Mittwoch, 21. Januar 2015

Sehr düster !

Leider weiß ich nicht mehr, ob ich es geträumt habe oder ob es meiner
Fantasie entsprungen ist, ob ich es im Film gesehen oder in einem Buch gelesen  habe.
Es ist schon so lange her, seit ich diese Bilder im Kopf mit mir im herumtrage.
Ich weiß nur, dass diese Bilder bis heute in meinem Gedächtnis haften geblieben sind und
immer, wenn ich an die Umwelt denke, mal wieder vor meinem geistigen Auge auftauchen.
Bilder von einem zukünftigen Leben auf unserem Planet Erde,
von denen ich nur hoffen kann, dass sie niemals Realität werden.
 
 
Bilder von einer Zeit in weit entfernter Zukunft.
In dieser Zeit ist alles Leben auf der Erde ausgestorben. Es gibt keine Tiere, keine Insekten
und keine Pflanzen mehr. Die Erde ist verseucht, die Meere sind zugemüllt, die Luft verpestet,
das Klima lässt auf der Erde kein Leben mehr zu.
Die Menschen haben immer mehr produziert, die Umwelt immer mehr belastet
und die Regenwälder abgeholzt, so dass die weltweiten Unwetter immer öfter
zu immer schlimmeren Katastrophen geführt haben.
Stürme und Überschwemmungen sowie der Anstieg des Meeresspiegels waren
nicht mehr aufzuhalten. In einigen Gegenden der Erde herrschte dagegen Trockenheit
und eine solche Hitze, dass auch dort alles Leben ausgelöscht wurde.
Die Menschen haben die Warnungen der Klimaforscher nicht ernst genug genommen,
sondern Wachstum und Konsum immer weiter vorangetrieben -
bis es zu spät war und kein Zurück mehr gab.
 


 
Zu diesem Zeitpunkt lebt nur noch ein Teil der Menschheit auf der Erde.
Die, die es sich leisten konnten, haben ihr Vermögen in Raumschiffe investiert,
mit denen sie auf dem Weg zu einem anderen Planet sind, von dem es heißt,
dass dort Leben möglich sein könnte.
Die Menschen, die auf der Erde bleiben mussten, sind in eine Gegend geflüchtet,
in der die Umweltbedingungen noch relativ erträglich waren.
Doch auch ihnen blieb keine andere Wahl, als irgendwann unter die Erde zu flüchten.
So ist diese unterirdische Stadt entstanden, in der die Menschen ohne Tageslicht
wie in einer Schaufensterstadt neben einander leben.
Sie leben in hellem, künstlichen Licht, werden mit Sauerstoff versorgt und alle tragen
eine weiße Einheitskleidung. So eine Art Kaftan. Ganz einfach geschnitten und genäht.
Zwei Stück davon, Unterwäsche und ein paar „Schuhe“ werden jedem Mensch zugeteilt.
Die drei Mahlzeiten am Tag bestehen aus je einer chemisch hergestellten Tablette,
die alle Vitamine und Mineralien enthält, die ein Mensch benötigt sowie
einem halben Liter Wasser, welches aus diversen unterirdischen Quellen stammt.
Kommuniziert wird über ein digitales, internes Netz und einem großen Flachbildschirm,
der sich an einer Wand in jeder dieser „Schaufenster-Wohnung“ befindet.
Zwischen den gegenüberliegenden Schaufenster-Wohnungen befinden sich schmale Gänge,
auf denen so eine Art elektrisch betriebene Lore verkehrt, mit der die „Mahlzeiten“,
das Wasser und saubere Wäsche ausgeteilt und schmutzige Wäsche abgeholt wird.
Auch die Menschen benutzen diese Loren, um zu den „Gesellschaftsräumen“ und
Sporthallen zu gelangen.
Produziert werden nur noch spärliche Möbel, Gläser, Flaschen, Bettwäsche, Handtücher,
Unterwäsche, die Kleidung und Hygieneartikel.
Der wenige Müll wird recycelt und alles andere repariert.
Geheizt werden die unterirdischen Städte mit Sonnenenergie, die auch für warmes Wasser
und den Betrieb aller notwendigen Geräte und für die Produktion eingesetzt wird.
Für anfallende Arbeiten werden die Menschen abwechselnd und unentgeltlich eingeteilt.
Dafür wird ihnen alles Notwendige kostenlos zur Verfügung gestellt,
einschließlich einer Schule, einem Krankenhaus, Ärzten, die Benutzung der Sporthallen
und der Gesellschaftsräume, in denen Diskussionsrunden stattfinden.
Die Tagesabläufe unterliegen strengen Regeln, die von den Menschen selbst bestimmt werden.
Eine Regierung gibt es nicht mehr.
Wichtige Mitteilungen erfolgen automatisch über den „Flachbildschirm“ an der Wand,
der zu jeder Tages- und Nachtzeit eingeschaltet bleiben muss.
Das Leben der Menschen findet jetzt fast ausschließlich auf geistiger Ebene statt.
Vergnügen bereiten nur noch Computerspiele, die die geistige Entwicklung
der Menschen fördern sollen.
Ziel dieser unterirdischen Gesellschaft ist es nun, die Leistungsfähigkeit des menschlichen
Gehirns von 10-15%, stufenweise bis auf über 50 % zu steigern.
 
 
 

 
Ansonsten ist das Leben der Menschen in den unterirdischen Städten
ziemlich eintönig. Für Nachwuchs wird dennoch gesorgt.
Und da dieser Nachwuchs nie etwas anderes kennenlernen wird,
als dieses eintönige Leben unter der Erde, wird ihm auch nichts fehlen.
Die Überlieferungen der Alten, die von einem paradiesischen Leben, das einst
über der Erde stattfand, erzählten, erscheint diesem Nachwuchs wie ein Traum,
wie Science Fiction.
Es soll ein Leben wie im Paradies gewesen sein, mit Bergen, Seen, Meeren, Tieren,
Insekten, Bäumen, Pflanzen und Blumen.
Mit Regen, Sonne, blauem Himmel, Mond und Sternen, Eis und Schnee.
Wie das wohl alles ausgesehen haben mag ?
Die Berge, die Meere, die Sonne, der Mond und all diese Tiere ?
Es muss wundervoll gewesen sein, in einem solchen Paradies gelebt zu haben.
Warum die Menschen ein so wundervolles Paradies wohl zerstört haben ?
Diese Frage beschäftigte den Nachwuchs immer wieder.
Eine plausible Antwort fanden sie allerdings nie.
 
 
 
Ein schrecklicher Albtraum ? Eine düstere Geschichte ?
Ein Horrorfilm ?
Wird dieses düstere Szenario von einem unterirdischen Leben
Science Fiction bleiben oder in weit entfernter Zukunft
einmal Realität werden?

 
~*~
 
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