Sonntag, 24. Februar 2013

Leseprobe ( Teil V )

Heute gibt es die letzte Leseprobe zum
'Beginn vom Ende', da ich erst wieder fleißig weiterschreiben muss.
Also heute noch einmal ein kurzer Auszug aus meinem Buch-Projekt  (Teil V )


Auf eine sonderbare Weise, spürte ich, dass es falsch gewesen war, mich auf ihren Vorschlag eingelassen zu haben. Ich fühlte mich verloren und einsam. Die quälende Eifersucht nistete sich immer tiefer in meine Seele ein. Die Angst, Don an diese Frau zu verlieren, löste einen stechenden Schmerz in meinem Herzen aus. Ich spürte, wie eine dünne Schweißschicht meinen ganzen Körper überzog, als ich zum Straßenrand vorging, um die herannahenden Autos besser erkennen zu können. Ein grauer Vauxhall kam geradewegs auf mich zu. Er stoppte mit quietschenden Reifen direkt vor meinen Füßen. Hinter dem Steuer saß eine Schwarze, in deren Mundwinkel eine Zigarette klebte. Sie stieß die Tür von innen auf. „Steigen Sie ein,“ befahl sie mir. Eine Schwarze? Das konnte unmöglich diese Simone sein.
„Wie lange soll ich denn noch warten?“ fuhr sie mich mit der Zigarette im Mund an.
„Sind Sie Simone?“  
„Mein Name ist Jenny Rosengold. Simone war mein Künstlername,“ klärte sie mich mit ausdrucksloser Miene auf. Dann warf Sie mir einen harschen Blick zu. „Na, was ist? ..... Steigen Sie nun ein?“
Bestürzt über ihre ruppige Art sank ich in den Sitz. Don und eine Schwarze. Das traf mich völlig unvorbereitet. Während sie den Gang einlegte, betrachtete ich sie noch einmal verstohlen von der Seite. Wie eine Hexe sah sie ganz und gar nicht aus. Sie hatte ein hübsches Profil und rabenschwarzes, krauses Haar, das im Nacken zusammengebunden war. Ihre Haut war glatt, bis auf eine etwa zwei Zentimeter lange Narbe auf ihrer Wange. Sie war schlank und hatte wohlgeformte Beine. Mein Gott, dachte ich, diese Frau sollte wirklich schon vierundvierzig sein?
„Überrascht?“ fragte sie, wobei die Zigarette in ihrem Mund rauf und runter wippte, dann gab sie Gas.
„Ich hatte keine Ahnung, dass.....“
„Sie meinen meine Hautfarbe?“ Die Asche löste sich von der Zigarette während sie sprach und rieselte auf den Sitz zwischen ihre Beine. Sie trug kurze Shorts und ein ärmelloses schwarzes T-Shirt mit tiefem Rückenausschnitt. Als ich nichts sagte, nahm sie die Zigarette aus dem Mund und schnippte sie mit dem Finger aus dem Fenster. „Sehen Sie mich nur genau an. Und dann fragen Sie sich, was Don wohl mit so einer will. Mit so einer Alten.“ Sie lachte hämisch auf. „Wussten Sie nicht, dass ich beinahe sechzehn Jahre älter bin als er?“
Ohne den Blick von der schmalen, kurvenreichen Straße abzuwenden, fischte sie sich eine neue Zigarette aus der Schachtel. „Sind Sie jetzt wenigstens beruhigt?“
Ob ich beruhigt bin, fragte sie? Ich war keineswegs beruhigt. Weder über ihren rasanten Fahrstil, mit dem sie den Wagen um die scharfen Kurven den Berg hinauflenkte, noch darüber, dass sie plötzlich von dieser Straße in einen dichten Dschungel abbog und am allerwenigsten beruhigte mich die Tatsache, dass Don seit Monaten bei ihr wohnte. Wie in aller Welt konnte ich bei der Vorstellung, da Don jede Nacht in ihrem Bett an ihrer Seite verbrachte, beruhigt sein? Ich war aufgewühlt. Jeder Nerv meines Körpers war angespannt. Mein Herz schlug bis zum Hals und meine Hände zitterten.
Sie dagegen schien völlig gelassen. Die Zigarette im Mund und den Arm ins offene Fenster gelegt, steuerte sie den Wagen immer tiefer in den dichten Dschungel hinein. Kaum ein Sonnenstrahl drang noch durch die hohen tropischen Bäume, aus deren Kronen wilde Affen kreischten. Sie sprach kein Wort mehr während der langen Fahrt, die schließlich am Rand des Berges auf einer Lichtung endete. Dort, im Schatten alter Bäume und Palmen lag ein flaches Haus verborgen. Langsam ließ sie den Wagen auf der mit Kieselsteinen bedeckten Auffahrt ausrollen. „Wir sind da,“ sagte sie nur und deutete mir mit einem Wink an, ihr die schmale Steintreppe hinunter zu folgen, die seitlich am Haus vorbei auf eine weitläufige, überdachte Terrasse führte. Beim Ausblick, der sich mir von hieraus bot, hielt ich einen Moment lang den Atem an. Unterhalb des Berges, im kristallklaren Wasser einer malerischen Bucht, lagen einige Segelboote vor Anker. Und auf der gegenüberliegenden Seite, einem grünen Berghang, der sich in strahlendem Sonnenschein, aus dem Meer erhob, ragten einige weiße Villen heraus. Links neben der Terrasse, führte die Steintreppe weiter hinunter in einen verwilderten Garten, in dem zwischen Pinien und Kokospalmen ein Swimmingpool eingebettet war. Dort stand Don.

~*~*~*~
Das ist das Ende der letzten Leseprobe - gemein - oder?
Jetzt hab ich euch neugierig gemacht und ihr wisst nicht, wie es weitergeht.
Aber wie gesagt, es ist ja auch noch nicht ganz überarbeitet und fertig.
Ich danke allen, die sich die Zeit genommen haben, den Text zu lesen
und mir ihre Meinung mitzuteilen. DANKE !
Eine liebe Bloggerin hat mich sogar auf die Idee gebracht, das fertige Buch,
falls es denn dann jemals fertig werden sollte und nicht als "Das Unvollendete"
in irgendeiner Schublade landet, als E-Book anzubieten.
Nach einer entsprechenden Software habe ich schon Ausschau gehalten
und so wie es aussieht, auch etwas passendes gefunden.
Noch bietet sich das Wetter an, eifrig weiterzumachen, aber mit dem
Frühjahr und der anfallenden Gartenarbeit, sieht es dann zeitmäßig nicht mehr so gut aus.
Aber vielleicht bietet sich der Sommer und ein schattiges Plätzchen im Garten an,
mit dem Schreiben fortzufahren.
Ich möchte allerdings nichts versprechen, denn es kann auf jeden Fall
noch eine ganze Weile dauern.
Denn in Stress soll das ja alles nicht ausarten.

~*~*~*~
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Das sollte ich noch erwähnen: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt und
unterliegt meinem Copyright. - Alle Rechte vorbehalten -
Die Namen der Personen sind frei erfunden.


Kommentare:

  1. Oh wie schade, liebe Laura, zu Ende, es wurde gerade so spannend. Na die Hoffnung bleibt ja, das wir erfahren wie es weiter geht.
    Ja eine gute Idee das ganze als E Book anzubieten.

    Bist Du auch so eingeschneit, soviel Schnee hab ich lange nicht gesehen. Selbst der Schneepflug räumt die Strassen.

    Mach Dir einen schönen gemütlichen Tag
    ♥ lichst
    Angelika

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  2. Liebe Angelika, vielen Dank für all deine Kommentare. Ich freue mich wirklich sehr, dass dir die Leseproben gefallen haben und du mein Geschreibsel spannend findest. Manchmal bin ich selbst gespannt, wie es weitergeht, vor allem dann, wenn ich das Manuscript mal wieder hervorhole und nachlese, was da so vor etlichen Jahren alles passiert ist. Wie gut, dass ich all das schon vor Jahrzehnten mal grob aufgeschrieben habe.
    Ja, Schnee, Schnee und nochmal Schnee, so viel Schnee am Niederrhein ist wirklich sehr selten. Wunderschön anzusehen, aber auch zu viel - mir - und wahrscheinlich nicht nur mir, ist jetzt doch sehr nach Frühling.
    Hab einen schönen, gemütlichen Sonntag und sei lieb gegrüßt
    Laura
    Nochmals danke für all deine Kommentare.

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  3. Nutze deine aktive Phase, die du im Moment hast und schreibe es weiter. Wir wollen jetzt schließlich auch alles wissen ;-) Es liest sich leicht und locker - man bleibt am Ball und hat nicht nach ein paar Sätzen das Gefühl die Lesestunde gähnend abbrechen zu wollen. E-Book finde ich gut. Bietet Amazon nicht sowas an? Die vermarkten das auch gleich :-)
    LG Christiane

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    1. Freu mich sehr über dein Feedback, liebe Christiane. Vor allem darüber, dass es nicht langweilig zu sein scheint und sich leicht lesen lässt. Ein literarisches Werk sollte es ja auch nicht werden, sondern eine ganz leichte Lektüre, die man halt mal so nebenher lesen kann. Das ist mir eigentlich wichtig und scheint sich ja auch durch die Feedbacks zu bestätigen.
      Mit der Software von Calibre kann man zumindestens, so scheint es jedenfalls, erst einmal ein E-Book erstellen. Wie es dann weitergeht, muss ich sehen - bis dahin ist ja noch Zeit.
      Nochmals danke, für deine Zeilen und sorry fürs 'Rappelig-machen' ;o).
      Hab noch einen schönen Restsonntag mit deiner Tigerbande. Ich komme morgen nochmal bei dir vorbei - bis dahin
      liebe Grüße
      Laura

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  4. Oooochhhhhhhhh ... schade ..... *lach*
    Nun ja, ein geschickter Moment, an dieser Stelle aufzuhören. Neugierde und Spannung hast Du geweckt und klar möchte frau wissen, wie es weitergeht. Was das angeht, kann ich mir nur wünschen, dass der Winter noch lange andauert, damit Du nichts anderes tun brauchst. Beim Lesen hatte ich den Gedanken, dass Du SO schreibst, als hättest Du nie etwas anderes gemacht.
    Kompliment !!
    Herzliche Sonntagsgrüße
    von Joona

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    1. Ja, nicht wahr, liebe Joona, ein blöder Moment, um mit der Leseprobe aufzuhören. Hat mir selbst richtig leid getan. Aber wenn ich jetzt hier noch mehr einstelle, dann finde ich den richigen Moment zum Aufhören nie ;o)).
      Jedenfalls freue ich mich sehr über deine Meinung und danke dir sehr für dein
      Kompliment. Ich dagegen denke immer, man könnte noch so vieles verbessern - wobei es auch wieder nicht zu perfekt geschrieben sein sollte. Es ist eine Gradwanderung. Aber eigentlich schreibe ich aus dem Herzen, oder ganz nach meinem Gefühl und hoffe somit, die richtigen Worte zu finden.

      Auch für dich liebe Grüße und nochmals ein herzliches Dankeschön
      Laura

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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