Montag, 12. Februar 2018

Eine Reise

Wozu so ein Karnevals-Wochenende doch gut ist !
Nachdem ich mal wieder politischen Dampf ablassen musste, (das wird ganz bestimmt
nicht das letzte Mal gewesen sein), habe ich den PC noch ein wenig aufgeräumt.
Dabei sind mal wieder Fotos aufgetaucht, die gut "versteckt" in einem älteren
Ordner ruhten und drohten in Vergessenheit zu geraten. Bevor das der Fall ist,
werde ich einige davon hier verewigen.
 Es sind Fotos von meiner ersten Reise, die ich alleine unternommen habe. Das ist
jetzt fast genau 30 Jahre her. Nie zuvor in meinem Leben bin ich alleine verreist,
sondern immer in Begleitung einer Freundin, eines Freundes oder Ehemannes.
Die Reise führte mich auf die grüne Insel La Gomera, in eine traumhaft gelegenen
Hotelanlage mit Tennis- und Golfplatz und einem ebenso traumhaften Ausblick
auf den Atlantik. In einer Zeitschrift las ich, dass sogar unsere werte und von allen
geliebte B-Kanzlerin erst vor ein paar Jahren ihren Urlaub nebst Ehemann und
fünfzehn ! Leibwächtern, in dieser Hotelanlage verbracht hat.
 


Ich bin jedenfalls ohne Bodyguards und mit nur einem Koffer, den ich auch noch
selbst tragen musste ;o), bis Teneriffa geflogen und dort auf eine Fähre umgestiegen.
Die Überfahrt zur Insel La Gomera dauert ca. 50 Minuten. 

 
Im Hintergrund der Teide auf Teneriffa.

 
Die Hotelanlage ist mit vielen exotischen Pflanzen bestückt - u.a. mit wunderschön
blühenden Bougainvillea in vielen Farbtönen.

 
Die Einfahrt zum Hotel.

 
Der Pool



Der Blick aus meinem Apartment - ich hätte ewig dort sitzen und träumen können ;o).


Überall diese prächtige Bougainvillea-Blütenpracht.

 
So schön diese Hotelanlage auch ist und so sehr mir diese Insel auch gefallen hat,
ein zweites Mal würde ich dort nicht mehr hinreisen, denn man erreicht dieses Hotel
nur mit dem Bus über eine sehr schmale Straße, die durch die Berge führt.

 
Die Fahrt vom Hafen in San Sebastian bis zum Hotel dauert 40 Minuten.
Das waren 40 Minuten purer Stress für mich, weil ich doch ganz schrecklich unter
Höhenangst leide. Unglücklicherweise saß ich auch noch an der Fensterseite
des Busses und hatte den steil ins Tal abfallenden Abgrund, direkt vor Augen.
Blut und Wasser habe ich geschwitzt.
 
 
 
Mir standen nicht nur Schweißperlen auf der Stirn, ich hatte außerdem feuchte Hände
und mein Herz klopfte bis zum Hals. In manchen Kurven konnte ich mich des Eindrucks
nicht erwehren, dass mal das linke vordere Rad über den Abgrund hinaushängen musste
und mal das hintere. Es war eine unendliche Erleichterung und Befreiung, als der Bus
endlich die Hotelanlage erreichte und ich diese Höllenfahrt hinter mir hatte.
 
 Bananen am Wegesrand
 
Die schöne Hotelanlage und das wohnliche, hübsch eingerichtete Apartment, von dessen
Terrasse aus ich einen herrlichen Blick über den Atlantik genießen konnte, haben mich
dann für diese Horror-Serpentinen-Busfahrt durch die Berge entschädigt.
 
Die Insel ist allerdings ein wahrer Geheimtipp für Wanderer.
Wobei das Wandern jetzt nicht gerade zu meinen favorisierten
Urlaubsbeschäftigungen gehört ;o).
 
 
 Eine Trauminsel ist es allemal.
Das gebe ich gerne zu !
 
Hach, macht bei diesem trüben Winterwetter irgendwie Lust auf Meer :o) !
Obwohl, gerade - nach einem heftigen Graupelschauer - kommt auch hier
die Sonne zum Vorschein.
Da macht mein Herz doch gleich einen Freudenhüpfer und der wiederum
tut der Seele gut.
 
~*~
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
 
 


Kommentare:

  1. Schön dass du deinen Erinnerungen mit uns teilst.
    Auf die kleineren Canaren-Inseln wäre ich auch gerne noch hin gereist - aber das Schicksal hatte was anderes für uns vorgesehen.

    Der Blick aus deinem Apartment war wirklich unbezahlbar schön.

    lg gabi

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    1. Danke für deine Zeilen, liebe Gabi,
      ja irgendwann bleibt nur noch die Erinnerung. Heute verreise ich nicht mehr gerne - ginge auch gar nicht mehr - wegen der Hunde.
      Ja, das Schicksal plant oft etwas anders, als wir. Aber so lange wir zufrieden sind, ist das auch gut so.
      Liebe Grüße für dich und einen schönen Abend
      Laura

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  2. Hallo liebe Laura, wunderschöne Fotos, ich mag Teneriffa und auch La Gomera.
    Doch nun alleine hinzufliegen, dazu bin ich innerlich nicht bereit.

    Schön das du uns die Fotos und Erinnerungen zeigst und mit uns teilst.

    Hab einen schönen Tag
    Liebe Grüße
    Angelika

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    1. Danke, liebe Angelika, das kann ich gut nachvollziehen. Es hat mich auch Überwindung gekostet, denn als Frau alleine fällt man in einem Hotel irgendwie besonders auf. Heute würde ich auch nicht mehr alleine verreisen, selbst wenn ich könnte.
      Liebe Grüße auch für dich und einen gemütlichen Abend
      Laura

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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