Sonntag, 5. Juli 2015

Vor dem Gewitter

stiegen die Temperaturen noch einmal auf knapp 40 Grad.
Es war wieder heiß am gestrigen Samstag, so dass ich den Garten - genau wie schon
am Freitag, gründlich wässern musste.
 
 
Die Rosen sehen noch relativ entspannt aus.
Das ließ im Laufe des Tages allerdings immer mehr nach.
Viele Blüten, vor allem die Hortensien mögen diese heißen Temperaturen gar nicht.

 
Am wohlsten fühlen sich nicht nur die Pflanzen im schattigen Teil des Gartens,
auch die Knuddels und ich halten uns bei dieser Hitze ab und zu mal unter
einem Sonnenschirm auf - um wenigstens mal draußen gewesen zu sein.

 
So auch der Rittersporn, der sich dank einer kühlen Bewässerung,
in dieser Hitze tapfer gehalten hat.

 
Immer wieder türmten sich große, dicke Wolken auf, brachten aber weder Regen noch Wind.

 
So musste ich für künstlichen Wind sorgen, der allerdings nur für kurze Momente
ein wenig Abkühlung brachte.

  (Den schönen Fächer hat Prof. Herrchen mir aus Japan mitgebracht. Die andere Seite ziert ein
schönes Blumenmotiv :o)).
  
 
Den "Sebastian Kneipp-Rosen" konnte die Sonne nichts anhaben.
Sie blühen ganz prachtvoll und leiden unter heftigen Regenschauern viel mehr,
als unter den Strahlen der Sonne.
 

 
Auch diese Rosen blühen noch in voller Pracht, aber je länger diese Hitze andauert,
desto mehr werden auch sie leiden.
Ja, und dann kam es, das Gewitter. Heute in den frühen Morgenstunden zog es mit einem
mäßigen Donnergrollen an uns vorbei und brachte den lang ersehnten Regen.
Es waren allerdings nur ein paar kräftige Schauer und nicht wie angesagt,
Starkregen mit 25-40 Litern. Es gab auch keinen Hagel und
der angekündigte Sturm mit bis zu 100 km/h blieb auch aus.
Wieder Glück gehabt !
 
 
Und so sah es am Himmel aus, als das Gewitter wieder abzog und Platz für die Sonne machte.
 
 
Erfrischt und gut erholt zeigen sich die Rosen "Sabrina" nach dieser Abkühlung.
Doch laut unserer Meteorologen soll das mit den Unwettern noch nicht alles gewesen sein.
Diese sollen uns erneut am heutigen Sonntagnachmittag und in der Nacht drohen.
Wieder sind kräftige Gewitter mit Starkregen, 3-5 cm großen Hagelkörnern und
Orkanböen bis zu 120 km/h angekündigt. Selbst Tornados sollen möglich sein.
Allein diese Aussichten bereiten mir schon wieder Unbehagen in der Bauchgegend.
Oh je, das kann ja heiter werden !
 
Sommer extrem kann ich da nur sagen - auch wenn das Barometer heute "nur" 32 Grad
anzeigt und man diese "Abkühlung" um 8 Grad deutlich spürt, so kann ich auf diese
Hitze - vor allem aber auf diese schrecklichen Unwetter gerne verzichten.
Was allerdings so richtig bedenklich ist, ist die Tatsache, dass Klima- und Wetterexperten
davon überzeugt sind, dass das Sommerwetter zukünftig noch extremer sein wird.
Sprich, dass wir es mit noch höheren Temperaturen und noch extremeren Unwettern
zu tun haben werden.
Also überhaupt keine guten Aussichten - aber wen wundert das noch ?
Warnen Klimaforscher - insbesondere Prof. Dr. Mojib Latif - doch schon seit vielen Jahren
vor einem globalen Temperaturanstieg und den damit verbundenen extremen Unwettern.
 
 
Ich liebe den Sommer so sehr. Freude mich jedes Jahr darauf.
Auf Sonne, auf blauen Himmel mit Schäfchenwolken, auf die Wärme und ein laues Lüftchen.
Auf richtig schöne Sommersonnentage, wie ich sie noch aus der Kindheit kenne.
Bin ich doch ein Sonnenkind !
Aber sollten die Sommer in Zukunft wirklich so extrem werden, dann ist das nicht nur für
die Natur, für die Tiere und natürlich auch für viele Menschen, eine extreme Belastung,
auch ich kann solch heißen Tagen nicht wirklich sehr viel positives abgewinnen.
Was nützen die schönsten Sommermonate, wenn man sie in abgedunkelten Räumen
verbringen muss? Wenn jede Bewegung zur Belastung wird, wenn man nicht einmal den
Wunsch verspürt, in den Garten - oder auf die Terrasse zu wollen. Wenn man selbst im Haus
ins Schwitzen gerät und einem die leichteste und luftigste Kleidung auf der Haut klebt.
Wenn man literweise Wasser trinken muss und nachts nicht schlafen kann ?
Vor allem aber auch, wenn ständig diese extremen Unwetter drohen. Wenn bei dieser Hitze
die Waldbrandgefahr mit jedem Tag steigt, dann kann einem ziemlich schnell die Freude
an den so sehnlichst erwarteten Sommersonnenmonaten vergehen.
Dann sind das keine erquickenden Sommersonnentage mehr,
sondern eher Sommerungemachtage, die niemand wirklich braucht.
Weder die Natur, noch die Tiere oder die Menschen.
Also bitte, lieber Sommer, etwas mehr Mäßigung bitte
und back to normal, please !
 
Eine Freude bleibt allerdings bei all dem Sommer-Wetterfrust -
die Freude auf ein lecker Eis mit roter Grütze.
Ein solches gönne ich mir jetzt an einem schattigen Plätzchen und
während ich selbiges verspeise,
werde ich mich an einen Meeresstrand träumen, dem Rauschen der Wellen lauschen
und mir eine kühle Brise um die Nase wehen lassen.
 
 
Ich bin dann mal weg !
 
~*~
 
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