Montag, 30. November 2015

Naschkatzenzeit

Wer kann ihnen schon widerstehen,
diesen süßen, verführerischen Weihnachtsleckereien !
Die Advents- und Weihnachtszeit ist DIE Zeit
der Naschkätzchen, Naschkatzen und Naschkater.
 
 
 Es sind aber nicht nur die Weihnachtsplätzchen, die Lebkuchen,
die Vanillekipferl, das Spritzgebäck, Spekulatius, die Baumkuchenspitzen,
die Zimtsterne, das Schwarzweißgebäck und der Christstollen,
die mir in dieser vorweihnachtlichen Zeit besonders gut schmecken,
 
 
 
es sind auch die vielen Sorten Schokolade,
ob Winterschokolade, Nuss-Mandelschokolade, Nussnougatschokolade,
die vielen Pralinchen und die Schokoladenweihnachtsmänner und und ......


 
 
 
 
Diese vielen, kleinen, süßen Verführer gehören zu dieser Zeit einfach dazu.
Nie nasche ich so viel, wie zur Weihnachtszeit.
Und nie habe ich so wenig Bewegung, wie zu dieser Zeit.
Und was das für Auswirkungen hat,
lässt sich leicht vermuten - oder ?
 
Süßes tut ja sooooo gut und muss ab und zu einfach mal sein.
Genau wie eine heiße Tasse Schokolade (mit Sahne ;o) im Winter,
die ich hin und wieder in aller Ruhe genieße, wenn ich mit den Knuddels
nach einem Spaziergang an der frischen, kalten Winterluft nach Hause komme.
Dazu ein wärmendes Kaminfeuerchen und bei einem flackernden Kerzenlicht,
in den Sessel gekuschelt, durchs Fenster den Schneeflocken zuschauen,
wie sie vom Himmel rieseln.
 
 
Das sind wieder solche Glücksmomente,
die ich mir in der Adventszeit immer wieder gerne gönne.
 
Die Weihnachtsleckereien sind schon vorhanden.
Jetzt fehlt nur noch der Schnee, von dem leider weit und breit noch nichts zu sehen ist.
Dafür hat es in der vergangenen Nacht so heftig gestürmt und geschüttet,
dass ich aufgestanden bin und zugeschaut habe, wie die Bäume und Tannen unter
jeder Sturmböe ächzten und der Regen waagerecht durch den Garten gegen das Haus
peitschte. Gegen Morgen ließ der Sturm dann endlich nach.
 
 
 
 Das hier ist leider schon ein paar Jahre her.
Doch ich hoffe und wünsche mir, dass wir auch in diesem Winter
wieder durch ein so schönes, weißes Winterwunderland
spazieren dürfen.
 
~*~
 
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Samstag, 28. November 2015

Goldwolken

 Das Intensive höher als das Extensive schätzen.
 
 
 Die Vollkommenheit besteht nicht in der Quantität, sondern in der Qualität.
 
 
Alles Vortreffliche ist stets wenig und selten.
Baltasar Graciàn.
 
 
Selten sind auch diese Goldwolken.
Ob sie vortrefflich sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Faszinierend sind sie allemal -
die ins goldene Licht der Sonne gehüllten Wolken.
 
 
 
Die Natur ist voll von solchen Wundern.
Es gibt allerdings immer noch Menschen,
die all diese Wunder nicht wahrnehmen !
Sie starren lieber auf ihr Smartphone.
Das ist so traurig!
Bemerken sie denn gar nicht,
was ihnen alles entgeht und
dass sie so am realen Leben vorbei leben ?
Dieses versäumte Leben lässt sich
nie wieder nachholen !
 
~*~
 
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Freitag, 27. November 2015

Eisblumen

Es sind solche Momente, die Freude bereiten.
Diese Momente, ganz früh am Morgen, wenn der Garten nach einer
sternenklaren, frostigen Vollmondnacht mit einer glitzernden Zuckerschicht erwacht.
 
 
Wenn all die kleinen Eiskristalle in der frühmorgendlichen Sonne glitzern
und den bevorstehenden Winter ankündigen.
 


Diese frühe, noch ganz stille Morgenstunde genieße ich ganz besonders.
Meist gehe ich gleich hinaus in den Garten, um die Vogelhäuschen mit frischem Futter
aufzufüllen, denn sie sind jetzt schon sehr hungrig, die kleinen Piepmätze.
Auch die Eichhörnchen sehe ich jetzt immer öfter die Bäume raufklettern oder
von Ast zu Ast springen.
 


Es sind solche Momente, in denen das beunruhigende Weltgeschehen in den
Hintergrund tritt und nur der Moment zählt.
Diese Momente der Freude, die so glücklich und zufrieden stimmen,
und der Seele Frieden schenken.
 
~*~
 
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Montag, 23. November 2015

Frohsinn

will noch nicht so recht aufkommen. Es ist eher so ein getrübter Frohsinn.
Das Weltgeschehen lässt derzeit einfach keinen unbeschwerten Frohsinn zu.
Und dabei ist am kommenden Sonntag schon der 1. Advent und
in vier Wochen ist Weihnachten - das Fest der Liebe und der Lichter.
 
 
 
 
Doch irgendwie ist alles anders in diesem Jahr. Die Welt hat sich verändert.
Das Leben für die Menschen in der Welt, in Europa und unserem Land hat sich verändert.
Während wir uns auf diese friedvolle Zeit freuen und von Frieden auf Erden
und den Menschen ein Wohlgefallen singen, gibt es (Un)-Menschen,
die genau das Gegenteil von Frieden, Freude und Liebe, erreichen wollen.
Sie wollen den Weltfrieden stören, sie wollen Terror, Chaos und Angst verbreiten.
 
 
 
Doch genau das sollten wir nicht zulassen.
Ich bin zwar nicht dafür, nach dem Motto: " Jetzt erst recht! " zu leben,
weil man mit einer solch kindlichen Trotzreaktion gar nichts erreicht.
Ich bin viel mehr dafür, sich die Freude am Leben und an der Advents- und
Weihnachtszeit nicht nehmen zu lassen und ganz fest daran zu glauben,
dass das Gute über das Böse siegen wird.
 

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine so stimmungsvolle und heimelige Zeit
und das Weihnachtsfest eine so wunderschöne, alte Tradition, dass mir jedes Jahr
um diese Zeit immer wieder ganz warm ums Herz wird.
Der helle Schein der vielen Kerzen und die Advents- und Weihnachtslieder
bringen so viel Licht und Wärme in die dunkle und kalte Jahreszeit.
Und das sollten wir uns nicht nehmen lassen.

 
Gerade jetzt in diesen dunklen Zeiten brauchen wir die hellen Lichter umso mehr.
Mögen die Lichter der Weihnacht nie erlöschen.
Mögen sie gerade in diesem Jahr zur Weihnachtszeit ganz besonders hell leuchten
und unsere Herzen warm und froh machen.
Mögen die Lichter allen Menschen Frieden bringen und
Hoffnung schenken.
Möge der Weihnachtslichterglanz und sein helles Friedenslicht in die Finsternis
dieser Welt strahlen und den dunklen Mächten Einhalt gebieten.
 
Zünden wir in diesen dunklen Zeiten eine Kerze an.
Das Licht ist nicht nur ein Symbol für die Liebe,
das Gute, den Frieden und die Gerechtigkeit -
mit diesem Licht kehrt auch der Frohsinn und
der Weihnachtszauber in unser Leben zurück.
 
Wenn ich dann noch dieser Stimme lausche,
dann ist meine eigene kleine Welt wieder
in Ordnung.
 
~*~
 
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Samstag, 21. November 2015

Lichtblicke der Hoffnung



 

Wenn es eine die Natur übersteigende Verblendung ist,
zu leben ohne zu erforschen,
was man ist,
so ist es eine grauenhafte Verblendung,

 
 
 
 böse zu leben,
während man an Gott glaubt.
Blaise Pascal

*
Wer im Namen einer Religion Kriege führt
und unschuldige Menschen tötet,
der begeht nicht nur ein brutales Verbrechen an der Menschheit,
sondern immer auch eine Gotteslästerung.
Wer unschuldige Menschen im Namen einer Religion ermordet,
der dient dem Teufel und wird weder ins Paradies,
noch in den Himmel kommen,
sondern elendig in der Hölle schmoren.
 *
 
 Mensch werden ist eine Kunst,
doch nicht jeder ist ein Künstler.
 
Die Lichtblicke der Hoffnung
dagegen wird es immer geben.
 
~*~
 
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Donnerstag, 19. November 2015

Der Blick zurück

 in den Sommer und die Rosenzeit.
Sie waren schön, die Sommertage. Es hat so gut getan, draußen auf der Terrasse
zu sitzen und Tee zu trinken.
 
 
Die Vögelchen zu beobachten, den Wolken, die am blauen Himmel vorüberziehen,
nachzuschauen und in den Tag zu träumen. Einfach nur das DASEIN und
den Sommer zu genießen, nichtahnend, was da ein paar Monaten später
auf uns zukommen sollte.

 
 Denn kaum näherte sich der Sommer seinem Ende zu, da trübten schlechte Nachrichten
den Tag und wollen seither kein Ende mehr nehmen.

 
Wie schnell sich doch alles ändern kann.
Die Ereignisse in diesem Land, in Europa und der Welt scheinen immer chaotischer zu werden.
Manchmal frage ich mich, wie ich mich verhalten würde, wenn ich noch jung wäre und zum
Tanzen in eine Disco gehen oder ein Konzert besuchen wollte. Wenn ich mit der U-Bahn oder dem Zug fahren müsste. Wenn ich in den Urlaub fliegen möchte oder ganz einfach in einer Großstadt
leben würde. Ich bin mir absolut sicher, dass ich nicht mehr sicher sein könnte,
dass nicht irgendetwas passiert.

 
Ein ungutes, mulmiges Gefühl wäre bestimmt mein ständiger Begleiter,
auch wenn seitens der Politik alles für unsere Sicherheit getan wird.
Die Gefahr, dass etwas passieren kann, besteht nun mal.
Mir tun die jungen Menschen leid, die ihr Leben noch vor sich haben, die gerne ausgehen,
die Spaß haben, in Urlaub fliegen, Konzerte und Fußballspiele besuchen möchten.
Die jetzt die Weihnachtsmärkte besuchen oder in die Kaufhäuser zum Shoppen möchten.
Das alles unbeschwert und ungetrübt tun zu können, wird nicht ganz leicht fallen.
Ich bin sicher, dass sich unser aller Leben verändern wird, auch wenn viele von uns
noch trotzig und wütend auf das Geschehene reagieren.
Spätestens wenn weitere Anschläge stattfinden, wird auch die Angst überwiegen.
Hoffen wir, dass das nicht geschieht und verhindert werden kann.

 
Es bringt nichts, jetzt in Trübsal zu versinken oder sich den Tag durch
all diese Geschehnisse und schlechten Nachrichten, verderben zu lassen.
Ich habe beschlossen, mich wieder den schönen und lebenswerten Dingen im Leben
zuzuwenden. Glücklicherweise hilft mir der Monat November sogar dabei.
Ist er doch lange nicht so trüb, grau, regnerisch und nebelig, wie man es von ihm
gewohnt ist. Der übliche November-Blues fällt in diesem Jahr aus !
Er ist mild gestimmt, hell und sogar sonnig. An manchen Tagen war es so warm und
sonnig, dass man meinen konnte, der Frühling sei im Anmarsch.
Schmetterlinge, Wespen und Mücken waren unterwegs.
Die Vögelchen zwitscherten, die Rosen öffneten noch ein paar Knospen
und blühen wieder, genau wie einige Hortensien.
Erst seit zwei Tagen kommen die ersten Herbststürme auf und fegen die letzten Blätter
von den Bäumen.
Und für das Wochenende wird uns der Wintereinbruch vorhergesagt.
Na ja, das wird sicher nur ein kleines Einbrüchlein sein,
denn ein paar Schneeflöckchen machen ja noch lange keinen Winter.
 
Eine gemütliche Teestunde wird es allerdings wie immer geben -
sogar mit ein paar Xmas-Cookies - sprich Mandelspekulatius und
dem ersten Baumkuchen.
Da kommt doch gleich wieder Freude auf !
 
Ein bisschen Vorweihnachtsfrieden gefällig ?
Bitteschön:
 
 
 
Diese Beispiele von Desktop-Weihnachts-Hintergründen findet man im Netz.
Wenn man bei Mr. Google nach Xmas-Desktop-Wallpaper sucht,
findet man diese schönen, stimmungsvollen Bilder, die man kostenlos downloaden darf,
um sie dann auf dem eigenen PC zu verwenden.
Man kann seinen PC sogar so einstellen, dass diese Bilder als Diashow angezeigt
werden.
Das ist sooooo schön und friedlich
J
 
~*~
 
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Dienstag, 17. November 2015

Manchmal sehne ich mich

in diesen unsicheren Zeiten in die Geborgenheit meiner Kindheit zurück.
 
 
Manchmal wandern meine Gedanken zurück in die Zeit, in der ich als Kind völlig
unbeschwert in den Tag hinein leben konnte. In die Zeit, in der ich mich um nichts
kümmern musste und nichts meinen Tag trüben konnte.
In die Zeit, in der ich mich einfach nur geborgen und behütet fühlte.
In die Zeit, in der ich nach Herzenslust spielen konnte, ob mit den Puppen,
der Puppenstube, dem Kaufladen, oder den Stofftieren. Als Kind lebt man wirklich
im Hier und Jetzt. Als Kind macht man sich keine Gedanken um die Vergangenheit
oder die Zukunft. Man ist einfach nur da und lebt. Nie ist man lebendiger,
als in der Kindheit.
Man entdeckt die Welt und staunt über all die Wunder in dieser Welt.
 
 
Gerne denke ich manchmal an die Zeit zurück, in der Kind-Sein wirklich noch Kind-Sein
bedeutete. An die Zeit, in der ich mit meinem Bruder den ganzen Tag zu jeder Jahreszeit
im Freien verbringen konnte. Rollschuh oder Schlittschuh laufen.
Mit anderen Kindern Verstecken oder Räuber und Gendarm spielen oder mit den Puppen
und dem Puppenwagen auf der Wiese hinter dem Haus.
Was war das für ein Vergnügen, im Winter Schneemänner zu bauen, im Schlosspark zu rodeln
und eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Danach mit roten Wangen nach Hause zu laufen,
wo ein warmes Abendessen wartete und wir den Eltern beim Essen von dem fröhlichen
Treiben berichteten.
Und bin ich mal hingefallen und habe mich verletzt, wie gut hat es dann getan,
wenn Mutter mich in den Arm nahm und die Wunde mit viel Liebe versorgte.
Nie habe ich mich als Kind geborgener gefühlt, als in den Armen meiner Mutter.

 
Aber auch der kleine Ort in dem ich aufgewachsen bin, hat mir ein Gefühl
von Geborgenheit vermittelt. Die Menschen die dort lebten kannten sich.
Sie waren alle dort geboren, aufgewachsen, hatten geheiratet und Kinder bekommen.
Es waren Nachbarn, von denen viele Freunde fürs Leben geworden sind.
Sie halfen sich gegenseitig und waren immer für einander da.
Sie waren froh und freuten sich, dass der Krieg vorbei war und es im Land
wieder aufwärts ging. Alle blickten zuversichtlich in die Zukunft.
Alle fühlten sich wieder wohl und geborgen in unserem Land, unserer Heimat.
 
Heutzutage hat sich das alles wieder ins Gegenteil verkehrt.
Niemand fühlt sich angesichts der Terrorgefahr noch sicher in diesem Land.
Einige sprechen von Krieg. Andere sogar von einem dritten Weltkrieg.
Kaum jemand scheint noch zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.
Viele haben Angst und sind verunsichert.
Nicht zuletzt auch der vielen Flüchtlinge wegen, die zu hunderttausenden in unser Land
strömen und von denen niemand wirklich weiß, wer sie sind und wer genau da zu uns kommt.
Schließlich genügt ein einziger Terrorist, der zusammen mit den anderen Flüchtlingen
in unser Land kommt und hier einen Anschlag verüben könnte.
 
In Zeiten der Globalisierung und des World-Wide-Web, der unbegrenzten
Möglichkeiten in der digitalen Welt, hat inzwischen kaum noch jemand den Eindruck,
dass es in unserem Land, in Europa und der Welt aufwärts geht.
Eher drängt sich mir der Eindruck auf, dass es mit dem unaufhaltsamen digitalen
und technischen Fortschritt, dem Turbokapitalismus, den geopolitischen Problemen,
und dem undurchschaubaren Dschungel der Banken- und Börsenwelt,
auf diesem Globus immer weiter bergab geht.
Alles in allem sieht es derzeit tatsächlich nicht gut aus auf unserem Globus,
aber -
es bleibt immer auch die Hoffnung, dass wieder bessere und
friedlichere Zeiten kommen - auch wenn das noch sehr lange dauern kann.
Diese Hoffnung jedoch sollten wir auf keinen Fall aufgeben.
 
Stärker sein als der Terrorismus, als diese Barbaren -
lautet die neue Devise.
Auch wenn diese Barbaren, diese Unmenschen ein Gefühl der Wut in mir auslösen,
meine Lebensfreude lasse ich mir von diesen Irren nicht nehmen.
Leider hat man diese Irren schon viel zu lange gewähren lassen.
Nicht unsere Welt ist krank,
es sind all die Irren die in dieser Welt ihr Unwesen treiben, die krank sind !
 
*
 
Manchmal träume ich mich in die friedliche, behütete Zeit meiner Kindheit
und in die Arme meiner Mutter zurück.
Allein dieser Gedanke gibt mir ein Gefühl von Sicherheit
und Geborgenheit.
 
~*~
 
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Samstag, 14. November 2015

Unsere Zeit


 
Unsere Zeit, in der alle festen Formen des irdischen Lebens
in Schwanken und Umbildung sind,
ist auch eine Zeit des Ringens um die ewigen Fragen.


 
Gewiss gibt es auch heute noch Stumpfe und Gleichgültige,
die an diesen Fragen vorübergehen.
 
 
 
Edith Stein
(1891-1942)
 
Ein wahrlich schwarzer Tag, dieser Freitag, der 13. in Paris.
 
~*~

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Dienstag, 10. November 2015

Die Wahrheit

 Die Wahrheit ist in dieser Zeit so sehr verdunkelt,
und die Lüge so allgemein verbreitet,
dass man die Wahrheit nicht erkennen kann,
wenn man sie nicht liebt.
    
Blaise Pascal - Quelle: Wikimedia Commons
 
Dieses weise Zitat von Blaise Pascal trifft auch heute noch mehr denn je zu.
Wenn ich in der letzten Zeit so die Nachrichten lese oder sie mir im TV anschaue,
dann stelle ich mir immer öfter die Frage, ob überhaupt noch jemand
an der Wahrheit interessiert ist.
Ich denke dabei an die Fifa, den DFB, den VW-Konzern, an die sportlichen Events,
an Dopingfälle bei den Olympischen Spiele, der Tour de France,
an diverse Konzern- und Bank Manager, an die Steuerhinterzieher,
an all die Saubermänner und Frauen,
die in der Öffentlichkeit stehen, in Kameras lächeln und von Moral reden.

Ich frage mich, was das für Vorbilder für unsere Gesellschaft sind.
Die, die so viel Geld verdienen und dennoch den Hals nicht vollkriegen.
Die sich über Regeln und Vorschriften hinwegsetzen, lügen und betrügen,
ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich frage mich, ob diese Saubermänner und Frauen überhaupt noch in den Spiegel
schauen können, ohne vor Scham, Schuldgefühlen und Gewissensbissen zu erröten.
Ich frage mich, wie abgebrüht und skrupellos jemand sein muss,
die Öffentlichkeit so zu betrügen und zu belügen.

Wie können diese Menschen von Werten in einer Gesellschaft sprechen,
wenn sie selbst sich gleichzeitig an keine Werte mehr halten.
So etwas wie ein schlechtes Gewissen scheint es für manche Menschen
einfach nicht mehr zu geben.
Sind Lug und Betrug inzwischen gesellschaftsfähig geworden ?
Was kann man da von "den kleinen Bürger|innen" noch erwarten ?!

Die guten Zeiten in diesem Land und in der Welt
scheinen endgültig vorbei zu sein.
Es wird immer schwieriger,
die Welt und die Menschheit zu verstehen,
geschweige denn, die Wahrheit zu erfahren.

*

Blaise Pascal lebte von 1623 bis 1662 und schon in dieser Zeit scheint es
mit der Wahrheit so eine Sache gewesen zu sein.
Bedauerlich ist, dass sich in knapp 400 Jahren daran nichts geändert hat.
Lernt die Menschheit eigentlich nie dazu ?




Nachdem ich das hier geschrieben habe, erfuhr ich,
dass Helmut Schmidt im Alter von 96 Jahren gestorben ist.
Damit ist ein weiteres Leben - und eine Ära zu Ende.
Er war ein herausragender Politiker, eine große Persönlichkeit,
ein kluger und weiser Mann. Er war "mein" Kanzler.
Möge er in Frieden ruhen.
 
 ~*~
 
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Glücklichsein ist ein Talent

Ja, das ist es wirklich.
Man muss Talent haben, sein Leben so zu gestalten,
dass man glücklich und zufrieden ist.
 


Glücklich sein, zufrieden sein, Freude am Dasein zu haben,
ist nicht selbstverständlich - es ist die Einstellung zum Leben
und hängt von unseren Gedanken ab.
Wenn wir die richtige Einstellung zum Leben gefunden haben,
werden wir auch inneren Frieden finden.
Wenn wir gelassen und heiter bleiben und
nichts unsere Stimmung trüben kann,
wenn wir uns überwinden können,
alles Negative aus unserem Leben zu verbannen,
dann können wir unser Glück und unser Dasein
auch genießen. 
 

 
Wer allerdings nur das Negative sieht,
verschließt sich selbst den Zugang zu einem glücklichen und zufriedenen Leben.
Glücklich ist man, wenn man mit dem was man hat zufrieden ist
und zu sich selbst steht.
Wenn man mit seinem Leben, so wie es ist, rundum zufrieden ist.
 
 
 
Es ist daher wichtig, herauszufinden, was uns glücklich und zufrieden macht.
Wenn wir das herausgefunden haben und wir im Rahmen unser Möglichkeiten
danach streben, dann steht auch unserem Glück und unserer Zufriedenheit
nichts mehr im Wege.
 

 Manche Menschen machen den Fehler und vergleichen sich mit anderen Menschen
von denen sie meinen, dass diese glücklicher sind, als sie selbst.
Sie werden also versuchen, so zu sein wie diese Menschen, oder das haben zu wollen,
was diese Menschen haben.
Sie werden sich so kleiden wollen, so wohnen wollen,
das gleiche Auto haben wollen u.s.w., u.s.w.
Doch je mehr sie sich nach anderen Menschen richten und andere nachahmen,
desto mehr verlieren sie ihre eigene Persönlichkeit und ihr Selbstvertrauen.
Sie entfernen sich immer weiter von sich selbst, anstatt bei sich selbst zu bleiben
und so zu sein, wie sie sind - ihrem ganz eigenen Naturell entsprechend.
Das hat dann oft zur Folge, dass sie genau das Gegenteil von dem erreichen,
was sie eigentlich wollten.
Statt glücklich und zufrieden zu sein,
werden sie immer unglücklicher und unzufrieden.
 
 
 
Oft ist es gerade die Freude an den kleinen Dingen,
die uns besondere Glücksmomente schenken.
Es sind Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann.
Es sind Dinge, die wir oft übersehen, weil uns der Blick und das Gefühl dafür fehlen.
Ich gebe zu, dass das in jungen Jahren schwieriger ist, weil man sich ja noch
auf der Suche befindet - vor allem auf der Suche zu sich selbst.
Vielen Menschen fehlt auch die Zeit und Muße, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen,
herauszufinden, was sie glücklich und zufrieden macht -
ganz besonders heutzutage - in unserer schnelllebigen und unsicheren Welt.
Da ist es wesentlich einfacher, sich nach anderen zu richten, das nachzuahmen,
was andere vormachen. Sich der Meinung anderer anzuschließen.
So nach dem Motto: Wenn alle das gut finden, kann es ja nicht schlecht sein.
So ist es aber nicht - es ist nur viel einfacher, weil es einem selbst das Denken erspart.
Gerade heutzutage ist es so wichtig, sich eine eigene Meinung zu bilden,
alles zu hinterfragen, nicht alles blindlings zu glauben.
Glück und Zufriedenheit hat viel mit Beobachten, mit Denken und Erfahrungen zu tun.
Je früher man also anfängt über sich, das Leben und die Menschen nachzudenken,
desto mehr Erkenntnisse gewinnt man.
Und genau diese gewonnenen Erkenntnisse stellen für das weitere Leben
eine große Bereicherung dar.
 
Es gehört tatsächlich ein gewisses Talent dazu,
Erkenntnisse zu gewinnen, die zu einem glücklichen und
zufriedenen Leben verhelfen.
 
 
Man sollte sich also wirklich Zeit nehmen,
um dieses Talent in sich zu entdecken, zu wecken
und zu fördern.
Viel Glück !
 
~*~
  
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Sonntag, 8. November 2015

Von wegen grau und trüb !

Mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlos blauen Himmel kommt er daher, der November.
Sie hätten nicht schöner leuchten können, die Farben des Herbstes auf dem Friedhof
an Allerheiligen am vergangenen Sonntag.
Sie leuchteten so unsagbar schön vor dem Hintergrund des Himmel, dass es eine wahre Freude war.
Und die Sonne lachte dazu so hell und so warm, als wollte sie noch einmal demonstrieren,
dass ihr auch Anfang November die Kraft nicht ausgegangen ist.
Frühling statt grauer November - Wärme statt nasskalte Regentage.
Heute, eine Woche später sollen uns immer noch bis zu 21 Grad erwarten.
Ein wahrlich heller und goldener, wenn auch sehr ungewöhnlich milder November -
jedenfalls bisher.
 






 
Wir müssen nicht klagen, dass alles vergänglich sei.
Das Vergänglichste, wenn es wahrhaft berührt,
weckt in uns ein Unvergängliches.
 
Friedrich Hebbel
 
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Mittwoch, 4. November 2015

Der Mond ist aufgegangen

Die letzten Vollmondnächte sind zwar schon wieder eine Weile her,
aber sie waren wie immer - traumhaft.
 
 
Manchmal stehe ich in solchen Nächten ganz leise auf, um weder Prof. Herrchen
noch die Knuddels zu wecken und schleiche mich hinaus in den Garten.
Gut, dass mich dort niemand beobachten kann, denn wenn ich mir selbst so vorstelle,
wie ich da so alleine in der Dunkelheit stehe und den Mond anstarre,
dann läge die Vermutung schon nahe, ich könne mondsüchtig sein.
In gewisser Weise bin ich das ja eigentlich auch, denn ich liebe diese Nächte,
diese stillen, von einem magischen Zauber umwobenen Nächte.
Ein ganz besonderer Zauber geht in diesen Nächten von den Wolken aus,
wenn sie sich langsam vor den Mond schieben und den Garten
in dieses diffuse, weich schimmernde Licht tauchen.
 
 
 
Richtig mystisch, ja fast ein wenig unheimlich wird es, wenn dann irgendwo im Wald
noch ein Käuzchen ruft, oder es irgendwo im Gebüsch oder im Laub leise raschelt.
Faszinierend sind Mondnächte allemal - auch jetzt in klaren Novembernächten.
 
 
 
Am 7. November stehen Jupiter, Mars und Venus besonders dicht beieinander.
Man kann sie ganz früh am Morgen, wenn der Himmel klar ist, besonders gut am
südöstlichen Himmel entdecken.
 
Jedes Mal, wenn ich den Mond inmitten all der funkelnden Sterne und Planeten anschaue,
kommt mir das Lied:
"Der Mond ist aufgegangen" in den Sinn. Meist summe ich es sogar leise vor mich hin.
Dieses Lied weckt sofort Kindheitserinnerungen in mir und vermittelt mir das Gefühl von
BEHÜTET-SEIN, von BESCHÜTZT-SEIN, von GEBORGEN-SEIN.
Bilder an frostige Winterabende in meinem Elternhaus tauchen vor meinem geistigen Augen auf.
Bilder, von einer warmen Stube, vor deren Fenster dicke Schneeflocken vom Himmel rieseln.
Ich sehe den alten Ofen, in dem knisternd das Holz im Feuer lodert, welches mein Vater
in passende Scheiten gehackt hat.
Ich sehe meine Mutter in der Küche am Herd stehen, das Abendessen zubereiten,
während mein Vater in der Stube neben der Leselampe im Sessel sitzt, eine Pfeife raucht
und in der Zeitung liest. Diese Winterabende waren so heimelig.
Manchmal war das Radio eingeschaltet. Hin und wieder hörte ich den Suchmeldungen
des Roten Kreuzes zu. Eine Frauenstimme las die Namen von Vermissten vor.
Namen von Frauen, Männern und Kindern, die auf der Flucht verlorengegangen waren,
oder von Soldaten, die nicht aus dem Krieg heimgekehrt sind.
Das alles scheint heute so unendlich lange her - und doch ist es, als wäre das alles
erst gestern geschehen - so gegenwärtig sind die Erinnerungen an diese Nachkriegszeit
auch heute noch für mich.
 
Auch heute sind wieder Menschen auf der Flucht. Auf der Flucht vor Kriegen
und Chaos, vor Hunger und Armut. Auf der Flucht in ein besseres Leben.
Die Menschheit hat nichts aber auch gar nichts aus zwei Weltkriegen gelernt.
Dieser Planet bietet alle Voraussetzungen für ein friedliches Leben
in jedem Land dieser Welt.
Die Machthaber dieser Welt sollten sich endlich verpflichtet fühlen, allen Kriegen,
 dem Hunger und der Armut, ein Ende zu setzen und der jeweiligen Bevölkerung
ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.
Kein Mensch auf dieser Welt sollte in der heutigen Zeit mehr hungern und
kein Mensch sollte heutzutage noch wie in Zeiten des Mittelalters leben müssen.
Jeder Mensch sollte ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben in seinem
jeweiligen Heimatland haben und weder vor Krieg, Hunger oder Armut
aus seiner Heimat flüchten müssen.
 
So lange die Fluchtursachen auf dieser Welt nicht beseitigt werden,
so lange werden Menschen auch weiterhin in die Länder flüchten,
in denen ihnen ein besseres Leben geboten wird.
Wann werden die Machthaber dieser Welt das endlich kapieren !?
 
*
 
Der Mond wird auch weiterhin jeden Abend aufgehen und die
goldenen Sternlein hell und klar am Himmel prangen.
Und der Wald wird auch weiterhin schwarz und schweigend stehn
und der weiße Nebel aus den Wiesen steigen.
Ich liebe diese Kinderlied - erinnert es mich doch an die wunderbar
heimelige und behütete Zeit meiner Kindheit.
 
 
 
Möge der Tag für alle Kinder dieser Welt kommen, an dem sie in Frieden und Freiheit
aufwachsen können. An dem sie in ihrer jeweiligen Heimat ein Dach über dem Kopf haben,
nicht mehr hungern müssen und friedlich in ihrem eigenen Bett einschlafen können.
 
Das, was derzeit mit den Flüchtlingen in Europa und in diesem Land geschieht,
kann auf Dauer keine Lösung sein.
 
Ein lesenswerter Artikel:
 
 
~*~
 
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