leider ohne passendes Osterfrühlingswetter, sondern mit typischem Aprilwetter.
Also, was bleibt uns anderes übrig, als das Beste daraus zu machen? Und das ist uns
bisher immer noch gelungen. In diesem Jahr fällt es allerdings nicht ganz so leicht.
Dazu sind die Zeiten zu besorgniserregend. Wäre es ein Problem, welches sich kurz-
fristig lösen ließe, würde man dem Chaos wahrscheinlich keine große Beachtung
schenken. Aber das ist eben nicht der Fall – es schaukelt sich immer weiter hoch und
bedroht mittlerweile die gesamte Welt.
Ostern fällt also auch in diesem Jahr in unruhige und besorgniserregende Zeiten,
ausgelöst von purer Dummheit, Ignoranz, Arroganz, Größenwahn und Selbstver-
liebtheit. Der Peacemaker-King, der vor seiner beleidigten Rede an die Nation
ankündigte, er wolle allen erzählen, wie großartig er ist, benötigte wohl mal
wieder dringende Aufmerksamkeit und dröhnenden Applaus seiner Anhänger.
Anschließend wurde er jedoch im Netz als Dummschwätzer verspottet – recht so!
Man weiß einfach nicht, was man von diesem Komiker halten soll. Ist der krank?
Er redet dummes Zeug und lügt sich die Lage so zusammen, dass er sich selbst
ganz toll fühlt. Weiß der eigentlich noch, was er tut und wovon er redet? Wo sind
seine Berater, die ihm mal die Meinung sagen? Sind das alles nur Ja-Sager?
Dieser Mann ist supergefährlich und nicht mehr Herr seiner Sinne! Der weiß doch
nicht mehr, wie es in seinem Irankrieg weitergehen soll. Es ist nicht so gelaufen,
wie er wollte, und nun steht er wieder einmal wie ein begossener Pudel da und
das wird ihn – in seiner Eitelkeit – erst recht wütend machen. Und dabei wollte
er seinem Buddy doch mal vormachen, wie man einen erfolgreichen Krieg führt.
Wie sagte er vor ein paar Tagen? Er umgibt sich lieber mit Verlierern, weil er sich
dann besser fühle. Smarte Menschen würden ihn nicht mögen. Ja, warum wohl?
Vielleicht, weil smarte Menschen sich lieber mit Gleichgesinnten umgeben?
Jetzt droht er, den Iran in die Steinzeit zurückzubomben, wo er hingehört. Und was
genau hat das jetzt mit der Befreiung des iranischen Volkes zu tun, wenn man deren
Land in die Steinzeit zurückbombt?
Man könnte wirklich meinen, er hätte Machiavelli gelesen. Aber ich bin mir nicht
sicher, ob er überhaupt jemals ein Buch gelesen hat.
Weil die NATO-Verbündeten ihm in seinem Irankrieg nicht zu Hilfe kamen, überdenkt
er nun aus der NATO auszutreten. Sie habe ihn nie überzeugt. Er habe immer gewusst,
dass sie ein Papiertiger sei und sein Buddy im Zarenland wisse das auch. Diese Aussage
könnte man auch als Drohung an die Europäer interpretieren, die er eh nicht leiden kann.
Also mit anderen Worten: Wenn er aus der NATO austritt, hat sein Buddy leichtes Spiel
im Baltikum einzumarschieren. Experten halten es für möglich, dass der Buddy sich zuerst
Deutschland vornimmt. Den Öltanker seines Buddys hat er auf dem Weg nach Kuba, trotz
Verbot, nicht gestoppt, obwohl der treue Buddy zusammen mit China den Iran unterstützt.
Gleichgesinnte müssen eben zusammenhalten, auch wenn der eine dem anderen hinten-
herum Schaden zufügt. Der Peacemaker will Europa unbedingt spalten, das ist offensicht-
lich und sein Buddy im Zarenland soll ihm als Gegenleistung dabei helfen.
Ironie des Schicksals:
Ausgerechnet sein Außenminister Rubio verfasste 2023 aus seiner Zeit als Senator ein
Gesetz, welches es einem US-Präsidenten verbietet, aus der NATO auszutreten, ohne die
Zustimmung des Kongresses. Über diese Hürde kann auch der großartige Peacemaker
nicht springen.
Er, der Auserwählte, großartige, göttliche Peacemaker, der angetreten ist, Frieden in die
Welt zu bringen, hat stattdessen ein unfassbares Chaos angerichtet. Vielleicht hätte er
doch lieber Papst werden sollen. Er hat alles getan, um sich weltweit unbeliebt zu machen.
Die Golfstaaten sind wütend, so wie der Rest der Welt. Er stürzt den Nahen Osten in ein
maßloses Chaos, hinterlässt der Weltwirtschaft einen Scherbenhaufen, und sagt an-
schließend, er habe nichts damit zu tun. Er erwartet einfach, dass andere die Scherben weg-
räumen. Wer Öl über die Straße von Hormus will, soll es sich selbst besorgen oder bei
ihm in den USA kaufen, denn die habe jede Menge davon, faselt er.
Fast täglich fabuliert der großartige Peacemaker bereits von einem Sieg oder davon, dass
der Iran um eine Waffenruhe bittet. Der weiß jedoch nichts davon. Stattdessen scheint das
Mullah-Regime die Absicht zu hegen, US-Firmen, wie Microsoft, Google und Apple u.a.
in der Golfregion ins Visier zu nehmen. Der Amazon Standort in Bahrain wurde gerade
angegriffen. Die anderen werden sich ob dieser Ankündigung schon mal darauf freuen!
Laut des großartigen Mr. Peacemaker, laufe bisher alles nach Plan. Selbstverständlich!
Das hat bestimmt niemand bezweifelt. Dieser Plan sei Teil eines großen Masterplans.
Oh, wow, da stellt sich zwangsläufig die Frage, was die Welt angesichts dieses großen
Masterplans noch erwarten darf. Was will er der Menschheit noch alles antun?
In Europa geht derweil bereits das Kerosin aus. Einige Flüge wurden bereits gestrichen.
Ein Schiff sei noch unterwegs, doch danach sei kein Nachschub in Sicht, war zu lesen.
Dem Markt drohe also der Kollaps.
Hallo Mr. Dealmaker, wenn der Irankrieg Teil des großen Masterplans ist, gehört dann
vielleicht die Zerstörung der Weltwirtschaft auch dazu? Eventuell um persönlich davon
zu profitieren?
Bisher hörte man von China, außer der Tatsache, dass sie die USA und Israel wegen der
Blockade der Straße von Hormus kritisieren, nicht viel. Jetzt ließ China wissen, dass es
mit allen Parteien des Konflikts in Gesprächen sei. Aus Österreich, Italien, Spanien und
der Schweiz war zu hören, dass alle US-militärischen Überflüge für den Irankrieg ver-
boten wurden. Gut so!
Wahrlich großartig ist das Auftreten der Schauspielerin Jane Fonda und des Schauspielers
Robert De Niro, sowie des Sängers Bruce Springsteen, die keine Gelegenheit auslassen,
ihren Unmut über das Benehmen des Mr. Peacemakers, dessen autokratischen Führungs-
stil und Irankrieg, lautstark zu äußern. Der großartige Peacemaker beleidigt daraufhin De
Niro, bezeichnet Springsteen als »vertrocknete Pflaume« und ruft zum Boykott von Spring-
steen-Konzerten auf. Wobei Springsteen tatsächlich GROßARTIG ist. Ich liebe seine Musik.
(z. B. die Songs »Tougher Than the Rest« oder »Dancing in the Dark«)
Der Auserwählte sagte der Welt ja bereits, dass nur sein »Sinn für Moral« und sein
»Verstand« das Einzige sei, was ihn in seiner Machtausübung als US-Präsident stoppen
könne. Er brauche kein internationales Recht und sähe sich primär seinem eigenen Ge-
wissen verpflichtet. Und dieses Gewissen ist nun mal, wie es ist. Oder hat er vielleicht
gar keins? So wie sein Buddy im Zarenland?
Ostern, Weihnachten und alle anderen Feiertage im Jahr, verliefen, bis auf das ver-
gangene Jahrzehnt immer relativ friedlich. Das Leben im Land hat massiv an Lebens-
qualität verloren. Natürlich tragen dazu auch die derzeitigen Kriege und Konflikte bei.
Je nachdem, wie lange der Irankrieg dauert und je nachdem, wie das Ende des Krieges
aussieht, wie zerbombt und zerstört der Iran sein wird, werden sich wohl wieder viele
Flüchtlinge auf den Weg in Richtung Europa machen.
Zum Abschluss noch ein schönes Kurzmärchen vom Onkel Peacemaker:
Seine Regierung, also er, der großartige
Auserwählte, habe die »stärkste Wirtschaft«
in der Geschichte der USA aufgebaut.
Außerdem sei das Land
»das angesagteste« auf der gesamten Welt.
Das glaubt der wahrscheinlich tatsächlich selbst.
Touristen meiden die USA bereits und die Wirtschaft wackelt.
Nach seiner selbstverliebten Eigenlob-Rede, stürzte die Börse ab.
Übrigens:
Der Irankrieg kostet die USA 900 Millionen Dollar pro Tag.
Da ist wahrlich ein großartiger Experte am Werk,
ein noch nie dagewesener Deal- und Peacemaker,
eben der »Auserwählte«.
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