Sonntag, 29. April 2018

Weniger ist mehr

heißt es und das bewahrheitet sich tatsächlich sehr oft und
in vielen Bereichen des Lebens.
Obwohl, -  von Vielem kann ich gar nicht genug bekommen.
So zum Beispiel vom blühenden und duftenden Flieder oder
von den wunderschönen, japanischen Nelkenkirschblüten,
auf die ich mich schon gegen Ende des Winters freue.
Es gibt so Vieles von dem ich gerne mehr hätte. Zum Beispiel
mehr Zeit für Dinge, die mir am Herzen liegen, Dinge, die ich
gerne tue oder die mir gut tun.
Doch oft fehlt die Zeit genau dafür, weil es eben auch Dinge gibt,
die getan werden müssen - auch wenn sie nicht zu meinen
favorisierten Aufgaben gehören.
Das Leben besteht nun mal nicht nur aus Vergnügen.
 
 
Zeit zu haben, das zu tun, was man gerne tut und was einem gut tut,
ist Luxus pur.
 
 
Meinen Hobbys nachgehen zu können, Zeit zum Fotografieren, Malen,
Schreiben und Gärtnern zu haben, lange Spaziergänge mit den Knuddels
zu unternehmen - mich in der freien Natur aufzuhalten,
 das ist der reinste Luxus für mich.
Ja, dafür hätte ich gerne mehr Zeit. Zeit ist so kostbar und muss
gut eingeteilt werden, denn sie steht uns nicht endlos zur Verfügung.
Umso mehr genieße ich die Zeit, die mir für meine Lieblingsbeschäftigungen
zur Verfügung bleibt. Dass mir überhaupt Zeit bleibt, das zu tun,
was mir gut tut, dafür bin ich sehr dankbar.
  
 
Worauf ich allerdings gerne verzichten kann, ist das materielle "Mehr",
mehr Konsum, mehr Besitz, mehr Vermögen, mehr von Dingen, die
man nicht wirklich benötigt.
Viele Menschen, die über große Besitztümer und Vermögen verfügen,
dafür aber vielleicht krank sind, würden bestimmt gerne auf Vieles
verzichten, wenn sie dafür mit mehr Gesundheit gesegnet wären.
 
 
Als ich vor ein paar Tagen vor meinem Kleiderschrank stand und nicht fand,
wonach ich suchte, wurde mir plötzlich bewusst, wie wenig ich von den
ganzen Klamotten überhaupt noch trage. Auf mehr als die Hälfte davon
kann ich eigentlich problemlos verzichten. Gedacht - getan und weg damit.
So geht es mir mit vielen Dingen im Haus. Unter anderem auch mit meiner
früheren Vorliebe für Porzellan-Service. Davon hat sich im Laufe der Jahre
mehr als genug angesammelt. Inzwischen betrachte ich dieses "Mehr"
als eine Belastung und würde am liebsten so einiges loswerden. Genau
genommen, nimmt es nur Platz weg und wird auch gar nicht mehr benutzt.
Vieles loszuwerden, wäre eine Befreiung, eine Entlastung und würde Platz
schaffen. Aber mich von diesem oder jenem Geschirr zu trennen,
fällt mir immer noch schwer. Es tut mir einfach leid, es zu entsorgen.
 
 
Mir fällt auch immer wieder auf, wie wenig man wirklich zum Leben benötigt.
Selbst wenn man noch jünger und berufstätig ist und sich gerne einiges leisten
möchte, schafft man oft überflüssige Dinge an, die dann nur rumstehen
oder rumliegen und Platz wegnehmen.
 
Manchmal frage ich mich, was wirklich Reiche und Superreiche noch kaufen
und konsumieren können und welche unnötigen Dinge bei ihnen so rumstehen
oder rumliegen. Wie belastend müssen große Besitztümer und großes
Vermögen sein ! Wie anstrengend solche Besitztümer und große Vermögen
zu verwalten !
Nein, das wäre mir in der Tat einfach zu viel.
Das Einzige worum ich diese Menschen manchmal ein bisschen beneide,
ist die Freiheit und die Unabhängigkeit, die sich erkaufen können.
Ob sie dabei allerdings glücklich und zufrieden sind, steht auf einem ganz
anderen Blatt Papier.
 
Also lieber weniger und zufrieden, als viel und
vielleicht krank, unglücklich und unzufrieden.
 
Das Wesentliche im Leben
kann man eh nicht mit Geld erwerben.
Ballast abwerfen,
kann auch ein Gefühl von Freiheit sein -
oder Freiheit bedeuten.
Es ist alles eine Frage der Einstellung
zum Leben.
 
Weniger ist oft wirklich mehr !
Allerdings wäre jetzt zu Beginn des Wonnemonats Mai
ein bisschen mehr Sonne und Wärme
nicht zu verachten ;o).
 

Stattdessen drohen uns heute im Laufe des Nachtmittags bis in die Nacht
hinein, schwere Gewitter. Ein Unwetter mit allem was dazu gehört. Sturm,
Starkregen und Hagel. Eine Vorwarnung des Deutschen Wetterdienstes habe
ich gleich heute Morgen per Email nach dem Frühstück erhalten.
Derzeit 14:30 Uhr überwiegt nach einigen kurzen Regenschauern am späten
Vormittag, strahlender Sonnenschein von einem blauen Himmel mit
vereinzelten, weißen Wolken. Es sieht also weder nach schweren Gewittern
noch nach einem Unwetter mit Sturm und Starkregen aus - aber, was nicht ist,
kann ja noch werden. Hoffen wir, dass es nicht so turbulent wird, wie
angekündigt.
 
 
Neun Zehntel unseres Glücks beruhen allein auf Gesundheit.
Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses.
Arthur Schopenhauer.
 
*
 Glück ist für mich auch der blühende Flieder.
Die Farben und der Duft - eine wahre Freude !
Feststeht, dass glückliche Menschen auch
gesündere Menschen sind.
Und wer gesund ist, der sollte sich darüber freuen
und dankbar sein !
 
~*~
 
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Kommentare:

  1. Dein Flieder sieht bombastisch aus. Flieder gehört für mich zum Mai einfach dazu, genau wie Maiglöckchen und Vergissmeinnicht

    lg gabi

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  2. Hallo Laura,
    Und, bist du nun in die Rosen gefallen?
    Oder wie Dornröschen in Dauerdösung verfallen ?
    Wünsche dir einen schönen, sonnigen Sonntag.
    VG
    Oskar

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    1. Weder noch, lieber Oskar, wir haben Urlaub und da wollte ich nicht so viel Zeit am Compi verbringen. Außerdem ist das Wetter viel zu schön, um den Tag im Haus zu verbringen.
      Ich freue mich jedoch sehr, über deinen Besuch und deine Zeilen und bedanke mich auch sehr für deine lieben Wünsche.
      In einen Dauerschlaf würde ich ganz gerne mal verfallen, denn die Hunde sind meist sehr früh wach und geben keine Ruhe, bis auch ich wach und aufgestanden bin.

      Hab ebenfalls einen unbeschwerten, sonnigen und erholsamen Sonntag und lass es dir so richtig gut gehen - entweder auf Wanderschaft oder in eurem Garten :o) !

      Ganz liebe Grüße von
      Laura, die heute auch noch nach Düsseldorf muss, um das Grab meiner Eltern etwas aufzuhübschen.
      Komme am Abend mal wieder bei dir vorbei - bis dahin mach's gut , lieber Oskar !

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