Dienstag, 4. Oktober 2016

Der Wald im Frühnebel

 Es gab sie tatsächlich schon, diese trüben, dunklen, morgendlichen Frühnebeltage.
Sie läuten meist die behagliche Zeit im Haus ein.
Nicht so in diesem Jahr, denn sobald sich der Frühnebel gelichtet hat,
kam die Sonne wieder zum Vorschein und lockte mich hinaus in den Garten.
 
 

 Auch wenn ich die warmen, sonnigen "Altbweibersommersonnentage" genieße,
so sehr liebe ich diese herbstlichen Nebeltage, die dem Wald und dem Garten
so eine mystische Atmosphäre verleihen.
Oft hängen die Nebelschleier tief über den Bäumen und Tannen, oder sie wabern über
dem See, der bewegungslos und glatt wie ein Spiegel in der morgendlich Stille ruht.
Im Nebelschleier eingetaucht, erscheint der Wald manchmal wie verzaubert.
Wie ein magischer, geheimnisvoller Ort, an dem sich allerlei Trolle und dunkle,
märchenhafte Gestalten, Feen, Elfen und Hexen,
(einer bin ich ja schon mal begegnet ;o) ) herumtreiben.

 

An solchen Tagen, wenn der Nebelschleier den Wald einhüllt und jegliches Geräusch verstummen
lässt, wenn in dieser fast unheimlichen Stille nur der krächzenden Rufton einer Krähe zu hören ist,
dann regt sich meine Fantasie und mir fallen auf Anhieb lauter Gänsehaut-Gruselgeschichten ein.
Es ist die Zeit und diese geheimnisvolle, mystische, manchmal auch melancholische Stimmung,
in der ich gerne mit einer Kanne Tee am Computer sitze und aufschreibe, was mir gerade so in den
Sinn kommt. Das können Kurzgeschichten, Gedichte und eben Texte für den Blog sein.
 

 
 
Es ist die Zeit, in der ich zwar immer noch gerne Spaziergänge mit den Knuddels unternehme,
aber in den kalten, teils regnerischen und stürmischen Jahreszeiten bin ich auch liebend gerne
Zuhause und gönne mir nach getaner Hausarbeit manchmal auch eine meiner geliebten
Couchkuschelleseundteestunden. Gerade an solchen Tagen, wenn es regnet und
stürmt oder schneit, fühle ich mich im Haus ganz besonders wohl und geborgen..
Den Garten und den Wald habe ich, wenn ich beim Schreiben aus dem Fenster schaue,
immer vor Augen. Wenn es regnet, wenn es stürmt oder wenn es schneit.
Und wenn ich dem Regen, dem Sturm oder den Schneeflocken dann eine Weile zuschaue,
regt sich wieder das Gefühl von Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit in mir.
Doch bevor die wirklich trüben und dunklen Novembernebeltage Einzug halten,
soll uns der Oktober ja noch supersonnige, goldene Tage bescheren.
Zu verdanken haben wir das Peter - dem "Hoch Peter".
Ich freue mich darauf und sage: Danke Peter !

Das Leben kann zu jeder Jahreszeit so schön sein !



Und dazu trägt auch mein kräftig gewachsenes, kugelrund gewordenes Rotkehlchen bei,
das regelmäßig ein erfrischendes Bad nimmt und ein paar
kühle Wassertröpfchen an der Vogeltränke genießt.

 *

Fang jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich.
~Seneca~

CARPE DIEM

~*~

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Kommentare:

  1. ja.... nun ist es eindeutig herbst geworden.

    Doch das habe ich schon während der heißen Septembertage vermutet, dass es, wenn diese viel zu warme Wetterlage vorbei ist, wohl ganz schnell Herbst wenn nicht sogar schon bald Winter werden wird

    lg gabi

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  2. Herrliche Nebelbilder, man findet zu jeder Jahreszeit schöne Momente.

    Das Foto mit dem kugelrunden Rotkehlchen ist herzallerliebst.

    Liebe Grüße
    von Anke

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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