Donnerstag, 8. März 2012

Vor mehr als hundert Jahren....

...... am 8. März 1909 wurde mein Vater geboren
und wäre heute 103 alt geworden.
 
Meine Eltern mit mir als Zweijährige

Ich denke noch sehr oft an ihn und an meine Mutter, und heute natürlich ganz
besonders, denn es wäre sein Ehrentag gewesen. Leider sind meine Eltern
bereits beide verstorben. Mein Vater schon 1985 und meine Mutter 2006.
In meinem Herzen leben sie jedoch weiter, denn ich bin ihnen sehr dankbar.
 
(Das Foto meiner Mutter wurde 1942 -
und das meines Vaters 1945 aufgenommen.)

Sie haben sich während des 2ten Weltkrieges kennen gelernt.
Der Zufall?, das Schicksal?, wollte es, dass mein Vater als Soldat Unterkunft
auf dem Bauernhof meines Großonkels in Seidenroth fand, als auch meine
Mutter dort verweilte. Ihre Wege trennten sich jedoch wieder.
Mein Vater musste weiter und meine Mutter wieder zurück nach Düsseldorf.
Irgendwann zog es meinen Vater aber wieder zurück auf den Bauernhof
meines Großonkels, wohl in der Hoffnung, meine Mutter dort anzutreffen.
Doch sie war zu der Zeit in Düsseldorf.
Als sie erfuhr, dass mein Vater wieder in Seidenroth war,
machte sie sich mit dem Fahrrad, trotz der Kriegswirren, mal eben 300km!
auf den Weg zu meinem Vater.
Ein Jahr nach Ende des Krieges haben sie geheiratet und bald darauf
wurde ich geboren.
Mir war das große Glück beschieden, wohl behütet, umsorgt, mit viel Liebe
und Wärme in Geborgenheit aufwachsen zu dürfen.
Ich habe eine wirklich schöne, unbescherte Kindheit erlebt, an die ich mich
gerne zurückerinnere.
Es gibt so viele kleine, nette Episoden aus meiner Kindheit,
die mir auch heute noch hin und wieder einfallen.
Manchmal kann ich mir dann ein Schmunzeln oder auch ganz
einfach die Freude darüber nicht verkneifen.

Meine Eltern waren es auch, die mir Werte vermittelt haben.
Diese Werte sind für mich auch heute noch selbstverständlich.
In der heutigen Gesellschaft gehen sie jedoch immer mehr verloren.
Das stimmt mich oft sehr nachdenklich, weil sich mir Frage stellt,
wie das Leben in einer Gesellschaft ohne Werte weitergehen soll
und wohin es letztendlich führt, wenn die Verrohung der Gesellschaft
weiter zunimmt.

Was für ein Thema zum Jahrestag meines Vaters!

Aber eins weiß ich sicher, er hätte sich über die heutigen Zustände in unserer
Gesellschaft genau so den Kopf zerbrochen, wie ich und er wäre mit
dieser Entwicklung genau so wenig einverstanden gewesen, wie ich.
Auch die Globalisierung, der Turbo-Kapitalismus und alles, was damit
zusammenhängt, hätten ihn sehr beschäftigt und ich denke, es hätte ihn
genau wie mich,  alles andere als hoffnungsvoll gestimmt.
Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm!

In diesem Sinne - einen Wert-vollen Tag

Laura



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Spruch für den Tag:
Wenn wir die Werte in der Gesellschaft nicht erhalten,
verliert die Gesellschaft ihren Wert.
Ursula Evelyn
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Laura
    Wunderschöne Erinnerungen und Fotos.

    Du hattest eine schöne behütete Kindheit, diese schönen Erinnerungen bleiben in Deinem Herzen und kann Dir niemand nehmen.

    Leider verschwinden in unserer Welt diese Werte immer mehr, traurig, aber wahr.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag
    Angelika

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  2. Ja, liebe Angelika, eine schöne Kindheit hatte ich wirklich und mir wurde so viel mit auf den Weg gegeben. Dafür bin ich heute noch dankbar.
    Es gibt leider nicht mehr so viele Vorbilder, an die die Jugend sich heutzutage halten kann. Die jungen Eltern heute haben, weil sie beiden arbeiten müssen, auch kaum Zeit, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Dabei lernen die Kinder am meisten, so lange sie klein sind.

    Ich danke Dir für Deine täglichen, lieben Kommentare, denn ich freue mich wirklich sehr darüber.
    Mach' Dir einen gemütlichen Abend und lass' es Dir richtig gut gehen.
    Liebe Grüße
    ~*Laura*~

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  3. liebe Laura, einen kurzen Gruß von Jasmin,
    ich habe mich ein wenig verlaufen und bin hier, bei den Eltern, ans Fenster gekommen!
    es berührt mich sehr, denn es kommen die Erinnerung an genau das, was du schreibst, eine umsorgte und glückliche Kindheit, vielleicht ist es das was es so wenig gibt.
    denn die Welt ist kalt geworden...
    wenn die Wurzeln keinen festen Platz finden, kann auch an Liebe und Güte und Geborgenheit wenig an den Nächsten weiter gegeben werden,

    schön, daß es noch sonnige Seelen gibt,
    herzlichst Jasmin

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  4. Das sehe ich auch so, liebe Jasmin,
    die Welt ist kalt geworden und die Kinder werden oft alleine gelassen. Ihnen fehlt die Wärme und Geborgenheit, weil beiden Eltern arbeiten wollen/ müssen, oder sich scheiden lassen. Gerade für kleine, zarte Kinderseelen ist das sehr schwer zu ertragen, denn sie benötigen die Liebe und Wärme ihrer Eltern am dringensten.
    Du hast das mit den Wurzeln sehr gut beschrieben - traurig, aber so wahr.
    Und ja, schön, dass es noch Menschen wie Dich gibt, die Wärme und Liebe vermitteln können.
    Danke dafür
    Laura

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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