Donnerstag, 22. Juni 2017

Zwölf Uhr mittags

   
(mein Lieblingsbaum im Garten)

*
Mittag

Am Waldessaume träumt die Föhre,
 Am Himmel weiße Wölkchen nur,



Es ist so still, dass ich sie höre,
Die tiefe Stille der Natur.


Rings Sonnenschein auf Wies' und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,



Und doch, es klingt, als ström' ein Regen
Leis tönend auf das Blätterdach.
Theodor Fontane
(1819-1898)

Sommer, Sonne, Sommerfreuden, Sommerhitze, Sommerglück.
Es ist wirklich heiß geworden an diesem ersten Sommertag in diesem Jahr.
Doch schon heute drohen starke Gewitter mit Unwetterpotential.
 
Gestern, draußen unter einer schattigen Markise sitzend, kam mir plötzlich so in
den Sinn, dass meine Welt in der ich mich in den letzten zehn Jahren bewege,
immer kleiner geworden ist. Sie ist zu einem kleinen, überschaubaren Raum
geschrumpft, meinem jetzigen Zuhause. Der Garten ist nun zu meiner Heimat
geworden. Hier, an diesem Ort fühle ich mich wohl und geborgen.
Hier bin ich Zuhause - bei mir - auch wenn ich zeitweise außer mir bin ;o).
Und das genau zur rechten Zeit. Zu einer Zeit, in der ich Zeit habe, viel Zeit,
das alles auch zu genießen - selbst wenn mir rein altersmäßig wohl nicht mehr
so sehr viel Zeit bleibt. Aber gerade deshalb heißt es auch, alles ganz bewusst
wahrzunehmen - auch die unangenehmen Dinge um mich herum.
Schließlich lebe ich in diesem Land und nehme auch am Schicksal und an den
Problemen und Sorgen anderer Menschen teil. Die meisten Menschen scheinen
jedoch immer noch die Augen vor der Realität zu verschließen und sich nicht
bewusst zu sein, was da wirklich in Zukunft auf unser Land zukommt, denn die
derzeitigen Probleme sind erst der Anfang - es wird noch viel schlimmer werden.

Wie gut, dass ich nicht das Gefühl habe, in meinem bisherigen Leben oder
auch jetzt noch, etwas versäumt zu haben. Glücklicherweise hatte und habe
ich ein recht erfülltes Leben und bin mit dem so wie es ist, ringsum zufrieden
und dafür zutiefst dankbar. Schlimm ist es eigentlich nur für die nachfolgenden
Generationen, die ihr Leben noch vor sich haben.

Ach, wäre der Zustand dieser Welt nicht so katastrophal wie er ist,
wäre die Lage in Europe nicht so schrecklich wie sie ist,
und wäre unser Land noch so wie vor ein paar Jahren,
es könnte alles noch relativ normal und friedlich sein.
Vor allem die jungen Menschen könnten noch genauso unbeschwert in die Zukunft
blicken und ihr Leben so unbekümmert genießen, wie meine Genration das noch
konnte. Wahrscheinlich tun sie das sogar - ohne viel über die Situation und Lage
im Land nachzudenken.



Dieser Globus ist ein Paradies mit allem was dazu gehört.
Diese Welt ist mir ihrer Natur so atemberaubend schön und voller Wunder.
Doch wir Menschen haben ein solches Paradies wohl einfach nicht verdient !
Würden wir sonst so mit unserem Lebensraum umgehen,
ihn zerstören, ausbeuten und verunstalten ?!
Können nicht alle Menschen in ihren Heimatländern in Frieden leben
und andere Menschen ebenfalls in Frieden leben lassen ?
Müssen sie sich unbedingt gegenseitig zerstören ?
Warum sorgen die zuständigen Machthaber und Politiker nicht für Frieden, statt
sich aus reiner Machtgier und Machterhalt dauernd gegenseitig zu bekämpfen.
Wird die Menschheit wirklich erst aufwachen, wenn es zu spät ist ?

Dieser Planet könnte ein Paradies für alle Menschen sein !



Tja, manchmal gehen meine Träume von einer friedlichen Welt
halt mit mir durch !

~*~

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