Samstag, 19. November 2016

Es fällt nicht leicht

sich nach den goldenen, sonnigen Oktobertagen,
auf dieses fiese nasskalte, regnerische Novemberwetter umzustellen.


Doch selbst der trübste, düsterste, regnerischste und stürmischste November
hält hin und wieder eine Überraschung bereit.
So auch dieser November. Nach all den dunkelgrauen Wolken, den ersten nasskalten
Tagen, nach Regen und heftigem Wind, zauberte er einen strahlendblauen Himmel
herbei und ließ sogar die Sonne scheinen.
Welch' eine Wohltat solche Lichtmomente gerade an trüben Tagen sind !

Anders sieht es in der Welt und in diesem Land aus.
Es scheinen in der Tat noch dunklere Zeiten auf dieses Land zuzukommen,
wenn selbst A. Merkel das inzwischen gemerkt hat und nun die Bevölkerung
auf diese schwierigen Zeiten vorbereiten oder gar einstimmen will.
Ja, sie will wieder antreten. Ist ja sonst auch niemand da in der CDU/CSU.
Dafür hat sie in den vergangenen Jahren schließlich selbst gesorgt.

Das hört sich für mich gerade so an, als könnten diesem Land noch schlimmere Zeiten
bevorstehen, als das derzeit schon der Fall ist. Es vergeht kaum ein Tag,
an dem keine Gewalt ausgeübt wird. Diese Gewaltausübungen müssen gar nicht
im Einzelnen erwähnt werden. Sie sind täglich der gesamten Medienwelt zu entnehmen.
(Wobei vieles gar nicht bis in die Öffentlichkeit vordringt).
Gewalt scheint inzwischen zum Alltag zu gehören und die Verrohung in der
Gesellschaft von Tag zu Tag zuzunehmen. Hemmschwellen werden überschritten
und die Kontrolle darüber scheint verlorengegangen zu sein.

Was läuft bloß schief in diesem Land, das kaum wiederzuerkennen ist ?
Volk, Politiker und Medien pöbeln sich inzwischen gegenseitig an.
Sogenannte "Gutmenschen" pöbeln gegen Andersdenkende.
Wieder andere wagen es gar nicht mehr, ihre Meinung frei zu äußern,
weil sie fürchten, in die rechte Ecke gedrängt zu werden.
Jeder pöbelt gegen jeden und jeder fühlt sich im Recht.
Keiner versucht die Sichtweise des anderen zu verstehen und kaum jemand
hat Respekt vor der Meinung anderer, sondern beharrt auf Richtigkeit seiner Ansicht.
Was für Auswüchse in diesem Land !
Jeder Bürger scheint derzeit seine Wut über die Missstände in diesem Land,
entweder mit Gewalt oder verbal loszuwerden, seinem Unmut freien Lauf zu lassen.
Da genügt manchmal ein ganz banaler Anlass und schon fliegen die Fetzen gegen
wen auch immer. Niemand scheint dem Ganzen noch Einhalt gebieten zu können.
Ein unverkennbares Zeichen von Unzufriedenheit unter den Menschen und dafür,
wie gespalten dieses Land inzwischen ist.
Nach friedlichen Zeiten sieht das jedenfalls nicht aus.
Wo soll das enden?
Wer jetzt noch behauptet, es habe sich in diesem Land nichts verändert,
der lebt in einer anderen Welt und verdrängt die Realität.

Lichtblicke sind zurzeit, was die Lage und die Zukunft im Land sowie
in der Welt betrifft, eher selten.
 
Vielleicht sollte sich irgendein Verantwortlicher mal Gedanken darüber machen,
ob dieser Turbo-Kapitalismus, die Globalisierung und die offenen Grenzen,
tatsächlich die richtigen Lösungen für die weltweiten Probleme sind.

Wenn unser angeblich "reiches" Land alle armen Ländern der Welt
mitfinanzieren soll, dann wird unser Land am Ende selbst arm sein.
Aus dem Grund können wir auch nicht jedes Jahr eine unbegrenzte Anzahl
von Flüchtlinge aufnehmen, weil sonst in naher Zukunft unser Sozialsystem
kollabieren würde.
Oder um Peter Scholl-Latour zu zitieren:
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta,
sondern wird selbst Kalkutta".

*

So düster die Aussichten auch sein mögen,
ich freue mich auf die bevorstehende Adventszeit !

~*~

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