Mittwoch, 18. Februar 2015

Ein Tag Leben

Ein Tag Leben ist wertvoller als ein Berg Gold.
Asiatische Weisheit
 
 

Keine Schneeflocke fällt jemals auf den falschen Platz.
Asiatische Weisheit
 
 
Wenn wir nicht ganz wir selbst sind, wahrhaft im gegenwärtigen Augenblick,
verpassen wir alles.
 
Asiatische Weisheit
 
 
 
Noch ist die Zeit der Rosen im Garten nicht gekommen, noch lange nicht,
aber die Freude darauf ist schon da.
 
Jetzt ist erst einmal die Zeit gekommen
eine Pause einzulegen -
auf unbestimmte Zeit.
 
 
~*~
 
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Dienstag, 10. Februar 2015

Schon zum zweiten Mal

 schenkte sie uns eine Blüte, diese Amaryllis.
Die ersten Blüten habe ich samt Stiel bereits vor zwei Wochen abgeschnitten
und bald danach trieb völlig unerwartet ein neuer Blütenstiel aus,
der noch einmal drei dieser schönen weißen Blüten hervorbrachte.
 
 
Diese Farben grün und weiß verbinde ich auch mit
 
HOFFNUNG UND FRIEDEN -
 
vielleicht weil mich das Weiß, derzeit an eine Friedenstaube denken lässt.
Wie gerne würde ich eine solche Taube zu all denen schicken,
die Kriege führen und Kriege führen wollen.
Ich würde all diese Menschen daran erinnern wollen,
dass Kriege keine Lösung sind, um Probleme in dieser Welt zu lösen.
Ich würde sie bitten wollen, diesen Wahnsinn endlich zu stoppen
und an die vielen unschuldigen Menschen und an die Kinder zu denken,
die sich nicht wehren können.
Scheint es doch tatsächlich in Europa mal wieder um die Frage
von Krieg oder Frieden zu gehen.
Was bleibt uns da anderes übrig, als

  
HOFFNUNG ZU HABEN, DASS DIE VERNUNFT SIEGEN WIRD !
 
 
  
 Mögen alle Menschen, die für einen Krieg verantwortlich sind,
endlich mal zur Besinnung kommen und jeden Krieg auf der Welt beenden
und in Zukunft verhindern.
 
Kriege braucht kein Mensch !
 
Die Menschen auf dieser Welt haben ein Recht auf Frieden.
Will denn wirklich niemand aus der Vergangenheit lernen ?
Es sind doch immer die ärmsten der Armen und die Kinder, die unter Kriegen leiden !
Warum ist auf dieser Welt kein Frieden möglich ?
 
STOPPT KRIEGE UND SORGT FÜR FRIEDEN !
 
 
 
Was für Zeiten !
Es scheint kein gutes Jahr zu werden, dieses 2015.
 
 
~♥  FRIEDEN  ♥~

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus:
Er lud alle Künstler ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte
eine hohe Belohnung bekommen.
Die Künstler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König
ihre Bilder.
Aber von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König nur zwei.
Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.
Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees.
In dem See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und
man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden.
Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.
Das zweite Bild war ganz anders.
Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl.
Über den Bergen jagten sich am grauen Himmel wütende Wolkenberge und
man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und
fast auch den Donner krachen hören.
An dem einen Berg stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe.
Keiner, der das Bild sah, kam auf die Idee, dass es hier um den Frieden ging.
Aber der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch,
der auf der zerklüfteten Felswand wuchs.
In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut.
Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort
saß der Muttervogel auf seinem Nest – in perfektem
Frieden.
 
 Welches Bild gewann den Preis?
Der König wählte das zweite Bild und begründete das so:
"Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen:
Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt.
Wirklicher Frieden bringt Hoffnung und heißt vor allem,
auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen,
ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben."
Verfasser leider unbekannt.
 
~*~
 
Wie gut, wenn man ein kleines Nest, einen kleinen Ort des Friedens,
der Stille und der Ruhe in dieser chaotischen Welt gefunden hat.
 
 
~*~
 
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Montag, 9. Februar 2015

Winterfest !

Der Winter machte sich hier im westlichsten Westen bisher „nur“ mit einem
einzigen ziemlichen starken Schneeschauer bemerkbar, der zwei-drei Stunden anhielt,
den Garten und Wald kurzzeitig in eine weiße Winterwelt verzauberte und
dann auch gleich wieder verschwand.
Er trödelt und dümpelt so vor sich hin mit seinen Temperaturen so um plus-minus 0 Grad,
ohne so richtig in die Gänge zu kommen.
 Dafür zwitschern die Vögelchen umso lauter, was sich schon ein bisschen wie
Vorfrühling anhört, zumal sich im Garten auch das erste „Grün“ aus der Erde wagt.
Leider macht sich die Sonne noch ziemlich rar, aber das ändert sich mit jeden Tag.
Glücklicherweise macht mir der Lichtmangel nichts aus, weil ich viel
an der frischen Luft bin und ordentlich Sauerstoff tanke.
 
 

Außerdem achte ich auch auf mein leibliches Wohl.
Aber nicht nur, denn es ist genau so wichtig, auf das Wohl von
Körper, Geist und Seele zu achten.

"Man sollte sich selbst nicht so wichtig nehmen" – heißt es oft so schön.
Würde ich dem folgen, wäre das genauso, als würde ich das Denken anderen überlassen.
Es wäre so, als würde ich andere bestimmen lassen, was wichtig für mich ist.
Aber natürlich muss ich mich selbst wichtig nehmen !
Wenn ich mich selbst nicht wichtig nehme, wer soll es dann tun?
Schließlich bin ich alles, was ich habe!

Ich selbst muss ja auch die Verantwortung für mein Leben übernehmen
und wie soll ich das, wenn ich mir selbst gleichgültig bin?
Es gibt allerdings auch Menschen, die die Verantwortung für ihr eigenes Leben
ganz gerne mal auf andere abwälzen.
Das wäre dann wieder der einfache und bequeme Weg.
Auf jeden Fall ist es aber spannender, sein eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen
und selbst zu bestimmen, wo der Weg lang geht.
 

  
 
 
Nur für andere ist es einfacher, wenn wir uns selbst nicht so wichtig nehmen,
weil sie uns dann umso leichter manipulieren könnten.
Und das lassen wir ja häufig genug auch mit uns geschehen. 
Wir müssen uns um uns selbst kümmern, um unsere Gesundheit,
unser Wohlergehen, unsere Zufriedenheit, unser Glück.
Wer sonst, wenn nicht wir selbst, sollte das wohl für uns übernehmen ?

 
Das Leben selbst sollte man dagegen nicht so ernst nehmen – sondern versuchen,
es auf eine spielerische Art und Weise zu betrachten, mit mehr Humor,
mit mehr Heiterkeit und Gelassenheit –
und nicht alles auf die Waagschale oder Goldwaage legen.
Das ist nicht immer einfach - gerade in der heutigen Zeit,
in der die Welt immer mehr zu einem Tollhaus zu verkommen scheint.
Umso wichtiger ist es, sich die Lebensfreude nicht nehmen zu lassen
und eine positive Einstellung zum Leben beizubehalten.

 
 
Auf die Gesundheit zu achten ist wichtig, aber nicht nur,
denn es ist genauso wichtig, auf das Wohl des Körpers zu achten.
Viele achten zwar auf eine gesunde Ernährung, vernachlässigen aber ihren Körper.
Andere achten mehr auf ihr Aussehen, vernachlässigen aber ihre Seele.
Und wieder andere achten zwar auf ihre Gesundheit und ihren Körper,
vernachlässigen aber ihren Geist.
Doch erst wenn alles im Einklang ist,
Körper, Geist und Seele,
erst dann fühlen wir uns wohl und gesund.
 
Wie oft tun wir aber genau das Gegenteil:
Fastfood  statt   gesunde Ernährung,
Chillen und Abhängen   statt   Fitness und Spazierengehen,
Unterhaltung, Fernsehen und Computer   statt   Denken und Meditieren,
Stress und Hektik   statt   Muße und Ruhe.

Einer Studie zufolge sitzen wir 7 Stunden am Tag!
Dass das nicht gesund ist, muss man wohl niemandem erklären.
 Erst wer sich ZEIT für das WICHTIGSTE nimmt, nämlich für sich SELBST,
der wird sich auch in seiner Haut wohlfühlen.
Und wer sich in seiner Haut wohlfühlt, der strahlt das auch nach außen aus.
Wer aber frustriert ist und versucht, sich mit einer Tafel Schokolade,
oder ein paar Gläschen Wein aufzuheitern,
der wird schnell feststellen, dass der Frust auch dann noch vorhanden ist,
wenn die Wirkung der kleinen Ersatz-Seelentröster verflogen ist.
(Außerdem bergen diese kleinen "Seelentröster" einen hohen Süchtigkeitsfaktor in sich).
Erst wer wirklich zufrieden ist und sich wohlfühlt in seiner Haut,
der wird auch diese kleinen "Sünden" ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
oder an seine Figur denken zu müssen, richtig genießen können.

 
 
Um sich nicht nur in den grauen Wintermonaten wohl und zufrieden zu fühlen,
sondern das ganze Jahr über, bedarf es eben mehr,
als nur diese kleinen, scheinbaren Glücklich-Macher.

Es bedeutet, statt sich "gehen-zu-lassen", sich "nicht-wichtig-zu-nehmen",
(was wieder der einfache, bequeme Weg wäre),
sich in Disziplin zu üben und den eisernen Willen aufzubringen,
den inneren Schweinehund zu bekämpfen
und ihn letztlich zu besiegen.
Wer das schafft,
für den gibt es keine grauen Wintertage mehr,
weil er selbst nach außen strahlt ;o))
 
 Tja, dann werde ich mich jetzt mal
um meinen inneren Schweinehund kümmern.
Der zittert schon :o))


Aber bitte mit Sahne !
Mal sehen, was der innere Schweinehund dazu sagt.
 
~*~
 
 
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Freitag, 6. Februar 2015

Verlorene Zeit

 
 
 
Zeit !
 
Keine Zeit zu leben !
Keine Zeit für Träume !
Keine Zeit für Freunde !
Keine Zeit zu genießen !
Keine Zeit zu denken !
Keine Zeit zu verlieren !
Keine Zeit verschwenden !
Keine Zeit verschenken !
 
Keine Zeit für die Zeit !
Keine gute Zeit !
 
Die Zeit festhalten ?
Zeit gewinnen ?
 
 Was ist verlorene Zeit ?
 
~*~
 
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Mittwoch, 4. Februar 2015

Blau, blau, blau

nein, nein, nicht der Enzian blüht, d.h. doch schon, aber jetzt noch nicht.
Ich meinte eigentlich den Himmel, der sich heute samt Sonne mal wieder
von seiner aller schönsten Seite zeigte.
 
 
Von seiner strahlend blauen Seite nämlich.
Strahlendes Blau und Sonnenschein - was für eine Freude !
Ja, man mag es kaum glauben, aber es gibt sie noch,
sowohl den blauen Himmel, als auch die Sonne.
Wenn auch nur einen halben Tag lang, aber dafür waren die
Strahlen der Sonne schon richtig schön warm.
Sie auf der Haut, im Gesicht zu spüren, war ein ganz wunderbares Gefühl.
Zu lange mussten wir sie entbehren, diese warmen, hellen Strahlen.
 
 
Sie waren so schön warm, diese Strahlen,
dass ich meine Augen schloss und das Gesicht eine ganze Weile
in diese wärmenden Strahlen hielt.
Hach, das hat richtig gut getan!
 
 
Bei meinem Bummel durch den Garten, den ich ausnahmsweise mal ohne
die Knuddels unternahm, folgte mir wenig später die Amsel über den
raugereiften Rasen auf der Suche nach geeigneten Fotomotiven.
 
 
 
 Sie selbst schien auch nicht abgeneigt, als ein solches zu fungieren.
Bereitwillig ließ sie sich direkt vor meinen Füssen
von allen Seiten ablichten.
 So ganz nebenbei hatte sie aber auch ein Auge auf meine Hand,
ob sich der nicht doch noch ein paar Rosinen ablocken ließen.
 
Inzwischen hat sich der Himmel leider schon wieder zugezogen.
Dicke graue Wolken schieben sich jetzt von Westen her vor die Sonne
und hüllen den Nachmittag wieder in das zurzeit übliche langweilige Grau.
 
 
 
Doch heute habe ich mal wieder diesen winzigen, klitzekleinen Hauch
von einem ganz, ganz leise aufkommenden Vorfrühlingsgefühl gespürt.
 
Lange wird es jetzt nicht mehr dauern und dann fängt die
Gartenzeit wieder an.
Ich freu mich so darauf !
Es gibt eben immer irgendetwas,
worüber und worauf man sich freuen kann.
Die nächste Freude wird jetzt
mein geliebter Tee sein :o).
 
 
~*~
 
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Dienstag, 3. Februar 2015

Das Veilchen mit dem roten Köpfchen

  kommt keineswegs aus den Alpen, sondern aus Kleinasien.
Es wächst dort in den bergigen Gegenden der Länder Israel, Libanon, Jordanien
und Syrien. Daher ist es auch unter dem Namen "Persisches Alpenveilchen" bekannt.
 
 
Hier werden sie weiter kultiviert, sind aber nicht winterhart.
Nur das wild wachsende Alpenveilchen, das tatsächlich aus den Süd- und Ostalpen
stammt, ist winterhart. Es wird allerdings nicht in die Zucht mit einbezogen
und da es sehr selten ist, steht es auch unter Naturschutz.
Das Zimmer-Alpenveilchen gehört zur Familie der Primelgewächse und kann
bei guter Pflege zwischen 25 und 30 Jahre alt werden.
Es gibt sie in so vielen Farben. Nicht nur in rot, sondern auch in weiß,
hellrosa, rosa, pink, dunkelrot und sogar mehrfarbig.
 

 Im Haus mag ich sie am liebsten in weiß.
Im Garten und auf dem Friedhof pflanze ich sie lieber in den kräftigeren Farben,
weil sie auch im Herbst noch so ein hübscher Farbtupfer sind und
gut zum Tannengrün passen.

 

 
Auch in Blumenkästen, Blumenschalen, Körben und Töpfen sehen sie sehr hübsch aus und bringen noch ein wenig zusätzliche Farbe zwischen die immergrünen Pflanzen.

 
Mit Blumen und Pflanzen umzugehen, sie zu pflegen und zu vermehren,
bereitet mir einfach viel Freude.
Und das muss in der Familie liegen.
War doch ein Vorfahre väterlicherseits tatsächlich Gärtner,
Hofgärtner sogar, der nebenher auch noch Botanische Bücher und
Zeitschriften verfasste.
Leider konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, um welchen königlichen
oder kaiserlichen Hof es sich handelte, auf dem er tätig war.
Mütterlicherseits waren alle Vorfahren ausnahmslos Bauern.
Das lässt sich bis Anfang 1500 lückenlos zurückverfolgen.
Ich habe meinen Hang zur Natur und zum Gärtnern also vielleicht schon
mit in die Wiege gelegt bekommen.
 
Am meisten beeindruckt bin ich allerdings immer noch von diesem einen
ganz bestimmten Urahnen väterlicherseits, der Mitte des 17. Jahrhunderts
im Alter von nur 31 Jahren zum Abt eines Zisterzienserkloster gewählt wurde
und dies bis zu seinem Tod, 27 Jahre lang blieb.

Er hat in seinen jungen Jahren den 30jährigen Krieg miterleben
müssen und musste sogar, als sich die Schweden seiner bemächtigen wollten,

nach Linz fliehen.
Er soll sehr tüchtig gewesen sein. So hat er eine Apotheke und eine Brauerei
errichten lassen und diverse Schriften verfasst.
So jedenfalls ist es auf der heutigen Webseite des Klosters zu lesen.
Wahrscheinlich wurde er deshalb zum Ritter geadelt,
so wie sein Bruder Jacobus und sein Neffe Franziskus, der in späteren

Jahren ebenfalls Abt in diesem Kloster wurde.
Was für interessante Persönlichkeiten !
Das alles liegt nun schon knapp 400 Jahre zurück.

Dank des Internets lässt sich heute viel über diverse Vorfahren in Erfahrung bringen. 
  
Zu gerne wüsste ich, wie diese Vorfahren aussahen, was für Menschen
sie waren und wie sich ihr Tagesablauf im Kloster gestaltete.
Ach, hätte ich doch damals nur einmal Mäuschen sein können !
Ob Klöster vielleicht deshalb so eine Faszination auf mich ausüben ?
Ich liebe es, Biographien von interessanten Persönlichkeiten
zu recherchieren und wenn es sich dann noch um die eigenen Vorfahren
handelt, ist es natürlich doppelt so spannend.

Was das Alpenveilchen damit zu tun hat?
Eigentlich nichts - nur dass das Persische Alpenveilchen etwa um die gleiche Zeit
nach Europa gekommen ist, als der junge George zum Abt gewählt wurde -
Mitte des 17. Jahrhunderts.
 
~*~
 
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Montag, 2. Februar 2015

Die ewige Suche


Wir sind unser Leben lang auf der Suche.
Ohne uns dessen unbedingt bewusst zu sein, sind wir Menschen immer
auf der Suche. Auf der Suche nach Bestätigung und Anerkennung, nach Liebe.
Auf der Suche nach der Wahrheit, der Suche nach unserer Herkunft,
nach dem Sinn des Lebens, nach Menschen, die uns verstehen.
Wir sind auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit und
gehen dabei oft durch Höhen und Tiefen.
 
 

Eigentlich sind wir dabei aber auf der Suche nach uns selbst.
Und wenn wir uns gefunden und uns selbst kennen gelernt haben,
dann müssen wir es schließlich auch noch mit uns selbst aushalten können.
Doch genau das fällt uns oft so schwer. Und weil wir es nicht mit uns alleine
aushalten, laufen wir immer wieder vor uns selbst davon.
Wir lenken uns ab, stürzen uns ins Vergnügen. Wir bloggen oder daddeln.
Wir beschäftigen uns mit allen möglichen Dingen, nur nicht mit uns selbst.
Besonders schwer fällt es uns, unsere "dunkle Seite" zu akzeptieren.
Wir müssen aber lernen, uns so zu akzeptieren wie wir sind,
mit all unseren Macken und Eigenarten, mit unserer Schokoladen- und mit unserer
Schattenseite. Wir müssen lernen uns so zu verhalten wie wir sind und nicht so,
wie andere es von uns erwarten - oder um anderen zu gefallen. 
Das schließt auch den Mut zur eigenen und (freien) Meinung ein.
Konflikte sind da oft vorprogrammiert.
Daher lehnen wir Menschen meist ab, die nicht unserer Meinung sind.
Schließlich suchen wir Bestätigung und Anerkennung und niemanden,
der uns kritisiert oder anderer Meinung ist, als wir.
Statt uns zu fragen, ob der andere vielleicht recht haben könnte, reagieren wir trotzig
und ablehnend. Oft sind wir sogar beleidigt und geben die Schuld dafür dem anderen,
statt sie zuerst bei uns selbst zu suchen und über unser Verhalten nachzudenken.
(Die Schuld zuerst beim anderen zu sehen ist der bequemere Weg -
entbindet er uns doch gleichzeitig von eigenen Schuldgefühlen).
 
 
 

Es sind jedoch gerade die unbequemen Meinungen, Fragen und Gedanken, die Kritik und
die unbequemen Wahrheiten, die uns oft quälen. Daher verdrängen wir sie auch am liebsten
immer wieder und versuchen, uns von diesen quälenden Gedanken abzulenken.
Doch genau diese quälenden Gedanken, haben den größten Nutzen für uns,
wenn wir uns auf sie einlassen und uns mit ihnen auseinandersetzen.
 Sich der Meinung anderer anzuschließen, ohne sich selbst eine eigene Meinung
gebildet zu haben, ist wieder der einfachste und bequemste Weg.
Allerdings ohne jeglichen Nutzen für uns.
 
 
Wer aber selbst "denkt" und nicht nur auf das hört was andere sagen, raten oder tun und
sich nicht mit anderen vergleicht, sondern sich so akzeptiert wie er von Natur aus ist,
der wird im Leben auch alle Hürden mit Leichtigkeit überwinden.
Der wird sich nicht als willenloses Opfer anderer fühlen, sondern seinen
ganz eigenen Weg gehen. Das zu lernen, ist der eigentliche Sinn des Lebens.
(Wenn es denn überhaupt einen Sinn gibt).
Ich habe lange dafür gebraucht, habe mich eher angepasst und versucht, es allen recht
zu machen, schon um "des lieben Friedens" willen, um eventuellem Ärger aus dem Weg
zu gehen und möglichst bei allen beliebt zu sein.
"Nein", zu sagen, fiel mir in jüngeren Jahren noch ziemlich schwer.
Mittlerweile, d. h. schon seit gut zwei Jahrzehnten, schaffe ich das problemlos.
Angepasst oder Mitläufer zu sein, ist so gar nicht mehr mein Ding.
Es fing damit an, dass es für mich nicht mehr wichtig war und ist,
was andere über mich denken oder sagen.
Nichts verursacht mehr Leid und Unheil, als sich nach dem Gerede anderer zu richten
und nicht den Mut zu haben, anders zu sein, als andere..
Nicht das, was den größten Beifall anderer Menschen findet,
trägt zu unserem Glück und zu unserer Zufriedenheit bei,
sondern einzig und alleine, dass wir uns von der großen Masse unterscheiden und
uns selbst treu bleiben. Einzigartig sein und einzigartig bleiben,
das ist unsere Bestimmung.
Wer das erkannt hat und sein Leben nicht nach anderen richtet,
sondern das sagt und tut, was ihn selbst als Mensch ausmacht,
dem wird wahrhaftiges Lebensglück beschert.
 Heuchler, JA-Sager und Mitläufer gibt es schon genug auf dieser Welt.
Nachmachen, Nachahmen und Nachplappern kann jeder.
Gegen den Strom schwimmen ist dagegen sehr viel anstrengender, sehr unbequem.
Das erfordert einen eisernen Willen, Charakterstärke, viel Kraft und Ausdauer.
 
 
 
Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch
glücklich und zufrieden sein könnte, wenn er den Mut aufbrächte,
so zu sein, wie es seiner Wesensart nach bestimmt ist.
Denn sein Glück und seine Zufriedenheit von anderen abhängig zu machen,
heißt nichts anderes, als sich selbst aufzugeben und sich der großen Masse zu unterwerfen.
 
Diejenigen aber, die gegen den Strom schwimmen, werden irgendwann an der
Quelle ankommen.
Wogegen diejenigen, die sich mit der Masse im Strom treiben lassen,
irgendwann in einem Meer landen- und dort früher oder später alleine zwischen
den Wellen herumtreiben oder untergehen.

 Das zeigt, dass die Masse höchst unsicher ist, sich wieder auflöst
und somit vergänglich ist.
 
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