Mittwoch, 24. Februar 2016

Wenn ich ein Vöglein wär


Würde ich dann einfach woanders hinfliegen ?
Nein, wohl kaum.
Obwohl, die Vorstellung, Flügel zu haben und einfach irgendwo hinfliegen
zu können, ist schon sehr verlockend.
Doch es ist müßig, darüber nachzudenken, denn ich bin ja kein Vöglein.
 
 
Vögel verkörpern für mich Freiheit.
Sie können, wenn sie wollen, mal eben so über eine Grenze
in ein anderes Land fliegen.
Menschen können das nicht.
Das heißt, Menschen können auch fliegen.
Allerdings nur mit Flugzeugen und nur mit entsprechenden Papieren.
Andere Menschen können das nicht. Diese Menschen müssen laufen.
Zu fuß laufen, auch in ein anderes Land, auch über Grenzen,
sogar ohne Papiere.
Menschen, die auf der Flucht sind. Menschen, die vor Krieg fliehen,
vor Krisen, vor Hunger oder Armut.
Sie hoffen auf ein besseres Leben, in einem anderen Land.
Sie besitzen meist nichts mehr oder nur sehr wenig.
Einen ganz winzig kleinen Anteil am gesamten Weltvermögen.
Die Hälfte des gesamten Weltvermögens befindet sich dagegen
im Besitz von nur 62 Menschen.
Es sind 62 superreiche Menschen, die ihr Geld für sich arbeiten lassen.
Ihr Vermögen vermehrt sich quasi von alleine.
Ist das gerecht ?
Ist das human gegenüber denen, die ausgebeutet werden ?
 
Milliarden von Menschen auf der Welt arbeiten hart und haben trotzdem nichts.
Kinder arbeiten hart und werden dadurch um ihre Kindheit gebracht.
Haben diese Menschen kein Recht auf ein menschenwürdiges Leben ?
 
Wer wegschaut, und diesen Menschen nicht in ihren jeweiligen Heimatländern
hilft und dafür sorgt, dass sie dort genug zum Leben haben,
der darf sich nicht wundern, wenn sich diese Menschen auf den Weg in
"reiche" Länder machen und eines Tages auch vor den Türen der
Reichen und Superreichen stehen.
Hilfe fängt bei Bildung an.
 
Wer nicht dafür sorgt, dass Kriege auf dieser Welt beendet werden
und Menschen in ihren Heimatländern in Frieden leben können,
Arbeit haben, ein Dach über dem Kopf, genug zu essen und zu trinken,
der darf sich nicht wundern, wenn diese Menschen Grenzen überschreiten
und in anderen Ländern auf ein besseres Leben hoffen.
 
Wenn derzeit 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind, sei es vor Krieg,
vor Armut, Verfolgung, vor Hunger oder anderen Katastrophen,
dann läuft auf dieser Welt etwas gewaltig schief und völlig aus dem Ruder.
Wer nicht will, dass die Welt in einem Desaster endet,
der darf nicht länger wegschauen, sondern muss dringend handeln.
Mit Reden und "runden Tischen" alleine ist es nicht mehr getan.
Auch mit gebetsmühlenartigen Wiederholungen von leeren Phrasen,
wird man nichts erreichen.
In äußerst kritischen Situationen ist dringendes Handeln das Gebot der Stunde !
Abwarten und Aussitzen funktioniert da nicht mehr !
 
Wenn ich ein Vöglein wäre .......
 
*
 
Wer zu lange weggeschaut hat und zu spät handelt,
den bestraft das Leben.
Und zwar direkt vor der eigenen Türe !
Genau das erleben wir zurzeit.
Jetzt ist das Geschrei auf allen Seiten, aus allen Ecken und
aus jeder Richtung groß !
Tja, Politiker agieren eben nicht mehr, sondern reagieren nur noch,
wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist.
Und nun wissen sie, die Politiker, allen voran Frau Dr. Angela Merkel,
überhaupt nicht mehr weiter. Sie bleibt stur bei ihrem: "Wir schaffen das!"
Obwohl Wolfgang Schäuble nun auch sagt:
"Falls die Anzahl der Flüchtlinge nicht deutlich reduziert wird,
schaffen wir das nicht mehr !"
 
Was für ein Chaos !
Was für ein irrsinniger Wahnsinn !
 
~*~
 
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