Dienstag, 27. Februar 2018

Was soll's !

 Das sagte sie jetzt immer öfter, wenn etwas schief ging oder
ein Grund zur Sorge bestand. Jetzt im hohen Alter schien sie weder
etwas zu ärgern noch aufzuregen oder aus der Fassung zu bringen.
Sie war die Ruhe selbst und das ist in ihrem Alter auch gut so.

 
Fiel ihr etwas aus der Hand und ging zu Bruch, so lächelte sie und
sagte: "Was soll's ! Scherben bringen Glück !"
Feierten die Nachbarn eine Party bis spät in die Nacht und raubten
ihr den Schlaf, so winkte sie ab und meinte: "Was soll's ! Dann halte
ich eben morgen ein Mittagsschläfen".
Landete beim Teeeingießen ein Tropfen auf dem weißen Tischtuch,
so sagte sie lächelnd: "Was soll's ! Wird es eben gewaschen."
Fuhr ihr der Bus vor der Nase fort, sagte sie:
"Was soll's, dann warte ich eben auf den nächsten ".
War von Umweltverschmutzung, Klimawandel und ansteigendem
Meeresspiegel die Rede, dann sagte sie: "Was soll's ! Ich habe eine
wunderbare Zeit mit herrlichen Jahreszeiten erleben dürfen,
was kümmert mich der Meeresspiegel."
 
 Jetzt im hohen Alter von weit über achtzig Jahren, begann sie über
den Tod nachzudenken. Als sie wusste, dass ihre Tage gezählt waren,
sagte sie: "Ich hatte ein reiches, erfülltes Leben, für das ich sehr
dankbar bin - also was soll's, wenn es jetzt zu Ende geht ?
Nur bei dem Gedanken an ihre Heimat, ihr Vaterland, das Land in dem
sie aufgewachsen ist, in dem ihre Eltern und Geschwister gelebt haben,
in dem sie selbst Kinder geboren hatte, kullerten ein paar Tränen über
ihre Wangen. Es waren die Erinnerungen an ein Leben in einem einst so
schönen Land, ihrer Heimat, die nun von "der da oben" zerstört wurde.
Das, was "die da oben" aus ihrer Heimat gemacht haben, stimmte sie
auf ihre alten Tage sehr traurig.
Sie war traurig und besorgt, wenn sie an ihre Kinder und Enkelkinder und
deren Zukunft dachte. Für ihre Kinder und Enkelkinder sowie für alle junge
Menschen, die ihr Leben noch vor sich hatten oder mitten im Leben
standen, sah die Zukunft keinesfalls gut aus und das betrübte sie sehr.
Wenn sie an die Zustände im Land dachte, fiel es ihr sehr schwer gelassen
zu bleiben, weil sie wusste, dass junge Menschen - allen voran die jungen
Frauen - kaum so unbeschwert  - wie noch vor ein paar Jahren - durch
die Natur joggen oder in der Dunkelheit alleine unterwegs sein konnten.
Dieser Freiheit, dieser Lebensqualität und Lebensfreude wurden sie beraubt.
Diese Gedanken bereiteten ihr in ihrem hohen Alter so manche schlaflose
Nacht, weil sie wusste, dass niemand mehr das Rad der Geschichte
aufhalten konnte - dafür war es längst zu spät.

Wenn selbst die "Alten", über die Zustände im Land betrübt sind, obwohl
sie das dicke Ende nicht mehr erleben werden, umso unverständlicher ist es,
mit welcher Gleichgültigkeit so mancher Bürger die derzeitigen Zustände im
Land stillschweigend hinnimmt.
Was soll's ?
Obwohl der Scherbenhaufen weiter wächst und droht ein historisches
Ausmaß anzunehmen ?
Obwohl "die da oben" einfach weitermachen wie bisher ?
Zusehen, wie "die da oben" sich für die Missstände im Land gegenseitig
feiern, beklatschen und auf die Schulter klopfen ?
Auf ihrem Parteitag "Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche
Vaterland", singen und das Gegenteil dessen bewirken ?

Irgendwann in der Zukunft werden die nächsten Generationen fragen:
Warum habt ihr nur zugeschaut, geschwiegen und das alles ohne
Widerspruch hingenommen ?

Sie werden eines Tages unter den Leidtragenden sein.

Denn die Unruhen im Land werden zunehmen !
So viel Unfassbares ist in den letzten Jahren schon geschehen !
Jetzt sind diverse Tafeln für arme, bedürftige Menschen in den Schlagzeilen.
Dabei gibt es dieses Problem schon seit 2016, als bekannt wurde, dass
Gruppen von "Flüchtlingen", unsere bedürftigen Menschen verdrängen.
Die Medien haben nur sorgfältig darauf geachtet, dass solche Tatsachen
nicht erwähnt werden.
Was kommt als nächstes ?
Die totale Sprachlosigkeit ?

Obwohl - so allmählich scheinen immer mehr Bürger zu begreifen,
was um sie herum geschieht. Immer mehr brechen ihr Schweigen
und machen ihrem Unmut Luft. Sie wollen nicht länger zusehen,
wie die Regierenden unser Land vor die Wand fahren.

*

Jede Sehnsucht nach Beseelung des Lebens ist heute
von den herrschenden Mächten verfemt.
Hermann Hesse

~*~

Fotoquelle: Pixabay

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Kommentare:

  1. Ja liebe Laura, es geschehen Dinge in unserem Land, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wie kann es sein, das die Menschen, die unser Land nach dem Krieg aufgebaut haben heute so wenig Rente haben, das sie zur Tafel müssen. Unser Staat ist dafür zuständig diesem Menschen ein ausreichendes Einkommen zu geben.
    Hier die Tafel hat soviel Zulauf und eine Bekannte meiner Tochter ist da tätig, sie sagt auch, das die Flüchtlinge die alten Menschen verdrängen, sie haben Angst noch hinzugehen. Schlimm.
    Andererseits gibt es viele Menschen, die das alles nicht interessiert. Mir wurde neulich im Gespräch über all diese Dinge, gesagt: Interessiert mich nicht, Strom kommt aus der Steckdose, einkaufen tu ich was ich will und Autofahren sowieso. Was soll man dazu sagen.
    Die nachfolgenden Generationen haben es schwer!

    Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag
    Angelika

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    1. Es ist insofern besonders schlimm, liebe Angelika, als dass es von Merkel immer heißt, wir würden gut und gerne in unserem "reichen" Land leben. Die meisten Menschen scheinen ihr das auch noch zu glauben und durchschauen nicht, dass man uns das nur einreden will. Denn nix ist gut in diesem Land - es geht immer weiter den Bach runter.
      Es ist auch schlimm, dass es immer noch Menschen gibt, die so tun, als beträfe sie das alles nicht. Tja, was soll man dazu sagen - gegen Dummheit ist eben kein Kraut gewachsen.
      Hab einen schönen, sonnigen Tag und sei herzlich gegrüßt von
      Laura, die die erste Hunderunde in der bitterkalten, aber frischen Lust schon hinter sich hat. So lange die Sonne dazu scheint - ist es einfach herrlich :o).

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  2. Liebe Laura!
    Ich habe alle deine Blogs durchgelesen, die unsere Politik der letzten Zeit tangieren. Ja, es stimmt, die Politik lässt auch m.E. zu wünschen übrig. Das wirklich Schlimme ist, dass Frau Merkel wohl keinen Fehler, den sie gemacht hat, zugeben kann, ergo auch keinen Kurswechsel einschlägt.
    Auch ihre Kritik an der Essener Tafel empfinde ich als durchaus nicht berechtigt.
    Kurz: Deine Wut und Empörung kann ich gut verstehen. Auch ich habe sie im Bauch und schaue mit großen Sorgen in unsere Zukunft für unsere Kinder und den nachfolgenden Generationen.
    Das Paradebeispiel hast du ja aufgeführt und natürlich ist es einfach unfassbar, dass solche Dinge geschehen, siehe oben in deinem Blog.
    Ich glaube nicht, dass uns die AfD letztendlich zugute kommen wird. Wenn auch das Flüchtlingsproblem sicherlich anders gehandhabt werden würde. Es sind mir zu viele Ultrarechte in dieser Partei und ein Naziregime hatten wir bereits. Es könnte auskommen wie eine Welle und das kann ich nicht unterstützen.
    Ganz liebe Grüße zu dir in den Abend
    Ingrid

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    1. Danke für deine Zeit, liebe Ingrid, die du dir genommen hast, meine Blogbeiträge zu lesen. Ich weiß nicht, wie Merkel es schafft, all die Probleme im Land, insbesondere die Probleme mit den "Flüchtlingen", zu ignorieren. Ich an ihrer Stelle könnte keine Nacht mehr ruhig schlafen. Sie muss schon ein besonders dickes Fell haben oder sie ist nur von Ja-Sagern umgeben. So realitätsfern kann eigentlich kein normaler Mensch mit einem gesunden Menschenverstand sein. Was sie sich leistet, ist wirklich unfassbar. Diese Frau ist völlig inkompetent und unfähig sowie ohne Vision
      oder in der Lage, Lösungen für die gravierenden Probleme im Land anzubieten. Sie wurschtelt sich einfach weiter durch.
      Nein, ihre Kritik an der Essener - Tafel ist keineswegs berechtigt. Umso mehr freut es mich, dass sich die Tafel entschieden hat, vorläufig keine Ausländer mehr aufzunehmen - trotz Merkels Kritik. Richtig so! Schließlich ist Merkel diejenige, die das ganze Problem selbst verursacht hat.
      Stimmt, es gibt einige Ultrarechte bei der AfD, aber als Opposition im Bundestag sind sie durchaus hilfreich. Die AfD wird es Merkel nicht so leicht machen wie die anderen Parteien.
      Ach, liebe Ingrid, wer hätte gedacht, dass es in unserem Land einmal solche Probleme geben würde ? Es ist so schade um unser schönes Land !

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    2. Sorry, liebe Ingrid, in meiner Erregtheit, habe ich nun glatt übersehen, dir noch liebe Grüße zu senden und dir einen schönen, sonnigen Wintertag zu wünschen, den du hoffentlich so richtig genießen kannst. Alles Liebe !
      Laura, die sich die Lebensfreude trotz allem nicht nehmen lässt :o).

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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