Sonntag, 7. Mai 2017

So schön war er

der gestrige Maientag.
Ein Maientag, wie er eigentlich sein sollte.
Doch heute reicht die Farbe des Himmels
wieder von weiß, hell- mittel- bis dunkelgrau.
Man könnte sie auch kurz umschreiben, als grau in grau.
Diese Farbe ist so gar nicht meine Farbe.

 
Aber nicht nur diese Farbe ist wenig erbaulich,
das Wetter ist es trotz des gestrigen sonnigen Tages immer noch nicht.
Da nützt kein Jammern und Meckern - es will einfach nicht besser werden.
 
 
Viele Menschen, denen ich in den letzten Tagen begegnet bin, scheinen inzwischen
ob des weniger erfreulichen Wetters ziemlich genervt. Viele macht es müde,
andere haben schlechte Laune, wieder andere werden aggressiv, manche sogar
depressiv. Viele leiden unter Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen.
Das trifft auf mich zwar nicht zu, mich macht dieses Wetter eher lustlos -
ich verspüre so gar keine Lust zu irgendetwas, außer vielleicht zu schreiben.
Aber das mache ich eigentlich bei jedem Wetter gerne.
 
Nee, wirklich nun könnte die Sonne endlich mal wieder länger scheinen,
damit die Glückshormone wieder sprudeln und der Vitamin D Bedarf gedeckt
werden kann. Ich kann doch nicht ständig Lachs essen.
Selbst Obst und Gemüse bewirken derzeit keine wesentliche Besserung.
Nichts macht wirklich richtig munter.
Irgendwie sehnt sich der Körper nach Süßem, danach, dass die darin enthaltenen
Glücklichmacher wenigstens ab und zu mal für ein bisschen Hochgefühl,
ein paar Glücksmomente sorgen.
 
 
 
 
Mir scheint, der liebe Mai, braucht derzeit selbst ein paar Glücklichmacher.
Ihm muss irgendwas oder irgendwer die gute Laune verdorben haben.
Wer oder was mag das wohl gewesen sein ?
Etwa die Menschen, die das wonnige Maiwetter bisher immer als
selbstverständlich hingenommen haben und jetzt auf einmal merken,
dass dem gar nicht so ist ?
Sollte man ob der schrecklichen Unwetter, die sich wieder über einige
Regionen des Landes ausgetobt haben und sich von Jahr zu Jahr häufen,
den Klimawandel vielleicht doch endlich ernst nehmen ?
Ich kann mich gut erinnern, dass das Maiwetter bis vor ein paar Jahren immer
recht angenehm war und dem entsprach, was man von diesem Wonnemonat
erwarten durfte. Das hat sich inzwischen auffällig verändert.
Für diese Jahreszeit ist es schon seit Wochen viel zu kalt und zu trüb,
dafür regnete es zu wenig. Jedenfalls hier in unserer Region.
 
Sie haben auch ohne Sonne endlich ihre Knospen geöffnet.
Es sind die kleinen Freuden bei diesem trüben Wetter.
 
 
*
 
Eigentlich bin ich eher Optimist und positiv eingestellt, aber was das Wetter
und das allgemeine politische Geschehen im Land, die Kriege und Unruhen
in der Welt betrifft, tendiere ich in diesem Jahr eher in die andere Richtung.
Schließlich muss man auch als Optimist - Realist bleiben !
  
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