Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das Fest der Feste

 Allen, die hier reinschauen - auch den vielen treuen, "stillen" Leser/innen
wünsche ich von Herzen
Der Erzengel Gabriel verkündet der Jungfrau Maria die Ankunft des Herrn.


Gemälde von Robert Campin, einem flämischen Maler,
geboren um 1375 in Frankreich - gestorben 1944 in Belgien.


https://www.youtube.com/watch?v=8zIRUWPE7gs
Georg Friedrich Händel

aus: "Der Messias"
Denn siehe, Finsternis wird die Erde bedecken und großes Dunkel die Menschen:
Aber der Herr wird über dir aufgehen, und seine Herrlichkeit wird über dir erscheinen.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn sehet,
ich bringe euch frohe Botschaft von großer Freude, die allem Volk widerfahren wird:
denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.

Denn es ist uns ein Kind geboren, es ist uns ein Sohn gegeben, und die Herrschaft soll
auf seiner Schulter liegen, und sein Name soll heißen Wunderbar, Ratgeber,
der starke Gott, der ewige Vater, des Friedens Fürst.
  

Händels Werk - so schön !!!
Auf den Link klicken ! 

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Bilderquelle: Wikipedia/media

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Das Licht der Weihnachtskerzen




Kerzen in der Weihnachtszeit wärmen unsere Herzen.
Sie bringen Licht in die Dunkelheit.
Sie leuchten und strahlen in unsere Seele.
Sie ermahnen uns zur Ruhe zu kommen, innezuhalten.
Sie ermahnen uns zur Besinnung.
Sie geben uns Hoffnung, lassen uns an Wunder glauben,
an Liebe, Frieden und Gerechtigkeit,
an mehr Wärme in dieser kalten Welt.
Ein Weihnachtslicht, das um die Welt geht,
von einem zum anderen, von mir zu dir.
Möge es den Menschen, deren Angehörige diesem Wahnsinn
zum Opfer gefallen sind, Trost und Stärke schenken
und denen Kraft, die noch um ihr Leben ringen.
Möge das Licht den Zauber der Weihnachtszeit
hinaustragen in die Welt, die Herzen berühren
und wärmen.
 



Das Licht der Weihnachtskerzen ist ein Licht des Friedens !
 
Möge es die Machthaber aller Länder dieser Welt ermahnen,
endlich für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen.

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Dienstag, 20. Dezember 2016

Die Nanny

 Sie war alt und gebrechlich. Ihr Rücken krumm, ihre Hände von harter Arbeit gezeichnet.
Ihre schwarze Haut war von tiefen Falten durchfurcht und von der karibischen Sonne ausgetrocknet.
Sie wohnte in einem kleinen für die Insel typischen Chattelhouse, das sich ein wenig zur Seite
neigte und umzukippen drohte, würde es nicht von einer dickstämmigen Kokospalme abgestützt.
Das Häuschen lag an einer schmalen Straße und war umgeben von einem kleinen Garten,
in dem ein wenig Gemüse wuchs. Ein kräftiger Grapefruitbaum im hinteren, schmalen Teil
des Gartens warf einen angenehmen Schatten auf die brüchige Holzveranda.
Ihre Vorfahren stammten aus Afrika. Sie waren schon im 1700 Jahrhundert aus Westafrika
über den Atlantik in sogenannten Sklavenschiffen, in die Karibik umgesiedelt worden.
Dort wurden sie von reichen Plantagenbesitzer gekauft und für die schweren und anstrengenden
Arbeiten in den Zuckerrohrfeldern, den Baumwollfeldern und im Tabakanbau eingesetzt.

 


Nannys Vorfahren hatten, so wie sie selbst, zuletzt als Hauspersonal in den herrschaftlichen
Kolonialhäusern der Plantagenbesitzer gearbeitet. Sie war die Nanny meines Ex-Mannes.

Als wir das Auto an diesem Weihnachtsabend des Jahres 1976 am Straßenrand vor
der kleinen, baufälligen Hütte parkten, war es sehr heiß. Die Sonne brannte von einem
strahlendblauen Himmel, während der Passatwind vom Meer für ein eine leichte, erfrischende
Brise sorgte. Mit einem "Heiligen Abend" so wie ich ihn aus der alten Heimat kannte,
hatte das so gar nichts zu tun.
Als Nanny die Holztür von innen öffnete, schaute sie einen Moment lang etwas verwundert drein,
so, als traue sie ihren Augen nicht. Doch dann huschte plötzlich ein Lächeln über ihr Gesicht
und es schien, als würden ihre getrübten Augen plötzlich aufleuchten. Sie schien ihn erkannt
zu haben, ihren einstmals kleinen Schützling. Sie ging zwei Schritte auf ihn zu, nahm ihn in
ihre Arme und drückte ihn fest an sich. Aus dem geöffneten Autofenster konnte ich sehen,
dass ein paar Tränen über ihr faltiges Gesicht kullerten, als mein Ex-Mann einen großen Korb, vollgestopft mit allerlei Lebensmitteln, hinter ihr her in das kleine Chattelhouse trug.

Nach einer kurzen Weile kam er zurück und reichte mir zwei großen Pampelmusen durch das Autofenster. Dann umarmte er seine Nanny noch einmal und stieg danach zu mir ins Auto.

Nie vergesse ich das Bild, wie seine ehemalige Nanny, klein und zerbrechlich in einer
bunten  Kittelschürze, ein ebenso buntes Tuch um den Kopf gewickelt, in der Tür stand
und uns nachwinkte.

"Du wirst sehen, es sind die süßesten Grapefruits, die du jemals gegessen hast", sagte
mein Ex-Mann während der Fahrt. In der Tat, es waren die süßesten Grapefruit, die wir uns
wenig später am Strand der Ostküste mit Blick auf den tosenden Atlantik, an diesem
"Heiligen Abend" schmecken ließen.

Wenn ich heute eine dieser Grapefruits esse, denke ich manchmal an diese kleine Episode,
 an die Nanny, die uns am Heiligen Abend zwei Grapefruits schenkte, die süßesten Grapefruits
die ich jemals genießen durfte. Es ist nur eine meiner vielen schönen Weihnachtserinnerungen.
Die Weihnachtsgeschichte von Nanny und den beiden Grapefruits, die immer wieder ein
Lächeln in mein Gesicht zaubert.

Erst viel später erfuhr ich, dass diese süßen Grapefruits tatsächlich ein Geschenk der Insel
Barbados sind, denn dort sind sie irgendwann einmal zufällig aus der Kreuzung einer Orange
und einer "normalen" Pampelmuse, die ja eher bitter schmecken, entstanden.
  
 
~ Genau vierzig Jahre ist das nun schon her - Weihnachten 1976 auf der Insel ~

*

Obwohl Weihnachtsbäume so gar nicht  in die Karibik passen und daher auf der Insel
ganz und gar nicht üblich sind, durfte ich mich Weihnachten 1976 dennoch über
einen aus Kanada importierten Weihnachtsbaum freuen.
 
Ein paar alte Fotos habe ich zwar noch, aber diese wenigen Fotos sind im Original schon
ziemlich vergilbt, so dass sie beim Abfotografieren kaum zu verwenden sind.
Daher also die schlechte Bildqualität des unteren Fotos.

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Montag, 19. Dezember 2016

Weihnachtsfreude

Eine große Freude bereitet mir jedes Jahr das Schreiben der Weihnachtskarten.
Schon das Aussuchen der Karten ist für mich ein Highlight in der Adventszeit.
Es gibt so viele schöne Karten. Die Auswahl ist riesengroß. Jedes Mal, wenn ich die Karten so
durchsehe, fällt es mir immer wieder schwer, mich für die eine oder andere Karte zu entscheiden.
So hat sich im Laufe der Jahre ein Karton voller Weihnachtskarten angesammelt.
Da es jedes Jahr so viel neue schöne Karten gibt, so kommen auch jedes Jahr immer
wieder neue Karten hinzu. Karten für die Familie, für Freunde, für die Nachbarn,
Ex-Kollegen, für die Kinder usw.
 
 
 
Schon als Kind war es eine große Freude für mich, Weihnachtskarten an die gesamte
Verwandtschaft nah und fern zu schreiben und das waren damals wesentlich mehr, als heute.
Richtig andächtig war ich beim Schreiben. Ich habe mich immer sehr angestrengt, in meiner
schönsten Schrift zu schreiben und ja keinen Fehler zu machen.
Dieses vorweihnachtliche Ritual hat sich durch mein ganzes Leben fortgesetzt und so ist es
auch heute immer wieder eine Freude für mich, einen Nachmittag bei einer Kanne Tee und
selbstgebackenen Plätzchen, Weihnachtskarten zu schreiben,
Natürlich freue ich mich genauso, wenn auch ich viele bunte Weihnachtskarten im Briefkasten
finde. Doch leider scheint diese schöne Traditionen so ganz allmählich verloren zu gehen.
Besonders die jüngere Generation bedient sich viel lieber des Computers, des Tablets oder
Smartphones um Weihnachtsgrüße zu versenden und die Älteren telefonieren lieber.
Handschriftliche Karten zu versenden scheint nicht mehr "in" zu sein.
Eine SMS oder elektronische Grußkarte zu versenden, geht in unserer schnelllebigen Zeit
eben viel schneller, als sich in aller Ruhe hinzusetzen und sich die Zeit zu nehmen,
die Karten per Hand zu schreiben.
 
 
 
Ist es nicht viel liebevoller, einem Freund, einer Freundin, dem Nachbarn oder
den Ex-Kolleginnen zu Weihnachten eine Freude zu bereiten, in dem man ihr
oder ihm einen handschriftlichen Gruß zukommen lässt ?
Oder liegt es gar daran, dass sich heutzutage kaum noch jemand über eine handgeschriebene Weihnachtskarte freut ? Vielleicht weiß es auch kaum noch jemand zu schätzen,
dass sich ein anderer die Zeit genommen hat, eine Karte auszusuchen, sich hinzusetzen
und einen handschriftlichen, lieben Gruß zu verfassen.
Wenn ich meine Weihnachtskarten - oder auch Geburtstagkarten in den Briefkasten werfe,
stelle ich mir immer vor, wie sich der/die EmpfängerIin über diesen Gruß in seinem/
ihrem Briefkasten freut.
 
Ich freue mich jedenfalls immer sehr über Weihnachts- oder Geburtstagkarten,
gebe aber zu, dass es von Jahr zu Jahr weniger werden, was nicht zuletzt daran liegt,
dass viele liebe Menschen nicht mehr unter uns weilen.
 
Es wäre so schade, wenn diese schöne, alte Tradition Weihnachtskarten
per Hand zu schreiben und mit der Post zu versenden, verlorenginge.
Aber die Zeiten ändern sich. Das haben sie immer getan und letztendlich
wird man wohl mit der Zeit gehen und sich anpassen müssen -
auch wenn das nicht immer ganz leicht fällt.
Und ändern wird sich noch so einiges - ganz drastisch sogar -
aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

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Sonntag, 18. Dezember 2016

Die gute, alte Zeit

Wie oft habe ich meine Mutter und meine Großmutter über die gute, alte Zeit reden hören.
Über die Zeit nach dem Krieg, als es wieder aufwärts ging und die Menschen voller Zuversicht
in die Zukunft blickten. Als Kind oder Teenager hatte ich keine Vorstellung davon,
wie diese "gute, alte Zeit" wohl gewesen sein mochte.
 
Winterfrieden - wie aus der guten, alten Zeit
 
*
 
Meine Großmutter wurde 1895 geboren. Sie hat also gleich zwei Weltkriege miterlebt.
Meine Mutter, 1920 geboren, hat zwar "nur" den 2. Weltkrieg als junge Frau erlebt,
aber es waren Kriegszeiten, die man wohl kaum als "gute, alte Zeiten" beschreiben konnte.
Welche Zeit meinten sie also, wenn sie von der "guten, alten Zeit" sprachen ?
Was war es, was sie an der "guten, alten Zeit" so schätzten ?
Es mag ja sein, dass alles etwas ruhiger und gemächlicher zuging, aber komfortabel war diese
Zeit ganz sicher nicht. Vieles war sehr beschwerlich und die Arbeiten körperlich anstrengend.
Das hat sich im Zuge des technischen Forstschrittes im vergangenen Jahrhundert ganz
wesentlich verbessert - insbesondere im medizinischen Bereich.
Aber auch die Hausarbeiten wurden durch entsprechende Geräte und Maschinen so nach
und nach enorm erleichtert. Man denke nur an die Waschmaschine, den Kühlschrank,
den Staubsauger, die Heißwasserbereiter und Heizung. Der Komfort und eine deutliche
Verbesserung und Erleichterung nahmen auch in der Arbeitswelt zu.
Die Folgeschäden für die Umwelt und das Klima durch die Produktion all dieser Güter
und die der Automobile, wurden zu der damaligen Zeit allerdings nicht bedacht.
  
   
Eine friedliche Winter-Weihnachtswelt, wie ich sie als Kind noch erleben durfte.
Welch' ein Glück und welch' eine kostbare Erinnerung !
 
*
 
Welche Zeiten meinten sie also, wenn sie von der "guten, alten Zeit" sprachen.
Eine Zeit, wie auf den obigen Postkarten ?
Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, dann würde ich die Zeit bis vor ein paar Jahren,
auch als gute, alte Zeit bezeichnen, weil ich sie als unbeschwert, sorglos und unbekümmert
empfunden habe.
In der Nachkriegszeit, als Kind, empfand ich die Zeit ganz besonders behaglich und kuschelig,
obwohl wir im Vergleich zu heute, wirklich nicht viel besaßen. Anders als viele Menschen
heute, waren wir damals aber mit dem was wir besaßen, zufrieden. Damals, nach dem Krieg,
nahm die Lebensqualität von Jahr zu Jahr zu, während sie heutzutage durch den Werteverlust,
die Verrohung der Gesellschaft und die zunehmende Verunsicherung in der Bevölkerung
mehr und mehr abnimmt.
 
Auch später, als junge Frau, konnte ich mich überall frei bewegen, verreisen und abends
bedenkenlos mit einer Freundin unterwegs sein, ohne mich einer Gefahr ausgesetzt zu fühlen.
Inzwischen höre ich von vielen jungen Frauen, dass sie sich abends nicht mehr alleine
auf die Straße wagen. Das ist ein massiver Einschnitt in unser freiheitliches Leben.
In dem Zusammenhang bin ich mehr als erleichtert, dass man diesen Widerling von
Treppentreter endlich geschnappt hat und hoffe, man sperrt ihn für etliche Jahr hinter Gitter.
 
Die "gute, alte Zeit", wie ich sie noch bis vor ein paar Jahren kannte, scheint vorbei zu sein.
Die Menschheit scheint sich in die gegenteilige Richtung zu bewegen, aus der ein kein Zurück
mehr gibt. Stress und Hektik nehmen zu. Viele Menschen scheinen nur noch durch ihr Leben
zu hetzen. So, als seien sie auf der Flucht - der Flucht vor sich selbst. Seit Menschen sich
vom technischen Fortschritt abhängig gemacht haben, führen die meisten von ihnen ein Leben
auf der Überholspur. Alles muss schnell-schnell gehen, ja nichts versäumen, alles mitnehmen.
Das macht krank. "Zeit" ist zu einem kostbaren Gut geworden. Ein Gut, über das kaum noch
jemand in ausreichendem Maße verfügt.
 
Auch die Zeit, in der wir in diesem Land wie auf einer Insel der Glückseligen in Frieden
und Freiheit leben und uns wohl und sicher fühlten konnten, ist inzwischen Geschichte.
Krisenherde gab es zwar immer irgendwo auf der Welt und wird es immer wieder geben,
aber diese Krisen waren irgendwie weit weg, nicht so nah, nicht so bedrohlich.
 
 Wenn ich aus heutiger Sicht auf mein Leben zurückblicke bin ich sehr dankbar,
in einer für mich "guten, alten Zeit" - die ich aus heutiger Sicht immer auch mit
einem Hauch von Nostalgie in Verbindung bringe - gelebt zu haben.
Vielleicht sind heutzutage ganz einfach die Werte verlorengegangen, der Respekt der Menschen
voreinander, der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Viele Menschen blicken heutzutage im
Gegensatz zu früher, als es nach dem Krieg wieder aufwärts ging, eher sorgenvoll in die Zukunft.
 
Ja, aus meiner Sicht gab es sie einmal, die "gute, alte Zeit" !
Doch vielleicht ist es auch nur die Sehnsucht nach dieser einstmals zivilisierten Gesellschaft.
 Eine Gesellschaft ohne diese Verrohung, ohne den Werteverfall. Die Sehnsucht nach einer
Gesellschaft, die nicht von Stress und Hektik getrieben, von Hab- und Profitgier beherrscht,
vom Konsumzwang besessen und von Respektlosigkeit geprägt ist.
Eine Gesellschaft die nicht krank ist, sondern in der es Gerechtigkeit gibt und Tugenden,
wie z.B. Höflichkeit, Respekt und Rücksichtnahme noch von Bedeutung waren.
 
Gleichzeitig frage ich mich, ob Generationen nach uns, auch jemals Erinnerungen
an eine "gute, alte Zeit" haben werden ?
 
Die jetzige Zeit, in der Hass, Gewalt, Brutalität, Kriminalität, Chaos und
Unsicherheit immer mehr zunehmen, wird man später wohl kaum als
gute, alte Zeit bezeichnen können.
 
*
 
Obige Karten stammen übrigens noch aus der "guten, alten Zeit"
nämlich von meiner Mutter und Großmutter.
 
~*~
 
 
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Samstag, 17. Dezember 2016

I'm still dreaming ......

of a White Xmas - einem Winterwunderland wie vor sechs Jahren.

So schön kann Winter sein !
 



 
 Ein Traum in Weiß !
Aber nix is !
Was bleibt mir also anderes übrig, als - to keep on dreaming ;o) !
 
 Was wäre das Leben ohne Träume und die Hoffnung ?
 
 
~*~
 
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Freitag, 16. Dezember 2016

Quietschfidel

sind sie schon am frühen Morgen, die ersten Gartengäste.
Eine Meise am Fettfutter und links im Bild ein Buntspecht, der es auf die Meisen-Knödel
abgesehen hat.

*

Sie zwitschern und trällern, als stünde der Frühling vor der Türe.
Es ist eine wahre Freude, schon morgens früh, selbst im Winter von den
quietschfidelen Vögelchen begrüßt zu werden.

Auch herrscht bereits ein reger Flugverkehr rund um das Vogelfutterhäuschen
und das, obwohl die Temperaturen eher frühlingshaft sind.
Es gab zwar schon ein paar Frosttage, aber die gehören schon längst wieder
der Vergangenheit an.

Winterbeginn oder Frühlingserwachen ?

*

Die Aussichten für weiße Weihnachten und einen frostigen Winter
sind nicht gut !
Auf mein Bauchgefühl scheint kein Verlass mehr zu sein -
da war wohl doch eher Wunschdenken mit im Spiel :o).

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Dienstag, 13. Dezember 2016

Im Wandel der Zeit

  oder die Zeit im Wandel.
 
 
 
So, wie der Himmel dem Wandel der Zeit unterliegt und sich sein Erscheinungsbild
im Laufe eines Tages ändert, so unterliegen auch unser Planet Erde, unsere Welt
und wir Menschen dem Wandel der Zeit.
So, wie für den Himmel, den Planet Erde und unsere Welt ganz bestimmte Naturgesetze
dazu beitragen, dass ein ständiger Wandel stattfindet, so findet auch bei uns Menschen
ein Wandel statt. Allerdings mit dem Unterschied, dass wir rein körperlich zwar ebenfalls
bestimmten Naturgesetzen unterliegen, im Gegensatz zur Natur sind wir uns jedoch geistig
unserer Selbst bewusst.
Während unser Körper also im Laufe der Zeit einem ganz natürlichen Wandel unterliegt,
so können wir auf unseren geistigen Wandel selbst Einfluss nehmen. Dieser Wandel kann
jedoch nur durch andere Menschen vollzogen werden. Denn nur durch andere Menschen
nehmen wir uns selbst wahr und können uns dadurch selbst kennen lernen.
Am Verhalten anderer Menschen uns gegenüber, lernen wir unsere Stärken und unsere
Schwächen kennen. Wenn wir darauf achten, wie Menschen auf uns - und wie wir auf
andere Menschen reagieren, können wir daraus wichtige Erkenntnisse für unser eigenes
Leben und unsere geistige Entwicklung gewinnen.
Wir unterliegen dadurch einem ständigen geistigen Wandel - vorausgesetzt wir nehmen
uns Zeit zu denken und sind in der Lage, gewonnene Erkenntnisse auch praktisch in
unserem Leben anzuwenden bzw. nach diesen Erkenntnissen zu leben.
Im Laufe der Zeit, durchleben wir Menschen genau wie die Natur um uns herum,
einen ständigen Wandel - sowohl körperlich als auch geistig.



 
Leider trifft der geistige Wandel nicht auf alle Menschen zu, denn die Anzahl derer,
bei denen die Dummheit überwiegt weil sie nicht denken können oder wollen,
scheint drastisch zuzunehmen.
Am Benehmen eines Menschen erkennt man welch' Geisteskind er ist.
Das machen nicht nur die tagtäglichen Schlagzeilen sehr deutlich.
Wenn das so weitergeht,
bedeutet das für die Zukunft nichts Gutes.
 
*
 
Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.
 
Der Klügere gibt nach !
Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft
der Dummheit.
 
Marie von Ebner-Eschenbach
 
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Montag, 12. Dezember 2016

Wohlfühl-Licht


Licht tut so gut !



Mal ganz abgesehen davon, dass es uns Menschen ohne das Licht und die Wärme der Sonne
gar nicht gäbe, bin ich nun mal ein Kind der Sonne. An Tagen, an denen die Sonne scheint
fühle ich mich einfach viel wohler, als an grauen, trüben Tagen. Ich bin viel aktiver und habe
meist auch viel bessere Laune. Obwohl ich eigentlich so gut wie nie schlechte Laune habe.
An trüben Tagen neige ich eher zur Melancholie. An Sonnentagen bin ich dagegen
einfach heiterer. Das wird sicher vielen Menschen so gehen.

Wir Menschen fühlen uns im Licht der Sonne nicht nur wohler, Sonnenlicht ist in Maßen genossen,
auch gesund. Versorgt es uns doch mit dem lebenswichtigen Vitamin D, das wir über die Haut
aufnehmen. Vitamin D ist gut für die Knochen, die Muskeln und das Immunsystem.
Im eigentlich Sinne ist Vitamin D kein klassisches Vitamin, sondern eine Hormon-Vorstufe.
Da eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D alleine über die Nahrung kaum möglich ist,
sollten wir gerade jetzt in den sonnenarmen Monaten ganz besonders darauf achten,
genug Vitamin D zu uns zu nehmen.


Neben dem Aufenthalt im Freien, also einem täglichen Spaziergang an der frischen Luft,
sollten wir jetzt Vitamin D- reiche Nahrung zu uns nehmen. Viel Vitamin D steckt
z.B. in Advocados und Fisch, u.a. in Heilbutt, Hering, Lachs, Forelle und Aal.
Aber auch in Hühnereiern, Pilzen, Milch und Käse.



Oft macht sich ein Vitamin D-Mangel durch Schwindel, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen
und Leistungsabfall bemerkbar. Außerdem lässt die Fähigkeit, das Vitamin über die Haut
aufzunehmen, im Alter sehr nach. Auch wenn ich mich im Sommer fast täglich viele Stunden
draußen aufhalte und genug Sonne auch auf Vorrat tanke, so kommt der Aufenthalt im Herbst
und Winter an der frischen Luft auf jeden Fall zu kurz. Dafür steht dann abends öfter man Fisch
auf dem Speiseplan - und mittags eben mal eine Advocado.
Ich erinnere, dass meine Mutter mir in meiner Kindheit (sehr zu meinem Leidwesen) regelmäßig
einen Teelöffel Lebertran :-( verabreichte !




Ansonsten mag ich in der dunklen Jahreszeit am liebsten Kuschellicht im Haus.
Gedämpftes, weiches, warmes Licht. Viel Kerzenlicht und das Licht des Kaminfeuers.
Licht, welches gerade jetzt in der Weihnachtszeit eine behagliche Atmosphäre verbreitet -

Wohlfühllicht eben.

*

Kerzen in der Weihnachtszeit
Bringen Licht in die Dunkelheit.
Sie leuchten weit für Hoffnung und Frieden,
Sie bringen Wärme und Licht für die, die wir lieben.
Es öffnet die Türen und Herzen,
das helle Licht der Weihnachtskerzen.

© Ursula Evelyn

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Sehr hell leuchtete auch die Venus derzeit am südwestlichen Abendhimmel.
Vielleicht haben wir ja Glück und können in den kommenden Nächten
ein paar der Geminiden-Sternschnuppen entdecken.
Der Höhepunkt des Sternschnuppenschauers ist am Dienstag, 13.12. -
leider genau dann, wenn auch der Vollmond (14.12.) seine Bahn am Himmel zieht.
Es wird daher nicht dunkel genug und wahrscheinlich auch wieder bewölkt sein.

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Samstag, 10. Dezember 2016

Endlich mal wieder

 
ein sehenswerter Film im Fernsehen.
Eigentlich habe ich ihn gestern zufällig auf Arte gesehen, denn mir waren weder das Buch
noch die Autorin, Petra Durst-Benning, bekannt.
Es ist ein gelungenes "Vorweihnachtsgeschenk", welches nun auch das ZDF seinen Zuschauern
am kommenden Montag präsentiert.
Es lohnt sich wirklich, diesen Film anzuschauen, denn neben einer wahrlich großartigen
Geschichte bietet der Film "Die Glasbläserin" einen wunderbaren Einblick in das Leben
Ende des 19ten - Anfang des 20igsten Jahrhunderts.
 
 
Nachdem ich diesen Film also gestern Abend bereits auf Arte gesehen habe, werde ich ihn mir
am Montag 12.12., glatt noch einmal anschauen.
 
Inzwischen habe ich mich über die besagte Autorin ein wenig schlau gemacht und erfahren,
dass "Die Glasbläserin" der erste Band einer Trilogie ist, dem ein zweiter Band mit dem
Titel "Die Amerikanerin" und ein dritter Band mit dem Titel: "Das gläserne Paradies" folgten.
 
 
Auch wenn der erste Band der Trilogie nur indirekt etwas mit Weihnachten zu tun hat,
und die beiden letzten Bände bisher nur als Bücher erschienen sind,
so hoffe ich doch sehr, dass auch die beiden letzten Bände noch verfilmt werden.
Sie wären sicherlich ein ebenso wundervolles Weihnachtsgeschenk des ZDF's, welches
man nicht nur abends bei einem Glas Wein, sondern genauso gut nachmittags bei einer
Tasse Tee oder Kaffee und einem Tellerchen Weihnachtsgebäck genießen könnte.
 
Wer also den Film die "Die Glasbläserin" noch nicht gesehen hat,
der sollte dies unbedingt am Montagabend 20:15 im ZDF nachholen.
Es lohnt sich !
Eine vorweihnachtliche Freude der ganz besonderen Art !
 
Natürlich bin ich durch diesen Film nun verführt worden, einige Bücher
dieser Autorin zu bestellen. Da gibt es z.B. Bücher bzw. Trilogien mit den Titeln:
"Die Samenhändlerin", "Die Champagner-Königin", "So lange die Welt noch schläft",
"Bella Clara", Der Winterpalast", "Winterwind", Die Blütensammlerin",
"Die Zuckerbäckerin" uva.
 
Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber für kalte Wintertage sind solche
Geschichten genau das Richtige für mich, es mir bei einem Kaminfeuerchen,
heißem Tee und selbstgebackenen Plätzchen auf der Couch gemütlich zu machen.
Hach, gibt es was Schöneres ?
 
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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Und wieder .....

.... nun lässt aus dem Dunkeln
die Weihnacht ihre Sterne funkeln!
Die Engel im Himmel hört man sich küssen,
und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen...
So heimlich war es die letzten Wochen,
die Häuser nach Mehl und Honig rochen,
die Dächer lagen dick verschneit,
und fern, noch fern schien die schöne Zeit.
 
 
Man dachte an sie kaum dann und wann.
Mutter teigte die Kuchen an,
und Vater, dem mehr der Lehnstuhl taugte,
saß daneben und las und rauchte.
Da, plötzlich, eh man sichs versah,
mit einmal war sie wieder da.
 
Mitten im Zimmer steht nun der Baum!
Man reibt sich die Augen und glaubt es kaum...
Die Ketten schaukeln, die Lichter wehn,
Herrgott, was gibt’s da nicht alles zu sehn!
Die kleinen Kügelchen und hier
die niedlichen Krönchen aus Goldpapier!
 
Und an all den grünen, glitzernden Schnürchen
all die unzähligen, kleinen Figürchen.
Und über uns kommt es wie ein Traum,
ist nicht die Welt heut ein einziger Baum,
an dem Millionen Kerzen schaukeln?
 
 
 
Alte Erinnerungen gaukeln
Aus fernen Zeiten an uns vorüber,
und jede klagt: Hinüber, hinüber!
Und ein altes Lied fällt uns wieder ein:
O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!
(aus "Weihnachten" von Arno Holz)

 
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Montag, 5. Dezember 2016

Nun ist sie da !

Die NULL !
Die NULL, die ich einerseits gefürchtet habe und auf die ich andererseits neugierig war.
Die NULL, die einem plötzlich überdeutlich bewusst macht,
dass die verbleibende Wegstrecke absehbar ist.


 
Einerseits freue ich mich, es überhaupt bis hierher geschafft zu haben,
andererseits kommt auch Wehmut auf.
Wehmut, wenn ich z.B. an die NULL hinter der 5 denke.

Denn diese Fotos sind in dem Jahr entstanden, als die NULL noch hinter der 5 stand.
Nun steht die NULL wieder hinter einer Zahl und diese NULL macht deutlich,
dass es schon 20 Jahre her ist, als diese Fotos auf der Insel La Palma entstanden.
 
 
Zwanzig lange Jahre sind seitdem vergangen.
Mit 70 blickt man bereits auf ein recht langes Leben zurück.
Ein Leben voller Höhen und Tiefen. Ja, es war recht bewegt -  mein Leben.
Ich habe viel von der Welt gesehen, bin vielen netten und weniger netten Menschen
begegnet. Ich habe viele interessante und weniger interessante Menschen getroffen.
Viele von ihnen werden mir immer in Erinnerung bleiben.
Andere sind gute Freunde geworden, von denen mich einige schon seit 50 Jahren
durch mein Leben begleiten.
Es ist erstaunlich, an was man sich an manchen Tagen plötzlich so alles erinnert.
Vor ein paar Tagen wanderten meine Gedanken nach Berlin, wo ich sieben Jahre lebte.
Während ich also in Gedanken über den Ku-Damm bummelte, tauchten auf einmal
Reinhold W. Timm, der bekannte  Berliner Kunstmaler und Alexander Kerst vor
meinem geistigen Auge auf, mit denen ich so manchen Sommernachmittag bei einer
Tasse Kaffee im Cafe Möhring zusammensaß.
Inzwischen sind beide verstorben. Timmy im Alter von 69 Jahren schon 2001 und
Alexander Kerst starb 2010 im Alter von 86 Jahren.
Berlin war damals noch "gemütlich" - wie ein kleines Dorf, wo jeder jeden kannte.
Jedenfalls in bestimmten Kreisen mitten in der City.
Das ist jetzt genau 50 Jahre her.
Es passiert immer wieder, dass plötzlich Menschen vor meinem geistigen Auge auftauchen
und Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wecken. In solchen Momenten wird mir
immer bewusst, wie viele dieser Menschen, denen ich damals in Berlin begegnet bin,
inzwischen verstorben sind. Es waren tatsächlich viele Schauspielerinnen und
Schauspieler darunter. In ganz besonderer Erinnerung wird mir die Begegnung mit
Romy Schneider bleiben - eine ganz zarte, leise und zurückhaltende Persönlichkeit.
Berlin war damals DIE Film-Fernseh- und Modemetropole.
Es war eine schöne, aber auch verrückte Zeit - die Zeit in Berlin Ende der 60iger -
bis Mitte der 70iger Jahre - die berühmten 68iger Jahre, die Studentenrevolten,
die Flower-Power-Zeit.
 
Heutzutage würde ich nicht mehr in Berlin leben wollen, selbst wenn ich jung wäre.
Die Stadt ist lange nicht mehr das, was sie einmal war. Schade eigentlich !
Es war eben eine ganz andere Zeit. Das Cafe Möhring gibt es übrigens auch nicht mehr.
Das traditionsreiche Kaffeehaus wurde nach 102 Jahren, wegen zu hoher Mietkosten
im April 2000 geschlossen.
So schade !

Bis zum heutigen Tag hatte und habe ich ein Leben, für das ich sehr dankbar bin.
Ich habe ganz intensiv und bewusst mit allen Sinnen gelebt, wobei neben der
Berliner-Zeit, auch die vielen Jahre in der Karibik besonders erlebnisreich waren.
Ich habe so viele traumhafte Inseln erlebt. Inselparadiese, eins schöner als das andere !
So wundervolle Momente ! Momente, in denen ich vor lauter Freude und
Glückseligkeit die ganze Welt hätte umarmen mögen und auf der anderen Seite
Momente, in denen ich so unglücklich oder traurig war, dass meine Seele nicht
aufhören wollte, zu weinen und zu trauern.
Ich habe geliebt und gelacht, ich habe gelitten und geweint.
Ich habe viel falsch, aber auch viel richtig gemacht.
Die meiste Zeit habe ich jedoch auf der Sonnenseite meines Lebensweges verbringen dürfen.
Ich habe jeden Tag so genommen, wie er sich mir geboten hat - war mal ganz unten und mal
ganz oben - wie auf einer Achterbahn - immer in Bewegung und ich bereue absolut nichts.
Bis auf wenige Ausnahmen habe ich immer auf meine innere Stimme gehört und
mich durch nichts und niemanden manipulieren lassen.
Es war so abwechslungsreich und so turbulent, mein Leben.
Es war so voller Leben, so voller unvergesslicher Erlebnisse und Abenteuer.
Voller Glücksmomente und Momente des Bangens und Hoffens.
Voller Tragik und Komik, voller Dramatik und Überraschungen.
Voller Liebe und Leidenschaft, voller Tränen und Leid.
Voller Freude und voller Glückseligkeit. Mehr geht einfach nicht.
Ja, ich könnte ein Buch darüber schreiben. (Ein leider immer noch unvollständiges
Manuskript existiert bereits). Man könnte dieses Buch sogar verfilmen, weil es ein
sehr spannender Film wäre. Ein Film voller Liebe und Leidenschaft, voller Abenteuer und unglaublicher Erlebnisse. Allein die Begegnungen und Erlebnisse mit ganz
außergewöhnlichen Menschen vor der traumhaften Kulisse der karibischen Inseln,
wären schon filmreif.
 
Eigentlich war mein Leben wie ein Traum und gerade deshalb bin ich für die Erinnerungen
an mein vergangenes Leben so unendlich dankbar. Das Leben selbst schreibt tatsächlich die
großartigsten, spannendsten und abenteuerlichsten Geschichten - wenn man genug Mut
aufbringt und ein bisschen risikofreudig ist.
Es war bisher ein außergewöhnlicher Weg - mein Lebensweg, der mir nun im hohen Alter
diese Zufriedenheit und das Glück beschert, meinen letzten Lebensabschnitt auf dem Land,
inmitten der Natur und in " meinem" geliebten Garten verbringen zu dürfen.
Ich liebe diese Stille und ich freue mich über die Ruhe, die nun in mein Leben eingekehrt ist.
Jubel und Trubel, Massen von Menschen war noch nie mein Ding.
 
Vor allem bin ich dankbar, dass es mir auch heute noch gut geht und ich mich guter Gesundheit
erfreuen darf. Das wird nicht immer so bleiben, dessen bin ich mir bewusst, aber auch dann,
wenn es mir mal nicht mehr so gut gehen sollte, werde ich mich bemühen,
- so Gott will -
in Würde alt zu werden.
Noch fühle ich mich überhaupt nicht alt - auch mit 70 nicht !
  
 
An einem runden "hohen" Geburtstag blickt man halt gerne mal
auf sein bisheriges Leben zurück und ich blicke gerne auf mein Leben zurück.
Ich bin sehr dankbar, dass ich mich auf meinem Weg frei bewegen und in Frieden
und Freiheit leben konnte, was ja heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
 Jetzt, da ein neues Lebensjahr begonnen hat, hoffe ich dieses ebenfalls gesund, mit
Gelassenheit, Optimismus und Zuversicht, in Frieden und Freiheit leben zu dürfen.
 
Man bleibt jung, so lange man aufmüpfig ist, über sich selbst lachen kann
und das Leben liebt.

 
Ja, ich liebe das Leben, habe es immer geliebt -
daher fällt es mir auch irgendwie schwer mir vorzustellen,
dass es irgendwann - eines schönes Tages mal zu Ende sein wird.
Und dieser Tag wird unweigerlich kommen !
Wie gut, dass man nicht weiß,
wann es so weit sein wird.
 
 (Eins der letzten aktuellen Fotos - da war ich noch 67 :-) )
 
*
 
Den 70igsten gefeiert ?
Ein bisschen - aber nur weil es ein runder Geburtstag war.
 
*
 
Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren,
wollen klug sein und sind doch die größten Narren.
Martin Luther
 
 *
 
Wie wahr! Wie wahr !
 
~*~
 
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Sonntag, 4. Dezember 2016

Frostig

 
  

Die letzte Blüte ist im Frost erstarrt.
Ein heller Sonnenstrahl hat sie genarrt,
Versprach ihr Wärme, schönes Licht,
Doch der Wintertag hielt dies nicht.


 

Der Morgentau gefror zu Eis,
Die kleine Blüte färbt sich weiß
Und todesmatt den Kopf sie senkt,
Mit Wehmut an den Sommer denkt.
 
 
 
 
Nach einer sternenklaren Nacht begrüßt uns der 2. Advent mit Frost,
einem mattblauen Himmel und Sonnenschein.
Welch' ein schöner Morgen !
 
~*~
 
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