave Maria anhöre.
Sofort wird die Erinnerung an die Zeit geweckt, als ich diese Lieder zusammen
mit den Eltern, dem Bruder und der Großmutter vor dem
geschmückten Weihnachtsbaum  gesungen habe.
Es war eine so wunderbar feierliche Stimmung, wie es sie heute wohl nur noch ganz
selten gibt. Zu der Zeit schneite es jedes Jahr zu Weihnachten noch. Dicke Flocken rieselten
vom Himmel und es war eisigkalt. Die Straßen waren menschenleer. Autos waren kaum
unterwegs. Es herrschte wirklich noch eine friedliche Stille, wie man sie heute wohl
nur noch in ländlichen Gegenden findet.
Heute ist alles auf Konsum ausgerichtet, weniger auf Besinnlichkeit.
In den Städten geht es hektisch und stressig zu, die Menschen drängeln sich durch
die Kaufhäuser - es herrscht eine rege Betriebsamkeit.
Hier auf dem Land geht es dagegen eher bedächtig zu.
Hier ist die Weihnachtszeit noch friedlich und still.
 Doch es sind nicht nur die Lieder, die eine heimelige Weihnachtsstimmung
herbeizaubern - es ist auch das warme Licht der Kerzen und
der Duft nach frisch gebackenen Plätzchen mit Nüssen, nach Vanille, Zimt,
Mandarinen und Bratäpfeln.
Es ist für uns eine Zeit angekommen ......

*

Zu Weihnachtszeit gehören natürlich auch Gedichte:

~Advent~

Zeit der Liebe und der Wunder.
Zeit im hellen Lichterglanz.
Zeit der wunderbaren Freude.
Zeit der Kerzen auf dem Kranz.

Zeit der Hoffnung und des Friedens.
Zeit der stillen Besinnlichkeit.
Zeit der Wärme in den Herzen.
Zeit des Schenkens weit und breit.

Zeit der Wünsche und der Erfüllung.
Eine Zeit für Groß und Klein.
Eine Zeit des Miteinanders -
Weihnachten ist niemand gern allein.

©  Ursula Evelyn


~*~

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Dienstag, 29. November 2016

Das Zeitgeschehen

ist oft sehr schwer zu ertragen, insbesondere dann, wenn sich die negativen Schlagzeilen
häufen, die Krisen in der Welt zunehmen und das tagtägliche Leben beeinträchtigen.
Da ich mein Tagebuch (Blog) als Zeitdokument betrachte, schreibe ich also auch über
weniger erfreuliche oder beunruhigende Themen, die die Mehrzahl der BloggerIinnen
gerne meidet.
Während ich aufschreibe, wie ich die Lage im Land wahrnehme die sich mir keineswegs
als "heile Welt" darstellt, hüllen andere gerne das Mäntelchen des Schweigens
über das derzeitige Geschehen. Nur nicht unangenehm auffallen und unbeliebt machen.
Wenn ich mich in anderen Blogs umschaue, könnte man meinen, wir lebten in verschiedenen Welten.
Die einen beschreiben eine harmonische Welt aus Friede, Freude, Eierkuchen, in der es weder
Sorgen noch Zukunftsängste zu geben scheint, während ich eine völlig andere Realität
wahrnehme und nichts beschönige.



Natürlich geht es auch in "meiner eigenen Welt" friedlich zu.
Ganz besonders morgens, wenn der Tag nach einer wundervollen Sternennacht,
klar und frostig erwacht. Wenn die Sonne hinter dem Wald aufgeht
und den Tag in ein mattes Licht taucht. Wenn in der Stille des Waldes die ersten
leisen Geräusche zu vernehmen sind, die ersten Meisen das Vogelfutterhäuschen
anfliegen und Amseln, Spatzen und Rotkehlchen auf der Wiese aufpicken,
was die Meisen aus dem Futterhäuschen fallen lassen.
Wenn der heiße, köstlich duftend Kaffee meine Sinne belebt und ich dazu ein
frisches Brötchen genieße, dann ist meine kleine Welt im Wald noch in Ordnung.
Das ändert sich allerdings, sobald ich nach dem Frühstück die Schlagzeilen der
einschlägigen Online-Medien überfliege und den einen oder anderen Artikel lese.
Hier im Wald bin ich eigentlich so weit weg von diesem Geschehen und
gefühlt doch irgendwie mitten drin.



Während also im überwiegenden Teil der Bloggerwelt Friede, Freude, Eierkuchen herrscht,
gibt es da draußen tatsächlich eine Welt, die eine andere Realität widerspiegelt und
Grund zur Sorge bereitet. So sehen das auch die Menschen mit denen ich hier und da mal
ins Gespräch komme. Sie alle empfinden die Zustände im Land und in der Welt als sehr
besorgniserregend und meinen, dass auch in naher Zukunft keine Besserung in Sicht sei.
Im Gegenteil, die meisten schätzen die Situation in vielerlei Hinsicht sogar als bedrohlich ein,
insbesondere bei dem Gedanken, dass sich die befürchtete Flüchtlingswelle aus Afrika
mit Kurs auf Europa irgendwann in Bewegung setzen könnte.
Dass unsere Politiker die Lage im Griff hätten oder in Zukunft haben werden,
daran glaubt niemand mehr - egal wer die Wahl im nächsten Jahr gewinnen sollte.
Diese Befürchtung, wie auch die Fehler und Folgen der Flüchtlingspolitik äußern sie
jedoch nur hinter vorgehaltener Hand und nur gegenüber Menschen, denen sie vertrauen.
Wie so viele andere fürchten sie als rechtsradikal eingestuft zu werden.
So weit ist es bereits im Land - es herrscht so eine Art unterdrückter Meinungsfreiheit.

Bedenklich: Jeder zehnte Bewohner dieses Landes kann nicht richtig lesen
und schreiben. Wie wollen diese Menschen einen Beruf ausüben ?
Und es werden immer mehr !
Die Folgen für die Arbeitswelt und das Sozialsystem könnten verheerend sein.

Tja, und so vergeht ein Tag, der friedlich und erfreulich beginnt,
dem weniger friedliche und erfreuliche Schlagzeilen folgen.
Ein Tag an dem mir Menschen begegnen, die lieber schweigen und
die Realität verdrängen und Menschen, die ihre Meinung nicht mehr frei
äußern möchten.
Erfreulich, - der November ist in diesem Jahr alles andere als ein dunkler Monat.
Er ist überraschend hell, freundlich und zum Teil sogar sonnig.
So endet der Tag wie er begonnen hat -  friedlich und in aller Stille.
Und während die Sonne in der Abenddämmerung  hinter den Bäumen untergeht,
zieht auch der Frieden wieder im Wald und in meine Seele ein.

Ich liebe diese Winterabende mit diesen wundervollen sternenklaren Nächten,
in denen der Frost glitzert und mir der eine oder andere Stern zublinzelt,
während im Haus ein warmes Kaminfeuer auf mich wartet und auf dem Adventskranz
die 1. Kerze brennt. So schön !!!
Dann ist auch "meine kleine Welt"wieder in Ordnung !



Die Zeit für kleine Politik ist vorbei.
Schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf
um die Erdherrschaft.
Friedrich Nietzsche
(1844-1900)

~*~

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Donnerstag, 24. November 2016

Das Klima

erwärmt sich - und gleichzeitig wird es immer kälter in der Welt.

Zuhause ist es am schönsten !

Keine Wärme, keine Liebe, kein Respekt, keine Rücksichtnahme, kein Verständnis
unter den Menschen und in vier Wochen ist Weihnachten.
Mit der Adventszeit beginnt die besinnliche Zeit.
Besinnung scheint in diesen kalten Zeiten dringend geboten.

Seit gut einem Jahr beobachte ich das Geschehen im Land sehr intensiv und stelle fest,
dass sich das Verhalten der Menschen - gerade in den letzten Wochen und Monaten
extrem verändert hat.
Da gibt es Menschen, die wenden sich gegen diejenigen, die kontroverser Meinung sind.
Sie lassen keine andere Meinung gelten.
Dialoge finden kaum noch statt. Es wird nach alles Seiten ausgeteilt,
aber keiner ist bereit auch einzustecken.
 
Die Menschen gehen nicht mehr aufeinander zu, sondern bekämpfen sich gegenseitig.
Sie wenden sich von denen ab, die nicht in ihr Weltbild passen oder
eine andere Weltanschauung haben. Sie geben zwar vor, sich für ein friedliches
Zusammenleben einzusetzen, grenzen aber gleichzeitig diejenigen aus,
die sich nicht ihrer Meinung anschließen. Sie akzeptieren nur Mitläufer und
Gleichgesinnte und verunglimpfen diejenigen, die eine andere Sichtweise haben.
Sie nehmen für sich in Anspruch, was sie anderen vorwerfen. Sie meinen die Wahrheit
gepachtet zu haben, bedienen sich aber gleichzeitig einer Lüge, wenn ihnen die
Argumente ausgehen.
Was für eine irre Vorgehensweise.
Rechtsradikal, Populist, Rassist, Nazi, Hass, Hetze, fremdenfeindlich -
Schlagwörter unserer Zeit !
(Ganz unten auf dieser Seite befindet sich ein Link  zur Sichtweise eines Politikers
zu diesem Thema).
Mir bleibt da manchmal nur noch ein Kopfschütteln.
Linke gegen Rechte, Gebildete gegen Ungebildeten, Linke gegen Schwarze, Schwarze
gegen Blaue, Grüne gegen was weiß ich.
Bildung wird heutzutage meist mit einem Studium in Verbindung gebracht.
In einem Studium erwirbt man zwar ein fundiertes Fachwissen, welches allerdings nicht
zwangsläufig ein Garant für Intelligenz ist. Das zeigt sich in besonderer Weise
am Zustand, in welchem sich unser Land befindet und am arroganten Verhalten
der "Gebildeten" den "Ungebildeten" gegenüber.

Diese Situation scheint sich weiter zu verschlechtern, das Land sich weiter zwischen
den "Guten = gebildet" und den "Bösen = ungebildet" zu spalten.
Selbst einen gesunden Menschenverstand scheinen die "Gebildeten nur den "Gebildeten"
zuzusprechen, weil es für sie unmöglich scheint, dass auch Nichtstudierte über
einen solchen verfügen könnten.

Ganz so fröhlich und selig wie früher, scheint die Weihnachtszeit nicht mehr zu werden.
Er mulmig und bedenklich, denn gestern haben US-Behörden eine Reisewarnung
für ganz Europa herausgegeben. Die Behörden berufen sich dabei auf
"glaubhafte Informationen".
Es wird davor gewarnt, größere Menschenansammlungen zu meiden,
da die Terrorgefahr gerade in der Weihnachtszeit und auf Weihnachtsmärkten
besonders hoch sei. Da ich noch nie ein Freund von Menschenansammlungen war,
stellt das für mich kein Problem dar, mir tun aber all die Menschen leid, die gerne
unbekümmert und unbeschwert über einen Weihnachtsmarkt bummeln möchten.

Nachdem bereits das Oktoberfest hinter einem Zaun stattfinden musste,
wird es immer wahrscheinlicher, dass zukünftig auch die Weihnachtsmärkte durch
Kontrollen und einen Zaun abgesichert werden müssen.
Wir büßen also bereits einen Großteil unserer Freiheit ein.

Schrieb ich im letzten Jahr unter dem Post-Titel: "Frohsinn", bereits von einer
getrübten Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit,
so hat sich das in diesem Jahr nicht wesentlich geändert. Im Gegenteil.

Das eigentlich Tragische ist, dass für die Zukunft keine Besserung in Sicht ist.
Von Weihnachtsfrieden kann eigentlich keine Rede mehr sein.
Von unbeschwerter, unbekümmerter Vorweihnachtszeit auch nicht.
Frieden und Freiheit, in den vergangenen siebzig Jahren als selbstverständlich
hingenommen, ist schon längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Ich bin so unendlich dankbar für das Glück, nach dem Krieg den überwiegenden Teil
meines Lebens, in Frieden und Freiheit gelebt zu haben. Inzwischen ist dieses
Land alles andere als friedlich -  und frei fühle ich mich aus guten Gründen auch nicht mehr.

Es ist so viel im Argen in diesem Land.
Sahra Wagenknecht hat es in ihrer gestrigen Bundestagsrede (23.11.16)
mal wieder auf den Punkt gebracht.
BRAVO !!!

In meinem Alter könnte es mir wirklich völlig wurscht sein, was aus der Welt und
diesem Land wird - nach mir die Sintflut - aber es liegt nun mal in meinem Naturell,
mich für Gerechtigkeit einzusetzen.

Adventszeit - heiße Schokolade mit Sahne Zeit ;o) !

*

"Ich bin überzeugt, dass wir in der gefährlichsten Zeit der Menschheitsgeschichte leben
und unser Fortbestehen von einigen zentralen Entscheidungen abhängt, die wir treffen",
das sagt Stephen Hawkings, der anerkannte britische Wissenschaftler und Physiker,
dem man kaum mangelnde Bildung vorhalten kann.

Ein weitsichtiger Mann !

Die Mehrheit der Menschen ist allerdings blind.
Sie merken nicht einmal, dass sie geradewegs auf den Abgrund zusteuern
und dass es kein Zurück mehr gibt. Daher machen sie auch weiter wie bisher.
Vielleicht sehen sie auch, was auf sie zukommt, wollen es nur nicht wahrhaben.
Noch rollen wir mit angezogener Handbremse auf diesen Abgrund zu und werden
nicht gleich morgen, in einem Jahr oder einem Jahrzehnt abstürzen,
aber so nach und nach, ganz schleichend, im Schritttempo.
Es bröckelt bereits ganz heftig am Abgrund.

Die Welt ist wie sie ist, weil die Menschen sind wie sie sind.
Daher wird die Welt sein, was die Menschen aus ihr gemacht haben.

Hat sich schon mal jemand gefragt, warum so dringend nach einem
bewohnbaren (Ersatz)-Planet in der Nähe unseres Planeten gesucht wird ?

Der Artikel ~

~*~

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Montag, 21. November 2016

Apfelkuchenlust

auf den köstlichsten und leckersten Apfelkuchen der Welt.
Jetzt ist wieder Apfelkuchen-Zeit, denn sobald Boskop-Äpfel im Angebot zu finden sind,
wird im Herbst und Winter fast jeden Sonntag ein Apfelkuchen gebacken.
Wir können ihm einfach nicht widerstehen.
Ich backe diesen Apfelkuchen nach dem Rezept meiner Großmutter soooo gerne,
weil er soooo gut schmeckt.
Jetzt im Herbst ist es wieder an der Zeit für gemütlichen Teestunden im Haus.
Diese werden besonders gemütlich, wenn es draußen regnet und stürmt und man sich
im warmen Inneren des Hauses so richtig wohl und geborgen fühlt.

Wie in jedem Jahr, kann ich diese Zeit kaum erwarten. So wie ich mich auf die Erdbeer- und
Pflaumenkuchenzeit freue, so freue ich mich auf die Apfelernte und die Apfelkuchenzeit.

Das bedeutet auch:
Kalorienzählen vergessen (mach' ich eh nicht ;o) ) und sich diesen leckeren Kuchen -
selbstverständlich mit Sahne -, schmecken zu lassen. 


Aber selbst in einer gemütlichen Teestunde, mache ich mir manchmal so meine Gedanken,
wenn es um die Zukunft und Lebensqualität in unserem Land geht.
Noch dürfen wir uns über eine gewisse Lebensqualität in unserem Land freuen,
doch wenn ich lese oder höre, dass vielen Apfelbauern die ganze Apfelernte
gestohlen wird - dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.
Haben Menschen, die sich ohne Skrupel auf ein fremdes Grundstück begeben
und dort Äpfel klauen die ihnen nicht gehören,
überhaupt kein Gewissen mehr ?

Wie lange wird es in diesem Land noch möglich sein, unbeschwert und
unbekümmert zu leben ?
Ich bin davon überzeugt, wenn es in diesem Land so weitergeht wie zurzeit,
dann werden wir all das, was uns einmal lieb und teuer war, verlieren.
Wenn nicht bald etwas gegen den Wahnsinn und die soziale Ungerechtigkeit in diesem
Land unternommen wird, politische Fehlentscheidungen korrigiert werden,
- einschließlich die der Flüchtlingspolitik  - und die innere Sicherheit wieder hergestellt wird,
dann werden wir nicht nur an Lebensqualität verlieren, sondern in Zukunft nichts
mehr zu lachen haben. Es wird das Ende all dessen sein, was die einheimische Bevölkerung,
insbesondere die älteren Menschen - durch ihre Arbeitskraft mit Disziplin,
Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein nach dem Krieg aufgebaut haben.
Zurzeit artet einfach alles in jeder Beziehung ganz extrem aus, weil es seitens
der Politik niemand für nötig hält, dem ganzen Irrsinn Einhalt zu gebieten.

Wo sind all die kritischen Stimmen der Journalisten und der Menschen,
die über genug Menschenverstand verfügen und erkennen
wohin dieses Chaos führt ?

Traut sich überhaupt niemand mehr, das Kind beim Namen zu nennen ?
Endlich zu sagen, was diesem Land bevorsteht, wenn es so weitergeht wie bisher ?
Gibt es nur noch Schönredner und Gutmenschen, die nicht erkennen können
oder wollen, was in Zukunft auf dieses Land zukommt ?
Früher wurden Missstände erkannt und etwas dagegen unternommen !
Heute werden Missstände nur noch schöngeredet.
Das Chaos in diesem Land wird so lange schöngeredet,
bis das Chaos nicht mehr zu beherrschen ist !

Wo soll das hinführen ?
Was ist mir der Wahrheit ?
Wo ist die geblieben ?

Glücklicherweise gibt es aber auch solche, die ein bisschen weiter als bis zur
Nasenspitze denken können und aussprechen wohin die Reise geht, wenn so weitergemacht
wird wie bisher. Leider werden viele dieser Schriftsteller, Journalisten und Philosophen als Populisten, Rassisten und Rechtsradikale niedergemacht. Das hat in meiner Wahrnehmung
im letzten Jahr sehr zugenommen. Ich hoffe daher sehr, dass sich diese Menschen nicht
durch solche Verunglimpfungen unterkriegen lassen und weiterhin auf die Missstände
im Land aufmerksam machen.

Von Zeit zu Zeit ist mir einfach danach, Dinge aufzuschreiben die mich beschäftigen,
weil ich die Realität und die Folgen der verfehlten Politik nicht ignorieren kann.

Wenn ich mir das Geschehen in der Welt so betrachte, dann deutete alles daraufhin,
dass sich die gesamte Menschheit auf einem fatalen Irrweg befindet.
Sie irrt nur noch ziel- und planlos umher, ohne eine Vorstellung oder Vision
für die Zukunft zu haben und dabei zerstört sie so ganz nebenbei die Umwelt
und das Klima.
Nur die Reichen und Superreichen profitieren (noch) von dieser unheilvollen Entwicklung,
während die große Mehrheit der Weltbevölkerung sowie die Bevölkerung in diesem Land
unter immer weiter ansteigender Armut leiden wird.
Außerdem wird diesem Land eine Zukunft aufgestülpt, welche die Mehrheit
der Bevölkerung so nicht will.

Nur ein großer Optimist oder ein Dummkopf wird bei diesen Aussichten
noch zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Ich wünsche mir sehr, dass sich mein Optimismus nicht ganz
allmählich verabschiedet.

*

Viele Menschen würden eher sterben als denken.
Und in der Tat: Sie tun es.
Bertrand Russel
*

Übrigens eine Telefonumfrage zur erneuten Merkel-Kanzler-Kandidatur lt. ntv
hat ergeben:
nur 29 % der Anrufer sind dafür - 71% dagegen !
Ihr selbst blieb aus diversen Gründen, gar nichts anderes übrig,
als wieder anzutreten.

~*~

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Samstag, 19. November 2016

Es fällt nicht leicht

sich nach den goldenen, sonnigen Oktobertagen,
auf dieses fiese nasskalte, regnerische Novemberwetter umzustellen.


Doch selbst der trübste, düsterste, regnerischste und stürmischste November
hält hin und wieder eine Überraschung bereit.
So auch dieser November. Nach all den dunkelgrauen Wolken, den ersten nasskalten
Tagen, nach Regen und heftigem Wind, zauberte er einen strahlendblauen Himmel
herbei und ließ sogar die Sonne scheinen.
Welch' eine Wohltat solche Lichtmomente gerade an trüben Tagen sind !

Anders sieht es in der Welt und in diesem Land aus.
Es scheinen in der Tat noch dunklere Zeiten auf dieses Land zuzukommen,
wenn selbst A. Merkel das inzwischen gemerkt hat und nun die Bevölkerung
auf diese schwierigen Zeiten vorbereiten oder gar einstimmen will.
Ja, sie will wieder antreten. Ist ja sonst auch niemand da in der CDU/CSU.
Dafür hat sie in den vergangenen Jahren schließlich selbst gesorgt.

Das hört sich für mich gerade so an, als könnten diesem Land noch schlimmere Zeiten
bevorstehen, als das derzeit schon der Fall ist. Es vergeht kaum ein Tag,
an dem keine Gewalt ausgeübt wird. Diese Gewaltausübungen müssen gar nicht
im Einzelnen erwähnt werden. Sie sind täglich der gesamten Medienwelt zu entnehmen.
(Wobei vieles gar nicht bis in die Öffentlichkeit vordringt).
Gewalt scheint inzwischen zum Alltag zu gehören und die Verrohung in der
Gesellschaft von Tag zu Tag zuzunehmen. Hemmschwellen werden überschritten
und die Kontrolle darüber scheint verlorengegangen zu sein.

Was läuft bloß schief in diesem Land, das kaum wiederzuerkennen ist ?
Volk, Politiker und Medien pöbeln sich inzwischen gegenseitig an.
Sogenannte "Gutmenschen" pöbeln gegen Andersdenkende.
Wieder andere wagen es gar nicht mehr, ihre Meinung frei zu äußern,
weil sie fürchten, in die rechte Ecke gedrängt zu werden.
Jeder pöbelt gegen jeden und jeder fühlt sich im Recht.
Keiner versucht die Sichtweise des anderen zu verstehen und kaum jemand
hat Respekt vor der Meinung anderer, sondern beharrt auf Richtigkeit seiner Ansicht.
Was für Auswüchse in diesem Land !
Jeder Bürger scheint derzeit seine Wut über die Missstände in diesem Land,
entweder mit Gewalt oder verbal loszuwerden, seinem Unmut freien Lauf zu lassen.
Da genügt manchmal ein ganz banaler Anlass und schon fliegen die Fetzen gegen
wen auch immer. Niemand scheint dem Ganzen noch Einhalt gebieten zu können.
Ein unverkennbares Zeichen von Unzufriedenheit unter den Menschen und dafür,
wie gespalten dieses Land inzwischen ist.
Nach friedlichen Zeiten sieht das jedenfalls nicht aus.
Wo soll das enden?
Wer jetzt noch behauptet, es habe sich in diesem Land nichts verändert,
der lebt in einer anderen Welt und verdrängt die Realität.

Lichtblicke sind zurzeit, was die Lage und die Zukunft im Land sowie
in der Welt betrifft, eher selten.
 
Vielleicht sollte sich irgendein Verantwortlicher mal Gedanken darüber machen,
ob dieser Turbo-Kapitalismus, die Globalisierung und die offenen Grenzen,
tatsächlich die richtigen Lösungen für die weltweiten Probleme sind.

Wenn unser angeblich "reiches" Land alle armen Ländern der Welt
mitfinanzieren soll, dann wird unser Land am Ende selbst arm sein.
Aus dem Grund können wir auch nicht jedes Jahr eine unbegrenzte Anzahl
von Flüchtlinge aufnehmen, weil sonst in naher Zukunft unser Sozialsystem
kollabieren würde.
Oder um Peter Scholl-Latour zu zitieren:
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta,
sondern wird selbst Kalkutta".

*

So düster die Aussichten auch sein mögen,
ich freue mich auf die bevorstehende Adventszeit !

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Mittwoch, 16. November 2016

Was übrig bleibt

vom Sommer, der schon eine ganze Weile zurückliegt,
zeigt die Natur im Herbst auf mannigfaltige Weise in ihrer Vergänglichkeit.
So, wie sie es nach einem langen Winter nicht erwarten kann, aus ihrem Schlaf zu erwachen,
sich den ersten warmen Sonnenstrahlen entgegenzustrecken, heranzuwachsen, sich zu entfalten
und aufzublühen, so zögerlich verabschiedet sie sich im Herbst zur Winterruhe.
 
 
Ein Blatt des Ahornbäumchens

 
Sie war eine Clematis Blüte - immer noch schön !

 
Auch sie war eine Clematis Blüte - erstaunlich, diese Veränderung -
und ebenfalls immer noch schön.

 
Blätter des Weigelie Strauches - ein eher trauriger Anblick

 
Blätter einer weiteren Clematis Kletterpflanze

 
Hortensien- und Birkenblätter

 
welke Annabelle Blüten - schön auf ihre Art.
 
*
 
Natur, wie schön in jedem Kleide !
Auch noch im Sterbekleid wie schön !
Sie mischt in Wehmut sanfte Freude
Und lächelt tränend noch im Gehen.
Du welkes Laub, das niederschauert,
Du Blümchen, lispelst: Nicht getrauert !
Wir werden schöner auferstehn !
Johann Heinrich Voss
(Deutscher Dichter 1751-1826)
 
~*~
 
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