Dienstag, 3. Februar 2015

Das Veilchen mit dem roten Köpfchen

  kommt keineswegs aus den Alpen, sondern aus Kleinasien.
Es wächst dort in den bergigen Gegenden der Länder Israel, Libanon, Jordanien
und Syrien. Daher ist es auch unter dem Namen "Persisches Alpenveilchen" bekannt.
 
 
Hier werden sie weiter kultiviert, sind aber nicht winterhart.
Nur das wild wachsende Alpenveilchen, das tatsächlich aus den Süd- und Ostalpen
stammt, ist winterhart. Es wird allerdings nicht in die Zucht mit einbezogen
und da es sehr selten ist, steht es auch unter Naturschutz.
Das Zimmer-Alpenveilchen gehört zur Familie der Primelgewächse und kann
bei guter Pflege zwischen 25 und 30 Jahre alt werden.
Es gibt sie in so vielen Farben. Nicht nur in rot, sondern auch in weiß,
hellrosa, rosa, pink, dunkelrot und sogar mehrfarbig.
 

 Im Haus mag ich sie am liebsten in weiß.
Im Garten und auf dem Friedhof pflanze ich sie lieber in den kräftigeren Farben,
weil sie auch im Herbst noch so ein hübscher Farbtupfer sind und
gut zum Tannengrün passen.

 

 
Auch in Blumenkästen, Blumenschalen, Körben und Töpfen sehen sie sehr hübsch aus und bringen noch ein wenig zusätzliche Farbe zwischen die immergrünen Pflanzen.

 
Mit Blumen und Pflanzen umzugehen, sie zu pflegen und zu vermehren,
bereitet mir einfach viel Freude.
Und das muss in der Familie liegen.
War doch ein Vorfahre väterlicherseits tatsächlich Gärtner,
Hofgärtner sogar, der nebenher auch noch Botanische Bücher und
Zeitschriften verfasste.
Leider konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, um welchen königlichen
oder kaiserlichen Hof es sich handelte, auf dem er tätig war.
Mütterlicherseits waren alle Vorfahren ausnahmslos Bauern.
Das lässt sich bis Anfang 1500 lückenlos zurückverfolgen.
Ich habe meinen Hang zur Natur und zum Gärtnern also vielleicht schon
mit in die Wiege gelegt bekommen.
 
Am meisten beeindruckt bin ich allerdings immer noch von diesem einen
ganz bestimmten Urahnen väterlicherseits, der Mitte des 17. Jahrhunderts
im Alter von nur 31 Jahren zum Abt eines Zisterzienserkloster gewählt wurde
und dies bis zu seinem Tod, 27 Jahre lang blieb.

Er hat in seinen jungen Jahren den 30jährigen Krieg miterleben
müssen und musste sogar, als sich die Schweden seiner bemächtigen wollten,

nach Linz fliehen.
Er soll sehr tüchtig gewesen sein. So hat er eine Apotheke und eine Brauerei
errichten lassen und diverse Schriften verfasst.
So jedenfalls ist es auf der heutigen Webseite des Klosters zu lesen.
Wahrscheinlich wurde er deshalb zum Ritter geadelt,
so wie sein Bruder Jacobus und sein Neffe Franziskus, der in späteren

Jahren ebenfalls Abt in diesem Kloster wurde.
Was für interessante Persönlichkeiten !
Das alles liegt nun schon knapp 400 Jahre zurück.

Dank des Internets lässt sich heute viel über diverse Vorfahren in Erfahrung bringen. 
  
Zu gerne wüsste ich, wie diese Vorfahren aussahen, was für Menschen
sie waren und wie sich ihr Tagesablauf im Kloster gestaltete.
Ach, hätte ich doch damals nur einmal Mäuschen sein können !
Ob Klöster vielleicht deshalb so eine Faszination auf mich ausüben ?
Ich liebe es, Biographien von interessanten Persönlichkeiten
zu recherchieren und wenn es sich dann noch um die eigenen Vorfahren
handelt, ist es natürlich doppelt so spannend.

Was das Alpenveilchen damit zu tun hat?
Eigentlich nichts - nur dass das Persische Alpenveilchen etwa um die gleiche Zeit
nach Europa gekommen ist, als der junge George zum Abt gewählt wurde -
Mitte des 17. Jahrhunderts.
 
~*~
 
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Kommentare:

  1. Mir gefallen die Farben...

    Liebe Grüsse
    Sabine

    AntwortenLöschen
  2. Sie sind wirklich wunderschön und im Garten immer eine Augenweide.
    Pflanzen und Blumen können sie viel Freude bereiten.
    Danke für Deine lieben Besuche und Worte !
    Liebe Grüße schickt Dir
    Laura

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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