Freitag, 8. August 2014

Bedenklich

Kommt er oder kommt er nicht?
 
Glaubt man einigen Finanzexperten, dann ist es keine Frage mehr ob er kommt,
sondern wann er kommt. Ein paar dieser Experten halten die Wahrscheinlichkeit sogar
für besonders groß, dass er noch in diesem Jahr kommt, der nächste Finanz-Crash.
An zwei Abenden in den vergangenen Wochen bin ich extra bis spät in die Nacht
aufgeblieben, um mir Sendungen im TV anzusehen, die dieses Thema behandeln.
Auch wenn ich auf diesem Sektor absoluter Laie bin, aber so was von keine Ahnung davon
habe, so haben mich die Äußerungen einiger Geldleute doch ziemlich beunruhigt.
Sogar mir leuchtet es ein, dass an den Börsen mit Geld spekuliert wird, welches real gar
nicht vorhanden ist – es wird also mit virtuellem Geld gezockt und in diesem
Zusammenhang wird immer wieder die berühmte "Blase" erwähnt, die irgendwann zu
platzen droht und den Crash somit ausgelöst. Kommt der Crash, dann stürzen die
Aktien ins Bodenlose und die Weltwirtschaft in den Abgrund.
So, wie damals in den USA am schwarzen Freitag 1929 – nur viel schlimmer.
War die Finanzwelt vor Jahren noch relativ einfach strukturiert, dann ist sie heutzutage
so komplex und so undurchsichtig, dass es mich nicht wundert, wenn selbst Politiker hier
keinen Durchblick haben und den Finanzjongleuren, Geldzockernmanager und
sogenannten Finanzexperten völlig ausgeliefert sind.
 
Hellhörig hat mich die Aussage eines solchen Experten gemacht, der Sparern empfiehlt,
ihr Gespartes von der Bank abzuheben und unters Kopfkissen zu legen. Da sei es sicherer,
als auf jeder Bank.
1. Weil im Falle eines Crashs eine Einlagensicherung nicht gesetzlich festgeschrieben sei,
sondern es sich hierbei lediglich um eine Absichtserklärung handeln soll.
Und 2. Weil man im Falle eines Crashs evtl. nicht mehr an sein Geld kommt, da die
Banken geschlossen blieben und die Geldautomaten nicht mehr funktionierten.
 
Da steht man als Bürger wie Ochs vorm Berg und stellt sich die Frage, ist das nur
Angstmacherei oder ist da was dran, an diesen Prognosen? Was also soll man tun?
Hinzukommen die vielen Krisenherde in der Welt, die eine zusätzliche Unsicherheit
in der ohnehin undurchschaubaren Finanzwelt darstellt. Allen voran die Krise um
Russland und die Ukraine und jetzt wieder die aufflammenden Unruhen im Irak.
Keiner kann wirklich vorhersagen, wohin sie führen – ob und welches Ende sie nehmen.
Frank Walter Steinmeier sagte in einem Spiegel Interview, dass der Frieden in Europa
in Gefahr sei und die Entwicklung in der Ukraine zu unvorhersehbaren Folgen für ganz
Europa führen könne. Und in der Financial Times war unlängst zu lesen, dass ein
Vertrauter Putins gesagt haben soll, dass das Yukos-Urteil im Lichte der geopolitischen
Auseinandersetzung um die Ukraine unerheblich sei und dass es in Europa einen Krieg
geben wird.
 
 
Die Nachrichten der letzten Tage, in denen immer öfter vom 3. Weltkrieg die Rede ist,
verheißen nichts Gutes für die Zukunft. Weder was den weltweiten Frieden betrifft,
noch die weltwirtschaftlichen Aussichten. Die zunehmenden weltweiten Unwetter
verursachen weiterhin enorme Kosten, die irgendwie aufgebracht werden müssen.
Die dubiose Finanzwelt macht mit ihren Spekulationen und Steueroasen weiterhin was
sie will, während auf der anderen Seite die Lücke zwischen arm und reich immer
größer wird. Der fortgeschrittene Klimawandel und die dadurch verursachte Eisschmelze
in Grönland sind nicht mehr aufzuhalten. Bis zu sieben Meter werden die Meeresspiegel
ansteigen, wenn sämtliches Eis dort geschmolzen ist. Es gäbe unzählige weitere
Katastrophen und Probleme zu benennen und es gibt leider immer mehr unfähige
Politiker, die nichts, aber auch gar nichts davon in den Griff kriegen. Es scheint von
Jahr zu Jahr schlimmer zu werden. Da möchte man vor lauter Verzweiflung mal so
richtig mit der Faust auf den Tisch knallen, damit einige Menschen wach werden
und endlich zur Besinnung kommen.
 
Muss uns das Wasser wirklich erst bis zum Hals stehen – oder wollen wir nicht wahrhaben,
wie schlimm es wirklich um diese Welt bestellt ist?
Was nützt alles Geld der Welt und die Gier nach immer mehr Profit, wenn am Ende
alles zusammenbricht, in Schutt und Asche liegt oder in Unmengen von Wasserfluten
versinkt ? Sollte es wirklich auf ein nach-uns-die-Sintflut hinauslaufen ?
 
Mir macht der Zustand in der Welt Angst, eben weil alles, was einmal in Gang
gesetzt wurde, nur noch sehr schwer aufzuhalten ist. Es sei denn, jemand zieht noch
rechtzeitig die Notbremse. Doch dafür scheint es längst zu spät und wer sollte dieser
„Jemand“ überhaupt sein?  Angeblich soll es ja schon Pläne für ein „Danach“ geben,
für eine neue Weltordnung.
Wer sich die wohl ausgedacht haben mag ?
Wer hätte gedacht, dass die Menschheit im 21. Jahrhundert immer noch so dumm ist,
wo sich jeder einzelne doch für so klug hält – manche halten sich sogar für besonders
clever. Vielleicht ist das ja die eigentliche Ursache für die Misere in dieser Welt.
 
 
In was für einer Welt leben wir, in der neben den Menschenrechten in einigen Ländern,
jetzt vielleicht auch der Frieden in Europa seinen Wert verliert ?!

Mich beunruhigt das derzeitige Weltgeschehen sehr.
Vor allem beunruhigt mich die Tatsache, dass Historiker die Lage in Russland/Ukraine
als sehr bedrohlich bezeichnen und Politiker davon reden, dass es nach Krieg riecht.

 Vielleicht sollte ich einfach keine Nachrichten mehr sehen und hören -
andererseits ist es so gar nicht mein Ding, die Vogelstraußmethode anzuwenden -
immerhin geht es um viele, viele Menschenleben, die mitten in diesen schrecklichen
Kriegen und blutigen Unruhen stecken.
Und wer weiß, ob es nicht bald auch hier bei uns knallt.
Die Gefahr besteht nun mal - es ist wirklich unglaublich.
 
~*~*~*~
 
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Kommentare:

  1. Im Moment habe ich auch so ein ungutes Gefühl wenn ich das Weltgeschehen in den Nachrichten verfolge. Wohin man schaut: Überall Kriegsherde, Menschen verhungern auf ihrer Flucht vor denen, die ihren Glauben nicht akzeptieren, eine schwere Seuche in Afrika. Man könnte glauben, das jüngste Gericht sei nahe. Die Menschheit lernt nicht aus ihren Fehlern. Offenbar ist sie programmiert, sich selbst zu vernichten. Ja, die Lage Russland/Ukraine könnte ausufern wenn nicht alle Beteiligten einen kühlen Kopf behalten. Macht mir auch Magengrummeln ...
    LG Christiane

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  2. Du sagst es, liebe Christiane, es hat was von einer Endzeitstimmung - aber wir wollen trotz allem nicht zu schwarz sehen, auch wenn es zurzeit leider gar nicht gut aussieht. Was Russland/Ukraine betrifft - beide können sie und der Westen jetzt irgendwie auch nicht mehr zurück. Die Frage ist auch, wie sich China und Japan verhalten, sollte die Situation eskalieren. Hoffen wir auf viele kühle Köpfe !
    Wünsch Dir noch einen schönen Sonntag und sende liebe Grüße
    Laura, deren Stimmung im Moment ein wenig bedrückt ist :o((.
    (Das Wetter trägt heute auch nicht gerade zur Aufheiterung bei !)

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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