Freitag, 10. Juli 2015

☀ Sommerwölkchen


Sommerwölkchen tanzen
hoch am Himmelszelt,
schauen voller Staunen
herab auf diese Welt.
 
 
 
Leicht wie eine Feder,
wie Wattebällchen schön,
können Menschen auf der Erde
sie am blauen Himmel sehn.
 
 
 
Sie bringen schönes Wetter,
Licht und hellen Sonnenschein,
An diesen Sommertagen
sind auch sie nicht gern allein.
 
© Ursula Evelyn

 
 Die Sommersonnenwölkchen
 
 ~*~☀~*~
 
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Donnerstag, 9. Juli 2015

Teatime Geschichten - Und ich lächelte

Lächle und sei froh, es hätte schlimmer kommen können.
Und ich lächelte und war froh - und es kam schlimmer !
An diesen Spruch musste ich denken, als mir die Frau ihren Einkaufswagen
etwas unsanft in die Beine rammte.
 
 
Sie war mir zuvor schon unangenehm aufgefallen, weil sie relativ laut in ihr Handy sprach.
Unbeirrt führte sie dieses Telefonat fort, während nach und nach das eine oder andere
Lebensmittel ziemlich unsanft in ihrem Einkaufswagen landete, den sie kreuz und quer
durch den Supermarkt schob.
Als sie mit diesem Wagen genauso unsanft meine Beine traf, erntete ich statt einer
Entschuldigung einen eher vorwurfsvollen Blick, der wohl zum Ausdruck bringen sollte,
was sie dachte:
~ Warum müssen sie auch ausgerechnet da rumstehen, wo ich vorbei will.~
 
 
Ich lächelte nur, denn es hätte ja schlimmer kommen können.
Sie telefonierte immer noch lautstark, als sie vor mir an der Kasse ihre Einkäufe
auf das Fließband beförderte. Es bestand absolut kein Zweifel, dass sie sich über die
Person am anderen Ende der Leitung ärgerte.
  
 
Sie telefonierte auch noch, als ich meinen Einkaufswagen über den Parkplatz
zum Auto schob und meine Einkäufe im Kofferraum verstaute.
  
 
Inzwischen musste sie wohl in ihrem Auto Platz genommen haben, denn ich konnte
sie weder sehen noch hören, als ich in mein Auto stieg.
Doch plötzlich, als ich im Schritttempo auf die Ausfahrt zufuhr, schoss ein anderes Auto
rückwärts aus einer Parklücke heraus - und direkt in meine vordere Stoßstange rein.
So unverhofft und so schnell, dass ich gerade noch rechtzeitig bremsen konnte,
sonst wäre das Heck dieses Wagens wahrscheinlich in der Beifahrertüre gelandet.
Das Handy immer noch am Ohr stieg sie aus und kam mit einem Blick auf mich zu,
der nichts Gutes ahnen ließ.
"Ich dachte, sie sind längst weg", fuhr sie mich ziemlich barsch an.
"Nein, wie sie sehen, bin ich noch da", erwiderte ich lächelnd und dachte, es kam tat-
sächlich noch schlimmer.
"Und jetzt" ? fragte sie sichtlich genervt, während sie das Handy in ihrer Tasche
erschwinden ließ.
"Wenn sie möchten, können wir gerne die Polizei bemühen", bot ich ihr an.
"Nein, ich habe keine Zeit - hier ist meine Telefonnummer und die Anschrift
meiner Versicherung, aber ich dachte, sie sind längst weg".
 
Merke:
Denken allein reicht beim Autofahren nicht aus !
 
Und:
Es kann im Leben tatsächlich immer noch schlimmer kommen !
Wie gut, wenn man dann trotzdem lächeln kann !
 
J
 
~*~
 
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Sonntag, 5. Juli 2015

Vor dem Gewitter

stiegen die Temperaturen noch einmal auf knapp 40 Grad.
Es war wieder heiß am gestrigen Samstag, so dass ich den Garten - genau wie schon
am Freitag, gründlich wässern musste.
 
 
Die Rosen sehen noch relativ entspannt aus.
Das ließ im Laufe des Tages allerdings immer mehr nach.
Viele Blüten, vor allem die Hortensien mögen diese heißen Temperaturen gar nicht.

 
Am wohlsten fühlen sich nicht nur die Pflanzen im schattigen Teil des Gartens,
auch die Knuddels und ich halten uns bei dieser Hitze ab und zu mal unter
einem Sonnenschirm auf - um wenigstens mal draußen gewesen zu sein.

 
So auch der Rittersporn, der sich dank einer kühlen Bewässerung,
in dieser Hitze tapfer gehalten hat.

 
Immer wieder türmten sich große, dicke Wolken auf, brachten aber weder Regen noch Wind.

 
So musste ich für künstlichen Wind sorgen, der allerdings nur für kurze Momente
ein wenig Abkühlung brachte.

  (Den schönen Fächer hat Prof. Herrchen mir aus Japan mitgebracht. Die andere Seite ziert ein
schönes Blumenmotiv :o)).
  
 
Den "Sebastian Kneipp-Rosen" konnte die Sonne nichts anhaben.
Sie blühen ganz prachtvoll und leiden unter heftigen Regenschauern viel mehr,
als unter den Strahlen der Sonne.
 

 
Auch diese Rosen blühen noch in voller Pracht, aber je länger diese Hitze andauert,
desto mehr werden auch sie leiden.
Ja, und dann kam es, das Gewitter. Heute in den frühen Morgenstunden zog es mit einem
mäßigen Donnergrollen an uns vorbei und brachte den lang ersehnten Regen.
Es waren allerdings nur ein paar kräftige Schauer und nicht wie angesagt,
Starkregen mit 25-40 Litern. Es gab auch keinen Hagel und
der angekündigte Sturm mit bis zu 100 km/h blieb auch aus.
Wieder Glück gehabt !
 
 
Und so sah es am Himmel aus, als das Gewitter wieder abzog und Platz für die Sonne machte.
 
 
Erfrischt und gut erholt zeigen sich die Rosen "Sabrina" nach dieser Abkühlung.
Doch laut unserer Meteorologen soll das mit den Unwettern noch nicht alles gewesen sein.
Diese sollen uns erneut am heutigen Sonntagnachmittag und in der Nacht drohen.
Wieder sind kräftige Gewitter mit Starkregen, 3-5 cm großen Hagelkörnern und
Orkanböen bis zu 120 km/h angekündigt. Selbst Tornados sollen möglich sein.
Allein diese Aussichten bereiten mir schon wieder Unbehagen in der Bauchgegend.
Oh je, das kann ja heiter werden !
 
Sommer extrem kann ich da nur sagen - auch wenn das Barometer heute "nur" 32 Grad
anzeigt und man diese "Abkühlung" um 8 Grad deutlich spürt, so kann ich auf diese
Hitze - vor allem aber auf diese schrecklichen Unwetter gerne verzichten.
Was allerdings so richtig bedenklich ist, ist die Tatsache, dass Klima- und Wetterexperten
davon überzeugt sind, dass das Sommerwetter zukünftig noch extremer sein wird.
Sprich, dass wir es mit noch höheren Temperaturen und noch extremeren Unwettern
zu tun haben werden.
Also überhaupt keine guten Aussichten - aber wen wundert das noch ?
Warnen Klimaforscher - insbesondere Prof. Dr. Mojib Latif - doch schon seit vielen Jahren
vor einem globalen Temperaturanstieg und den damit verbundenen extremen Unwettern.
 
 
Ich liebe den Sommer so sehr. Freude mich jedes Jahr darauf.
Auf Sonne, auf blauen Himmel mit Schäfchenwolken, auf die Wärme und ein laues Lüftchen.
Auf richtig schöne Sommersonnentage, wie ich sie noch aus der Kindheit kenne.
Bin ich doch ein Sonnenkind !
Aber sollten die Sommer in Zukunft wirklich so extrem werden, dann ist das nicht nur für
die Natur, für die Tiere und natürlich auch für viele Menschen, eine extreme Belastung,
auch ich kann solch heißen Tagen nicht wirklich sehr viel positives abgewinnen.
Was nützen die schönsten Sommermonate, wenn man sie in abgedunkelten Räumen
verbringen muss? Wenn jede Bewegung zur Belastung wird, wenn man nicht einmal den
Wunsch verspürt, in den Garten - oder auf die Terrasse zu wollen. Wenn man selbst im Haus
ins Schwitzen gerät und einem die leichteste und luftigste Kleidung auf der Haut klebt.
Wenn man literweise Wasser trinken muss und nachts nicht schlafen kann ?
Vor allem aber auch, wenn ständig diese extremen Unwetter drohen. Wenn bei dieser Hitze
die Waldbrandgefahr mit jedem Tag steigt, dann kann einem ziemlich schnell die Freude
an den so sehnlichst erwarteten Sommersonnenmonaten vergehen.
Dann sind das keine erquickenden Sommersonnentage mehr,
sondern eher Sommerungemachtage, die niemand wirklich braucht.
Weder die Natur, noch die Tiere oder die Menschen.
Also bitte, lieber Sommer, etwas mehr Mäßigung bitte
und back to normal, please !
 
Eine Freude bleibt allerdings bei all dem Sommer-Wetterfrust -
die Freude auf ein lecker Eis mit roter Grütze.
Ein solches gönne ich mir jetzt an einem schattigen Plätzchen und
während ich selbiges verspeise,
werde ich mich an einen Meeresstrand träumen, dem Rauschen der Wellen lauschen
und mir eine kühle Brise um die Nase wehen lassen.
 
 
Ich bin dann mal weg !
 
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Donnerstag, 2. Juli 2015

Es sind heiße Tage,

 sehr heiße Tage - um genauer zu sein, Sommersonnentage mit Temperaturen knapp unter 40 Grad.
Momentan um 13:30 genau 39,6 Grad.
Und es soll noch heißer werden.
Dabei umgibt uns zur Zeit noch eine trockene Hitze, doch das soll sich ändern.
Es soll schwüler werden, gewittrig und hier im Westen soll sogar erstmals die 40 Grad-Marke
geknackt werden.
Es sollen die heißesten Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden !
 
 
Heute morgen habe ich als erstes alle Sonnenschirme aufgespannt - um wieder genauer
zu sein, es sind sechs an der Zahl - und ich habe die Markise ausgefahren.
Um 6:15 bin ich aufgestanden und habe alle Fenster geöffnet, um das Haus durchzulüften.
Es hat nicht sehr viel gebracht, denn bei einer Außentemperatur von 22 Grad und einer
Innentemperatur von 24 Grad, machte das eigentlich nicht viel Sinn.
Und trotzdem hat es das Haus etwas "ausgekühlt".

 
Auch im Sommerhäuschen war es noch angenehm kühl.
Doch das wird sich bald ändern, wenn die Sonne erst einmal mit voller Kraft
auf das Dach scheint.

 
Jedenfalls habe ich es gestern nach der langen Winterruhe erst einmal so richtig vom Staube
befreit und alles saubergemacht und geputzt.

 
 
Seit dem frühen Morgen habe ich in allen Zimmern, außer im Wohnzimmer,
die Rollladen runtergelassen und muss sagen, dass man es im Haus bei inzwischen 25,9 Grad
recht gut ausgehalten kann.
Sie ist geknackt, die 40 Grad-Marke, denn die Außentemperatur ist jetzt gerade gegen 14:00 Uhr
auf genau 40,2 Grad angestiegen und ich befürchte, dass das Ende der Fahnenstange damit
noch nicht erreicht ist.
Vorhergesagt waren für heute 37 Grad. Also entweder stimmt meine kleine Wetterstation
nicht, oder aber die der Meteorologen.

 
Noch schlimmer soll es in den nächsten Tagen werden, für die 41 Grad vorhergesagt sind.
Es sollte mich nicht wundern, wenn es hier dann 43-44 Grad werden.
Mit dieser trockenen Hitze (Luftfeuchtigkeit 34%) und dem leichten Wind dazu,
steigt natürlich auch die Waldbrandgefahr wieder.
Hoffentlich sitzen alle auf ihren Beobachtungsposten, denn es sind Ferien und da
kommen ziemlich viele Leute an den See und grillen dort auch mal ganz gerne,
was bei diesem heißen, trockenen Wetter eigentlich verboten werden müsste.
Oft reicht da nur ein Funke und schon kann ein Feuer entstehen, über das die Menschen
dann schnell die Kontrolle verlieren könnten.
 
 
Auf der Terrasse sitzen geht momentan gar nicht. Es ist, als würde man sich in einem Backofen
befinden. Selbst die Knuddels verkriechen sich im Haus in eine kühle Ecke und scheinen
keinen Gedanken daran zu verschwenden, auch nur mal ihr Näschen rauszuhalten.
Gleich werden sie allerdings müssen ;o)).
 
Auf jeden Fall galt es jetzt viel zu trinken sowie Arme, Stirn und Füße mit kaltem Wasser zu kühlen.
Ich spüre sogar, dass meiner Haut so nach und nach Feuchtigkeit entzogen wird.
Sie fühlt sich immer trockener an ;o) - also gleich wieder Feuchtigkeitscreme auftragen
und trinken, trinken, trinken.
Es ist wirklich extrem heiß - also alles langsam angehen und jede Anstrengung vermeiden.
Das fällt mir nicht schwer - im Gegenteil - das gefällt mir am besten an diesen Temperaturen
- einfach faul sein und NIX-TUN.
 
Tja, da haben wir nun unseren Sommer
und der ist zur Zeit verdammt HOT, HOT, HOT.
 
Außentemperatur jetzt 40,8 Grad
und im Haus 26,2° - noch angenehm.
Der Beweis:
 
 
 
Live-Ticker um 14:48 = 41,2 Grad !!!
 
Der Juli scheint nicht zu kleckern - nein,
er haut richtig rein !
 
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Mittwoch, 1. Juli 2015

Die Qual der Wahl

Sie, eine kleine kompakte Kamera, die ich auch mal in der Handtasche mitnehmen
kann, stand schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste. Bei der riesengroßen
Auswahl an Kameras fiel die Entscheidung nicht ganz leicht. Schließlich waren es
die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, der lieben Frau Morgentau, die mich
animiert haben, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Und vor einigen Tagen drückte
mir der Postbote nun endlich ein Paket in die Hand, welches die kleine Kompakte
beinhaltete. Natürlich musste ich sie gleich ausprobieren und das hier sind die
ersten Ergebnisse:
 


 
Leider war die gleiche Kamera, wie die von Frau Morgentau, eine Olympus XZ1,
nicht mehr erhältlich. Auch das Nachfolgemodell nicht.
Und so war Prof. Dr. Herrchen, der sich mit den technischen Daten einer Kamera
sehr viel besser auskennt als ich, gefragt, eine ähnliche ausfindig zu machen.
Nach langem Hin und Her und ein paar Stündchen Recherche im Netz, ist seine
Wahl dann auf die kleine Systemkamera  - Olympus PEN E-PL6  - gefallen.
Und die sieht so aus.
 
 
Ein zusätzliches Objektiv (rechts im Bild) war im Preis inbegriffen.
 
Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis ich mich mit allen Funktionen
und Feinheiten, dieser Kamera vertraut gemacht habe. Mangels Geduld
meinerseits, wird es Prof. Dr. Herrchen sein, der das für mich übernimmt
und mir anschließend alle wichtigen Funktionen anhand einer praktischen
Vorführung erklärt.
Alleine das Handbuch durchzulesen - oder alle Möglichkeiten des
Touchscreens auszuprobieren - ist nicht so mein Ding.
Ich möchte einfach gleich loslegen und Fotos machen -
ohne viel Schnickschnack - Blümchen fotografieren
 
 
Obwohl ich finde, dass die kleine Kamera recht ordentliche Fotos macht,
so habe ich alle Fotos zwecks Schärfe und Licht noch nachbearbeitet.
Mit der Schärfe gegen das Licht fotografiert, scheint sie allerdings ein kleines
Problem zu haben, denn die Konturen verwischen auffällig, sind also völlig
unscharf.
 
Mit der Zeit werde ich die Einstellungen für die Feinheiten hoffentlich noch
ausfindig machen und vor allem auch die Video-Funktion mal testen.
Für meine Zwecke bietet diese Kamera allerdings viel zu viele Funktionen,
die ich als Laie nicht wirklich benötige. Schließlich möchte ich »nur« Fotos
machen und nicht vorher endlos viel Zeit damit verbringen, die Kamera immer
wieder entsprechend und anders einstellen zu
 müssen. Einen großen Vorteil hat sie allerdings. Sie ist wesentlich kleiner
und leichter als die große NikonD90, was ja ausschlaggebend für den Kauf
war, aber ähnlich meiner kleinen "alten" Nikon CoolPix5000, die übrigens -
wie ich finde - auch gute Fotos macht.
Zum Beispiel dieses hier:
 
 
 
Eine mittelgroße Handtasche werde ich - wegen des Objektivs -
aber jetzt dennoch benutzen müssen.
 
Was tut man nicht alles !
Es ist nun mal eins meiner Hobbys und
soll ja schließlich auch Freude bereiten.
 
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Samstag, 27. Juni 2015

Schmuckkörbchen & Co.

 Sie alle geben sich jetzt die Ehre und blühen in leuchtenden Farben.
 
Das Schmuckkörbchen - auch Cosmea genannt, unverkennbares, blaues Männertreu
und mit großer Verspätung die Pfingstrose, die gerne von den Bienchen besucht wird. 
 
 
Es blühen außerdem der Goldfelberich, eine winterharte Staude, die auch Pfennigkraut
genannt wird, eine hängende Jasmin-Sorte, erste Rittersporne öffnen ihre Knospen,
und noch einmal andere Pfingstrosen, die ebenfalls das Pfingstfest verpennpasst haben
und erst jetzt blühen sowie Geranien, die in keinem Sommer fehlen dürfen.
 
 
Die Cosmea noch einmal vergrößert.

 
Ich kann mich noch gut an das leuchtend rosa blühenden Schmuckkörbchen erinnern.
In meiner Kindheit blühte sie schon im Garten meiner Großmutter, die diese Hübsche
auch gerne mal mit anderen Schnittblumen zusammen in einer Vase arrangierte.
Ich staune immer wieder, wie viele Erinnerungen ein Leben lang erhalten bleiben.
Manche Erinnerungen werden oft nur durch einen Duft geweckt, oder den Anblick
einer Blume, eines Bildes, eines Fotos, durch ein Lied oder ein Stück Kuchen.
 
Sie bringen uns Momente unseres Lebens zurück, die weit zurück in der Vergangenheit
liegen, aber jederzeit wieder lebendig werden können, wenn wir sie wie in einem Film
vor unserem geistigen Auge ablaufen lassen.
Erinnerungen sind etwas sehr Wertvolles, weil wir für unser weiteres  Leben
sehr viel daraus lernen können. Vor allem aus den Begegnungen mit anderen Menschen,
die uns, ohne dass uns das so richtig bewusst wird, einen Spiegel vorhalten.
Denn unser Verhalten anderen Menschen gegenüber sagt sehr viel über uns selbst aus.
Vorausgesetzt wir sind bereit, über unsere Begegnungen und Gespräche mit anderen
Menschen, nachzudenken. Denn nur so können wir uns auch selbst kennenlernen und
wenn notwendig, unser Verhalten ändern.
Die wichtigste Begegnung im Leben eines Menschen ist und bleibt allerdings:
Die Begegnung mit sich selbst.
Leider lenken wir uns aber immer wieder mit allen möglichen Beschäftigungen und
Vergnügungen von uns selbst ab - gerade so - als würden wir vor uns selbst fliehen
wollen. Wie können wir uns aber selbst kennenlernen, wenn wir ständig auf der Flucht
vor uns selbst sind? Dieses Fliehen vor uns selbst ist außerdem zwecklos, denn egal
wohin wir auch gehen, wir nehmen uns ja selbst immer dorthin mit.
Wir können uns also gar nicht selbst aus dem Wege gehen.
Es fällt uns einfach nur sehr schwer mit uns alleine zu sein, unsere eigene Gesellschaft
ertragen zu müssen; es mit uns selbst auszuhalten.
Je früher im Leben wir uns also Zeit für uns selbst nehmen, uns mit uns selbst auseinander
setzen, umso früher lernen wir uns auch selbst kennen. Wir lernen unsere Schwächen und
unsere Stärken kennen. Und wenn wir erst einmal wissen, wer wird sind und wie wir sind,
dann erkennen wir auch sehr schnell, was wir im Leben wollen und was nicht.
Der Weg durch unser Leben wird dadurch wesentlich leichter, weil wir uns weniger
verirren, verlaufen oder viele Umwege gehen, die vermeidbar wären.
Hürden oder Steine, die uns im Wege sind, erkennen wir rechtzeitig,
bevor wir darüber stolpern- und sogar hinfallen könnten.
 
  *
  Es ist so wichtig, sich selbst zu kennen.
Weil nur wir selbst uns im Leben auf uns verlassen können.
Verlassen wir uns auf andere, sind wir oft verlassen !
 
 
 (Schneewitchen - eine Märchenrose)
 
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Mittwoch, 24. Juni 2015

Teatime-Geschichten - Die Queen Elizabeth Rose

 Nein, sie blüht leider noch nicht, die Queen Elizabeth Rose, aber um die Rose geht
es jetzt auch gar nicht.
Es geht um Königin Elizabeth, die uns zur Zeit in Deutschland besucht.  Ich gestehe,
dass ich nicht nur ein absoluter Fan der Britischen Royals bin, sondern mich auch
sehr für die Geschichte der britischen Königinnen und Könige interessiere.
Außerdem war ich - als Barbadian - immerhin dreißig Jahre lang auch eine Untertanin,
Ihrer Majestät Queen Elizabeths, da die Insel auf der ich damals lebte, zum Common-
wealth gehört und die Queen Staatsoberhaupt dieser Insel ist.  Der Zufall wollte es
sogar, dass ich der Queen zweimal in meinem Leben -  wenn auch nur für ein
paar Sekunden - begegnen durfte.


(Das ist nicht die Queen Elizabeth Rose, sondern die Compassion mit Fingerhut)
  
 
Das erste Mal im Mai 1965, als sie Düsseldorf besuchte und vom Benrather Bahnhof
aus zum Benrather Schloss gefahren wurde. Damals war das eine kleine Sensation.
Ich war rein zufällig genau dort in der Nähe und habe sie dadurch direkt vom Straßen-
rand aus in dem offenen Mercedes 600 vorbeifahren sehen. Damals dachte ich schon,
was für ein wunderbarer Zufall, einmal im Leben die Königin aus nächster Nähe sehen
zu dürfen. Dass ich das noch einmal erleben sollte, und zwar genau zwölf Jahre später,
konnte ich zum damaligen Zeitpunkt ja nicht ahnen. Es war wieder so ein wunderbarer
Zufall und das kam so:
Es war in meiner alten Heimat auf der Insel im Oktober 1977. Ich war an diesem Tag
zum Einkaufen im Supermarkt. Ich hatte meine Einkäufe bereits im Auto verstaut und
wollte gerade vom Parkplatz in die Hauptstraße, der Maxwell Coast Road, einbiegen,
als mir ein herannahender Polizist auf einem Motorrad signalisiert, anzuhalten bzw. zu
warten. Ich tat wie mir befohlen, hatte aber keine Ahnung, warum und worauf ich
warten sollte, zumal weder aus der einen noch aus der anderen Richtung Autos unter-
wegs waren. Dennoch blieb ich dort stehen und harrte der Dinge, die da kommen sollten.
Wie konnte ich auch ahnen, dass es Königin Elizabeth höchstpersönlich sein würde,
der ich hier Vorfahrt gewähren sollte. Und so staunte ich nicht schlecht, als sich von
links ein schwarzer Rolls Royce näherte, in dem sich die Queen in Begleitung ihres
Gatten Prince Philip, befand. Da es sich um eine schmale Straße handelte und ich mit
meinem Auto direkt an der Ausfahrt stand, fuhr dieser Rolls quasi direkt so im Abstand
von einem Meter an mir vorbei und so war es mir vergönnt, einen direkten Blick auf
die Königin werfen zu können, die sogar freundlich winkte, obwohl außer mir dort
niemand stand oder zu sehen war. Ich erinnere sogar, dass ich bei ihrem Anblick
damals dachte, sie hat eine Haut wie aus Porzellan, wie ein Puppengesicht; so eben,
so gleichmäßig, so makellos, mit einem hellen Teint, so gepflegt und sie lächelt so
freundlich. Und ehe ich überhaupt begriff, wie mir da gerade geschah, da war sie
auch schon wieder aus meinem Blickfeld verschwunden.
Aber für mich wird es immer eine nette Erinnerung bleiben.
 
Ich mag die Queen sehr. Ich bewundere sie. Ich bewundere ihr Pflichtbewusstsein.
Und ich staune immer wieder, wie rüstig die inzwischen alte Dame mit ihren
89 Jahren noch ist und wie großartig sie all ihre Pflichten noch bewältigt. Und ich mag
ihr Lächeln. Es ist ein Lächeln, dass einem in Erinnerung bleibt. Keine andere
Königin lächelt so schön, wie die Queen.
 
So viele andere große Persönlichkeiten sind in all den Jahren, seit sie vor über
60 Jahren den Thron bestiegen hat, wieder von der Bildfläche verschwunden.
Sie aber ist immer noch da.
Die Welt um sie herum hat sich dramatisch verändert - um nicht zu sagen, sie fällt
immer mehr auseinander, aber die Queen ist standhaft, macht unermüdlich weiter.
Sie ist die Queen und sie wird die Queen bis zu ihrem letzten Tag und danach bleiben.
Ich habe größten Respekt vor dieser alten Dame und ich wünsche ihr von Herzen,
dass sie noch lange so rüstig und gesund, und uns noch lange, lange erhalten bleibt.
 
Your Majesty, Sie haben meine allergrößte Hochachtung.
 
CHAPEAU !
 
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Montag, 22. Juni 2015

Was will der Sommer .....

 
uns mit diesem Einstand sagen ?
 


Also ich nehme mal an, er will uns sagen, dass er tatsächlich einen Teufel tun wird,
sich beim Wetter nach unseren Wünschen zu richten -
 
 
oder er will uns sagen:
Was wollt ihr eigentlich ? Ihr im äußersten Westen habt euch doch lange genug über
die anhaltende Trockenheit und die Waldbrandgefahr beklagt.
Jetzt habt ihr euren Regen und zwar einen wunderbaren Landregen.

 
Oder er will uns sagen:
Man kann es euch doch sowieso nicht recht machen.
Ist der Regen zu stark, meckert ihr. Ist er zu schwach, meckert ihr auch.

 
Bringe ich euch Regen mit kühleren Temperaturen, ist es euch gleich zu kalt.
Bringe ich euch Regen und Hitze, meckert ihr, dass es zu schwül ist.
 
 
Also lasse ich es einfach mal richtig krachen und bringe euch zwischendurch
so ab und zu auch mal ein paar ordentliche Gewitter,
 

 
damit ihr den Sommer mit Sonne, Wärme und Licht wieder so richtig zu schätzen wisst.

 
Und wenn ich Euch dann endlich mal richtig schönes sonniges Sommersonnenwetter
mit blauem Himmel und nur ein paar weißen Schäfchenwölkchen bringe,
 
 
dann fangt bloß nicht gleich wieder an zu meckern,
es sei zu trocken und es könnte nun endlich mal wieder regnen.
Merkt euch einfach, dass ich eh mache was ich will,
ob euch das nun gefällt oder nicht.
 
Hallo ? Hallo Sommer ?
Wer hat denn überhaupt gemeckert ?
Ich freue mich über diesen sanften, so vor-sich-plätschernden-Landregen sehr.
Ich mag das Geräusch des sanften Plätscherns so gerne,
wenn er so gleichmäßig  - ohne vom Wind oder Sturm begleitet -
aus den Wolken herniederpieselt und den Erdboden so gleichmäßig durchnässt.
Wenn die Regentropfen so ganz allmählich die Tonne wieder auffüllen
und all den Schmutz und Staub von den Pflanzen und Bäumen spült.
Wenn deren Blätter wieder frisch aussehen und sich neue hervorwagen.
 
Gut, ich habe zwar eine kalte Nasenspitze, kalte Füße und auch sonst ist
mir nicht gerade warm. Ich habe auch so gar keine Lust, bei Regen vor
die Türe zu gehen und morgens auch keine besonders große Lust aufzustehen.
Und ja, ich trinke momentan eben öfter mal einen heißen Tee,
anstatt wie für diese Jahreszeit üblich, kühles Wasser oder Apfelschorle.
Und ja, es stimmt, dass ich mich an Regentagen mehr der Hausarbeit widme -
oder auch mal länger am PC sitze, als mich genüsslich auf der Terrasse
einem Buch zu widmen oder auf der Liege unter dem Sonnenschirm
meinen Gedanken nachzugehen.
Aber -  meckern ?
Nein, meckern käme mir gar nicht in den Sinn.
Ich mag dich wirklich, lieber Sommer,
ich freue mich jedes Jahr auf Dich. Ehrlich !
 
Eigentlich verhältst du dich ja nicht anders,
als wir Menschen.
Wieso ?
Na, wir zeigen uns doch auch nicht immer von unserer besten Seite
und keiner von uns kann es jedem recht machen.
 
Also nehme ich Dich, lieber Sommer, auch genau so wie du bist -
und außerdem habe ich ja noch meine dicke Strickjacke und dicke Wollsocken -
oder eben auch die Möglichkeit, die Heizung aufzudrehen.
13 Grad ist nicht wirklich viel !
Oder lieber Sommer ?
 
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