Dienstag, 29. November 2016

Das Zeitgeschehen

ist oft sehr schwer zu ertragen, insbesondere dann, wenn sich die negativen Schlagzeilen
häufen, die Krisen in der Welt zunehmen und das tagtägliche Leben beeinträchtigen.
Da ich mein Tagebuch (Blog) als Zeitdokument betrachte, schreibe ich also auch über
weniger erfreuliche oder beunruhigende Themen, die die Mehrzahl der BloggerIinnen
gerne meidet.
Während ich aufschreibe, wie ich die Lage im Land wahrnehme die sich mir keineswegs
als "heile Welt" darstellt, hüllen andere gerne das Mäntelchen des Schweigens
über das derzeitige Geschehen. Nur nicht unangenehm auffallen und unbeliebt machen.
Wenn ich mich in anderen Blogs umschaue, könnte man meinen, wir lebten in verschiedenen Welten.
Die einen beschreiben eine harmonische Welt aus Friede, Freude, Eierkuchen, in der es weder
Sorgen noch Zukunftsängste zu geben scheint, während ich eine völlig andere Realität
wahrnehme und nichts beschönige.



Natürlich geht es auch in "meiner eigenen Welt" friedlich zu.
Ganz besonders morgens, wenn der Tag nach einer wundervollen Sternennacht,
klar und frostig erwacht. Wenn die Sonne hinter dem Wald aufgeht
und den Tag in ein mattes Licht taucht. Wenn in der Stille des Waldes die ersten
leisen Geräusche zu vernehmen sind, die ersten Meisen das Vogelfutterhäuschen
anfliegen und Amseln, Spatzen und Rotkehlchen auf der Wiese aufpicken,
was die Meisen aus dem Futterhäuschen fallen lassen.
Wenn der heiße, köstlich duftend Kaffee meine Sinne belebt und ich dazu ein
frisches Brötchen genieße, dann ist meine kleine Welt im Wald noch in Ordnung.
Das ändert sich allerdings, sobald ich nach dem Frühstück die Schlagzeilen der
einschlägigen Online-Medien überfliege und den einen oder anderen Artikel lese.
Hier im Wald bin ich eigentlich so weit weg von diesem Geschehen und
gefühlt doch irgendwie mitten drin.



Während also im überwiegenden Teil der Bloggerwelt Friede, Freude, Eierkuchen herrscht,
gibt es da draußen tatsächlich eine Welt, die eine andere Realität widerspiegelt und
Grund zur Sorge bereitet. So sehen das auch die Menschen mit denen ich hier und da mal
ins Gespräch komme. Sie alle empfinden die Zustände im Land und in der Welt als sehr
besorgniserregend und meinen, dass auch in naher Zukunft keine Besserung in Sicht sei.
Im Gegenteil, die meisten schätzen die Situation in vielerlei Hinsicht sogar als bedrohlich ein,
insbesondere bei dem Gedanken, dass sich die befürchtete Flüchtlingswelle aus Afrika
mit Kurs auf Europa irgendwann in Bewegung setzen könnte.
Dass unsere Politiker die Lage im Griff hätten oder in Zukunft haben werden,
daran glaubt niemand mehr - egal wer die Wahl im nächsten Jahr gewinnen sollte.
Diese Befürchtung, wie auch die Fehler und Folgen der Flüchtlingspolitik äußern sie
jedoch nur hinter vorgehaltener Hand und nur gegenüber Menschen, denen sie vertrauen.
Wie so viele andere fürchten sie als rechtsradikal eingestuft zu werden.
So weit ist es bereits im Land - es herrscht so eine Art unterdrückter Meinungsfreiheit.

Bedenklich: Jeder zehnte Bewohner dieses Landes kann nicht richtig lesen
und schreiben. Wie wollen diese Menschen einen Beruf ausüben ?
Und es werden immer mehr !
Die Folgen für die Arbeitswelt und das Sozialsystem könnten verheerend sein.

Tja, und so vergeht ein Tag, der friedlich und erfreulich beginnt,
dem weniger friedliche und erfreuliche Schlagzeilen folgen.
Ein Tag an dem mir Menschen begegnen, die lieber schweigen und
die Realität verdrängen und Menschen, die ihre Meinung nicht mehr frei
äußern möchten.
Erfreulich, - der November ist in diesem Jahr alles andere als ein dunkler Monat.
Er ist überraschend hell, freundlich und zum Teil sogar sonnig.
So endet der Tag wie er begonnen hat -  friedlich und in aller Stille.
Und während die Sonne in der Abenddämmerung  hinter den Bäumen untergeht,
zieht auch der Frieden wieder im Wald und in meine Seele ein.

Ich liebe diese Winterabende mit diesen wundervollen sternenklaren Nächten,
in denen der Frost glitzert und mir der eine oder andere Stern zublinzelt,
während im Haus ein warmes Kaminfeuer auf mich wartet und auf dem Adventskranz
die 1. Kerze brennt. So schön !!!
Dann ist auch "meine kleine Welt"wieder in Ordnung !



Die Zeit für kleine Politik ist vorbei.
Schon das nächste Jahrhundert bringt den Kampf
um die Erdherrschaft.
Friedrich Nietzsche
(1844-1900)

~*~

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Kommentare:

  1. Liebe Laura, Dein Header-Bild gefällt mir so gut. Magst Du mir sagen, wo Du diesen tollen Kerzenhalter erstanden hast? Ist er aus Holz oder aus Keramik? Schon lange suche ich, bisher leider vergeblich, nach so einem geschmackvollen Exemplar. Würde mich über eine Antwort freuen.
    Grüße v. Gerlinde

    AntwortenLöschen
  2. Hallo, liebe Gerlinde,
    der Kerzenhalter ist aus Holz. Leider weiß ich nicht mehr genau wo ich ihn erstanden habe. Ich nehme aber an, dass er aus einem Gartencenter in Roermond stammt. Das ist allerdings schon ein paar Jahre her.
    Es tut mir leid, dass ich dir keine bessere Antwort geben kann.

    Liebe Grüße für dich und eine kuschelige Adventszeit
    Laura

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  3. Hallo Laura,
    es ist ganz lieb von Dir, dass Du mir geantwortet hast. Vielen Dank dafür. Vielleicht finde ich ja irgendwann einmal einen so zauberhaften Kerzenhalter!
    Herzliche Grüße an Dich und eine schöne Adventszeit!
    Gerlinde

    AntwortenLöschen
  4. Du wirst sicher einen ähnlichen Kerzenhalter finden, liebe Gerlinde.
    Die Auswahl ist heutzutage riesengroß.
    Ich drücke dir jedenfalls die Daumen und wünsche dir viel Erfolg bei der Suche. Manchmal findet man etwas auch, wenn man gar nicht danach sucht. Das nennt man Glück und dieses Glück wünsche ich dir ebenfalls.
    Nochmals liebe Grüße und alles Gute !
    Laura

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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