Dienstag, 29. Juli 2014

Es liegt am Jetstream

über der Nordhalbkugel und an dessen Stabilität bzw. Instabilität sowie an der
Eisschmelze in Grönland, dass der Sommer in diesem Jahr so nass und unbeständig
ausfällt, sagt eine Meteorologin. Zurzeit sei dieser Jetstream sehr instabil und verursache
daher diese nimmer endenden Unwetter und extremen Regenfälle. Das tröstet mich jetzt
allerdings auch nicht, denn ich kann dem Sommer in diesem Jahr immer weniger Positives abgewinnen.
Wenn ich morgens aus meinem Schlafzimmerfenster blicke, dann sehe ich den Wald
schon seit ein paar Tagen in einen Nebelschleier gehüllt. Gedanken an Kaminfeuer,
Brennholz und ein Gedicht von Rilke kommen mir in den Sinn. Das ist alles gut und schön,
aber nicht im Sommer, nicht wenn der Kalender den Monat Juli anzeigt.
Dieser Sommer bietet nicht viel Sommerliches – außer vielleicht, dass es nicht kalt ist,
dafür aber viel zu nass, zu feucht und zu schwül.
Nein, das ist kein Novemberfoto! Es ist wirklich im Juli 2014 aufgenommen
 
Nichts trocknet richtig. Weder das Handtuch nach dem Duschen, noch die Wäsche im
Garten oder der Küchenboden nach dem Wischen. Aber das ist nichts gegen die Unwetter
der letzten Wochen. Erst gestern liefen im Ruhrgebiet und in Baden Württemberg
wieder die Keller voll und schon werden wieder neue Unwetter erwartet.
 
 
Sollte der Jetstream tatsächlich wegen des schmelzenden Eises in Grönland so instabil
sein, dann würde das ja bedeuten, dass wir uns in einem Teufelskreis befinden und dass
das Wetter in den nächsten Jahren auch nicht viel besser wird. Die Eisschmelze ist ja
angeblich nicht mehr aufzuhalten.
Das hieße aber auch, dass ich mich mit dem Gedanken vertraut machen müsste, den
Garten umzugestalten. Die Rosen, die es lieber trocken und luftig mögen sowie einige
andere Pflanzen und Sträucher leiden schon jetzt sehr unter dieser feuchten Witterung.
Andere, wie die Rhododendren, die Hostas, Farne und Buchskugeln blühen regelrecht auf.
Und das Unkraut natürlich – es schießt geradezu aus der Erde empor.
 
 
Ich möchte nichts überstürzen, auch wenn feststeht, dass es in keinem Sommer der
letzten zehn Jahre so viel Regen gab, wie in diesem Sommer und die Aussichten auf
Besserung nicht besonders gut sind. Ich liebe meine Rosen !
 
 
Ich würde mich nur ungerne von meinen Rosen trennen
 
Die meisten Blüten der Hortensien, des Hibiskus, des Sommerflieders und der Rosen sind
nach dem vielen Regen nur noch Matsch und kein schöner Anblick. Viele fallen schon vor
der Blüte verfault ab und das mitten im Sommer! Das gab es so bisher in den
vergangenen Jahren noch nicht und stimmt mich richtig traurig.
Es gab Zeiten, da konnten wir uns bis weit in den Spätherbst hinein
noch an vielen Blüten, vor allem an den Rosen, erfreuen.
Bei all dem Unmut über das Wetter in diesem Sommer, sollte man vielleicht einfach
nur froh und dankbar sein, wenn man überhaupt noch im Trockenen sitzt.
Das ist bei diesem Wetter und den Aussichten nicht mehr selbstverständlich.
Mir tun all die Menschen leid, die von diesen Überflutungen betroffen sind.
                        
Gerade hat es wieder angefangen zu regnen.
Ach, was sag ich - es schüttet wieder wie aus Eimern !
              
Is nix mit Sommersonnenfeeling im Garten !
 
~*~*~*~
 
 
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Kommentare:

  1. Hallo Laura, sicherlich für den Garten und die Rosen ist dieses Wetter sicherlich nicht optimal.

    Diesem regnerischen Wetter konnte ich heute Nachmittag sogar etwas positives abgewinnen.
    Optimist wie ich nun einmal bin, fuhr ich mit denm Rad heute Nachmittag ohne meine Regenbekleidung zur Arbeit.
    Was dann auf meinem Nachhauseweg passierte...ist ja schon fast klar.
    Natürlich fing es an zu Regnen. ;-)
    aber, bei der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit war es eine Wohltat den warmen Regen auf der Haut zu spüren.
    Das war eine kostenlose Regendusche, so schön können das die Designer von duschamaturen garnicht gestalten.
    Noch dazu wurden verschiedene Stufen der "Dusche" ganz alleine eingestellt. Mal große, mal kleine Tropfen.

    Ha, pudelnass war ich als ich zu Hause ankam ...aber doch auch glücklich.
    Was solls, wir können das Wetter ja eh nicht ändern.
    Also mach ich das Beste daraus.

    Herzliche Grüße Mecki

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    1. Das stimmt, liebe Mecki, ändern können wir das Wetter nicht, aber ich denke, wir Menschen tragen auch einen Teil Schuld am Klimawandel, der zu diesen extremen Unwettern führt. Schön ist allerdings, dass du Optimist bist und das Beste daraus machst. Das fällt mir manchmal schwer, besonders dann, wenn kein Ende des schlechten Wetters in Sicht ist.
      Mit dem Fahrrad bei Gewitter unterwegs zu sein, ist nicht ungefährlich, wogegen Regen bei Hitze und Schwüle wirklich ein angenehme Erfrischung sein kann.
      Ich wünsche Dir trotzdem noch viele schöne, trockenen, sommerliche Sommertage und schicke viele Grüße
      in das arg gebeutelte Münsterland.
      Laura

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  2. Das Wetter bekommt nicht nur Deinen Rosen schlecht ... obwohl die Blüten mit den Tropfen doch so schön aussehen. Ich war heute sowas von müde, konnte mich kaum für die nötigsten Arbeiten auf den Beinen halten. Im Moment schaut es schon wieder nach Gewitter aus. Wenn das die Prognose für kommende Sommer ist, mache ich keinen Winterschlaf sondern Sommerschlaf. Schließe mich dem Tenor meines Vorschreibers an: machen wir das Beste draus.
    LG Christiane

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    1. Ich hoffe, es geht Dir wieder besser und Du konntest ein wenig Schlaf nachholen, liebe Christiane. Wir müssen uns wahrscheinlich in Zukunft wirklich auf extremeres Wetter einstellen. Das hört man ja von allen Seiten und da scheinen sich die Experten auch einig zu sein. Es ist ja auch nicht mehr zu übersehen - und zwar weltweit.
      Ja, diese Rosen - "Sebastian Kneipp" - sind noch sehr schön, aber es sind auch die einzigen. Alle anderen haben aufgegeben und sehen nicht so aus, als wollten sie in diesem Jahr noch einmal blühen. Sommerschlaf hört sich gut an - eine Möglichkeit, sich diesem Wetter zu entziehen - falls der Gewitterlärm es zulässt ;o)).
      Okay, ihr habt mich überzeugt - halten wir durch und machen das Beste draus.
      Auch Dir einen schönen Tag, an dem Du hoffentlich wieder topfit bist und KEIN Unwetter mehr.
      Liebe Grüße für Dich und die Deinen, schickt Dir Laura, die gerade am Himmel ein Stücken Blau und einen Lichtblick sieht ;o)

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  3. Liebe Laura,

    ich schäme mich richtig, denn ich war sooo lange nicht hier. Dabei gibt es soviel Schönes zu sehen und sicher auch Wunderbares und Interessantes zu lesen, wenn ich meinen Blick über deine Einträge schweifen lasse.

    Nur heute bin ich nicht mehr in der Lage dazu, bin ziemlich knülle. Aber ich bin froh, dass du bei mir vorbeigeschaut und deine Spuren hinterlassen hast. So bin ich dir gefolgt und weiss nun, dass ich ganz bald wiederkommen werde.

    Ein lieber Abendgruß
    von Frau Morgentau

    http://morgentau.designblog.de/startseite/home..../

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    1. Du brauchst Dich doch nicht zu schämen, liebe Andrea. Es besteht doch kein Besuchszwang - alles beruht auf freiwilliger Basis und sollte nicht zu einem Pflichtbesuch werden. Außerdem ist es auch eine Frage der Zeit und Du solltest in Deiner Freizeit nur das tun, was Du wirklich gerne tun möchtest und da gibt es mit absoluter Sicherheit wichtigere Dinge, als mein Geschreibsel zu lesen.

      Dennoch freue ich mich natürlich sehr, dass Du hier warst und ein paar liebe Zeilen hinterlassen hast.
      Danke dafür und auch für Deine wunderschönen Fotos, die mir immer wieder deutlich machen, wie schön die Natur in unserem Land ist.
      Hab eine gute Zeit und lass es Dir gut gehen.
      Alles Liebe
      Laura

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Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit für ein paar nette Worte nimmst.

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