Mittwoch, 3. April 2019

Und das ist die Belohnung

Ein lecker-lockerer feiner Kuchen.
Nach all der Wühlerei im Garten hab ich mir den redlich verdient und
mit einer guten Tasse Assam auch so richtig genossen.
 
 
Ich habe den Kuchen gleich morgens nach dem Frühstück gebacken und mich
schon während ich "wühlte" auf Tee und Kuchen am späten Nachmittag gefreut.
Jedes Mal, wenn ich an den lecker duftenden Kuchen dachte, stieg Vorfreude
in mir hoch. Eine Freude, die sich verstärkte, je näher die Tee-Zeit heranrückte.
 
 
Während ich im Garten beschäftigt bin, fällt mir immer wieder auf, wie wenig
ich in dieser Zeit an das aktuelle Geschehen in der Welt und im Land denke,
sondern ganz und gar auf das konzentriert bin, was ich gerade tue. Gestern
fühlte ich mich wieder einmal absolut glücklich und reich, so kleines
Gartenparadies mein eigen nennen zu dürfen.
Das, was ich hier im Kleinen so genieße, könnten alle Menschen im Großen
genießen, wenn sie genau so fürsorglich mit der Natur umgehen würden,
wie ich mit meinem Garten.
 
Denn diese Erde, unser blauer Planet, war einmal unser aller Paradies. Ein
wunderschönes, wunderbares Paradies, wie es schöner gar nicht sein könnte.
Doch wir Menschen nahmen es als selbstverständlich hin und wussten dieses
Geschenk nicht zu schätzen.

 
Stattdessen zerstören wir dieses traumhafte Paradies. Jedes Mal, wenn ich an
die große Vielfalt aller Früchte denke, die wir uns täglichen schmecken lassen
können, empfinde ich Dankbarkeit. Wenn ich all die schönen Blumen sehe, die
Pflanzen, Bäume und Sträucher, die Schmetterlinge, die Bienen, Hummeln,
Libellen, die Vögel, empfinde ich eine große Freude. Für mich ist das alles ein
großes Wunder und dafür müssten wir doch alle mehr als dankbar sein. Doch
viele Menschen nehmen diese Wunder gar nicht mehr wahr. Sie wissen den
Wert all dessen nicht wirklich zu schätzen.
Würden wir sonst einen solchen Raubbau an der Natur betreiben ?

 
Inzwischen haben wir es wohl übertrieben, denn wir werden für unseren Un-
dank teuer bezahlen müssen. Sehr teuer. Den meisten Menschen ist das gar
nicht so bewusst. Ich sehe es ja an mir, wenn ich mit anderen Dingen - wie z.B.
dem Kochen, Backen oder mit der Gartenwühlerei beschäftigt bin, dann habe
ich gar keine Zeit über weltliche Probleme nachzudenken. Zum Denken nehme
ich mir Zeit und tue dann, außer meine Gedanken aufzuschreiben, auch nichts
anderes. Diese Zeit haben viele Menschen nicht, weil sie arbeiten, sich um
Kinder oder alte Menschen kümmern oder einfach anderweitig gefordert und
beschäftigt sind. Abends sind sie wahrscheinlich froh, ihre Ruhe zu haben
oder sie lassen sich noch mit einem Fernsehfilm oder sonstiger Unterhaltung
vom Alltagstrott ablenken.
Woher sollen sie also wissen, wie ernst es um unsere Erde steht? Das, was sie
den Nachrichten entnehmen, tun sie wahrscheinlich mit dem Gedanken ab, -
es wird schon nicht so schlimm kommen.
Aber genau hier liegt der Irrtum, denn allein die rasant wachsende
Weltbevölkerung und deren Versorgung mit Nahrungsmittel, Energie und
Wasser, stellt ein enormes Problem dar.
 
Die Reichen und Superreichen werden wohl am aller wenigsten des Klima-
wandels wegen auf ihr komfortables Luxus-Leben verzichten und weiterhin
um die Welt jetten. Sie werden ganz sicher keinen Verzicht üben und wie
gewohnt mit ihren schnellen Spritfressern über die Highways jagen und mit
ihren Yachten über die Meere cruisen sowie ihre Luxusvillen mit kostspieligem
Interior ausstatten. Außerdem können sie sich auf der Welt niederlassen, wo
immer es ihnen am besten gefällt und zusagt.
 
Überhaupt wird kaum jemand freiwillig auf Liebgewonnenes verzichten wollen.
Es wird also entweder Verbote geben müssen - mit Fahrverboten für Diesel-
fahrzeuge fängt es ja schon an  - was zu weiteren Protesten führen wird oder
aber es ist mit steigenden Kosten für Otto-Normal-Verbraucher zu rechnen.
Steigende Benzinpreise, steigende Energiepreise (findet ja schon statt !)
steigende Mineralölsteuer, Kfz-Steuer, Mehrwertsteuer usw. Die Steuern und
Abgaben werden schleichend angehoben, so dass der Bürger sich allmählich
daran gewöhnt. Findet ja auch schon statt und wird in jedem Fall, genau die-
jenigen treffen, die jetzt schon nicht genug zum Leben haben.
 
Die Reichen und Superreichen werden evtl. steigende Kosten milde lächelnd
aus der Portokasse begleichen und weitermachen, wie bisher. Sie sind
schließlich diejenigen, die sich über mangelnde finanzielle Mittel keine Sorgen
machen müssen - es sei denn, es kommt zu einem weltweiten Finanz-Crash.
 
Ich weiß nicht, seit wie viel Jahrzehnten bereits durch Experten auf den
Klimawandel hingewiesen wird. Es wurde den wissenschaftlichen Forschern
 kaum Beachtung geschenkt. Warum gerade jetzt ein solcher Hype um diese
Greta gemacht wird, ist mir unerklärlich. Wahrscheinlich braucht man einen
zwingenden Grund, weitere Verbote auszusprechen oder die Bevölkerung auf
steigende Steuern vorzubereiten. Daher wird der Protest der jugendlichen
Demonstranten und deren kollektives Schule schwänzen - trotz des Tatbe-
stands einer Ordnungswidrigkeit  - von unserer werten Madam ausdrücklich
gelobt.
 
"Es ist richtig, dass ihr uns Dampf macht, dass dieses Signal gesetzt wird,
da gibt es Sorge, das ist gut für uns", so Merkel.
 
Oh Mann, auf einen solch' zynischen Satz muss man als Bundeskanzlerin erst
mal kommen, immerhin hatte sie dreizehn Jahre Zeit, etwas gegen den CO2-
Ausstoß in die Wege zu leiten. Aber wir kennen ihr Fähnchen im Wind ja
bereits und, dass sie es mit Recht oder Unrecht nicht so genau nimmt.
 
 Es werden die Armen und die Mittelschicht sein, die zwangsweise auf immer
mehr verzichten müssen, weil ihnen schon heute oft die finanziellen Mittel
fehlen, die steigenden Mietpreise und andere Kosten noch aufbringen  zu
können. Dieser zwangsweise Verzicht durch immer höhere Steuern, Kosten,
Beiträge und Abgaben sowie immer mehr Verbote für die Bevölkerung der
Unter- und Mittelschicht, könnte eine weitere Spaltung der Gesellschaft zur
Folge haben.
Das wiederum könnte auch in unserem Land zu schweren Unruhen führen,
wie sie z.B. derzeit in Frankreich durch die Gelbwesten stattfinden.
 
Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke, die Deutschen sind eigentlich ein
sehr geduldiges Volkes, das nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist.
Sie lassen sich viel gefallen, und mucken selbst dann noch nicht auf, wenn
der Dachstuhl bereits in Flammen steht.
 
Er hat die Deutschen durchschaut, dieser Napoleon, als er meinte:
 
"Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk,
als das deutsche".
 
Ja, man kann den Deutschen viel erzählen, sie sind leicht zu beeinflussen und
halten fast alles, was ihnen die Eliten eintrichtern für bare Münze und alter-
nativlos. Vor allem aber lieben sie das Herden-Dasein. Genau aus dem Grund
schließen sie sich immer auch gerne der Meinung der Mehrheit an, was man
heute neudeutsch als "Mainstream" bezeichnet. Sie nehmen ohne viel
Aufhebens hin, was Politiker, Medien und andere Eliten ihnen weismachen
wollen. Dabei wären sie wirklich gut beraten, alles zu hinterfragen,
selbstständig zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden.
 
Jetzt fällt eine Mehrheit der Wähler gerade wieder auf das Heilsversprechen
der Grünen rein. Wie sonst lässt sich die Beliebtheit eines Robert Habeck und
einer Quasselstrippe Annalena Baerbock erklären ?
 
Armes Deutschland !
Anyway, das Abschalten während der Wühlerei in meinem kleinen Paradies
hat extrem gut getan - nun sind meine Gedanken wieder in der weniger
erfreulichen Realität angekommen und die sieht leider alles andere als
paradiesisch aus.
 
Aber glücklicherweise sind es bis in mein kleines Paradies nur ein paar Schritte.
Dort kann ich zu jeder Zeit abschalten und die Stille genießen.
Wirklich, was für ein Glück !!!
 
 
 
Leider muss ich ob des regenschaurigen, kühlen Aprilwetters eine
Zwangspause einlegen, kann mich aber hoffentlich bald wieder
meiner Lieblingsbeschäftigung widmen.
 
~*~
 
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Kommentare:

  1. Hallo liebe Laura, ja unsere Erde nimmt Tag für Tag mehr Schaden.
    Und täglich kommen mehr Umweltsünden ans Licht. Die Schere zwischen arm und reich wird sich immer weiter öffnen, bis die Menschen an ihre Grenzen kommen. Wie viele Menschen leben heute schon am Rand der Gesellschaft.
    So nun hoffe ich das der Kommentar bei dir ankommt, denn irgendwas stimmt nicht, mit meinem Blogger Konto.
    Hab viel Freude in deinem Paradies und lass dir den Kuchen schmecken.
    Mach´s gut und herzliche Grüße
    Angelika

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    1. Du sagst es, liebe Angelika, das Schlimme ist allerdings, dass es den meisten Menschen gar nicht so bewusst ist. Wenn sich jeder ein wenig einschränken und auf Unnötiges verzichten würde, wäre wenigstens ein Anfang gemacht.
      Hoffentlich ist mit deinem Blogger-Konto wieder alles in Ordnung. Es wäre schade, plötzlich nichts mehr von dir zu lesen.

      Auch ich wünsche dir ein schönes, frühlingshaftes Wochenende und sende liebe Grüße auf den Weg zu dir.
      Lass es dir gut gehen !
      Laura, die sich nun wieder auf die Teatime freut.

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  2. Hallo, liebe Laura, mir gefällt Ihr Blog in Wort und Bild immer so sehr und dafür möchte ich mich als stille Leserin einfach mal herzlich bedanken. :-)
    Wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende!
    Herzliche Grüße
    Gerda

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    1. Hallo, liebe Gerda, das ist aber sehr lieb von dir. Vielen dank, ich freue mich sehr über deine netten Worte. Ich staune immer wieder, dass überhaupt jemand mein Geschreibsel liest - es ist ja nicht gerade wenig. Dass du dich als stille Leserin jetzt sogar mal meldest, freut mich ganz besonders.
      Liebe Grüße auch für dich mit den besten für ein ebenfalls wunderschönes Wochenende !
      Laura, die sich nochmals ganz herzlich für deinen Besuch bedankt.

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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