Mittwoch, 12. April 2017

Absolut erstaunlich !

Man kann es wirklich kaum glauben !
Diese Frau feierte im vergangenen Dezember ihren ACHTZIGSTEN Geburtstag !
Das Foto ist 2015 - also vor knapp zwei Jahren - in Cannes entstanden.
 
Foto: Georges Biard - Quelle: Wikipedia

Während einer meiner letzten Teestunde habe ich mich gefragt,
wie manche Schauspielerinnen, z. B. Jane Fonda sowie andere Künstlerinnen
oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, es schaffen, im hohen Alter
noch so verdammt gut auszusehen.
 
Mit ACHTZIG aussehen wie FÜNFZIG,
ist wirklich bemerkenswert.
Am vielen Wassertrinken, der guten Ernährung, den Genen und Fitness,
kann es alleine ja wohl kaum liegen.

Also wie machen diese Menschen das nur ?
Ich trinke auch viel Wasser und diverse Kräutertees, ernähre mich relativ gesund,
esse viel Obst und Gemüse, rauche nicht (mehr seit 11 Jahren), trinke abends
höchstens mal ein Gläschen Rotwein und habe - bis auf eine kurze ausgelassene Zeit
während der 68er Jahre in Berlin -, immer auf genügend Schlaf geachtet.
Gute Gene scheine ich auch zu haben, bin auch (noch) relativ fit.
Ich habe allerdings mein Leben lang nur die günstige Creme in der blauen, runden
Dose mit der weißen Schrift verwendet und betreibe keinen Sport.
Außer im Garten zu wühlen, strapaziere ich zwar manchmal meinen persönlicher
Heim-Trainer - oder er mich -, und drehe ansonsten eigentlich nur meine Runden
mit den Knuddels.

Eine so makellose, faltenfreie Haut, eine so wundervolle, füllige Haarpracht
und eine dermaßen tadellose Figur, habe ich deshalb aber noch lange nicht :-( !
Und wenn, dann ist das mindestens 20 Jahre her.

Wahrscheinlich muss man sehr viel Zeit und viel Geld in die Gesamtkörperpflege,
einschließlich eines täglichen Fitnessprogramms investieren, um in diesem hohen
Alter noch so attraktiv und schlank zu sein.
 
Ehrlich gesagt, wäre mir meine Zeit dafür viel zu schade und außerdem
stelle ich es mir sehr anstrengend vor, immer gut aussehen zu müssen.
Aber das ist wohl das Los der meisten Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen.
Immer auf die Figur achten. Auf all die kleinen Leckereien verzichten, die das Leben
so versüßen. Darauf achten, gut gekleidet und frisiert zu sein. Einfach immer
makellos auszusehen, weil überall wo man sich aufhält, ein Paparazzi lauern
könnte. Vor allem wollen die Damen jedoch für ihr perfektes Aussehen
bewundert werden, sonst würden sie sich diesen Stress bestimmt nicht antun.
 
Ich bin zwar unbedingt dafür, dass jeder - egal ob Frau oder Mann - auf ein
gepflegtes Äußeres achten sollte, aber man/frau kann es auch übertreiben.
Den vielen Botox-Gesichtern kann ich wirklich nichts Positives abgewinnen.
Im Gegenteil - manche von denen sehen richtig gruselig aus !
 
Für mich ist »Altwerden« völlig normal. Das muss man einfach akzeptieren,
auch wenn es manchmal schwerfällt. So läuft das Leben nun mal ab.
Mögen die Falten auch zunehmen und der Abbau des Körpers fortschreiten,
das Alter hat trotzdem seine ganz eigene Magie, seine eigene Schönheit,
seine Reife, Weisheit und Gelassenheit. Das Alter - falls wir gesund sind und
bleiben -, schenkt uns viel Zeit und Muße, die schönen Dinge zu genießen;
uns an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen und all die großen und
kleinen Wunder um uns herum zu bestaunen.
Das gibt mir persönlich mehr, als meine kostbare Lebens-Zeit vor irgendwelchen
Spiegeln, im Fitness-Center oder Beautysalon  zu verschwenden.

Viel wichtiger ist doch - wie es innen aussieht !

Deshalb ziehe ich heutzutage auch meine Jeans und schlichte Pullover,
Blusen oder T-Shirts vor. Benutze immer noch die Creme in der blauen Dose,
genieße gerne mal ein lecker Eis oder Stück Kuchen und erfreue mich lieber
an der Natur, als an meinem Spiegelbild, dem ich eh nichts vormachen kann.
»Stadtfein« mache ich mich höchstens dann mal, wenn ich wirklich unbedingt
in eine Stadt muss oder irgendwo eingeladen bin.
Und das kommt eher selten vor.
 
Denn -
am liebsten halte ich mich - seit wir hier leben - in meinem Garten -
mit Gummistiefel auf ;o).
 
I LOVE MY GARDEN !
 

Die Camelien blühen in diesem Jahr besonders schön
und sooo zahlreich :o).
Sehen sie nicht ein bisschen wie Rosen aus ?


*
 
»Die Gesellschaft hat uns eingeredet, wir sollten unser Leben lang
wie ein 18-jähriges Model aussehen.
Aber ich denke, ich kann genauso gut auch das sein, was ich bin«,
meint Clint Eastwood
 
Besser kann man es nicht formulieren !


*
 
Und dennoch, sie ist eine tolle Frau,
diese Jane Fonda - immer gewesen !
  
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Montag, 10. April 2017

Auf einmal unbequem

Mich gehen lassen -
das, lehrte man mich, sei schlecht.
So ließ ich mich nicht mehr gehen,
hatte mich stets im Griff,
hielt fest an dem, was sein "sollte"
- und blieb stehen -
 
 

 
Heute bin ich im Weiterkommen so aus der Übung,
dass mir jeder Schritt Angst macht.
"Gut oder schlecht" -
so lehrte man mich, meine Gefühle zu bewerten.
Die guten ins Köpfchen
und nach außen tragen,
die Schlechten brav runterschlucken.
Ich war so lange "gut"
bis ich nichts mehr schlucken konnte.
 
 
 
 
So lernte ich mühsam,
mich von "gut und schlecht" zu trennen
 
- zu sein, wie ich bin -
 
für viele auf einmal unbequem.
 
(Verfasser/in unbekannt)
 
 
~*~
 
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Lauter rosarote Herzen

fliegen mir derzeit zu, wenn ich durch den Garten gehe.
Mal bei Sonnenschein und mal bei grauem Himmel.
Freude bereiten sie bei jedem Wetter.
 

War das gestern ein traumhaft warmer Frühlingssonnensonntag,
dieser Palmsonntag !
Den ganzen Tag habe ich mich im Garten aufgehalten und

 
immer wieder, wenn ich genau hingeschaut habe, hier und da kleine
Gartengäste entdeckt.
   
  
 Auch viele Schmetterlinge, das Pfauenauge, der Admiral, der Zitronenfalter
und ein kleiner Bläuling schwirrten durch den Garten.
Es ist so schön, sie zu beobachten.
Wenn man bedenkt, dass jährlich 700 neue Schmetterlingsarten entdeckt werden,
grenzt das wirklich an ein Wunder. 160.000 Schmetterlingsarten in ca. 130 Familien
und 46 Überfamilien sollen existieren. Damit bilden sie nach den Käfern die
artenreichste Insekten-Gruppe.
In unserem Land schwirren etwa 3.700 Arten herum.
Das ist erstaunlich, denn hier im Garten sehe ich eigentlich immer nur sechs
 oder sieben verschiedene Falter.
In Zukunft werde ich also noch genauer hinschauen müssen.
    

Auch die Vögelchen haben uns durch diesen schönen Frühlingssonntag
begleitet und uns schon früh morgens ein erstes Ständchen gebracht.
Ob Sonne, ob Wolken - egal bei welchem Wetter, sie scheinen immer in
fröhlicher Stimmung zu sein.
Der April gestaltet sich wahrlich entsprechend der Vorstellung, die man von
ihm hat - er ist wechselhaft, launisch und zeigt überhaupt kein Verständnis
für mein Verlangen nach Sonne und Wärme. Er macht halt, was er will !
Eigentlich erwartet man es auch gar nicht anders von ihm.
War es gestern noch herrlich warm und sonnig, sodass man sich bereits wie
an einem Sommertag fühlte, so gebärdet er sich heute von seiner weniger
schönen Seite - nämlich mit kühleren Temperaturen und einem trübem,
wolkenverhangenem Himmel.
Bei diesem Wetter ist mir gleich wieder nach einem heißen Tee zumute.
Aber den gibt es erst später mit einem Stück vom übriggebliebenen
Hefekranz, den es gestern zum Tee gab.
Freu' ich mich jetzt schon darauf, aber erst die Arbeit,
dann das Vergnügen ;o).

  
~*~
 
    
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Samstag, 8. April 2017

Das Leben

und der Tod gehören zusammen, wie Tag und Nacht.
So wie die Nacht auf den Tag folgt, so folgt der Tod auf das Leben.
Für jeden von uns.

Zwei Camelienblüten nach der Spielerei mit Photoshop.

*

Eigentlich kein Thema für den Frühling, wo doch gerade alles zu neuem Leben erwacht.
Die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, passt eigentlich eher in den Monat
November - aber gerade eben auch in die Osterzeit, weil Ostern die Auferstehung
Jesu Christi gefeiert wird, der den Tod überwunden hat.
Im Übrigen war es Oskar, der dieses Thema aufgegriffen und mich inspiriert hat,
meine Gedanken zu diesem Thema ebenfalls aufzuschreiben.


Clematis

*
Jeder von uns wird sich im Laufe seines Lebens schon einmal die Frage
gestellt haben, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.
Es ist eine sehr spannende Frage, auf die wohl jeder gerne eine Antwort hätte.
Es ist eine Frage, mit der sich die Menschheit schon seit Jahrtausenden beschäftigt.
Sowohl Wissenschaftler, Philosophen, Ärzte als auch Theologen, haben sich
dieser Frage angenommen und sind - wie könnte es anders sein - zu den
unterschiedlichsten Ansichten gelangt.
 

Das war eine Fliederblüte


 Neugierig wie ich nun mal bin, faszinierte mich dieses Thema ebenfalls schon
seit vielen Jahren und da ich allem gegenüber offen und aufgeschlossen bin,
schließe ich auch ein Leben nach dem Tod grundsätzlich nicht aus.
Nichts ist unmöglich. Woran ich allerdings nicht glaube, ist die Vorstellung,
dass wir reinkarnieren, also unsere Seele im Körper eines anderen Menschen
oder sonst wo, nach dem Tod zu neuem Leben erwacht.
Ich denke eher, dass wir nach dem Tod in eine andere Daseinsform wechseln.
In einen anderen Bewusstseinszustand gelangen, mit dem wir von unserer
jetzigen dritten Dimension in eine andere, höhere Dimension eintreten.
Und zwar ausschließlich auf einer geistigen Ebene.
Das bedeutet, dass wir, da wir nach dem Tod von unserem Körper getrennt sind,
somit auch von unseren "primitiven" Trieben befreit sind.
 

 Eine Rhododendronblüte

*
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann könnte ein Mensch, würde er sich
z.B. in der zweiten Dimension befinden, uns Menschen in der dritten
Dimension nicht wahrnehmen können, selbst wenn wir neben ihm stünden.
Umgekehrt ist das jedoch möglich.
Demnach müsste es denjenigen, deren "Geist" nach dem Tod in eine höhere
Dimension gelangt, möglich sein uns wahrzunehmen, aber wir sie nicht, selbst
wenn sie sich direkt in unserer Nähe befänden. Als "geistige Wesen" wären sie
für uns, die wir uns in der dritten Dimension befinden, unsichtbar.
Leider kenne ich mich mit Physik nicht aus und habe daher keine Ahnung,
wie viele Dimensionen es gibt und ob deren Anzahl nach oben offen ist.


 
Eine weitere Rhododendronblüte

*
Die dritte Dimension, in der wir uns befinden, ist begrenzt. In einer vierten,
fünften oder einer noch höheren Dimension gibt es vielleicht wesentlich mehr
Möglichkeiten und Dinge, die wir Erden-Menschen mit unserem Verstand und
unseren begrenzten Möglichkeiten gar nicht begreifen würden.
In unserer Dimension ist selbst unser Denken und Handeln begrenzt, weil sich
unsere Welt für uns so darstellt, wie wir sie wahrnehmen und kennen.
Wir kennen also nur unsere eigene Daseinsform und unseren eigenen,
begrenzten Bewusstseinszustand.
Wahrscheinlich ist in einer höheren Dimension ein erweiterter Bewusstseinszustand
möglich und somit auch eine erweiterte Wahrnehmung - also auch der "Blick zurück"
in unser "altes Leben" und somit auch die Wahrnehmung der immer noch
existierenden, aber bereits verlassenen dritten Dimension.
Ähnlich wie in unseren Träumen - nur frei - und nicht mehr an unseren Körper
gefesselt.
Vielleicht können wir uns sogar in unseren früheren Bewusstseinszustand
zurückversetzen und die Gegenwart so wahrnehmen, wie sie sich für die noch
Lebenden in der dritten Dimension darstellt - natürlich aus "Sicht" einer rein
geistigen Daseinsform.

Die Zeit würde für die geistige Daseinsform in einer höheren Dimension keine
Rolle mehr spielen, weil Zeit in dieser Form schlicht nicht mehr existent ist.
Es wäre der Beginn des ewigen "Lebens".
Vielleicht sind wir in einer höheren, geistigen Daseinsform Energie, Licht,
eine Welle oder eine Schwingung. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir als rein
geistige Wesen - ohne unsere irdischen Triebe - im Einklang mit allen anderen
geistigen Wesen in einer Sphäre existieren, in der ewiger Frieden herrscht
und unsere Seelen ewige Ruhe finden.

Als geistige Wesen in einem anderen Bewusstseinszustand wären wir unsterblich.

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde usw......,
wer kennt dieses Shakespeare Zitat nicht ?



Ich bin absolut überzeugt, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt,
die wir mit unserem begrenzten Menschenverstand nicht erfassen und nicht
erklären können und manches wird auf alle Zeiten
ein ewiges Rätsel Gottes bleiben.

Und dazu gehört die Antwort auf die Frage:
Gibt es ein Leben nach dem Tod ?

Doch wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages doch eine Antwort darauf ?
Einen Beweis ?
Wer weiß ?

*
Ach übrigens, wer genau hinschaut, wird in den obigen Fotos mit ein wenig Fantasy
einige Wesen entdecken, die keineswegs beabsichtigt waren, sondern sich durch
die Spielerei mit Photoshop und ein paar Blumenfotos so ergeben haben.

Man sieht nur, was man sehen möchte !


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Freitag, 7. April 2017

Der heutige Tag

Du wirst morgen sein, was du heute denkst, lehrte Buddha und fordert uns auf,
im Hier und Jetzt zu leben.

 
 
Und damit hat er absolut Recht, denn das Leben findet nur im Hier und Jetzt
statt. Nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, sondern genau in
diesem Moment. Wir begehen oft den Fehler, bestimmte Dinge für die Zukunft
zu planen. Wir überlegen uns, was wir alles tun werden, wenn wir erst einmal
genug Geld haben. Wir planen irgendwann zu heiraten, ein Haus zu bauen
und Kinder zu bekommen. Wir planen schöne Reisen und überlegen uns, was
wir alles tun werden, wenn wir erst einmal das Rentenalter erreicht haben
usw.

 
Die Camelien im Garten blühen in diesem Jahr besonders schön und zahlreich :o).

*
 
Wir schmieden also ständige Pläne für einen späteren Zeitpunkt, von dem wir
gar nicht wissen, ob er jemals kommen wird.
Niemand weiß, was die Zukunft bringt.
Daher ist es umso wichtiger, dass wir jeden Tag, jeden Moment, jeden
Augenblick, der uns an Lebenszeit geschenkt wird, ganz bewusst wahrnehmen.
Für viele von uns ist das Leben zu einer Art Routine geworden. Wir stehen
jeden Morgen etwa um die gleiche Zeit auf, trinken eine Tasse Kaffee und
machen uns auf den Weg zur Arbeit oder kümmern uns um den Haushalt.
Aber trinken wir die Tasse Kaffee auch bewusst? Nehmen wir den Duft des
Kaffees wirklich wahr?
 
Nehmen wir die Blumen und deren Duft auf dem Weg zum Auto oder im
Garten wirklich wahr? Hören wir das liebliche Zwitschern der Vögel bewusst ?
Oder sind wir in Gedanken schon im Büro, im Geschäft oder in der Fabrik?
Habt ihr schon mal die Augen geschlossen und mit allen Sinnen dem Rascheln
der Blätter im Wind gelauscht?
Diesen Augenblick, diesen Moment ganz bewusst erlebt?

 Auch die japanische Kirschblüte bereitet viel Freude
 
*
 
Ich kann Euch verraten, es ist eine wahre Freude, dem Wind zuzuhören.
Wir werden heute von viel zu vielen Dinge abgelenkt, um die Stille zu beachten
und sie bewusst wahrzunehmen. Der Lärm nimmt überall deutlich zu und übertönt
alles.
Wer aber die Stille genießen kann, findet schließlich auch Ruhe und ist damit
auf dem Weg zum inneren Frieden.
Und wer den gefunden hat, den bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe.
 
Wer seinen Weg geht, seiner inneren Stimme folgt, wer in sich hineinhört und
achtsam ist, der wird auch den Moment, das HIER und JETZT, mit allen Sinnen
bewusst wahrnehmen und sich durch nichts ablenken lassen.
Den Augenblick bewusst leben !
Den Augenblick bewusst zu erleben, bedeutet, in ihm aufzugehen und
die Zeit auszuschalten.
Denn der Augenblick ist unser Leben.
 
So zart, diese Blüten - ein wahres Blütenmeer !
 
*

Wer sich jeden Morgen auf den neuen Tag freuen kann, der wird ihn demütig
annehmen und dankbar sein, dass er ihm geschenkt wurde.
 
 
CARPE DIEM !
  
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Mittwoch, 5. April 2017

Der Blütentraum

des zweiten japanischen Kirschblütenbäumchen
neigt sich allmählich seinem Ende zu -.
 
 
Daher werden sie auch in diesem Jahr wieder im Foto festgehalten.

 
Sie haben mir, den Bienchen und Hummeln auch in diesem Jahr
wieder viel Freude bereitet.

 
Unter diesem rosa-weißen Blütenmeer zu stehen, ist ein unbeschreiblicher
Glücksmoment. Ich fühlte mich vollständig von diesen Blüten umhüllt.
Ein Blütentraum, den ich so lange herbeisehne und der so schnell endet,
wie er begonnen hat.

 
Glücklicherweise blieb uns, den Blüten, den Bienchen und Hummeln
in diesem Jahr, starker Regen, Wind oder gar Sturm erspart,
so dass wir diesen Blütentraum so richtig lange und in seiner vollen Pracht
genießen dürfen.
Denn schon bald wird dieser Traum wieder ein Ende haben und
wir müssen uns wieder bis zum nächsten Jahr gedulden.
 
Ach, lieber Frühling, welche Freude du doch bereitest
und wie viele Glücksmomente du uns doch bescherst !
 
Die guten Dinge sind leise.
 
*
 
Eine Viertelstunde Frühling ist mehr wert,
als ein Sack Gold.
Weisheit aus China
 
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Montag, 3. April 2017

Ein gutes Wort

 


Manches Mal ein bisschen Güte,
ein liebes Wort, das echt und wahr.
Du wirst wach, bist du auch müde,
dein Blick ist plötzlich hell und klar.
Die Arbeit fällt nicht mehr so schwer.
Dein Trübsal ist auf einmal fort.
Dein Leben ist dann nicht mehr leer -
das alles tat ein gutes Wort.
   
*
 
Diese Verse habe ich beim alljährlichen Aufräumen und Aussortieren zufällig
in der Schatztruhe zwischen alten Dokumenten, Papieren und Fotos gefunden.
Sie sind in der Handschrift meiner Mutter auf einem kleinen, unauffälligen Zettel
verfasst, der zwischen zwei Kalenderblättern steckte.
Leider weiß ich nicht wann.
Auch elf Jahre nach ihrem Tod, fällt es mir immer noch schwer,
mich von Dingen zu trennen, die sie aus ihrem Leben zurückgelassen hat.
Es sind Dinge wie ihre Reisepässe, ihre Rentenbescheide oder kleine
Erinnerungsstücke, Mitbringsel und Fotos von ihren diversen Reisen.
Ich müsste mich eigentlich von diesen Dingen trennen,
fiele es mir nicht so schwer.
Und so sortiere ich Jahr für Jahr immer ein bisschen mehr aus -
bis eines fernen Tages nichts mehr von ihr bleibt,
außer ihr Bild in meinem Herzen.
 
 


Ein kleiner Frühlingseindruck
 

aus dem Garten.



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Sonntag, 2. April 2017

Drei Generationen

im Foto festgehalten.
Leider weiß ich nicht mehr, wann das Foto aufgenommen wurde.
Es muss zu einer Zeit gewesen sein, als ich noch in Berlin oder bereits auf
der Insel lebte. Jedenfalls freue ich mich, dieses Foto mit meinem Vater,
meinem Bruder und seinem Sohn in der Schatztruhe gefunden zu haben.
 
 
Mein Neffe ist inzwischen selbst Vater von drei Kindern,
die nun einen ihrer Großväter verloren haben.
Dass mein Bruder nun nicht mehr unter uns weilt, ist immer noch
schwer zu begreifen, zumal er drei Jahre jünger war als ich.
Der Verlust schmerzt und meine Seele trauert um ihn.
Erinnerungen werden immer wieder wachgerufen, begleiten mich durch
manchen Tag, durch manche Stunde. Ich erlebe die Trauer und den Schmerz
ganz bewusst und versuche erst gar nicht mich abzulenken, um den Schmerz
zu unterdrücken. Ich möchte die Wehmut nicht verdrängen, denn sie gehört -
wie der Tod zum Leben dazu.
Man muss sich Zeit lassen, Abschied zu nehmen von uns nahestehenden und
geliebten Menschen. Trauer braucht Zeit. Doch mit der Zeit wird die Trauer
verblassen und die schönen Erinnerungen überwiegen.
In meiner Erinnerung werden sie, mein Bruder und meine Eltern, immer
weiterleben und mir nahe sein.
Die Zeit heilt tatsächlich Wunden. Was zurückbleibt, sind Narben, die uns
an den Verlust geliebter Menschen erinnern, die nicht mehr unter uns weilen.
 
 Es fällt immer noch schwer, den Gedanken zu ertragen,
dass er für immer gegangen ist. Ich muss so oft an ihn denken,
an unsere gemeinsamen Zeiten, unsere Kindheit, an unsere gegenseitigen
Besuche, unsere vielen Gespräche, an die endlosen Diskussionen und Telefonate.
Das alles ist nun nicht mehr.
Er war ein Einzelgänger, introvertiert und eher still - genau wie ich.
Wir mochten beide keine lauten, lärmenden und oberflächlichen Menschen.
Wir zogen stille und leise Menschen vor und lebten - je älter wir
wurden - beide sehr zurückgezogen.
Er liebte Bücher, Musik und die Malerei - wie ich - und er beschäftigte sich -
wie ich - mit Ahnenforschung.
Über diese Themen konnten wir uns regelmäßig begeistert austauschen.
Anders als ich - kochte er gerne und probierte immer mal wieder neue
Rezepte, und vor allem köstliche Saucen, zu den diversen Gerichten aus.
Er liebte das Reisen - wie ich - und war z.B. in Afrika, hat dort drei Monate in
Mozambique an einem großen Staudamm-Projekt gearbeitet oder er hat in Nepal,
Kathmandu erkundet. Er war in Ländern, in die ich ebenfalls gerne gereist wäre.
Er liebte den Frühling, die Sonne und die Wärme, das Erwachen der Natur,
genauso so sehr wie ich.
Nun wird er diese schöne Jahreszeit - wie alle anderen auch -,
all das, was er so sehr liebte, nie wieder erleben.
 
Oder vielleicht doch ?  Irgendwie ?  irgendwo ?
Zwischen Himmel und Erde ?
 
 
 
Heute denke ich ganz besonders intensiv an ihn und
werde zur Teestunde eine Kerze für ihn anzünden,
denn heute wäre sein achtundsechzigster Geburtstag gewesen.
 
Ich vermisse ihn so sehr !
 
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 Wohl denen, die an das Wiedersehen in einer andern Existenzform glauben !
Wir andern müssen uns mit der Erfahrung begnügen,
dass geliebte Tote uns gegenwärtiger und lebendiger sein können
als alle Lebenden.
Zu Zeiten, für Stunden nur, aber es sind unsre besten.
 
Hermann Hesse

*

So ist es !


 
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