an einem nasskalten, trüben, verregneten Sonntag ?
Genau - sie macht sich Gedanken und schreibt diese auf.
Schon sehr früh habe ich erkannt, dass Männer und heutzutage
vermehrt auch Frauen,
deren Ziel es ist, Karriere zu machen, die eigentlichen
Verlierer sind.
Eine alte Weisheit besagt, dass weniger mehr ist.
Und das trifft so ziemlich auf alles zu.
Das bedeutet auch, dass je mehr wir erreichen oder haben
wollen, desto mehr werden
wir verlieren. Sprich: Wenn wir immer mehr wollen, werden
wir immer weniger haben.
Denn je höher unsere Ansprüche, desto mehr müssen wir tun,
um diese Ansprüche zu
realisieren. Das heißt wir müssen immer mehr unserer
Lebens-(Frei)-Zeit opfern,
um unser Ziel zu erreichen und machen uns somit selbst zu
unseren eigenen Sklaven.
Immer mehr, immer höher, immer weiter, immer größer, immer
schneller,
kann auf Dauer nicht gut gehen, sondern muss
irgendwann kollabieren.*s.u.
Das trifft auf die Flüchtlinge, die in unser Land
strömen, genauso zu,
wie auf die digitale und die Medien-Welt.
Wir werden täglich mit so vielen Informationen und so viel
Wissen zugeschüttet,
dass es schier unmöglich ist, all dieses Wissen und all diese
Informationen zu
absorbieren, oder gar zu verarbeiten.
Je mehr wir erfahren, umso weniger scheinen wir die reale Welt
noch zu verstehen.
Wir stehen dem gesamten weltweiten Geschehen völlig ratlos und
auch hilflos
gegenüber und wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen.
Noch weniger wissen wir, wohin uns diese unsichere
Zeit führen wird.
Wir ahnen nur, dass die Zukunft in dieser kriegs- und
krisengeschüttelten Welt,
in der in vielen Gegenden Armut und Hunger herrschen, nicht
rosig sein kann.
Vielleicht ist das der Grund, warum sich in der westlichen Welt
so viele Menschen mit
allen möglichen Vergnügungen ablenken. Es scheint, als
flüchteten sie vor den Wahrheiten
der realen Welt in eine scheinbar heile
Welt, die sie sich selbst schön malen und
schönreden. Viele können zwischen der realen und der digitalen Welt gar nicht mehr
unterscheiden. Die digitale
Welt spiegelt jedoch keineswegs die reale Welt wider.
In der digitalen Welt herrscht
oftmals reines Wunschdenken und
die Vortäuschung falscher Tatsachen.
Wir posten
retuschierte und bearbeitete Fotos, beschreiben uns selbst nur positiv
und stellen uns als
außergewöhnlich und etwas ganz besonderes dar, ohne die
Schattenseiten
unserer Persönlichkeit zu erwähnen.
Die digitale
Welt stellt also keineswegs immer die Wahrheit bzw. die Wirklichkeit dar.
Auch das, was wir
über uns, unser Tun, unser Zuhause und unsere Umgebung berichten,
entspricht bei
vielen Menschen nicht dem wirklichen Leben, dem gelebten Alltag.
Warum sonst wird
alles Negative ausgeblendet und nur die schönen und angenehmen
Seiten des Lebens
hervorgehoben ?!
Mich hat schon
immer interessiert, was Menschen dazu bewegt, ihr eigenes Leben
nur von einer
geschönten Seite darzustellen und was sie damit bezwecken wollen.
Eindruck schinden ?
Anerkennung ?
Warum verdrängen
sie die Wahrheit ?
Warum wird
alles Negative ausgeblendet ?
Warum belügen
sich diese Menschen selbst und somit auch andere ?
Gibt es im Leben
dieser Menschen keine Probleme, keinen Streit mit
Nachbarn,
mit Kollegen, in der Familie oder den PartnerInnen ?
Keine Sorgen
jedweder Art ?
Ich habe mir
mal wieder Zeit genommen und eine Tour durch das Bloggerland
unternommen, um zu
erfahren, welche Meinungen BloggerInnen zur Flüchtlingskrise
haben und war
erstaunt, dass dieses Thema in Blogs kaum stattfindet.
Gerade so,
als gäbe es diese Krise gar nicht. Das ist insofern umso bemerkenswerter,
als es doch
angeblich DAS Thema ist, über das ganz Deutschland spricht und diskutiert.
Bis auf
einige wenige Blogger, wird die Flüchtlingskrise von Bloggerinnen
nicht thematisiert.
Bei den Bloggerinnen herrscht weiterhin überall
eitel Sonnenschein
und heile Welt vor.
Es wird weiter
neu oder um dekoriert, (ständiges Dekorieren oder Umstellen der
Möbel
usw., ist
übrigens Ausdruck innerer Unzufriedenheit). Es wird gestrickt,
gehäkelt,
genäht,
Blumen werden arrangiert, es wird gebacken, gekocht, gebastelt, usw. -
aber die
Flüchtlingskrise wird mit keinem Wort erwähnt.
Ist das
Desinteresse - oder Gleichgültigkeit ?
Haben Frauen keine
Meinung zu diesem Thema oder fehlt ihnen der Mut,
diese Meinung
öffentlich zu äußern ?
Bei Facebook und
Twitter scheint das wohl ganz anders zu sein,
aber dort lese
ich aus Prinzip nicht.
Gerne gebe ich zu,
dass auch ich mich - allerdings schon seit vielen Jahren -
immer mehr in meine
kleine heile Welt zurückziehe, aber das hat weniger
mit den Krisen und
Kriegen, mit der gegenwärtigen Terrorgefahr und sonstigen
Bedrohungen zu tun, sondern
ganz einfach mit dem Bedürfnis nach Frieden und Stille.
(Denken kann man
übrigens nur in der Stille und Stille scheinen die meisten
Menschen heutzutage
gar nicht auszuhalten).
Ich ziehe die
Stille vor, weil mir die Welt und die Menschen zu laut geworden sind.
Und so fliehe ich
vor dem Lärm der Menschen und dem Lärm der Welt
in die Stille der
Natur.
Ohne die Natur und
die Stille wären das Weltgeschehen und das Geschehen
in diesem Land kaum
zu ertragen.
In diesem Fall
trifft "weniger ist mehr" nicht zu !
Je mehr Natur und
Stille, umso besser für den Seelenfrieden und das Wohlbefinden.
Das Problem vieler Menschen
scheint auch zu sein, dass sie mit dem,
was sie
haben, nicht zufrieden sind, sondern immer mehr wollen.
Wir werden nicht
umsonst als eine Wegwerfgesellschaft bezeichnet.
Dieser ständige
Konsum, dieses ständige Haben wollen führt letztendlich dazu,
dass alle immer
weniger haben werden.
Immer weniger
Lebensqualität. Weniger Zeit, weniger frische Luft zum Atmen.
Weniger gesunde
Nahrung, weniger Freiheit, einfach weniger von allem,
was ein
lebenswertes Leben ausmacht.
Und so sind wir
letztendlich - auf die eine oder andere Weise - alle Verlierer.
Vielleicht
sollten wir Menschen in den westlichen Ländern einfach mal
darüber nachdenken,
was für uns wirklich zu einem lebenswerten Leben gehört
und uns bei der
nächsten Shopping-Tour fragen, ob wir all das,
was wir kaufen
wollen, auch wirklich brauchen.
~*~
* Ich nehme sogar an, dass das auch auf das Universum zutrifft,
das sich ja auch immer schneller und immer weiter ausdehnt.
* Ich nehme sogar an, dass das auch auf das Universum zutrifft,
das sich ja auch immer schneller und immer weiter ausdehnt.
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