Montag, 9. Februar 2015

Winterfest !

Der Winter machte sich hier im westlichsten Westen bisher „nur“ mit einem
einzigen ziemlichen starken Schneeschauer bemerkbar, der zwei-drei Stunden anhielt,
den Garten und Wald kurzzeitig in eine weiße Winterwelt verzauberte und
dann auch gleich wieder verschwand.
Er trödelt und dümpelt so vor sich hin mit seinen Temperaturen so um plus-minus 0 Grad,
ohne so richtig in die Gänge zu kommen.
 Dafür zwitschern die Vögelchen umso lauter, was sich schon ein bisschen wie
Vorfrühling anhört, zumal sich im Garten auch das erste „Grün“ aus der Erde wagt.
Leider macht sich die Sonne noch ziemlich rar, aber das ändert sich mit jeden Tag.
Glücklicherweise macht mir der Lichtmangel nichts aus, weil ich viel
an der frischen Luft bin und ordentlich Sauerstoff tanke.
 
 

Außerdem achte ich auch auf mein leibliches Wohl.
Aber nicht nur, denn es ist genau so wichtig, auf das Wohl von
Körper, Geist und Seele zu achten.

"Man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen" – heißt es oft so schön.
Würde ich dem folgen, wäre das genauso, als würde ich das Denken anderen überlassen.
Es wäre so, als würde ich andere bestimmen lassen, was wichtig für mich ist.
Aber natürlich muss ich mich selbst wichtig nehmen !
Wenn ich mich selbst nicht wichtig nehme, wer soll es dann tun?
Schließlich bin ich alles, was ich habe!

Ich selbst muss ja auch die Verantwortung für mein Leben übernehmen
und wie soll ich das, wenn ich mir selbst gleichgültig bin?
Es gibt allerdings auch Menschen, die die Verantwortung für ihr eigenes Leben
ganz gerne mal auf andere abwälzen.
Das wäre dann wieder der einfache und bequeme Weg.
Auf jeden Fall ist es aber spannender, sein eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen
und selbst zu bestimmen, wo der Weg lang geht.
 

  
 
 
Nur für andere ist es einfacher, wenn wir uns selbst nicht so wichtig nehmen,
weil sie uns dann umso leichter manipulieren könnten.
Und das lassen wir ja häufig genug auch mit uns geschehen. 
Wir müssen uns um uns selbst kümmern, um unsere Gesundheit,
unser Wohlergehen, unsere Zufriedenheit, unser Glück.
Wer sonst, wenn nicht wir selbst, sollte das wohl für uns übernehmen ?

 
Das Leben selbst sollte man dagegen nicht so ernst nehmen – sondern versuchen,
es auf eine spielerische Art und Weise zu betrachten, mit mehr Humor,
mit mehr Heiterkeit und Gelassenheit –
und nicht alles auf die Waagschale oder Goldwaage legen.
Das ist nicht immer einfach - gerade in der heutigen Zeit,
in der die Welt immer mehr zu einem Tollhaus zu verkommen scheint.
Umso wichtiger ist es, sich die Lebensfreude nicht nehmen zu lassen
und eine positive Einstellung zum Leben beizubehalten.

 
 
Auf die Gesundheit zu achten ist wichtig, aber nicht nur,
denn es ist genauso wichtig, auf das Wohl des Körpers zu achten.
Viele achten zwar auf eine gesunde Ernährung, vernachlässigen aber ihren Körper.
Andere achten mehr auf ihr Aussehen, vernachlässigen aber ihre Seele.
Und wieder andere achten zwar auf ihre Gesundheit und ihren Körper,
vernachlässigen aber ihren Geist.
Doch erst wenn alles im Einklang ist,
Körper, Geist und Seele,
erst dann fühlen wir uns wohl und gesund.
 
Wie oft tun wir aber genau das Gegenteil:
Fastfood  statt   gesunde Ernährung,
Chillen und Abhängen   statt   Fitness und Spazierengehen,
Unterhaltung, Fernsehen und Computer   statt   Denken und Meditieren,
Stress und Hektik   statt   Muße und Ruhe.

Einer Studie zufolge sitzen wir 7 Stunden am Tag!
Dass das nicht gesund ist, muss man wohl niemandem erklären.
 Erst wer sich ZEIT für das WICHTIGSTE nimmt, nämlich für sich SELBST,
der wird sich auch in seiner Haut wohlfühlen.
Und wer sich in seiner Haut wohlfühlt, der strahlt das auch nach außen aus.
Wer aber frustriert ist und versucht, sich mit einer Tafel Schokolade,
oder ein paar Gläschen Wein aufzuheitern,
der wird schnell feststellen, dass der Frust auch dann noch vorhanden ist,
wenn die Wirkung der kleinen Ersatz-Seelentröster verflogen ist.
(Außerdem bergen diese kleinen "Seelentröster" einen hohen Süchtigkeitsfaktor in sich).
Erst wer wirklich zufrieden ist und sich wohlfühlt in seiner Haut,
der wird auch diese kleinen "Sünden" ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
oder an seine Figur denken zu müssen, richtig genießen können.

 
 
Um sich nicht nur in den grauen Wintermonaten wohl und zufrieden zu fühlen,
sondern das ganze Jahr über, bedarf es eben mehr,
als nur diese kleinen, scheinbaren Glücklich-Macher.

Es bedeutet, statt sich "gehen-zu-lassen", sich "nicht-wichtig-zu-nehmen",
(was wieder der einfache, bequeme Weg wäre),
sich in Disziplin zu üben und den eisernen Willen aufzubringen,
den inneren Schweinehund zu bekämpfen
und ihn letztlich zu besiegen.
Wer das schafft,
für den gibt es keine grauen Wintertage mehr,
weil er selbst nach außen strahlt ;o))
 
 Tja, dann werde ich mich jetzt mal
um meinen inneren Schweinehund kümmern.
Der zittert schon :o))


Aber bitte mit Sahne !
Mal sehen, was der innere Schweinehund dazu sagt.
 
~*~
 
 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
 
 


Kommentare:

  1. "Ich selbst muss die Verantwortung für mein Leben übernehmen...."

    Oh ja, da schreibst du weise Worte, liebe Laura!

    Mir ist es besonders auch bei kranken Menschen immer wieder aufgefallen, dass sie zum Arzt gehen und im Grunde von ihm erwarten, dass er sie gesund macht, dass er die Verantwortung für ihre Gesundheit/Krankheit
    übernehmen soll. Wie soll das gehen?
    Der Arzt kann natürlich Hilfestellungen geben und die Selbstheilungskräfte "anstoßen", indem er z.B. die richtigen Medikamente verschreibt, eine Operation durchführt usw.

    Aber wo bleibt da die Selbstfürsorge? Der Selbstschutz? Die Wertschätzung unserer Selbst?
    Nur wir können doch selber gut für uns sorgen, nicht nur körperlich, sondern - genau wie du schreibst- gerade auch seelisch/geistig.
    So wie wir eine Körperhygiene betreiben, sollten wir auch eine Gedankenhygiene betreiben, oder?

    Das, was wir denken und fühlen hat so große Heilkräfte (oder auch destruktive Kräfte) und wie durch die Psychoneuroimmunologie inzwischen mehrfach bewiesen, direkte Verbindungen zu den Funktionen unseres Immunsystems. Unsere körperliche Abwehr kann z.B. sehr gut durch positive Gedanken und Bilder unterstützt werden.

    Ich denke, für viele Menschen ist es eben einfacher und bequemer, die Verantwortung abzuschieben.
    So brauche ich nicht großartig nachdenken oder vielleicht umdenken- das macht ja alles Arbeit.

    Die Balance zwischen Körper, Geist und Seele immer wieder zu suchen, scheint mir so wichtig und du hast das wunderbar formuliert, liebe Laura!
    Ich persönlich bemühe mich sehr darum, denn ich habe leider aus unangenehmen Erfahrungen lernen müssen, dass der Körper eine gewisse Zeit lang viel verzeiht, aber sich dann mehr als deutlich meldet. Dann wird man gezwungen darüber nachzudenken....
    Und manche machen nach einer durchgestandenen Krankheit genau so weiter wie vorher und dann dauert es meist nicht lange und der Körper meldet sich mit noch ernsteren Symptomen zurück.

    Wenn wir uns selber aber wichtig nehmen, uns achten und wertschätzen, haben unsere "Schweinehunde" fast keine Chance, oder ?

    Und ich bin mir ziemlich sicher, dass du strahlst, meine Liebe! Da hat der graue Winter keine Chance :-)

    Einen "strahlenden" und herzlichen Gruß aus dem stürmischen Norden
    schickt dir

    Milka

    AntwortenLöschen
  2. Es hat sehr viel mit Dankbarkeit zu tun, liebe Milka. Wären mehr Menschen mit dem was sie haben, zufrieden
    und würden das zu schätzen wissen, als immer mehr haben zu wollen, würden sie auch eine tiefe Dankbarkeit empfinden. Und wer dankbar ist, der kann sich auch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, die viele Menschen heute gar nicht mehr wahrnehmen.
    Die Fähigkeit zu bewahren, sich über die kleinen Dinge zu freuen, träumen zu können, auf sich zu achten und
    positiv zu denken, ist für ein zufriedenes Leben so wichtig.
    Dass Du trotz Deiner Krankheit so strahlst, beweist, Du kannst DAS!
    Ich wünsche Dir von Herzen weiterhin gute Fortschritte und schicke liebe Grüße zu Dir in den stürmischen Norden - aus dem verregneten Westen, was uns beiden absolut nichts anhaben kann :o)) !!!
    Alles Liebe für Dich
    Laura

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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