Dienstag, 17. Juli 2018

Die ewigen Gedanken des Himmels

An die Wolken
 
  
 
Und immer wieder,
wenn ich mich müde gesehn
an der Menschen Gesichtern,
so vielen Spiegeln
unendlicher Torheit,
hob ich das Aug
über die Häuser und Bäume
empor zu euch,
ihr ewigen Gedanken des Himmels.
Christian Morgenstern
 
 
 
 
~*~
 
 
 
 
Wie gut ich das nachvollziehen und verstehen kann,
denn:
 
Wie vielen Menschen begegnet man im Leben,
die viel reden, aber nicht wirklich etwas zu sagen haben.
 
Und wie wenig Menschen begegnet man,
die wenig reden, aber viel zu sagen haben.
 
 
 
 
Menschen, die gerne viel reden,
können die Stille nicht hören.
 
~*~
 
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Dienstag, 10. Juli 2018

Die Teestunde am Nachmittag

habe ich an den heißen Sommersonnentagen von der südwestlich
gelegenen Terrasse des Hauses auf die nordöstliche Morgensonnenseiten-
Terrasse verlegt, weil es auf der Nachtmittagssonnenseite viel zu heiß
wurde. Außerdem ist der Garten hinten raus, also nach Osten,
sehr viel schattiger und eigentlich auch viel gemütlicher.
 
 
Am gestrigen Montag habe ich mir dort den restlichen Sonntagskuchen -
eine Stachelbeertorte - mit der restlichen Sahne schmecken lassen und
dabei in dem Buch "Der Garten von Hermann Hesse" geblättert.
Das Buch ist ein Geschenk von liebem Besuch, über den wir uns an
den Pfingsttagen freuen durften.
Dass ich mich - als Hesse Verehrerin - ganz besonders über dieses schöne
Buchgeschenk gefreut habe, muss ich eigentlich gar nicht extra erwähnen :o).
Nochmals vielen Dank ihr Lieben !

 
Der Montag war ein eher bedeckter, aber dennoch warmer Tag. Die etwas
gemäßigte Temperatur - so um 25° - eine willkommene und angenehme
Abwechslung. Der teilweise bewölkte Himmel weckt die Hoffnung auf Regen,
der wirklich dringend notwendig wäre. Hoffen wir das Beste.

 
Während die Hortensien wunderbar gedeihen, tun sich die Rosen in diesem Jahr
etwas schwerer. Die Blütenblätter vertrocknen in der tagelang heiß brennenden
Sonne sehr schnell, obwohl ich sie regelmäßig wässere. Sie fallen jedoch nicht
ab. Sie vertrocknen regelrecht am Stil. Das habe ich so auch noch nicht erlebt.
Die grünen Blätter an den Limelights, eine Hortensienart, sind durch die heißen
Sonnenstrahlen sogar zum Teil verbrannt. Dieser Sommer ist so anders, als all
die Sommermonate der vergangenen Jahre. Wettermäßig scheint es nur noch
das eine oder andere Extrem zu geben.
 

 
Die Phlox schlagen sich im Halbschatten so durch. Sind aber auch sehr
durstig. Die geringe Luftfeuchtigkeit und der leichte Wind tragen ebenfalls
dazu bei, dass alles noch sehr viel schneller austrocknet.
Selbst ich spüre das an der Gesichtshaut. Ständig habe ich das Gefühl,
meiner Haut mehr Feuchtigkeitscreme zuführen zu müssen - was allerdings
auch am Alter liegen kann ;o). Muss wohl noch mehr Wasser trinken.
 
 
Die Vögelchen, deren Nachwuchs zurzeit in manchen Hecken und
Rhododendren fröhlich rumzwitschert, nehmen jeden Tag ein Bad
und nippen an den diversen Tränken, die täglich mit frischem Wasser
aufgefüllt werden. Ich könnte stundenlang zusehen, wie sie diesen
Badespaß zu genießen scheinen. Leider ist es mir bisher nicht geglückt,
diesen Badespaß im Foto festzuhalten.
 

Die Rosen, die sich an einem halbschattigen Plätzchen befinden, scheinen
sich wohler zu fühlen. Sie stehen etwas geschützter und zeigen keinerlei
Sonnen-oder Hitzeschäden.
 
 
Dafür sind Teile der Blütendolden des Schmetterlingsflieders ebenfalls
vertrocknet, so als wäre ihnen die Feuchtigkeit entzogen worden. Die
Kohlweißlinge scheinen dennoch genug Nektar zu finden. Die Anzahl der
Schmetterlinge, Bienen und Hummeln ist auch in diesem Jahr wieder
zurückgegangen. Das ist so bedauerlich und scheint von Jahr zu Jahr
schlimmer zu werden.
 
 
Nur hier und da entdecke ich mal ein Pfauenauge oder einen Admiral.
Noch vor ein paar Jahren waren es wesentlich mehr - nur die Kohlweißlinge
sehe ich öfter mal. Auch Libellen schwirren lange nicht mehr so viele herum,
wie noch vor ein paar Jahren.
Wo sind sie nur alle hin ? Was ist geschehen ?
 
 
Sommer, Sonne, Garten, Wald - es ist so schön - wenn auch wettermäßig
eher ungewöhnlich. Der Garten und der Wald tun einfach gut. In vielerlei
Hinsicht. Der Aufenthalt im Wald ist gut für die Gesundheit, weil die Luft
durch die Bäume gereinigt wird und die Stille tut der Seele gut, weil sie zur
inneren Ruhe führt.
So, wie uns Menschen der Wald gut tut, so würde dem Wald und Garten
jetzt ein ausgiebiger Landregen gut tun. Ich kann mich gar nicht erinnern,
wann es das letzte Mal geregnet hat.
Scheint die Sonne zu lange und ist es zu trocknen, sehnen auch wir uns
nach Regen. Regnet es zu lange und zu viel, sehnen wir uns nach
Sonnenschein. Daran wird sich wohl nichts ändern.
Fest steht, um Leben zu erhalten, wird beides benötigt.
Wasser noch dringender, als Sonnenschein,
denn ohne Wasser ist kein Leben möglich.
 
Hm, vielleicht sollte ich mal einen Regentanz aufführen.....?!
Wenn es also in den nächsten Tagen regnen sollte,
dann war ich nicht ganz unwesentlich daran beteiligt.
Und wenn nicht, dann........, ja dann........haben
meine alten Knochen und Gelenke nicht mehr mitgemacht ;o).
 
 Schaun wir mal !
 
~*~
 
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Montag, 9. Juli 2018

Geliebte Cinderella

 Sie haben die anhaltende Trockenheit bisher gut überstanden
 
 
und erfreuen mich mit ihren wunderschönen und duftenden Blüten.
 

 
Diese hier sind erst vor zwei Jahren in unseren Garten gezogen
 

 
und haben sich prächtig entwickelt.
 
 

Ein Zeichen, dass sie sich hier eingelebt haben und wohlfühlen.
Es scheint sich bei den Cinderellas um sehr gesunde und robuste
Rosen zu handeln, denn sie leiden weder unter Rostflecken
noch unter Mehltau.
 
Leider ist es aber immer noch viel zu trocken.
Viele Pflanzen, Stauden, Sträucher und auch die Bäume leiden unter
der diesjährigen, schon seit Wochen anhaltenden Trockenheit.
So trocken war es, seitdem wir hier im Wald leben, noch nie - im Gegenteil
in den vergangenen Sommerzeiten war es eher zu feucht oder
aufgrund heftiger Unwetter mit Starkregen viel zu nass,
so dass viele Rosen gar nicht blühten, sondern bereits als Knospen
verfaulten.
 
Ich mag diese wunderschönen Sommertage mit blauem Himmel
und weißen Wölkchen, mit einem lauen Lüftchen und milden Nächten
zwar sehr gerne, aber die Natur leidet sehr.
Und wenn die Natur und mein geliebter Garten unter der Hitze leidet,
dann leide auch ich.
 
Der Sprinkler hilft mir in den Abend- oder frühen Morgenstunden dabei,
das Leid der dürstenden Gartenbewohner, einschließlich der armen Vögelchen,
die das kühle Nass ebenfalls dankbar annehmen, ein wenig zu lindern.
 
Alle sehnen nun einen ergiebigen Landregentag herbei.
Hoffen wir also, dass der Wettergott ein wenig Erbarmen zeigt
und uns recht bald einen solchen Landregentag beschert.
 
~*~
 
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Sonntag, 1. Juli 2018

Keine Wolke am Himmel

 
Was für ein Tag !
Was für ein Sommersonnensonntag !
Nicht eine Wolke ist am Himmel zu sehen.
Strahlendes Blau, soweit das Auge reicht und die Sonne brennt
ohne Unterlass vom frühen Morgen bis weit in den Abend hinein.
 
 
Ein Traumwetter und es soll noch ein paar Tage so bleiben,
dieses herrliche Sommerwetter.
Die Luftfeuchtigkeit liegt bei nur 33 %, was zur Folge hat,
dass alles sehr, sehr trocken ist und die ersten vertrockneten
Blätter bereits von den Bäumen segeln.
Und es weht ein recht böiger Wind, der außerdem dazu beiträgt,
dass die Natur nach erfrischendem Nass dürstet.
 
 
Insbesondere die Hortensien sehnen sich nach einer erfrischenden Abkühlung.

 
Ich komme also nicht umhin, meine geliebten Hortensien abends, nachdem
die Sonne sich hinter dem Wald zurückgezogen hat, derzeit täglich mit
Wasser zu versorgen.

 
Auch der Schmetterlingsflieder, an dessen Blüten die ersten Schmetterlinge
naschen, machen bei dieser Hitze schnell schlapp.
 
 
Nur die Funkien scheinen sich an ihren schattigen Plätzchen unter den
Bäumen recht wohl zu fühlen. Wohl auch deshalb, weil sich an diesen
trockenen, heißen Tagen, kaum Schnecken aus ihren Wohlfühlorten
hervorwagen.
 

Wenn sich der Tag zur Ruhe neigt, der Mond über dem Wald und Garten
aufgeht und sich eine abendlich angenehme Kühle ausbreitet, kehrt auch
eine abendliche Stille in Wald und Garten ein.
 
Alles scheint sich jetzt auf die Nachtruhe vorzubereiten - außer natürlich
den Nachtschwärmern, die erst munter werden, wenn alle anderen bereits
selig schlafen und bestimmt ein wenig von diesem traumhaften
Sommersonnensonntag träumen.
 
Ein Sommersonntag zum Faulenzen und Seele baumeln lassen.
Einfach nur zum Genießen schön !
 
~*~
 
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Dienstag, 26. Juni 2018

Die Gedanken sind frei

Wirklich ?
 
Wieder einmal kommt ein Wolkenherz geflogen
 
 
Sind unsere Gedanken wirklich frei ?
Entspringen sie wirklich unserem eigenen Denken ?
Wir können zwar denken was wir wollen, so scheint es jedenfalls.
Aber bilden wir uns durch unser Denken auch eine eigene Meinung ?
Ist es nicht vielmehr so, dass selbst unsere Gedanken manipuliert
werden und wir uns somit oft der Meinung anderer anschließen -
ohne uns durch eigenes und selbstständiges Denken
eine eigene Meinung zu bilden?
Eine eigene Meinung zu der wir stehen - ohne uns darum zu
scheren, was andere davon halten ?
 
Um eigenen Gedanken nachgehen zu können, tiefgründig zu denken,
zu eigenen Erkenntnissen zu gelangen und sich eine eigene Meinung
zu bilden, muss man alleine sein und durch nichts und niemanden
abgelenkt und gestört werden.
Da die meisten Menschen es jedoch nicht mit sich alleine aushalten,
das Alleine-Sein nicht ertragen, fliehen sie vor sich selbst und suchen
geradezu nach Ablenkung. Dabei ist ihnen jede Art von Abwechslung
und Ablenkung willkommen, die sie davor bewahrt, sich mit sich selbst
auseinandersetzen zu müssen.
Da sie nicht nur nicht mit sich alleine sein können, sondern auch
die Stille nicht ertragen, bleibt ihnen auch keine Zeit zum Denken.
Das Alleine-Sein in der Stille und sich Zeit dafür zu nehmen,
ist jedoch die Voraussetzung für tiefgründiges Denken.
 
Das soziale Umfeld, die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung,
das Angebot der Fernsehsender und des Internets, die sozialen
Netzwerke sowie die Medien, tragen somit maßgeblich dazu bei,
unsere Gedanken zu beeinflussen.
 
Das Ergebnis ist unsere heutige Gesellschaft,
in der die Werte verlorengehen und
Maßlosigkeit und Verrohung zunehmen.
 
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Mittwoch, 23. Mai 2018

Pfingstausflug

Ohne viele Worte.
 
 
Durch die Autoscheibe fotografiert - daher die schlechte Bildqualität.
Was zählt, ist das Motiv ;o)
 
Waldleben - Natur pur - wie ich das liebe !!!
 
~*~
 
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Donnerstag, 17. Mai 2018

Von wegen Glück haben !

Habe ich vor drei Tagen noch über das Glück geschrieben,
so kann ich heute schreiben, dass wir gestern wirklich ganz, ganz großes
Glück hatten.
Unbeschreibliches Glück !
Denn wären wir betroffen gewesen, dann hätte das wahrscheinlich auch
das Ende dieser Rhododendren-Blütenpracht im Garten bedeutet.
 
Nachdem ich am Morgen eine Email des Deutschen Wetterdienstes
erhalten hatte, war ich bereits vor einem schweren Gewitter gewarnt.
Am gestrigen späten Nachmittag zog sich dann der Himmel auch plötzlich zu
und es kam ein leichter Wind auf. In der Ferne vernahm ich ein andauerndes
Donnergrollen und nordöstlich von uns wurde es immer dunkler. Der Himmel
nahm eine seltsam dunkle Farbe an und auch der Wind wurde stärker.
 
 
Ich beeilte mich, die Sonnenschirme zu schließen, die Markise einzufahren und
die Knuddels ins Haus zu holen. Da draußen braute sich ganz offensichtlich
etwas zusammen. Sorge macht ich mir auch um meinen Freund, der zu dieser
Zeit von der Firma unterwegs nach Hause war.
 
 
Zu Recht, denn während es hier weder regnete, noch das Gewitter näher
kam, erfuhr ich heute Morgen in den Nachrichten, dass nur 14 km von uns
entfernt, ein Tornado tobte und schwere Verwüstungen angerichtet hat.
Fünfzig Häuser hat er abgedeckt, Bäume entwurzelt, Autos beschädigt und
einen 800kg schweren Campingwagen durch die Luft gewirbelt - quasi
genauso wie man es aus den USA kennt.
180 km/h hatte der Wirbelwind drauf und das ist ziemlich heftig !
Fernsehbilder, die eine Gänsehaut verursachen und Dankbarkeit, so viel
Glück gehabt zu haben, wieder glimpflich davongekommen zu sein.
 
 
Auch Paulinchen ist froh, dass wir solch großes Glück hatten, denn hätte
dieser Tornado seine Zugrichtung auch nur minimal geändert, hätte es
uns genauso treffen können. Wenn man sich das vor Augen hält, wird
einem wieder einmal bewusst, wie schnell man auch Pech haben und
ein Unglück über jeden von uns hereinbrechen kann.
Glück im Unglück hatten die betroffenen Menschen dennoch, dass niemand
schwer verletzt wurde. Die angerichteten Schäden lassen sich beheben,
aber die Sorge vor weiteren, schweren Unwettern aufgrund des
Klimawandels bleibt.
 
Was für ein großes Glück wieder einmal verschont worden zu sein !
 
Heute scheint die Sonne wieder durch dünne Schleierwolken,
die wie zarte Federn friedlich am Himmel dahinziehen.
Das richtige Gartenwühlwetter !
 
~*~
 
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